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Aktuell 2014

10 gute Vorsätze für einen naturfreundlichen Garten für Rotkehlchen, Igel und Co für 2015 – NABU gibt Tipps

In der kalten Jahreszeit ruft der NABU alle Gartenbesitzer auf, das kommende Jahr zu nutzen, um ihren Garten – ganz gleich, wie groß, ganz gleich, ob er ein halber Park oder nur ein Hof von wenigen Quadratmetern ist – in eine Zuflucht für Wildtiere des Siedlungsraums zu verwandeln. Walter Wimmer, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg, sagte: „Jeder noch so kleine Garten kann viel mehr Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten, als Gartenbesitzer gemeinhin annehmen.“ Deshalb stellt er 10 gute Vorsätze für einen naturgerechten Garten vor, die er allen Hobbygärtnern ans Herz legt:

Vorsatz 1: Bau und Anbringung von Nistkästen für Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeise, Sumpf-, Weiden- und Haubenmeise, Trauerschnäpper, Star, Zaunkönig, Kleiber; für Halbhöhlenbrüter wie Grauschnäpper, Bachstelze und Rotschwänzchen.

Vorsatz 2: Bau und Anbringung von Nistbrettchen für Mehl- und Rauchschwalben an Gebäuden, von besonderen Nistkästen für Mauersegler an höheren Wänden.

Vorsatz 3: Schaffung von einfachen Nisthilfen für Hummeln und solitär lebende Wildbienen.

Vorsatz 4: Bau und Anbringung von Fledermauskästen als Tagesquartiere und Wochenstuben für Fledermäuse an Bäumen oder Gebäuden.

Vorsatz 5: Anlage einer naturnahen, artenreichen Wiese für Schmetterlinge und andere Insekten, die auch Nahrungsquelle für Fledermäuse sind.

Vorsatz 6: Bau und Aufstellung einer Igelburg aus Holz, die, mit Laub und Reisig abgedeckt, ideales Quartier für Igelmütter ist, in der diese die Jungigel zur Welt bringen, und Winterquartier in der dunklen Jahreszeit.

Vorsatz 7: Anlage eines kleinen Teiches als Vogeltränke, Lebensraum für Frösche, Kröten, Molche und Libellen.

Vorsatz 8: Pflanzung einer Bruthecke für strauchbrütende Vogelarten aus standortgerechten, heimischen Gehölzen.

Vorsatz 9: Schaffung von „Brutampeln“ aus Zweigen, die Bruttaschen bilden für Zaunkönig, Rotkehlchen und andere Gehölzbrüter.

Vorsatz 10: Bau und Anbringung von speziellen Nistkästen für Wald- und Gartenbaumläufer, die direkt mit offener Vorderseite an grobrindigen Stämmen angebracht werden müssen. Die Baumläufer laufen am Stamm empor, um mit ihrem pinzettenförmigen Schnabel kleine Spinnen und Insekten aus der Rinde zu ziehen, und brüten in diesen speziellen Nistkästen, die mit seitlichen Eingangsschlitzen versehen sind.

Alle Maßnahmen lassen sich mit etwas Geschick leicht umsetzen und werden jedem naturbegeisterten Gartenbesitzer und Kleingärtner schnell Freude bereiten, wenn sich die ersten tierischen Besucher einstellen, so Walter Wimmer – deshalb sind sie darauf ausgelegt, ohne großen Aufwand umgesetzt werden zu können. Wenn viele mitmachen, könnten viele Tausend Quadratmeter Schmetterlingswiese, tausende Tümpel für den Froschkönig, Zehntausende Nistkästen und Bruthecken geschaffen werden.

Der NABU gibt daher Tipps in einer 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und der Broschüre „Gartenlust“. Dieses Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg.

Fotos:
Libelle: Der Plattbauch gehört zu den Pionieren an neuen Gartenteichen, Foto Walter Wimmer
Schmetterling/Hummel: Tagpfauenauge und Erdhummel gehören zu den dankbaren Gästen auf der Blumenwiese, Foto Walter Wimmer
Vogel: Schon Efeu an der Wand kann ausreichen, um das Nest der Amsel zu verstecken, Foto Walter Wimmer
Nistkasten: Einfache Nistkästen sind schnell gebaut und werden gut angenommen, hier von einer Kohlmeise, Foto Walter Wimmer

Für Rückfragen:
Walter Wimmer
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Walter.wimmer@nabu-niedersachsen.de
Tel. 0179/69 330 75


Kein Silvesterfeuerwerk im Nationalpark Harz

Wernigerode. Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. An diese Bestimmung, die sich in den beiden Nationalparkgesetzen für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gleichermaßen findet, erinnert die Nationalparkverwaltung Harz und bittet alle Bürger, sie zum Schutz der Tiere und Pflanzen strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets. Die Nationalparkwacht hat auch über Silvester Dienst und wird die Einhaltung des Verbots überwachen. Wir bitten, den diesbezüglichen Hinweisen der Ranger unbedingt Folge zu leisten.

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt, sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden diese plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung erkannt. Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen.

Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.

Dieses Verbot gilt übrigens auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgern einen guten und umweltfreundlichen Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2015!


Aktuelles Naturerlebnis-Programm 2015 des Nationalparks Harz erschienen

Unterwegs im Nationalpark Harz mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser

Gerade erschienen ist das Naturerlebnis-Programm 2015 des Nationalparks Harz. Wieder werden über 1000 Termine und Veranstaltungen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkusion, Wolf-Vortrag oder Naturerlebnisse für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Sie möchten nach Ihrem Feierabend die Natur erleben, am Lagerfeuer Interessantes erfahren oder in der Dämmerung den Stimmen der Natur lauschen? Unter der Rubrik „After-Work-Naturerlebnisse“ haben wir in diesem Jahr spannende Veranstaltungen in den frühen Abendstunden zusammengestellt.  

Ab sofort ist das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2015“ als Download verfügbar. Alle Termine sind außerdem in der Rubrik Veranstaltungen einsehbar. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2015 in den Nationalpark planen.  

Das gedruckte Programm ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann ab dem 5.1.2015 auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 05582/9189-41 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de bestellt werden. 

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2015!


Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz – Band 12 der Schriftenreihe erschienen

Wernigerode. Der soeben erschienene Band enthält die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung des Nationalparks Harz am 20.11.2013 im Kloster Drübeck – das Thema war „Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz“. Diese Frage wird immer wieder, oft auch sehr emotional, diskutiert.

Zunehmend fokussiert sich die Diskussion auch auf Großschutzgebiete, in denen der Prozessschutz Vorrang hat. Es wurde auf der Tagung darauf verwiesen, dass auch das Wild als Wildtier Bestandteil der Natur und schützenswert sei. Im Nationalpark Harz als Entwicklungsnationalpark wird die Wildbestandsregulierung allerdings auf absehbare Zeit unverzichtbar sein. Den Handlungsrahmen gibt der gültige Nationalparkplan Harz vor:

 

„Die grundsätzliche Verpflichtung, im Nationalpark „Natur Natur sein zu lassen“, stößt im Falle des Wildes auf Grenzen. Da der Nationalpark Harz nicht isoliert von seinem Umland betrachtet werden kann, die Zusammensetzung der Wildpopulationen nicht mehr natürlich ist und die Regulationsmechanismen nicht identisch mit denen der ursprünglichen Naturlandschaft sind, ist es notwendig, regulierende Eingriffe in die Wildbestände vorzunehmen, die der Schutzzweck erfordert.“

 

Der Nationalparkplan formuliert die Zielsetzung, die natürlichen Wildtierbestände des Harzes zu erhalten und zu fördern. Sie sind im Rahmen der naturdynamischen Entwicklung und der gesamtökologischen Zusammenhänge wo immer möglich sich selbst zu überlassen. Das gilt auch für die dem Jagdrecht unterliegenden Arten, soweit die Schutzziele des Nationalparks dies zulassen und keine unzumutbaren Wildschäden im Umfeld des Nationalparks zu befürchten sind. Das Erreichen dieser Schutzziele ist besonders durch einen zu hohen Bestand des Rotwilds gefährdet. Die Regulierung dieser Wildart hat deshalb im Nationalpark hohe Priorität.

Für die Tagung konnten Referenten aus Wissenschaft und Praxis gewonnen werden, so Dr. Michael Petrak, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Nationalparks Harz, Dr. Peter Meyer, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Göttingen, ebenfalls Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, aber auch Olaf Simon vom Institut für Tierökologie und Naturbildung, Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks Kellerwald, sowie Andreas Keßling, Andreas Keßling, Büro für Naturschutz, Baum- und Landschaftspflege. Den Einleitungsvortrag hielt der Leiter des Nationalparks Harz Andreas Pusch. Aus dem Fachbereich Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung waren Frank Raimer und Sabine Mané mit Vorträgen vertreten.

 

Die Vorträge aller genannten Referenten sind im neuen Band dokumentiert. Er kann für 5,- € bei der Nationalparkverwaltung Harz, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode (poststelle@npharz.sachsen-anhalt.de oder Tel. 03943/5502-0) erworben werden und ist auch in den Nationalparkhäusern erhältlich.


Kaltblutpferd Max verlässt den HohneHof

Wernigerode. Vielen Besucherinnen und Besuchern des Natur-Erlebniszentrums HohneHof sind die beiden Rückepferde Max und Eros bekannt, die hin und wieder noch ihren Dienst im Nationalparkwald verrichteten, aber vor allem den Kindern im Rahmen unserer Umweltbildung in den letzten Jahren viel Freude bereitet haben. Seit dem Sommer stand Max jedoch allein auf der Weide. Eros musste wegen einer schweren, unheilbaren Krankheit leider eingeschläfert werden.

Pferde sind Herdentiere – allein fühlen sie sich auf Dauer nicht wohl. Deshalb wurde in der Nationalparkverwaltung lange nach einer Lösung zum Wohle des verbliebenen Kaltblüters gesucht. Die Anschaffung eines weiteren Rückepferds kam nicht in Betracht, da auch der langjährige Gespannführer Erwin Kircher, der diese schwere Arbeit 25 Jahre lang ausgeübt hat, nunmehr eine weniger belastende Tätigkeit übernehmen wird. Er gehört zu den wenigen noch berufstätigen Pferderückern in der Region – ein Beruf, der mangels Nachwuchs immer weiter rückläufig ist. Erwin Kirchner hat die Arbeit mit den Pferden draußen in der Natur sehr genossen, er weiß aber auch das große Glück zu schätzen, dass er nie einen größeren Unfall erleben musste.

Deshalb wurde von der Nationalparkverwaltung entschieden, dass Max ein neues Zuhause bekommen soll, in dem er gut aufgehoben und wieder unter seinesgleichen ist. Mit 11 Jahren ist der Kaltblüter ein Arbeitspferd „im besten Alter“. Es kam deshalb nur ein künftiger Besitzer in Frage, bei dem das Pferd auch dementsprechend eingesetzt wird.

Erfreulicherweise konnte nun ein Käufer in der Region gefunden werden, bei dem dies der Fall ist. Und so man vielleicht auch in der Zukunft das Rückepferd Max am und im Nationalpark noch mal treffen können.

Foto von Siegfried Richter: Die beiden Nationalpark-Rückepferde in besseren Tagen.


UNSER HARZ Dezember: Weihnachtliches Brauchtum in Benneckenstein, Nachrichten vom Harz vor 100 Jahren, Der Brocken – Mein Sehnsuchtsberg, Gedichte, Der Oberharzer Tzscherper, Die Stolberger Damenkapelle Teil 5, Das war das Praktikumsjahr 2014 – Jetzt für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2015 im Nationalpark Harz bewerben

Clausthal-Zellerfeld. Im Harz hat sich nur noch an wenigen Orten traditionelles Weihnachtsbrauchtum erhalten – einer davon ist Benneckenstein. Hier werden noch die alten Quempasweisen, eine Art Wechselgesang, im Weihnachtsgottesdienst zelebriert. Eine andere Tradition gab es hier auch, von der der Vater des Autors Prof. Lutz Wille sehr lebendig berichtet hat.

1914: Es war viel los vor 100 Jahren im Harz – die Eisenbahnstrecke von Clausthal-Zellerfeld nach Altenau wurde eröffnet, ebenso die neuerbaute Hanskühnenburg. Das Rätsel um die Stärke der Rhumequelle wird gelöst, es gibt große Mengen von Schnee, von Unglücksfällen wird berichtet und auch der Erste Weltkrieg spielt schon hinein.

Der Brocken ist der Sehnsuchtsberg der Deutschen und auch des Autors Hansjörg Hörseljau. Er war dabei, als am 3. Dezember 1989 der Brocken gestürmt wurde – davon berichtet er.

Gedichte folgen, die an Dichter im Harz erinnern, und eines zum (zur) Jahres(w)ende, bevor Bernhard Kraft, der individuelle handgefertigte Tscherper-Messer herstellt, über deren Bedeutung im Harzer Bergbau berichtet.

Der 5. Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle beschäftigt sich mit der Herstellung von Harzer Käse, was so ein Sehnsuchtsgefühl auf die Zunge zaubert…

Die Bewerbungsfrist für das Commerzbank-Umweltpraktikum endet am 15. Januar 2015. Was 2014 in diesem Rahmen im Harz los war, wird im Nationalparkforum beschrieben.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1


Harz-Zeitschrift für 2014 erschienen – Halberstädter Dom und Halberstädter Münzgeschichte, Grafschaft Mansfeld, Urkundenfälschung zum Kloster Drübeck und vieles mehr rund um die Geschichte der Harzgion

Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 66. Jahrgang der in bewährter Weise von Dr. Bernd Feicke für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. herausgegebenen Harz-Zeitschrift.

Der ansprechend gestaltete Band enthält einen Beitrag von Dr. Thomas Küntzel zum karolingischen Westwerk des Doms von Halberstadt mit Rekonstruktionen und Erläuterungen der Bauphasen, wobei auch Parallelen zur Propsteikirche Essen-Werden und zum Kernbau des 10. Jahrhunderts der Klosterkirche St. Marien in Quedlinburg gezogen werden. Claudia Krahnert diskutiert die urkundliche Geschichte des Klosters Drübeck bis zum 12. Jahrhundert, die überarbeitete Fassung ihres Vortrags auf der Tagung des Harz-Vereins vom 22.5.2011 in Drübeck. Dr. Christof Römer bereinigt in seinem Beitrag Irrtümer der Forschung zum Kloster Abbenrode und Fritz Reinboth untersucht in seiner montanhistorischen Untersuchung die Geschichte der Zinnoberzeche bei Wieda. Dr. Tobias Schenk aus Wien berichtet über Ergebnisse seiner Forschungen zu „Quellen zur Geschichte der Grafschaft und des Hauses Mansfeld aus den Akten des kaiserlichen Reichshofrates“. Der letzte Hauptbeitrag in diesem Band stammt von Dr. Ma
nfred Miller – eine reich illustrierte Übersicht zum Thema 700 Jahre Halberstädter Münzgeschichte. Dem neunzigsten Geburtstag des Ehrenmitglieds des Harz-Vereins Hans-Günther Griep aus Goslar wird in einer Laudatio von Dr. Friedhart Knolle und Fritz Reinboth gedacht. Auch wird Dr. Christian Juraneks Wirken anläßlich seines 50. Geburtstags gewürdigt.

Ein Gesamtinhaltsverzeichnis für die Jahrgänge 61 - 65, eine Literaturschau für das Jahr 2013 für den Harzraum und Berichte zur aktuellen Arbeit des Harz-Vereins runden den Jahrgang ab.

Der Jahrgang kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag in Berlin bestellt werden.


Ausstellungseröffnung am 19.12.2014 in der Nationalpark-Informationsstelle Braunlage

Motto: Vom Todesstreifen zur grünen Lebenslinie – Junior-Ranger auf Spurensuche

Die Nationalpark-Junior-Ranger-Gruppe „Wölfe“ aus Braunlage war 2014 auf geschichtlicher und biologischer Spurensuche entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze unterwegs. Da das Grüne Band mitten durch den Nationalpark und praktisch vor der Haustür Braunlages verläuft, war es für die Kinder spannend, sich mit der ehemaligen Grenze zu beschäftigen, die so gar nicht mehr in ihrer tägliche Lebenswelt präsent ist.

Die Auswirkungen der ehemaligen Grenze auf Mensch und Natur zu erkunden, war das Hauptziel des Projekts. Zeitzeugen wurden befragt und das Braunlager Museum besucht. Eine Exkursion fand auf dem Grünen Band statt und der krönende Abschluss war eine Forschungsreise in das Biospärenreservat Schaalsee, durch das ebenfalls früher die Grenze verlief.

Dank der Unterstützung von Town & Country Haus wurde diese Fahrt und eine kleine Fotoausstellung im Kurgastzentrum Braunlage ermöglicht, die am 19.12.2014 um 16.30 Uhr im Rahmen einer kleinen Feierstunde eröffnet wird.

Wir laden Sie dazu herzlich ein.

Foto: Mitglieder der Junior-Ranger-Gruppe "Wölfe" aus Braunlage in der Informationsstelle Braunlage. Foto Ingrid Nörenberg.


Massive Waldeingriffe am Nationalpark Harz geplant

Gegründet 1990 im heutigen Sachsen-Anhalt sowie 1994 in Niedersachsen und dann 2006 als länderübergreifendes Großschutzgebiet neu konstituiert, entwickelt sich der Nationalpark Harz positiv – mittlerweile umfasst seine Kernzone 52 % seiner Fläche und damit 13.000 ha. Es ist die größte Waldwildniszone in Deutschland – ein zentraler Bestandteil des Wildnisschutzes in Deutschland und Europa.

