Linktipp

Aktuell 2013

Tagungsband „Die Rückkehr der Wölfe“

Dieser 2012 herausgegebene Band enthält alle Vorträge der Tagung vom 29. Oktober 2010 in Sankt Andreasberg und noch einiges mehr, auf 104 reich bebilderten Seiten.
Neben wissenschaftlich aufbereiteten Fakten aus der aktuellen Forschung sind auch Beiträge über das Wolfsmanagement in Sachsen sowie die Vorbereitung in Niedersachsen enthalten. Ebenso wurde die Historie des Harzwolfes aufgearbeitet und dargestellt. Zudem werden zahlreiche Literatur- und Linktipps gegeben. Einen besonderen Reiz haben die vielen authentischen Wolfsfotos. Zahlreiche Freilandaufnahmen aus der Lausitz stellte Sebastian Koerner zur Verfügung. Die wenigen Gehegeaufnahmen sind als solche gekennzeichnet! Eine aktuelle Verbreitungskarte des Wolfes (2011) in Deutschland wurde ergänzt.
Der Tagungsband ist für 6,50 € (bei Versand zzgl. Porto und Verpackung) im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und den anderen Verkaufsstellen des Nationalparks Harz erhältlich.

Bestellungen an:
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Erzwäsche 1
37444 Sankt Andreasberg
e-mail: nph-st.andreasberg@t-online.de Tel.: 05582-923074.

Foto: Titelseite des Tagungsbandes

Inhalt des Tagungsbandes „Die Rückkehr der Wöfe“:

Harald Martens, Bundesamt für Naturschutz:
Der Wolf in Deutschland – Beiträge des BfN zum Management für eine vom Aussterben bedrohte Tierart
Bernd Dankert, Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen:
Wölfe in Sachsen – Entwicklung des sächsischen Wolfsmanagements
Maika Holzapfel, Carina Wagner, Gesa Kluth, Ika Reinhardt & Hermann Ansorge, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz:
Fakten aus Losungen – Zehn Jahre nahrungsökologische Untersuchungen am Wolf (Canis lupus) in Deutschland
Mark Nitze, TU Dresden: Rotwildtelemetrie im Wolfsgebiet der Oberlausitz
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Viehhaltung, Herdenschutz und Hirten in Lebensräumen großer Raubtiere
Reinhard Göpfert, Jäger und Kreisnaturschutzbeauftragter Landkreis Lausitz: Erfahrungen eines Jägers im Wolfsgebiet Lausitz
Meike Hullen, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz: Wie bereitet sich Niedersachsen auf den Wolf vor?
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Historisches zum Harzwolf
Theo Grüntjens, Rheinmetall-Forstverwaltung: Rückkehr der Wölfe in niedersächsischen Revieren
Markus Bathen, NABU Projekt „Willkommen Wolf“: Wölfe in Deutschland – zurück, um zu bleiben.
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Lesen und Surfen zum Thema „Wolf“ – ausgewählte Quellen
Karte: Aktuelle Verbreitung des Wolfes in Deutschaland (2011)
Dazu ein Schlusswort der Landesarbeitsgruppe Wolf im NABU Niedersachsen, eine Darstellung des Wolf-Centers Dörverden und ein Poster zum Grünen Band vom BUND, TorfHaus


Naturschutzverbände kritisieren schleppende Umsetzung des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 im Landkreis Goslar

Goslar. „Natura 2000“ ist ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten in Europa. Natürliche und naturnahe Lebensräume und gefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen sollen hier geschützt und erhalten werden. Grundlage des Netzes Natura 2000 ist die Richtlinie über die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie), in der Ziele, naturschutzfachliche Grundlagen und Verfahrensvorgaben zur Errichtung des Netzes Natura 2000 festgeschrieben sind. Das Netz Natura 2000 soll aus Gebieten gemäß der FFH-Richtlinie (FFH-Gebiete) und der EG-Vogelschutzrichtlinie bestehen, wobei sich die beiden Gebietskategorien durchaus auch überlappen können, wie das Beispiel des Nationalparks Harz zeigt.

Das zusammenhängende Netz Natura 2000 ist auf Grundlage der EU-Richtlinien wie folgt zu sichern:

– Spätestens binnen sechs Jahren nach Aufnahme der Gebiete in die Liste der Gebiete
von gemeinschaftlicher Bedeutung entsprechend FFH-Richtlinie und Bundesnaturschutzgesetz

– unverzüglich nach der Benennung des Gebiets nach Art. 4 Abs. 1 und 2 der Vogelschutzrichtlinie 2009/147/EG.

Für die FFH-Gebiete lief diese Frist endgültig am 31.12.2013 ab, d. h. vor wenigen Tagen. Zuständig für die Sicherung dieser Gebiete sind in Niedersachsen die unteren Naturschutzbehörden. Der Landkreis Goslar hat hier terminlich versagt – und das, obwohl er schon 2007 in einer Kreistagsvorlage präzise erklärt hatte, wie vorzugehen ist. Nur ein Teil der FFH-Gebiete im Kreis Goslar hatte bis zum 31.12.2013 den erforderlichen Sicherungsstatus – leider hatte das wenige Personal in der Naturschutzbehörde offensichtlich im politischen Auftrag mehr mit der Entlassung aus Schutzgebieten zu tun als mit wirklichem Naturschutz. Auch in der Internetseite des Landkreises Goslar sind zwar die klassischen Schutzgebiete aufgeführt, aber die FFH-Gebiete sucht man vergebens.

Die Goslarer Naturschutzverbände fordern daher einen klaren Zeitplan für die Behebung dieser Defizite und sie fordern, dass dieser Zeitplan der einzelnen Schutzgebietsausweisungs- bzw. -anpassungsverfahren nunmehr auch eingehalten wird.

Knut Haverkamp und Dr. Friedhart Knolle, BUND-Regionalverband Westharz
Mathias Kumitz, NABU-Kreisgruppe Goslar

Foto: FFH-geschützter Fluss Sieber, Foto Regionales Umweltbildungszentrum Nationalpark Harz


Der Brocken – beliebte Irrtümer und Fehler 2013

Wernigerode. Immer wieder wird in der Heimatliteratur und im Internet – entgegen allen Regeln der sorgfältigen und kritischen Arbeitsweise – abgeschrieben und übernommen, ohne dass man sich die Mühe macht, die Originalquellen zu lesen oder richtig zu zitieren. Auf diese Weise schleppen sich Fehler und falsche, längst widerlegte Ansichten manchmal über Jahrzehnte und länger durch zahllose Veröffentlichungen. An dieser Stelle seien einmal einige „Klassiker“ dargestellt.


Erstbesteigung

Sicherlich haben die ersten Menschen schon in der Steinzeit die Brockenkuppe betreten – mit wieviel Firneis sie teilweise in den Eiszeiten auch bedeckt gewesen sein mag. Es wird immer noch verbreitet, der Nordhäuser Arzt Johannes Thal sei im Zuge seiner botanischen Untersuchungen vor 1572 der erste bekannte Gipfelstürmer gewesen. Doch schon vor ihm war der Gelehrte Tilemann Stella zu kartographischen Zwecken auf dem Gipfel und Dr. Friedrich Dennert hat in seiner umfassenden historischen Arbeit zum Brocken (Geschichte des Brockens und der Brockenreisen, Braunschweig 1954) festgestellt, dass die erste nachweislich durchgeführte Brockenbesteigung bereits um 1460 stattfand – festgehalten in der sog. Erfurt-Leidener Handschrift.

Goethe

Den heutigen Goetheweg hat Johann Wolfgang Goethe (er war damals noch nicht geadelt) nie gesehen, auch nicht den Abbegraben, der 1777 noch gar nicht gebaut war. Der Goetheweg war nicht Goethes Weg – jedenfalls ist seine präzise Route unbekannt. Der Goetheweg wurde 1891 vom Harzklub als Weg befestigt und ausgebaut – erst danach setzte sich dieser Name überhaupt durch. Gern wird auch immer noch erzählt und geschrieben, dass Goethe 1777 als erster den Brocken im Winter bestiegen hätte – auch in dieser Jahreszeit gab es bereits vor ihm Wagemutige und zudem war er ja gar nicht allein auf dem Berg, sondern wurde vom Torfhaus-Förster Johann Christoph Degen geführt.


Heinrich Heine

Angeblich schrieb Heinrich Heine 1824 nach seiner Besteigung des Brockens in das Gipfelbuch: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine.“ Dieses Zitat wurde ihm aber nur angedichtet – wer sich etwas mit Literatur auskennt, merkt sofort, dass dies nicht die Sprache des Dichters Heine ist. Sogar im renommierten Merian findet es sich und auch frühere Ministerpräsidenten waren diesem falschen Zitat durch ihre Redenschreiber ausgesetzt – beispielsweise Christian Wulff bei der Eröffnungszeremonie des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Als Wulff die verzogene Miene des Nationalpark-Pressesprechers sah, der die Rede vorher nicht gesehen hatte, wurde er unsicher – aber vorgelesen war vorgelesen ... Übrigens stieg Heinrich Heine vom Brocken ab nach Ilsenburg, nicht von dort auf den Berg, wie die meisten Wanderer auf dieser Route heute – auch das wird hin und wieder falsch geschrieben. Und auch er nutzte – wie Goethe – nicht exakt die Route, die heute nach ihm benannt ist.


Höhe

Die am weitesten verbreitete falsche Zahl zum Brocken ist wahrscheinlich die angebliche Höhe von 1142 m. Die korrekte Höhe von 1141 m NHN hat sich zwischenzeitlich aber durchgesetzt, wobei eine weitere Konkretisierung in Zentimetern, wie man sie hin und wieder findet, bei einem Berg, dessen Kuppe so oft vom Menschen umgestaltet wurde, kaum Sinn macht.


Name

Der Name des Berges ist nicht leicht zu erklären – das Thema wirft bis heute schwierige Fragen auf. Trotzdem ist es unverzeihlich, dass hierzu immer noch die abwegigsten Thesen kolporiert werden, obwohl die meisten schon von Dr. Friedrich Dennert widerlegt wurden. Dennert kam letztlich zu dem Schluss, dass der Name höchstwahrscheinlich vom Begriff „Bruch“ abgeleitet werden kann, d.h. „Moor“ bzw. „vermoortes Gelände“, was ja auch für einen guten Teil des Brockens zutrifft. Zwar wird auch diese Deutung kritisch hinterfragt, aber bis zur Präsentation einer überzeugenderen Herleitung kann diese wohlbegründete Annahme immer noch als Stand der Forschung gelten.


Geologie

Immer noch hört man hin und wieder, der Brocken sei ein Vulkan gewesen, obwohl dieser geologische Nonsens nicht mehr allzu weit verbreitet ist. Trotzdem hörte es der Autor dieser Zeilen noch am 18. September 2013 in den erläuternden Ansagen im Traditionszug der Brockenbahn – munter und voller Selbstbewusstsein erzählt – und fast alle Passagiere glaubten es. Richtig ist vielmehr, dass der Brocken aus granitischen Gesteinen des Brockenplutons aufgebaut ist. Das zähe, aber fließfähige granitische Magma entstand, als sich die Gebirgswurzel durch Plattentektonik tief abgesenkt hatte, teilweise schmolz, dann wieder aufstieg und vor ca. 293 Mio. Jahren in der Nähe der Oberfläche erkaltete, ohne jedoch vulkanisch auszubrechen. Diesen Vorgang nennt man Plutonismus – daher ist der Brockengranit ein plutonisches Gestein.


Temperaturen

Immer noch werden für den Brocken viel zu niedrige Durchschnittstemperaturen angegeben und wieder und wieder unkritisch abgeschrieben. Aufgrund des Klimawandels liegt die Jahresdurchschnittstemperatur der Luft im Bereich der Brockenkuppe jedoch heute nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes schon bei über 4 °C – mit steigender Tendenz.


Soldatengrab

Bis heute wird von einigen Seiten angenommen, an der Brockenstraße zwischen Knochenbrecher und Kuppe befände sich das Grab des Wehrmachtssoldaten Johann Appel, der dort in der Tat in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs umkam – allerdings wurden seine sterblichen Überreste bereits 1975 auf den Waldfriedhof Blankenburg umgebettet.

Foto: Der Brocken. Foto Frank Steingass


Neue Nationalpark-Partner 2013 in Braunlage und Schierke

Wernigerode. Vier neue Partnerbetriebe konnte der Nationalpark Harz jüngst auszeichnen – das Ferienhaus Bodeweg 1 und die Ferienwohnung Harzer Luchs in Schierke sowie die Ferienwohnung Waldzwerge in Braunlage. Der bisherige Nationalpark-Partner Ferienhaus Am Kleeberg bekam noch die Ferienwohnung Harzblick dazu. Das Internationale Haus Sonnenberg in Sankt Andreasberg hatte die Auszeichnung schon in der ersten Jahreshälfte erhalten.

Die Nationalpark-Partner sind ausgezeichnete Beherbergungsbetriebe und bieten nicht nur eine qualitativ gute Unterkunft, sondern informieren auch aktiv über die Angebote des Nationalparks. Darüber hinaus setzen sie auf Umweltorientierung und haben bewiesen, dass sie strenge Qualitätskriterien erfüllen. Hierbei spielen in erster Linie die Identifikation mit dem Schutzgebiet und die bisherige Zusammenarbeit eine Rolle. Insgesamt findet das Projekt reges Interesse in der Region – derzeit hat der Nationalpark Harz 47 Nationalpark-Partnerbetriebe.

Besonders im Harz ist für viele Gäste die intakte Natur ein wesentlicher Bestandteil ihres Urlaubs. Die Gäste von heute wählen ihr Reiseziel unter anderem auf der Grundlage ökologischer Kriterien aus. Umweltorientierte Qualität und Genuss haben im Tourismus Zukunft. Der Nationalpark Harz und die Nationalpark-Partner engagieren sich gemeinsam in diesem Bereich für die Zufriedenheit ihrer Gäste.

Mit dem Projekt „Nationalpark-Partner“ leistet der Nationalpark Harz zusammen mit Beherbergungsbetrieben in der Region einen Beitrag zur Regionalentwicklung und erhöht gleichzeitig die Akzeptanz für seine eigenen Aufgaben und Ziele.

Fotos: Übergabe der Auszeichnung durch die Nationalpark-Mitarbeiterin Cordula Dähne-Torkler an Katleen Ernst, Ferienhaus Bodeweg 1 in Schierke, und die Familie Becker, Ferienwohnung Waldzwerge in Braunlage. Fotos Friedhart Knolle, Nationalpark Harz.


Goslarer Umweltverbände kritisieren ausgewiesene Potenzialstandorte Ostharingen und Vienenburg-Lochtum im Nordharz – Zum Entwurf der 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms, „Weiterentwicklung der Windenergienutzung“

Goslar. BUND und NABU Goslar kritisieren die im Entwurf zur 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (2008) ausgewiesenen Potenzialstandorte im Raum Ostharingen und Vienenburg-Lochtum. Die Potenzialfläche „Lochtum 1“ liegt direkt an der Ländergrenze zu Sachsen-Anhalt, also direkt am sog. „Grünen Band“, dem ehemaligen Grenzverlauf zwischen West und Ost. Das Grüne Band durchzieht ganz Europa und hat sich zum Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten entwickelt und sollte von jeder weiteren Nutzung freigehalten werden. Die Herausnahme der ebenfalls am Grünen Band gelegenen Potenzialfläche „Wennerode 1“ wird dagegen begrüßt.

Die Potenzialfläche „Ostharingen 1“ ist aus Gründen des Artenschutzes nicht akzeptabel und muss als ungeeignet eingestuft werden. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Vorkommen des Schwarzstorchs und des Rotmilans. Im Entwurf des Zweckverbandes finden sich bezüglich des Schwarzstorchs unzutreffende Aussagen! Der Vogel brütet in diesem Gebiet seit fast 20 Jahren regelmäßig, so auch in den letzten beiden Brutperioden. Die gesamte ausgewiesene Windenergie-Potenzialfläche befindet sich in einem Radius vom 3000 m um den Horstandort. Diese 3 km werden vom Niedersächsischen Landkreistag als Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und einem Schwarzstorchhorst empfohlen! Darüberhinaus werden durch die Windräder sogar die Nahrungshabitate massiv gestört und entwertet. Die Bestände des Schwarzstorchs befinden sich durch enorme Naturschutzanstrengungen in einem leichten Aufwind. Solche Windenergiestandorte können diese Anstrengungen in ihrem Umfeld schnell zunichte machen.

Der Bestand des Rotmilans ist seit 25 Jahren rückläufig. Darüber hinaus sind Rotmilane durch Windenergieanlagen besonders gefährdet, da sie besonders häufig mit den Rotoren kollidieren. Bei Ostharingen gibt es mehrere Brutpaare, die hier ihr Jagdgebiet haben. Dieses Vorkommen wäre durch die Windenergieanlagen in dem als Potenzialfläche ausgewiesenen Gebiet in seinem Bestand gefährdet. Durch die Ausweisung eines solchen Gebiets kommt der Zweckverband nicht der besonderen Verantwortung nach, die im Weltdichtezentrum des Rotmilans bei solch raumbedeutsamen Planungen an den Tag zu legen ist. Es ist auch rätselhaft, warum dieses Ostharinger Gebiet in der vom Zweckverband beauftragten vogelkundlichen Bestandsaufnahme fehlt. Es gab im Vorfeld genügend Hinweise, dass die Landschaft bei Ostharingen von besonderer Bedeutung für Groß- und weitere Greifvogelarten wie z.B. den Wespenbussard ist, so dass dieses Gebiet auch einer speziellen Betrachtung hätte unterzogen werden müssen. Selbst die Methodik dieser Kartierung ist fragwürdig. Fast schon entschuldigend schreiben die Verfasser: “Aufgrund enger finanzieller Rahmenbedingungen sollen keine detaillierten Kartierungen erfolgen, wie sie 2012 z. B. im Landkreis Göttingen mit drei Kartierungsdurchgängen entlang von ausgesuchten Waldrändern von ca. 1700 km Länge stattgefunden haben. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es vielmehr, Revierzentren (Horstbereiche) von Rotmilanen grob einzugrenzen und Aussagen über wahrscheinliche Nahrungshabitate zu treffen. Die zu erhebenden Daten dieser Untersuchung sind entsprechend weniger detailliert.“ (Zitat „Potenzialabschätzung zum Vorkommen des Rotmilans auf ausgesuchten Teilflächen im Gebiet des Zweckverbandes Großraum Braunschweig“, Planungsgruppe Umwelt, Hannover 2013“).

Stellungnahmen zum Entwurf können noch bis zum 22.1.2014 schriftlich beim Zweckverband eingereicht werden. Am 20. Dezember endet lediglich die Auslegungsfrist der Unterlagen.

Dr. Friedhart Knolle, BUND-Regionalverband Westharz
Mathias Kumitz, 1. Vorsitzender NABU-Kreisgruppe Goslar e.V., Tel. 0152 561 95 233

Foto Lgeissl: Rotmilan als Windkraftopfer - leider keine seltene Erscheinung


Naturerlebnis-Programm 2014 des Nationalparks Harz ist erschienen 

Auf die Besucherinnen und Besucher warten „Tierische Kostbarkeiten“ 

Noch druckfrisch ist das Naturerlebnis-Programm 2014 des Nationalparks Harz. Wieder werden über 1000 Termine und Veranstaltungen angeboten – von der Sieben-Moore-Tour bis zum Pferdewanderung ist für jeden etwas dabei.

Die Sonderreihe befasst sich in diesem Jahr mit den „Tierischen Kostbarkeiten“ des Nationalparks. Wildkatze, Bachforelle, Feuersalamander und vieles mehr – die Nationalpark-Ranger präsentieren die Vielfalt der Harzer Tierwelt. 

Ab sofort ist das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2014“ unter www.nationalpark-harz.de als Download verfügbar. Alle Termine sind außerdem in der Rubrik Veranstaltungen einsehbar. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2014 in den Nationalpark planen. Auch im kommenden Jahr gibt es für Naturbegeisterte im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten wieder viel zu entdecken. 

Das gedruckte Programm ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann ab dem 7.1.2014 auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 05582/9189-41 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de bestellt werden.

Sie haben auch die Möglichkeit es als pdf-Datei herunterzuladen:
Unterwegs_im_Nationalpark_2014.pdf 

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr. 

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2014!


UNSER HARZ Dezember

Braunlage 1945 – 1948: Kindheitserinnerungen an eine ereignisreiche Zeit; Frau und Kiepe – Jahrhundertelang eine tragende Harzer Verbindung; „Fröhlich soll mein Herze springen“! – Weihnachtslieder im Harzer Volksbrauch; Ein Wichtel und seine Abenteuer – Wo ist Emeril? Kinderlandverschickung im Harz, Teil 12; Gedichte, Buchvorstellungen, Bauen und Wohnen – wie machen es die Tiere?
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Clausthal-Zellerfeld. Die monatlich erscheinende Zeitschrift UNSER HARZ bietet in ihrem Dezemberheft wieder eine informative, bilderreiche und weihnachtlich einstimmende Mischung aus kulturhistorischen Beiträgen, Gedichten und Geschichten und vielen Buchvorstellungen aus dem Harzraum. Kindheitserinnerungen an die Geschehnisse in Braunlage am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit danach vermitteln einen unmittelbaren Eindruck dieser Zeit im Harz.

Die Kiepe war im Harz über Jahrhunderte ein wichtiges Transportmittel für unterschiedlichste Güter. Der Artikel gewährt einen Einblick in das Leben der Kiepenfrauen. Harzer Weihnachtsbräuche und Weihnachtslieder werden im dritten Artikel vorgestellt, während der 12. Teil der Kinderlandverschickungsserie die Zeit zwischen Herbst und Winter 1944 in Wernigerode beschreibt.

Eine Wichtelgeschichte, für die Dieter Utermöhlen aus Herzberg ein Bild gezeichnet hat, Gedichte und ein Aquarell sowie eine Menge Buchvorstellungen sorgen für Kurzweil und den einen oder anderen Geschenktipp, bevor das Nationalparkforum zeigt, wie Tiere ihre Wohnungen bauen, und damit Anreize zur Spurensuche in der Natur gibt – ein interessanter Beitrag von Walter Wimmer vom NABU.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1


Das Blumentopfmoor – Erfolgreiche Renaturierung im Nationalpark Harz 

Wernigerode. Deutschlandweit sind die intakten Moorflächen durch Nutzungsdruck auf etwa 1 % ihrer ehemaligen Ausdehnung zurückgedrängt worden. Moore gehören daher zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen. Intakte Moore können Wasser- und Kohlenstoff speichern und sind deshalb wichtig für die natürlichen Stoffkreisläufe auf der Erde. Außerdem sind Moore Lebensraum für hoch spezialisierte und seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Nationalpark Harz besitzt noch einen hohen Anteil an vom Menschen wenig beeinflussten Mittelgebirgsmooren, was in dieser Ausdehnung europaweit einzigartig ist. Allerdings wurde in der Vergangenheit auch im Harz eine Reihe von Mooren durch Torfgewinnung und forstwirtschaftlich bedingte Entwässerungsmaßnahmen stark beeinträchtigt.
Die Voraussetzungen für Torf- und damit Moorbildung sind sauerstoffarme Bedingungen, die insbesondere durch oberflächennahe Wasserstände erzeugt werden. Unter Sauerstoffarmut finden Umsetzungs- und Mineralisierungsprozesse stark verlangsamt und unvollständig statt. Abgestorbene pflanzliche Biomasse wird daher akkumuliert und Torf entsteht.

Die wichtigste Artengruppe für die Torfbildung in Mooren sind Torfmoose, die durch ihre spezielle Wuchsart und ihr herausragendes Wasserspeichervermögen perfekt an die Lebensbedingungen in Mooren angepasst sind. Durch Wasserabsenkung infolge von Entwässerung wird dem Torfkörper vermehrt Sauerstoff zugeführt. Es kommt zu einer rasanten Beschleunigung von Mineralisationsprozessen – der Torfkörper schrumpft. Kohlenstoff und andere Nährstoffe, die in Jahrtausenden im Torfkörper akkumuliert wurden, werden nun in wesentlich kürzeren Zeiträumen wieder freigesetzt und tragen in Form von Kohlendioxid und Lachgas potenziell nicht unwesentlich zur Klimaerwärmung bei.

Deshalb ist der Nationalpark seit seinem Bestehen bemüht, in den vom Menschen stark beeinträchtigten Moorflächen der Naturentwicklungszone durch Wiedervernässung weitere Torfverluste zu stoppen und die Bedingungen für die Ansiedlung und Ausbreitung moortypischer Pflanzenarten als Voraussetzung für eine erneute Torfbildung und damit für die Stoffspeicherung zu verbessern.
Das im Quellgebiet der Holtemme gelegene „Blumentopfmoor“ ist solch ein Moor, das seit dem Jahr 2005 durch Wiedervernässungsmaßnahmen renaturiert wird. Durch umfangreiche Maßnahmen konnte der Grundwasserspiegel in den letzten Jahren angehoben werden, so dass bereits erste Zeichen auf eine Moorregeneration hindeuten. Torfmoose und Wollgras erobern nach und nach die ehemals forstlich genutzten Flächen. Auch typische Libellen wie die Alpen-Smaragdlibelle und die Arktische Smaragdlibelle, die auf intakte Moore angewiesen sind, nehmen im Bestand wieder zu.

Im September 2013 konnte mit Hilfe der Wernigeröder Firma „Walter Abwassertechnik“ die letzte durchlässige Stelle im Moor geschlossen werden. Einmalig ist wohl auch, dass die Moorregeneration seit Beginn der ersten Maßnahmen durch Forschungsvorhaben der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg wissenschaftlich begleitet und dokumentiert wird.

Finanziert werden die Untersuchungen seit 2009 durch Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Durch diese Maßnahmen ziehen wieder naturnahe Verhältnisse im Oberlauf der Holtemme ein, die Ausgangspunkt einer Moorregeneration sein werden. Doch Geduld ist angesagt – bis zur Wiederentstehung eines intakten Moores werden mehrere hundert Jahre ins Land gehen.

Foto frei mit dieser PI: Der Nationalparkmitarbeiter Mike Wagner, Katja Osterloh von der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg und Ralph Walter von der Firma „Walter Abwassertechnik“ überzeugen sich vor Ort von der Wirksamkeit der neuesten Renaturierungsmaßnahme. Foto: O. Wüstemann


Gewässer im Nationalpark Harz – Band 10 der Schriftenreihe des Nationalparks Harz erschienen

Wernigerode. Jüngst erschien der Band 10 der Schriftenreihe des Nationalparks Harz, der sich mit den Gewässern des Großschutzgebiets beschäftigt.

Das Wasser formt in der reichen Landschaft des Harzes mit den Mooren, den Bächen und Flüssen die „Lebensadern“ in der Natur. Das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen den Gewässern und den anderen beteiligten Kompartimenten ist zu vertiefen, zumal mit dem Klimawandel bzw. dem „Global Change“ insgesamt noch viele Unwägbarkeiten verbunden sind. Wasser ist aber auch ein verbindendes Element zwischen dem Nationalpark Harz als wasserreichem Gebiet rund um den Brocken und den Harzwasserwerken, die für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung Verantwortung tragen. Nationalpark und Harzwasserwerke sind nicht nur territorial, auf zumindest großen Teilen, im gleichen Gebiet tätig, sondern auch ihre Ziele lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Dieser heißt: sauberes Wasser in einer ökologisch intakten Umwelt. Der Nationalpark leistet dazu seinen Beitrag, indem er in seinen Lebensräumen ein hohes Maß an Naturnähe ansteuert und die Natur weitgehend sich selbst überlassen bleibt. Das ist aber nur die eine Seite. Auf der anderen Seite stehen globale Einflussgrößen, deren Wirksamkeit damit allein nicht ausgeschaltet werden kann. Vor einigen Jahrzehnten spielte der „Saure Regen“ eine zentrale Rolle und man sah nicht nur den Wald in Gefahr, sondern meinte auch, dass die Fließgewässer unter der giftigen Last von Schwermetallen veröden könnten. Heute ist der Säureniederschlag dank aktiver Umweltschutzmaßnahmen deutlich zurückgegangen, dafür spielen Stickstoffeinträge eine größere Rolle. Wie sieht es aber derzeit in den Gewässern des Nationalparks aus?

Die Harzwasserwerke verfügen über einen großen Fundus an Daten zur Gewässerchemie. Der Nationalpark hat inzwischen eine Reihe von Ergebnissen zur Biologie der Gewässer zusammengetragen. Daher haben sich die beiden Partner in einem gemeinsamen Projekt gefunden, um die Ergebnisse zusammenzuführen und genauere Einblicke in das Ökosystem der Gewässer zu gewinnen. Dabei spielten unter anderem folgende Fragen eine Rolle: Wie wirken sich längere und in jüngerer Vergangenheit gehäuft auftretende Trockenperioden auf die Wasserqualität aus? Bringt die Schneeschmelze mit dem Frühjahrshochwasser einen „Säureschub“, der die Wasserqualität und die Lebewelt im Wasser beeinträchtigt? Wie ist der Zustand der Nahrungsketten in den Fließgewässern zu bewerten? Gibt es positive Entwicklungen beim Fischbestand?

Aus den inzwischen zahlreichen Untersuchungen entsteht wie bei einem Puzzle allmählich ein Bild, das die aktuellen Konturen des Lebensraums Gewässer vor allem auch im Hinblick auf die Trinkwasserqualität erkennen lässt. Die gut besuchte gemeinsame Vortragstagung von Harzwasserwerken und Nationalpark Harz gab eine Übersicht zu den genannten Fragen, umriss den aktuellen Kenntnisstand und wies auf die gegenwärtige und zukünftige Bedeutung des Themas „Wasser“ hin.

Berichtet wurde z. B. über die Wasserverfügbarkeit im Harz im Hinblick auf das sich verändernde Klima, über die Wasserqualität der Gewässer in den Moor- und Quellregionen des Hochharzes und über erste Ergebnisse der Auswirkungen der Moorrenaturierung in einem Moor im Holtemme-Quellgebiet, dem Blumentopfmoor. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Ergebnisse der Untersuchungen zur Fauna der Fließgewässer. Nach einer systematischen und mit einheitlichen Methoden durchgeführten Fischkartierung aller Gewässer des Nationalparks liegen nun Daten zu Bestand und Ausbreitung der Fische, insbesondere der Bachforelle, vor, die bis in Höhenlagen von 800 m ü. NHN nachgewiesen werden konnte. Daneben wurden erste Ergebnisse der systematischen Erfassung der Wassermollusken, insbesondere der Kleinmuscheln, präsentiert. In einem weiteren Vortrag wurden Insektenarten aus den Gruppen Steinfliegen, Köcherfliegen und Eintagsfliegen vorgestellt, die z. T. speziell an die in den kalten Gebirgsbächen vorherrschenden Bedingungen angepasst sind.

Der neue „Wasser-Band“ geht auf eine gemeinsame Tagung der Harzwasserwerke GmbH und des Nationalparks Harz in Drübeck zurück, auf der Forschungsergebnisse aus z. T. langjährigen Untersuchungen der beiden veranstaltenden Organisationen zur Situation der Gewässer im Nationalpark und darüber hinaus einem breiten Publikum vorgestellt wurden.

Der Band kann für 7,50 € bei der Nationalparkverwaltung Harz, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode (poststelle@npharz.sachsen-anhalt.de oder Tel. 03943/5502-0) erworben werden.

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Titelscan des neuen Bandes und ein Foto der Ecker, des Grenzflusses von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mitten im länderübergreifenden Nationalpark Harz. Foto: Nationalpark Harz. Weitere Fotos auf Anfrage gern.
 


Sperlingskauz auf der Durchreise - Straßenverkehrsopfer in Salzgitter behandelt

Der Sperlingskauz saß regungslos am Straßenrand bei Braunlage. Es handelte sich offenbar um ein Straßenverkehrsopfer. Äußerlich wirkte der sehr wachsame Vogel unversehrt, nur der linke Flügel hing herunter. Ein aufmerksamer Autofahrer brachte ihn zu Tierärztin Katharina Kohlrusch. Sie nahm Kontakt mit dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf. Dessen Leiter, Walter Wimmer vom NABU, brachte den Patienten schließlich zu Dr. Böer nach Salzgitter-Salder, einem Spezialisten für Greifvögel. Beim Röntgen stellte sich heraus, dass nichts gebrochen war. Nach der erfolgten Fixierung des Flügels wird der Vogel nun weiter gepflegt und gefüttert. In ein paar Tagen wird er dann im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde weiter versorgt. „Wenn er soweit fit ist, wird er sofort wieder ausgewildert“, sagt Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums und Walter Wimmer ergänzt: „Wir werden ihn natürlich in der Nähe der Fundstelle wieder freilassen, denn in den höheren Lagen des Harzes ist der Sperlingskauz zu Hause“.
Der Sperlingskauz hat seinen Namen zu Recht. Er ist die kleinste Eule – kaum größer als ein Spatz. Eine weitere Besonderheit ist seine Lebensweise, denn er ist, anders als seine Verwandtschaft, am Tage aktiv. Seine Hauptbeute sind Kleinvögel, die oft nur wenig kleiner sind als er selbst. Zum Brüten ist er auf Spechthöhlen angewiesen, die er besonders im Nationalpark Harz zunehmend findet.
Foto: Dieser Sperlingskauz ist wohl mit einem Auto kollidiert. Foto Walter Wimmer.


Fledermäuse erobern Sankt Andreasberg
Nationalparkhaus entwickelt neuen Ausstellungsschwerpunkt

Sankt Andreasberg. Groß war die Freude, als der Bewilligungsbescheid der Bingo-Umweltstiftung ins Haus kam. „Wir planen schon lange, die Fledermäuse auch in unserer Dauerausstellung zu präsentieren, freut sich Walter Wimmer, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg. Mit der nun zugesagten Projektförderung konnte der NABU, der das Haus betreibt, Wiebke Warmbold als Projektleiterin zur Verwirklichung der Ausstellung einstellen. „Wir wollen unseren Gästen eine zeitgemäße, interaktive und familienfreundliche Ausstellung bieten und diese faszinierende Tiergruppe näher bringen“, erklärt die Diplom-Kulturpädagogin. Unterstützt von Walter Wimmer und Ursel Morgenstern, die seit vielen Jahren die Fledermauswanderungen des Hauses durchführt, entwickelt sie das Konzept der Ausstellung. Dies geschieht in enger Kooperation mit den ehrenamtlichen Fledermausschützern in der Region.

Projektleiterin Wiebke Warmbold (li.) und Ursel Morgenstern aus dem Nationalparkhaus-Team.
Foto: Walter Wimmer


UNSER HARZ November
Die Wasserwirtschaft im Herzoglichen Tierpark Blankenburg; Neues zum Jopst Peter-Stein bei Torfhaus - ist das Rätsel gelöst? Zum Gedenken an zwei bedeutende deutsche Forstleute; Zum Tod von Dr. Hermann Hille an der Zonengrenze 1949 bei Wackersleben; Kinderlandverschickung im Harz, Teil 11

Clausthal-Zellerfeld. Im Herzoglichen Tierpark in Blankenburg können die Reste eines fast 500 Jahre alten Wasserversorgungssystems, das Wasser für die "Finierhütte" und die Mühlen zur Verfügung gestellt hat, nachvollzogen werden - ein spannendes Kapitel Blankenburger Geschichte.
Konrad Motz fand Neues heraus zum berühmten, in der Literatur oft beschriebenen Jopst Peter-Stein bei Torfhaus, der immer wieder Anlass zu Spekulationen über seine Bedeutung gegeben hat. Der Bericht zum Tod Hermann Hilles an der ehemaligen Zonengrenze bei Wackersleben erinnert an ein tragisches Kapitel unseres Landes. Im Lager der Kinderlandverschickung lockern sich die Regeln in dem Maße, in dem das Kriegsgeschehen immer unaufhaltsamer in den Alltag vorrückt.
Buchrezensionen aktueller Harzer Literatur runden das Heft ab, so u.a. zum neuen Band von Peter Lehmann über Oberst Petri, den "Retter der Altstadt von Wernigerode." Ohne seine mutige Befehlsverweigerung wäre sie 1945 vermutlich in Schutt und Asche gelegt worden.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.


Großer Wolfsabend in Goslar mit den Wolfsexperten Dr. Britta Habbe, Dr. Utz Anhalt und Frank Raimer - Wölfe in Niedersachsen/Deutschland: Zurück, um zu bleiben - Faszinierende Bilder werden präsentiert

Goslar. Ganz im Zeichen des Wolfs steht ein großer Abend unter dem Motto "Wölfe in Niedersachsen: Zurück, um zu bleiben", zu dem die
NABU-Landesarbeitsgruppe Wolf am

Montag, 18. November 2013, um 18.00 Uhr

in den Saal des Lindenhofs, Schützenallee 1, in Goslar einlädt. Dr. Britta Habbe, Leiterin des Wolfsmonitorings bei der Landesjägerschaft in Niedersachsen und bundesweit bekannte Expertin, wird in faszinierenden Bildern ebenso über die Rückkehr dieses faszinierenden Wildtieres referieren wie der Anthropologe Dr. Utz Anhalt und Frank Raimer vom Nationalpark Harz. Alle drei haben sich bundesweit mit ihren Vorträgen schon einen Namen gemacht.

"Es ist eine Sensation und aus Naturschutzsicht einer der größten Erfolge: Der vom Menschen ausgerottete und über Jahrhunderte verteufelte Wolf lebt wieder in Deutschlands freier Wildbahn. Die Tiere wurden nicht künstlich ausgesetzt, sondern haben auf eigenen Pfoten zurück gefunden.
Der Urvater unseres Haushundes belegt die Eignung der vom Menschen besiedelten und intensiv genutzten mitteleuropäischen Kulturlandschaft als seinen Lebensraum. "Früher oder später wird es passieren, dass Wölfe auch im Harz und im Harzvorland auftauchen", erklärt Helmut Weiß aus Dannhausen, Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf. "Auch Niedersachsen kommt um das Thema Wolf nicht mehr herum. Der Wolf ist kein Anzeiger von Wildnis, sondern ein Kulturfolger. Damit berührt er den Alltag von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern und wirft Feg zu ebnen, den Lebensraum zu erhalten, Konfltpotenzial zu vermindern, damit es zu einem friedlichen Miteinander zwischen Wolf und Mensch kommt. Der Wolf ist in Deutschland auf dem Vormarsch, in Niedersachsen ist er schon mit mindestens drei Rudeln angekommen", so Weiß weiter.

Wölfe sind keine Feinde für den Menschen, sondern eine Bereicherung für unser Ökosystems, sagt Weiß und stellt sich die Frage: Wann wird es das erste Wolfsrudel im Harz oder Harzvorland geben?

Der Abend beginnt mit einer Buchvorstellung des Historiker Dr. Utz Anhalt. Er arbeitet als freier Autor, Redakteur und Experte für Presse,
Funk und Fernsehen. Gerade erschien sein Buch »Die gemeinsame Geschichte von Wolf und Mensch: Von Wolfsmenschen und Werwölfen« im Cadmos-Verlag.

Frank Raimer vom Nationalpark Harz wird Historisches zu den Harzer Wölfen zu berichten wissen.

Dr. Britta Habbe wird das niedersächsische Wolfsmonitoring, das in Händen der Landesjägerschaft Niedersachsen angesiedelt ist, vorstellen.
Natürlich werden aktuelle Zahlen zum derzeitgen Wolfsvorkommen in Niedersachsen nicht fehlen.

Desweiteren werden Info-Stände von der LAG Wolf, der NABU-Kreisgruppe Goslar, der Landesjägerschaft Niedersachsen, des Freundeskreises freilebender Wölfe und der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe ab 18.00 Uhr beim Großen Wolfsabend aufgebaut sein. Hier kann man sein Wissen mit umfangreichen Infomaterial zum Thema freilebender Wolf erweitern.


Löwenzahn-Entdeckerpfad macht Winterpause

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Wie in jedem Jahr, so wird jetzt in den trüben Novembertagen der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen-Hohne abgebaut und in der Werkstatt des Nationalparks aufgearbeitet. Dann wird er im kommenden Frühjahr wieder neu geölt und geschliffen zahlreiche Kinder mit ihren Familien zu vielseitigen Abenteuern in der Natur einladen.

Bis es so weit ist müssen auch am Natur-Erlebniszentrum HohneHof noch einige Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden, so dass am Montag und Dienstag, den 11. und 12. November 2013 das Nationalparkhaus mit der Cafeteria geschlossen bleibt.

Wir bitten unsere Besucher um Verständnis und laden zugleich zu einem Besuch in der Vorweihnachtszeit ein, wo wir mit neuen
Nationalpark-Filmen, der großen Feuerschale und weihnachtlichen Bastelangeboten auf möglichst zahlreiche große und kleine Besucher
hoffen.

Foto der Hör-Eule des Löwenzahn-Entdeckerpfads, Foto Katrin Schünke.


Ein dunkles Kapitel Heimatgeschichte: Nazi-Rüstungsproduktion in der Harzregion - Neues Buch von Frank Baranowski erschienen

Jüngst erschien ein neues, umfangreiches Buch des Autors Frank Baranowski, das die Geschichte zahlreicher Ort im und am Harz berührt.
Zu einem Zeitpunkt, als im gesamten NS-Reich Kriegsführung und -rüstung erste Zerfallserscheinungen zeigten, der bevorstehende Zusammenbruch der Fronten sich abzeichnete und gezielte Luftangriffe der Alliierten die Schaltstellen der Rüstungsindustrie massiv lähmten, gab es in quasi letzter Minute Bestrebungen, wichtige Rüstungsbetriebe namentlich der Flugzeugindustrie in den Harz und speziell die Region Südharz zuverlegen. Dies, obwohl die Region um Nordhausen bis dahin in der Rüstungspolitik keine wesentliche Rolle gespielt hatte. Mit Ausnahme der unterirdischen Munitionsanstalten, die das Heer ab 1934 in stillgelegten Kaliwerken von Bernterode bis Sondershausen eingerichtet hatte, war im Gegensatz zum angrenzenden Gau Südhannover-Braunschweig ein nennenswerter rüstungskonjunktureller Aufschwung bis Mitte 1943 ausgeblieben - allenfalls Zulieferaufträge gingen in geringem Umfang an Betriebe südöstlich des Harzes. Auch hatten sich bis zu dem Zeitpunkt nur wenige Firmen zum Zwecke der Kriegsproduktion in Nordthüringen neu
angesiedelt, so etwa die Gerätebau GmbH oder der Röhrenhersteller Lorenz in Mühlhausen. In den westlichen Harzkreisen Goslar und Osterode bot sich hingegen ein anderes Bild. Dort ließ sich in den Jahren 1934 bis 1938 eine Vielzahl neu gegründeter Betriebe nieder - eine Vorrangstellung nahmen dabei die chemische und die metallverarbeitende Industrie ein.

Rüstungsproduktion in Göttingen

In Göttingen verzeichneten Unternehmen der Feinoptik starke Zuwächse, ein weiteres wichtiges Standbein stellten Luftwaffenaufträge dar. Noch weitaus prononcierter war die Entwicklung in und um Braunschweig. Die Grundlagen dafür hatte die Reichswehr bereits Anfang der 1930er Jahre mit ihrem Bestreben gelegt, sich trotz der auferlegten Beschränkungen des Versailler Vertrages ein engmaschiges Netz an Zulieferern für den "Bedarfsfall" zu schaffen. Eine Vielzahl gerade alteingesessener Unternehmen profitierte davon. Bereits frühzeitig warben sie Rüstungsaufträge ein, die ihnen das Überleben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sicherten, bevor sie später ganz von
Rüstungsaufträgen abhängig wurden. So entstand - zudem durch die Ansiedlung der Reichswerke Hermann Göring und einiger anderer mit
Staatsmitteln alimentierter Firmen - eine Industriedichte, die im Reichsgebiet beispiellos blieb und zur Gründung ganzer Städte wie
Salzgitter und Wolfsburg führte.

Einsatz von Zwangsarbeitern

Diese Ausweitung der Kriegsproduktion im Gau Südhannover-Braunschweig hatte zur Folge, dass in zunehmendem Maße Fremd- und Zwangsarbeiter herangezogen, später auch mehr und mehr KZ-Sklaven eingesetzt wurden. Da in der nordthüringischen Industrie ein solcher rüstungskonjunktureller Aufschwung nicht stattfand, blieb die Nachfrage nach ausländischem Personal zunächst gering. Erst mit der verstärkten Einberufung zur Wehrmacht im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Sowjetunion begann ein stetiger Anstieg der Zahl der Fremd- und Zwangsarbeiter; bis Ende 1943 war das allerdings nur in den wenigsten Fällen auf eine wesentliche Aufstockung der Rüstungskapazitäten zurückzuführen. Allein Rheinmetall-Borsig behauptete mit seinem Betrieb in Sömmerda eine Sonderstellung. Der Konzern hatte in Thüringen unter Missachtung der Bestimmungen des Versailler Vertrages bereits im April 1921 die Zünderfertigung wieder aufgenommen und im Folgejahr die Entwicklung einer neuen Maschinenpistole vorangetrieben. Im Oktober 1922 beauftragte
die Reichswehr das Unternehmen, die gesamte von den Alliierten für Deutschland zugelassene Menge an Zündern herzustellen. Unmittelbar nach der Machtübernahme begann Rheinmetall-Borsig mit einer stetigen Ausweitung seiner Kriegsproduktion in Sömmerda, die von nun an nicht mehr verdeckt betrieben werden musste. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das Werk zum bedeutendsten Rüstungsunternehmen Nordthüringens.

Das KZ Dora bei Nordhausen

Die wirtschaftliche Situation in Nordthüringen änderte sich in dem Moment, als die Raketenmontage in die von der Wirtschaftlichen
Forschungsgesellschaft (Wifo) geschaffene und von Häftlingen des eigens gegründeten Buchenwalder Außenkommandos Dora unter unmenschlichen Bedingungen ausgebaute Stollenanlage bei Niedersachswerfen verlagert wurde. In ihrer Verblendung plante die NS-Führungselite seit dem Frühjahr 1944, nach dem Beispiel "Dora" weitere Produktionsstätten in Nordthüringen unter Tage zu dislozieren, vorrangig solche der Flugzeugindustrie, wie es das Heer seit 1934 vorexerziert hatte. Dadurch bedingt wurden fast explosionsartig weitere KZ-Außenlager gegründet, um deren Insassen als Arbeitssklaven auf den zahlreichen Baustellen der Sonderstäbe auszubeuten, bis ihre Lebenskräfte sie verließen. Keine dieser projektierten und unter hohen Menschenopfern in Angriff genommenen "Großanlagen" ging in Betrieb.

Scheinbare Sicherheit untertage

Gleichzeitig fand ab Mitte 1943 in immer stärkerem Umfang eine oberirdische Verlagerung von wichtigen Rüstungsbetrieben in diesen
"Mittelraum" statt. Die Betriebsverlegungen nahmen derartige Ausmaße an, dass spätestens im zweiten Quartal 1944 kaum mehr freier Produktionsraum zur Verfügung stand und das Rüstungskommando dazu überging, im ganzen Gebiet Wirtschaftszweige insbesondere der Textilindustrie zugunsten rüstungsindustrieller Verlagerungsbetriebe stillzulegen. Deren Nutznießer war erneut vor allem die Flugzeugindustrie, die damit zu einer führenden Stellung in Nordthüringen gelangte. Federführend war dabei der Junkers-Konzern, der zahlreiche seiner dezentralisierten Betriebe im Harz und Harzvorland unterbrachte.

Schauhöhle Heimkehle

Davon blieben auch die Naturhöhlen Thüringens nicht verschont. In der Heimkehle bei Uftrungen produzierte die Fa. Junkers Flugzeugteile.
Später wurde hier in einem der von Junkers ehemals mit Beschlag belegten Höhlenteile eine Gedenkstätte eingerichtet, die noch heute Bestandteil des Rundgangs in dieser Schauhöhle ist. Seit 2005 steht am Eingang der Heimkehle ein Gedenkstein zur Erinnerung an die KZ-Opfer des Außenlagers Rottleberode.
Mit dieser Verlagerungsbewegung erhöhte sich allein die Zahl der in Nordhausen tätigen Ausländer, bezieht man die in der Boelcke-Kaserne untergebrachten Zivilarbeiter der "Nordwerke" ein, auf über 10.000. Auf diese Weise kam es im Stadtgebiet zu einem Ausländeranteil von fast 25 %, weit mehr als z. B. in der Industriestadt Essen, die die meisten ausländischen Arbeitskräfte im Arbeitsamtsbezirk Rheinland zählte.

Intention des neuen Buches ist es, diese Strukturveränderungen und ihre Gründe zu analysieren. Es soll der Weg vom "Notstandsgebiet" Nordthüringen zu einem wenn auch unvollendet gebliebenen Rüstungszentrum dokumentiert und nachgezeichnet werden; eine Zusammenballung von Waffenschmieden, die als Torso nur durch Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen entstand und Zahllosen das Leben kostete. Als Kontrast wird im ersten Kapitel ein Blick auf den schon ab 1933 zur Blüte gelangten industriellen Ballungsraum Salzgitter-Braunschweig-Hildesheim - eines der Rüstungszentren des Reiches von Anfang an - und die weitaus geringer, aber dennoch intensiv vom Rüstungsaufschwung betroffenen südniedersächsischen Landkreise Göttingen, Goslar, Osterode und Northeim geworfen. Bei nahezu gleichen Ausgangsbedingungen nahm die Entwicklung dort einen ganz anderen Verlauf. Der rüstungsbedingte Aufschwung hielt in diesen Kreisen bis Kriegsbeginn an, erhielt nach 1939 durch den Krieg aber keine neuen Impulse. In der Endphase des NS-Regimes blieben hier nennenswerte Verlagerungstendenzen aus, wie sie in Nordthüringen zu umwälzenden Veränderungen führten. Von gewisser Relevanz waren lediglich die Untertage-Bauvorhaben im Hils bei Holzen (Projekt "Hecht"), in denen Zwangsarbeiter in großer Zahl zum Einsatz kamen. Nennenswert ist noch der Flugzeugbauer Heinkel, der im Herbst 1944 eine seiner Fabriken aus
dem polnischen Mielec nach Bad Gandersheim in Gebäude der Firma Bruns Apparatebau, die gerade bezugsfertig geworden waren, auslagerte. Er ließ dort von mehr als 500 Häftlingen des werkseigenen KZs Flugzeugrümpfe montieren.

Vorbereitungen schon vor 1933

Es lässt sich nachweisen, dass der zeitversetzte Rüstungsaufschwung nicht nur infrastrukturelle Gründe hatte. Vielmehr war er im heutigen
Niedersachsen bereits in der Weimarer Republik angelegt und hatte seine Grundlagen in den frühen, unter Verletzung der Abrüstungsbestimmungen des Versailler Vertrages betriebenen Aufrüstungsbestrebungen der Militärs. Die "Flucht aufs Land und in die Provinz", insbesondere in das bis 1943 nur untergeordnet mit Rüstungsaufträgen bedachte Nordthüringen, war hingegen einzig aus der Not des alliierten Bombenkriegs und dem Streben nach Dezentralisierung der Kriegsmaschinerie erwachsen, ohne nachhaltige Auswirkungen auf die Zeit nach dem Krieg. Zur Verdeutlichung dieser in Schüben vollzogenen Entwicklung werden die Steuerungsmechanismen aufgedeckt und die an dem Prozess beteiligten administrativen Entscheidungsinstanzen auf politischer und militärischer Ebene benannt. Darüber hinaus wird die Frage nach Verantwortung, Schuld und Täterschaft, insbesondere von Industrie und Wirtschaft, angesprochen.

Auch KZ-Häftlinge werden eingesetzt

Nachdem die Quelle ausländischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener nahezu versiegt war, griffen die Unternehmen verstärkt auf das letzte noch verbliebene Arbeitskräftereservoir zurück und integrierten in zunehmendem Maße KZ-Häftlinge, zum Teil in Baracken unmittelbar neben den Fabriken untergebracht, in ihren Produktionsablauf. In diesem Zusammenhang werden die unterschiedlichen Lebens- und Existenzbedingungen in den Fabriken und in der Vielzahl an Untertagebaustellen der SS untersucht und bestehende Unterschiede aufgezeigt. Abschließend wird erörtert, ob es ein gezieltes Programm der "Vernichtung durch Arbeit" gab, also der Einsatz von Häftlingen Mittel zum Zweck ihrer Vernichtung war, oder ob die Vernichtung eine einkalkulierte, nicht aber vorsätzlich und willentlich herbeigeführte Folge des Zwangsarbeitereinsatzes war.

Der Band schließt eine wichtige Lücke in der heimatkundlichen Literatur, enthält zahlreiche neue, bisher kaum bekannte Fakten und ist ein Muss für alle am Thema Interessierten.

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Frank Baranowski (2013): Rüstungsproduktion in der Mitte Deutschlands von 1929 bis 1945. Südniedersachsen mit Braunschweiger Land sowie Nordthüringen einschließlich des Südharzes - vergleichende Betrachtung des zeitlich versetzten Aufbaus zweier Rüstungszentren. Festeinband 24 x 17 cm, 608 S., 273 Abb., darunter 260 Fot., Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-530-4, 49,95 ?,
http://www.verlag-rockstuhl.de/epages/63713257.sf/de_DE/?ObjectID=30277519

Abb.: Buchcover und Gedenkstätte in der Schauhöhle Heimkehle, Foto Stephan Kempe


Sammeln von Pilzen und Beeren im Nationalpark Harz nicht mehr erlaubt

Wernigerode. Aus gegebenem Anlass weist der Nationalpark Harz darauf hin, dass das Sammeln von Beeren und Pilzen innerhalb des Nationalparks Harz nur in Ausnahmefällen erlaubt ist. Entsprechend der Regelungen der generell untersagt. Leider kam es in den letzten Tagen vermehrt zu Verstößen gegen diese Vorschrift. Die Ranger des Nationalparks achten auf die korrekte Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Der Nationalpark Harz bittet dafür um Verständnis.


Commerzbank-Umweltpraktikum 2014 im Nationalpark Harz - ab jetzt bewerben! Studierende aller Fachrichtungen können sich für ein spannendes Open-Air-Semester bewerben

Auch im Jahr 2014 ermöglicht die Commerzbank insgesamt 50 Studierenden aller Fachrichtungen ein spannendes Praxissemester in den schönsten Landschaften Deutschlands. In insgesamt 25 teilnehmenden deutschen Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten zwischen Nordsee und Alpen können die Teilnehmer ein mehrmonatiges Praktikum absolvieren. Die Commerzbank unterstützt mit einem Praktikantenentgelt und sorgt für die Unterkunft. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung - so auch der Nationalpark Harz.

Zwischen Wattenmeer, Harz und den Alpen sind die Aufgaben so vielfältig wie die Einsatzorte: Neben der einmaligen Chance, Natur intensiv zu erleben und wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln, erhalten die Praktikanten auch Einblicke in den Arbeitsalltag der Beschäftigten in den teilnehmenden Schutzgebieten. Sie realisieren eigene Projekte und Initiativen in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit und erwerben wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl.

Seit vor über 20 Jahren die Idee zu diesem Programm entstand, hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.300 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Schutzgebieten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen - sei es in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Die Bewerbung zum Commerzbank-Umweltpraktikum ist ab sofort ausschließlich online möglich: http://www.umweltpraktikum.com/. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2014.

Über die Commerzbank
Die Commerzbank ist eine führende Bank in Deutschland und Polen, aber auch weltweit aktiv. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe bietet sie Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an. Die Commerzbank verfügt mit rund 1.200 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken und betreut insgesamt fast 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden. 2012 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich rund 56.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 10 Milliarden Euro.

Die Praktikanten 2013
Der Nationalpark hatte für 2013 vier dieser interessanten Praktikumsplätze ausgeschrieben - im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und in zwei Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, nämlich im Nationalparkhaus und im Nationalpark-Bildungszentrum. Die beiden Praktikantinnen in Sankt Andreasberg, Claudia Mothes und Jenny Linde, begannen mit ihrer Arbeit früh in der Saison. Später kam in Wernigerode (Natur- Erlebniszentrum HohneHof) Carlo Willgeroth hinzu und Mitte Juli wurde die Gruppe durch Thomas Riepenhausen in Torfhaus ergänzt.

Jenny Linde studiert Umweltmanagement in Gießen, sie sagt: "Ich will mit dem Praktikum für die Umwelt einen stärkeren Praxisbezug zu meinem Studium herstellen. Universitäre Lehre kann manchmal ganz schön langweilig sein. Ich finde es optimal, dass es Praktika gibt, die den Universitätsalltag ein wenig auflockern. Selber machen, ran ans Objekt, Ideen selbstständig umsetzten ist meine Devise für das Praktikum im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Ich komme aus Nordhausen im Südharz. Mir ist es wichtig, vor meiner Haustür, in meiner Heimatregion anzufangen, die Menschen auf die Natur aufmerksam zu machen. Nur wer die natürliche Umgebung zu schätzen weiß, tritt auch für globalere Umweltprobleme ein. Dabei ist es mir wichtig, schon von klein auf bei den Kindern anzufangen ein Verständnis von der Natur zu entwickeln, zu hinterfragen was sie für uns bedeutet, was Natur für uns tun kann und was wir für sie tun können. An der Bildungsarbeit in der Natur reizt mich der Facettenreichtum. Es gibt so viele unterschiedliche Methoden, so viele farbenfrohe Spiele mit denen ich den Kindern die Natur näher bringen kann."

Im Bildungszentrum Sankt Andreasberg war Claudia Mothes tätig: "Ich mache ein Praktikum für die Umwelt, um meine bisher erworbenen Kenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich sowie in der Umweltbildung zu vertiefen und zu erweitern. Außerdem arbeite ich gerne mit Kindern und Jugendlichen. Ich befinde mich am Ende meines Studiums und möchte deshalb viele Praxiserfahrungen sammeln und selber aktiv sein. Auf der Suche nach Job- und Stellenangeboten bin ich auf das Commerzbank-Praktikum gestoßen. Perfekt, dachte ich, so kann ich mein letztes Semester mal wo anders verbringen und gleichzeitig einen Einblick in ein anderes Schutzgebiet bekommen. Da ich Anfang des Jahres erst aus Dresden in den Harz nach Clausthal-Zellerfeld gezogen bin, bot sich der Harz als Einsatzstelle besonders an. Somit kann ich viele neue Erfahrungen mit Kindern- und Jugendlichen sammeln und gleichzeitig mein Wissen über den Nationalpark Harz, meine neue Heimat, erweitern."

Carlo Willgeroth berichtet über seine Motivation und Erfahrungen: "Ich wollte mein im Studium erworbenes Wissen über Natur und Landschaft mit pädagogischen Kenntnissen erweitern und verbinden. Mein persönliches Ziel war es, Menschen aller Altersgruppen über den Harz und die Nationalparkidee zu informieren sowie ihre Sinne im Bezug auf die Natur zu schärfen. Dabei war es mir besonders wichtig, nicht auf globale Probleme in Arktis oder Savanne einzugehen, sondern die Blicke vor "die eigene Haustür" zu lenken. Es geht mir nicht darum, ein ganz allgemeines gewisses Umweltbewusstsein zu definieren, sondern zum Nachdenken anzuregen, um sich seine eigenes Bild machen zu können. Im Laufe des dreimonatigen Praktikums lagen die Schwerpunkte im Bereich der Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen. Ziel war es, auf zum Teil spielerische Art und Weise Kenntnisse über Natur und Umwelt zu vermitteln. Dazu dienen dem jeweiligen Alter angepasste Programme, wie z.B. Naturerlebnisführungen. Haupteinsatzbereich war dabei der Löwenzahn-Entdeckerpfad am Hohne Hof in Drei Annen-Hohne sowie Erlebnistage an Schulen und Kindergärten. Ich bekam darüber hinaus Einblicke in die Arbeit des Fachbereichs für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, aber beispielsweise auch in die Forschung wie praktische Vegetationsaufnahmen und faunistischen Kartierungen und deren Auswertung. Es hat sich gelohnt!"

Foto Walter Wimmer: Der Goslarer Commerzbank-Filialleiter Roland Wolf übergibt die Umweltbildungs-Rucksäcke an die Praktikantinnen für die Umwelt Claudia Mothes (links) und Jenny Linde (rechts).


Brockengartensaison am 16.10.2013 beendet

Den Abschluss bildet am Mittwoch den 16.10. um 14.00 Uhr die letzte Brockengartenführung. Bei etwas Glück und keinem erneuten Wintereinbruch zeigen die so genannten Wellensittich-Enziane noch einige Blüten.

Auch in der Gartensaison 2013 wurde unsere Anlage gut besucht. Obwohl das Wetter im Mai und im September besonders schlecht war, kamen insgesamt 7110 Pflanzenliebhaber in den Brockengarten.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober wurden 4360 Besucher von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage begleitet. Hinzu kommen 18 Sonderführungen für angemeldete Gruppen, an denen insgesamt 590 Personen teilnahmen. So waren zum Beispiel Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesanstalt für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz (NLWKN), Förster bzw. Forstwissenschaftler aus Eberswalde, Tharandt und Erfurt, Mitarbeiter der Universitäten Halle, Göttingen und Berlin und Besucher aus den USA, England, Griechenland, Polen und Holland, um nur einige zu nennen, im Garten zu Gast. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 2160 Gäste durch die Anlage.

Aber auch verschiedene Fernseh- und Radiosender stellten den Brockengarten dem Publikum vor. Dank dieser Mitteilungen durch Presse, Rundfunk und Fernsehen wird der Brockengarten immer bekannter und damit zu einer konstanten Größe für viele Harztouristen, Nationalpark- und Brockenbesucher.

Der Garten, der in einen Schau- und einen Versuchsteil gegliedert ist, erfüllt im Nationalpark Harz verschiedene Aufgaben. Er dient der Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks. Gleichzeitig ist er ökologische Feldstation, die Renaturierungs- Arten- und Biotopschutzmaßnahmen auf dem Brockenplateau koordiniert und umsetzt.

Ab dem 16.10.2013 wird der Garten winterfest gemacht. Die dann beginnende Winterpause ist erst am 15. Mai 2014 beendet.

Foto: Asiatische Kugelprimel im Brockengarten, Foto Dr. Gunter Karste


Erfolgreiches Mini-Wildniscamp in Lonau - Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger-Gruppen des Nationalparks - Nächstes Gruppentreffen am 22.10. in Herzberg-Lonau

Lonau. Die diesjährige Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger-Gruppen des Nationalparks Harz stand ganz im Zeichen eines Mini-Wildniscamps. Eine große Jurte mit Lagerfeuer war auf der Wiese vor der Rangerstation Lonau aufgebaut und allerlei mittelalterlich kostümierte Besucher und Mitarbeiter fanden sich ein. Bevor die Auszeichnungen übergeben wurden, konnten die Kinder ihre Fähigkeiten z.B. beim Wildtiere Entdecken, Bogenschießen oder Kräuter Erkennen unter Beweis stellen. Zur Belohnung gab es Stockbrot und Stockwürstchen urig über dem Lagerfeuer gegrillt.

Die Eltern nahmen an einer kurzweiligen Wanderung zum Auerhuhngehege teil und dann wurde der neue Nationalparkfilm "5 Minuten im Nationalpark Harz" zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert, in dem auch eine Junior-Ranger-Familie mitspielt. Im Anschluss nahm Meike Hullen, die Leiterin des Fachbereichs Öffentlichkeit des Nationalparks, die Ehrung der Kinder mit neuen Urkunden und Plaketten vor.

Insgesamt haben 14 Kinder die Junior-Ranger-Prüfung bestanden, 7 Kinder sind nun Nationalpark-Scout und 10 Kinder Nationalpark-Waldläufer. 7 Kinder wurden mit einer Jahresplakette ausgezeichnet und 30 Kinder erwarben durch ihre Aktivitäten im letzten Jahr eine Urkunde.

Eine besondere Auszeichnung in Form eines Buchpräsents erhielt in diesem Jahr Till Dammert aus Braunlage, der bereits seit seinem 5. Lebensjahr die Junior-Ranger- Gruppe "Wölfe" kontinuierlich besucht und bereits rund 200 Mal an Gruppen-Treffen teilgenommen hat.

Besonders gefreut haben sich die Gruppen-Betreuer, die Ranger Michael Mügge und Alexander Ehrig, über einige Kinder, die zum Schnuppern kamen und demnächst an den monatlichen Gruppen-Treffen der "Wanderfalken" in Lonau teilnehmen möchten. Der nächste Termin ist Dienstag, der 22. Oktober, von 15 bis 18 Uhr. Treffen ist an der Rangerstation Lonau und dann geht es hinaus in den Nationalpark. Kinder ab 6 Jahren sind herzlich willkommen!

Nähere Infos zu den Junior-Ranger-Gruppen gibt es im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg unter 05582/9164-0 oder
biz@nationalpark-harz.de

Foto Fachbereichsleiterin Meike Hullen verlieh in diesem Jahr die Auszeichnungen an die Junior-Ranger, Foto
Nationalpark Harz


UNSER HARZ Oktober: Eine Region im Wandel. Vom frühen Bergbau zur Kulturlandschaft Harz; Die
Robert-Koch-Schule Clausthal-Zellerfeld erzählt Geschichte; 30 Jahre Arbeit für das Technische Denkmal Königshütte (Bad Lauterberg/Harz); Kinderlandverschickung im Harz - Serie Teil 10; Torfhaus-Besuchertor mit
umgestaltetem Außengelände und Torfhaus-Stieg

Clausthal-Zellerfeld. Der Reichtum und die Einzigartigkeit der Oberharzer Kulturlandschaft, in der sich heute ihre jahrhundertelange
bergbauliche Nutzung auf höchst attraktive Art widerspiegelt, wird den Lesern lebendig und anschaulich vermittelt. Wir sollten diesen Schatz stolz präsentieren.

Die Robert-Koch-Schule in Clausthal-Zellerfeld blickt auf eine lange Tradition und eine Reihe berühmter Schüler zurück, in deren Zitaten ein dichtes Bild aus früheren Harzer Zeiten entsteht.

Am 1. November feiert der Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg das 30-jährige Jubiläum seiner Gründung, die im Jahre 1983 anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Königshütte erfolgte.

Im 10. Teil der Kinderlandverschickung-Serie wird nach den Sommerferien 1944 der Krieg immer präsenter im Alltag. Jeder kleine Farbtupfer im Lageralltag ist willkommen und macht den Kindern das Leben hier erträglicher.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus hat eine neue Außengestaltung und mit demneuen Torfhaus-Stieg eine neue Anbindung an den Goethe-Weg erhalten. Dazu siehe auch unser anliegendes Bild (frei mit dieser PI. Foto Hans-Georg Mendel).

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1


HohneHof mit vielseitigem Herbst-Programm im Oktober

Wernigerode. Wer den Herbst live und vor Ort in der Natur erleben möchte, der findet rund um das Naturerlebniszentrum HohneHof ein
abwechslungsreiches Angebot für große und kleine Nationalpark-Besucher.
 
Noch bis Ende Oktober lädt der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad zu einem Spaziergang mit der ganzen Familie ein. Wer aber eine etwas anspruchsvollere Wanderung bevorzugt, der kann am Sonntag, den 13. Oktober um 10.30 Uhr gemeinsam mit dem Nationalpark-Waldführer zu einer Tour über "Stock und Stein" über den herbstlich gefärbten Hohnekamm starten. Treffpunkt ist der Großparkplatz in Drei Annen Hohne.
Anregungen für herbstliche Basteleien mit Naturmaterial gibt es
am Dienstag, den 15. Oktober ab 10.30 Uhr im HohneHof. Hier können kleine Kunstwerke zum Verschenken oder Dekorieren zu Haus selbst gefertigt werden.
Am 22. Oktober startet um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne eine Wanderung mit dem Ranger "Auf den Spuren von Eichendorff" auf bekannten und versteckten Pfaden rund um den HohneHof.
Am 24. Oktober freuen sich unsere Nationalparkpferde Max und Eros auf die beliebte Pferdewanderung für Groß und Klein. Treffpunkt dafür ist um 10.15 Uhr ebenfalls am Parkplatz in Drei Annen Hohne.

Das Naturerlebniszentrum hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Hier können Sie sich nach einer erlebnisreichen Wanderung bei einem kleinenImbiss stärken, oder sich beim diensthabenden Ranger für ihre nächsten Wanderungen Tipps und Anregungen geben lassen. Mittwochs um 10 Uhr ist zudem "Ranger-Tag" - es gibt Informationen, Kinderprogramm und eine Führung über den HohneHof.

Foto: Kletter- und Spielgerät "Heupferd" am HohneHof, Foto Ingrid Nörenberg.