Leider haben sich in den vergangenen Jahren jedoch am Südrand des Nationalparks Harz Entwicklungen vollzogen, die den Naturschutz massiv beeinträchtigen und auch negativ in den Nationalpark Harz hineinwirken werden, finden sie doch in unmittelbarer Nähe des Schutzgebiets statt. Am Wurmberg bei Braunlage in Niedersachsen wurden für den massiven Ausbau des hiesigen Skigebietes über 16 ha Wald für neue Pisten gefällt, für den Schneekanonenbetrieb wurde auf der Wurmbergkuppe ein 5000 Quadratmeter großer Beschneiungsteich gebaut, mit dessen Wasser jährlich 80.000 Kubikmeter Kunstschnee produziert werden sollen, und der Neubau von 600 Parkplätzen verschlang weitere Naturflächen. Die Niedersächsischen Landesforsten als wichtigster Grundeigentümer des Waldes am Wurmberg verdienen an diesen Natureingriffen nicht schlecht und sind sogar am Umsatz der Seilbahn und des Sessellifts der Wurmbergseilbahn GmbH & Co. KG beteiligt. Der Wurmberg trug in seinem Kuppenbereich einen Fichtenwald mit so hohem Natürlichkeitsgrad, dass diese Fläche einst sogar in den Nationalpark Harz einbezogen werden sollte, was jedoch an lokalen politischen Einsprüchen scheiterte. Die Folgen sind jetzt am Wurmberg zu besichtigen. Über 13 Mio. Euro verschlangen die Investitionen, und das mit zweifelhaftem Erfolg, weil sich aufgrund der klimatischen Entwicklung im vergangenen Winter die künstliche Beschneiung nur sehr eingeschränkt durchführen ließ. In diesem Winter zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab.

Nun sollte man denken, der Harz habe aus diesem Misserfolg gelernt, doch weit gefehlt. Von der Stadt Wernigerode, zu der auch die Nationalparkgemeinde Schierke gehört, werden weitere Abfahrtsskihänge und Loipen mit künstlicher Beschneiung geplant. Insgesamt unglaubliche 36 ha Waldfläche sollen gerodet werden, wovon 20 ha künstlich beschneit werden sollen.  Diese Flächen wurden 2001 unter Beteiligung des seinerzeitigen Nationalparkleiters Peter Gaffert aus dem Nationalpark ausgegliedert, um ein Nutzungsangebot für Skifahrer im Harz zu schaffen. Zeitnah war der Nationalpark in Richtung Ilsenburg erweitert wurden, so dass die Bilanz für den Naturschutz in diesem Fall nicht negativ war. Die Pläne für die jetzt geplanten massiven Natureingriffe am unmittelbaren Nationalparkrand werden verantwortlich wiederum von Peter Gaffert vorangetrieben – nunmehr in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode. GFN

Foto: Luftbild der massiven Waldeingriffe im ehemaligen Naturschutzgebiet Wurmberg bei Braunlage nahe des Nationalparks Harz. Foto: Dr. Hermann Fischer.


Erstes Hummelseminar im Harz

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg als Schulungsort für Mitarbeiter im Projekt ‚Hummelschutz in Niedersachsen‘

Hummeln gehören zu den beliebtesten Tieren überhaupt. Sie brummen durch unsere Gärten, besorgen wichtige Bestäubungsarbeiten, sehen hübsch bunt aus und tun keinem etwas. Leider ist die Idylle nicht ungetrübt, viele Hummelarten sind seit Jahren gefährdet und im Rückgang begriffen.
Die häufigen Arten, wie Erd-, Stein-, Garten- und Ackerhummel kennt fast jeder, aber die seltenen, hauptsächlich offenlandbewohnenden Arten sind weitgehend unbekannt und leider auch zum Teil sehr schwer zu bestimmen.

Um die seltenen Hummelarten geht es in dem NABU-Projekt ‚Hummelschutz in Niedersachsen‘, gefördert von der Bingo-Umweltstiftung.
Dieses Projekt, das der NABU Niedersachsen mit dem Wildbienenspezialisten Rolf Witt durchführt, dient der Erfassung von seltenen Hummelarten und der Verbesserung ihrer Lebensgrundlage. Leider ist die Artenkenntnis über diese Wildbienengruppe in Niedersachsen nicht weit verbreitet, sodass hier Hilfe dringend geboten ist. Erst wenn weitere Ergebnisse vorliegen, können Fördermaßnahmen umgesetzt werden. So sind Mooshummel, Sandhummel & Co. in erster Linie von einem reichen Blütenangebot bis in den Spätsommer auf extensiv bewirtschafteten Flächen mit Nistmöglichkeiten in naturnahen Randstreifen abhängig. Strukturen, die die sympathischen Pelzträger in unserer Landschaft immer seltener finden.

„Wir schulen hier heute zehn wissbegierige Ehrenamtliche aus dem Harz und dessen Vorland“, freut sich Projektleiter Rolf Witt, der auch in anderen Regionen des Landes auf rege Beteiligung hofft, um den Kreis aktiver Hummelschützer zu vergrößern.

Um landesweit ein Netz von Hummelfachleuten aufzubauen, bietet der NABU Niedersachsen für seine ehrenamtlichen Projektmitarbeiter in ganz Niedersachsen Seminare an, um die Artkenntnis zu fördern, Problembewusstsein zu erzeugen und den dramatischen Rückgang unserer Hummeln zu stoppen.

Sankt Andreasberg machte hier den Auftakt von einer Reihe von Schulungen, die in den kommenden Monaten an dezentralen Lernorten durchgeführt werden.

Wer sich für das Projekt interessiert und Lust hat, mit zu machen, kann sich informieren unter www.NABU-niedersachsen.de , oder direkt, bei: Martin Franke, martin.franke@NABU-niedersachsen.de oder (0511) 91 105.14

Foto 1: Bei dieser Schulung ging es in erster Linie um die Vermittlung von Kenntnissen zur Bestimmung von Hummeln im Gelände, einige Arten lassen sich aber nur am Stereomikroskop unterscheiden.
Foto Martin Franke

Foto 2: Erdhummel beim Pollensammeln in einer Schlafmohnblüte
Foto Walter Wimmer


Sonderstempel „25 Jahre freier Brocken“

In ganz Deutschland fanden schon die Feierlichkeiten zum Thema 25 Jahre Mauerfall statt und in der kommenden Woche ist es nun auch auf dem Brocken so weit. Am Mittwoch, dem 3.12. jährt sich zum fünfundzwanzigsten Mal die friedliche Befreiung des Brockens. Anlässlich des Jahrestages dieses historischen Ereignisses, bietet das Brockenhaus - einmalig an diesem Tag - allen seinen Besuchern freien Eintritt in die Ausstellung.

Außerdem hat das Brockenhaus zu diesem Jubiläum einen Sonderstempel „25 Jahre freier Brocken“ aufgelegt. Dieser Stempel ist vom 3.12. bis zum Jahresende gegen eine Spende erhältlich und kann auf Postkarten, Briefe, Wanderpässe und sonstiges gestempelt werden. „Diese Spenden gehen in diesem Jahr an die DRK Bergwacht Wernigerode, die man für ihrem freiwilligen Dienst hier oben auf dem Brocken gar nicht genug unterstützen kann“ erläutert Brockenhaus Geschäftsführer Christoph Lampert die Aktion.

Wir freuen uns auf die Feierlichkeiten und wünschen allen Gästen des Berges einen unvergesslichen Tag bei herrlichem Sonnenschein, so wie es auch vor 25 Jahren der Fall war.


25 Jahre freier Brocken - Ausstelllungseröffnung am 30.11. in Wernigerode

Wernigerode. 25 Jahre freier Brocken - unter diesem Titel steht die Fotoausstellung im Museum Schiefes Haus und im Rathaus in Wernigerode. In der Ausstellung wird die ganze Bandbreite des Wandels der Region Harz gezeigt: Die Grenze, der Mauerfall und die Brockenöffnung, die Liegenschaften der östlichen und westlichen Geheimdienste, der Wandel der Natur vom Sperrgebiet zum Nationalpark und der Brocken heute als einer der wichtigsten Tourismusorte der Region Harz.

Gezeigt werden auch Zeitsprünge von der innerdeutschen Grenze vom nördlichen Vorharz bis ins Eichsfeld. Die Gegenüberstellungen von historischen Fotos und Bilder von heute zeigen den Wandel: Ehemals verschlossene Orte sind heute frei zugänglich und wichtige touristische Attraktionen des Harzes. Es ist die bisher umfangreichste Fotodokumentation des Mauerfalls und des Wandels im Harz.

Ergänzt wird die Ausstellung durch den Bildband „Der Brocken – ein freier Berg“.

Hindergrund: Seit Anfang der 80er Jahre arbeitet Hansjörg Hörseljau als Fotojournalist in der Region Harz. Auftraggeber sind u. a. Magazine wie DER SPIEGEL, FOCUS und DIE ZEIT. Neben Auftragsarbeiten widmet sich der Fotograf eigenen fotografischen Langzeitprojekten. Dazu zählte auch die innerdeutsche Grenze und ihr Umfeld. Die Unerreichbarkeit des Brockens war wie die Unüberwindbarkeit der Mauer in Berlin ein Symbol für die Teilung und 1989 die Wiedervereinigung. Mit dem Mauerfall und der Brockenöffnung rückte die Region endlich wieder ins öffentliche Interesse. Als einer ihrer letzten Stützpunkte in Deutschland verließen die russischen Streitkräfte am 30. März 1994 den Brocken. Die ehemalige Grenze, das Zusammenwachsen der ursprünglich getrennten Landesteile und der Brocken spielen in der fotografischen Arbeit von Hansjörg Hörseljau eine besondere Rolle. In seinen beiden Bildbänden über den Brocken (Der Brocken – ein freier Berg, www.brockenbuch.de) hat Hanjörg Hörseljau das dokumentiert. Mit seinen Fotos hält er die Veränderungen in seiner Heimat fest, die sonst in Vergessenheit geraten. Die politischen Umwälzungen und der Mauerfall haben bis heute gravierende Auswirkungen auf die Landschaft und die Menschen. Die Geschichte in der Provinz, fernab der großen Medien wird oftmals vergessen, obwohl sie genauso spannend ist. Die Fotos von Hansjörg Hörseljau zeigen die Veränderungsprozesse und den Wandel. Seine Fotos sind ein geschichtliches und kulturelles Gedächtnis der Region Harz. Eröffnung der Ausstellung am 30.11.2014, 11 Uhr durch Dr. Michael Ermrich (Harzklubvorsitzender und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes). Er ist ebenfalls Zeitzeuge der Brockenöffnung am 3. Dezember 1989.

Ort: Museum Schiefes Haus, Klintgasse 5, 38855 Wernigerode
Dauer: 30. November 2014 bis 30. Juni 2015
Geöffnet täglich von 11 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Weitere Informationen bei Hansjörg Hörseljau, Tel. 05323/9489220 oder 0171/7456339, email hansjoerg@hoerseljau.de


Jetzt für das Commerzbank-Umweltpraktikum 2015 im Nationalpark Harz bewerben

Wernigerode. Die Commerzbank ermöglicht Studierenden aller Fachrichtungen bereits zum 25. Mal ein abwechslungsreiches Praxissemester in den schönsten Naturlandschaften Deutschlands. Die Bewerbungsfrist für die 50 Plätze des Umweltpraktikums läuft bis zum 15. Januar 2015.

An bundesweit 25 Standorten können die Teilnehmer ein mehrmonatiges Praxissemester absolvieren – vom Watzmann bis zum Wattenmeer. In den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für die Natur mit praktischen Erfahrungen zu verbinden. Im Mittelpunkt des Praktikums stehen die großen Aufgaben unserer Gesellschaft: Umwelt und Klimaschutz. Die Studierenden erhalten praxisnahe Einblicke in vielfältige Aufgabenbereiche – insbesondere die Arbeitsabläufe in den Schutzgebieten. Darüber hinaus realisieren die Praktikanten eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Commerzbank unterstützt mit einem Praktikantenentgelt und bezahlt die Kosten für die Unterkunft. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum hat sich zu einer wesentlichen Größe im gesellschaftlichen Engagement der Commerzbank entwickelt. Seit Beginn des Projekts vor 25 Jahren haben mehr als 1.400 Praktikanten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen tragen ihre Erfahrungen dann in Bereiche der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Umwelt. Vielen wurde der spätere Einstieg ins Berufsleben durch die Erfahrungen im Umweltpraktikum geebnet. Die Bewerbung zum Commerzbank-Umweltpraktikum ist ab sofort ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

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Praxisbericht 2014: Anna Blesch
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Was war im Praktikumsjahr 2014 los? Eine der vier Commerzbank-Umweltpraktikanten im Nationalpark Harz war Anna Blesch. Die 23-jährige Studentin aus Baden-Württemberg unterstützte für drei Monate die Arbeit des Nationalpark-Bildungszentrums Sankt Andreasberg. Ihr Aufgabenfeld war dabei weit gefächert: Vorträge und Aktionen für Senioren im Altersheim und über die Wildkatze sowie andere Tiere, wöchentliche Junior-Ranger-Gruppenbetreuungen, Durchführung einer Nationalpark-AG für Grundschüler und vieles mehr. Darüber hinaus half sie bei der Vorbereitung und Umsetzung von neuen Umweltbildungsprogrammen. Ihre ehrenamtliche Erfahrung als Betreuerin und Organisatorin in einem Zeltlager für Kinder konnte sie hier gut in die Arbeit einfließen lassen, z.B. bei der Vorbereitung und Durchführung des jährlichen Wildniscamps. „Das Commerzbank-Praktikum ist eine tolle Möglichkeit für mich, praxisnahe Erfahrung im Bereich der Umweltbildung zu sammeln und gleichzeitig hinter die Ku
lissen eines Nationalparks schauen zu können. Ich bin durch mein Studienfach „Waldwirtschaft und Umwelt“ begeistert von der Nationalparkidee. Nun vor Ort zu sehen und zu erleben, wie die Idee umgesetzt wird, ist einfach unbezahlbar!“, so Anna Blesch.

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Kinderfest Braunlage
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Auch auf dem Kinderfest Braunlage war Anna Blesch aktiv. Dort stellte sich die Junior-Ranger-Gruppe „Wölfe“ des Nationalparks Harz mit einem aktionsreichen Stand vor. Es gab viel zu erleben und der Stand der Junior-Ranger fand regen Zulauf. Die Kinder bastelten hier summende Borkenkäfer, puzzelten um die Wette, tauchten spielerisch in das Leben eines Borkenkäfers ein und liefen barfuß über einen angelegten Barfußfühlpfad. So wurde die Natur mit allen Sinnen erlebbar. Voller Elan gaben die begeisterten Junior-Ranger ihr Wissen über den Borkenkäfer weiter und auch bei anderen Fragen standen sie den interessierten Kindern und Eltern Rede und Antwort. „Das macht uns einfach super viel Spaß!“ meinten die Junior-Ranger Joyce, Greta und Enya. Unterstützt wurden sie dabei neben Anna Blesch auch von der Mitarbeiterin Sandra Meckbach-Wolter aus dem Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg.

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Mord im Regenwald – Harzer Junior-Ranger lösen Fall
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Anna Blesch und ihr Commerzbank-Praktikumskollege Bastian Deinert waren ebenfalls mit bei der Sache, als das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg im alten Forsthaus Sonnenberg naturbegeisterten Junior-Rangern ein Aktionswochenende rund um das Thema Regenwald anbot. Spielerisch lernten sie dabei viel über Abholzung, Plantagenwirtschaft und was das eigentlich alles mit ihnen zu tun hat. Vorbereitet und durchgeführt wurde das aktionsreiche Programm von ihnen gemeinsam mit den Mitarbeitern Max Gersema und Julia Zigann vom Freiwilligen Ökologischen Jahr.

Mit Schlafsack und Isomatte ausgerüstet zogen die Kinder am Samstagmorgen in das alte Forsthaus Sonnenberg ein. Nach einer thematischen Einführung wurden sie feierlich in den Regenwald-Stamm aufgenommen und von einem Stammesältesten durch den Sonnenberger Regenwald geführt. Dabei lernten sie viele Geschichten und Besonderheiten über dessen einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Die Begeisterung der Kinder war schnell geweckt – daran konnte auch das durchwachsene Wetter nichts ändern. Schließlich befanden sie sich im Regenwald! Auf ihrem Streifzug durch den Wald kamen sie auch an einer riesigen Kahlschlagfläche vorbei. „Was war hier nur geschehen?“ fragten die Kinder aufgeregt. Der Regenwald ist in Gefahr: Großgrundbesitzer und andere Investoren kaufen den Wald auf, um ihn für die Fleischproduktion und Plantagenwirtschaft zu roden. Pflanzen und Tiere verschwinden und auch der Stamm ist gezwungen fortzugehen. Die Kinder waren sich sofort einig: Das müssen wir verhindern!
Wir kämpfen für unsere Rechte! Vom Großgrundbesitzer wurden sie sofort abgewimmelt. Auch Polizei und Staatsbeamte konnten ihnen nicht weiterhelfen. Doch so schnell ließen sich die Kinder nicht entmutigen, hatten sie doch schon so viel zusammen erlebt und gemeistert. Sie überquerten in Teamarbeit ein Moor, schlüpften durch ein riesiges Spinnennetz und passierten eine alte Hängebrücke. Dies machte nicht nur allen viel Spaß, sondern festigte gleichzeitig auch das Gemeinschaftsgefühl.

Mittags stärkten sich die hungrigen Detektive mit leckerem Selbstgekochtem. Doch dann geschah das Unerwartete: Der Stammesälteste wurde kaltblütig ermordet, als die Gruppe mit einem freien Journalisten über die Abholzung sprach. Nachdem sie den ersten Schreck verdaut hatten, siegte die Neugier: Steckte hinter dem Mord die Regierung, die Polizei oder der Großgrundbesitzer, der auf den ehemaligen Regenwaldflächen Rinder weiden lässt? Mit jeder weiteren Aktion kamen die Kids der Wahrheit ein Stück näher, bis am Ende deutlich wurde: Es muss der Großgrundbesitzer gewesen sein! Von der Polizei wurde dieser unter jubelndem Geschrei abgeführt.