10 JAHRE NATIONALPARKHAUS ILSETAL

Wernigerode - Ilsenburg. Jüngst wurde im Ilsetal gefeiert. Im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg herrschte reges Treiben - nicht nur zur Preisverleihung und Ausstellungseröffnung der HarzNatur hatte die Nationalparkverwaltung eingeladen, gleichzeitig wurde das erste Jubiläum des Nationalparkhauses begangen. Vor genau zehn Jahren zogen die Ranger mitsamt einer Ausstellung in das ehemalige Forsthaus im Ilsetal ein, das übrigens auch historisch interessant ist, denn es war Teil des Forstgehöfts des Nachhaltigkeitspioniers Zanthier.

Zahlreiche Gäste waren anwesend und nahmen am Programm teil. Ranger und andere Nationalpark-Mitarbeiter hatten für große und kleine Gäste ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Es begann mit einer Führung über den nahegelegenen Borkenkäferpfad. Ein Kindererlebnisprogramm mit Barfußfühlpfad, Zapfenwurfspiel, Tierpuzzle, Borkenkäferspiel, Basteln, Tierspurenspiel und Junior-Ranger-Quiz ergänzte den Tag. Am Nachmittag gab es Musik der Kreismusikschule Goslar, Grußworte durch die anwesenden
Ehrengäste und die Preisverleihung zum Fotowettbewerb HarzNatur im Festzelt mit anschließendem Ausstellungsrundgang. Zum Abschluss berichtete der Naturfilmer Holger Vogt über die Entstehung zweier NDR-Tierfilme zu den Themen "Die Rückkehr der Raubtiere" und "Leben mit Wolf, Luchs und Bär".

Die Nationalparkverwaltung Harz ist stolz darauf, in Ilsenburg seit 10 Jahren in diesem Haus für Besucher und Einwohner der Nationalparkgemeinde Ilsenburg mit Informationen, Service und Tipps für das Naturerleben da zu sein. Inzwischen haben sich die Ranger mit ihren zahlreichen Aktivitäten viel Anerkennung erworben, nicht zuletzt mit den regelmäßig wechselnden Ausstellungen in ihrem Nationalparkhaus. Das wurde auch von den Ehrengästen gewürdigt. "Der Nationalpark ist endgültig in Ilsenburg angekommen und er bereichert unser touristisches Angebot", stellten Silke Niemzok von der Stadt Ilsenburg und Frank Glitsch von der Ilsenburg Tourismus GmbH fest. Der neue Landrat des Kreises Harz, Martin Skiebe, würdigte die Rolle des Parks für die regionale Entwicklung und Kay Nitsche, Abteilungsleiter im Niedersächsischen Umweltministerium, hob in seinem gemeinsamen Grußwort für beide Umweltministerien die wichtige Rolle des Nationalparks Harz und seiner Nationalparkhäuser für die Umweltbildung hervor.

Hintergrund für Ihre Berichterstattung

CHRONOLOGIE DES NATIONALPARKHAUSES ILSETAL

28.12.1994: Eröffnung der Nationalpark-Informationsstelle im Ilsetal am Spielplatz
26.5.1998: Um 0:21 Uhr brennt die Informationsstelle aus
18.9.1999: Eröffnung in einem Nebengebäude des Hotels "Zu den Rothen Forellen"
10.5.2000: Eröffnung im Foyer des Rathauses Ilsenburg
2001: Erweiterung des Nationalparks Hochharz
4.11.2003: Eröffnung des Nationalparkhauses im Ilsetal 5
1.1.2006: Fusion zum länderübergreifenden Nationalpark Harz
22.6.2006: Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im Erdgeschoss zum Thema "Buchen und ihre Bewohner - vom Todesstreifen zur Lebenslinie"
23.3.2007: Eröffnung der Räume für Fotoausstellungen in der ersten Etage mit der Ausstellung "Glanzlichter 2005"
7.7.2009: Eröffnung des Borkenkäferpfades am Meineberg

Foto des Harzer Landrats Martin Skiebe bei seiner Ansprache,
Foto Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz


Biologische Vielfalt im Harz - Gemeinsame Herbsttagung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz und des Nationalparks Harz vom 11. - 12. 10. 2013 in Roßla - Schwerpunktthema Fledermäuse

Wernigerode - Roßla. Spätestens seit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio, anlässlich der auch die Biodiversitätskonvention (CBD), der inzwischen über 190 Nationen beigetreten sind, verabschiedet wurde, sind die Bewahrung und weitere Entwicklung der Biologischen Vielfalt zu einem zentralen internationalen Thema geworden. Mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Nationalpark Harz kommen am 11. Oktober 2013 in der Verwaltung des Biosphärenreservats in Roßla Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Großschutzgebiete des Harzes zu einer gemeinsamen Tagung zusammen. Zwar
verfolgen das Biosphärenreservat und Nationalpark unterschiedliche Naturschutzziele, aber es findet sich als gemeinsamer Nenner die
Bewahrung der Biologischen Vielfalt in Ober- und Südharz.

In einem öffentlichen Vortragsprogramm stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Schutzgebiete Ergebnisse der Inventur in den
verschiedenen Lebensräumen vor. Besondere Beachtung verdienen die Arbeiten zu den Fledermäusen. Der Harz weist sehr reiche Vorkommen auf, die in beiden Schutzgebieten genau untersucht werden. Ebenso werden neue Ergebnisse aus dem Luchsprojekt des Nationalparks Harz sowie zur Entwicklung von Fisch- und Krebsbeständen in den Harzer Gewässern präsentiert. Die Bachforelle als wohl die Leitart der Harzer Gebirgsbäche hat in den Jahren nach dem Sauren Regen ihre Bestände wieder gut stabilisieren können und erobert momentan die höheren Lagen des Gebirges zurück. Natürlich wird auch die reiche Pflanzenwelt eine Rolle spielen. Die Tagung will zeigen, welchen Reichtum an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen der Harz hat. Sie will aber auch vermitteln, dass diese Vielfalt gefährdet ist und es großer Anstrengungen bedarf, den Reichtum zu bewahren, denn es sind auch schon zahlreiche Arten lokal ausgestorben.

Am Samstag, den 12.10.2013 schließt sich noch eine Exkursion in den Raum Uftrungen an, die in die Seeberge, ein Teil der Kernzone des Biosphärenreservats führt.

Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldungen sind zu richten an:
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Hallesche Straße 68a
Roßla
06536 Südharz
034651/29889-0, Fax -99
www.bioreskarstsuedharz.de
poststelle@bioressh.mlu.sachsen-anhalt.de

Foto: Eine Nordfledermaus im Harz, Foto Friedel Knolle.


Internationaler Expertenaustausch der Nationalparke Rodopi (Griechenland) und Harz (Deutschland)

Wernigerode. Jüngst besuchten zwei Expertengruppen aus dem griechischen Nationalpark Rodopi den Nationalpark Harz. Organisator der Expertengespräche, die mit zwei verschiedenen Delegationen insgesamt über zwei Wochen liefen, war der Diplomingenieur Joachim Wintjen, der frühere Landrat des ehemaligen Landkreises Halberstadt, der ehrenamtlich für die Deutsch-Griechische Versammlung tätig ist. Der Besuche entstanden im Ergebnis einer Vermittlung durch das Büro der Deutsch-Griechischen Versammlung in Griechenland und werden finanziert durch die Hanns Seidel-Stiftung Athen.

Ziel des Besuchs der beiden Delegationen im Nationalpark Harz war der fachliche Austausch in Sachen Nationalpark-Management, Naturschutz und nachhaltigem Tourismus in den beiden Parken. Inspiziert wurden u.a. das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, der Brocken mit seinen Nationalpark-Einrichtungen, das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Luchsprojekt, die Waldentwicklung und vieles mehr. Ergänzend fanden zahlreiche Gespräche zum Erfahrungstausch des Leitungspersonals, der Biologen und Förster sowie der Ranger statt. Der Nationalpark Rodopi befindet sich im Nordosten Griechenlands im Hochgebirge und ist touristisch noch wenig entwickelt.

Eine weitergehende Zusammenarbeit ist geplant, wie der Organisator Joachim Wintjen abschließend feststellte. "Hier wird eine konkrete
Partnerschaft zum Austausch von Know-how zwischen Griechenland und Deutschland effektiv praktiziert und mit Leben erfüllt. Ich bin sicher, dass es bald zu einem Gegenbesuch des Nationalparks Harz in den Nationalpark Rodopi kommen wird", so Joachim Wintjen.

Anl. Foto einer der griechischen Delegationen am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Mitte: Joachim Wintjen, Mitte rechts Nationalparkleiter Andreas Pusch. Foto Henning Möller, Nationalpark Harz


HarzNATUR 2013 - Gewinner des Fotowettbewerbs stehen fest - Gewinnerin Ramona Reichpietsch aus Göttingen - Fotoausstellung mit den besten Motiven im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg - Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel

Wernigerode - Herzberg am Harz. Am 28.9.2013 wurden die drei Gewinner des Fotowettbewerbs "HarzNATUR 2013" ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg am Harz zum dritten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben.

Beim Wettbewerb sollten Motive von Tieren, Pflanzen oder Landschaften aus dem nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands mit der Kamera eingefangen werden. Schroffe Felsformationen, tief eingeschnittene Täler, rauschende Bäche, jahreszeitliche Farbenpracht und eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tierarten konnten dabei in Szene gesetzt werden.

Gesucht wurden Bilder in drei Kategorien:

A. Es rennt, fliegt oder krabbelt - Kleine und große Tiere des Nationalparks
B. Sagenumwobene Bergwildnis - Landschaften des Nationalparks
C. Kleine Welt am Wegesrand - Makroaufnahmen

Erneut war die Aufgabe der Jury schwierig, denn 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichten mehr als 700 Bilder zum Wettbewerb ein.

Im Rahmen der 10-Jahres-Feier des Nationalparkhauses Ilsenburg wurden die Gewinner der drei Kategorien durch Roger Mellinghausen,
Gesellschafter der Jungfer Druckerei, und Meike Hullen, Leiterin des Fachbereichs Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Harz, ausgezeichnet.

Der erste Preis in der Kategorie C und der Gesamtsieg gingen an Ramona Reichpietsch aus Göttingen mit dem Bild eines Leberblümchens. Das Bild "One apple a day" von Alexander Ahrenhold, ebenfalls aus Göttingen, errang in Kategorie A den ersten Platz. Mit der Aufnahme "Alles im Fluss" gewann Kai Heinemann aus Potsdam die Kategorie B.
Eine Ausstellung mit 42 der schönsten Bilder ist bis zum 2.2.2014 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg zu sehen. Die Sonderausstellung ist täglich von 8:30 - 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weiterhin wurden die 14 besten Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2014 ausgewählt.
Dieser ist zum Preis von 14,75 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er
auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info
oder Telefon 05320/33179-0.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit vier Jahren im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender "HarzNATUR". Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Mit dem 2012 in Betrieb genommenen erdgasbetriebenen Turbinenkraftwerk als Kernstück einer Pilotanlage übernimmt die Druckerei eine Vorreiterrolle und etabliert einen neuen Standard in der Druckbranche.

Anl. Foto der Preisträgerin in der Kategorie C und gleichzeitig der Gesamtsiegerin Ramona Reichpietsch aus Göttingen mit ihrem Bild eines Leberblümchens ("Vorwitzchen") frei mit dieser PI, Foto Ingrid Nörenberg.


19. Kunstausstellung "NATUR - MENSCH" eröffnet - Andreas-Kunstpreis geht an "Black Master" des Bildhauers Jan Thomas - Auszeichnungen für Viola Große und Torsten Schlüter

Sankt Andreasberg. Bei der Vernissage der 19. Kunstausstellung "NATUR - MENSCH" in Sankt Andreasberg am 21. September wurde der in Halle lebende Künstler Jan Thomas durch den Nationalparkleiter Andreas Pusch und den Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote mit dem Andreas-Kunstpreis ausgezeichnet. Mit seiner Skulptur "Black Master" überzeugte er die Jury. Der Andreas-Kunstpreis ist mit 2000 ? dotiert.

Auszeichnungen gingen an Viola Große aus Leipzig für ihre Malerei "Gespenst" und Torsten Schlüter aus Berlin für seine Arbeit "Slumdog, Craw and Man". Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 500 ? dotiert. Die Preise werden gestiftet von der Sparkasse Goslar/Harz.

Das Verhältnis des Menschen zur Natur in künstlerischer Darstellung zeigt die 19. Kunstausstellung "NATUR - MENSCH" in Sankt Andreasberg. Bereits zum 19. Mal findet die Ausstellung vom 22.9. - 19.10.2013 an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde statt. Zum Nachdenken, Wundern und Staunen sollen die Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Installationen anregen.

Mit insgesamt 682 Werken haben sich in diesem Jahr 390 professionelle Künstlerinnen und Künstler unter anderem aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, USA, Mexiko, Japan und um den Andreas-Kunstpreis beworben. Eine fachkundige Jury hat daraus 93 Arbeiten von insgesamt 95 Künstlern aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst ausgewählt. Über die deutschen Grenzen hinaus ist die Kunstausstellung in Künstlerkreisen zu einer festen Größe geworden. Das Thema NATUR - MENSCH erfreut sich über Jahre hinweg steigender Beliebtheit. Die Ausstellung ist bis zum 19. Oktober täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, der St. Andreaskirche, der Martini-Kirche und dem Kurpark zu sehen.

Parallel wird eine Kinderkunst-Ausstellung im Nationalparkhaus und im Kurhaus gezeigt.

Weitere Informationen zum Kunstpreis und den Preisträgern finden Sie auf www.nationalpark-harz.de

Anl. Foto mit Andreas-Preisträger Jan Thomas mit Tochter Pia neben seinem Werk "Black Master" von Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz,


UNSER HARZ September 2013: Das Munitionswerk"Kiefer" am Pfingstanger in Herzberg am Harz - eine Rüstungsaltlast in der Südharzer Karstlandschaft; Gustav Heyse und die Lange; Einiges über Ulmen; Die
Schieloer Lungenklinik und der 2. Weltkrieg; Alte Lerbacher Häusernamen - Das Henriksche Haus; Kinderlandverschickung im Harz Teil 9; Grünbrücken - Sichere Wege für die Wildtiere auch in der Harzregion

Clausthal-Zellerfeld. Unterhalb des schönen Herzberger Welfenschlosses, im Siebertal gelegen, bestand von 1941 bis 1945 die Munitionsfabrik Werk Kiefer, die, wie es schon vom Werk Tanne in Clausthal-Zellerfeld berichtet wurde, hochgiftige Boden- und Sickerwasserbelastungen hinterließ. 1998 machte ein Gutachter hierzu Aussagen wie "Der Boden auf dem Gelände ist . hochgradig kontaminiert. . Nicht nur im Boden, auch im Sickerwasser und im Grundwasser wurden explosivstoffspezifische Parameter festgestellt. . sie weisen erhebliche kanzerogene und mutagene Potentiale auf . in Boden und Wasser geht vom Standort eine akute
Gefährdung für Mensch und Umwelt aus. Es besteht . akuter Handlungsbedarf . Denn .(es) besteht . auch für das Pöhlder Becken - mit
mehreren Trinkwasserfassungen - eine erhebliche Grundwassergefährdung." Erfahren Sie in unserem ersten Artikel von Dr. Friedhart Knolle weitere Details zur Situation in Herzberg und zu diesem bis heute für viele Menschen immer noch sehr geheimnisvollen Werk. Auch die noch weniger bekannten Gift-Schluckbrunnen bei Osterode am Harz werden erwähnt, in denen die toxischen Abwässer des Werks Tanne in Clausthal-Zellerfeld in den Untergrund versenkt wurden und nie wieder auftauchten.

In UNSER HARZ 12/2012 wurde in dem Artikel über Friedrich II. kurz die Geschichte des früheren Jagdschlosses auf der "Lange" erwähnt. Nun erfahren wir mehr über diesen Ort, teils durch den Autor Fritz Reinboth, der hier auf Spurensuche gegangen ist, teils durch den zitierten, auch als Harzschriftsteller bekannten Harzgeschichtsforscher und Geologen Gustav Heyse, der als junger Erwachsener noch den Bestand der Gebäude, später jedoch auch ihr Fehlen erlebte und in seinen Büchern darüber berichtet hat.

Schon von alters her gehört die Ulme zur europäischen Kultur, nicht nur durch ihr schön gemasertes Holz, als Rüster bezeichnet, auch als
Viehfutter, Schattenspender, wasserfestes Bauholz, in der Volksmedizin oder als besonderer Ort fand sie schon immer Verwendung. Doch die Ulme ist auch ein empfindlicher Baum und in ihrem Bestand gefährdet. Darüber berichtet Ingrid Kreckmann.

Bereits 1904 wurde Schielo wegen seines besonders geeigneten Klimas für den Bau einer Lungenheilstätte vorgesehen, die dann im Zweiten Weltkrieg vom Militär als Not- und Reservelazarett beansprucht wurde. Viele verwundete Soldaten starben hier auch, doch erst jetzt wurden alle Namen sicher ermittelt und in drei Granitsäulen eingemeißelt, mit denen die Hutberger Gedenkstätte in Schielo nun neu gestaltet wurde - ein interessanter Bericht von Gerhard Rockstedt.

Von Rainer Kutscher wird mit dem Henrikschen Haus ein neuer Lerbacher Häusername vorgestellt.

Nach den Sommerferien erwartet die Mädchen im Lager der Kinderlandverschickung eine neue Lagerführerin. Ein schärferer Wind weht
nun. Und wenn auch vieles davon an den Kindern abprallt, werden sie doch nicht warm mit ihrer neuen Führerin. Da helfen auch gemeinsame Unternehmungen wie Lazarettbesuche, Pilze und Bucheckern sammeln oder Nachtwanderungen nichts. Dies ist Folge 9 der Serie von Wiebke Kock aus Goslar.

Der Harz ist von vielen verkehrsreichen Straßen und Autobahnen umzingelt und teilweise auch durchzogen. Grünbrücken sind eine wichtige
Einrichtung, um Tieren die Möglichkeit zu schaffen, solche Hindernisse überwinden zu können. Für viele Tierarten bedeutet dies die einzige
Möglichkeit des Fortbestehens ihrer Art, da sie sonst nicht genügend eigene Reviere finden können oder von Inzucht bedroht werden.
Forschungen und Planungen hierzu werden im Nationalparkforum von Sonja Mann vorgestellt.

Das wieder sehr spannende Heft wird abgerundet von aktuellen Meldungen, Buchbesprechungen und dem Foto des schweren Natureingriffs auf dem Wurmberg auf der Titelseite, das den Bau des Wasserspeicherbeckens für die Kunstschneeproduktion zeigt.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph Roemer-Str. 12;
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1


14.9.2013 ab 14 Uhr: Große Jahres-Auszeichnungsaktion der Kinder- und
Jugendgruppen des Nationalparks Harz in Lonau

Wernigerode - Herzberg am Harz-Lonau. Die jährliche gemeinsame Auszeichnungsaktion des Nationalparks Harz, die abwechselnd an den Standorten der Juniorranger-Gruppen organisiert wird, findet dieses Jahr in Herzberg-Lonau, der Heimat der "Wanderfalken", an der Rangerstation Lonau statt.

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Termin: 14. September 2013, Zeitrahmen: 14 - ca.17 Uhr
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Über Ihre Teilnahme am Termin und/oder Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen!
Was findet statt? Auszeichnung von Kindern, die eine bestimmte Anzahl von Teilnahmen an den Juniorranger-Gruppennachmittagen erreicht haben (Anzahl variiert je nachdem, wie oft die Gruppe im Monat stattfindet).
Aktive Jugendgruppen: Bären (Bad Harzburg), Luchse (Bad Harzburg), Wanderfalken (Lonau), Wölfe (Braunlage) und Hirsche (Schierke und Drei Annen-Hohne).
Mögliche Auszeichnungen (aufsteigend): Jahresplakette, Waldläufer-, Scout-, Juniorranger-Plakette.
Wer noch keine neue Plakette "erarbeitet" hat, bekommt eine Urkunde.

Insgesamt haben während des letzten Jahres die Kinder folgende Plaketten erworben:

16 Kinder werden mit einer Juniorranger-Plakette ausgezeichnet.
7 Kinder werden mit einer Scout-Plakette ausgezeichnet.
10 Kinder werden mit einer Waldläufer-Plakette ausgezeichnet
7 Kinder werden mit einer Jahresplakette ausgezeichnet.
27 Kinder erhalten eine Urkunde.
1 Kind erhält ein Buchpräsent.

Übergabe der Auszeichnungen durch Andreas Pusch, Leiter Nationalpark Harz

Organisation: Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg (Koordination der Juniorranger-Gruppen, Planung von gemeinsamen
Veranstaltungen), vertreten durch Sandra Meckbach-Wolter (Mitarbeiterin) und Max Gersema (Freiwilliges Ökologisches Jahr).

Gruppenleiter (Ranger): Patrick Preiß (Bären und Luchse), Michael Mügge und Alexander Ehrig (Wanderfalken), Bernd Boy (Wölfe) und Birgit Patzelt (Hirsche).

Die Auszeichnungsaktion ist dieses Jahr auch gleichzeitig eine Werbeaktion für die Juniorranger-Gruppe "Wanderfalken" in Lonau.
Zusätzlich zu den Kindern aus den Gruppen des Nationalparks werden Kinder aus der Umgebung eingeladen, das Juniorranger-Programm des Nationalparks kennen zu lernen. Zu diesem Zweck wird ein Mini-Wildniscamp mit Jurte und Lagerfeuer aufgebaut, welches das
4-tägige Wildniscamp der Juniorranger-Gruppen vorstellt. Gleichzeitig läuft in einem der Pavillons eine kurzweilige Fotoschau des letzten
Wildniscamps. An verschiedenen Ständen werden neben Kraft, Geschicklichkeit und Augenmaß auch unterschiedliche Sinne der Kinder
angesprochen. Als Belohnung für ihren Einsatz warten Stockbrot und am Stock gegrillte Würstchen auf die Kinder.

Der neue Nationalparkfilm "5 Minuten im Nationalpark Harz", in dem eine Juniorranger-Familie mitspielt, hat Premiere.

Im Anschluss an die Aktivitäten stellen die Gruppenbetreuer einige ihrer Projekte vor und danach findet die eigentliche Auszeichnung durch
Nationalparkleiter Andreas Pusch ab ca. 16.15 Uhr statt. In diesem Jahr werden 2 neugestaltete Plaketten vergeben: Die Juniorranger-Plakette wurde als Aufnäher zum Aufbügeln neu gestaltet und die Jahresplakette wird durch den bundesweiten Juniorranger- Aufbügler mit den Sympathiefiguren Lars und Lotta abgelöst, der an alle Kinder verteilt wird, die bisher mindestens eine Jahresplakette erreicht haben!


Rothirsche und Hirschbrunft-Erlebnis im Nationalpark Harz

Viele Menschen warten schon ungeduldig auf die Brunftzeit des mächtigen Rotwildes im Harz. Denn wer einmal einen kapitalen Hirsch zu Gesicht und dabei eine Gänsehaut vom lauten Röhren der Tiere im dunklen Wald bekam, wird dieses Naturschauspiel nicht wieder vergessen. Doch die Tiere brauchen Ruhezonen, um ihr eindrucksvolles Verhalten entwickeln zu können. Jede Störung ist dabei Tierquälerei und führt zur Veränderung des natürlichen Verhaltens der Tiere bis hin zum Rückzug der Tiere.
Daher bittet die Nationalparkverwaltung Harz um Verständnis, wenn auch in diesem Herbst kleine Waldbereiche für den normalen Wanderverkehr befristet gesperrt werden. Die Hirsche werden es uns mit unvergesslichen Hirschbrunft-Abenden danken.

Zu diesem Zweck führen Nationalpark-Ranger vom 15. bis 25. September Gruppen zur Hirschbrunft im Bereich des Clausthaler Flutgrabens. Start ist jeweils um 18 Uhr der Wandertreff am Biathlonstadion in Sonnenberg bei Sankt Andreasberg. Details zu diesen und zahlreichen weiteren geführten Wanderungen sind unserem digitalen Terminkalender auf www.nationalpark-harz.de oder dem gedruckten Naturerlebniskalender "Unterwegs im Nationalpark Harz 2013" zu entnehmen.

Ein weiteres Angebot besteht bei Bad Harzburg. Denn im Wald auf eigene Faust Tiere zu beobachten ist gar nicht so leicht. Bei einem Besuch der Wildtier-Beobachtungsstation an der Nationalpark-Waldgaststätte Molkenhaus bei Bad Harzburg könnten Gäste allerdings mehr Glück haben.
Daher werden vom 11. September bis 5. Oktober einmal wöchentlich von Nationalpark-Rangern Führungen zur Wildtier-Beobachtungsstation Molkenhaus mitten im Nationalpark Harz angeboten. Treffpunkt ist jeweils mittwochs um 17.15 Uhr an der Nationalpark-Bushaltestelle Molkenhaus der Buslinie 875. Die Anreise zum Molkenhaus ist mit dem Bus möglich; Rückfahrt nach Absprache. Natürlich kann dorthin auch gewandert werden.
Ein schmaler Fußweg führt von der Bushaltestelle zur überdachten Beobachtungskanzel, von der aus man einen guten Ausblick auf eine
Waldlichtung mit dem Brocken im Hintergrund hat. Ein Blick in die Kinderstube der Waldtiere lässt diese Abende zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, auch wenn es keine Garantie gibt, ob sich die Tiere wirklich zeigen. Zu dieser Veranstaltung informiert das Haus der Natur Bad Harzburg unter 05322/784 337.

Ein neues Angebot des Nationalparks seit 2010 ist eine weitere Wildtier-Beobachtungsstation im Odertal bei Sankt Andreasberg, durch eine kurze Wanderung zu erreichen vom Wanderparkplatz Oderhaus. Hierher finden geführte Wanderungen im September und Oktober statt, die Termine entnehmen Sie bitte unserem Terminkalender.
Zu allen Terminen sollten unsere Besucher ein Fernglas, Taschenlampe, warme Kleidung sowie ein Sitzkissen und Mückenschutz mitbringen.

Anl. Foto von Stefan Sobotta frei mit dieser PI: Rothirsch in der Brunft.


EUROPARC-Projekt erhält Deutschen Naturschutzpreis - auch Harzer Nationalpark-Projekt dabei - Menschen mit geistiger Behinderung setzen sich ehrenamtlich für den Schutz von Wasserlebensräumen ein

Berlin-Wernigerode. An diesem Wochenende wurde in Bonn das Projekt "Ungehindert engagiert - Menschen mit geistiger Behinderung entdecken, erleben und erhalten den Lebensraum Wasser" von EUROPARC Deutschland e.V. mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 ausgezeichnet. Im Projekt werden Menschen mit Behinderung befähigt, sich gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung ehrenamtlich im Naturschutz zu engagieren.

Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird in vier Nationalen Naturlandschaften umgesetzt: im Naturpark Drömling, dem
Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie den Nationalparken Niedersächsisches Wattenmeer und Harz. Dort werden mit dem Preisgeld in Höhe von 86.000 Euro betreute Gruppen aus Einrichtungen der Lebenshilfe und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen darin unterstützt, praktische Naturschutzaufgaben an Gewässern zu übernehmen. Zugleich erhalten die engagierten Menschen mit geistiger Behinderung Bildungsangebote zum Thema Naturschutz im Lebensraum Wasser in Form von zielgruppengerechten Lernmaterialien und Trainings in leicht verständlicher Sprache.

Die elfköpfige Jury unter dem Vorsitz der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, erhofft sich eine bundesweite
Signalwirkung, weil das Projekt ökologische mit sozialen Aspekten verbindet und das Thema Inklusion auf konkrete Naturschutzaktivitäten
überträgt. "Diese Auszeichnung ist für uns eine großartige Bestätigung, dass die Nationalen Naturlandschaften den Naturschutz voranbringen, aber dabei auch ihre soziale Verantwortung wahrnehmen", fasst Guido Puhlmann, Vorstandsvorsitzender von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, die Begeisterung des Projektträgers zusammen.

Das Motto des Deutschen Naturschutzpreises lautete in diesem Jahr "Lebensraum Wasser - Vielfalt entdecken, erleben, erhalten". Gesucht wurden Projektideen, welche die Vielfalt und Bedeutung der Natur im, am und auf dem Wasser aufzeigen sowie neues Naturerleben schaffen. Das Projekt "Ungehindert engagiert" ging als eines der drei besten von insgesamt 14 Finalisten hervor.

Der Deutsche Naturschutzpreis wird einmal jährlich in mehreren Kategorien vergeben. Ziel des Deutschen Naturschutzpreises ist es, das
Naturbewusstsein in Deutschland zu stärken und das bürgerschaftliche Engagement im Naturschutz zu fördern. Herausgeber sind das Bundesamt für Naturschutz und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin. Das von Jack Wolfskin gestiftete Preisgeld von insgesamt 250.000 Euro dient der Umsetzung der Projekte. 

Weitere Informationen zum Deutschen Naturschutzpreis: www.deutscher-naturschutzpreis.de

Für Rückfragen zu dieser PI:
EUROPARC Deutschland e.V.
Anne Schierenberg
Friedrichstr. 60
10117 Berlin
Tel. 030/2887882-15
Fax 030/2887882-16
anne.schierenberg@europarc-deutschland.de
www.europarc-deutschland.de
www.ehrensache-natur/lebenshilfe-kooperation

Anl. Foto frei mit dieser PI: Aktive der Lebenshilfe Wernigerode bei einer Neophyten-Bekämpfungsaktion im Nationalpark Harz. Foto Otfried Wüstemann.


Zweites Sankt Andreasberger Kräuterseifenseminar erfolgreich

Sankt Andreasberg. Bei herrlichem Wetter begann das vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ausgerichtete Zweite Sankt Andreasberger Kräuterseifenseminar mit einer Wanderung über den Glockenberg. Der „Oberharzer Seifensieder“ Joachim Garella stellte dabei vor der landschaftlich wundervollen Kulisse verschiedene Kräuter vor, die sich zur Seifenherstellung verwenden lassen. Darunter war auch die Schafgarbe, die später im Seminar verarbeitet wurde. Walter Wimmer, Leiter des Nationalparkhauses, ergänzte unterwegs spannende Details über Pflanzen und Tiere am Wegesrand. Zum Schluss der Wanderung gelang noch der Fund eines Himbeerglasflüglers, eines Schmetterlings, dessen Aussehen an eine Wespe erinnert. 

Wieder im Nationalparkhaus angekommen gab es zur Stärkung die beliebte Kartoffelsuppe von Ursel Morgenstern – natürlich verfeinert mit zahlreichen heimischen Kräutern, darunter auch  Giersch und Brennnesseln sowie einer Harzer Schmorwurst. Der Nachmittag gehörte der Seifenherstellung. Joachim Garella vermittelte den Seminarteilnehmern seine Methode und erklärte die nötigen Vorbereitungen. Besonders freuten sich die Teilnehmer darüber, dass sie ihre selbst hergestellte Seife gleich mitnehmen konnten. Alle, die den Termin verpasst haben, oder noch einmal teilnehmen wollen, können sich auf die nächste Saison freuen, denn am 10. April und am 11. Juli 2014 sollen das Dritte und Vierte Sankt Andreasberger Kräuterseifenseminar stattfinden.

Foto: Dieser Himbeerglasflügler wurde während der Wanderung am Glockenberg entdeckt (Foto: Walter Wimmer).


Doppelveranstaltung zur 17. Europäischen Fledermausnacht, Samstag, 24. August

19.00 Uhr, Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
(Un-) Heimliche Nachtschwärmer – Fledermäuse im Nationalpark Harz Vortrag von Dr. Andrea Kirzinger, Nationalpark Harz,
anschließend
20.30 Uhr, Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Auf der Spur der Fledermäuse – Wanderung mit Batdetektor
Leitung Ursel Morgenstern und Dr. Andrea Kirzinger (ca. 2 Stunden)
Kosten: Kinder 4 €, Erwachsene 6 €, Familien 14 €

Der Vortrag geht auf die Besonderheiten der Fledermäuse allgemein ein und stellt die im Nationalpark vorkommenden Arten vor.
Auf der Exkursion wird den Fledermäusen draußen nachgespürt. Mit Hilfe von Fledermausdetektoren werden die Rufe der verschiedenen Arten hörbar gemacht.
Informationen: Tel. 05582 923074

Foto: Im_Laubwald_fliegendes_Gr_Mausohr, NABU_Klaus_Bogon


Herbstzeit ist Obstzeit - Obstsortenbestimmung für jedermann mit dem NABU

Weddersleben, Kreis Harz. Der NABU Sachsen-Anhalt führt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umweltschutz auch in diesem Jahr öffentliche Obstsortenbestimmungen mit ausgebildeten Pomologen, d.h. Obst-Sortenbestimmern, durch. Alle interessierten Bürger haben hier die Möglichkeit, kostenlos eigenes Obst wie Äpfel und Birnen bestimmen zu lassen. Für die Bestimmung werden 2 - 3 Früchte je Baum benötigt.
Wichtig sind vor allem Proben von alten Obstsorten, aber auch neuere Sorten werden bestimmt. Herkunftsgebiete können Straßenbäume, Alleen, Gärten, Streuobstwiesen etc. sein.

Die diesjährige Obstbestimmung findet am 27. September 2013 auf dem Kirchhof in Weddersleben statt. Beginn ist 14.30 Uhr, der Weg wird ab Ortseingang ausgeschildert sein.

Nähere Informationen erhalten Sie beim NABU-Landesverband unter der Ruf-Nr. 0391/5 61 93 50 oder direkt beim NABU-Kreisverband Harz unter 093483/95 333. Allgemeine Infos unter ​www.streuobst.de​.

Sachsen-Anhalt besitzt noch viele erhaltenswerte Streuobstbestände, von denen rund 3.000 ha, so genannte "Streuobstwiesen", als besonders wertvolle Biotope geschützt sind. Sie bieten vielen Lebewesen Nahrungs- und Lebensgrundlage. In ihrer Zusammensetzung zeigt sich eine Vielschichtigkeit in der Sorten- und Artenwahl sowie in der altersgemäßen Zusammensetzung. Besonders in alten Streuobstwiesen findet man häufig alte, manchmal schon vergessene Obstsorten, die für die jeweiligen Regionen charakteristisch sind. Besonders in der heutigen Zeit, in der die Gen-Erosion, d.h. das Verschwinden von Pflanzen- und Tierarten und speziell der genetischen Vielfalt des Erbgutes, immer stärker wird, ist es wichtig, diese Erbgut-Informationen der Äpfel zu erhalten.

Einen Ratgeber zum Thema Streuobst erhalten Sie gegen Einsendung von 3 Briefmarken à 58 Cent beim NABU-Landesverband in 39104 Magdeburg, Schleinufer 18a oder am 27.9.2013 in Weddersleben kostenlos.