Abends am Lagerfeuer wurde der Tag bei Stockbrot und Folienkartoffeln noch einmal reflektiert. Voller Stolz erzählten die Junior-Ranger von ihren gemeinsamen Taten – mussten doch einige Hürden bezwungen werden, bis der Schuldige endlich gefasst war. Von den vielen Eindrücken und spannenden Erlebnissen erschöpft, schlüpften die Kinder abends glücklich und zufrieden in ihre Schlafsäcke. Am nächsten Tag lernten sie viel über die Palmölfrucht und wie viele alltägliche Lebensmittel Palmöl enthalten, was die Kinder sichtlich überraschte. Auch beim Papierschöpfen, bei dem sie selbst dieses alltägliche Produkt herstellten, wurde noch einmal deutlich, wie viel Papier sie täglich verbrauchen. Alle Betreuer und Kinder waren sich am Ende einig: So ein tolles Aktionswochenende soll bald wieder stattfinden.

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Über die Commerzbank
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Die Commerzbank ist eine führende, international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Kernmärkte der Commerzbank sind Deutschland und Polen. Mit den Geschäftsbereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und Central & Eastern Europe bietet sie ihren Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Investoren ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen an. Die Commerzbank finanziert über 30 % des deutschen Außenhandels und ist unangefochtener Marktführer in der Mittelstandsfinanzierung. Mit den Töchtern comdirect und der polnischen mBank verfügt sie über zwei der weltweit innovativsten Onlinebanken. Die Commerzbank betreibt mit rund 1.200 Filialen eines der dichtesten Filialnetze der deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Bank rund 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden. Die 1870 gegründete Bank ist an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt vertreten. Im Jahr 2013 erwirtschaftete sie mit durchschnittlich rund 54.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von mehr als 9 Milliarden Euro.

Alle Fotos: Nationalpark Harz.


„Wildnisforum Nationalpark Harz 2014“ - Tagung im Kloster Drübeck am 1. / 2. Dezember

Wernigerode – Ilsenburg-Drübeck. Wie Wildnisbildung Naturschutzziele in Nationalparken bereichern kann, steht im Fokus des Wildnisforums Nationalpark Harz vom 1.-2. Dezember 2014. Im Rahmen des Forums wird das dreijährige Projekt „Wildnis macht stark“ und dessen Resultate vorgestellt.

Lebhafte Eindrücke aus der Wildnisbildung im Nationalpark Harz, die übergeordnete Sicht von Bundesamt für Naturschutz, BUND und DBU sowie Einblicke in die Erfahrungen anderer Großschutzgebiete werden im Laufe des Forums beleuchtet. Darsteller aus Forschung, Lehre und Praxis sowie aus anderen Schutzgebieten werden ihre Perspektive einbringen. In einer Podiumsrunde kommen die Kooperationspartner des Projekts „Wildnis macht stark“ zu Wort.

Am Ende des Forums werden in verschiedenen Workshops konkrete Impulse erarbeitet, um die Wildnisbildung in Großschutzgebieten zu etablieren und weiterzuentwickeln.

Tagungsort: Evangelisches Tagungszentrum Kloster Drübeck, Klostergarten 6, 38871 Ilsenburg, Tel. 039452-94334, www.kloster-druebeck.de
Veranstalter: Nationalparkverwaltung Harz, Deutsche Naturschutzakademie und BUND.
Weitere Informationen siehe www.nationalpark-harz.de


UNSER HARZ November – Der Harzer Wald, die Stolberger Damenkapelle, 25 Jahre Mauerfall und vieles mehr

Clausthal-Zellerfeld. Harzer Wald – Produktionsfläche oder Lebensraum? Zusammenführen, was zusammengehört – Institutionelle Zusammenarbeit und infrastrukturelle Wiedervereinigung im Harz und Harzvorland. Als Zäune und Mauern Deutsche trennten – Todesstreifen, Stacheldraht und Selbstschussanlagen. Oberharzer Mundart „es Ewerharzerische“. Die Stolberger Damenkapelle – Erzähltes, Gesammeltes, Teil 4. Hohe Wertschöpfung für die Harzregion – Forschungsergebnisse der Universität Würzburg – das sind die wesentlichen Stichworte aus dem Inhalt des aktuellen Hefts.

Harzer Wald und Forstwirtschaft einmal anders betrachtet und hinterfragt. Der Autor Karl-Friedrich Weber regt an, ein Stück weiter zu denken, sich nicht durch vordergründig ökonomische Aspekte blind machen zu lassen für ein umfänglicheres Denken, Sehen und Empfinden. Wie gut würde das auch unseren Wäldern tun!

Das Titelbild deutet es schon an: Zum 25. Mal jährt sich die Öffnung der innerdeutschen Grenze. Zwei Artikel widmen sich auf unterschiedliche Weise diesem Ereignis, der erste schildert, auf welche Weise die Grenze in verkehrs- und verwaltungstechnischen Bereichen überwunden wurde, der zweite befasst sich mit den immer perfider ausgeklügelten Maßnahmen der Grenzsicherung.

Der Bericht zur Oberharzer Mundart zeigt, wie viele Einflüsse die hiesige Mundart geprägt haben und wie sie entsprechend auch von Ort zu Ort variiert.

Der vierte Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle befasst sich diesmal mit der Kuh und mit der Milchverwertung, die nicht immer ganz einfach war.

Im Nationalparkforum wird darüber informiert, dass der Nationalpark mit seinen touristischen Impulsen nicht nur für den Naturschutz, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht einen bedeutenden Beitrag für den Harz leistet.

Auf der Rückseite stellt sich diesen Monat der Röhrigschacht in Wettelrode vor, wo alljährlich das Barbarafest mit einem ökumenischen Gottesdienst gefeiert wird, untertage in fast 300 m Tiefe, wohin die Besucher per Seilfahrt und Grubenbahn gebracht werden.


Braunkohle, Erdfälle und Salz – die Börde hat im Untergrund viel zu bieten – Landschaft besser verstehen – Geopark-Landmarkenfaltblatt Burg Ummendorf vorgestellt

Burg Ummendorf in der Börde. Zur Vorstellung eines neuen Faltblatts hatte der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen jüngst in das Börde-Museum Burg Ummendorf eingeladen – und sogar der Landrat Hans Walker war persönlich gekommen.

Vor einem interessierten Publikum stellte Dr. Henning Zellmer, der Geschäftsführer des Geoparks, das neue Faltblatt gemeinsam mit den Autoren vor. Es umfasst 14 Seiten und beschreibt anschaulich die Burg Ummendorf als sogenannte „Landmarke“, von der aus man die geologisch, naturkundlich und kulturhistorisch interessanten Punkte der Börde ansteuern und erleben kann. Beschrieben sind die Salzwiesen von Wormsdorf, die Relikte des ehemaligen Bergbaus bei Wefensleben und im Allertal, die Umgebung von Marienborn, Harbke mit Schlosspark und Lappwaldsee, die Stiftskirche Hamersleben und das Große Bruch, der Untergrund von Oschersleben und Hadmersleben, das Kloster Gröningen, das inmitten einer interessanten Erdfall-Landschaft mit eingebrochenen Höhlen liegt, sowie der Kalkberg von Westeregeln mit seinen geologischen Besonderheiten und dem Museum. Auch das Grüne Band ist ein Thema im neuen Faltblatt.

Es ist also viel los unter den Böden der Börde – und das ist in diesem neuen Faltblatt interessant und anschaulich erläutert. Das bestätigte auch der Landrat Hans Walker, indem er feststellte, dass viele Menschen der Region seit dem Ende des Bergbaus nicht mehr so einen starken Bezug zur Vielfalt des Untergrundes in der Börde haben wie früher. Dieses Wissen, das im neuen Faltblatt und auch im Börde-Museum Burg Ummendorf vermittelt wird, könne jedoch zu einem besseren Heimatverständnis und damit auch zur touristischen Entwicklung der Region beitragen. Die müsse über den Tellerrand und politische Grenzen hinausgehen – das wurde auch von den Gästen der Veranstaltung so gesehen, die sich rege an der Diskussion beteiligten. Der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen ist einer der größten der Welt und eine hervorragende Grundlage für einen spannend gemachten Geotourismus. Diese Potenziale müssten nun besser genutzt werden.

Wie das geht, haben das Braunschweiger Land und der Harz schon vorgemacht – dort haben die Landmarkenfaltblätter bereits die Auflage von 2 Millionen Stück überschritten. „Ein Erfolg, den sich zu Beginn unserer Arbeit kaum jemand erträumt hat“, so der ebenfalls anwesende Vorsitzende des Geopark-Beirats Dr. Volker Wilde. Die Autoren des Faltblatts, Dr. Friedhart Knolle und Dr. Rainer Schulz, beide in Wernigerode ansässig, wünschten sich ebenfalls eine weite Verbreitung des Faltblatts, dass ab sofort im Börde-Museum Ummendorf kostenlos erhältlich ist. Es reiht sich ein in eine ganze Serie von Schriften des erst 2002 gegründeten Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen. Sie sind großenteils auch im Internet verfügbar.

Der Flyer wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sachsen-Anhalt der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V. und mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz Sachsen-Anhalt erstellt.

Die neue Leiterin des Börde-Museums, Frau Dr. Nadine Panteleon, hatte mit den Museumsräumen einen würdigen Rahmen für die Vorstellung der geologischen Vielfalt der Region gegeben – auch sie begrüßte diese neue Informationsmöglichkeit, die ab sofort neben den bisher schon erschienenen Schriften zur Region im Museumsshop erhältlich sein wird.


Geocacher-Treffen am Klostergut Wöltingerode mit anschließender geologischer Wanderung durch den Harly – spannende Einsichten und Aussichten für nahezu 100 Geocacher im GeoPark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen

Goslar – Vienenburg. Jüngst trafen sich annähernd 100 Geocacher bei schönstem Herbstwetter im Biergarten des Klosterguts Wöltingerode in Goslar-Vienenburg. Eingeladen hatte Christoph Sehrt, in Cacherkreisen besser bekannt als „Nine&Dido“, um mit gleichgesinnten den „Internationalen EarthCache Day“ zu begehen – und die Resonanz war riesig.

Geocaching ist mittlerweile auch in Deutschland zu einer Trendsportart geworden, bei der man mit Hilfe eines GPS-Gerätes „Schätze“ in der Natur sucht. Die Verstecke werden im Internet in Form von Koordinaten angegeben und mit Hilfe des GPS-Gerätes kann man die zumeist aus Tupperbehältern bestehenden Schätze finden. War man erfolgreich, so trägt man sich vor Ort in ein Logbuch ein und kann seinen Erfolg dann ebenfalls auf einschlägigen Seiten im Internet teilen. Größter Anbieter in Deutschland ist Geocaching.com mit über 300.000 eingetragen „Caches“ in Deutschland.

Von dieser Seite kam auch die Idee des „Internationalen EarthCache Day“. Sogenannte „EarthCaches“ bestehen nicht aus physischen Behältern, sondern sind zumeist Geotope, also geologische Aufschlüsse. Ziel dieses Programms ist es, das Thema Geologie populär greifbar und erlebbar zu machen.

Aus dem Anlass wurde auch der Harzer Geologe Dr. Friedhart Knolle als Fachreferent eingeladen. Er führte die Gruppe Geocacher über den Höhenzug des Harly mitten im Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und erklärte anschaulich und verständlich den geologischen Aufbau und die Zusammenhänge von Erdgeschichte, Flora und Fauna und auch menschlichen Fehlern aus der Vergangenheit, die uns vor Fehlentscheidungen in der Zukunft bewahren können. Denn am Harly war 1930 das Kalibergwerk Vienenburg nach einem katastrophalen Laugeneinbruch komplett abgesoffen – eine ähnliche geologische Situation weist heute der Salzstock der Asse mit seiner Atommülldeponie auf. Interessiert und wissbegierig folgte die Gruppe den Ausführungen des BUND-Experten und alle waren sich am Ende der dreistündigen Führung, die auch den Harlyturm einbezog, einig: Solch eine Führung muss es bald mal wieder geben und die nächsten Schatzsuchen werden mit einem erweiterten Blick auf den Naturschutz und auf geologische Zusammenhänge erfolgen.

Fotos: Geologie wird im Harly verständlich - fast 100 Geocacher waren dabei. Fotos: Christoph Sehrt


Herbstferien am HohneHof

Wernigerode. In der Ferienwoche lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof zu einem vielseitigen Programm in den Nationalpark Harz ein. So treffen wir uns am Dienstag, den 28. Oktober um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne, um das letzte Mal in diesem Jahr zu einer Entdeckertour auf den Löwenzahnpfad zu starten. Nach den Herbstferien werden die Stationen abgebaut, um in unserer Werkstatt mit neuer Farbe und kleinen Reparaturen für die nächste Saison wieder einsatzbereit gemacht zu werden.

Am Mittwoch ist unser Rangertag, an dem wir unsere großen und kleinen Gäste zu herbstlichen Basteleien und zum Verweilen an der großen Feuerschale einladen. Für den kleinen Hunger kann man sich natürlich wieder Stockbrot backen - ein Leckerbissen nicht nur für die kleinen Gäste!

Am Donnerstag, den 30.Oktober, beginnt um 10.15 Uhr ab Parkplatz Drei Annen Hohne ein Herbstspaziergang mit unserem Nationalpark-Pferd Max. Max ist sehr kinderfreundlich, auch wenn er sonst bei Waldarbeiten seine Kräfte zeigen muss. Auf der Wanderung erfährt man Wissenswertes über den Nationalpark, über die Aufgaben von Rückepferden und natürlich über den HohneHof.

Auch am Freitag, den 31. Oktober erwartet der HohneHof seine Gäste und bietet mit Basteleien, der Feuerschale und mit Informationen zum neuen Besucher-Leitsystem für jeden etwas zum Entdecken und zum Verweilen. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Foto von Ingrid Nörenberg


Bucheckern-Ernte für die Waldentwicklung im Nationalpark Harz

Wernigerode. Seit etwa drei Wochen liegen im Altbuchenwald zwischen Sandtal und Tiefenbach im Nationalparkrevier Scharfenstein bei Ilsenburg grüne Netze unter alten Buchen. Sie sollen die herunterfallenden Bucheckern auffangen, damit aus ihnen dann in der Baumschule kleine Buchen für die Nationalpark-Waldumwandlung herangezogen werden können.

In diesem Jahr tragen viele Waldbäume reichlich Früchte, es ist ein „ Mastjahr“. Der Begriff kommt aus dem Mittelalter und weist darauf hin, dass damals Haustiere – insbesondere Schweine – in den Wald getrieben wurden, um die energiereichen Baumsamen wie Eicheln und Bucheckern zu fressen, damit sie Speck ansetzen. Heute gibt es die Waldweide nicht mehr.

      

Für den Nationalpark Harz sind diese Bucheckern von großer Bedeutung. Durch die Ernte in der eigenen Fläche wird gewährleistet, dass nur heimisches Saatgut für das benötigte Pflanzgut eingesetzt wird. Beerntet werden nur bestimmte, anerkannte Waldbestände, die aufgrund ihrer Eigenschaften wie Stabilität, Gesundheitszustand und Wuchsverhalten besonders geeignet sind.

Die kleinen Buchen, die aus dem Saatgut gezogen werden, stehen in etwa zwei Jahren zur Verfügung. Ein Teil der Bucheckern wird eingefroren, um mehrere Jahre lang Buchenpflanzen zur Verfügung zu haben.

In dieser Woche beginnt im Nationalpark Harz die Herbstpflanzung. Es werden vorrangig Buchen gepflanzt, aber auch Mischbaumarten wie Bergahorn oder Roterle. Alle Pflanzungen dienen der ökologischen Aufwertung in der Naturentwicklungszone des Nationalparks.

Fotos zum Thema, Fotos: Nationalpark Harz


UNSER HARZ Oktober 2014: Der erste Brockenflieger Fritz Jaschinski und seine Frau Susanne – zwei deutsche Schicksale; Das ungeheure Erlebnis der Natur im Harz hat unvergängliche Spuren hinterlassen - zum 150. Geburtstag von Ricarda Huch (1864 - 1947); Das Forstwesen und der Wald; Ein Wichtel aus dem Harzer Wald – Eine fremde Heimat? Die Stolberger Damenkapelle, Teil 3; Nationalparkforum: Einladung zum Fotowettbewerb

Clausthal-Zellerfeld. Das Titelbild deutet es schon an: UNSER HARZ greift das Thema „Forstwirtschaft und ihre Auswirkungen auf unsere Wälder“ auf. An vielen Stellen mehren sich kritische Stimmen zum Ausmaß und der Art der heutigen Waldnutzung, manche sprechen hier auch von Waldzerstörung. Gerade in den Landesforsten wird besonders rigide gefällt - ob im Frühjahr, wenn die Vögel nisten, oder im Sommer, wenn das Harz aus den Bäumen schießt und der Waldboden weich ist, so dass die schweren Maschinen tiefe Spuren hinterlassen. Zurück bleibt ein trauriges Waldbild – zerfurchte Wege und Böden und oft meterhohe Reisighaufen als „Altholz“, so dass der Unterwuchs des Waldes und viele Wege auf Jahre hinaus zerstört sind. Aber auch alte Solitärbäume werden gefällt, ohne dass es hierfür einen sichtbaren Grund gibt, zeigt der Stumpf doch ein kerngesundes Holz. Auch im Welterbe und an anderen Stellen wird nicht darauf geachtet, das Landschaftsbild erträglich zu halten oder historische Spuren, wie z. B. alte Grabenhorizonte, sicht- und begehbar zu hinterlassen. Die Landesforsten ordnen sich dem Slogan der Holzbranche „Wir müssen die Nachfrage befriedigen“ unter und betrachten sich mittlerweile als ökonomisch ausgerichteten Betrieb, doch ist diese Einstellung wirklich richtig? Im Oktoberheft erscheint zunächst der Artikel eines ehemaligen Forstmanns, im November wird der Beitrag eines Waldökologen folgen. Auch der Harzwichtel beklagt den respektlosen Umgang mit dem Wald und Dieter Utermöhlen hat ihn darin mit einem Bild bestärkt.