UNSER HARZ August 2013: Das Lehrbergwerk Grube Roter Bär in Sankt Andreasberg - 25 Jahre Arbeitsgruppe Bergbau, Teil 2; Mägdesprung und seine Sagen; Sankt Andreasberger Zahnradbahn wäre 100 Jahre alt; Kinderlandverschickung im Harz, Teil 8; Praktikum für die Umwelt - Wieder ein spannendes Open-Air-Semester 2013

Clausthal-Zellerfeld. Im zweiten Teil des Berichts über die Arbeit der Gruppe von Bergbaufreunden, die seit 25 Jahren in Sankt Andreasberg alte Gruben wiederaufwältigt, wird darüber berichtet, wie erfolgreich der Abbau in der Grube Wennsglückt über die Jahrhunderte war, was dort abgebaut wurde und welche Strecken heute wieder begehbar und zu bestaunen sind.

Der Mägdesprung oberhalb des Selketals steht oft im Schatten der Rosstrappe über dem Bodetal, doch auch um diesen besonderen Felsen rankt sich eine Menge alter Sagen.

Am 20. Juli hätte die Sankt Andreasberger Kleinbahn ihren 100. Geburtstag feiern können, wäre sie nicht bereits nach 46 Jahren stillgelegt worden. Alte Fotos und eine Beschreibung der Besonderheiten dieser Bahn erinnern an diese Zeit vor 100 Jahren.

Im 8. Teil der Serie zur Kinderlandverschickung bringen die Sommerferien bei den Großeltern eine wohltuende Auszeit, doch auch hier lassen sich der Krieg und die politische Situation, verschärft noch durch das Hitler-Attentat, nicht ausblenden.

Das Nationalparkforum informiert darüber, dass es auch 2013 während des "Praktikums für die Umwelt" wieder für vier junge Menschen die Möglichkeit gab, sich im Nationalpark einzubringen und dabei besondere Praxiserfahrungen zu sammeln.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement): Altenau: GLC-Touristinformation Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16 Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4 Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Anl. Foto von Walter Wimmer frei mit dieser PI: Commerzbank-Praktikantin Jenny Linde bei der Umweltbildung mit Schülerinnen und Schülern.


Konzert auf dem HohneHof

Wernigerode. Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre wird es auch 2013 wieder ein Konzert "Sagenumwobene Bergwildnis" am HohneHof des Nationalparks Harz geben. Am

--------------- Freitag, den 30. August 2013 um 19 Uhr ---------------

findet im Garten des ehemaligen Forsthauses und heutigen Natur-Erlebniszentrums bei Drei Annen-Hohne ein weiteres Konzert statt.

Das Konzert ist ein Gemeinschaftsprojekt des Nationalparks mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und dem Tanzensemble SR & Company unter der musikalischen Leitung von MD Christian Pfitzner.

Dieses Ereignis, bei dem das Publikum mit einem Musik- und Tanzspektakel in die Welt der Sagen und Mythen entführt wird, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Karten zu dieser Veranstaltung sind im HohneHof und in der Nationalparkverwaltung Harz in der Lindenallee 35 in Wernigerode erhältlich. Anfragen unter Tel. 03943/5502-15 (Fr. Theel).


14.8.2013: Staatssekretärin Almut Kottwitz, MU, weiht neues Außengelände des Nationalpark-Besucherzentrums in Altenau-Torfhaus ein

Wernigerode - Altenau-Torfhaus. Schon bald bekommt der Nationalpark wieder prominenten Besuch aus dem Niedersächsischen Umweltministerium. Diesmal ist das Ziel das 2009 eröffnete Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

Seit dem Eröffnungsjahr hat sich das Erscheinungsbild der gesamten Ortslage Torfhaus stark gewandelt. Zu dieser positiven Entwicklung hat der Nationalpark Harz in diesem Jahr erneut einen Beitrag geleistet. Mit einer großzügigeren und attraktiveren Gestaltung des Außengeländes des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus sowie der Anlage eines neuen Besucherleitsystems mit direktem Einstieg in das Wanderwegenetz ergänzt der Nationalpark Harz nun seine Angebotspalette für die zahlreichen Gäste auf Torfhaus.

Zur Einweihung der Neugestaltungen am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus kommt Frau Almut Kottwitz, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Die Einweihung findet am 14. August 2013 um 15:30 Uhr im Außengelände des Besucherzentrums TorfHaus statt. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Ihre Anmeldung bei der Pressestelle erleichtert unsere Planung.


Neuer Kalender "Natürlich Harz 2014" erschienen - Neue faszinierende Harz-Fotografien

Nach dem großen Erfolg im Jahr 2012 bringt der JUHR Verlag jetzt den zweiten Natürlich Harz! Kalender heraus. Die Macher des Bildbandes "Natürlich Harz!" sind seit vielen Jahren gepackt von der begeisternden Landschaft, der faszinierenden Tierwelt und den Mythen der Region zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Nachdem der Bildband "Natürlich Harz!" seit gut anderthalb Jahren bereits viele Menschen begeistert und auch der erste Kalender zum Buch ein großer Erfolg war, legt der JUHR Verlag in Zusammenarbeit mit Fotograf Ralf Steinberg nun nach und bringt den "Natürlich Harz! Kalender 2014" heraus. Er wartet wieder mit 14 großformatigen Seiten auf und präsentiert fast 50 neue Fotografien aus der wunderbaren Tier- und Naturwelt der Harzregion. Er ist wie schon das Buch und der erste Kalender in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Harz entstanden.

Der Kalender ist wieder in limitierter Auflage erschienen und ab sofort erhältlich. Und das zu einem äußerst günstigen Preis von nur 12,90 Euro!

NATÜRLICH HARZ! Der Kalender!
. 48 Fotografien
. Vom Team des Bildbandes "Natürlich Harz!"
. Format DINA3 quer, 42 x 29,7 cm,
14 Seiten
. Klammerheftung mit Schutzfolie
. ISBN 978-3-942625-13-5
. Ladenpreis: 12,90 Euro

JUHRVerlag .Waldweg 34a .51688 Wipperfürth
Tel. 0 22 67 / 871 90 93
Fax 0 22 67 / 871 90 94
E-Mail: info@juhrverlag.de . Internet: www.juhrverlag.de


Abriss der "Stasihütte" erfolgt - Renaturierungsarbeiten auf dem Brocken abgeschlossen

Wernigerode - Brocken. Als 1990 der Nationalpark Hochharz zusammen mit vier weiteren Nationalparken im Zuge des Großschutzgebietsprogramms der damaligen DDR ausgewiesen wurde, glich das Brockenplateau einer Militärkaserne, die von einer hohen Betonmauer umgeben war.

Die Flächen innerhalb dieser ca. 3,5 m hohen Mauer wurden tatsächlich intensiv militärisch beansprucht. So nutzten die sowjetischen Streitkräfte, die DDR-Volkspolizei, die Grenztruppen der DDR und das Ministerium für Staatssicherheit die günstige Lage des höchsten Berges Norddeutschlands für ihre Zwecke.

Die westlichen Pendants zu diesen Militäreinrichtungen waren auf dem nahegelegenen Wurmberg, dem Stöberhai, dem Ravensberg und der Schalke nicht zu übersehen. Von diesen vier Aufklärungstürmen des Kalten Krieges existiert nur noch der 1970 gebaute Turm auf dem Ravensberg nahe Bad Sachsa.

Auf der Brockenkuppe im Nationalpark Harz wurde bereits 1990 mit der Umsetzung der geplanten großflächigen Renaturierung begonnen. Als erstes wurde die Brockenmauer abgerissen, dann der Kalkschotter entfernt und parallel hierzu der Brocken-Rundweg eingerichtet. 1994, nachdem die russischen Streitkräfte den Brocken verlassen hatten, wurde eine Altlastenstudie erstellt und danach mit dem Abriss des Militärcamps, der Radome, alter Garagen und diverser Grenzbefestigungsanlagen begonnen. Gleichzeitig wurden 5000 t wild verkipptes Material entfernt. Der sogenannte Pfeffi-Turm, ein für Richtfunkverbindungen der SED genutztes Gebäude am Osthang des Brockenplateaus, war das letzte Gebäude, das abgerissen wurde. Nach der Sanierung der Flächen wurde die ursprüngliche Oberflächengestalt des Bergplateaus so gut wie möglich wieder hergestellt und der "höchste Punkt", mit "Brockenklippe" und dezenter Brockenuhr naturnah gestaltet.

Ein letztes Gebäude, das seinerzeit vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR (Hauptverwaltung Aufklärung) genutzt wurde, um den Kontakt zu den Agenten im Westen zu halten, stand allerdings noch bis vor wenigen Tagen, da es von der Technischen Universität Cottbus für u.a. wolkenchemische Untersuchungen genutzt wurde. Die zugehörige Antennenanlage war schon lange zurückgebaut worden.

Auch dieses letzte Gebäude konnte nun zurückgebaut werden. Da es mitten in den nicht zu betretenden, mit Vegetation bedeckten Flächen steht und laut Bebauungsplan der Gemeinde Schierke zum Abriss vorgesehen war, gab es hierzu keine Alternative. Die Fläche wurde naturnah gestaltet, so dass sich diese im Ergebnis der natürlichen Wiederbesiedlung durch verschiedene Pflanzenarten von den umgebenen Flächen nicht unterscheiden wird, so Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz, der die Abriss- und Renaturierungsarbeiten koordiniert.

Anl. Foto der Abrissarbeiten frei mit dieser PI, Foto Dr. Gunter Karste


Wildnis-Wanderung und Insekten-Safari - Sommerangebote des Natur-Erlebniszentrums HohneHof

Am Sonntag, den 28. Juli 2013 lädt der Nationalpark Harz zu einer Wanderung in die Wildnis am Hohnekamm ein. Gemeinsam mit einem Nationalpark-Waldführer geht es über Klippen und schmale Pfade in die naturbelassenen Waldbereiche rund um Drei Annen Hohne. Treff dazu ist um 10.30 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz in Drei Annen Hohne. Nach einer 3- bis 4-stündigen Wanderung endet die Tour am Natur-Erlebniszentrum HohneHof.

Wer gemeinsam mit Ferienkindern unterwegs ist, der ist zu einer „Insekten-Safari“ für kleine Naturforscher eingeladen. Am Donnerstag, den 1. August geht es ab 10.00 Uhr vom Parkplatz in Drei Annen Hohne auf Erkundung in das Reich der kleinen Krabbeltiere, die mit Mikroskop und Becherlupe zu spannenden Lebewesen am Wegesrand werden. Gemeinsam mit dem „Forscher“ des Nationalparks erhält man einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler in einem Schutzgebiet. Die Tour dauert etwa 2-3 Stunden und endet mit einer Einkehrmöglichkeit am Natur-Erlebniszentrum HohneHof.

Anliegendes Foto mit dieser Presseinfo zur Veröffentlichung frei. Bildunterschrift: „Mit dem Nationalpark-Waldführer über den Hohnekamm“ / Bildautorin: Birgit Patzelt


Ferien in Sachsen-Anhalt - Nationalpark bietet interessantes Programm

Wernigerode. Spannende Entdeckungswanderungen und vieles mehr bietet der Nationalpark in den Ferien an - wer schon immer mal wissen wollte, was ein Wissenschaftler im Nationalpark zu tun hat, der ist am Donnerstag, den 18.7. um 10.15 Uhr dazu eingeladen einem der wissenschaftlichen Mitarbeiter des Parks über die Schulter zu schauen und mit ihm gemeinsam die Lebensgemeinschaften im Pflanzenreich zu erkunden. Treff dazu ist auf dem Parkplatz in Drei Annen-Hohne.

Auch am Freitag dem 19. Juli können Kinder rund um den HohneHof Wald, Wiese und Bach erkunden. Treff dazu ist ebenfalls 10.15 Uhr auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne. Hierbei sollte an Rucksackverpflegung und feste Schuhe gedacht werden.

Wer lieber etwas kreativ sein möchte, der kann sich am Sonntag, den 21. Juli ab 11.00 Uhr am HohneHof beim Filzen mit Naturmaterial
ausprobieren.

Am Dienstag, dem 23.7. sind alle Ferienkinder zu einem Ferientag für kleine Naturforscher in das Nationalparkhaus im Ilsetal in Ilsenburg
eingeladen. Treff ist dazu um 10.15 Uhr.

Am Sonntag, dem 28. Juli geht es dann zu einer "Wildnis-Wanderung" über Moore undKlippen auf dem Hohnekamm. Treff dazu ist um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz in Drei Annen-Hohne.

Weitere Veranstaltungshinweise sind unter www.nationalpark-harz.de
nachzulesen.

Übrigens ist das Naturerlebniszentrum HohneHof täglich für große und kleine Ferienkinder von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf euren Besuch!
 


Schatzsuche mit Lernerfolg im Nationalpark Harz

Wernigerode - Braunlage. Wann wurde der Oderteich angelegt? Welchen Zweck hat eine Striegelanlage? Was ist ein Hochmoor? Diesen und weiteren Fragen gingen die Schüler der Klasse 6.1 des Christian von Dohm-Gymnasiums aus Goslar nach. Ihr Unterricht fand allerdings nicht im Klassenraum, sondern unter freiem Himmel statt. Ein weiterer Unterschied: Die Arbeitsaufträge mussten von den Schülern erst noch gesucht und gefunden werden.

Eine Veranstaltung des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) Nationalpark Harz führte die Jungen und Mädchen an den Oderteich in der Nähe von Sankt Andreasberg. Dort angekommen, erhielten die Schüler zunächst eine Einweisung in den Umgang mit GPS-Geräten. Anschließend konnten sie in Kleingruppen mit Hilfe der Geräte entlang der Wege versteckte Plastikdosen ansteuern.

Diese Boxen wurden zuvor von der Lehrkraft Thomas Schwerdt vom RUZ Nationalpark Harz ausgelegt und enthielten konkrete Arbeitsaufträge für die Schüler. Auf die Lösungen kamen sie durch Lesen von Informationstafeln, genaues Hinsehen wie beim Zählen von Jahresringen oder Ablesen eines Wasserstandes, sowie durch Rückschlüsse auf zuvor Gelerntes.

Zu Bestaunen gab es dabei zum Beispiel die ausgeklügelte Bauweise des Rehberger Grabens, die mächtige Staumauer des Oderteichs, aber auch die unterschiedliche Vegetation des Nationalparks Harz in direkter Umgebung dieses Kulturdenkmals mitten im Schutzgebiet.

Selbst das ungewohnt nasskalte Wetter konnte dem Entdeckerdrang der Schüler keinen Abbruch tun - die Motivation durch die GPS-gesteuerte Schnitzjagd stand im Vordergrund. Positiver Nebeneffekt: Das Lernen während des etwa dreistündigen Programms geschah quasi nebenbei.
Derzeit gibt es zwei vom RUZ Nationalpark Harz entwickelte GPS-Entdeckertouren: "Oberharzer Wasserwirtschaft am Rande des Oderteichs" und "Den Naturmythenpfad entdecken" in der Nähe von Braunlage. Beide Programme richten sich an Schulklassen der 5. bis 10. Klassenstufe.

Kontakt und weitere Informationen:

Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz
Leiter: Thomas Schwerdt
Erzwäsche 1
37444 Sankt Andreasberg
Tel. 05582 9164-18
Mobil 0170 9124473
E-Mail RUZ@nationalpark-harz.de
Homepage www.ruz-nph.de
Soziales Netzwerk: www.facebook.com/RUZ.Nationalpark.Harz

Anl. Foto frei mit dieser PI: Per GPS ans Ziel - Schüler entdecken die Umgebung des Oderteichs; Foto Thomas Schwerdt


UNSER HARZ im Juli 2013: Quedlinburg - Stadt der Starken Frauen; Das Lehrbergwerk Grube Roter Bär in Sankt Andreasberg - 25 Jahre Arbeitsgruppe Bergbau, Teil 1; Bahnstation und Forsthaus Lindthal an der Innerste 1892 - 1960; Kinderlandverschickung im Harz, Teil 7

Clausthal-Zellerfeld. In seiner gewohnt anschaulichen, vollmundigen und lebendigen Art erzählt der Schriftsteller Christian Amling im Juli-Heft der Heimatzeitschrift Unser Harz eine spannende Geschichte über die "Starken Frauen von Quedlinburg" - charismatische Frauen, die vor ca. tausend Jahren in unserer Region und weit darüber hinaus in Europa Geschichte maßgeblich beeinflusst haben.

Im September feiert in Sankt Andreasberg eine Arbeitsgruppe ihr 25jähriges Bestehen, die sich im September 1988 aus dem Umfeld der
Technischen Universität Clausthal gebildet hatte, um Montanforschung vor Ort zu betreiben. Zunächst wurde das Lehrbergwerk Roter Bär, das bereits 1931 im Anschluss an die Schließung der Sankt Andreasberger Gruben eingerichtet worden war, wieder ehrenamtlich betrieben. Außerdem ist es der Gruppe von Bergbaufreunden gelungen, die schon vor dem 30jährigen Krieg betriebene Grube Wennsglückt vollständig wiederaufzuwältigen und befahrbar zu machen. Wie all das gelingen und was alles wiederentdeckt werden konnte und was darüber hinaus noch in Angriff genommen wurde oder werden soll, wird im ersten Teil eines zweiteiligen Berichts dargestellt.

1892 wurde die Innerstetalbahn mit der Bahnstation Lindthal um einen Haltepunkt bereichert. Die Verhandlungen hierüber wie auch die späteren über die Verlegung des Haltepunktes, als hier der Innerste-Stausee entstand, fanden im Forsthaus Lindthal, später Gaststätte
"Waidmannsruh", statt.

Der siebte Teil der Serie über die Kinderlandverschickung in Wernigerode beschreibt willkommene Aktivitäten - u. a. eine Brockenwanderung - nach der langen Krankheitsphase bis hin zum Beginn der Sommerferien.

Im Juni-Heft von Unser Harz wurde das neu erschienene Buch über die Grube Büchenberg ("Grube Büchenberg - Eiserner Schatz im Harz") vorgestellt. In einer ausführlichen Rezension hebt nun Helmut Radday in diesem Heft noch einmal die Bedeutung dieses hervorragend recherchierten Werkes hervor und stellt die Inhalte detaillierter dar.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist
ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Anlage frei mit dieser PI: Eiserner Schatz im Harz - die Grube Büchenberg;


NABU zeichnet schwalbenfreundliche Häuser aus - Torfhaus ist Niedersachsens höchstgelegene Schwalbenkolonie

Torfhaus - Goslar. Der NABU Niedersachsen hat die ersten beiden schwalbenfreundlichen Häuser im Landkreis Goslar im Rahmen seines NABU-Projekts 'Schwalben willkommen' mit einer Plakette und Urkunde ausgezeichnet. Seit April sind sie aus Afrika zurück, die Schwalben, die in Torfhaus brüten - mit Brockenblick. Am Nationalpark-Besucherzentrum und an der Rangerstation gegenüber werden nicht nur Schwalbennester geduldet, sondern hier wurden in der Vergangenheit auch Kunstnester als Nisthilfen angebracht. Dieses harmonische Zusammenleben von Vogel und Mensch nahm der NABU Niedersachsen zum Anlass, die beiden Plaketten ,Hier sind Schwalben willkommen' zum Anbringen an die Häuser beiderseits der Bundesstraße 4 auf Torfhaus.

Walter Wimmer, NABU Regionalgeschäftsführer, bedankte sich bei Heike Albrecht, der Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums, und Dirk Gronowski von der Rangerstation mit einer Urkunde für diesen "wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Schwalben sind Kulturfolger, sie sind darauf angewiesen, dass sie von den Menschen in ihrer direkten Umgebung toleriert werden", betonte der NABU-Biologe. An den beiden Häusern geschehe das vorbildlich.

Dirk Gronowski, der als Ranger für den Nationalpark Harz tätig ist, beobachtet die Mehlschwalben in Torfhaus schon lange. Er war es auch, der das Anbringen von Nisthilfen nachdrücklich angeregt hatte, noch ehe die aktuellen Baumaßnahmen zur Vernichtung vieler ehemaliger Neststandorte führten. Auch für Heike Albrecht war es selbstverständlich, den Schwalben am Neubau des Nationalpark-Besucherzentrums des BUND ebenfalls Nisthilfen anzubieten. Unterstützt wurde die Beschaffung durch den NABU Goslar seinerzeit auch spontan von der Firmengruppe Lüder und deren Architekt Daniel Richter, für deren Bauprojekt viele alte Nester weichen mussten.

Zugegen war auch Herwig Zang, der Erste Vorsitzende der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung, der sich ebenfalls über
das Projekt und die Auszeichnung freute. Schließlich erfasst er schon seit vielen Jahrzehnten auch die Mehlschwalben im Harz. Zang betonte:
"Das ist die höchste Schwalbenkolonie, die wir in Niedersachsen haben."
Gemeinsam mit Dirk Gronowski überlegt er sodann, wo in der Nachbarschaft eine Schwalbenpfütze geschaffen werden kann, damit die Tiere es wieder leichter haben, ihre Nester selbst zu bauen.

Mehlschwalben seien Koloniebrüter, erläuterte der NABU Niedersachsen, und früher habe es viel häufiger große Kolonien gegeben. Dies sei heute eine Seltenheit. Moderne Fassadenbeschichtungen verhinderten häufig das Anhaften der Nester oder es gäbe einfach zu wenig offenen Boden mit Pfützen zum Sammeln von Material für den Nestbau in der Umgebung. Immer wieder würden Nester aus Angst vor Verschmutzung abgeschlagen, obwohl dies nach dem Naturschutzrecht verboten ist. Dabei könne man durch ein richtig angebrachtes Kotbrettchen unter dem Nest ganz einfach Abhilfe schaffen. 

Mit dem Projekt ,Schwalben willkommen' möchte der NABU niedersachsenweit auf die Schutzbedürftigkeit der ehemals als Glücksbringer verehrten Vögel aufmerksam machen. Im Rahmen des Projekts, das der NABU Niedersachsen in diesem Jahr startete, werden Besitzer
schwalbenfreundlicher Häuser, an deren Wänden die flinken Frühlingsboten brüten dürfen, mit einer attraktiven Plakette und einer Urkunde ausgezeichnet.

Und: So lange der Vorrat reicht, gibt es auch noch eine Nisthilfe mit zwei Nestern sowie ein passendes Kotbrett dazu.

Viele Tipps zum Schwalbenschutz und zur Erhaltung bestehender Schwalbenkolonien gibt es im Netz unter http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/schwalben/

Das NABU-Projekt ,Schwalben willkommen' wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

Rückfragen: Walter Wimmer, Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg. Tel. 05582-923074,
Walter.wimmer@nabu-niedersachsen.de

Foto frei mit dieser PI (v.l.n.r.): Herwig Zang, Dirk Gronowski, Walter Wimmer und Heike Albrecht bei der Übergabe der Plaketten, Urkunden und Nisthilfen (Foto: NABU).


"Praktikum für die Umwelt" - Wieder vier spannende Open-Air-Semester 2013 im Nationalpark Harz

Wernigerode - Sankt Andreasberg. Die Commerzbank und Europarc Deutschland, der Dachverband der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke, ermöglichen auch 2013 wieder 50 Studierenden ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum in einer der 25 teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften, d.h. Nationalparken, Naturparken oder Biosphärenreservaten. Die Commerzbank sorgt für Unterkunft und Praktikantengehalt und die Nationalen Naturlandschaften übernehmen die fachliche Betreuung - auch der Nationalpark Harz.

Das Praktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswahl zu sammeln. Ob ein Sommer am Brocken oder auf der Hallig, im Weltnaturerbe Buchenwälder oder in den Alpen - die Einsatzstellen und Aufgaben sind vielfältig. Die Teilnehmer können ihr Fachwissen einbringen und durch praxisnahe Einblicke, zum Beispiel in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement oder Umweltbildung, ihre Kompetenzen erweitern. Die Bewerbungsfrist endete Mitte Januar 2013 und auch die Stellen im Harz waren wieder sehr beliebt, wobei in diesem Jahr nicht nur der Nationalpark, sondern auch der Naturpark in den Genuss von Stellen kam.
 
Mit dem "Praktikum für die Umwelt" dokumentiert die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Das sogar von der UNESCO ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen mehr als 20 Jahren über 1.300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben.

Weitere Informationen siehe www.praktikum-fuer-die-umwelt.de

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Die Praktikanten 2013
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Der Nationalpark hatte für 2013 vier dieser interessanten Praktikumsplätze ausgeschrieben - im Nationalpark-Besucherzentrum
TorfHaus, im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und in zwei Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, nämlich im Nationalparkhaus und im
Nationalpark-Bildungszentrum. Die beiden Praktikantinnen in SanktAndreasberg, Claudia Mothes und Jenny Linde, begannen mit ihrer Arbeit früh in der Saison. Später kam in Wernigerode (Natur-Erlebniszentrum HohneHof) Carlo Willgeroth hinzu und Mitte Juli wirde die Gruppe durch Thomas Riepenhausen in Torfhaus ergänzt.

Jenny Linde studiert Umweltmanagement in Gießen, sie sagt: "Ich will mit dem Praktikum für die Umwelt einen stärkeren Praxisbezug zu meinem Studium herstellen. Universitäre Lehre kann manchmal ganz schön langweilig sein. Ich finde es optimal, dass es Praktika gibt, die den Universitätsalltag ein wenig auflockern. Selber machen, ran ans Objekt, Ideen selbstständig umsetzten ist meine Devise für das Praktikum im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Ich komme aus Nordhausen im Südharz.
Mir ist es wichtig, vor meiner Haustür, in meiner Heimatregion anzufangen, die Menschen auf die Natur aufmerksam zu machen. Nur wer die natürliche Umgebung zu schätzen weiß, tritt auch für globalere Umweltprobleme ein. Dabei ist es mir wichtig, schon von klein auf bei
den Kindern anzufangen ein Verständnis von der Natur zu entwickeln, zu hinterfragen was sie für uns bedeutet, was Natur für uns tun kann und was wir für sie tun können. An der Bildungsarbeit in der Natur reizt mich der Facettenreichtum. Es gibt so viele unterschiedliche Methoden, so viele farbenfrohe Spiele mit denen ich den Kindern die Natur näher bringen kann."

Im Bildungszentrum Sankt Andreasberg ist Claudia Mothes tätig: "Ich mache ein Praktikum für die Umwelt, um meine bisher erworbenen
Kenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich sowie in der Umweltbildung zu vertiefen und zu erweitern. Außerdem arbeite ich gerne mit Kindern und Jugendlichen. Ich befinde mich am Ende meines Studiums und möchte deshalb viele Praxiserfahrungen sammeln und selber aktiv sein. Auf der Suche nach Job- und Stellenangeboten bin ich auf das Commerzbank-Praktikum gestoßen. Perfekt, dachte ich, so kann ich mein letztes Semester mal wo anders verbringen und gleichzeitig einen Einblick in ein anderes Schutzgebiet bekommen. Da ich Anfang des Jahres erst aus Dresden in den Harz nach Clausthal-Zellerfeld gezogen bin, bot sich der Harz als Einsatzstelle besonders an. Somit kann ich viele neue Erfahrungen mit Kindern- und Jugendlichen sammeln und gleichzeitig mein Wissen über den Nationalpark Harz, meine neue Heimat, erweitern."

Carlo Willgeroth berichtet über seine Motivation und Erfahrungen: "Ich wollte mein im Studium erworbenes Wissen über Natur und Landschaft mit pädagogischen Kenntnissen erweitern und verbinden. Mein persönliches Ziel war es, Menschen aller Altersgruppen über den Harz und die Nationalparkidee zu informieren sowie ihre Sinne im Bezug auf die Natur zu schärfen. Dabei war es mir besonders wichtig, nicht auf globale Probleme in Arktis oder Savanne einzugehen, sondern die Blicke vor "die eigene Haustür" zu lenken. Es geht mir nicht darum, ein ganz allgemeines gewisses Umweltbewusstsein zu definieren, sondern zum Nachdenken anzuregen, um sich seine eigenes Bild machen zu können. Im Laufe des dreimonatigen Praktikums lagen die Schwerpunkte im Bereich der Arbeit
mit Kinder- und Jugendgruppen. Ziel war es, auf zum Teil spielerische Art und Weise Kenntnisse über Natur und Umwelt zu vermitteln. Dazu dienen dem jeweiligen Alter angepasste Programme, wie z.B. Naturerlebnisführungen. Haupteinsatzbereich war dabei der
Löwenzahn-Entdeckerpfad am Hohne Hof in Drei Annen-Hohne sowie Erlebnistage an Schulen und Kindergärten. Ich bekam darüber hinaus Einblicke in die Arbeit des Fachbereichs für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, aber beispielsweise auch in die Forschung wie
praktische Vegetationsaufnahmen und faunistischen Kartierungen und deren Auswertung. Es hat sich gelohnt!"

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Über die Commerzbank
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Die Commerzbank ist eine führende Bank in Deutschland und Polen und steht auch weltweit ihren Kunden als Partner der Wirtschaft in allen relevanten Märkten zur Seite. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe bietet sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an. Sie verfügt mit rund 1.200 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken und betreut insgesamt fast 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden. 2012 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich rund 56.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 10 Milliarden Euro.

Foto frei mit dieser PI: Der Goslarer Commerzbank-Filialleiter Roland Wolf übergibt die Umweltbildungs-Rucksäcke an die Praktikantinnen für die Umwelt Claudia Mothes (links) und Jenny Linde (rechts). Foto Walter Wimmer.


"Praktikum für die Umwelt 2013" - die Praktikanten von Sankt Andreasberg stellen sich vor -
Wieder ein spannendes Open-Air-Semester 2013

Wernigerode - Sankt Andreasberg. Europarc Deutschland, der Dachverband der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke, und die Commerzbank ermöglichen auch 2013 wieder 50 Studierenden ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum in einer der 25 teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften, d.h. Nationalparken, Naturparken oder Biosphärenreservaten. Die Commerzbank sorgt für Unterkunft und
Praktikantengehalt und die Nationalen Naturlandschaften übernehmen die fachliche Betreuung - auch der Nationalpark Harz.

Das Praktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswahl zu sammeln. Ob ein Sommer am Brocken oder auf der Hallig, im Weltnaturerbe Buchenwälder oder in den Alpen - die Einsatzstellen und Aufgaben sind vielfältig. Die Teilnehmer können ihr Fachwissen einbringen und durch praxisnahe Einblicke, zum Beispiel in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement oder Umweltbildung, ihre Kompetenzen erweitern. Die Bewerbungsfrist endete Mitte Januar 2013 und auch die Stellen im Harz waren wieder sehr beliebt, wobei in diesem Jahr nicht nur der Nationalpark, sondern auch der Naturpark vom Engagement der Commerzbank profitieren konnte.

Vorstellung der Praktikanten 2013

Der Nationalpark hatte für 2013 vier dieser interessanten Praktikumsplätze angeboten - im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus,
im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und in zwei Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, nämlich im Nationalparkhaus und im
Nationalpark-Bildungszentrum. Die beiden Praktikantinnen in Sankt Andreasberg, Claudia Mothes und Jenny Linde, möchten sich Ihnen mit
ihrer Arbeit gern vorstellen. Dazu laden wir Sie für den kommenden

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Mittwoch, 3. Juli 2013 um 10 Uhr in das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
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herzlich ein. Mit dabei sind der Leiter der zuständigen Commerzbank-Filialen Goslar und Bad Harzburg, Herr Roland Wolf, und Dr.
Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz.

Mit dem "Praktikum für die Umwelt" dokumentiert die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Dassogar von der UNESCO ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen mehr als 20 Jahren über 1.300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben.
Weitere Informationen siehe www.praktikum-fuer-die-umwelt.de.


Harzer Rotvieh - Rinder am HohneHof wie einst als Meyerhof

Wernigerode. Wer in den letzten Tagen rund um das Naturerlebniszentrum in Drei Annen-Hohne unterwegs war, dem sind sicher auch die Rinder in unmittelbarer Nähe zum HohneHof aufgefallen.

Durch die enge Kooperation des Nationalparks Harz mit dem Brockenbauer Thielecke sind auch in diesem Jahr wieder 8 Kühe vom Harzer Rotvieh als "ökologische Rasenmäher" zur Wiesenpflege eingesetzt, um hier in der Nutzungszone des Nationalparks die artenreichen Bergwiesen in traditioneller Form zur erhalten.

Dieser Anblick erinnert an den Ursprung des HohneHofs, als er im 17. Jahrhundert als Viehhof entstand und bereits in den Tagebüchern des
Freiherrn Joseph von Eichendorff erwähnt wurde. Dort schrieb er, dass er hier am "einsamen gräflich stollbergischen Meyerhof" Rast machte und sich "an guter Milch und Kuchen labte".

Auch heute freut sich der HohneHof wieder über viele Besucher, die hier in dieser einzigartigen Umgebung nach Ruhe und Entspannung suchen. 

Über das aktuelle Angebot des Naturerlebniszentrums kann man sich jederzeit unter www.nationalpark-harz.de informieren.

Anl. Foto von Irmtraud Theel


Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? "Wolfs-Theater" am 5. Juli, 19 Uhr im HohneHof des Nationalparks Harz

Wernigerode. Wer hat Angst vor dem bösten Wolf? So lautete die Frage eines alten Kinderspiels, in dem es um Fangen und Gefangenwerden draußen in freier Natur ging. Es gab viel Bewegung und Spaß, aber der Wolf musste hier als der böse Feind des Mensche herhalten. Um mit diesen Klischee aus alten Märchen aufzuräumen und der Rückkehr der Wölfe eineChance zu geben, hat sich Schauspielerin Barbara Geiger auf die Spuren von Alfred Brehm begeben und möchte auf leicht verständliche und spannende Art den Wolf einem breiten Publikum nahe bringen.

In ihrem Theaterstück "Canis lupus - Der Wolf" hat die Autorin und Regisseurin Barbara Geiger in enger Kooperation mit der Wissenschaft Erstaunliches und Wissenswertes über diese scheuen Tiere zusammengetragen und in der reizenden Protagonistin Fräulein Brehm eine Figur erfunden, die es versteht, tierische Einblicke der besonderen Art zu ermöglichen. In lebhaften und stets fundierten Erzählungen vermittelt sie Wissen und Zusamm6enhänge über heimische Tierarten - ganz in der Tradition von Alfred Brehm und seiner großartigen Buchreihe "Brehms Tierleben".

Wer dieses kurzweilige und interessante Theaterstück erleben möchte, ist am Freitag, den 5. Juli um 19.00 Uhr in das Naturerlebniszentrum HohneHof nach Drei Annen-Hohne eingeladen. Die Veranstaltung ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ab 8 Jahre geeignet. Der Eintritt kostet 5,- Euro. Wer die Abendstimmung am HohneHof auch darüber hinaus genießen möchte, der kann dazu die passenden Versorgung vor Ort durch das Restaurant "Zeitwerk" aus Wernigerode probieren.