Das Heft beginnt mit einer ausführlichen Fortsetzung des Brockenflieger-Artikels im Maiheft 2013, in dem das weitere Schicksal Karl Jaschinskis und seiner Frau dargestellt wird. Der zweite Beitrag in beschäftigt sich anlässlich ihres 150. Geburtstages mit Ricarda Huch, deren prägende Kindheitserlebnisse im Harz in vielen Zitaten Ausdruck finden. Der dritte Teil der Serie über die Stolberger Damenkapelle erzählt vom Leben der Kuhhirten und im Nationalparkforum wird zum Fotowettbewerb von Nationalpark und Jungfer-Druckerei eingeladen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1


Brockengartensaison am 15.10.2014 beendet

Wernigerode. Am Mittwoch, den 15.10.2014 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt. Da in diesem Jahr die Vegetationsentwicklung ca.14 Tage eher begann, sind die so genannten Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri) aus China erstmals in den vergangenen 24 Jahren am letzten Gartentag schon verblüht. Allerdings besteht am 15.10. noch die Chance, die „Zwillingsgeschwister“ dieser Pflanze (Gentiana sino-ornata und Gentiona ternifolia), die auch der Gruppe der Wellensittichenziane zugeordnet werden, in Augenschein zu nehmen.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2014 besuchten trotz des ungemütlichen Sommerwetters ca. 6480 Nationalparkbesucher den Brockengarten. War das Wetter schön, war die Anzahl der Gäste erwartungsgemäß deutlich höher als an Tagen mit Regen, Sturm und Nebel.

In der Gartensaison 2014 wurden 3650 Brockenbesucher von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 19 Sonderführungen für Fachleute, aber auch für Studenten und Schüler, an denen insgesamt 610 Personen teilnahmen. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 2220 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Brocken-Rundwegsführung.

Der Brockengarten erfüllt im Nationalpark Harz verschiedene Aufgaben – er dient der Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks. Gleichzeitig ist er ökologische Feldstation, die Renaturierungs-, Arten- und Biotopschutzmaßnahmen auf dem Brockenplateau koordiniert und umsetzt.

Besonders freuen wir uns natürlich über die Inanspruchnahme der Anlage durch die Universitäten, sei es im Rahmen von studentischen Master- oder Promotionsarbeiten sowie auch im Rahmen von Geländepraktika.

Zur Erhöhung des Bekanntheitsgrads der Anlage trug auch der Tag des offenen Denkmals am 14.9.2014 bei. Da der 1890 gegründete Brockengarten als Gartendenkmal registriert ist, wurden am Tag des offenen Denkmals Sonderführungen angeboten.

Besonders erfreulich ist, dass wie in den vergangenen Jahren viele ausländische Gäste den Brockengarten besuchten. Es waren Gäste aus Georgien, Korea, Russland, Frankreich, Belgien, Bulgarien, den Niederlanden, der Türkei, Italien, England, den USA, Japan und China in unserer Anlage.

Die jetzt beginnende Winterpause ist erst Mitte Mai 2015, wenn die Brockenanemone ihre Blüten zeigt, beendet.

Foto des Wellensittich-Enzians aus China im Brockengarten; Foto Dr. Gunter Karste.


Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ mit Verleihung des Andreas-Kunstpreis feierlich eröffnet – Andreas-Kunstpreis geht an „Mars“ von Mario Krohnen

Braunlage-Sankt Andreasberg und Wernigerode. Der Andreas-Kunstpreis wurde im Rahmen der Vernissage der 20. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg am 27.9.2014 von der Staatssekretärin im Niedersächsischen Umweltministerium Almut Kottwitz und der Sankt Andreasberger Sparkassen-Leiterin Bärbel Zindel an den in Detmold lebenden Künstler Mario Krohnen vergeben. Mit seinem kinetischen Rotationsobjekt „Mars“ überzeugte er die Jury. Der Andreaskunstpreis ist mit 2000 € dotiert. Darüber hinaus zeichneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote die Künstlerin Heike Negenborn aus Windesheim für „Net-scape 1“ (Acryl und Graphit auf Leinwand) und den Künstler Max Weisthoff aus Kiel für „Mars“ (Objekt – Fahrradschlauch) aus. Beide Auszeichnungen sind mit 500 € dotiert. Die Preise werden von der Sparkasse Goslar/Harz gestiftet.

Bereits zum 20. Mal findet vom 28.9. - 25.10.2014 die Ausstellung an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde statt. Ihr Anspruch: Berühren, Reflektieren, Erkenntnis gewinnen! Die Ausstellung will mit den Mitteln der Kunst einen emotionalen Zugang zur Natur schaffen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich – eine feinfühlige Herausforderung, die zum Nachdenken anregt.

Mit insgesamt 834 Kunstwerken hatten sich in diesem Jahr 459 professionelle Künstlerinnen und Künstler unter anderem aus Argentinien, Deutschland, Frankreich, Israel, Japan, Österreich, Polen, der Schweiz, Südafrika und den USA um den Andreas-Kunstpreis beworben. Eine fachkundige Jury hat daraus 121 Arbeiten von insgesamt 98 Künstlern aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst ausgewählt. Über die deutschen Grenzen hinaus ist die Kunstausstellung in Künstlerkreisen zu einer festen Größe geworden. Das Thema NATUR – MENSCH erfreut sich über Jahre hinweg steigender Beliebtheit.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober 2014 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, der St. Andreaskirche, der Martini-Kirche und dem Kurpark zu sehen. Parallel wird eine Kinder-Kunstausstellung im Nationalparkhaus und im Kurhaus gezeigt.

Der vom Regionalverband Harz e. V. bezuschusste Katalog zur Ausstellung kostet 15 Euro und kann vor Ort erworben oder über die Veranstalter bezogen werden.

Anliegend Fotos der ausgezeichneten Künstler bzw. Kunstwerke und ein Gruppenfoto, v.l.: Mario Krohnen (Andreas-Kunstpreis), Almut Kottwitz (Staatssekretärin im Niedersächsischen Umweltministerium), Max Weisthoff (Auszeichnung), Hartmut Humm (Ortsvorsteher Sankt Andreasberg), Heike Negenborn (Auszeichnung), Dr. Elfi Krajewski (Laudatorin), Stefan Grote (Bürgermeister der Stadt Braunlage), Andreas Pusch (Nationalpark Harz), Bärbel Zindel (Sparkasse Goslar/Harz), Werner Grübmeyer (Nationalpark-Beirat). Fotos: Ingrid Nörenberg


Qualität in der Besucherbetreuung: Wie werden Besucherführungen lebendig gestaltet? Dieser Frage gehen 21 Vertreter aus acht europäischen Ländern im Internationalen Haus Sonnenberg nach

Sankt Andreasberg. Im Rahmen des EU-Projektes "HeriQ – Quality in Heritage Interpretation" wird im Internationalen Haus Sonnenberg ein einwöchiger Zertifizierungskurs für Natur-, Museums- und Stadtführer entwickelt. Grundlage ist das Konzept der Natur- und Kulturinterpretation, das in den Nationalparken der USA entstanden ist und nach dem heute weltweit auch in vielen Museen, Zoos und Botanischen Gärten gearbeitet wird.

Das Arbeitstreffen wurde am Montag im Senckenberg-Naturmuseum in Frankfurt eröffnet. Als Vertreter des Dachverbandes Interpret Europe erklärte dort Michael Glen in seiner Begrüßungsansprache, die Bewahrung des europäischen Natur- und Kulturerbes setze voraus, dass die Menschen spüren, in welcher Form dieses Erbe Teil ihrer Identität ist. Von dort ausgehend müsse man sich fragen, wie eine gemeinsame Zukunft nachhaltig gestaltet werden kann. Das Projekt HeriQ leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

Dass das Internationale Haus Sonnenberg im Nationalpark Harz als Veranstaltungsort gewählt wurde, kommt nicht von ungefähr. Vor mehr als zehn Jahren war von dort aus bereits das EU-Projekt "TOPAS – Training of Protected Area Staff" geleitet worden. Die Qualitäten, die heute europaweit diskutiert werden, wurden im Internationalen Haus Sonnenberg erstmals gefasst. Veranstaltungsleiter Thorsten Ludwig erklärte dazu: „Hinter vielen Natur- und Kulturgegenständen verbergen sich Geschichten, die diese Gegenstände für den Einzelnen bedeutsam machen, und die es spannend zu enthüllen gilt. Der unmittelbaren Begegnung mit den Dingen, mit den Menschen, die für diese Dinge stehen und mitden Orten, an denen diese Dinge aus erster Hand erfahrbar werden, kommt gerade im Zeitalter der elektronischen Medien eine herausragende Bedeutung zu.“

Die vielfältig zusammengesetzte Projektgruppe, die aus Bürgermeistern und Mitarbeitern von Nationalparken, Universitätsdozenten und Naturführern besteht, erprobt im Rahmen ihres einwöchigen Aufenthalts zunächst selbst einfache Übungen für Naturführer, im nächsten Schritt wird an Kursinhalten zur Durchführung entsprechender Fortbildungen gearbeitet und schließlich werden Projekte in Angriff genommen, die die Verankerung dieser Ansätze in unterschiedlichen europäischen Regionen zum Ziel haben. In diesem Zusammenhang stand auch ein Besuch des Weltkulturerbes Goslar auf dem Plan, wo sich die Teilnehmer am Donnerstag mit Stadtführern trafen.

Weitere Untersuchungen werden an Einrichtungen in Frankreich, Griechenland und Bulgarien durchgeführt, bevor die Ergebnisse im Oktober bei einem Arbeitstreffen in Rom ausgewertet werden. Der einwöchige Kurs für Natur-, Museums- und Stadtführer soll dann 2015 in mehreren europäischen Ländern erprobt werden.

Foto: Die Arbeitsgruppe vor dem Internationalen Haus Sonnenberg mit Nationalparkverteter Dr. Friedhart Knolle. Foto: Internationales Haus Sonnenberg.


Nationalpark-Kalender 2015 zugunsten des Harzer Luchsprojekts ab sofort im Handel - Hannes Jaenicke übernimmt Schirmherrschaft für den jetzt startenden Fotowettbewerb HarzNATUR 2015

Wernigerode - Herzberg am Harz. Auch für das Jahr 2015 hat der Nationalpark Harz mit Unterstützung der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg am Harz wieder einen Fotokalender mit Motiven aus dem Nationalpark Harz herausgegeben. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Roger Mellinghausen, Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und Leiter Finanzen, präsentierten ihn jetzt gemeinsam in Herzberg.

Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2013 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Druckerei Jungfer der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. kostenlos zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Gleichzeitig mit dem Kalenderverkauf startet jetzt bereits zum vierten Mal der neue Fotowettbewerb HarzNATUR 2015. Toller Erfolg für das Projekt: Hannes Jaenicke übernimmt die Schirmherrschaft. Der aus zahlreichen Fernsehproduktionen bekannte und beliebte Schauspieler ist außerdem engagierter Umweltschützer. Und so freuen sich die Verantwortlichen beim Nationalpark und der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, dass sie ihn für den Naturfotowettbewerb und das Luchsprojekt begeistern konnten.

Wieder sind im Rahmen des Wettbewerbs Fotografinnen und Fotografen aufgerufen, die schönsten und spektakulärsten Bilder des Harzer Nationalparks einzureichen. Die besten Bilder werden ab September 2015 in einer Ausstellung präsentiert und gestalten den Nationalpark-Kalender 2016, dessen Einnahmen wieder das Harzer Luchsprojekt unterstützen werden. Aus den drei Wettbewerbskategorien wird jeweils ein Gewinnerbild ausgewählt. Der Gesamtsieger gewinnt einen Gutschein in Höhe von 500 € eines Fotogeschäfts seiner Wahl. Die beiden anderen Preisträger erhalten jeweils ein Jahresabonnement der Zeitschrift NaturFoto.

Einsendeschluss für Ihre Fotos ist der 15. März 2015. Die vollständigen Teilnahmebedingungen können unter www.fotowettbewerb-harznatur.de nachgelesen oder per Post angefordert werden: Nationalpark Harz, z. Hd. Juliane Hentze, Oderhaus 1, 37444 Sankt Andreasberg, Tel. 05582 / 9189-41.

Foto: Roger Mellinghausen, links, übergibt den druckfrischen Kalender an den Nationalparkleiter Andreas Pusch. Foto Friedhart Knolle.


Ausstellung „Der Wald im Blick“ im Nationalparkhaus Ilsetal bis zum 19.10.2014 verlängert

Ilsenburg. Die aktuelle Sonderausstellung " Der Wald im Blick - Förster sehen den Wald" wird wegen des großen Zulaufs und nicht nachlassender Beliebtheit verlängert. Sie kann noch bis zum 19.10.2014 besucht werden.

Öffnungzeiten des Hauses: Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen).

Eintritt frei.

Foto der Ausstellung: Maikäfer, Foto Lutz Petersen


Verkehrssicherungsarbeiten des Nationalparks Harz - Wanderbaustelle mit Ampelregelung an der Brockenstraße

Wernigerode. Ab dem 22. September 2014 werden an der Brockenstraße Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherung durchgeführt. Notwendig wurde dies auf Grund der Entwicklung des Borkenkäfergeschehens in diesem Jahr insbesondere im Bereich des Brockenbetts und des Einstiegs zum Eckerlochstieg. Hier reichen die vom Borkenkäfer befallenen Bäume bis an die Brockenstraße heran. Es ist deshalb notwendig, diese Bäume im Gefahrenbereich für die Straße zu fällen. Die betroffenen Bereiche befinden sich in der Naturdynamikzone des Nationalparks Harz, deshalb verbleibt dieses Holz im Wald und wird nicht aufgearbeitet.

Auch am Urwaldstieg sind wegen der fortschreitenden Dynamik der Waldentwicklung Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherung notwendig, die ebenfalls in diesem Zeitraum stattfinden werden. Gerade hier wird die Entwicklung vom Fichtenforst zum Fichtenwald, der in dieser Höhenlage die natürliche Waldgesellschaft bildet, deutlich.

Die Arbeiten werden in Form einer Wanderbaustelle mit Ampelregelung vorgenommen. Bitte beachten Sie im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit die Ampelzeichen und die Hinweise der dort tätigen Forstwirte. Wir bitten um Verständnis.

Foto: Verkehrsgefährende Bäume an der Brockenstraße werden gefällt, Foto Nationalpark Harz.


Nationalpark-Kalender 2015 zugunsten des Harzer Luchsprojekts erschienen

Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2013 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Druckerei Jungfer der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. kostenlos zur Verfügung gestellt.
Zum Preis von 14,95 € ist er ab dem 19.9.2014 in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Gleichzeitig mit dem Kalenderverkauf startet jetzt bereits zum vierten Mal der neue Fotowettbewerb HarzNATUR 2015. Toller Erfolg für das Projekt: Hannes Jaenicke übernimmt die Schirmherrschaft. Der aus zahlreichen Fernsehproduktionen bekannte und beliebte Schauspieler ist außerdem engagierter Umweltschützer. Und so freuen sich die Verantwortlichen beim Nationalpark und der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, dass sie ihn für den Naturfotowettbewerb und das Luchsprojekt begeistern konnten.


UNSER HARZ September 2014: Die Burg Falkenstein und ihre Geschichte / Einiges über Hainbuchen – Carpinus betulus Linné, 1753 / Der letzte Postillon aus Lerbach, Wilhelm Hüter, erzählt / Das ehemalige Gipfelbuch auf der Großen Zeterklippe / Die Stolberger Damenkapelle, Teil 2

Clausthal-Zellerfeld: Die Burg Falkenstein, „eine Hauptzierde des gesamten Harzes“, wird von Autor Roland Lange mit ihren Vorgängerburgen, ihrer wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung und ihrer wechselvollen Geschichte ausführlich beschrieben.

Ingrid Kreckmann hat eine Menge Wissenswertes über die Hainbuche zusammengetragen, einen Baum, der auch im Harzvorland noch immer viel vorkommt und dort auch eine lange Tradition hat.

Eine Erzählung des letzten Postillons von Lerbach, der noch die Pferdekutschen der Kaiserlichen Post lenkte, lässt diese Zeit wieder aufleben und Karlheinz Brumme erzählt von der Zeit, als der Brocken unerreichbar war und selbst ein Gipfelbuch auf der Großen Zeterklippe nicht lange die Gefühle der Wanderer, die von dort auf den Brocken blickten, widerspiegeln konnte, denn allzu bald war es wieder verschwunden.

Die Geschichten des zweiten Teils der Serie über die Stolberger Damenkapelle, eine davon in Mundart, erzählen vom Kuhaustrieb und einer schlauen Bäuerin.

Nach zwei Leserbriefen und zahlreichen aktuellen Meldungen aus dem Harz, z.B. zur Nationalpark-Kunstausstellung NATUR - MENSCH, und neuen Büchern, z.B. zum neuen Brocken-Buch und zur Harzklub-Chronik, lädt das Nationalparkforum zum 5jährigen Jubiläum des Nationalpark-Besucherzentrums Torfhaus am kommenden Wochenende ein.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1


Insektennisthilfe erhält ein Schild - Commerzbank-Umweltpraktikant Julius Weimper beschriftet Nisthilfe

Wernigerode - Sankt Andreasberg. Die Insektennisthilfe, auch Insektenhotel genannt, am Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist schon etwas in die Jahre gekommen. Julius Weimper, der ein von der Commerzbank gefördertes dreimonatiges Umweltpraktikum im Nationalparkhaus absolviert, hatte sich deshalb ihrer angenommen. Verschiedene Elemente wurden ganz ausgetauscht, andere aufgearbeitet. Zudem hat er ein ansprechendes Schild erstellt, das die Nisthilfe insgesamt erklärt.
 

Walter Wimmer, Leiter des Nationalparkhauses, freut sich über dieses Engagement: „Die Commerzbank-Umweltpraktikanten sind alljährlich ein echter Gewinn für unsere Arbeit.“ Aber auch Praktikant Julius Weimper, der in Bonn Geografie studiert, schwärmt von dem Projekt: „Hier habe ich die Möglichkeit, inhaltliche Arbeit mit gestalterischen und handwerklichen Tätigkeiten zu verbinden und damit etwas für die Praxis zu schaffen.“ Und so konnte er das Schild rechtzeitig für die Dreharbeiten zum Jubiläumsfilm für das Commerzbank-Umweltpraktikum anschrauben.