Bitte berücksichtigen Sie, dass vom Parkplatz Drei Annen Hohne noch ein ca. 15-minütige Fußweg zum HohneHof einzuplanen ist. Wir freuen uns auf ihren Besuch!


Nationalpark-Naturerlebnistag am 26. Juni 2013 rund um Drei Annen-Hohne

Wernigerode. Der diesjährige "Tag der Schulen" im Nationalpark Harz wird zum 16. Mal als Naturerlebnistag gestaltet. 115 Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Schulen des Landkreises Harz und einer Gruppe derLebenshilfe aus Wernigerode erkunden von den Hohnewiesen aus die Natur des Nationalparks Harz. Ein Höhepunkt ist der Löwenzahn-Entdeckerpfad.

Insgesamt 10 Ranger und Praktikanten begleiten die Schülerinnen und Schüler während ihrer Streifzüge. Unter dem Motto "Natur mit allen
Sinnen erleben" werden spielerische Aktionen im Wald, am Bach und auf der Wiese angeboten und ergänzen auf diese Weise sinnvoll den
Sachkundeunterricht. Gleichzeitig fördern sie die Begeisterung derKinder für die heimatliche Natur.

Dank der traditionellen Unterstützung durch KUKKIS Erbsensuppe und den Brockenwirt gibt es jedes Jahr nach den Erlebniswanderungen ein gemeinsames Mittagessen mit Getränken am Naturerlebniszentrum HohneHof.

Foto unseres Nationalpark-Rangers Hermann Zawadski
 


Das Licht der Berge - Gemälde von Fred Hahn im Nationalparkhaus Ilsetal noch bis 22. September 2013

Wernigerode. Die derzeitige Sonderausstellung "Fred Hahn - Das Licht der Berge" zeigt im Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5 in der
Nationalparkgemeinde Ilsenburg, 36 Gemälde, überwiegend Harzlandschaften, die eine besondere Technik des Gestaltens mit Licht
und Farbe aufweisen: Seit 1993 verfolgt der Künstler das Konzept, das Licht in seinen gegenständlichen Bildern in Spektralfarben zu zerlegen.
Entsprechend der Farbkombination, die in den Kanten eines Glasprismas beobachtet werden kann, malt er wellen- bzw. strahlenförmige Strukturen aus Flecken in den Regenbogenfarben in seine Motive. Zahlreiche Gemälde wirken wie von strahlendem Sonnenlicht durchflutet, in anderen entstehen beinahe dreidimensionale Raumwirkungen.

Neben Licht und Farbe ist die Harzer Natur, insbesondere die des Nationalparks, wesentlicher Gegenstand seiner Malerei. Landschaften im Wechsel von Tages- und Jahreszeiten, Tiere und Pflanzen im Licht - letztere bisweilen zwischen Werden und Vergehen - voller Energie und Schönheit, erregen und faszinieren ihn, bringen ihn zum Staunen, wie er es selbst formuliert.

Zwei intensive Schlüsselerfahrungen bedingen diese Begeisterung für die Harzer Landschaft - das Gefühl, "im Fluss zu sein mit der Natur", und dasjenige, Teil eines harmonisch geordneten Ganzen, eines Organismus Natur zu sein.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22.9.2013 zu sehen (dienstags - sonntags 8.30 - 16.30 Uhr, montags außer an Feiertagen geschlossen) und eintrittsfrei.

Vita des Künstlers

1978 - 1984 künstlerisches Studium in Mainz
1990 - 1991 malt im Auftrag des Umweltsenats Berlin und auf Initiative
des Umweltkünstlers Ben Wargin drei große Gemälde an die ehemalige
Berliner Mauer gegenüber dem Reichstag
Einzelausstellungen
1993 Galerie am Neuen Palais, Potsdam
2000 GEHAG-Forum, Berlin-Wilmersdorf
2001 Bundesumweltministerium
2003 Galerie im Kulturhaus Berlin-Spandau
2002/2008 Museum Haus des Waldes, Schloss Hundisburg
2009 Rathausgalerie Bad Harzburg
Ort der Veranstaltung: Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg
Weitere Informationen zum Künstler: http://www.atelier-fred-hahn-berlin.de/

Foto des Werkes "sonnenscheinilse" von Fred Hahn


Molche, Frösche und Schlangen im Kreis Goslar - Neues aus dem Naturwissenschaftlichen Verein Goslar e.V. - Aktuelle Bestandsaufnahme der Amphibien und Reptilien im Landkreis Goslar wird vorgestellt

Goslar. Am Donnerstag, 20. Juni 2013 um 19.00 Uhr stellt der traditionsreiche Naturwissenschaftliche Verein Goslar e.V. im Foyer des
Kreishauses des Landkreises Goslar, Klubgartenstraße 6, seinen neuen Band

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Amphibien und Reptilien im Landkreis Goslar
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im Rahmen eines öffentlichen Vortrags vor. Die Autoren Anke Kätzel und Dr. Martin Bollmeier tragen vor und bieten den Band auch zum Erwerb an.

Der neue Band beschreibt die Lebensräume, Vorkommen und Verbreitung der Amphibien und Reptilien im Landkreis Goslar. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wurden nahezu alle frei zugänglichen Gewässer im Landkreis Goslar hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und ihrer Bedeutung als Lebensraum für Amphibien untersucht. In dem vorliegenden Buch werden sowohl historische als auch aktuelle Vorkommen detailliert beschrieben. Bekannte Beispiele für heimische Amphibien sind die Arten der Molche, Kröten, Frösche, Salamander, Unken, Eidechsen, Schlangen und Schildkröten. Einige Arten sind weit verbreitet, andere in ihrem Bestand bedroht. Hier sind vielfältige Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Das Buch soll zu einem besseren Verständnis und einem wirksamen und flächendeckenden
Schutz der Artengruppe beitragen.

Der Naturwissenschaftliche Verein Goslar wurde 1852 mit dem Ziel gegründet, Naturwissenschaften und Naturkunde mit besonderem Bezug zur Harzregion zu pflegen und zu vermitteln. Bekannte Mitglieder waren u.a. Peter Arckenhausen, Dr. Friedrich Behme, Dr. Wilhelm Bornhardt, Adolf Cassel, Dr. Eduard Gildemeister, Alexander Grundner-Culemann, Friedel Knolle, Dr. Emil Kraume, Dr. Walther Schoenichen und Hans Ullrich. Mit Ausstellungen, naturkundlichen Wanderungen und Exkursionen sowie zahlreichen Vorträgen trägt der Verein dauerhaft zur Pflege einer lebendigen Naturkunde und seit längerem auch zum Naturschutz im Harz und seiner Umgebung bei. Die Geschichte des Vereins ist in der noch erhältlichen Festschrift 125 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein Goslar, 168 S., zr. Abb. und Fotos, Goslar 1977, aufgearbeitet.

Anl. Abb. des neuen Bandes frei mit dieser PI, ebenso das Foto des Feuersalamanders von Annette Westermann.

Herausgeber und für Rückfragen:
Anke Kätzel
anke.kaetzel@gmx.de
Tel. (05322) 92 90 317
Bergstraße 19, 38667 Bad Harzburg

Dr. Martin Bollmeier
martinbollmeier@gmx.de
Tel. (05346) 94 77 17
Eschenring 31, 38704 Liebenburg

 


UNSER HARZ Juni 2013: Der Brocken im Klimawandel und vieles mehr

Unsere Themen im Juni 2013: Schwermetallflora, Pochsand und Haldensanierung - zur Umweltgeschichte des Zellbachtals und der
Bleihütte Clausthal; Seltene Bärlappe und Farne im Nationalpark Harz; Erlebnis Harzer Klosterwanderweg; Vom alten Forsthaus in Todtenrode über die "Alkoholfreie Erfrischungsstation" zu einem Waldgasthof mit Pension; Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs im Harzer Bergbau; Kinderlandverschickung im Harz - Serie Teil 6.

Clausthal-Zellerfeld. Nach all den unqualifizierten Unkenrufen zum Thema Klimawandel nach dem "langen" Winter selbst von renommierten Redakteuren freut sich UNSER HARZ, einen fachlich fundierten Bericht zu diesem Thema im Nationalparkforum vorstellen zu können. Im Zellbachtal bei Clausthal-Zellerfeld liegt - wie auch an vielen anderen Orten im Harz - eine starke Schwermetallbelastung der Böden durch die historischenPochsandhalden vor. Ganz eigene Pflanzen entwickeln sich hier, doch werden Gifte auch ausgewaschen und durch Flüsse auf Acker- und Weideland getragen. So ist es immer eine schwierige Entscheidung, wo hier durch Sanierungsmaßnahmen eingegriffen werden muss. Im Harz, und besonders im Nationalpark, wachsen noch viele seltene Bärlapparten und Farne, die in dieser Ausgabe mit Bildern und ihren nachgewiesenen Standorten vorgestellt werden. In seinen einzelnen Etappen zwischen Thale und Goslar wird der Harzer Klosterwanderweg mit seinen Sehenswürdigkeiten vorgestellt und anschließend die Geschichte eines Waldgasthofs erzählt, der sich über verschiedene Stationen im einstigen Forsthaus in Todtenrode etabliert hat. Bevor in der Serie über Kinderlandverschickung in Wernigerode weiter anschaulich über die Vorgänge des Lagerlebensberichtet wird, erfahren die Leser noch Einzelheiten über die
Bedingungen der Kriegsgefangenen, die im Ersten Weltkrieg zur Arbeit in den Bergwerken in Vienenburg und Clausthal-Zellerfeld eingesetzt wurden. Gerade erst wurde ein umfassendes Werk zur Eisenerzgrube Büchenberg bei Elbingerode vorgestellt, dessen Beschreibung hier u. a. in der Rubrik BÜCHER zu finden ist.

Foto von Siegfried Wielert von der Sanierung der Pochsandhalde im Zellbachtal

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist
ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12;
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Herzberg: Museumsladen im Welfenschloss
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.

Herausgeber
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323 718474


Mit dem Nationalpark-Ranger in die sagenumwobene Bergwildnis Nationalpark Harz lädt auch 2013 wieder zu einer Sonderreihe ein

Wernigerode. Klippen, Moore und bizarre Fichtenwälder - die raue Harzer Landschaft hat eine Vielzahl von Sagen hervorgebracht, mit denen sich unsere Vorfahren Naturphänomene oder Geschehnisse zu erklären versuchten. Die Ranger des Nationalparks gehen auf Tour zu den Schauplätzen dieser Sagen und laden dazu ein, sie in die Welt von Wölfen, Riesen und Venedigern zu begleiten.

Den Auftakt des diesjährigen Sonderprogramms des Nationalparks bildet am 12. Juni eine Erlebniswanderung mit dem Ranger auf dem neuen Naturmythenpfad bei Braunlage. Interessierte erfahren am 30. Juni bei einer Sagenwanderung über den Acker wie die Hanskühnenburg zu ihrem Namen kam oder können sich am 18. Juli auf die Suche nach Prinzessin Ilse begeben. Weitere Wanderungen führen auf den Spuren von Venedigern und Bergmönchen rund um Schierke (7. August) oder verfolgen das Leben eines Köhlers im Hohnegebiet (11. September). Den Abschluss der Reihe bildet am 12. Oktober eine Wanderung um Torfhaus, bei der es einiges
über Wölfe, Riesen und schwarze Gesellen zu erfahren gibt.

Ein Flyer zur Veranstaltungsreihe mit allen Terminen ist im Internet unter www.nationalpark-harz.de als Download verfügbar. Er ist außerdem bei der Nationalparkverwaltung (Tel. 05582 / 9189-41) erhältlich.

Das Sonderprogramm ist Teil des umfangreichen Naturerlebnis-Programms des Nationalparks. Die Auswahl an geführten Wanderungen zu einer Fülle von weiteren Themen ist groß. Alle Termine finden Sie auf der Internetseite www.nationalpark-harz.de unter der Rubrik "Veranstaltungen".

Foto mit dieser PI frei: In der sagenumwobenen Bergwildnis des Nationalparks Harz (Bildautor Christian Wiesel).


Spannende Kräuterwanderung am HohneHof am 8.6.2013

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Am kommenden Samstag, den 8. Juni 2013 lädt der Nationalpark Harz wieder zu der beliebten Kräuterwanderung nach Drei Annen-Hohne ein. Treffpunkt dazu ist um 11 Uhr am Wandertreff auf dem Großparkplatz.

Nach dem Vorbild der Bauern des ehemaligen "Gräflich-Stolbergischen Meyerhofs" geht es bei dieser Tour um das Kennenlernen und Sammeln heimischer Wildkräuter rund um den HohneHof. Ausgestattet wie "anno dazumal" mit Korb, Messer und Bauernkleidern geht es mit dem Ranger Freddy Müller über die bunte Hohnewiese bis zum Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Auf unterhaltsame Art erfahren Sie Wissenswertes über unsereWiesenkräuter und deren Verwendung in der Küche als Würz- oder Heilpflanze oder auch für einen wohlschmeckenden Tee.

Dieser Spaziergang eignet sich als Ausflug für die ganze Familie und dauert etwa drei Stunden.

Zur organisatorischen Vorbereitung ist eine Anmeldung unter Telefon 039455 / 8640 erforderlich. Wir freuen uns auf viele interessierte
Gäste!

Foto des Rangers Freddy Müller auf der Hohnewiese von Ingrid Nörenberg


Wissenschaftlicher Beirat des Nationalparks Harz tagte - Radrennen auf der Brockenstraße und Ausbau der Brockenstraße abgelehnt

Wernigerode. Zu ihrer 3. Sitzung der 4. Sitzungsperiode trafen sich die 12 Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Nationalparkverwaltung Harz am 30. und 31.5.2013 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg. Vor der Sitzung informierte sich der Beirat auf einer Exkursion ins Odertal zum Thema Schutz der Fließgewässer sowie zu den bisherigen Ergebnissen der Waldentwicklung im Nationalpark. Ein abendlicher Vortrag des Fließgewässerexperten Otfried Wüstemann berichtete zum Stand der Renaturierung und des Monitorings dieser wichtigen Lebensräume im Schutzgebiet.

Während der Sitzung fasste der Wissenschaftliche Beirat des Nationalparks folgende einstimmigen Beschlüsse, wie der Vorsitzende des
Beirats Dr. Michael Petrak mitteilte:

1. Der Wissenschaftliche Beirat lehnt das vorgesehene Radrennen und ähnliche Großveranstaltungen auf der Brockenstraße aus
naturschutzfachlichen Gründen ab und fordert den Landkreis Harz auf, die geltenden rechtlichen Grundlagen einzuhalten.

2. Der Wissenschaftliche Beirat lehnt den in der jüngst vom Landkreis Harz vorgelegten Machbarkeitsstudie vorgesehenen Ausbau der
Brockenstraße in den verschiedenen Varianten ab und verweist zur Begründung auf die Position zur Erschließung eines neuen Wanderweges auf die Brockenkuppe vom Juni 2012. Der Wissenschaftliche Beirat bestätigt mit seiner Einschätzung die zuvor schon vom Nationalpark-Beirat einstimmig geäußerte Meinung.

Weiterhin berichtete Nationalparkleiter Andreas Pusch über aktuelle Themen aus dem Nationalpark, insbesondere zur Organisationsänderung des letzten Jahres und den Fortschritten bei der Einrichtung und Ausgestaltung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus und des Natur-Erlebniszentrums HohneHof. Der stellvertretende Nationalparkleiter
Dr. Hans-Ulrich Kison informierte über Schwerpunkte der Forschung im Schutzgebiet. So wird die Untersuchung der Waldforschungsfläche
Mittelberg bei Lonau, die nicht nur eine Kartierung der Vegetation und der Waldstruktur, sondern auch eine Erfassung der Insekten und Spinnen umfasst, 2013 fortgesetzt.

Herausgeber und für Rückfragen:

Wissenschaftlicher Beirat Nationalpark Harz
Vorsitzender Dr. Michael Petrak
Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung NRW
Pützschens-Chaussee 228
53229 Bonn
Tel. 0228/9775512
Fax 0228/432023
michael.petrak@wald-und-holz.nrw.de


In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Harz entstanden: Trekking-Rad und Mountainbike jetzt in einem Kartenwerk - Fahrradkarten-Set für den gesamten Harz im Schmidt-Buch-Verlag erschienen

Wernigerode. Wer gern den Harz durch schwieriges Gelände mit dem Mountainbike erkundet und ebenso zur entspannten Picknick-Tour mit Kind und Kegel per Trekking-Rad aufbricht, kann sich die Anregungen hierfür ab sofort in einem neuen Kartenwerk holen. Die aus zwei Blättern bestehende Fahrradkarte Harz ist gerade im Schmidt-Buch-Verlag erschienen und vereint umfangreiche Informationen für Radfreunde sowie Tourenvorschläge im Gebiet zwischen Vienenburg im Nordwesten und Sangerhausen im Südosten - mit dem im Zentrum gelegenen Nationalpark Harz.

Das detaillierte Kartenwerk im Maßstab 1 : 50 000 enthält Fern- und Regionalradwege, die beschilderten Mountainbike-Wege, weitere Trekking- und MTB-Empfehlungen sowie Steigungspfeile und Symbolik für schlechte Wegbeschaffenheit. Der Karte kann man außerdem entnehmen, wo man mit dem Rad auf ruhigen Forst- oder Feldwegen, Straßen mit Kraftverkehr oder straßenbegleitenden Radwegen fährt. Auch die Stempelstellen der Harzer Wandernadel sind verzeichnet. Die zahlreichen beschilderten Mountainbike-Routen im Nationalpark Harz sind komplett enthalten.

Der Verlag hat gemeinsam mit erfahrenen Trekking- und Mountainbikern insgesamt 38 Touren zusammengestellt, die in die Schwierigkeitsgrade leicht, mittelschwer und schwer unterteilt sind. Zu jeder Route steht auf der Internetseite www.schmidt-buch-verlag.de ein Höhenprofil zum Download bereit. Wer zusätzlich zur Karte ein GPS-fähiges Empfangsgerät nutzt, kann beim Verlag die GPX-Dateien anfordern.

Die Kartenblätter wurden auf hochwertiger Folie gedruckt und sind wasser- und reißfest. Für Schönwetter-Radler ist auch eine
Standard-Ausgabe auf Landkartenpapier lieferbar. Nähere Informationen sowie ein interaktives Harzer Fahrrad-Spiel findet man unter
www.harz-wanderkarten.de/trekking-und-mountainbike-im-harz.html

Die bewährte Brockenwanderkarte "Der Hochharz", die im Wesentlichen das Gebiet des Nationalparks Harz darstellt, ist jetzt ebenfalls auf
Polypropylen-Folie erschienen und wie das Fahrradkarten-Set überall im Buchhandel sowie in Tourist-Informationen erhältlich.

Fahrradkarte Harz
Beschilderte Wege und Routen-Vorschläge für Mountain- und Trekkingbike
1. Auflage April 2013
Maßstab 1 : 50 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20 m-Schritten,
Fern- und Regionalradwege, beschilderte Mountainbikewege, 38 Routen mit
GPX-Tracks und Höhenprofil u.v.m.
2 Blätter Format 110 x 200 mm, 990 x 600 (offen)
ISBN 978-3-936185-78-2 (wetterfeste Folie) Preis 12.95 EUR
ISBN 978-3-936185-70-6 (Landkartenpapier) Preis 7.50 EUR

Der Hochharz - Rund um den Brocken (wetterfest)
Wander- und Fahrradkarte
10. aktualisierte Auflage 2013
Maßstab 1 : 30 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20 m-Schritten,
Harzklubwanderwege, Stempelstellen der Harzer Wandernadel, MTB- und
Fahrradroutenempfehlungen
Format 110 x 200 mm, 990 x 600 mm (offen)
Wetterfeste Ausgabe (auf hochwertiger Folie gedruckt)
ISBN 978-3-936185-56-0
Preis 6.80 EUR


Harzer Umweltverbände gegen erneutes Radrennen auf der Brockenstraße -
Brockenstraße gehört in Verantwortung des Nationalparks Harz!

Die Harzer Umweltverbände BUND, NABU und GFN protestieren gegen die erneute Planung, im September 2013 ein Radrennen auf der Brockenstraße durchzuführen. "Das ist ein Missbrauch der Brockenstraße, die eine wichtige Wanderroute zum Brocken darstellt und als nichtöffentliche Straße ansonsten nur dem Anliegerverkehr zum Brocken dient", so die Sprecher der Verbände, Ulrich Kasten für die BUND-Kreisgruppe Harz, Dr. Gunter Karste für die NABU-Kreisgruppe Harz und Dr. Friedhart Knolle für den Nationalpark-Förderverein GFN. Die Leidtragenden werden die vielen Wanderer sein, die durch ein solches Rennen unnötig in Gefahr gebracht werden. Es ist unverständlich und unverantwortlich, dass sich der Landkreis Harz über die Bedenken des Nationalparks der letzten Jahren hinwegsetzt und diese Veranstaltung erneut in die Prüfung genommen hat, so die Sprecher weiter.

Die zunehmende Anzahl von organisierten Veranstaltungen im Nationalpark Harz auf der Brockenstraße registrieren die Kreisgruppen von NABU und BUND im Landkreis Harz und die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz mit großer Sorge. Angesichts der Tatsache, dass das Brockengebiet von allen anderen Harzgegenden am stärksten frequentiert wird, sind derartige Veranstaltungen eine zusätzliche Belastung für das Schutzgebiet - Großveranstaltungen wie Radrennen müssen daher außerhalb des Nationalparks stattfinden. Straßen mit entsprechender Steigung und wenig Verkehr stehen im Harz genügend zur Verfügung. Diese Pläne zeigen deutlich, dass einige Entscheidungsträger offenbar noch nicht verstanden haben, was die Nationalparkbesucher von einem Gebiet mit dem höchsten Naturschutzstatus erwarten.

Unverantwortlich sind derartige Veranstaltungen auch in Hinsicht der erhöhten Unfallgefahr auf der Brockenstraße. Will man wirklich die Unfallgefahr für die Wanderer verringern, dann sollte die Kreisverwaltung ihre Regulierungsmöglichkeiten auf der Brockenstraße wie Geschwindigkeitsbegrenzung und Kontrolle, weniger Autoverkehr unter größerer Inanspruchnahme der Brockenbahn und keine gefahrenträchtigen Großveranstaltungen endlich voll ausschöpfen.

Es stellt sich erneut die Frage, warum die Brockenstraße nach 23 Jahren Nationalpark weiterhin eine Kreisstraße ist. Die Verbände rufen das Umweltministerium auf, die Veranstaltung zu untersagen und die Brockenstraße in die Verantwortung des Nationalparks zu geben. "Unsere schon lange vorgetragenen Bedenken, dass immer weitere Veranstaltungen am Brocken einen Schneeballeffekt haben, bestätigen sich hier leider", so die Sprecher der Verbände. Dem müsse das Umweltministerium einen Riegel vorschieben.

NABU-Kreisgruppe Harz, Dr. Gunter Karste, 0170/570 9015

BUND-Kreisgruppe Harz, Ulrich Kasten, 03941/624 1990 und 0160/90 555 613

GFN e.V., Dr. Friedhart Knolle, 0170/22 09 174


„Praktikum für die Umwelt“ - Spannendes Open-Air-Semester 2013

Europarc Deutschland, der Dachverband der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke, und die Commerzbank ermöglichen auch 2013 wieder 50 Studierenden ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum in einer der 25 teilnehmenden Nationalen Naturlandschaften. Die Commerzbank sorgt für Unterkunft und Praktikantengehalt und die Nationalen Naturlandschaften übernehmen die fachliche Betreuung – auch der Nationalpark Harz.  

Das Praktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswahl zu sammeln. Ob ein Sommer am Brocken oder auf der Hallig, im Weltnaturerbe Buchenwälder oder in den Alpen – die Einsatzstellen und Aufgaben sind vielfältig. Die Teilnehmer können ihr Fachwissen einbringen und durch praxisnahe Einblicke, zum Beispiel in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement oder Umweltbildung, ihre Kompetenzen erweitern. Die Bewerbungsfrist endete am 15. Januar 2013. 

Mit dem „Praktikum für die Umwelt“ dokumentiert die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und nachhaltige Entwicklung. Das von der UNESCO ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen 20 Jahren über 1.300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben. 

Weitere Informationen siehe www.praktikum-fuer-die-umwelt.de

Die Praktikanten 2013 
Der Nationalpark hatte für 2013 vier dieser interessanten Praktikumsplätze angeboten – im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und in zwei Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, nämlich im Nationalparkhaus und im Nationalpark-Bildungszentrum. Die beiden Praktikantinnen in Sankt Andreasberg, Claudia Mothes und Jenny Linde, haben mit ihrer Arbeit schon begonnen. Auf unserem Foto inspizieren sie die Flechtenflora auf einem Granitblock in Sankt Andreasberg. 

Über die Commerzbank  
Die Commerzbank ist eine führende Bank in Deutschland und Polen und steht auch weltweit ihren Kunden als Partner der Wirtschaft in allen relevanten Märkten zur Seite. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe bietet sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an. Sie verfügt mit rund 1.200 Filialen über eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken und betreut insgesamt fast 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden. 2012 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich rund 56.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von knapp 10 Milliarden Euro.

Foto: Walter Wimmer


Torfhaus - das neue Tor in den Nationalpark Harz. Attraktive Neugestaltung des Außengeländes und neuer Torfhaus-Stieg als Eingang in das Wandergebiet Torfhaus/Brocken

Wernigerode - Torfhaus. Auf Torfhaus tut sich was! Das hat schon jeder gemerkt, der in der jüngsten Vergangenheit in und um Torfhaus herum unterwegs war. Aber hier entsteht nicht nur das Torfhaus-Resort samt Welcome Center und Erweiterung des gastronomischen Angebots. Auch der Nationalpark und das Besucherzentrum TorfHaus sind aktiv.

Um den Gästen die Orientierung zu erleichtern und den Nationalpark sichtbarer zu machen, wird das Außengelände neu gestaltet. Es wird eineinladender Platz entstehen, in dessen Mitte schon bald eine große bunte Pflanzen-Tier-Skulptur prangen und zum Besuch des Nationalparks und des Besucherzentrums einladen wird. Von hier startet dann über einen Bohlenweg geleitet der neue Torfhaus-Stieg, der die Besucher direkt in die erholsame Natur führt, ohne zuvor noch an der viel befahrenen Straße unterwegs sein zu müssen.

Hinter dem Haus bietet ein kleines Amphitheater Platz zum Verweilen. Von dort kann man dann noch besser als zuvor den Brockenblick genießen. Auf dem Hang nördlich des Rodellifts entsteht ein geschwungener Wanderweg, der an den Weg unterhalb des Schubensteins anschließt. Über den Kaiserweg erfolgt der Anschluss an den bestehenden Goetheweg, so dass man nun von Torfhaus aus auf den Brocken gelangt, ohne anfangs an der Straße entlanglaufen zu müssen. Dabei ist die neue Wegeführung nur etwa 600 m länger als der Einstieg entlang der B4.

Weitere Informationen und Abbildungen in:
http://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2013/05/torfhaus_tor/

Anl. Foto von Hermann Martens, Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus,
zeigt den neuen Bohlensteg am Haus. Frei mit dieser PI.


2.6., HohneHof: Alle Vögel sind schon da - wirklich alle? Bestimmen, Beringen, Besendern - Einblick in die Vogelforschung

Wernigerode. "Alle Vögel sind schon da - wirklich alle?" Unter diesem Motto bieten unsere Vogelforscher allen Interessierten die Gelegenheit, einen Einblick in ihre Arbeit zu bekommen.

Wer nicht gerade zu den Langschläfern gehört, der ist am Sonntag, den 2. Juni 2013 um 9.00 Uhr zu einem kleinen Ausflug in die "Welt der Vogel-Wissenschaft" eingeladen.
Treffpunkt ist der Wandertreff auf dem Parkplatz in Drei Annen-Hohne. Rund um das Natur-Erlebniszentrum HohneHof werden wir uns mit Methoden und Zielen der Vogelforschung näher befassen. Am Beispiel aktueller Arbeiten im Nationalpark gehen wir den Fragen nach, wie man Vögel überhaupt zählt, warum Vögel Ringe tragen und wieso Federn verraten können, wo ein Vogel den Winter verbringt.
Die Veranstaltung dauert etwa drei Stunden und beinhaltet auch praktische Übungen im Gelände. Deshalb sollte man auch an wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk denken.

Da die Teilnehmerzahl zu dieser Veranstaltung aus praktischen Gründen begrenzt werden muss, wird um Anmeldung unter 039455 /8640 gebeten.

Foto: Eine Waldschnepfe bei typischem Brockenwetter auf dem höchsten Berg Norddeutschlands in den Händen der Vogelforscherin Caren Pertl;
Foto Nationalpark Harz


Trotz der derzeitigen Kälte - es wird immer wärmer auf dem Brocken - Der Harz im Klimawandel - Durchschnittstemperatur auf dem höchsten Berg Norddeutschlands bereits bei 4 Grad Celsius

Brocken. 1896 wurde die erste Walpurgisnachtfeier auf dem Brocken veranstaltet. Im gleichen Jahr schrieb der schwedische Physiker Arrhenius, dass Treibhausgase, speziell CO2, das Klima der Erde verändern können - das bei der massenhaften Verfeuerung von Kohle und Öl freigesetzte Kohlendioxid werde die Temperaturen weltweit um bis zu 6 °C ansteigen lassen.
Wir wissen also schon sehr lange, wo das Problem des Klimawandels liegt. Die Brockhaus- Enzyklopädie vermerkte 1970 unter dem Stichwort "Kohlendioxid": "Die Zunahme des Kohlendioxidgehaltes der Luft, etwa 13 % in den letzten 100 Jahren, führt wegen verstärkter Absorption der von der Erdoberfläche abgestrahlten Infrarotstrahlung zu einer allmählichen Erhöhung der Durchschnittstemperatur der Lufthülle (etwa 0,5 °C in den letzten 100 Jahren)". Wir nennen es heute den Treibhauseffekt.

Bau der Wetterwarte
Der Bau der ersten Wetterwarte auf dem Brocken erfolgte 1895 - seitdem haben wir verlässliche Klimadaten von diesem Berg und können den Klimawandel sehr genau verfolgen. Mehrere Institutionen messen im Harz, z.B. der Deutsche Wetterdienst (DWD), der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (www.talsperren-lsa.de) oder die Harzwasserwerke (www.harzwasserwerke.de). Der DWD betreibt auf dem Brocken sogar eine sog. Klimareferenzstation, d.h. eine mit Personal besetzte Station seines hauptamtlichen Messnetzes, die jahrzehntelange und ununterbrochene Klimabeobachtungen vorweisen kann. Insgesamt unterhält der DWD 12 solcher Klimareferenzstationen, die über einen langen Zeitraum (möglichst in den kommenden 100 Jahren) mit einheitlicher überwiegend konventioneller Messtechnik die Klimaveränderung erfassen sollen.

Stürme und Tropentage
Am 13. November 1972 brausten über das norddeutsche Flachland Windböen mit teilweise bis zu 170 km/h hinweg - diesem sog. Niedersachsen-Orkan fielen europaweit über 50 Menschen zum Opfer. Wie wir heute wissen, waren das deutliche Vorboten des Klimawandels - sie wurden damals nur noch nicht so interpretiert.
Bereits in den 1990er Jahren wurde im Rahmen der Borkenkäferdiskussionen im Harz angemerkt, dass in unserem Mittelgebirge die Zahl der Tropentage, d.h. der Tage mit einem Maximum der Lufttemperatur von über 30 °C, zunimmt. Die aktuelle Borkenkäferentwicklung ist weltweit und auch im Harz hinsichtlich ihres Umfangs und ihrer Geschwindigkeit auch auf die globale Erwärmung zurückzuführen.

Warm wie nie.
2003 war es dann auf dem Brocken so warm wie noch nie. Die Wetterstation Brocken meldete am 12.8.2003 eine Maximaltemperatur von 28,2 °C - damit wurde die aus 1992 stammende Rekordtemperatur eingestellt. Bemerkenswert ist außerdem, dass dort an drei Tagen hintereinander die 25 °C-Marke überschritten wurde. Das hatte es auf dem Brocken noch nie zuvor gegeben. Der DWD nannte es das "Superjahr 2003" - die Jahresmitteltemperatur aller deutschen Stationen war um 1,2° C wärmer als üblich und im Durchschnitt aller Stationen fielen 25 % Niederschlag weniger als im langjährigen Mittel.
2005 lagen auf dem Brocken die durchschnittlich gemessenen Temperaturen um 0,7 °C über dem statistisch zu erwartenden Wert. Am 20.7.2006 überschritt die Temperatur auf dem Brocken erneut die Marke von 28 °C. Insgesamt war der Juli 2006 der heißeste seit Menschengedenken registrierte Juli im Harz. Ebenfalls ungewöhnlich warm waren der Winter 2006/2007 und das Frühjahr 2007. Der April 2007 war der wärmste je auf dem Brocken gemessene April. 2011 war auf dem Brocken mit 4,8 Grad insgesamt 2 Grad zu warm und mit 1989 das wärmste Jahr seit 116 Jahren. Der 20. August 2012 brach erneut den Wärmerekord: mit einer Spitzentemperatur von 29 °C war es der wärmste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch der vergangene Winter war nur gefühlt ein besonders langer und harter Winter. Längst haben sich durch den anhaltenden Klimawandel unsere Maßstäbe verschoben.
Auch die bisher in zahllosen Brockenbüchern und anderen Veröffentlichungen über unseren höchsten norddeutschen Berg zitierten Durchschnittstemperaturen sind überholt. Heute liegt der jährliche Wert bereits über 4 °C - und er steigt weiter.

Wie reagiert die Natur?
Der DWD dokumentiert nicht nur rein meteorologische, sondern beispielsweise auch phänologische Daten, d.h. Beobachtungen zu im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur. In unseren Breiten wird die Pflanzenentwicklung maßgeblich durch den Temperaturverlauf bestimmt. Phänologische Beobachtungen sind daher gute Indikatoren, um die Folgen der Klimaänderungen für die Biosphäre zu dokumentieren.
Die DWD-Abteilung "Phänologie" erfasst mit einer großen Anzahl überwiegend ehrenamtlicher Mitarbeiter die im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen ausgewählter Pflanzenarten. Sie stehen in enger Beziehung zur Witterung und zum Klima.
Auf dem Brocken werden seit 1966 phänologische Daten aufgezeichnet. Die Erwärmung zeigt bereits deutliche Auswirkungen auf den Jahreszyklus der Pflanzen. So treibt beispielsweise die Fichte heute rund 20 Tage früher als noch zu Beginn der Aufzeichnungen. Ähnliche Tendenzen lassen sich für Huflattich- und Heidekrautblüte u.v.m. erkennen. Die Verlängerung der Vegetationsperiode auf dem Brocken führt zur Verschiebung der Konkurrenzverhältnisse zwischen den Arten und bringt damit das gesamte Gefüge der Lebensgemeinschaften durcheinander.