Arsen und Kobalt an der Oker – Entlang von Altlasten der Gebr. Borchers AG, Preussag und Fa. Grillo Zinkoxid – die dunkle Seite der idyllischen Oker – Sonntagsspazierung mit dem BUND-Geologen Dr. Friedhart Knolle am 7. September 2014, 14 Uhr

Goslar-Oker. Der BUND-Regionalverband Westharz lädt für den kommenden Sonntag, 7. September 2014, zu einem spannenden Spaziergang entlang der Altlasten der Oker im Goslarer Stadtteil Oker ein. Selbst mancher Einheimische ist überrascht, wenn man ihm mitteilt, dass hier unmittelbar an der Oker eine kritische Altlast mit einem Volumen von 230.000 Kubikmeter liegt, die bisher völlig unsaniert ist. Im Talbereich der Oker, teilweise sogar im Überflutungsbereich des Flusses, haben hier die Firmen Gebr. Borchers AG, die seinerzeitige Preussag und auch die Fr. Grillo Zinkoxid Schwermetallschlämme und andere Produktionsabfälle wie Schlacken abgekippt.

Im letzten Jahrhundert machten diese kritischen Altlasten in den Medien Furore, denn nach den der Stadt Goslar und dem Landkreis Goslar vorliegenden Gutachten weisen die Sonderabfälle teilweise extrem hohe Arsengehalte auf – bis über 26 % (!!) wurden gemessen, daneben auch andere Metalle wie Blei, Kobalt, Kupfer, Zink, Nickel, Molybän oder Chrom. Es ist ein Skandal, dass diese Deponie bis heute nicht saniert ist, denn jährlich sickern 1,4 Kilogramm Arsen und 36 Kilogramm Kobalt in das Grundwasser der Oker und fließen über Vienenburg weiter nach Wolfenbüttel und Braunschweig.

Auszüge aus den Gutachten und weitere Materialien wird der Referent Dr. Friedhart Knolle, der in diesem Sinne die Oker einmal anders präsentieren wird, vor Ort bereithalten, sodass sich jeder Teilnehmer ein eigenes Bild machen kann.

Treffpunkt und -zeit: Die Tour startet um 14 Uhr an der alten Natronag, Wolfenbütteler Str. 46 in Goslar-Oker, und dauert ca. 2 Stunden. Nach der Wanderung besteht die Möglichkeit, die Baustelle der derzeit laufenden Sanierung der sog. Sandbank in der Oker zu besichtigen.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben.
 


"Mitgift - Ostdeutschland im Wandel" - DVD am 5. September 2014 im Handel

Wernigerode. Nationalparkprogramm der DDR, Grünes Band, Altlasten im Chemiedreieck - zahlreiche Umweltthemen waren mit der deutschen Wiedervereinigung verbunden.

Diese und viele andere Inhalte sind in der neuen DVD des Films "Mitgift - Ostdeutschland im Wandel" enthalten, die am 5. September 2014 im Handel sein wird.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Filmemacher Roland Blum gern zur Verfügung.

Der Film wird auch auf einer Rundreise durch fünf Städte in Sachsen-Anhalt vom 4. - 9. 11. 2014 vorgeführt, u.a. am 4. 11. in Ilsenburg. Am 28. 11. findet eine Veranstaltung im Kirchlichen Forschungsheim Wittenberg statt - anschließend diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Hannes Knapp und Dr. Hans-Peter Gensichen.

Rückfragen: Roland Blum Filmproduktion, Goethestraße 16, 65527 Niedernhausen, Tel.: ++49 6127/2453, Fax: ++49 6127/8671, info@blumfilm.de, www.blumfilm.de Mobil: 0171/6218453


Jubiläums-Aktionstag am 13. September 2014: 20 Jahre starke Partnerschaft BUND und Nationalpark Harz – 5 Jahre Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wernigerode - Altenau-Torfhaus. So jung und dynamisch – und doch schon so lange vor Ort: Seit Gründung des Nationalparks Harz in Niedersachsen vor 20 Jahren besteht die erfolgreiche Kooperation zwischen dem BUND-Landesverband Niedersachsen und dem Nationalpark Harz am Standort Torfhaus.

Zunächst mit einer kleinen Infostelle in „Heinrichs Alter Hütte“ vertreten, ging es bereits 1995 in das Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus, wo eine Ausstellung unter anderem mit Multimedia-Schau, damals noch mit Dia-Technik, und der „Gläserne Wald“ gezeigt wurden. Doch trotz der spannenden Angebote blieben die Besucherzahlen immer hinter dem großen Potenzial zurück, dass der Standort Torfhaus mit seinen vielen Besucherinnen und Besuchern darstellt. Und so gab es schon bald Planungen, auf die andere Straßenseite der B 4 mit dem eindrucksvollen Brockenblick umzuziehen.

2009 war es schließlich soweit: das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit seiner modernen Ausstellung, digitalem Nationalpark-Kino und zahlreichen Mitmach-Elementen konnte eröffnet werden.

20 Jahre Information am Standort Torfhaus und 5 Jahre Besucherzentrum TorfHaus – das sind gleich zwei gute Gründe zu feiern. Deshalb richtet das TorfHaus am 13.9.2014 von 12.00 bis 16.30 Uhr einen Jubiläums-Aktionstag aus. Eröffnet wird der Tag durch eine Feierstunde und eine Ansprache vom Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel. Danach geht es mit einem bunten Programm, Spielen und Aktivitäten für Groß und Klein, einigen Führungen und natürlich einem kulinarischen Angebot weiter. Den Tagesausklang stellt eine Klangmeditation mit Harald Peters dar.

Siehe auch die Anlagen. Foto frei mit dieser PI, Fotograf Hans-Georg Mendel.


Harzklub-Zweigverein Tanne stiftet Bank vor dem Nationalparkhaus Schierke

Wernigerode - Schierke. Jüngst machten Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Tanne eine geführte Nationalpark-Wanderung von Schierke zum Brocken. Geführt vom Ranger Hartmut Bartel, selbst Mitglied und stellvertretender Wegewart im Harzklub-Zweigvereins Tanne, erlebten sie die Besonderheiten des Brockengebiets im Nationalpark Harz.

Am Ende der Wanderung wollte sich die Gruppe beim Nationalpark bedanken und schnell war der Beschluss zum Bau einer Sitzgruppe gefasst. Kurze Zeit später wurde die neugebaute Sitzgruppe zum Nationalparkhaus Schierke geliefert und dort aufgebaut. Eine kleine Plakette mit dem Hinweis „Gestiftet vom Harzklub Tanne“ ziert die Lehne. Schon kurze Zeit später wurden die Bänke von den ersten Wanderern angenommen – rechtzeitig zum Deutschen Wandertag 2014, der in diesen Tagen in der Nationalparkregion stattfindet.

Der Nationalpark sagt Danke!

Anl. Fotos frei mit dieser PI; links: Hartmut Bartel, rechts Henning Möller, Leiter der Nationalparkwacht.


UNSER HARZ August 2014: Der Raubgraf – Mythos und Wirklichkeit; Mord und Sühne im Oberharz anno 1850; Neue Serie: Die Stolberger Damenkapelle, Teil 1; Spannendes aus dem Jugendwaldheim des Nationalparks Harz

Clausthal-Zellerfeld. Viele Geschichten ranken sich um den Grafen Albrecht II. von Regenstein, meist als „der Raubgraf“ tituliert. Was davon ist Mythos, was ist Wirklichkeit? Dieser Frage geht Ernst Kiehl im ersten Artikel des Augusthefts von UNSER HARZ nach und präsentiert eine Fülle an Überlieferungen und urkundlich bezeugten Fakten. Zum Schluss lädt er die Leser ein, die Orte des Geschehens selbst zu besuchen und sich dort in den Bann des immer noch vorhandenen Mythos´ der Geschichte ziehen zu lassen.

1850 fand die letzte Hinrichtung im Harz statt, zu der sich 15 – 20.000 Schaulustige einfanden. Eine grausige Geschichte aus alten Zeiten des Autors Matthias Blaziek zur Mordtat des Bergmanns Carl Wagener und seiner Hinrichtung.

Die neue Serie über die „Stolberger Damenkapelle“, die Stolberger Kühe, beginnt in diesem Heft. In den Kindheitserinnerungen des Autors Siegfried Oppermann und anderer Stolberger wird ein atmosphärisch dichtes Bild des alten Stolbergs um die Mitte des letzten Jahrhunderts gezeichnet.

Viel Neues gibt es unter AKTUELLES und BÜCHER anzukündigen, bevor das Nationalparkforum das Sonnentaler-Projekt vorstellt, eine geniale Idee des Nationalpark-Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle.

Die letzte Seite gehört diesmal der Arbeitsgemeinschaft Burg Scharzfels, die über das Pflanzen einer Friedenslinde auf der Burg berichtet.

Auf der Rückseite stellen sich in diesem Jahr kleinere Museen im Harz vor; diesmal ist es die Grube Glasebach in Straßberg, wo Besucher den Altbergbau auf silberhaltige Erze und Flussspat erleben können.



UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz, Foto Steffen Küppers


Buchneuerscheinung  „Die Harz-Geschichte“  Band 4  - Reformation, Bauernkrieg und Schmalkaldischer Krieg

Gernrode.  Der Autor Bernd Sternal hat  seinen vierten Band der „Harz-Geschichte“ veröffentlicht. In diesem Band hat er das Mittelalter verlassen und wendet sich dem Beginn der vierten geschichtlichen Großepoche – der Neuzeit – zu. Die geringe Zeitspanne von etwa 1500 -1555 rückt die Harzregion nach mehreren Jahrhunderten der weltgeschichtlichen Bedeutungslosigkeit erneut in den Blickpunkt der Weltgeschichte. Die Geschichtswissenschaft setzt für den Beginn der Neuzeit einige epochale Zäsuren an, die Wendepunkte in der geschichtlichen Entwicklung setzen – eine davon ist die Reformation.  Diese von Martin Luther initiierte kirchliche Erneuerung hatte ihren Ursprung in der Südharz-Region.  Die Zeitspanne von 1517 bis 1555  wird  innerhalb der neuzeitlichen Geschichte auch als Zeitalter der Glaubenskriege bezeichnet; einige  der kriegerischen Auseinandersetzungen wurden auch in der Harzregion ausgetragen oder tangierten deren Umfeld.

Die Quellen dieser Zeit sind nun schon um einiges dichter -  der Erfindung des Buchdrucks sei Dank.  Bernd Sternal  hat  sich  in diesem Band die Aufgabe gestellt, die Ursachen und das Umfeld  von Reformation, Bauernkrieg und Schmalkaldischen Krieg in der Harzregion  zu behandeln. Dazu setzt er sich mit den Hauptakteuren und den Ereignissen dieses Zeitalters  auseinander. Und wie immer in dieser Reihe verknüpft er alte Quellen mit neuen Erkenntnissen und eigenen Gedanken.

Im Jahr 2017 begeht  die Reformation ihren  500. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird bundesweit unter dem Motto „Am Anfang  war das Wort -  Luther 2017/500 Jahre Reformation“ gefeiert, besonders aber in Sachsen-Anhalt, dem Heimatland Martin Luthers und der Reformation.  Der Autor hofft mit diesem Buch einen kleinen Beitrag zu diesem  Reformationsjubiläum zu leisten.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch  der Verlag  Sternal Media in Gernrode. Das Buch ist, wie auch  die ersten drei Bände, in zwei Ausführungen erhältlich. Die  gebundene Ausgabe mit strukturiertem Hardcovereinband hat 152 Seiten mit 13 Farbgrafiken, 22 SW-Grafiken  und 5 Karten und kostet  27,99 Euro; die ISBN lautet 978-3735759658. Die Paperback-Ausgabe hat  152 Seiten mit  35 SW-Grafiken und 5 Karten;  dieses Buch hat die ISBN 978-3735759689 und kostet  16,99 Euro. Beide Bücher sind demnächst auch als E-Book erhältlich.    

Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Die  Bücher sind  ab sofort überall im Buchhandel  zu erwerben oder zu bestellen. Onlinebestellungen bei  Amazon  können auch über  die Verlagsseite www.buch.sternal-media.de vorgenommen werden. 

Einen Überblick über die  Buchreihe  erhalten Sie unter http://www.harz-geschichte.de/

Das Recht kannte im Mittelalter keine Landesgrenzen und die Mehrheit der Bevölkerung konnte nicht lesen: Das Burger Landrecht – Band 30 der Harz-Forschungen zu Fragen des Landrechts erschienen

Wernigerode. Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde hat den Band 30 der Harz-Forschungen unter dem Titel Das Burger Landrecht und sein rechtshistorisches Umfeld. Zur Geschichte der Landrechte und ihrer Symbolik im Mittelalter von Rügen bis Niederösterreich herausgegeben. Der Band, der von Dr. Dieter Pötschke, Prof. Dr. Gerhard Lingelbach von der Universität Jena und Dr. Bernd Feicke unter Mitarbeit von Ulrich Dieter Oppitz herausgegeben wurde, geht in seiner Bedeutung aber weit über den Harzraum und seine Umgebung hinaus, da das Recht im Mittelalter keine Landesgrenzen kannte.

Die für Rechtsfragen zuständige Fachkommission des in Wernigerode ansässigen Harz-Vereins hatte sich in ihren Jahrestagungen bisher ausführlich mit thüringischen Landesordnungen, Stadtrechten und Statuten (u. a. auch Nordhausen und Mühlhausen), den erzstiftischen und insbesondere mansfeldischen Geschichtsquellen, mit Rechtsymbolen wie Prangern und Rolanden und dem im Harzraum verbreiteten Goslarer Stadtrecht beschäftigt. Nun ging es um Landrechte, wie sie z. B. die Flamen einst in der Goldenen Aue besaßen.

Ausgangspunkt war die Bitte der Rolandstadt Burg bei Magdeburg an den Harz-Verein, zu helfen, der in ihrem Archiv aufbewahrten kostbaren Handschrift des Burger Landrechts aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts auf einer internationalen Tagung eine gebührende Aufmerksamkeit in der Landschaft der deutschsprachigen Landrechte des Mittelalters zu verschaffen. Daher befassen sich 6 Aufsätze in dem Band mit dem Burger Landrecht und in weiteren Aufsätzen werden Vergleiche von Rügen über Magdeburg, Thüringen bis nach Niederösterreich gezogen. Es werden die Grafen von Mansfeld als Vorsitzende königlicher Landdinge ebenso behandelt wie das auch im Harzraum verbreitete Magdeburger Recht und der Sachsenspiegel. Die beiden Vorträge über thüringische Landesordnungen und die Rechte, die flämische Siedler aus ihrer Heimat in die Goldene Aue mitbrachten, werden später ergänzend in der Harz-Zeitschrift 2015 erscheinen.

Mit dem nun vorliegenden Band 30 hat der Harz-Verein einen wichtigen Baustein zur deutschen Rechtsgeschichte vorgelegt – immer mit dem Fokus Harz und Umgebung. Die Drucklegung des Bandes wurde vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert, dem daher ein besonderer Dank gilt.

Die beiden Mitherausgeber Prof. Gerhard Lingelbach und Dr. Dieter Pötschke werden auf Einladung des Goslarer Geschichtsvereins in einer ab Herbst 2014 beginnenden Vortragsreihe Vorträge zur Verbreitung des Goslarer Stadtrechtes in den Harzstädten halten.
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Bernd Feicke, Gerhard Lingelbach und Dieter Pötschke, Hrsg.: Das Burger Landrecht und sein rechtshistorisches Umfeld. Zur Geschichte der Landrechte und ihrer Symbolik im Mittelalter von Rügen bis Niederösterreich. Harz-Forschungen Bd. 30, 2014, ISBN 978-3-86732-185-3, 256 S., 35 Abb., 17,0 x 24,0 cm, 22 Schwarzweiß- u. 13 Farbabb., Broschur, Bezug über den Buchhandel oder www.lukasverlag.com

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Zum Inhalt des Bandes

Schwerpunkte des Bandes sind (S. 18):

• Wissenschaftliche Einordnung des Burger Landrechtes in die deutsche Landrechtslandschaft und Vergleich der Sprache des Burger Landrechtes mit zeitgenössischen Urkunden

• Abgrenzung zum Landrecht des ebenfalls aus dem 13. Jh. stammenden Landrechts des Sachsenspiegels und Magdeburger Schöffenrecht

• Besiedlungsgeschichte von der südlichen Ostseeküste über den Magdeburger Raum bis nach Thüringen, soweit für die Entstehung der Rechtstexte relevant

• Spannungsbogen von der Entstehung der Orts- und Landrechte im südlichen Küstenbereich der Ostsee, Mitteldeutschlands und Österreichs

• Rechtliche Grundlagen des Zusammenlebens auf dem Lande: Verhältnis von Stadt- zu Landrechten

• Die Symbolik landrechtlicher Verhältnisse, da im hohen Mittelalter die Mehrheit der Bevölkerung nicht lesen konnte.



- Ergebnisse (S. 24):

- Erstmals haben Experten – u. a. Rechtshistoriker, Germanisten und Historiker – ausgewählte Landrechte und Landesordnungen von Rügen bis Niederösterreich und ihre Symbolik auf einer gemeinsamen Tagung untersucht.

- Es erfolgte eine ausführliche rechtliche, sprachliche und historische Würdigung des Burger Landrechtes und seines rechtlichen Umfeldes. Es galt offensichtlich nicht in der Stadt Burg.

- Die erneute sprachliche Untersuchung im Vergleich zu ca. 60 Urkunden durch Weinert ergab Hinweise auf eine etwas jüngere Datierung als bisher, aber noch in die erste Hälfte des 14. Jh. Das Burger Landrecht enthält eine Mischung von mittelniederdeutschen und magdeburgischen Formen von Rechtsbegriffen.

- Das Burger Landrecht ist in einem Band mit weiteren Rechtsbüchern überliefert – diesem Typ von kombinierten Rechtsbüchern widmet sich BRAUNEDER (S. 73) in einem weiteren Aufsatz.

- Das urkundlich nachweisbare ostelbische Herzogtum (ducatus transalbinus) wurde von SCHOLZ (S. 180) einer kritischen Untersuchung unterzogen.

- Vom Wendischen Landrecht des Fürstentums Rügen wurde das Original aus dem Jahre 1522 wieder aufgefunden und erste rechtshistorische Erkenntnisse von PÖTSCHKE (S. 88) gewonnen.

- In der Vorbereitung der Tagung wurde von Pötschke und Zimmer ein Textabschnitt am Ende des Burger Landrechtes als Text identifiziert, der nicht zum Burger Landrecht gehört und wahrscheinlich als Rest des verlorenen Burger Stadt- oder Schöffenrechtes angesehen werden muss, vgl. PÖTSCHKE (S. 194).

- SCHMIDT-RECLA untersuchte das Fragment eines Burger „Schöffenbuches“, das in 81 Einträgen Beurkundungstätigkeiten (wahrscheinlich) eines Gerichts aus dem Zeitraum von Ende 1394 bis Anfang 1396 widerspiegelt. Es belegt, dass in diesem Jahr ein Schultheiß in Burg existierte. „Es hielt sich – bezogen auf diesen erb- und familienrechtlichen Spezialfall – in den normativen Grenzen des materiellen Burger Landrechts einerseits und des prozessualen Magdeburger Stadtrechts andererseits. Spuren des Sachsenspiegels finden sich aber nicht.“ (S. 161 ff.)

- KOCHER (S. 119) behandelte die Kernfrage, ob landrechtliche Regelungen überhaupt bildlich darstellbar sind. Auch in Dörfern sind die bekannten Rechtssymbole wie Pranger und Roland anzutreffen (GULCZYŃSKI S. 125).

- Von der „wohlgelungenen und ertragreichen Tagung in Burg“ (so Prof. Schott) wird hier ein Berichtsband vorgelegt, der erstmals eine farbige Faksimile-Ausgabe des Burger Landrechtes mit zitierfähigem Text und einer überarbeiteten Übersetzung enthält.


„Der Brocken“ - Die Entdeckung und Eroberung eines Berges - Ausstellung in der "Galerie 1530" bis zum 20. November 2014

Wernigerode. Brockentourismus hat Konjunktur. Kein Berg in Deutschlands Norden erfreut sich so anhaltender Popularität wie der höchste Harzgipfel – und dies seit Jahrhunderten. Selbst Stacheldraht und Mauer konnten zwischen 1961 und 1989 nicht verhindern, dass der Brocken der „Sehnsuchtsberg“ vieler Deutscher blieb. Im Gegenteil: Seine Sperrung unter den Bedingungen des Kalten Krieges beförderte den historisch gewachsenen Mythos sogar noch.

Seit Dezember 1989 strömen wieder Millionen Besucher auf Norddeutschlands höchsten Berg. Kein Wunder, ist doch eine Visite des Gipfels – egal ob zu Fuß, mit der Kutsche oder per Schmalspurbahn – ein Muss, wenn nicht sogar der Höhepunkt einer jeden Harzreise. Viele der Gäste erliegen der Faszination des Berges sogar derart, dass sie wieder und wieder kommen. Nicht zu vergessen die Harzer selbst, die der Brocken in seinen Bann geschlagen hat. Für Wernigerode, zu dessen Stadtgebiet der sagenumwobene Gipfel seit 2009 gehört, ist dieser nicht nur einfach der Hausberg, sondern vor allem ein gewichtiges touristisches Attribut, das es gleichermaßen zu pflegen und zu entwickeln gilt. Einblicke in die traditionsreiche Geschichte des Brockens können dabei helfen, die große Anziehungskraft des Berges zu verstehen und auf dieser Grundlage Konzepte für seine künftige Nutzung und Vermarktung zu entwickeln.

Die Brocken-Sonderausstellung in der Galerie 1530 des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins e.V. in der Marktstraße 1 in Wernigerode ist einen Besuch wert – sie ist noch bis zum 20. November 2014 geöffnet.

Der Bildband zur Ausstellung ist dort ebenfalls erhältlich (160 Seiten mit 130 farbigen Abbildungen, Jüttners Verlagsbuchhandlung 2014, Preis: 24.50 €). Es ist das umfassendste Brockenbuch der letzten 20 Jahre – mit Bildern, die jahrelang unerkannt in Archiven lagerten und Erkenntnissen, die ein völlig neues Licht auf die Geschichte des Harzes und seines Tourismus werfen!

Kontakt und Rückfragen: Kulturstiftung Wernigerode, Rainer Schulze, Westernstraße 10, 38855 Wernigerode.


Kunstwerke zwischen Natur und Mensch – 20. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg wirft ihre Schatten voraus

Wernigerode – Sankt Andreasberg. 121 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei und Installationen wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 28.9. bis 25.10.2014 in Sankt Andreasberg zeigen.

Eine fachkundige Jury hat aus 834 Bewerbungen unter anderem aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, USA, Südafrika, Japan, Polen, Israel und Argentinien die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt.

Bereits zum 20. Mal findet die Ausstellung an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde statt. Die ausgestellten Arbeiten sollen zum Nachdenken, Wundern und Staunen anregen.

Mit insgesamt 834 Werken hatten sich 459 professionelle Künstlerinnen und Künstler in diesem Jahr um den Andreas-Kunstpreis beworben. 121 Arbeiten von insgesamt 98 Künstlern aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst wurden von der Jury ausgewählt. Über die deutschen Grenzen hinaus ist die Kunstausstellung in Künstlerkreisen zu einer festen Größe geworden.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema Natur – Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter – Stadt Braunlage und Nationalpark Harz – auf, die Menschen sowohl für den Natur- und Umweltschutz als auch für die Wiederanreicherung menschlicher Lebensräume mit Naturbausteinen wie Nationalparken und FFH- bzw. Natura 2000-Gebieten zu gewinnen. Darüber hinaus wollen wir auch mit den Mitteln der Kunst Mitmenschen nachdenklich stimmen über die Gewalt, die wir unserer Natur antun und über die vielen Chancen, die uns die Natur bietet. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich – eine feinfühlige Herausforderung, die zum Nachdenken anregt. Denn ohne Natur als Grundlage gibt es keine Kultur.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Goslar/Harz ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 € dotiert. Neben dem Andreas-Kunstpreis werden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt.

Der Andreas-Kunstpreis wird am 27.9.2014 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage verliehen.

Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 28.9. - 25.10.2013 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, der St. Andreas-Kirche, der Martini-Kirche und dem Kurpark Sankt Andreasberg zu sehen.

Parallel wird eine Kinder-Kunst-Ausstellung von Kindergärten und Grundschulen aus Braunlage, Hohegeiß und Sankt Andreasberg im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg sowie im Kurhaus Sankt Andreasberg gezeigt.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Die Jury bei der Arbeit (v.l.): Dr. Elfi Krajewski, Jens Kilian, Stefan Grote, Detlef Kiep, Andreas Pusch, Cordula Dähne-Torkler, Theresa Thomas, Dr. Andrea Kirzinger und Dieter Utermöhlen; Foto Juliane Hentze


Wildnis statt Universität – neue Commerzbank-Umweltpraktikanten im Nationalpark Harz

Wernigerode – Sankt Andreasberg. Studenten unterstützen Schutzgebiete vom Watzmann bis zum Wattenmeer – auch im Nationalpark Harz. 51 Studierende aus dem In- und Ausland sind bundesweit im jährlich stattfindenden Commerzbank-Umweltpraktikum aktiv. Seit nunmehr knapp 25 Jahren bieten die teilnehmenden deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und die Commerzbank interessierten Studenten aller Fachbereiche die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für die Natur mit praktischen Erfahrungen im Umwelt- und Naturschutz zu verbinden. Zwischen drei und sechs Monaten dauert das Umweltpraktikum, bei dem die Naturliebhaber die Theorie in den Hörsälen gegen die Praxis in Deutschlands einzigartigen Naturlandschaften tauschen.

Traditionell fand der Auftakt des Open-Air-Semesters im Rahmen einer gemeinsamen Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Im Wildniscamp des Nationalparks verbrachten die Praktikanten nicht nur intensive Tage in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, sondern wurden auch in Workshops gründlich auf ihre Aufgaben für den anschließenden Einsatz in den Schutzgebieten vorbereitet. Insbesondere die naturnahe Unterbringung mitten im Wald, in Themen- und Länderhütten wie Baumhaus, Waldzelt oder Wasserhütte, rundete das intensive Naturerlebnis der Einführungswoche ab.

Die in der Nationalparkverwaltung Harz in Sankt Andreasberg und Torfhaus eingesetzten Praktikanten sind neben Bastian Deinert, der in Wernigerode arbeitet, Anna Blesch (Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg), Julius Weimper (Nationalparkhaus Sankt Andreasberg) und Sebastian Berbalk (Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus). Die drei in Sankt Andreasberg und Torfhaus eingesetzten Praktikanten stellten sich jüngst im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg der Öffentlichkeit vor und erhielten aus der Hand des Goslarer und Bad Harzburger Filialdirektors Roland Wolf ihre Umweltbildungs-Rucksäcke.


Das Erfolgsgeheimnis

Anette Jung, zuständige Projektleiterin bei der Commerzbank, erläutert das Erfolgsgeheimnis des Projekts: „Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet eine ausgewogene Mischung aus unmittelbarem Natur-Erleben und praxisnahen Einblicken in die Aufgabenbereiche der Schutzgebiete. Dadurch sammeln die engagierten und hochmotivierten Studenten nicht nur nützliche Erfahrungen, sondern erleben auch, wie interessant und kurzweilig aktiver Umwelt- und Naturschutz sein kann.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Commerzbank entwickelt. Das Projekt dokumentiert die langfristige Verantwortung der Commerzbank für Bildung und leistet einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Miteinander von Mensch und Natur. 2007 wurde es von der UN als Dekadenprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. In den knapp 25 Jahren seit Bestehen haben mehr als 1.300 Praktikanten in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen tragen nachhaltige Entwicklung als zukunftsweisende Bildungsform in viele Bereiche der Umwelt, Wirtschaft und Politik. Vielen hat das Umweltpraktikum den späteren Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Infos zum Commerzbank-Umweltpraktikum unter www.umweltpraktikum.com

Anl. Foto frei mit dieser PI: Filialdirektor Roland Wolf mit den Commerzbank-Praktikanten (v.l.) Julius Weimper (Nationalparkhaus Sankt Andreasberg), Anna Blesch (Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg) und Sebastian Berbalk (Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus); Foto: Walter Wimmer.


NABU zeichnet Schwalbenfreunde aus: Plakette geht nach Altenau

Am Haus am Gerlachsbach sind Schwalben gern gesehen.
Altenau. Auf beiden Seiten des „Haus am Gerlachsbach“ flogen die Mehlschwalben die besetzten Nester an, während NABU-Regionalgeschäftsführer Walter Wimmer die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ an Martina Schreiber und Rainer Eckstein verlieh. Dazu gehört auch eine Urkunde und ein doppeltes Kunstnest für Mehlschwalben. In einem landesweiten, von der Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekt zeichnet der NABU Niedersachsen auf diese Weise Menschen aus, die die Schwalben an ihrem Haus dulden und fördern.
„Die waren hier schon bei meiner Mutter“, freut sich Martina Schreiber über die die fliegenden „Glücksbringer“. Und Rainer Eckstein ergänzt: „Wir würden die Nester niemals beseitigen. Natürlich machen die etwas Dreck, aber das steht in keinem Verhältnis, zu der Freude, die sie uns bereiten.“
Doch diese Einstellung ist heute leider nicht mehr selbstverständlich. Alle Beteiligten hoffen, dass durch die Schwalben und die Plakette am Haus mehr Menschen (wieder-) entdecken, dass Schwalben zu unseren Siedlungen gehören und wir mit ihnen leben und uns an ihnen erfreuen können.
Foto: Martina Schreiber und Rainer Eckstein mit Urkunde, Plakette und Kunstnest für Mehlschwalben (Foto: NABU/Walter Wimmer).


Aktuelles zur Borkenkäfersituation im Nationalpark Harz 

Wernigerode. In den letzten Tagen hat sich witterungsbedingt auch im Nationalpark Harz an Fichten Stehendbefall durch den Fichtenborkenkäfer, auch Buchdrucker genannt, bemerkbar gemacht. Der milde Winter und das zeitige Frühjahr haben dazu beigetragen, dass viele Borkenkäfer überwintern konnten und ca. 14 Tage eher ausgeflogen sind als im Durchschnitt der letzten Jahre.

Eine Besonderheit dieses Jahres ist der schwankende Witterungsverlauf. Wärmeperioden und kältere Tage folgen im raschen Wechsel, begleitet von mehr oder weniger intensiven Regenfällen. Damit wird der Zeitraum des Fluges verzögert, denn viel Regen im Frühjahr und Frühsommer verbessert die Wasserversorgung der Fichten, so dass sie mehr als in trockenen Jahren in der Lage sind, anfliegende Borkenkäfer durch Harzen abzuwehren. In den befallenen Bäumen sind neben Jungkäfern auch alle anderen Entwicklungsstadien des Brutgeschehens sichtbar. Es kommt zur Überlagerung von Geschwisterbruten und der ersten Generation Jungkäfer. Dieses führt in Verbindung mit der sommerlichen Witterung zu stärker ansteigendem Borkenkäferbefall von Bäumen, den man derzeit auch an zahlreichen Stellen beobachten kann, wie Sabine Mané als zuständige Fachbereichsleiterin des Nationalparks Harz mitteilte.

Das Borkenkäfermanagement des Nationalparks Harz konzentriert sich derzeit auf den 500 m breiten Borkenkäfer-Sicherheitsstreifen an den Rändern des Nationalparks zu den Nachbarwäldern. In diesen Bereichen wird entdeckter Befall mit Borkenkäfern sofort bekämpft, d.h. die Bäume werden gefällt, aus dem Wald an die nächste Waldstraße gebracht und schnellstmöglich abgefahren. Ist erst einmal Stehendbefall an noch grünen Bäumen erkannt worden, ist schnelles Handeln nötig, denn im Sommer geht die Entwicklung der Borkenkäfer vom Ei zum Jungkäfer rasch vonstatten.

Das Borkenkäfermanagement im Nationalpark Harz wird differenziert vorgenommen. In der Naturdynamikzone in den Hochlagen, d.h. in der sog. Kernzone, wird keine Borkenkäferbekämpfung durchgeführt - hier entwickelt sich eine spannende Dynamik vom Fichtenforst zum Fichtenwald. Anders ist es im 500 m-Sicherheitsstreifen und in verschiedenen Bereichen der Waldentwicklungszone. Hier ist es oft notwendig, größere Fichtenaltholzkomplexe vor Borkenkäferbefall zu schützen, um vorgesehene Waldumwandlungsmaßnahmen durchführen zu können.

Die Überwachung des Borkenkäfergeschehens im 500 m-Streifen ist gut organisiert. In 31 so genannten Claims sind Revierleiter und besonders geschulte Forstwirte mindestens wöchentlich einmal unterwegs, um frische Befallsherde festzustellen und die Sanierung zu organisieren bzw. durchzuführen. Das erfolgt in enger Abstimmung mit den benachbarten Forstrevieren.

"Im Nationalpark werden keine Insektizide eingesetzt und die Bekämpfungsarbeiten werden maschinell durchgeführt. Besucher im Nationalpark werden deshalb in nächster Zeit die eine oder andere Forstmaschine oder einen Holztransporter zu Gesicht bekommen, wofür wir alle Besucher und Wanderer um Verständnis bitten", so Sabine Mané abschließend.

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Durch Borkenkäfer abgestorbene Bäume sind aufgrund ihrer braunen Farbe gut zu erkennen. Frisch befallene Bäume sind jedoch noch grün und oft nur für die Fachleute zu erkennen. Fotos: Nationalpark Harz.


Ferienprogramm zur Sommerzeit - Natur erleben am HohneHof

Jeden Mittwoch
Treffpunkt HohneHof 14 Uhr Ranger-Tag
Es erwarten Sie Einblicke in die Geschichte des Hofes, die Arbeit der Ranger oder Untersuchungen in der Forscherecke.

22. Juli; 5. August; 19. August; 26.August; 2. September
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne 10.15 Uhr
Natur entdecken auf dem Löwenzahnpfad – eine Naturerlebniswanderung für die ganze Familie, ca. 3 Stunden

24. Juli
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne 10 Uhr
Den Forschern über die Schulter geschaut – Lebensgemeinschaften im Pflanzenreich, ca. 2-3 Stunden

29. Juli; 12. August
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne 10 Uhr
Ferienprogramm für kleine Naturforscher, ca. 3 Stunden, Anmeldung erforderlich unter Tel. 03943 550215

31. Juli, 21. August
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne 10.15
Pferdewanderung mit den kinderfreundlichen Nationalpark-Pferden, ca. 2-3 Stunden, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640

17. August
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne
Essbares aus Wald und Wiese – Kräuterwanderung für die ganze Familie, ca. 4 Stunden, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640

6. August
Wandertreff Parkplatz Drei Annen Hohne 10 Uhr
Den Forschern über die Schulter geschaut – Kleine Insektensafari über die Hohnewiese, ca. 2-3 Stunden


Schacht Gnade Gottes saniert - Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wieder gut erreichbar

Sankt Andreasberg. Die Untere Grundstraße vor dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist endlich wieder frei befahrbar. Spürbares Aufatmen bei Walter Wimmer, dem Leiter des Nationalparkhauses, denn seit Anfang Dezember 2012 mussten er und sein Team sich mit der Sperrung der Straße herumplagen. Im vergangenen Jahr 2013 hatte das Haus rund 10 % Besucher weniger als im langjährigen Mittel üblich, was sich natürlich auch im Umsatz widerspiegelte. Seine Hoffnung ist, dass sich mit wiederkehrendem Durchgangsverkehr nun auch die Besucherzahlen wieder erholen.