Weitere Daten
Wer sich über die Harzer Messwerte informieren möchte, dem steht u.a. die Webseite www.wetteronline.de mit den Wetterstationen Braunlage und Brocken zur Verfügung. Benachbarte Stationen der engeren und weiteren Nationalparkregion sind z.B. Wernigerode, Quedlinburg und Osterode. Mit der Funktion "Rückblick" kann man Messwerte der vergangenen Jahre abrufen. Auf www.dwd.de können neben den Wetterdaten auch zahlreiche Informationen zur Erfassung der phänologischen Daten eingesehen werden.

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Foto: Eick v. Ruschkowski, Klimadaten: Deutscher Wetterdienst.


24. Mai: Dämmerungswanderung im Nationalpark - Was raschelt denn da im Wald??

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Diese Frage stellt sich oft, wenn man mit beginnender Dämmerung in der Natur unterwegs ist. Man hört Geräusche, die man sonst nicht wahrnimmt, oder entdeckt Tiere, die sich bei Tageslicht gern verstecken. Um genau diese Beobachtungen einmal gemeinsam wahrzunehmen, lädt der Nationalpark Harz anlässlich des "Europäischen Tags der Parke" wieder zu seiner alljährlichen Dämmerungswanderung nach Drei Annen-Hohne ein.

Wer Lust auf diese ungewöhnlichen Entdeckungen im Wald und auf der Wiese hat, der sollte am Freitag, den 24. Mai um 20.00 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz in Drei Annen-Hohne sein. Nach einer kleinen Entdeckungstour gibt es dann Gelegenheit, die Einzigartigkeit der Stimmung im Wald bei untergehender Sonne genießen zu können. Der Abendspaziergang endet am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, wo man die kleine Wanderung an der Feuerschale stimmungsvoll ausklingen lassen kann.

Für unsere organisatorische Vorbereitung wäre eine Anmeldung unter der Telefonnummer 039455 / 8640 hilfreich. Wir freuen uns auf viele große und kleine Gäste! Hinweis: Unbedingt an festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung denken!

Anl. Foto von Jürgen Steimecke


Beginn der Brockengartensaison am 15. Mai 2013

Brocken. Trotz des ungewohnt langen Winters 2012/2013 kann der Brockengarten auch in diesem Jahr pünktlich seine "Tore" öffnen. Wie in den vergangenen 23 Jahren ist der Garten ab Mitte Mai bis Mitte Oktober für die Brockenbesucher geöffnet.

Die erste Gartenbesichtigung der Saison 2013 findet am 15. Mai um 11.30 Uhr statt.

Von Montag bis Freitag begleiten um 11.30 Uhr und um 14 Uhr die Gartenmitarbeiter durch die Anlage, die ca. 1800 Hochgebirgspflanzenarten aus den Bergregionen der Welt enthält.

An den Wochenenden sind es die Ranger des Nationalparks Harz, die im Rahmen der Brocken-Rundwegführung das Alpinum zeigen.

Außerdem sind für besonders Interessierte- und für Fachgruppen Sonderführungen sowohl in der Woche als auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 03943/550220 und 0170/570 9015 möglich.

Neben dem Foto am Gipfelstein, der Rundwegwanderung mit dem Ranger und dem Besuch des Brockenhauses wird die Besichtigung des Brockengartens immer beliebter.

Der Spaziergang durch den 1890 gegründeten Brockengarten kommt einer Zeitreise gleich. Zeigen uns doch einige seit dieser Zeit kultivierten Pflanzenarten an, wann der Garten - bedingt durch die jeweils herrschenden politischen Verhältnisse - nicht betreut werden konnte. Der Garten musste somit Zeiten ohne Pflege überstehen. Während dieser Zwangspausen haben sich einige Arten das Gartenareal erobert, die teilweise heute noch sichtbar sind.

Ein Nebeneinander von Pflanzenarten, die Garten-/Brockengeschichte "erzählen", und vielen zum Teil schwer kultivierbaren Hochgebirgspflanzenarten aus den Regionen der Welt machen die Anlage zu etwas ganz Besonderen. Am 15.5.2013 werden sich bei der ersten Gartenführung die Besucher an blühenden Brockenanemonen, verschiedene Steinbrecharten, Felsenblümchen, alpinen Primelarten kaukasischen Trollblumen und vielen anderen blühenden Hochgebirgspflanzenarten erfreuen können.


Erste Juniorrangerin auf dem Brocken ausgezeichnet

Brocken. An diesem Wochenende wurde wurde die erste Auszeichnung einer Juniorrangerin auf Entdeckertour auf dem Brocken vorgenommen. Luise Krämer (10 Jahre) aus Rostock hatte zwei Tage zuvor das Entdeckerheft des Nationalparks Harz im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gekauft. Zu ihrer Auszeichnung war sie mit ihren Eltern und ihrem fünfjährigen Bruder extra von Schierke auf den Brocken gewandert. Nationalparkranger Mario Natzel nahm im Brockenhaus zusammen Brockenhaus Leiter Christoph Lampert die Auszeichnung vor und überreichte Luise den von ihr gewählten Luchsaufnäher sowie die Urkunde als frisch gekürte Juniorrangerin auf Entdeckertour.

Hintergrund: Junior-Ranger auf Entdeckertour im Nationalpark Harz - das neue Entdeckerheft kommt gut an

Die faszinierende Natur hautnah erleben, sich auf die Spur wilder Tiere begeben, seltene Pflanzen entdecken und ganz nebenbei auf spielerische
Art und Weise lernen und begreifen - das Junior-Ranger-Programm der Nationalen Naturlandschaften ist ein spannendes Mitmach-, Freizeit- und
Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche.

Seit vielen Jahren existieren bereits Junior-Ranger-Gruppen im Nationalpark Harz, die von einheimischen Kindern besucht werden.
Übrigens gehörte der Nationalpark Harz zu den ersten Schutzgebieten in Deutschland, die solche Gruppen aufgebaut haben - schon seit 1995. Nun
können nun auch Urlaubskinder mit ihren Familien, die zu Besuch im Nationalpark Harz sind, aber auch alle anderen, die sich für den
Nationalpark interessieren, mit dem Junior-Ranger-Entdeckerheft in unserem Gebiet auf Entdeckertour gehen. Der Nationalpark Harz ist
bereits das achte deutsche Großschutzgebiet, das ein solches Heft erstellt hat.

Mit diesem neuen unterhaltsamen Wissensmagazin erhält die ganze Familie Anregungen, was es Besonderes in unserem Nationalpark zu sehen und zu erleben gibt. Interessantes über Luchs und Co., die Waldwildnis oder Teufel, Hexen und Gespenster findet man im Heft. Verpackt in knifflige
Rätsel und spannende Geschichten entdecken Kinder und Erwachsene das Leben im Nationalpark Harz.

Auf 40 Seiten touren die Junior-Ranger-Figuren Lars und Lotta durch das Schutzgebiet und begleiten kleine und große Leser. Mit dem eingelegten
"Wilden Heft", einer Art Bestimmungsfibel, kommt an dem Wald-Wandel im Nationalpark auf die Spur.

Ist mit allerlei gelösten Junior-Ranger-Rätseln der Entdeckercode geknackt, gibt es in einem der Nationalpark-Häuser, wo man auch die
Hefte kaufen kann, einen tollen Luchs- oder Fledermaus-Aufbügler für T-Shirt oder Rucksack und eine persönliche "Junior-Ranger-Urkunde".

Junior-Ranger qualifizieren sich so zu Botschaftern für Deutschlands wertvollste Naturlandschaften und erhalten mit dem Titel eine Art
"Freischwimmer" im Naturschutz.

EUROPARC Deutschland, der Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, und der WWF initiierten das gemeinsame deutschlandweite
Umweltbildungsprogramm "Junior-Ranger" zusammen mit den Nationalen Naturlandschaften im Jahr 2008. Neben den vielen regionalen
Junior-Ranger-Gruppen, die es bereits gab, sind seitdem zwei weitere Säulen im Programm entstanden: "Junior-Ranger auf Entdeckertour" und
"Junior-Ranger-Web". Nähere Informationen zum Gesamtprogramm findet man unter www.juniorranger.de

Foto frei mit dieser PI: Ranger Mario Natzel überreicht Luise Krämer das Juniorranger-Entdeckerheft. Foto Christoph Lampert.


Nationalparkbeirat Harz: Straßenbegleitender Ausbau der Brockenstraße ist keine sinnvolle Alternative für Wanderer

Wernigerode. Eine klare Absage erteilte der Nationalparkbeirat der Machbarkeits-studie zum straßenbegleitenden Ausbau der Brockenstraße.
Nach intensiver Diskussion der vom Landkreis Harz in Auftrag gegebenen Studie hat sich am 7. Mai 2013 der in Wernigerode tagende
Nationalparkbeirat gegen diesen Ausbau ausgesprochen, wie der Vorsitzende des Gremiums Werner Grübmeyer mitteilte. Diese Empfehlung
sei einstimmig gefallen, so Grübmeyer weiter. Es habe nicht einmal Enthaltungen gegeben. Zur Vorbereitung habe er die Studie den
Beiratsmitgliedern bereits einige Wochen vor der Sitzung zustellen lassen.

Die Erörterung dieses Themas hatte 2012 erneut begonnen, als der Harzklub auf seiner Jahreshauptversammlung beschloss, einen weiteren Weg
zum Brockengipfel von der Einmündung des Goetheweges an zu fordern. Die Nationalparkverwaltung konnte diesem Antrag nicht folgen.

Der Nationalpark Harz hat zum Ziel, in überwiegenden Teilen des Gebiets einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer
natürlichen Dynamik zu gewährleisten, der vom Menschen nicht oder nur wenig beeinflusst wird. Die Neuanlage eines Wanderweges sei mit diesem Schutzzweck nicht vereinbar, so erklärte der Nationalpark seinerzeit.
Ein neuer Wanderweg würde durch die Naturdynamikzone, also die Kernzone des Nationalparks, führen und die wertvollsten Bereiche in der
flächenmäßig sehr kleinen Zone an der oberen Waldgrenze erheblich beeinträchtigen. Einige Beiratsmitglieder, so Grübmeyer weiter, hätten
moniert, dass die Thematik nun über Jahre immer wieder angesprochen würde, obwohl der über Monate intensiv diskutierte und erst 2011
verabschiedete Wegeplan eine solche Wegeanlage nicht vorsehe.

Die nunmehr vorgelegte Machbarkeitsstudie war vom Landkreis in Auftrag gegeben worden und im April von Landkreis und Stadt Wernigerode der
Presse vorgestellt worden. Sie sieht einen Ausbau der Brockenstraße im oberen Bereich um 3 m vor. Nach ausgiebiger Diskussion des gestrigen
Themenschwerpunktes einschließlich aller Varianten kam der Beirat zu dem Ergebnis, dass dieser Ausbau nicht sinnvoll sei. Die beabsichtigte
Trennung von Wanderern und sonstigen Verkehrsteilnehmern sei durch den Ausbau nicht zu erreichen. Die damit beabsichtigte Erhöhung der
Sicherheit könnte sogar ins Gegenteil umschlagen, wenn sich nach der gerade erst abgeschlossenen vollständigen Erneuerung der Brockenstraße
die Geschwin-digkeiten der Radfahrer und Autofahrer weiter erhöhen würden. Hier seien verkehrsregulierende Maßnahmen und ihre Überwachung
zielführender. Darüber hinaus seien die enormen Kosten von mindestens 550.000 ? bei hohen, unabwägbaren weiteren Finanzaufwendungen nicht zu verantworten.

Anl. Foto frei mit dieser PI. Foto: Renate Funke.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Werner Grübmeyer, der Vorsitzende des
Nationalparkbeirats Harz, Tel. 0511/841 338, gern zur Verfügung.


Biotoppflege auf dem Brocken - ehrenamtliche Naturschutzhelfer beim Arbeitseinsatz

Brocken. Auch in diesem Jahr fand am ersten Maiwochenende der Arbeitseinsatz der ehrenamtlichen Naturschutzhelfer auf dem Brocken statt. Die Leitung hatte in bewährter Weise Dr. Gunter Karste, der für den Brockengarten verantwortliche Biologe des Nationalparks Harz.

Vorrangiges Ziel dieses Arbeitseinsatzes ist die Verbesserung der Wuchsbedingungen für autochthone Pflanzenarten auf der Brockenkuppe, wie zum Beispiel der Brockenanemone.

Da diese und auch andere "Brockenarten" sich in den sogenannten subalpinen Zwergstrauchheiden besonders wohl fühlen, wurden am 4.5.2013 wieder ca. 500 Heidepflanzen - natürlich Brockenherkünfte - gepflanzt.

Da die Brockenkuppe im Nationalpark Harz als Nutzungszone mit Pflegebereich ausgewiesen wurde, sind diese klassischen
Biotoppflegemaßnahmen möglich und auch gewollt. 

Im Ergebnis dieser kontinuierlichen Pflegemaßnahmen konnte der Bestand der weißblühenden Brockenanemone kontinuierlich erhöht werden.

Trotz des sonnigen und freundlichen Wetters nahmen in diesem Jahr nur 10 Naturschutzengagierte an der Aktion teil. Dennoch wurde viel geschafft - Müll wurde beseitigt, Pflanzflächen für Heidekraut und Brockenanemone geschaffen und Heide gepflanzt. Auf die Reparatur der Handläufe musste allerdings verzichtet werden.

Mit dem Arbeitseinsatz auf dem Brocken am Wochenende wurde auch der Startschuss für die Brockengartensaison 2013 gegeben.

Nachdem in den ersten beiden Maiwochen die Frühjahrsinstandsetzung im Garten durchgeführt wurde, finden ab dem 15. Mai wieder die regelmäßigen Gartenführungen statt - eine Presseinformation dazu folgt.


Künstlerische Sommerakademie im Haus Sonnenberg vom 16. - 22. 9. 2013

Sankt Andreasberg. Der Nationalpark Harz bietet Natur pur. Das Internationale Haus Sonnenberg liegt mitten im Nationalpark Harz bei Sankt Andreasberg und ist umgeben von Bergwiesen. Die Natur bietet vielfältige Motive wie blühende Wiesenblumen, duftende Pilze, krabbelnde Käfer, knorrige Bäume, sonnige Felsen sowie Ausblicke über die Berge und Täler und Einblicke in den Wald, den Mensch vor lauter Bäumen nicht sieht.
Die IHS-Sommerakademie bietet in diesem Jahr zwei Kunstworkshops an. Die bildenden Künstler Detlef Kiep und Nicole Mentner begleiten und unterstützen den Kurs. Dabei sollen Eindrücke aus der Natur mobil, experimentell und skizzenhaft in das Zeichnerische und Malerische umgesetzt werden. Die bei den Exkursionen angefertigten Werke können später im Haus vertieft, erweitert, umgearbeitet, gefeiert, bewundert oder auch in ihren verborgenen Aspekten erkannt werden. Je nach Wetterlage werden Materialien aus der Natur im Seminarraum zur Anfertigung von Stilleben dienen.
Der Fotograf Christian Konrad leitet den Workshop zur Naturfotografie. Mit digitaler Spiegelreflex- oder Bridgekamera wird die Natur auf Exkursionen fotografiert und im Internationalen Haus Sonnenberg gesichtet und bearbeitet. Dabei werden Technik, Makrofotografie, Bildgestaltung sowie digitale Bildbearbeitung vermittelt.
Im Vorfeld der Kunstausstellung soll der Nationalpark Harz fotografisch und malerisch betrachtet und bearbeitet werden.
>>> Flyer Sommerakademie
Internationales Haus Sonnenberg SONNENBERG KREIS E.V.
Karsten Färber Bildungsreferent
Clausthaler Str. 11 37444 Sankt Andreasberg
Tel./Fon +49 (0) 5582/944-148 Fax +49 (0) 5582/944-100
k.faerber@sonnenberg-international.de  www.sonnenberg-international.de


Für Frühaufsteher: 11.5.2013, 5:30 Uhr: Vogelstimmenwanderung in Sankt Andreasberg

Wanderung mit dem Vogelkenner Karl-Heinz Siebeneicher zur Stunde der Gartenvögel – Die Gelegenheit zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion des NABU

Einblicke in das morgendliche Vogelkonzert in Sankt Andreasberg

Für ungeübte Ohren erscheint das morgendliche Vogelkonzert schier undurchdringlich. Mit etwas Übung lassen sich die verschiedenen Gesänge und Rufe aber gut unterscheiden. Karl-Heinz Siebeneicher wird die während der Wanderung gehörten Rufe und Gesänge vorstellen und erklären. Ganz nebenbei wird die Theorie zum Thema vermittelt. Nach dieser Wanderung werden Sie nicht nur Kuckuck und Zilpzalp am Ruf erkennen, sondern auch Arten wie Singdrossel, Kohlmeise und Zaunkönig heraushören. Sie werden überrascht sein, wieviele Vogelstimmen auch Sie nach dieser Wanderung erkennen!
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer hat, sollte ein Fernglas mitbringen.

Treffpunkt:               Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1   
Termin:                     Samstag, 11. Mai, 5.30 Uhr, Dauer ca. 3 h
Leitung:                    Karl-Heinz Siebeneicher
Info:                           05582-923074
Kosten:                       5 € Erwachsene, 2 € Kinder

 

Foto1: Der Gartenrotschwanz gehört zu unseren buntesten Sängern. Foto: NABU
Foto2: Der Zaunkönig gehört zu unseren kleinsten, aber stimmgewaltigsten Vögeln. Foto: Manfred Delpho 


HOHNEHOF MIT MAI-ANGEBOTEN FüR DIE GANZE FAMILIE

Wernigerode. Mit einer Wanderung über den Löwenzahn-Entdeckerpfad startet das Naturerlebniszentrum HohneHof am Donnerstag, den 2. Mai in das Veranstaltungsangebot rund um die Feiertage im Monat Mai. Am 8. Mai folgt eine besinnliche Wanderung auf den Spuren von Eichendorff mit vielen überraschenden Einblicken in das Waldgebiet rund um den HohneHof.

Insbesondere an Ferienkinder richtet sich unsere Einladung zu einer "Entdeckertour für kleine Naturforscher", wo der Lebensraum von
Bach und Wiese mal aus der Nähe betrachtet werden soll. Mit Becherlupe und Bestimmungskarten können hier die besonders kleinen Pflanzen und Tiere unserer Heimat zu den "Hauptdarstellern" unserer Erkundungstour werden.

Am Donnerstag, den 16. Mai 2013 erwarten unsere kinderfreundlichen Pferde Max und Eros wieder große und kleine Wanderfreunde zu einem gemeinsamen Spaziergang rund um Drei Annen-Hohne. Da sich diese Wanderungen einer großen Beliebtheit erfreuen, wird hierzu um eine Anmeldung unter Telefon 039455 / 8640 gebeten.

An die etwas größeren Nationalparkbesucher richtet sich die Einladung unserer Ranger zu einer Klippenwanderung "über Stock und Stein"
bis zur Leistenklippe. Hierzu wird Rucksackverpflegung und festes Schuhwerk empfohlen.

All diese Touren beginnen jeweils um 10.15 Uhr bzw. 10.30 Uhr am Parkplatz Drei Annen Hohne und enden am Naturerlebniszentrum HohneHof.

Eine Nationalparkwanderung von besonderer Art wird unsere "Dämmerungswanderung" anlässlich des "Europäischen Tags der
Parke" sein. Am Freitag, den 24. Mai 2013 wollen wir zu ungewöhnlicher Zeit zu einer Wanderung starten, die uns einen seltenen Einblick in
die Stimmung im Wald zur Abenddämmerung gewährt. Treffpunkt dazu ist um 20.00 Uhr am Wandertreff auf dem Großparkplatz Drei Annen-Hohne.

Natürlich ist unser Naturerlebniszentrum auch an jedem anderen Tag für seine Besucher geöffnet. Zusätzlich erwartet jeden Mittwoch zum
"Ranger-Tag" einer unserer Ranger-Kollegen möglichst viele neugierige Nationalpark-Besucher, die mit vielen Fragen und großen
Interesse Wissenswertes aus dem Nationalpark und der "Natur vor der Haustür" erfahren wollen.

Weitere Informationen unter www.nationalpark-harz.de

Anl. Foto frei, Foto: Ingrid Nörenberg.


Walpurgis-Müllsammelaktion von über 150 Geocachern im Nationalpark Harz am 30.4.2013

Wernigerode - Hannover. Das Verhältnis von Geocachern, die als Freizeitbeschäftigung eine moderne Schnitzeljagd mit GPS-Geräten
betreiben, zum Naturschutz war nicht immer ohne Spannung. Speziell in Naturschutzgebieten und Nationalparken ist es nur erlaubt, Caches
unmittelbar an Wegen zu verstecken. Auch ist es natürlich tabu, Geocaches beispielsweise in Spechthöhlen, an Horstplätze seltener
Brutvögel oder in Moore und andere Feuchtgebiete zu legen, wo die Natur Schaden nehmen kann.

Es gilt also, Vorurteile zu überwinden und neue Kooperationen zu entwickeln. Daher hat sich im Harz der Hannoveraner Geocaching-Experte und Autor des deutschsprachigen Standardwerks über das Geocaching Markus Gründel, mit dem Nationalpark Harz zusammengetan, um eine gemeinsame Umweltaktion zu starten.

Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben - es wird am 30.4.2013 einen ganzen Tag lang mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll im Nationalpark Harz gesammelt. International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Events genannt - "Cache in, trash out" oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen. Geocachen für die Natur und nicht gegen sie sozusagen.

Das Harzer Walpurgistreffen der Geocacher (www.cacherban.de) findet schon zum 8. Mal statt, 2013 zum dritten Mal unter dem Vorzeichen des Naturschutzes und gemeinsam mit dem Nationalpark. Bisher haben sich ca. 150 Geocacher fest angemeldet, bis zu 200 werden erwartet. Die Teilnehmer kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und den Niederlanden.

In Absprache mit dem Nationalpark wurden verschiedene Routen im Sammelgebiete definiert, auf denen die Geocacher die Hinterlassenschaft vieler Nutzer dieser einmaligen Landschaft einsammeln und zu acht zentralen Sammelpunkten bringen, wo die prallen Müllsäcke von Revierförstern und Rangern des Nationalparks entgegen genommen werden.
Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (www.torfhaus.info), wo das Arbeitsmaterial und einige Überraschung direkt von den Organisatoren in Empfang genommen werden können. Um 19 Uhr findet der CITO-Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang, wo auch erstmalig die diesjährige Walpurgis-Coin erworben werden kann.

Besonderer Dank geht an dieser Stelle an die vielen Sponsoren, die die Preise für die abendliche Verlosung gestiftet haben, namentlich die Firmen Falk, Garmin, Magellan, Jeff Green, LaserLogoShop, Rotolog, Cacher Center, Geocaching-Singles, sowie an die Rettungshundestaffel Harz und den Berufsgeocacher für die tatkräftige Unterstützung.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Geocacher aktiv für den Umweltschutz im Nationalpark Harz. Foto Markus Gründel.

Für Rückfragen: Markus Gründel, Bollnäser Str. 8a, 30629 Hannover,
01577/47 294 32, 0511/698 501, markus.gruendel@web.de, www.cachetool.de


Freiwillig im Nationalpark - Pflanzen für einen naturnahen Bergwald

In der Woche vom 28.4.-3.5.2013 pflanzt die Umweltstiftung Yves Rocher gemeinsam mit dem Bergwaldprojekt e.V. im Revier Oderhaus des Nationalparks Harz insgesamt 5000 standortsheimische Buchen im Voranbau. Ziel ist es, den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern zu fördern.

Unter der Anleitung von Projektförster Andreas Friesecke sowie unter der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden 20 Freiwillige aus ganz Deutschland Rotbuchen unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer zu pflanzen. Um eine natürliche Entwicklung des Waldes in der Umbauzone der Fichtenwälder im Nationalpark Harz möglich zu machen, ist es weiterhin nötig, Initialpflanzungen mit standortsheimischen Laubhölzern durchzuführen.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwochen ist es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas Pusch, Leiter des Nationalpark Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit! Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmer erleben hier im Nationalpark den Wald einmal ganz anders und werden ihn am Ende mit anderen Augen sehen!“

Engagement der Umweltstiftung Yves Rocher

Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., welches seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, dieses wichtige Vorhaben des Nationalparks. Bei den Einsatzwochen 2010 bis 2012 wurden bereits insgesamt 15 000 standortsheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern.




Ziel Natur Natur sein lassen

Der Mensch lernt so das Nationalparkmotto „Natur Natur sein zu lassen“ aus erster Hand! Für diese wichtigen Ziele engagiert sich die Umweltstiftung Yves Rocher gemeinsam mit dem Bergwaldprojekt e.V. und dem Nationalpark Harz auch in der Zukunft!

Das Bergwaldprojekt e.V. bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 1400 Menschen in den Wald. In 2013 finden 70 Projektwochen an 34 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Ziel dieser Wochen ist es, durch die praktische Arbeit, die in Gruppen unter professioneller Leitung durchgeführt wird, die Situation des Waldes an den konkreten Projektstandorten zu verbessern, die Zusammenhänge in der Natur hautnah zu erleben und unsere Abhängigkeit von den natürlichen Lebensgrundlagen zu erkennen.


Weitere Informationen:

Peter Naumann
Projektförster und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel. 0831/ 512 7635
Mobil 0171/ 207 2265
presse@bergwaldprojekt.de  , www.bergwaldprojekt.de

Kontakt am Projektort
Projektleiter Andreas Friesecke
Tel. 0160/3340413
Bergwaldprojekt e.V.

Umweltstiftung Yves Rocher
Sabine Fesenmayr
Leiterin Public Relations & Developpement Durable
Tel. +49 711 7834-155
Fax +49 711 7834-8155
Email: Sabine.Fesenmayr@yrnet.com

Nationalpark Harz
Dr. Friedhart Knolle
Presse, Marketing & Regionalentwicklung
Lindenallee 35, 38855 Wernigerode
Tel. 03943/5502-32 & 0170/22 09 174
e-mail info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de
 


Saisonstart auf dem Löwenzahnpfad

Wernigerode. Seit wenigen Tagen ist auch rund um das Natur-Erlebniszentrum HohneHof der Schnee verschwunden und der beliebte
"Löwenzahn-Entdeckerpfad" wieder aufgebaut.

Wer den Löwenzahnpfad mit fachkundiger Begleitung besuchen möchte, der hat am Dienstag, den 30. April und am Donnerstag, den 2. Mai jeweils um 10.30 Uhr Gelegenheit zu einer Entdeckertour mit anschließendem Besuch des Natur-Erlebniszentrums HohneHof. Treffpunkt zu dieser Tour ist am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne.

Foto der Hör-Eule des Löwenzahnpfades, Foto Katrin Schünke


Hohe Waldbrandgefahr im Nationalpark Harz

Wernigerode - Braunlage. Die Zeit zwischen der Schneeschmelze und dem Austreiben der Vegetation im Frühjahr gehört zu den Zeiten im Wald mit der höchsten Waldbrandgefährdung. 

Das betrifft insbesondere die Hochlagen des Harzes und damit den Nationalpark Harz. Hier dauert es besonders lange, bis die Natur grün
wird. Die trockenen Gräser, Reisig und das Holz sind leicht entflammbar. Einen ersten Waldbrand auf dem Brocken gab es bereits.

Gerade die letzten Tage mit höheren Temperaturen, Wind und wenig Regen haben die Waldbrandgefahr ansteigen lassen.

Unsere Bitte an alle Waldbesucher ist, sich umsichtig zu verhalten, das Rauchverbot im Wald einzuhalten und kein offenes Feuer zu entfachen.


Auftaktveranstaltung: Projekt „NATURA 2000-Rettungsnetz für Wildkatze & Co“

Der BUND Regionalverband Halle-Saalekreis lädt am Samstag, den 20.04.2013, im Landhotel „Quernetal“ in Lodersleben, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, zur Auftaktveranstaltung des Projektes „NATURA 2000-Rettungsnetz für Wildkatze & Co“ ein, welches aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert wird.
Am Vormittag finden Vorträge zu verschieden projektbezogenen Themen sowie zu Ergebnissen von Kartierungen im Ziegelrodaer Forst statt. Nach einer Mittagspause werden bei einer Führung durch Teile des Ziegelrodaer Forstes praktische Bezüge zu den Vorträgen vorgestellt.

Über ein zahlreiches Kommen von Interessierten würden wir uns sehr freuen. Wir bitten wenn möglich um eine kurze Rückmeldung bezüglich Ihrer Teilnahme.

Im Anhang finden Sie das Programm der Auftaktveranstaltung als pdf-Datei.

Veranstaltungsort:
Landhotel Quernetal
Parkstarße 15
06268 Querfurt OT Lodersleben

Mit freundlichen Grüßen
Markus Gottschild

Kontakt:
Projektbüro Wildkatze & Co
BUND Regionalverband Halle-Saalekreis
Umweltzentrum Franzigmark
Franzigmark 6
06193 Petersberg bei Halle
OT Morl/Alaune

Tel.: 0345-2021556
Mobil: 0152-34177509
Mail: wildkatze&co@bund-halle.de


Verspäteter Start in den Frühling am HohneHof

Wernigerode. Nachdem der Winter in den Harzer Bergen länger ausgehalten hat als gedacht, startet das Naturerlebniszentrum HohneHof nun mit vielseitigen Angeboten in den Frühling.

So gibt es am Montag, den 22. April um 10.30 Uhr eine kleine Wanderung, die sich speziell unter der Überschrift "Frühling im Nationalpark" den Beobachtungen zum Erwachen der Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark nach dem langen Winter widmet. Treffpunkt dazu ist am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne.

Am Donnerstag, den 25. April, wird zum "Tag des Baumes" um 15 Uhr am Naturerlebniszentrum HohneHof ein Wild-Apfel, der "Baum des Jahres 2013", gepflanzt. Dazu bietet unsere Cafeteria mit frischem Apfelkuchen ein passendes Versorgungsangebot. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

Nachdem der Schnee von der Hohne-Wiese getaut ist, kann nun endlich auch der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad aufgebaut werden. Ab Donnerstag, den 18. April, steht der Pfad jederzeit für Besucher offen, doch besteht am 30. April und am 2. Mai jeweils ab 10.30 Uhr die Möglichkeit, den Pfad mit Ranger-Begleitung zu erkunden. Treff dazu ist wieder auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne.

Wer mehr über die Angebote am HohneHof erfahren will, der kann sich auch gern auf der Internetseite des Nationalparks unter www.nationalpark-harz.de erkundigen. 

Wir freuen uns auf viele neugierige "Naturforscher"!

Foto von Susanne Reibetanz


UNSER HARZ im April: Halberstadt, Hexenwesen und Hanskühnenburg

Clausthal-Zellerfeld. Die Romanische Basilika Unserer Lieben Frauen in Halberstadt; Große Mutter, Hagazussa, Hexenwahn - Eine kurze Betrachtung über das Hexenwesen; Ein verwitterter und vergessener Gedenkstein bei der Wanderbaude Hanskühnenburg im Harz: Kinderlandverschickung im Harz (Teil 4); Möglichkeiten auch für behinderte Menschen: Barrierearme Freizeitmöglichkeiten im Nationalpark Harz; Walpurgisnacht-Rap - das sind die Themen des April-Heftes der Heimatzeitschrift Unser Harz.

Am Halberstädter Domplatz angesiedelt ist die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen, deren Geschichte und besondere Kunstschätze hier vorgestellt werden.

Der Frage, was eine Hexe ist, versucht sich der Autor und Schriftsteller Christian Amling von dem Begriff der Magie her zu nähern, eingebettet in
eine spannende und wissenschaftlich fundierte Betrachtung.

Am Felsen gegenüber der Hanskühnenburg im Nationalpark Harz steht der "Schlageterstein". Was es damit auf sich hat, erfahren Sie in diesem
Heft.

Der vierte Teil der Serie über die Kinderlandverschickung schildert anschaulich den Alltag der Kinder im Lager "Fürstenhöhe" in Wernigerode
- Tagesablauf, Mahlzeiten und sonstige Beschäftigungen, Unterricht unter erschwerten Bedingungen, oft unterbrochen durch Fliegeralarm.

Viel Neues wird vorgestellt in den Sparten LESERBRIEFE, AKTUELLES und BÜCHER, bevor im Nationalparkforum über Möglichkeiten informiert wird, wie der Nationalpark Harz barrierearm erlebt werden kann.

Und die Rückseite von UNSER HARZ ziert noch ein kurzfristig eingereichter Walpurgisnacht-Rap - mal was ganz Anderes.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1
Walkenried: Foto- und Druckwerkstatt Susanne Trute, Bahnhofstr. 9.

Herausgeber:
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323/718474


Nationalparkhaus Sankt Andreasberg lädt ein zur Sonderausstellung
„erdenwesen“ der Lichtbildwerkgemeinschaft Weiser Börstinghaus

Gezeigt werden bis Ende Juli dieses Jahres künstlerisch inszenierte Pilzfotos, denen jeweils Zitate bekannter Literaten zugeordnet sind, die bis in die vorchristliche Zeit zurückreichen und die die Aussage der Bilder untermauern, erweitern und auf Zusammenhänge zwischen aktuellen Themen und vergangenen Zeiten aufmerksam machen. Der Eintritt ist frei.
Die Lichtbildwerkgemeinschaft Weiser Börstinghaus – das sind Joachim Weiser und Dirk Börstinghaus – bedient sich bewusst der Schwarzweißfotografie, überwiegend analog, um Situationen, Gegenstände und Lebewesen der Gegenwart und Vergangenheit besonders klar, authentisch und zeitlos zu porträtieren. Dabei sehen die Künstler diese Form der Fotografie nicht als veraltet oder gar überholt, sondern als eigenständige Ausdrucksform, bei der der Prozess vom Bedienen des Kameraauslösers, über die Entwicklung der Negative bis hin zum Fertigstellen des Papierabzuges für uns als elementarer Bestandteil der professionellen Fotografie gilt.
„Für uns stellt die Schwarzweißfotografie ein ideales Medium dar, um dem Betrachter den Inhalt unserer Motive möglichst ausdrucksstark und mit der notwendigen Konzentration auf das Wesentliche näher bringen zu können. Die Bildästhetik wird dabei durch das Spiel von Helligkeit, Kontrast und deren Interaktion zueinander hervorgerufen“, so die Ausstellungsmacher.
Ergänzt wird die Ausstellung durch naturgetreue Pilzmodelle aus der Sammlung von Jochen Klähn.