Die Vorgeschichte war harztypisch, denn sie hatte mit der langen Bergbaugeschichte dieses Mittelgebirges zu tun. Aus dieser Zeit stammen spannende Schaubergwerke wie die Grube Samson in Sankt Andreasberg und das Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft, aber auch kritische Altlasten wie schwermetallbelastete Halden, Böden und Gewässer sowie nachsackende Schächte. Genau so ein Schacht war hier das Problem, zumal er unmittelbar am Straßenrand lag.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hatte Ende Juni 2013 eine Anordnung zur Sicherung des Schachtes „Gnade Gottes" in Sankt Andreasberg getroffen. Die Anordnung richtete sich gegen die Bergbau Goslar GmbH. Das Unternehmen ist Rechtsnachfolgerin der Preussag AG Metall, die zuletzt im Besitz der Bergbauberechtigung „Vereinigte Gruben Samson" war, den Schacht jedoch nie genutzt hatte. Das LBEG war Ende 2012 über eine Bodenabsenkung im Gehweg und eine schief stehende Straßenlaterne im Bereich des Schachtes „Gnade Gottes" informiert worden. Im Dezember 2012 wurde daher die Untere Grundstraße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Ab Frühjahr 2013 nahmen dann Gutachter umfangreiche Untersuchungsarbeiten vor, die zu dem Ergebnis führten, dass die Standsicherheit des Schachtes nach aktuellen technischen Regeln nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Aufgrund dieses Untersuchungsergebnisses musste die Grundstraße bis zu einer Sicherung des Schachtes gesperrt bleiben. Der Schacht „Gnade Gottes" hatte eine Tiefe von 280 m und wurde 1910 stillgelegt. Nach seiner Stilllegung wurde er nicht voll verfüllt. Stattdessen wurde in 35 m Tiefe ein Sicherungsbauwerk eingebaut und der Schacht darüber verfüllt. Diese Füllung hatte nachgegeben und zur Absenkung geführt.

Weitere Informationen:
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Erzwäsche 1
37444 Sankt Andreasberg
Tel. 05582-923074
Fax 05582-923071
www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de
nph-st.andreasberg@t-online.de
Anl. Foto von Walter Wimmer frei mit dieser PI: Die Untere Grundstraße ist wieder frei.


Wenn Bildung auf Technik trifft: GPS-Entdeckertouren zur Waldentwicklung im Nationalpark Harz

Wernigerode – Sankt Andreasberg. „Die Dose muss doch hier irgendwo sein!“ Haukes Blick wechselt zwischen GPS-Gerät und dem Wegrand. Nach einigen Minuten des Suchens halten der 15-Jährige und seine Mitschüler eine grüne Plastikbox in den Händen. Schnell ist der darin hinterlegte Arbeitsauftrag vorgelesen. Ein Luxmeter wird dem Forscherrucksack entnommen und damit einige Lichtmessungen durchgeführt. Nach dem Notieren der Ergebnisse muss die Dose noch zurück an ihren Patz, dann geht es schon weiter. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c der Realschule Goldene Aue aus Goslar waren zu Gast im Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz. Gemeinsam mit ihrer Fachlehrerin Nicole Kambas haben sie entlang der Wege nach versteckten Arbeitsaufträgen gesucht, die sich rund um das Thema Ökosystem Wald drehen. Ihre Ausrüstung: GPS-Geräte mit den jeweiligen Zielpunkten sowie Forscherrucksäcke mit unterschiedlichen Hilfsmitteln, wie Bestimmungskarten, Lupen und verschiedenen Messgeräten. Das Aufspüren der Plastikdosen ist, wie bei einer Schnitzeljagd, der eigentliche Reiz des 3-stündigen Programms und ermöglicht, dass das Lernen quasi nebenbei geschieht. Am Ende der Veranstaltung werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen zusammengefasst und ergeben so einen Überblick über das zuvor Gelernte. Anders als beim Geocaching werden die Dosen nach Beendigung der Tour allerdings wieder eingesammelt. Die Spannung einer Schnitzeljagd bleibt jedoch bestehen.

Informationen zu dieser und weiteren RUZ-Veranstaltungen erhalten Interessierte unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:
Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz
Thomas Schwerdt (Leiter)
Tel. 05582-91 64 18 oder 05322-53006
Mobil: 0170-9124473
E-Mail: RUZ@Nationalpark-Harz.de
Homepage: www.ruz-nph.de 
SozialesNetzwerk: www.facebook.com/RUZ.Nationalpark.Harz

Anl. Foto frei mit dieser PI: Start einer Bildungsschnitzeljagd: Der Umgang mit den GPS-Geräten wird zuerst geübt. Foto: Thomas Schwerdt- Weitere Fotos auf Nachfrage gern.


18.7., 11 Uhr: Wildnis statt Uni auch im Harz: Commerzbank-Umweltpraktikanten 2014 im Nationalpark Harz stellen sich im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg vor

Braunlage – Sankt Andreasberg - Torfhaus. Studenten unterstützen Schutzgebiete vom Watzmann bis zum Wattenmeer – auch im Harz und in Wernigerode. 51 Studierende aus dem In- und Ausland sind bundesweit im jährlich stattfindenden Commerzbank-Umweltpraktikum aktiv. Seit nunmehr knapp 25 Jahren bieten die teilnehmenden deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und die Commerzbank interessierten Studenten aller Fachbereiche die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für die Natur mit praktischen Erfahrungen im Umwelt- und Naturschutz zu verbinden. Zwischen drei und sechs Monaten dauert das Umweltpraktikum, bei dem die Naturliebhaber die Theorie in den Hörsälen gegen die Praxis in Deutschlands einzigartigen Naturlandschaften tauschen.

Traditionell fand der Auftakt des Open-Air-Semesters im Rahmen einer gemeinsamen Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Im Wildniscamp des Nationalparks verbrachten die Praktikanten nicht nur intensive Tage in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, sondern wurden auch in Workshops gründlich auf ihre Aufgaben für den anschließenden Einsatz in den Schutzgebieten vorbereitet. Insbesondere die naturnahe Unterbringung mitten im Wald, in Themen- und Länderhütten wie Baumhaus, Waldzelt oder Wasserhütte, rundete das intensive Naturerlebnis der Einführungswoche ab.

Die in der Nationalparkverwaltung Harz in Sankt Andreasberg und Torfhaus eingesetzten Praktikanten sind neben Bastian Deinert, der in Wernigerode arbeitet, Anna Blesch (Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg), Julius Weimper (Nationalparkhaus Sankt Andreasberg) und Sebastian Bebalk (Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus). Die drei in Sankt Andreasberg und Torfhaus eingesetzten Praktikanten stellen sich am kommenden

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Freitag, 18.7.2014 um 11 Uhr im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
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der Öffentlichkeit vor und erhalten aus der Hand des Goslarer Filialleiters Roland Wolf ihre Umweltbildungs-Rucksäcke. Lassen Sie sich vom Inhalt überraschen!

Über Ihre Teilnahme an diesem Gespräch, in dem die Studenten von ihrer Arbeit berichten, würden wir uns sehr freuen und laden Sie hiermit auch namens der Commerzbank dazu herzlich ein.


Hintergrund

Anette Jung, zuständige Projektleiterin bei der Commerzbank, erläutert das Erfolgsgeheimnis des Projekts: „Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet eine ausgewogene Mischung aus unmittelbarem Natur-Erleben und praxisnahen Einblicken in die Aufgabenbereiche der Schutzgebiete. Dadurch sammeln die engagierten und hochmotivierten Studenten nicht nur nützliche Erfahrungen, sondern erleben auch, wie interessant und kurzweilig aktiver Umwelt- und Naturschutz sein kann.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Commerzbank entwickelt. Das Projekt dokumentiert die langfristige Verantwortung der Commerzbank für Bildung und leistet einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Miteinander von Mensch und Natur. 2007 wurde es von der UN als Dekadenprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. In den knapp 25 Jahren seit Bestehen haben mehr als 1.300 Praktikanten in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen tragen nachhaltige Entwicklung als zukunftsweisende Bildungsform in viele Bereiche der Umwelt, Wirtschaft und Politik. Vielen hat das Umweltpraktikum den späteren Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Infos zum Commerzbank-Umweltpraktikum unter www.umweltpraktikum.com


Clever Kids Goslar auf Insektensafari im Nationalpark Harz

Wernigerode - Goslar. Kuckucksspucke, Ochsenauge, Schornsteinfeger, Kürbisspinne oder Pferdehaarwurm: Für die Clever Kids aus Goslar gab es im Rahmen ihrer Familien-Erlebniszeit, die jeden 1. Sonntag im Monat stattfindet, am ersten Juliwochenende im Nationalpark Harz viel zu entdecken.

Gemeinsam mit dem Nationalpark-Biologen Andreas Marten sind 16 Kinder in Begleitung ihrer Eltern auf einer Entdeckungsreise in den Mikrokosmos der Harzer Bergwelt eingetaucht. Ausgestattet mit Becherlupe, Schmetterlingsnetz und Klopfschirm galt es zunächst bei bestem Sommerwetter Spinnen, Heuschrecken, Käfer, Wanzen, Schmetterlinge und etliche andere Krabbeltiere der Bergwiesen um das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen-Hohne kennenzulernen. So entdeckten die Kinder Schwebfliegen, die sich zum Schutz vor Fraßfeinden als Hummel oder Wespe tarnen. Im Gras am nahen Waldrand hing überall speichelähnlicher weißer Schaum, der sich als Schutzhülle der darunter verborgenen Schaumzikadenlarven entpuppte.

Im Anschluss an die Erkundung der Bergwiesen versprach der nahe gelegene Bach etwas Abkühlung. Mit Küchensieben wurde das rege, aber dem vorbeilaufenden Wanderer vielfach verborgene Leben im Wasser erkundet. Zum Vorschein kamen u.a. Strudelwürmer, Mücken-, Eintags- und Köcherfliegenlarven. Letztere bauen sich aus kleinen Steinchen oder Pflanzenteilen eine Röhre, mit der sie ihren weichen und verletzlichen Hinterleib schützen und in die sie sich bei Gefahr ganz zurückziehen können.

Es war für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis zu sehen, wie vielfältig die Insektenwelt vor unserer Haustür ist, wenn man nur einmal genauer hinschaut. Das taten die Clever Kids denn auch – staunend, mit glänzenden Augen und vielen Fragen. Diese Vielfalt hautnah erleben und erkunden zu dürfen, ist eine wertvolle Erfahrung für die Kinder, denn nur was man kennt und schätzt, ist man auch bereit für die Zukunft zu bewahren.

Clever Kids Goslar ist eine lokale Gruppe der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) mit Gesprächskreis, der sich jeden 3. Dienstag im Monat ab 20 Uhr im AWO-Sozialzentrum Goslar trifft, sowie Familien- und Kinderaktivitäten. Kontakt: www.dghk-nds-hb.de, goslar@dghk-nds-hb.de, Ansprechpartnerin: Silvia Löffelholz.


Anl. Fotos frei mit dieser PI; Fotos Clever Kids Goslar.


UNSER HARZ Juli 2014: Zur Kulturgeschichte der Harzer Rinderwirtschaft; Nachrichten vom Harz vor 100 Jahren; Kinderlandverschickung im Harz, Teil 19; Sicherungsmaßnahmen an der Kastanienallee zum HohneHof erfolgreich

Clausthal-Zellerfeld. Ackerbau war an vielen Stellen des Harzes aus klimatischen Gründen nicht möglich, und so stellte die Rinderwirtschaft hier lange Zeit eine wichtige Existenzgrundlage für die Bevölkerung dar. Doch auch Orte des Harzvorlandes hatten ihre Rinderställe im Harz, oft Vorläufer späterer Ortschaften. Gehalten wurde das Harzer Rotvieh. Erst in den 1960er Jahren wurde es aus verschiedenen Gründen verdrängt, bis 1980 nur noch drei dieser Rinder existierten. Eine erfolgreiche Nachzucht hat den Bestand wieder wachsen lassen. Der erste Artikel im neu erschienenen Juli-Heft der Zeitschrift UNSER HARZ informiert darüber hinaus über das Geläut, die Hirten, Harzer Hütehunde und die Heuwirtschaft, die bis heute das Landschaftsbild an manchen Orten prägt. Auf diese Weise entstanden die schutzwürdigen Bergwiesen des Oberharzes.

Nachrichten aus dem Oberharz vor 100 Jahren zeichnen ein Bild der damaligen Zeit, vom Entstehen der Eisenbahnstrecken und dabei geschehenen Unfällen, von Brockengeschehnissen, Neubauten und Talsperren, vom Umfang des Bergbaus, von Veranstaltungen und Unglücksfällen.

Die letzte Folge der Serie über die Kinderlandverschickung im Harz berichtet über das Kriegsende. Nicht nur der Harz, auch Magdeburg, wo sich die Autorin nun befindet, ist zur Festung erklärt worden und überall wird erbittert gekämpft. Trümmerwüsten und nochmals viele Tote sind die Folge. Auf dem Ehrenfriedhof zwischen Torfhaus und Braunlage zeigen viele Namen das Datum dieser letzten Kriegstage.

Die Kastanienallee zum HohneHof war leider kritisch geworden, so dass etliche Kastanien durch neu gepflanzte Ahornbäume ersetzt werden mussten, wie im Nationalparkforum berichtet wird.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Harzer Rotvieh auf den Oberharzer Bergwiesen, Foto Nationalpark Harz.


Neue Wanderbrücke im Zwisseltal bei Ilsenburg fertig gestellt - der 114. Deutsche Wandertag rückt näher...

Wernigerode. Auch der Nationalpark Harz arbeitet derzeit auf Hochtouren daran, seine Wanderinfrastruktur für den 114. Deutschen Wandertag im Harz auf Vordermann zu bringen. Nachdem jüngst eine Wanderbrücke im Bodetal bei Schierke und der Moorstieg auf dem Hohnekamm neu errichtet wurden, ist es nun eine Wanderbrücke bei Ilsenburg, die neu errichtet wurde.

Die neue Brücke verbindet das Zwisseltal mit dem Eckertal, also den Wanderweg von der Württemberger Bank in Richtung Eckertal. Die Brücke wurde einst 2008 errichtet. Der Unterbau besteht aus Lärchen-Rundhölzern, der Belag und das Geländer ursprünglich aus Fichte. Der Unterbau blieb erhalten, Belag und Geländer wurden durch Lärchenholz ersetzt, das den Harzer Witterungsbedingungen länger standhält. Der Neubau wurde durch die Nationalpark-Forstwirte des Reviers Ilsenburg unter der Regie des Nationalpark-Revierleiters Jörg Müller ausgeführt.

Weil die Lärche im Harz nicht zu den heimischen und natürlich vorkommenden Baumarten zählt, wird sie vom Nationalpark im Rahmen der Waldentwicklung zurückgedrängt und kann daher ideal als Bauholz, für die Beschilderung und andere Zwecke eingesetzt werden. Das Holz für die Brücke im Zwisseltal stammt aus dem Nationalparkrevier Ilsenburg.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Die Nationalpark-Forstwirte des Reviers Ilsenburg bei Bau der von ihnen errichteten Brücke, von links. Ralf Grahmann, Marzel Drube, Martin Baumbach und Klaus-Dieter Kahn. Foto: Jörg Müller, Nationalpark Harz


Kräuterwanderung am HohneHof am 26.6.2014

Wernigerode – Drei Annen Hohne. Am kommenden Donnerstag, den 26. Juni 2014, lädt der Nationalpark Harz wieder zu seiner beliebten Kräuterwanderung nach Drei Annen Hohne ein. Treffpunkt dazu ist um 11.00 Uhr am Wandertreff auf dem Großparkplatz.

Nach dem Vorbild der Bauern des ehemaligen „Gräflich-Stolbergischen Meyerhofs“ geht es bei dieser Tour um das Kennenlernen und Sammeln heimischer Wildkräuter rund um den HohneHof. Ausgestattet wie „anno dazumal“ mit Korb, Messer und Bauernkleidern geht es über die bunte Hohnewiese bis zum Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Auf unterhaltsame Art erfahren Sie Wissenswertes über unsere Wiesenkräuter und den Bergwiesenschutz, aber auch ihre Verwendung in der Küche als Würz- bzw. Heilpflanze oder auch für einen wohlschmeckenden Tee.

Dieser Spaziergang eignet sich als Ausflug für die ganze Familie und dauert etwa drei Stunden. Zur organisatorischen Vorbereitung ist eine Anmeldung unter Telefon 039455 /8640 erforderlich. Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste!

Anl. Foto zeigt den Ranger Freddy Müller auf der Hohnewiese bei seiner Kräuterwanderung. Foto Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz.


Fliegende Edelsteine der Natur: Libellen im Harz – Nationalpark stellt neues Buch vor – Sogar eine Eiszeit-Reliktart kommt im Nationalpark vor

Wernigerode – Bad Harzburg. Himmelsjäger, Drachenfliegen, Juwelenschwingen, Teufelsnadeln, Schillerbolde, Augenstecher: Der Volksmund kennt viele Namen für Libellen. Dies unterstreicht, dass die teils recht großen und auffälligen Insekten von jeher die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen haben. Libellen vermitteln zwischen den zwei Elementen Wasser und Luft. Den Großteil ihres Lebens verbringen die Tiere als oft recht unscheinbare braune Larven im Gewässer. Erst kurz vor der Geschlechtsreife verlassen sie das Wasser, um fortan als uns wohl bekannte geschickte und oft bunt gefärbte Flieger den Luftraum zu erobern und eine neue Libellengeneration zu begründen. Insbesondere durch ihre an das Wasser gebundene Entwicklung und teils sehr spezielle Lebensraumansprüche sind sie sensible Indikatoren für Veränderungen und damit geeignete Objekte für die langfristige Umweltbeobachtung.

Am 18.6.2014 wurde im Bad Harzburger Hotel Seela im Rahmen eines mit ca. 60 TeilnehmerInnen gut besuchten Vortragskolloquiums der druckfrische Band 11 der Schriftenreihe des Nationalparks Harz vorgestellt. Das Buch präsentiert auf 212 Seiten die Ergebnisse umfangreicher mehrjähriger Erfassungsarbeiten zur Libellenfauna im Nationalpark. Die Begrüßung der Gäste übernahmen Nationalparkleiter Andreas Pusch und Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms. Im Einführungsvortrag beleuchtete Prof. Dr. Frank Suhling von der TU Braunschweig die Harzer Libellenfauna im globalen und nationalen Kontext. Als Koordinator der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN ist er maßgeblich an der weltweiten Beurteilung der Gefährdung von Libellenarten beteiligt. Anschließend stellten Dr. Kathrin Baumann aus Bad Harzburg als Hauptautorin des Werkes sowie Dr. Joachim Müller aus Magdeburg als Autor eines eigenen Beitrages und Wolfgang Specht aus Lochtum als ehrenamtlicher Erfasser einig
e Ergebnisse vor und gewährten dabei auch interessante Einblicke in die Feldarbeiten.