Foto: Blick in die Sonderausstellung „erdenwesen“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (Foto: Walter Wimmer)


Der Frühling ist da - Lange Wintersaison ist vorbei - Ende des Loipenspurens im Nationalpark Harz

Wernigerode. Der Skilanglauf hat den Nationalpark in der Saison 2012/2013 lange in Atem gehalten. Bereits im Sommer wurden Brücken
erneuert, an einigen Stellen das Lichtraumprofil für die Loipen verbessert und viele weitere vorbereitende Arbeiten für ein optimales
Langlauf-Vergnügen durchgeführt. Der Schnee ließ nicht lange auf sich warten.

Am 7. Dezember konnte im Nationalpark mit dem Spuren der Loipen begonnen werden. Zwar mussten die Nationalpark-Mitarbeiter witterungsbedingt die Spurgeräte über Weihnachten in der Garage stehen lassen, ab Anfang Februar konnte dann jedoch den Touristen ohne Unterbrechung ein hervorragend präpariertes Loipennetz im Nationalpark Harz angeboten werden.

Skater und klassische Skilangläufer konnten gemeinsam einige Loipenabschnitte nutzen und die Winterlandschaft genießen. Auch
Winterwanderer kamen auf ihre Kosten. Und so gab es vielfach Lob von den Wintergästen - Erholung pur im Nationalpark.

Doch nun ist das Ende dieses langen Winters da. In Abstimmung mit den Verantwortlichen für die angrenzenden Loipen wurde nunmehr das
Loipenspuren eingestellt, zumal mit den endenden Osterferien auch der große Ansturm auf die Loipen nachließ.

Wir freuen uns schon heute auf eine hoffentlich ebenso gute Loipensaison 2013/2014.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der Frühling ist da ... Frühlingsadonisröschen, Foto Jürgen Steimecke


Naturschutzverbände gründen "Arbeitsgemeinschaft Wälder der Region Braunschweig"

Königslutter. Die Kreisgruppen der drei großen Naturschutzverbände BUND, Greenpeace und NABU haben am 23.3.2013 die "Arbeitsgemeinschaft Wälder der Region Braunschweig" gegründet. Dies wurde bei einem gemeinsamen Treffen in der Umweltburg Königslutter beschlossen.

Anlass für die Gründung sind die seit Jahren überall in den Wäldern der Region zu beobachtenden Tendenzen zur Intensivierung der
Nutzholzgewinnung - selbst in den höchstwertigen Waldschutzgebieten des Natura-2000-Netzes nach EU-Recht.

"Uns erreichen immer mehr Meldungen aus der Bevölkerung über Holzeinschläge in den Wäldern der Region, die ein Ausmaß angenommen
haben, das die Bürger einfach nicht mehr kommentarlos hinnehmen wollen", sagten die Teilnehmer des Gründungstreffens. Und weiter: "Die Menschen suchen nach Ansprechpartnern, um dieser Übernutzung unserer öffentlichen Wälder entgegen zu wirken. Das wird unsere
Arbeitsgemeinschaft sein."

Die Rede ist von Holzeinschlägen höchster Intensität und Menge, dem Zerfahren von Waldwegen und Rückegassen bei nasser Witterung, der
weitgehenden Entnahme von Altholz und selbst Totholz, dem Umsägen von Habitatbäumen. Bei der zunehmenden Vollbaumnutzung werde die gesamte oberirdische Biomasse der Bäume aus dem Wald entfernt. So würden auch noch die Baumkronen und alle Äste, die früher im Wald verblieben, zu Holzhackschnitzeln für private und industrielle Heizöfen verarbeitet.

Der Großteil der Beschwerden betrifft ausgerechnet die öffentlichen Wälder, die sich im Eigentum des Landes - und damit seiner Bürger -
befinden. "So kann es nicht weitergehen. Wir müssen mit einer Stimme sprechen und etwas dagegen tun!" war die einhellige Meinung der
Naturschützer aus der Region. Man werde diesem ungebremsten Treiben nicht weiter zusehen. Einzelne Proteste gegen die Übernutzung der Wälder habe es auch in den vergangenen Jahren hier und da immer wieder gegeben. Nun aber sei die Zeit reif, um sich zusammen zu tun und durch gemeinsames Vorgehen mehr für den Schutz der Wälder zu erreichen.

"Es gibt einen festen rechtlichen Boden, auf dem wir uns bewegen mit unseren Forderungen nach weniger Waldübernutzung. Wir müssen einfach nur das existierende Recht einfordern." Laut einer Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichts dient der öffentliche Wald "der Umwelt- und Erholungsfunktion [.], und nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse" (BVerfG 1990). Man sei davon
überzeugt, dass gerade der öffentliche Wald eine große Vorbildfunktion für den Privatwald habe.

Anl. Foto frei mit dieser PI. Die Sprecher der AG mit der Gründungsgruppe in der Umweltburg Königslutter; 3. v. l.: Eckart Prause, 4. v. l.: Martina Meiritz, 4. v. r.: Karl-Friedrich Weber.

Herausgeber und für Rückfragen:

SprecherInnen der "AG Wälder der Region Braunschweig":
Karl-Friedrich Weber (BUND) Fon 05353 - 3409
Martina Meiritz (Greenpeace) Fon 0531- 48277404
Eckart Prause (NABU) Fon 05331 - 978800


Internationales Haus Sonnenberg ist Nationalpark-Partner - Zahl der Nationalpark-Partner wächst kontinuierlich - Nationalpark-Partner Eckhard Schmidt erweitert Engagement

Sankt Andreasberg - Wernigerode. Am 8.3.2013 wurde das Internationale Haus Sonnenberg in Braunlage - Sankt Andreasberg in den Reigen der Harzer Nationalpark-Partner aufgenommen. Als Heimvolkshochschule und Europahaus bietet das Internationale Haus Sonnenberg (IHS) seit über 50 Jahren Bildungs- und Begegnungsveranstaltungen für Jugendliche, Erwachsene und Familien aus Europa und der ganzen Welt an. Darüber hinaus steht es als attraktive Tagungsstätte für Seminare, Konferenzen und Feiern zur Verfügung.

Der gemeinnützige Sonnenberg-Kreis e.V., gegründet 1958, ist seit 2003 Träger der Einrichtung. Mit der "International Sonnenberg Association"
(ISA) verfügt das Haus über ein Netzwerk von Mitgliedsorganisationen in zahlreichen Ländern, mit denen das Haus im Rahmen internationaler
Veranstaltungen zusammenarbeitet.

Das IHS ist ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Regionen und Nationen zusammenkommen, um miteinander und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, wie das Zusammenleben der Menschen weltweit friedlich und
verantwortungsbewusst nachhaltig gestaltet werden kann.

Das IHS arbeitet schon sehr lange mit dem Nationalpark zusammen - wichtige Eckpunkte seines Bildungsprogramms sind ökologische Themen
sowie Nachhaltigkeit. Zukünftig sollen Nationalparkthemen eine noch intensivere Rolle spielen. Das IHS wirbt für die Idee des Nationalparks
als Bildungsstätte mitten im Nationalpark.

Nationalpark-Partner bieten nicht nur eine schöne Unterkunft, sondern informieren auch aktiv über die Angebote des Nationalparks. Darüber
hinaus setzen sie auf Umweltorientierung und haben in ihrer Bewerbung bewiesen, dass sie strenge Qualitätskriterien erfüllen. Der derzeitige
Kriterienkatalog umfasst u. a. die Bereiche Wohlbefinden der Gäste, Serviceleistung für naturverbundene Gäste, Energie & Klima und
umweltgerechte Mobilität der Gäste, Lebensmittel aus der Region und aus ökologischem Anbau sowie Information & Management ausgerichtet auf den Nationalpark Harz. Hierbei spielen in erster Linie die Identifikation mit dem Nationalpark und die bisherige Zusammenarbeit eine Rolle.

Der Nationalpark Harz ist mit diesem Projekt auch Teil der EUROPARC Deutschland-Arbeitsgruppe "Partner der Nationalen Naturlandschaften".
Darin haben sich alle Nationalparke zusammengeschlossen, die ähnliche Kooperationsprojekte mit einem entsprechend hohen Qualitätsstandard betreiben. Ziel dieser gemeinsamen Initiative ist es, eine gemeinsame Marketingstrategie zu entwickeln. 

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Erweiterung der Partnerschaft von Eckhard Schmidt
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Nationalpark-Partner Eckhard Schmidt aus Osterode-Lerbach, Inhaber des Ferienhauses "Am Kleeberg", erweitert seine Partnerschaft auf ein
weiteres Ferienhaus - auch sein Appartement "Harzblick" erfüllte alle Voraussetzungen für die Auszeichnung und wurde in das Netzwerk
aufgenommen.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Das Internationale Haus Sonnenberg im Winter. Foto: IHS


Junior-Ranger auf Entdeckertour im Nationalpark Harz - Vorstellung des neuen Entdeckerhefts am 20.3.2013 in Ilsenburg


Wernigerode - Ilsenburg. Die faszinierende Natur hautnah erleben, sich auf die Spur wilder Tiere begeben, seltene Pflanzen entdecken und ganz
nebenbei auf spielerische Art und Weise lernen und begreifen - das Junior-Ranger-Programm der Nationalen Naturlandschaften ist ein
spannendes Mitmach-, Freizeit- und Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche.

Seit vielen Jahren existieren bereits Junior-Ranger Gruppen im Nationalpark Harz, die von einheimischen Kindern besucht werden.
Übrigens gehörte der Nationalpark Harz zu den ersten Schutzgebieten in Deutschland, die solche Gruppen aufgebaut haben - schon seit 1995. In
Kürze können nun auch Urlaubskinder mit ihren Familien, die zu Besuch im Nationalpark Harz sind, aber auch alle anderen, die sich für den
Nationalpark interessieren, mit dem Junior-Ranger-Entdeckerheft in unserem Gebiet auf Entdeckertour gehen. Der Nationalpark Harz ist
bereits das achte deutsche Großschutzgebiet, das ein solches Hefterstellt hat. Wir möchten es Ihnen am kommenden

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Mittwoch, 20.3.2013 um 13.15 Uhr im Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5 in der Nationalparkgemeinde Ilsenburg
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vorstellen. Mit dabei sind die Schüler der Nationalpark-Schul-AG der Grundschule Ilsenburg mit ihrem betreuenden Ranger Martin Strube.
Gemeinsam mit den Kindern wird ihnen das Heft vorgestellt von der zuständigen Fachbereichsleiterin Meike Hullen und ihrer Mitarbeiterin
Sandra Meckbach-Wolter.

Mit diesem neuen unterhaltsamen Wissensmagazin erhält die ganze Familie Anregungen, was es Besonderes in unserem Nationalpark zu sehen und zu erleben gibt. Interessantes über Luchs und Co., die Waldwildnis oder Teufel, Hexen und Gespenster findet man im Heft. Verpackt in knifflige Rätsel und spannende Geschichten entdecken Kinder und Erwachsene das Leben im Nationalpark Harz.

Auf 40 Seiten touren die Junior-Ranger-Figuren Lars und Lotta durch das Schutzgebiet und begleiten kleine und große Leser. Mit dem eingelegten "Wilden Heft", einer Art Bestimmungsfibel, kommt an dem Wald-Wandel im Nationalpark auf die Spur.

Ist mit allerlei gelösten Junior-Ranger-Rätseln der Entdeckercode geknackt, gibt es in einem der Nationalpark-Häuser, wo man auch die
Hefte kaufen kann, einen tollen Luchs- oder Fledermaus-Aufbügler für T-Shirt oder Rucksack und eine persönliche "Junior-Ranger-Urkunde".

Junior-Ranger qualifizieren sich so zu Botschaftern für Deutschlands wertvollste Naturlandschaften und erhalten mit dem Titel eine Art
"Freischwimmer" im Naturschutz.

EUROPARC Deutschland, der Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, und der WWF initiierten das gemeinsame deutschlandweite
Umweltbildungsprogramm "Junior-Ranger" zusammen mit den Nationalen Naturlandschaften im Jahr 2008. Neben den vielen regionalen
Junior-Ranger-Gruppen, die es bereits gab, sind seitdem zwei weitere Säulen im Programm entstanden: "Junior-Ranger auf Entdeckertour" und"Junior-Ranger-Web". Nähere Informationen zum Gesamtprogramm findet man unter www.juniorranger.de

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser Vorstellung begrüßen zu dürfen. Ihre Anmeldung bei der Pressestelle erleichtert unsere Planung.

Anl. Titelbild des neuen Entdeckerhefts frei mit dieser PI.


Kooperation von Nationalpark Harz und Serengeti-Park-Stiftung - Luchsin "F2" trägt Halsband

Wernigerode. Am Donnerstag 14.2.2013 etwa um 1:30 Uhr reißt das laute Klingeln des Mobiltelefons den Luchsforscher aus dem Schlaf. Die SMS kommt von einem sogenannten Fallensender. Dieser meldet via Satellit,dass sich die Klapptür der Kastenfalle soeben geschlossen hat. Die besagte Falle steht schon seit etlichen Tagen am Luchsschaugehege des Nationalparks Harz an der Rabenklippe bei Bad Harzburg. Innerhalb von Minuten sind die notwendigen Rucksäcke mit der Fangausrüstung auf dem Pickup verstaut und eine halbe Stunde darauf erreicht der Wagen das Luchsgehege. Im Licht der Taschenlampen legen die Forscher den Weg zur Falle zurück. Im Schein der Lampen leuchtet das Augenpaar eines Luchses aus der geschlossenen Falle. Schnell wird eine Narkosespritze vorbereitet. Eine ausgewachsene Luchsin von 19,5 kg Gewicht und damit bei weitem kräftig genug, um einen GPS-Halsbandsender zu erhalten. Seit Anfang 2008 wird die Radiotelemetrie in Form von Senderhalsbändern im Harz angewandt um Informationen über die scheuen Katzen, die meist nur in der Dämmerung und Nachts unterwegs sind, zu erhalten.

Bereits im Jahr 2000 begann das Luchsprojekt Harz mit der Wiederansiedlung von Gehegenachzuchten. Im Sommer 2002 gab es den ersten
wildgeborenen Nachwuchs. Heute sind mehr als 100 Jungtiere in freier Wildbahn geboren. Einige der jungen Luchse wandern aus dem Harz ab und sorgen so in der Zukunft hoffentlich für die Vernetzung zu anderen Luchspopulationen, wie die im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet. Die
Luchspopulation im Harz ist damit eine der wenigen in Europa, die eine echte Expansionstendenz zeigen und damit zunehmend von Bedeutung für den weiteren Schutz der Art sind. 

Die Serengeti-Park-Stiftung möchte dieses bedeutende Luchsprojekt unterstützen und begann eine Kooperation mit dem Nationalpark Harz. Die
Luchsin, die am 14. Februar im Harz gefangen wurde, bekam das von der Serengeti-Park-Stiftung gesponserte Senderhalsband angelegt. Dieses wird dreizehn Monate lang zweimal täglich die Position der Luchsin preisgeben und den Forschern so wichtige Informationen über ihre Wege durch den Harz, die Größe ihres Streifgebietes und auch über ihren Nahrungserwerb liefern. Danach wird sich das Halsband automatisch wieder vom Hals des Tieres lösen.

Besonders interessant ist diese Luchsin (F2), da sie bereits 2010 schonmal am Sender war. Sie nutzte in dieser Zeit ein 117 Quadratkilometer
großes Streifgebiet im Norden des Harzes zwischen Bad Harzburg, Wernigerode und dem Brocken. Nun wird es spannend zu erfahren, ob sich
seither Veränderungen ergeben haben. Konnte sie ihr Revier gegenüber anderen Weibchen behaupten oder werden ihre Wege andere sein als noch vor zwei Jahren?

Wer regelmäßig Informationen über die Luchsin F2 lesen möchte, kann dies auf den Internetseiten der Serengeti-Park-Stiftung oder des Nationalpark Harz tun.

Wer einen Luchs gerne mal aus der Nähe sehen möchte, kann sich Luchse im Schaugehege des Serengeti-Parks oder des Nationalparks Harz an der Rabenklippe anschauen. Mit solchen Schaugehegen sollen die Besucher auf die Einmaligkeit und Friedfertigkeit der Luchse sowie auf die wichtige Funktion im Haushalt der Natur und die Erhaltungsbemühungen im Harz aufmerksam gemacht werden.

Auf den folgenden Internetseiten finden Sie die neuesten Informationen zur Luchsin F2:

http://www.serengeti-park-stiftung.de/
http://www.luchsprojekt-harz
http://www.luchsprojekt-harz.de/de/luchsprojekt/7_forschungsprojekt/ergebnisse.php

Anl. Foto frei mit dieser PI: Die Luchsin F2 wird wieder in die Freiheit entlassen. Foto: Nationalpark Harz


Bundesweite Arbeitsgruppe "Junior-Ranger auf Entdeckertour" tagte in Sankt Andreasberg - neue Entdeckerhefte für die Umweltbildung und den nachhaltigen Tourismus

Sankt Andreasberg. 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 10 Nationalen Naturlandschaften und von Europarc Deutschland tauschten sich beim 9. Treffen der Arbeitsgruppe "Junior-Ranger auf Entdeckertour" vom 6. - 8. 3. 2013 im Nationalpark Harz aus. Beim Workshop ging es um die Evaluation, Qualitätssicherung und das Marketing der neuen Entdeckerhefte. Es wurden neue allgemeine Seiten zum Thema gestaltet sowie die Idee von Entdeckercamps aufgegriffen.

Seit 2008 gibt es das bundesweite Junior-Ranger-Projekt der Nationalen Naturlandschaften unter dem Dach von Europarc Deutschland und dem
Kooperationspartner WWF. Der Nationalpark Harz schloss sich mit seinen bestehenden regionalen Junior-Ranger-Gruppen dem Projekt an und
arbeitete intensiv mit. Ziel ist es, auch Ferienkindern und Kindern aus den Einzugsgebieten des Harzes zu ermöglichen, "Junior-Ranger auf Entdeckertour" zu werden - dadurch wird ein Beitrag der Schutzgebiete zur Umweltbildung und gleichermaßen für den nachhaltigen Tourismus
geleistet.

Es entstand ein 40-seitiges unterhaltsames Wissensmagazin, das Kindern mit ihren Familien Anregungen gibt, den Nationalpark zu entdecken.
Sandra Meckbach-Wolter, Projektverantwortliche im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg: "Wir werden das Heft noch in diesen Osterferien veröffentlichen - es ist dann in den Shops der Harzer Nationalparkhäuser zu erwerben. Der Nationalpark Harz ist damit bereits das siebte deutsche Großschutzgebiet, das ein solches Angebot für Familien vorhält." 

Anl. Fotos der Teilnehmer des Workshops


UNSER HARZ im März 2013: Einsatz ausländischer Arbeitskräfte und  Kriegsgefangener beim Bau der Eckertalsperre, Schwerpunktprogramm zur Erforschung der Montangeschichte des Harzes 1997 - 2001, Neudorf - Zentrum des Erzbergbaus im Unterharz, Ebersburg bei Herrmannsacker (Harzer Wandernadel 100), Gedicht "Zwischenzeit", Kinderlandverschickung im Harz - Teil 3 und vieles mehr..

Clausthal-Zellerfeld. Die Eckertalsperre wurde - wie auch andere Harzer Talsperren - in der NS-Zeit gebaut. Der erste Artikel im neu
herausgekommenen UNSER HARZ-Heft von Dr. Friedhart Knolle beschreibt den Einsatz der hier damals beschäftigten Kriegsgefangenen - ein lange verdrängtes Thema.

Um noch mehr Fakten zusammenzutragen über den Harz als eines der einst wichtigsten Montangebiete Europas, vor allem zu wirtschaftlichen,
sozialen und technischen Fragen, wurde ein Forschungsprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen schon zahlreiche Bände veröffentlicht wurden - über dieProjektarbeit im Zeitraum 1997 - 2001 berichtet Prof. Heinrich Kaufhold.
Ein umfangreicher Bericht von Horst Lange liefert viele Fakten über Neudorf, das einstige Zentrum des Erzbergbaus im Unterharz.

Die Ebersburg bei Herrmannsacker, eine unüberbaute Ruine mit einem mächtigen Bergfried, die fast baugleich mit der Wartburg vor deren
Überbauung war, lockt zu ersten Ausflügen - dargestellt von Axel Paersch. Ein Ostergedicht im Editorial und ein "Zwischenzeit"-Gedicht
stimmen in den Beginn des Frühlings ein und es folgt der dritte Teil der Serie über Kinderlandverschickung im Harz von der Autorin Wiebke Kock.

Einige Leserbriefe befassen sich mit den Berichten im Januarheft von UNSER HARZ zum Thema Oberharzer Wasserwirtschaft, Kloster Walkenried undProf. Reinhard Roseneck sowie mit dem Alter der Hohneeiche. Unter AKTUELLES werden u. a. die Montan- Seminarveranstaltungen in Sankt Andreasberg und Bad Lauterberg vorgestellt. Das Titelbild des Hefteszeigt diesmal das beleuchtete alte Kraftwerk der Autostadt Wolfsburg und weist im Begleittext auf die im April und Mai in Wolfsburg und Umgebung stattfindenden MOVIMENTOS-Wochen hin.

Anl. Foto der verschneiten Eckertalsperre mit dem Scharfenstein im Hintergrund von Siegfried Wielert.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph Roemer-Str. 12,
und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323/718 474


Wölfen auf der Spur - Sehenswerte Ausstellung in der Nationalpark-Informationsstelle Braunlage

Braunlage - Wernigerode. Die Landesjägerschaft Niedersachsen bekennt sich zum Rückkehrer Wolf und hat eine interessante Ausstellung
geschaffen, die auf sachlicher Ebene Wissenswertes über die Lebensweise der Wölfe, über das Vorgehen und die Strukturen des Wolfsmonitorings in Niedersachsen sowie das Erkennen der Indizien, die auf Wolfsvorkommen hinweisen können, vermittelt.

Der Nationalpark Harz hat die Ausstellung jüngst in der  Nationalpark-Informationsstelle Braunlage im Kurgastzentrum aufgestellt,
wo sie auf zahlreiche interessierte Besucher wartet. Die Ausstellung besteht aus sechs Bannern, die über die Themen Wolfsbiologie,
Verbreitung, Wolfsspuren, Wolfsmonitoring in Niedersachsen, Wolfsgeschichten sowie Wolf und Schaf informieren. Dort wird sie bis zum
17.3.2013 zu sehen sein.

Auch für andere Interessierte steht die Ausstellung für die Öffentlichkeitsarbeit zur Ausleihe zur Verfügung. Jägerschaften, Hegeringe, öffentliche Einrichtungen und Vereine können diese in der Geschäftsstelle der Landesjägerschaft Niedersachsen unter 0511-530 430 anfragen und kostenfrei ausleihen.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. hat auch die Broschüre "Wölfen auf der Spur" herausgegeben. Sie enthält in kurzer Form viel
Wissenswertes über den Wolf und das Wolfsmonitoring in Niedersachsen. Die achtseitige Broschüre kann als PDF auf der Homepage der
Landesjägerschaft heruntergeladen werden oder in beliebiger Stückzahl bei der Geschäftsstelle angefragt werden. Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden, es fallen lediglich die Portokosten an. Weitere Informationen erhalten Sie unter 0511-530 430.

Anl. Wolfsfoto von Ralf Wassmann


Umfrage zum Luchs - Machen Sie mit bei der Befragung zum Luchs in Niedersachsen

Hannover - Wernigerode. Der Luchs breitet sich in Niedersachsen aus. Seit dem Jahr 2000 wurde die ehemals ausgestorbene Art über ein Projekt des Landes und der Jägerschaft wieder angesiedelt. Inzwischen sind die Bestände im Harz so stabil, dass einzelne umher streifende Luchse bereits bis in den Deister vorgedrungen sind. Eine aus Artenschutzsicht erfreuliche Entwicklung, aber wie wird sie innerhalb der niedersächsischen Bevölkerung wahrgenommen? Ergeben sich insbesondere für die unmittelbar betroffene Jägerschaft messbare Konsequenzen durch die Präsenz des Luchses im Revier?

Hierauf Antworten zu bekommen ist das Ziel einer Online-Befragung, die das Institut für Umweltplanung in Kooperation mit der Landesjägerschaft
Niedersachsen e.V. und dem Luchsprojekt im Nationalpark Harz entwickelt hat. "Es gibt so gut wie keine Kenntnis darüber, wie die Bevölkerung in Niedersachsen und insbesondere die Jägerinnen und Jäger dem Luchs gegenüber eingestellt sind", erläutert Dr. Eick von Ruschkowski, der für die Konzeption und Durchführung der Befragung verantwortlich ist: "Die Ergebnisse können z. B. als Entscheidungshilfe für die Entwicklung von Monitoring- oder Managementprogrammen von großer Bedeutung sein." Darüber hinaus kann auch vom Luchs hervorgerufenes Konfliktpotential identifiziert und frühzeitig entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Die Kooperationspartner hoffen nun auf eine rege Beteiligung der Öffentlichkeit an der Befragung. Die anonyme Teilnahme ist auf der Internetseite

www.unipark.de/uc/IUP_Luchs/

bis zum 30. April 2013 möglich.

Für Fragen steht Dr. Eick von Ruschkowski, Institut für Umweltplanung,
Leibniz-Universität Hannver, gern zur Verfügung (Tel. 0511-762-19256,
Email: ruschkowski@umwelt.uni-hannover.de).

Anl. Luchs im Winterfell im Gehege an den Rabenklippen von Stefan Meyer


Verkehrssicherungsmaßnahmen an der Kastanienallee zum HohneHof bei Drei Annen-Hohne wurden notwendig - Beginn am 4.3.2013

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Am 4. März 2013 beginnt eine Spezialfirma im Auftrag des Nationalparks Harz mit Maßnahmen der
Verkehrssicherung an der Kastanienallee zum beliebten HohneHof mit seinem Natur-Erlebniszentrum. Ab diesem Datum kann es daher zu kurzfristigen Behinderungen für den Besucherverkehr kommen. Wanderer werden über die Wiese in Richtung HohneHof umgeleitet.

Der Nationalpark Harz bittet um Verständnis für diese zwingend nötigen Maßnahmen zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher, so die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Mané: "Diese Maßnahmen sind dringend nötig, weil die Rosskastanien aufgrund ihres Alters teilweise in einem instabilen Zustand sind und auch einen hohen Anteil an Trockenästen aufweisen. Gerade Trockenäste haben ein hohes Gefährdungspotential, da sie unvermittelt ohne Vorwarnung sogar bei windstiller Witterung ausbrechen und auf den Weg fallen können."

"Etwa 30 Rosskastanien werden gefällt werden müssen, da ihre Stämme von innen faul sind und somit ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist", ergänzt der vor Ort verantwortliche Nationalpark-Revierleiter Martin Bollmann. "Um den Alleecharakter zu bewahren, werden bereits in diesem Frühjahr in die entstandenen Lücken Bergahorn-Bäumchen gepflanzt."

Die Rosskastanie ist in der Höhenlage des HohneHofs nicht heimisch. Sie wächst ursprünglich in schattigen Berg- und Schluchtwäldern
südosteuropäischer Mittelgebirge und in Kleinasien. In der Eiszeit dahin zurückgedrängt, hat sie es auf natürliche Art und Weise nicht geschafft, weiter nach Norden vorzudringen. Erst der Mensch brachte sie ab dem 16. Jahrhundert als Parkbaum nach Mitteleuropa. Das Holz alter Rosskastanien wird oft von Pilzen besiedelt.

Der Bergahorn ist ein Baum der höheren Lagen und liebt kühl-feuchtes Bergklima. Im Harz kommt er bis in eine Höhenlage von 900 m vor. Seine geflügelten Samen werden dazu beitragen, die natürliche Waldgesellschaft um eine weitere, hier vorkommende Baumart zu bereichern. In der Jugend ist der Bergahorn sehr raschwüchsig - hervorzuheben sind die Blüte im Frühjahr und die auffällige Laubfärbung im Herbst. Viele Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) - Flechten und Moose - besiedeln die Stämme des Bergahorns und schaffen somit einen zusätzlichen Blickfang.

Anl. Foto einer nicht mehr standsicheren Rosskastanie in der Allee am HohneHof, Foto Nationalpark Harz


Nationalpark-HohneHof ist trotz Schneegestöber auf Frühling vorbereitet

Wernigerode. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne/Wernigerode hat sein Programm schon langsam auf den nahenden Frühling eingestellt. Auch wenn derzeit noch Schnee und Eis den Wald und die Hohnewiese zugedeckt haben, so lässt das Vogelgezwitscher bereits den kommenden Frühling ahnen.

Wer die Spuren des Frühlingserwachens erkunden möchte, der ist beiunseren Familienwanderungen herzlich willkommen. Am 7., 15. und am 26. März geht es jeweils um 10.30 Uhr ab Parkplatz Drei Annen-Hohne mit dem Ranger zu einem Spaziergang rund um Drei Annen-Hohne. Wer sich gern auch eine größere Runde zutraut, der ist am Mittwoch, 20. März, zu einer Wanderung über Moore, Klippen und Bäche eingeladen, bei der sicher erste Frühlingsboten zu finden sein werden. Treff hierfür ist um 10.15 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz.
 
Natürlich möchten wir gern noch einmal daran erinnern, dass jeden Mittwoch "Ranger-Tag" am HohneHof ist, wo unsere Mitarbeiter auf viele neugierige Gäste eingestellt sind, die mit zahlreichen Fragen zum Nationalpark oder zum HohneHof hier ankommen und wo zusätzlich Angebote zum Spielen, Basteln oder Entdecken vorbereitet sind.

Für die Zeit der Osterferien gibt es natürlich ein spezielles Programm für Ferienkinder. So findet zum Beispiel am Mittwoch, 24.3. wieder
unsere beliebte Pferdewanderung mit Max und Eros statt, am Donnerstag, 25.3. wollen wir bei entsprechenden Wetterbedingungen vielleicht den Löwenzahnpfad nach der Winterpause wieder einweihen und am Freitag, 29.3. kann man ab 10.30 Uhr vielfältige Anregungen für kleine Osterbasteleien erhalten. Nähere Informationen findet man unter www.nationalpark-harz.de.

Höhepunkt des Ferienprogramms soll aber unser großes Ostereiersuchen am HohneHof sein. Unter dem Motto "Findet das Goldene Ei" starten wir am Samstag, 30.3.2013 pünktlich um 11 Uhr zum großen Ostereiersuchen rund um das Natur-Erlebniszentrum. Hierzu sind alle eingeladen, die Spaß am Suchen und an Bewegung in der Natur haben. Wer das Glück hat und eines der Goldenen Eier ergattert, wird dafür mit kleinen Preisen belohnt. Unsere Cafeteria lädt zu wärmenden Getränken und einem kleinen Imbiss ein. Bei entsprechendem Frühlingswetter ist das sicher ein erlebnisreicher Tag für die ganze Familie. Wir freuen uns wieder auf zahlreiche kleine und große Besucher!

Anl. Foto von Ingrid Nörenberg


Reisekatalog "Urlaub in der Natur 2013" erschienen - Harzer Gastgeber beteiligen sich am Projekt der "Nationalen Naturlandschaften"

Wernigerode. Dem Meer beim Wandern zusehen, gesunde Waldluft einatmen oder die warme Sonne auf uralten Felsen spüren - Deutschland ist reich an Naturschätzen: Orten, an denen sich faszinierende Landschaften erleben, seltene Tiere und Pflanzen beobachten lassen. Die deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke laden jeden ein, sich selbst ein Bild von unserer wilden Heimat zu machen.

Der neue Reisekatalog "Urlaub in der Natur 2013" präsentiert eine große Auswahl attraktiver Reisepakete und Touren-Tipps in Zusammenarbeit mit den Partnerbetrieben der Nationalen Naturlandschaften. Auch Harzer Nationalpark-Partnerbetriebe haben ihre Angebote eingebracht. Die Auszeichnung "Partner" garantiert Qualitäts- und Umweltstandards auf bundesweit einheitlichem Niveau. Sie zertifiziert Unternehmen, die sich im Umwelt- und Naturschutz engagieren und als Botschafter für den Erhalt ihres Schutzgebiets verstehen.

Folgen Sie der Einladung zu einer Entdeckungsreise in die schönsten Landschaften Deutschlands. Buchen Sie ein ganzheitliches
naturverträgliches Reisepaket bei Anbietern aus den Bereichen Beherbergung und Gastronomie, Bahn und Bus, Ausflugsfahrten, Wald-,
Watt- und Gästeführungen, regionale Land- und Forstwirtschaft, Weinbau, Fischerei, Handel, Handwerk und Lebensmittelverarbeitung.

Den Katalog erhalten Sie in den Harzer Nationalpark-Häusern.
Außerdem kann er kostenfrei bestellt werden unter redaktion-natur@konradin.de, Stichwort "Nationale Naturlandschaften".
Online finden Sie "Urlaub in der Natur 2013" zum virtuellen Blättern unter http://partner.nationale-naturlandschaften.de/reisekatalog


Nationalpark Harz erinnert an das Wegegebot - Probleme mit Schneeschuhläufern

Wernigerode. Der tiefe Schnee lockt in diesen Tagen in die Wälder und macht den Oberharz besonders anziehend für Wintersportler und Erholung Suchende. Für die Tierwelt ist der Winter jedoch die schwerste Zeit. Der Nationalpark Harz bittet daher alle Harzgäste, bei allem Spaß an Sport und Spiel den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht zu vergessen.
"Neuartige Probleme gibt es mit Schneeschuhläufern", so August Bock, Leiter der Nationalparkwacht Harz. "Alle Schneeschuh- und Skiläufer sowie Wanderer sollten unbedingt auf den gespurten und gekennzeichneten Loipen sowie den ausgewiesenen Wanderwegen bleiben", appelliert er an die Besucher des Nationalparks.

"Schneeschuhläufer, die unbedacht querfeldein durch den Schnee wanderten, richteten oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an",
erklärt der Sprecher. Tiere würden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. "Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten." Der Rangerchef August Bock bittet daher eindringlich, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen und auf das Skilaufen in der Dämmerung und bei Nacht zu verzichten.

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Illegale Skispuren am Oderteich. Fotos Anja Einhorn


Resolution der anerkannten Naturschutzverbände des Landkreises Harz 2013

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Kollegen,

am 23. 2. 2013 fand wieder die traditionelle Jahresversammlung der Naturschutzverbände des Landkreises Harz in der Hochschule Harz in Wernigerode statt. Von 9 Uhr bis ca. 15 Uhr tagten über 50 Vertreter der Verbände und beschlossen folgende Resolution zu aktuellen Naturschutzfragen im Harz.

Resolution der anerkannten Naturschutzverbände des Landkreises Harz 2013

Die anerkannten Naturschutzverbände NABU, BUND und BNU und die GFN appellieren an den Landkreis Harz, das Landesverwaltungsamt und alle anderen verantwortlichen Behörden und Politiker, sich mehr als bisher für den Erhalt der einzigartigen Naturraumausstattung im Landkreis Harzund darüber hinaus im ganzen Harz einzusetzen.

Dabei sehen die Verbände für das Jahr 2013 folgende Schwerpunkte:

1. Internationale Anerkennung der Karstlandschaft des Südharzes

Die Verbände des Landkreises Harz fordern den Erhalt des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz. Das Land Sachsen-Anhalt
muss die Antragstellung zur UNESCO-Anerkennung des Gebiets mit allen verfügbaren Mitteln fördern.

2. Wintersportgebiet mit Augenmaß (gemeinsame Entwicklungskonzepte)

Das seit Jahren vorherrschende Gegeneinander statt Miteinander, wie es sich zum Beispiel an den unabgestimmten Planungen am Wurmberg bei Braunlage (Niedersachsen) und den unmittelbar benachbarten Planungen in Schierke (Sachsen-Anhalt) dokumentiert, muss im Interesse des Naturschutzes, aber auch im Interesse eines naturverträglichen Tourismus beendet werden. Die Naturschutzverbände fordern, den Landschaftsverbrauch in Braunlage und Schierke zu stoppen.

3. Naturverträglicher Harztourismus

Die Natur- und Umweltschutzverbände fordern länderübergreifend abgestimmte Planungen für die gesamte Harzregion, einschließlich der Schaffung eines länderübergreifenden öffentlichen Nahverkehrs. Den Mittelpunkt des Harztourismus müssen zum einen Natur und Landschaft mit den Schwerpunkten Naturpark Harz, Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und Nationalpark Harz, und zum anderen die Kultur mit den UNESCO -Welterbestätten Lutherstadt Eisleben, Quedlinburg sowie dem Erzbergwerk Rammelsberg mit der Goslarer Altstadt und der Oberharzer Wasserwirtschaft bilden.

4. Schutz des Bodetals

Das Bodetal und die umgebenden Waldgebiete werden durch immer neue Massenveranstaltungen und Baumaßnahmen gefährdet. Die Verbände lehnen daher Massenveranstaltungen und jegliche negativen Beeinträchtigungen in Naturschutzgebieten und im Nationalpark Harz ab.

5. Schutz des Selketals

Das Naturschutzgebiet Selketal ist nach wie vor durch zwei Erdschüttdämme und einen Wasseraufstau in Hochwasserzeiten bedroht.
Dabei wurden Alternativen nicht berücksichtigt. Die Verbände fordern einen naturraumschonenden Hochwasserschutz.

NABU, Dr. Gunter Karste
BUND, Ulrich Kasten
BNU, Dr. Werner Wandelt und Dr. Uwe Wegener
GFN, Dr. Friedhart Knolle

Anl. Foto der schutzwürdigen Karstlandschaft im Südharz rund um
Questenberg, Foto Michael Brust.


Nationalparkhaus Sankt Andreasberg lädt ein: „Wolfsspuren“ durch die Jahrhunderte

heißt der Vortrag von Frau Dr. Bettina König. Dargestellt wird das wechselvolle Bild des Wolfes in der
Geschichte der Menschheit. Ein Blick nach hinten kann uns helfen, die Zukunft zu meistern.
Termin: Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.30 Uhr (ca. 1,5 h)
Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1
Referentin: Dr. Bettina König, Niedersächsische Landesforsten
Eintritt frei !
Für die musikalische Einstimmung sorgen Kinder der Glückaufschule Sankt Andreasberg, die mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz ein Wolfslied eingeübt haben.

Foto: Walter Wimmer


Wandern für das UNESCO-Biosphärenreservat im Südharz am 24.02.13

Förderverein „Zukunft im Südharz“ e. V. und viele weitere Partner des Aktionsbündnisses laden ein:
Wandern für das UNESCO-Biosphärenreservat im Südharz
Grün ist die Hoffnung. Grün ist ein Zeichen.

Ein Zeichen, dass wir die Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz durch die UNESCO unterstützen. Die Hoffnung, dass alle Entscheidungsträger in diesem Verfahren die langjährige Arbeit aller Beteiligten zu würdigen wissen und dem Willen der Mehrheit nachkommen.
Dafür wandern wir! Setzen auch Sie ein Zeichen! Wandern Sie mit!
Sonntag, 24.02.2013 11.00 Uhr Treffpunkt: Domäne am Schlossteich in Rottleberode
Für Imbiss wird gesorgt, Strecke ca. 4 km!!
Ein grünes Band, an Kleidung oder Auto angebracht, genügt, um zu zeigen:
Wir wollen es – das UNESCO Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz!

Zukunft im Südharz e. V.
Förderverein für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
foerderverein-zukunft-im-suedharz@web.de

Aktionsbündnis "Pro Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz"


Jahresversammlung der Naturschutzverbände im Kreis Harz am 23.2. ab 9 Uhr in Wernigerode

Wernigerode. Die Natur- und Umweltschutzverbände des Landkeises Harz laden für den kommenden

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Samstag, den 23.2.2013 ab 9.00 Uhr in die Hochschule Harz, Wernigerode, Friedrichstr. 57, Hörsaal C
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ein. Alle am Naturschutz interessierten aus dem Landkreis Harz und den Nachbarregionen sind herzlich eingeladen, dabeizusein und sich in die Diskussionen einzubringen.

Nach Berichten der einladenden Verbände BNU, BUND, GFN und NABU steht am Samstag um 13 Uhr auch ein spannender Lichtbildervortrag über die Fledermäuse des Harzes von Bernd Ohlendorf an. Ein Besuch lohnt sich also.

Es wird einen reich bestückten Büchertisch mit zahlreichen Informationen geben und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Foto: Nordfledermaus in einem Harzer Bergwerk im Winterschlaf - eine Zeit, in der die Tiere nicht gestört werden dürfen. Foto Friedel Knolle.


Verkehrssicherungsmaßnahmen des Nationalparks Harz am Oderteich

Braunlage - Sankt Andreasberg. Der Nationalpark Harz führt in der Zeit vom 21. Februar bis zum 4. März 2013 Verkehrssicherungsmaßnahmen an den Ufern des Oderteichs durch. Dabei werden abgestorbene Bäume entfernt, die eine Gefahr für Wanderer und Badegäste am Oderteich darstellen.

Mit dieser Maßnahme kommt der Nationalpark Harz in diesem von Besuchern stark frequentiertem Bereich seiner vom Gesetzgeber vorgegebenen Verpflichtung nach, an solchen Punkten für die nötige Sicherheit der Wanderer und Waldbesucher zu sorgen.

Zur Durchführung der Maßnahme wird der Weg am Ostufer des Oderteiches für die komplette Zeit, also vom 21. Februar bis voraussichtlich zum 4. März 2013, gesperrt bleiben, wie der zuständige Nationalpark-Revierleiter Klaus-Dieter Schultze mitteilte. 

Der Wanderweg und die Verbindungsloipe Sonnenberg - Oderteich - Oderbrück am Westufer des Oderteiches werden vom 27. Februar bis zum 1. März 2013 gesperrt sein. Alle Waldbesucher werden gebeten, in dieser Zeit auf andere Loipen und Wanderwege auszuweichen.

Anl. Foto vom Oderteich von Katja Hagen frei mit dieser PI.


Rettung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz - machen Sie mit!

Roßla, Sachsen-Anhalt. Nach über 10jähriger Aufbauarbeit konnte im Jahre 2009 endlich ein Biosphärenreservat nach Landesrecht für den Südharz ausgewiesen werden. Da Biosphärenreservate jedoch ein Instrument der UNESCO sind, müssen sie deren strenge Kriterien umsetzen. Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz hat diese bereits zum jetzigen Zeitpunkt erfüllt. Mit dem Einreichen des vollständig vorliegenden Antrags auf Anerkennung durch die UNESCO eröffnet sich die Chance, eines von diesen derzeit 610 Biosphärenreservaten weltweit werden zu können. Ohne UNESCO-Anerkennung kann das Biosphärenreservat aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht weiter bestehen.

Welche Vorteile bringt das Biosphärenreservat für den Südharz?

Biosphärenreservate sind Modellregionen, welche nach wirtschaftlichen, sozialen und umweltrelevanten Gesichtspunkten nachhaltig entwickelt werden sollen und den Erhalt der Kulturlandschaft zum Ziel haben. Die nachhaltige wirtschaftliche Stärkung des ländlich geprägten Raums im Südharz ist dabei eine wesentliche Aufgabe. Neben der Initiierung von Projekten ist die Recherche von Fördermöglichkeiten unabdingbar. Weiterhin werden durch die Verwaltung des Biosphärenreservats seit vielen Jahren im Bereich der Umweltbildung unterschiedliche thematische Veranstaltungen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, angeboten.
Kinder können etwa beim Junior-Ranger-Programm durch regelmäßige Veranstaltungen in der Natur vielfältige Erfahrungen sammeln und damit ein frühes Umweltbewusstsein erlangen. Damit wird eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen.

Ebenfalls beteiligt sich das Biosphärenreservat an der Entwicklung der touristischen Infrastruktur, insbesondere bei dem seit 2011
zertifizierten Qualitätswanderweg "Karstwanderweg".

Weshalb ist die Antragstellung und damit das Weiterbestehen des Biosphärenreservats, akut gefährdet?
Der Antrag muss von allen kommunalen Vertretern der Gemeinden und Städte im Biosphärenreservat unterzeichnet werden. Die Bürgermeister von Sangerhausen, Allstedt, Berga und Wallhausen haben dies bereits getan.
Lediglich der Bürgermeister der Gemeinde Südharz macht die Unterschrift des Antrags von einer Vereinbarung mit der Landesregierung abhängig, weil er wirtschaftliche Einschränkungen befürchtet.

Die rechtliche Grundlage für das Biosphärenreservat ist die Allgemeinverfügung nach dem Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt vom 23.2.2009, die jegliche wirtschaftliche Einschränkung für die Kommunen ausschließt. Daher sind diese geäußerten Befürchtungen unseres Erachtens nach gegenstandslos und wir fordern die Landesregierung auf, den Antrag auf Anerkennung durch die UNESCO einzureichen!

Was kann jeder Einzelne dafür tun? Wir benötigen dringend Ihre Stimme!
Stimmen, die zeigen, dass eine Region mit mündigen Bürgern neben der wirtschaftlichen Entwicklung ebenso Verantwortung trägt für unsere Heimat mit reicher Geschichte, ihren Traditionen und der einzigartigen landschaftlichen Vielfalt und Schönheit. Geben Sie Ihre Meinung, Ihr Votum ab, damit wir als Region den Entscheidungsträgern im Land zeigen können: Wir wollen das UNESCO-Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz!

Bitte besuchen Sie uns auf www.pro-biores-suedharz.com.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der Bauerngraben im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz - ein periodischer See, in dem ein Bach in den Gipskarst-Untergrund verschwindet. Foto Siegfried Wielert.

Aktionsbündnis Pro Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz Marcus Fritze, Finkenweg 3, 06536 Südharz OT Roßla
Andreas Fritsch, Hallesche Straße 93, 06406 Bernburg
Franziska Döll | Stephanie Hellmann | Fiona Behrens
E-Mail pro.biores.suedharz@gmail.com


Und das nennt Ihr Winter? Naturschutz-Kollegen aus der Mongolei zu Besuch im Nationalpark Harz

Wernigerode - Braunlage. Die Sorge, dass der neuerliche Wintereinbruch die Exkursionsfreude trüben könnte, hatte sich als erste zerstreut.
Weder Nassschnee am Luchsgehege noch Schneesturm auf dem Wilseder Berg konnte den mongolischen Naturschützern, die bei -40°C in Ulan Bator abgeflogen waren, die Laune verderben. Jüngst waren sie Gäste der Nationalparkverwaltung Harz und der Alfred Toepfer-Akademie für Naturschutz in Schneverdingen. Dieser erste Austausch soll den Auftakt für eine direkte Schutzgebietspartnerschaft geben.

Die mongolischen Gäste betreuen in ihrer Heimat drei Schutzgebiete. Der Gorkhi Terelj-Nationalpark, das Streng Geschützte Gebiet Khan Khentii und das Nagalkhaan-Naturreservat umfassen zusammen mehr als 1,5 Millionen Hektar äußerst artenreicher Lebensräume in der sogenannten Waldsteppenzone, die den Norden der Mongolei bedeckt. Anhand der Ergebnisse einer langjährigen Forschungskooperation konnte Prof. Michael Mühlenberg von der Universität Göttingen die Vielfalt, aber auch die Schutzbedürftigkeit dieser Lebensräume aufzeigen. Dass der Naturschutz in der Nordmongolei wirklich keine leichte Aufgabe ist, machte der  Schutzgebietsleiter Sandag Dorjgotov deutlich. Wilderei, illegalen Holzeinschlag und Brandstiftung in weitgehend wegeloser Wildnis mit äußerst dünner Personaldecke einzudämmen - das ist eine extreme Herausforderung. Durch das beherzte Engagement der Parkverwaltung bei der Umsetzung einer an sich sehr strikten Gesetzgebung zeigen sich jedoch erste Erfolge. Und auch eine Aufstockung des Personals ist in Sicht. Damit verbindet sich die Vision auch andere Aufgaben wie Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und kreativ anzugehen.
Hierzu wurde sich während des knapp einwöchigen Besuchs intensiv ausgetauscht. Landschaftsgeschichte, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Besuchereinrichtungen, Luchsprojekt, Junior-Ranger, Waldentwicklung, Arterfassung und Dokumentation - das sind längst nicht alle Themen, über die umfassend informiert und diskutiert wurde.

Nationalparkmitarbeiter Thorsten Späth, der den Besuch im Harz organisierte, zieht ein zufriedenes Resümee: "Viel bleibt zu tun, aber
beim Abschied herrschte auf beiden Seiten die Zuversicht, im Rahmen eines weiteren, freundschaftlichen Dialogs helfen zu können, die
einzigartigen Naturräume der Nordmongolei zu schützen."

Foto frei mit dieser PI: Die mongolische Delegation am Luchsgehege mit Prof. Dr. Michael Mühlenberg, 3 v.li., Nationalparkleiter Andreas Pusch und seinem Stellvertreter Dr. Hans-Ulrich Kison (rechts); Foto: Thorsten Späth, Nationalpark Harz


Winterprogramm am HohneHof geht weiter

Auch nach dem Ende der Winterferien in Sachsen Anhalt gibt es am Naturerlebniszentrum HohneHof noch Angebote für Familien, die ihren Winterurlaub im Harz verbringen.

So erwarten am Donnerstag, dem 14. Februar und am 21. Februar unsere Ranger große und kleine Besucher zu einer Entdeckungstour in den verschneiten Winterwald. Dabei gibt es viel Wissenswertes über Überlebensstrategien von Tieren und Pflanzen im Winter zu erfahren. Bei entsprechenden Schneeverhältnissen kann man am Mittwoch, den 20.2. diese Rangertour auch per Ski erleben, zu der jedoch eine eigene Skiausrüstung mitzubringen ist. Beginn für all diese Touren ist jeweils um 10.15 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne.

Sollte das Wetter nicht zu längeren Spaziergängen einladen, so sei an unseren „Rangertag“  erinnert, zu dem an jeden Mittwoch in das Naturerlebniszentrum HohneHof eingeladen wird. Hier kann man unter fachkundiger Anleitung unsere Forscherecke nutzen, um hier viele Anregungen für Entdeckungen in freier Natur, ob zu Hause im Garten oder im Nationalpark, zu bekommen. Auch Zubehör für kleine Bastelarbeiten ist vorbereitet und bietet somit gute Voraussetzungen für einen spannenden Erlebnistag im Nationalpark.

Auch ohne diese Sonderveranstaltungen ist das Naturerlebniszentrum HohneHof täglich geöffnet und bietet in gemütlicher Atmosphäre eine Einkehrmöglichkeit für alle Besucher. An der großen Feuerschale kann man sich nach einer Winterwanderung aufwärmen und die einmalige Umgebung des HohneHofs genießen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen unter www.nationalpark-harz.de oder telefonisch unter 039455 / 8640.

Anl. Fotos wurden vor wenigen Tagen am HohneHof aufgenommen, Fotos frei mit dieser PI, Fotograf Irmtraud Theel.


Aktion: Rettung des Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

Das einzige Biosphärenreservat der Welt im Gipskarst, für das auch wir
seit über 20 Jahren arbeiten, steht nun auf der Kippe, weil sich der
Bürgermeister der Gemeinde Südharz wahrscheinlich als einziger weigert,
den UNESCO-Antrag zu unterschreiben.

Hiermit möchte ich Sie bitten, das Aktionsbündnis Pro Biosphärenreservat
Karstlandschaft Südharz zu unterstützen und die Online-Petition zu
unterschreiben.

Homepage: http://pro-biores-suedharz.com/

Petition:
http://www.change.org/de/Petitionen/das-biosph%C3%A4renreservat-karstlandschaft-s%C3%BCdharz-muss-erhalten-werden#share


UNSER HARZ im Februar: ". damit den unschuldigen Opfern von Werk Tanne geholfen werden kann"; Lang ist es her - die persönliche und gewerbliche Nutzung der Harzwälder zu Zeiten unserer Groß- und Urgroßeltern; Der Betrieb der Langelsheimer Pottaschenhütte, Kinderlandverschickung im Harz, Teil 2

Clausthal-Zellerfeld. Das Februarheft von UNSER HARZ ist erschienen. "Im Kriegsjahr 1944/45 fast selbstmörderisch" hatte der Autor, Herr Radday,sich notiert, als er die Dokumente eines zehn Jahre dauernden Schriftwechsels sichtete, mit dem ein Bewohner Buntenbocks gegen die unzumutbaren Verhältnisse vorging, die sich aus der Verunreinigung seines Trinkwassers durch die Abwasserleitung des Werk Tanne ergaben. Auszüge daraus werden hier im Zusammenhang wiedergegeben.

Mit vielen historischen Bilddokumenten wird die Nutzung der Harzwälder in früheren Zeiten dargestellt und der Leser erfährt Einzelheiten aus dem Betrieb der Langelsheimer Pottaschenhütte im 17. bis 19. Jahrhundert.

Der zweite Teil der neuen Serie über Kinderlandverschickung im Harz erscheint und unter LESERBRIEFE wird die auf dem Januar-Titel
abgebildete Hohneeiche in einem alten Gemälde von Heinrich Raabe, dem Bruder des Dichters Wilhelm Raabe, dargestellt und die historischen Umstände erläutert. Nach Veranstaltungshinweisen, Neuigkeiten aus dem Harz und Buchvorstellungen wirbt der Nationalpark zusammen mit der Jungfer-Druckerei für den neuen Fotowettbewerb zur Bestückung des Nationalpark-Kalenders für das Jahr 2014.

Anl. Foto aus dem Werk Tanne von Siegfried Wielert frei mit dieser PI.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12;
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.


Fotografische Glanzlichter ab 7.2. in Ilsenburg - Einladung zur Ausstellungseröffnung

Wernigerode - Ilsenburg. Zur Eröffnung der Ausstellung "Glanzlichter" im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg am 7.2.13 um 17 Uhr sind Sie und alle Natur- und Fotofreunde herzlich eingeladen.

Nun schon zum 5. Mal eröffnen die "Glanzlichter" die jährliche Ausstellungsreihe im Nationalparkhaus Ilsetal 5 in Ilsenburg. Es ist
schon eine schöne Tradition geworden, dass der Nationalpark Harz die preisgekrönten Fotografien der Internationalen Fürstenfelder
Naturfototage zeigen kann. Das Projekt natur & fotografie" Monreal hat sich längst zum größten Naturfoto-Wettbewerb Deutschlands entwickelt. Diesmal sind es die 87 Siegerbilder des Jahres 2011, die in verschiedenen Kategorien ermittelt wurden. Zu den fünf traditionellen Themen "Prächtige Wildnis", "Schönheit der Pflanzen", "Künstler mit Flügeln", "Natur als Kunst" und "Welt der Säugetiere" kamen neu hinzu: "Tiergesellschaften", "Die Kunst der Tarnung" und "Küsten".

Besonders beeindruckend ist auch bei dieser Ausstellung wieder die Originalität der vielfältigen Bildmotive. Allen ausgewählten Fotografenist es gelungen, die großen und kleinen Dinge der Natur immer wieder aus neuem Blickwinkel zu betrachten und uns ihre Schönheiten nahe zu bringen. Oft können solche Bilder nur entstehen, wenn sich ein Fotograf lange und intensiv mit der Natur und/oder dem Verhalten des jeweiligen Tieres beschäftigt.

Wir würden uns über Ihren Besuch und Ihre Vorankündigung freuen und wünschen allen Besuchern der Ausstellung beim Betrachten der brillanten eindrucksvollen Bilder viel Freude. Mit der Ausstellung verbinden wir aber auch die Hoffnung, dass die Absicht der Juroren, das Interesse der Menschen an der Natur und der Notwendigkeit ihres Erhaltes zu fördern, bei den Betrachtern auf Resonanz stößt.

Die Ausstellung ist im Anschluss bis zum 26.5.2013 von Dienstag bis Sonntag von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet und eintrittsfrei.


Winterferien am HohneHof des Nationalparks Harz - Termine ab dem 5. Februar 2013

Wernigerode. Auch in diesem Jahr bietet der Nationalpark Harz wieder ein vielseitiges Programm für die Zeit der Winterferien an. Insbesondere im Naturerlebniszentrum HohneHof finden Kinder und ihre Eltern bei jedem Wetter eine spannende Beschäftigung.

Natürlich hoffen alle noch auf ein traumhaftes Winterwetter, doch auch ohne Schnee kann man viel im Wald entdecken.
So laden wir am Dienstag, den 5. Februar zu einer Skitour mit dem Ranger ein, zu der alle Teilnehmer eine eigene Skiausrüstung mitbringen sollten. Bei Schneemangel geht zu Fuß rund um den HohneHof auf Entdeckungstour. Treff dazu ist um 10.15 Uhr am Parkplatz Drei Annen-Hohne.

Am Mittwoch wollen wir in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr auf dem Gelände des Naturerlebniszentrums fantasievolle Figuren und Iglus aus Schnee entstehen lassen. Sollte der Schnee dazu nicht ausreichen, so kann im Haus die Forscherecke erkundet werden, oder kleine Basteleien aus Papiere und Naturmaterial gefertigt.

Am Donnerstag geht es dann wieder um 10.15 Uhr mit den Nationalparkpferden Max und Eros zu einer Wanderung in die Umgebung des HohneHofs, zu der bei ausreichend Schnee auch Schlitten mitgebracht werden können.
Auch am Freitag kann man mit dem Ranger wieder auf Erkundungstour gehen und viel Wissenswertes über unterschiedliche Überlebensstrategien von Pflanzen und Tieren in den Wintermonaten erfahren. Treff ist auch hierfür 10.15 Uhr am Parkplatz und nach zwei bis drei Stunden endet die Tour am HohneHof mit entsprechender Einkehrmöglichkeit.

Auch außerhalb dieser Angebote steht der HohneHof täglich für Besucher offen und die Feuerschale lädt zum Aufwärmen und Verweilen ein. Wir freuen uns auf viele neugierige Besucher!

Weitere Informationen unter www.nationalpark-harz.de oder telefonisch unter 039455 / 8640.

Anl. Fotos wurden vor wenigen Tagen am HohneHof aufgenommen, Fotos frei mit dieser PI, Fotograf Irmtraud Theel.


Gefahr und Futter für die Vögel - Harzer Umweltverbände geben Tipps zur Winterfütterung von Vögeln

Eine geschlossene Schneedecke breitet sich über das Land und die Temperaturen sind im Eiskeller angekommen - angesichts des harten Winterwetters empfehlen NABU und BUND Goslar allen Vogelfreunden, sich jetzt um die gefiederten Piepmätze zu kümmern. Doch richtiges Füttern fängt schon bei der Auswahl des Futterspenders an. Gut geeignet sind Spender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Auf diese Weise wird die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern vermindert. Futtersilos sind eine gute Wahl, denn in ihnen verdirbt das Futter nicht und es sammeln sich kaum Nahrungsreste. Die Futterstelle sollte frei und an einer für Vögel überschaubaren Stelle angebracht werden. Katzen haben es dann schwerer, sich anzuschleichen und zuzuschlagen. Zu beachten ist ebenfalls der Mindestabstand von zwei Metern zur nächsten Glasscheibe. Ebenso wichtig wie die richtige Auswahl des Standortes ist die regelmäßige Reinigung der Futterstelle mit heißem Wasser.

Die Wahl des Futters richtet sich nach der Vogelart. Finken, Sperlinge und Ammern sind beispielsweise Körnerfresser. Für sie bieten sich Sonnenblumenkerne, Hanf und handelsübliche Freilandfuttermischungen an.
Weichfutterfresser, wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star, fressen tierische Kost oder nur sehr feine Sämereien. Für diese Vogelarten eigenen sich Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen Obst oder das im Zoofachgeschäften erhältliche Mischfutter. Ein besonderer Leckerbissen sind in heißem Öl getränkte Haferflocken. Die flexibleren unter den Weichfressern, die "Allesfresser" wie Meisen, Spechte und Kleiber, stellen sich im Winter auf Körner um und nehmen auch Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn an. Salzige Nahrung, wie Speck oder Salzkartoffeln, dürfen auf keinen Fall gefüttert werden. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Gartenbesitzer helfen Vögeln, indem sie im Herbst den Garten nicht komplett leer räumen, sondern "wilde Ecken" mit hohem Gras, Hecken und Stauden stehen lassen, wo zahlreiche (Beute-) Tiere überwintern können.
Denn Winterfütterung sollte vor allem als Ergänzung zu einer möglichst naturnahen Gestaltung des eigenen Umfelds - des Gartens oder
Kleingartens - gesehen werden. Denn bei entsprechender Anlage und Pflege ist der naturnahe Garten eine ideale Futterquelle.

Weitere Informationen zur Winterfütterung und zum Vogelschutz erhalten Sie unter
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/tippsfuerdiepraxis/winterfuetterung/index.html

Anl. Foto frei mit dieser PI; Zeisige am Futterhaus, Foto K. Riedmiller, LBV

Herausgeber: Kreisgruppen des BUND und des NABU Goslar
www.goslar.bund.net
nabu-goslar.jimdo.com


Wozu brauchen Fische Treppen? Regionale Vernetzung hilft bei praxisnaher Ausbildung: Wasserbau-Exkursion zum Nationalpark Harz

Wernigerode. In Deutschland und Europa ist die Gesetzgebung in der Ökologie im internationalen Vergleich weit fortgeschritten. Der
Nationalpark Harz versteht sich als Vorreiter ökologischen Denkens und Handelns. Was liegt da näher, als durch eine Exkursion die
Lehrveranstaltung "Wasserwirtschaft und Wasserbau", eine Vertiefungsvorlesung im Studiengang Bauingenieurwesen, zu ergänzen?

In der Vorlesung legte Prof. Dr.-Ing. Axel Stödter Studierenden der Fakultät Bauen und Erhalten Grundlagen der Flussrenaturierung nahe.

Fische und Kleinorganismen brauchen die Durchgängigkeit im Gewässer, um dauerhaft dort leben zu können. Querbauwerke, wie z. B. Wehre müssen passierbar gemacht werden, damit flussaufwärts gerichtete Wanderbewegungen gewährleistet werden. Die Fischaufstiegsanlagen, landläufig als Fischtreppen bekannt, schaffen diese Möglichkeit und erhalten die Artenvielfalt in den Gewässern.

Nach der Theorie folgte die Praxis: Professor und Studierenden fuhren nach Wernigerode und Ilsenburg, um sich über realisierte
Fischaufstiegsanlagen zu informieren. Sie wurden fachkundig durch Otfried Wüstemann und Dr. Friedhart Knolle von der Nationalparkverwaltung Harz über die zahlreichen Maßnahmen in der Stadt und der Region unterrichtet.

Dass Wernigerode dort viel zu bieten hat, macht die Verleihung des Titels "Bundeshauptstadt im Naturschutz" in der Kategorie 30.000 bis
100.000 Einwohner durch die Deutsche Umwelthilfe erst im Jahr 2007 deutlich. Mit privater Finanzierung wurden nahezu 40 Fischtreppen in und um Wernigerode gebaut und somit ein wichtiger Beitrag für die Wiederbesiedlung von teilweise verarmten Flüssen und Bächen geleistet.

Konkrete Beispiele konnten die Studierenden auf der Exkursion kennen lernen und wurden aufgefordert, diese Maßnahmen mit dem erworbenen Kenntnissen aus der Vorlesung zu vergleichen.

Anl. Fotos frei mit dieser PI. Fotograf: Axel Stödter. Gern mailen wir Ihnen die Fotos auch in größerer Auflösung.


Fotowettbewerb HarzNATUR 2013 gestartet

Zahlreiche Informationen auf begleitender Internetseite
Bereits zum dritten Mal wurde jetzt der Fotowettbewerb HarzNATUR des Nationalparks Harz und der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH gestartet. Wieder sind Fotografinnen und Fotografen aufgerufen, die schönsten und spektakulärsten Bilder des Harzer Nationalparks einzureichen. Die besten Bilder werden ab September 2013 in einer Ausstellung präsentiert und gestalten den Nationalpark-Kalender 2014, dessen Einnahmen das Harzer Luchsprojekt unterstützen. Wir laden Sie ein, auf Entdeckungsreise zu gehen und das Objektiv auf die atemberaubenden Landschaften des Harzes zu richten. Setzen Sie kleine verborgene Details ins richtige Licht oder gehen Sie auf Fotojagd nach den kleinen und großen Tierarten des Mittelgebirges.

Einsendeschluss für Ihre Fotos ist der 30. April 2013.
Pünktlich zum Start des Wettbewerbs wurde auch die neue Internetseite www.fotowettbewerb-harznatur.de  frei geschaltet. Sie bietet vielfältige Informationen zur Teilnahme am Wettbewerb. Attraktive Bildergalerien zeigen die Bilder der letztjährigen Ausstellungen. Neu ist auch die Möglichkeit, die Fotos direkt über diese Seite hochzuladen.

Wiederum gibt es drei Wettbewerbskategorien:
• Es rennt, fliegt oder krabbelt – Kleine und große Tiere des Nationalparks
• Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaften des Nationalparks
• Kleine Welt am Wegesrand – Pflanzen- und Makroaufnahmen

Aus jeder Kategorie wird ein Gewinnerbild ausgewählt. Der Gesamtsieger gewinnt einen Gutschein in Höhe von 500 € eines Fotogeschäfts seiner Wahl. Die beiden anderen Preisträger erhalten jeweils ein Jahresabonnement der Zeitschrift NaturFoto.
Die vollständigen Teilnahmebedingungen können unter www.fotowettbewerb-harznatur.de  nachgelesen oder per Post angefordert werden: Nationalpark Harz, z. Hd. Juliane Hentze, Oderhaus 1, 37444 Sankt Andreasberg.

Die beigefügten Fotos der letztjährigen Preisträger mit dieser Pressemitteilung frei:
„Luchs pirscht“ von Willi Rolfes, Gewinner der Kategorie A und Gesamtsieger
„Schneeleuchten“ von Gerald Friederici, Gewinner der Kategorie B
„Libellenaugen“ von Wolfgang Uhlig, Gewinner der Kategorie C


Fledermausausstellung im Nationalparkhaus St. Andreasberg

Sonderausstellung „Fledermäuse - Heimliche Jäger der Nacht “ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Die Interessengemeinschaft Fledermausschutz Südniedersachsen im NABU mit Ihrem Sprecher Wolfgang Rackow aus Osterode am Harz präsentiert ihre seit Jahren gesammelten Ausstellungsobjekte. Kaum ein anderes Tier wurde mit so vielen Sagen und Mythen bedacht. Auch heute empfinden wir Menschen die faszinierenden Flugkünstler als unheimlich. Mit ihren Fähigkeiten "lautlos und nachtaktiv" sind die Säugetiere einzigartig. Sie stoßen für uns unhörbare Ultraschalllaute aus, deren Echo ihnen ein Klangbild ihrer Umgebung vermittelt. Auch ihre Nahrung orten Sie auf diese Weise. Auf dem Speiseplan unserer 18 einheimischen Fledermausarten stehen ausschließlich Insekten und Spinnentiere. Das Leben unserer Fledermausarten wird durch den Wechsel der Jahreszeiten bestimmt. Im Frühjahr finden sich die Weibchen in sogenannten Wochenstuben zusammen. Hier gebären sie ihre Jungtiere und ziehen sie gemeinsam auf. Im Herbst finden bei den meisten Arten die Paarungen statt. Die kalte Jahreszeit verbringen die Fledermäuse ruhend in kühlen und feuchten Winterquartieren. Während bis in die 1980er Jahre die Fledermäuse hauptsächlich durch Vergiftung der Nahrungstiere und toxische Holzschutzmittel gefährdet waren, sind die Gefährdungen heute vielfältiger geworden. So verenden heute viele Tiere als Straßenverkehrsopfer, Windkraftopfer und durch Verlust an Quartieren durch Sanierung etc. Die Interessengemeinschaft Fledermausschutz hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, Sympathiewerbung für die hochspezialisierten Flugkünstler zu unternehmen, Grundlagenforschung wie Zählungen, sowie Schutzmaßnahmen wie Quartierbetreuung, Winterquartierverschlüsse, Kastenprogramme usw. zu organisieren. Dies macht die Gruppe mit gut 20 Mitgliedern, im Alter von 10 bis über 70 Jahren, seit fast 30 Jahren ehrenamtlich.

Zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses kann die Ausstellung besichtigt werden.

Im Sommer werden auch wieder Exkursionen mit dem Fledermaus-Detektor angeboten.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, dem 13.1.2013, um 11 Uhr statt.
Im Anschluss ist die Ausstellung bis zum 6.4.2013 täglich von 10 - 17 Uhr zu sehen
(montags, außer feiertags, geschlossen).

Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Poster Fledermausausstellung als pdf-Datei