Von den 81 in Deutschland vorkommenden Libellenarten wurden bisher 42 Arten auch im Nationalpark nachgewiesen. Von diesen gelten wiederum 22 Arten als bodenständig, d.h. sie pflanzen sich im Gebiet fort. Ein Schwerpunkt der Kartierungen lag auf den im Harz in vielfältiger Ausprägung vorhandenen Mooren, welche eine spezielle und teils hochgradig gefährdete Libellenfauna aufweisen. Mit der Alpen-Smaragdlibelle kommt hier sogar eine Art vor, die als so genanntes Eiszeitrelikt gelten kann und vermutlich schon zum Arteninventar der Tundrenlandschaft im Vorfeld der Eiszeitgletscher gehörte. In den Vorträgen wurde herausgestellt, dass der Nationalpark insbesondere für diese an Moore gebundenen Libellenarten ein herausragender Lebensraum von überregionaler Bedeutung ist. Aber auch für den Erhalt der an Fließgewässer gebundenen Arten kommt dem Schutzgebiet auf Grund des großen Reichtums an Bergbächen eine besondere Verantwortung zu. Hier kann die von der Nationalparkverwaltung angestoßene Waldentwicklung weg von Fichtenreinbeständen hin zu Buchen- und Laubmischwäldern in den unteren und mittleren Höhenlagen einen wichtigen Beitrag leisten.

Das Buch ist als Band 11 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz unter dem Titel „Die Libellen des Nationalparks Harz“ erschienen und zum Preis von 15 € bei der Nationalparkverwaltung Harz (Lindenallee 35, 38855 Wernigerode, Tel. 03943/5502-0, poststelle@nationalpark-harz.de, www.nationalpark-harz.de) erhältlich. Neben der Vorstellung aller im Nationalpark vorkommenden Arten und ihrer Lebensräume mit zahlreichen Bildern beinhaltet der Band spezielle Kapitel zur Libellenfauna der intakten sowie revitalisierten Moore des Harzes. In einem zusätzlichen Beitrag werden die zoogeographische Herkunft und die ökologischen Ansprüche der Libellenarten Sachsen-Anhalts beleuchtet. Zudem erfolgt eine aktuelle Bewertung des Gefährdungsgrades mit einem Neuvorschlag für die Rote Liste der Libellen Sachsen-Anhalts.

Titelbild des Bands 11 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz; Männchen der Alpen-Smaragdlibelle, einer Art für deren Erhalt der Nationalpark Harz eine besondere Verantwortung trägt, Foto Dr. Kathrin Baumann.


Großes Fest zur Sommersonnenwende am HohneHof

Wernigerode. Für zwei Tage steht das Naturerlebniszentrum HohneHof ganz im Zeichen der Sommersonnenwende. So findet am Samstag, den 21.6.2014 ab 14 Uhr ein Fest für die ganze Familie statt, wo mit Basteln und Spielen in der Natur, Feuer-Ritualen, kulinarischen Köstlichkeiten aus dem großen Backofen und vielem mehr für Groß und Klein zum Verweilen eingeladen wird. Als besonderer Höhepunkt spielt dann ab 17 Uhr die Gruppe „Cellart“ passende keltische und irische Musik, die mit einer abendlichen Feuerschow den Tag stimmungsvoll ausklingen lassen.

 

Der Sonntag steht wieder ganz im Zeichen der „Sagenumwobenen Bergwildnis“, wo auch an die über 100-jährige Tradition des alten Forsthauses erinnert werden soll. In einem großen Gemeinschaftskonzert des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode, des Wernigeröder Männerchors und des Frauenchors Wernigerode erklingen bekannte Melodien und Jägerchöre, wie zum Beispiel aus dem „Freischütz“, aber auch bekannte Volkslieder, die unbedingt zum Mitsingen einladen. Besonders freuen wir uns, dass Stephan Klemm als Solist gewonnen werden konnte, der neben Arien aus dem Freischütz auch Stücke wie „Funicoli, Funicula“ von Denza darbietet, die jeden Konzertbesucher begeistern werden.

 

Bei Regenwetter findet das Konzert im Fürstlichen Marstall in Wernigerode statt.

 

Karten gibt es direkt am HohneHof, in der Nationalparkverwaltung und an der Tageskasse (Informationen und Anfragen unter 03943/550215 oder 039455/8640, www.nationalpark-harz.de oder Facebook).


UNSER HARZ Juni 2014
Der Beitrag des Oberharzer Wasserregals zum Artenschutz; Ein zwölfter Kaiser im Huldigungssaal? Eine neue ikonografische Deutung der spätgotischen Tafelmalereien im Goslarer Rathaus, Teil 2; Jugenderinnerungen an eine Skihütte in Königskrug; Einiges über die Sommerlinde Tilia platyphyllos; Klöppeln ist Spitze; Kinderlandverschickung im Harz, Teil 18; Der Hirschkäfer in der Nationalparkregion Harz

Clausthal-Zellerfeld. im letzten Jahr war das periodische Absenken der Wasserstände der Oberharzer Stauteiche rund um Clausthal-Zellerfeld besonders augenfällig, da es sich um einige viel frequentierte Badeteiche handelte, wie den Ziegenberger, den Semmelwieser oder den Nassewieser Teich. Was es mit diesen wechselnden Wasserständen auf sich hat, erfahren die Leser im ersten Artikel des Juniheftes von UNSER HARZ, der sich mit dem Beitrag des Oberharzer Wasserregals zum Artenschutz beschäftigt – Autoren sind Justus Teicke und Kathrin Baumann.

Im zweiten Teil der Ausführungen über einen 12. Kaiser im Huldigungssaal des Goslarer Rathauses werden weitere Belege für die These der Autorin Barbara Ehrt angeführt, dass es sich hier möglicherweise um Kaiser Friedrich III. handelt.

Jugenderinnerungen an Aufenthalte in einer Skihütte in Königskrug, besonders während des Krieges, die die Kindheit des Autors prägten, werden im dritten Beitrag von Gerd Piepenburg geschildert und der vierte beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Sommerlinde, ihres Holzes und ihrer Symbolkraft – er stammt aus der Feder von Ingrid Kreckmann. Eine kurze Information zum Klöppeln und Aussagen über die beliebten Klöppelkurse von Frau Dr. Brigitta Roy-Feiler folgen.

Die KLV-Serie von Wiebke Kock neigt sich ihrem Ende zu, was manche Leser bedauern werden. Der Harz soll „Festung“ werden, auch wenn die vier zuständigen Gauleiter sich dagegen entscheiden. Doch zu viel kriegswichtige Industrie ist hierher verlagert worden, was sich auch an der Zahl der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in der Harzregion zeigt. Damit werden auch die KLV-Lager ganz plötzlich aufgelöst und eine gefährliche Rückreise beginnt.

Das Titelbild kündigt es schon an: Das Nationalparkforum beschäftigt sich diesmal mit den Lebensgewohnheiten und -räumen des größten mitteleuropäischen Käfers, des Hirschkäfers. Der Text stammt von Andreas Marten und Anita Giermann. Ein prächtiges Hirschkäfer-Foto zwei kämpfender Männchen von Ralf Steinberg ziert auch das Titelbild dieser Ausgabe von UNSER HARZ.

Foto: Zwei kämpfende Hirschkäfer, Foto Ralf Steinberg


Bingo-Umweltstiftung zeichnet „Formicarium im Haus der Natur“ als Projekt des Monats Mai 2014 aus

BAD HARZBURG/HANNOVER. Jüngst ehrte der Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (NBU), Karsten Behr, das Projekt „Formicarium im und am Haus der Natur“ des Landesverbandes Niedersachsen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) als Projekt des Monats Mai.

Die Ehrung der Bingo-Umweltstiftung – verbunden mit einem Scheck über 500 € – wird monatlich für Förderprojekte ausgesprochen, um besonders das ehrenamtliche Engagement und die langfristige Etablierung von Zielen im Naturschutz und der Umweltbildung zu würdigen. In der Ehrung in Bad Harzburg wurde insbesondere der Vorbildcharakter der geförderten Aktivitäten hervorgehoben, denn das Projekt basiert auf der engen Kooperation mit verschiedenen lokalen Akteuren und verfolgt einen innovativen Umweltbildungsansatz.

Ziel des Projekts ist es, die Bedeutung der Waldameise für das Ökosystem Wald deutlich zu machen. Mit der deutschlandweit größten Ameisen-Beobachtungsstation in Bad Harzburg wurde in Kooperation mit dem Nationalpark Harz, den Niedersächsischen Landesforsten und mit der Ameisenschutzwarte Niedersachsen ein Erlebnisort geschaffen, der den Menschen die Möglichkeit bietet das Verhalten und die Leistungen der Waldameise zu beobachten. Dazu wurde mit finanzieller Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung ein so genanntes Formicarium geschaffen, das aus einem großen Fütterungsgehege im Innen- und einem der Situation im Wald nachempfundenen Ameisennest im Außenbereich des Hauses der Natur besteht. In dem abwechslungsreich gestalteten Futter-Areal des Geheges kann das rege Treiben der Ameisen bestaunt werden kann.

Viele weitere Projektbeteiligte und Mitarbeiter des „Hauses der Natur“ in Bad Harzburg freuten sich am 26. Mai mit Friedrich Gregorius, dem Geschäftsführer des Niedersächsischen Landesverbandes der SDW, als ihm die Auszeichnung und der Scheck überreicht wurden. Karsten Behr, der Geschäftsführer der NBU, lobte bei der Überreichung das Engagement der Mitarbeiter des „Hauses der Natur“ und die anschauliche und gleichzeitig authentische Beobachtungsmöglichkeit für die Besucher.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege - steuerlich abzugsfähige Spenden dafür sind herzlich willkommen (Kontonummer 3115020, BLZ 830 944 95, Ethik-Bank).

Anl. Foto frei mit dieser PI: Das ausgezeichnete Formicarium betrachten v.l.n.R.: Karsten Beer, Geschäftsführer Niedersächische BINGO-Umweltstiftung, Anja Fischer, Nationalpark-Rangerin, Christiane Lorenz-Laubner, ehem. Leiterin des Hauses der Natur, Dr. Bettina König, Leiterin des Haus des der Natur, und Friedrich Gregorius, Geschäftsführer Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Niedersachsen. Foto: Friederike Wübbeler.


HohneHof bietet abwechslungsreiches Ferienprogramm

Wernigerode. Auch in den Pfingstferien bietet das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ein vielseitiges Ferienprogramm für große und kleine Gäste. So wird am Montag, den 2. Juni ab 11.00 Uhr zu einer Kräuterwanderung für Kinder eingeladen, wo es rund um den HohneHof um das Erkennen, Riechen und Schmecken von Wiesenkräutern geht. Natürlich sind auch Eltern und Großeltern herzlich willkommen, doch wird hierfür um Anmeldung gebeten.

Am Dienstag, den 3. Juni startet ab 10.30 Uhr eine Entdeckungstour mit dem Ranger auf dem Löwenzahnpfad. Treffpunkt ist am Großparkplatz und nach etwa 2 Stunden endet diese kleine Wanderung direkt am HohneHof.

Zu unserer beliebten Pferdewanderung mit den Nationalparkpferden Max und Eros geht es am Donnerstag, den 5. Juni ab 10.15 Uhr vom Parkplatz-Wandertreff aus in den Nationalpark. Man erfährt hier Wissenswertes über die Aufgaben dieser beiden Pferde bei Waldarbeiten und in der Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks. Auch hier wird um Anmeldung unter der Telefonnummer 039455/8640 gebeten.

Natürlich erwartet das Naturerlebniszentrum auch an allen anderen Tagen seine Gäste zum Lernen, Spielen und Entspannen in der der Natur.

Für die langfristige Terminplanung sollte man sich unbedingt schon den 21. und 22. Juni 2014 vormerken, wo am HohneHof die Sommersonnenwende gefeiert wird – von keltischen Bräuchen bis zum klassischem Konzert ist für alle Besucher was dabei!
Weitere Ankündigungen gibt es im Internet unter www.nationalpark-harz.de .

Foto: Das Heupferd ist das beliebteste Spielgerät am HohneHof, Foto Ingrid Nörenberg.


Der Harz auf einen Blick - Großformatige neue Karte auf Torfhaus bietet gute Orientierung

Altenau-Torfhaus. Torfhaus liegt mittendrin – so könnte man bei einem Blick auf die neue wetterfeste und lichtbeständige Karteninstallation vor dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus denken.

Dank der großzügigen Unterstützung durch den Schmidt-Buch-Verlag aus Wernigerode und den Sockelbau durch die Nationalparkwerkstatt Oderhaus können sich die vielen Gäste auf Torfhaus nun noch besser in der Nationalpark-Region orientieren, um anschließend viele Erlebnisangebote im Nationalpark, aber auch in der gesamten Harzregion aufzusuchen. Die großformatige Karte auf dem Vorplatz bietet einen Überblick über den gesamten Harz und sein Umland und bietet auch über die Grenzen des Nationalparks hinaus Orientierung.

„Nun können sich unsere Gäste auch unabhängig von den Öffnungszeiten des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus einen Überblick über die Lage des Nationalparks mit seinen attraktiven Besuchereinrichtungen und seine Einbettung in den gesamten Harz verschaffen – eine weitere ansprechende Ergänzung in unserem neu gestalteten Außengelände“, so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht.

Foto frei mit dieser PI: Thorsten Schmidt (Schmidt-Buch-Verlag) und Heike Albrecht (Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) vor der neuen Kartenpräsentation am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus


23.5., 9 Uhr: Wildnis statt Uni auch in Wernigerode: Commerzbank-Umweltpraktikum 2014 im Nationalpark Harz gestartet – Open-Air-Semester mit Einführungswoche eröffnet – Wernigeröder Praktikant Bastian Deinert stellt sich vor

Wernigerode. Studenten unterstützen Schutzgebiete vom Watzmann bis zum Wattenmeer – auch im Harz und in Wernigerode. 51 Studierende aus dem In- und Ausland sind bundesweit in das jährlich stattfindende Commerzbank-Umweltpraktikum gestartet. Seit nunmehr knapp 25 Jahren bieten die teilnehmenden deutschen Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke und die Commerzbank interessierten Studenten aller Fachbereiche die Möglichkeit, ihre Leidenschaft für die Natur mit praktischen Erfahrungen im Umwelt- und Naturschutz zu verbinden. Zwischen drei und sechs Monaten dauert das Umweltpraktikum bei dem die Naturliebhaber die Theorie in den Hörsälen gegen die Praxis in Deutschlands einzigartigen Naturlandschaften tauschen.

Traditionell fand der Auftakt des Open-Air-Semesters im Rahmen einer gemeinsamen Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Im Wildniscamp des Nationalparks verbrachten die Praktikanten nicht nur intensive Tage in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, sondern wurden auch in Workshops gründlich auf ihre Aufgaben für den anschließenden Einsatz in den Schutzgebieten vorbereitet. Insbesondere die naturnahe Unterbringung mitten im Wald, in Themen- und Länderhütten wie Baumhaus, Waldzelt oder Wasserhütte, rundete das intensive Naturerlebnis der Einführungswoche ab.

Der in der Nationalparkverwaltung Harz in Wernigerode eingesetzte Praktikant ist Bastian Deinert, der sich der Öffentlichkeit am kommenden

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Freitag, 23.5. um 9 Uhr in der Commerzbank-Filiale Wernigerode, Breite Str. 18
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vorstellt. Über Ihre Teilnahme an diesem Gespräch, das gemeinsam mit dem Filialleiter und der Nationalparkverwaltung Harz stattfindet, würden wir uns sehr freuen.

Anette Jung, zuständige Projektleiterin bei der Commerzbank, erläutert das Erfolgsgeheimnis des Projekts: „Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet eine ausgewogene Mischung aus unmittelbarem Natur-Erleben und praxisnahen Einblicken in die Aufgabenbereiche der Schutzgebiete. Dadurch sammeln die engagierten und hochmotivierten Studenten nicht nur nützliche Erfahrungen, sondern erleben auch, wie interessant und kurzweilig aktiver Umwelt- und Naturschutz sein kann.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Commerzbank entwickelt. Das Projekt dokumentiert die langfristige Verantwortung der Commerzbank für Bildung und leistet einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Miteinander von Mensch und Natur. 2007 wurde es von der UN als Dekadenprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. In den knapp 25 Jahren seit Bestehen haben mehr als 1.300 Praktikanten in den teilnehmenden Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen tragen nachhaltige Entwicklung als zukunftsweisende Bildungsform in viele Bereiche der Umwelt, Wirtschaft und Politik. Vielen hat das Umweltpraktikum den späteren Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Infos zum Commerzbank-Umweltpraktikum unter www.umweltpraktikum.com

Foto der diesjährigen Commerzbank-Praktikanten


Auszeichnung des Projekts „Formicarium im und am Haus der Natur “ in Bad Harzburg
als Projekt des Monats durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) weist auf vielfältiger Weise auf die Funktionen des Waldes und die darin beheimateten Tier- und Pflanzenarten hin. Mit der deutschlandweit größten Ameisen-Beobachtungsstation in Bad Harzburg wurde in Kooperation mit dem Nationalpark Harz, den Niedersächsischen Landesforsten und mit der Ameisenschutzwarte Niedersachsen ein Erlebnisort geschaffen, der den Menschen die Möglichkeit bietet das Verhalten und die Leistungen der Waldameise zu beobachten. Dazu wurde mit finanzieller Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung ein so genanntes Formicarium geschaffen, das aus einem großen Fütterungsgehege im Innen- und einem der Situation im Wald nachempfundenen Ameisennest im Außenbereich des Hauses der Natur besteht.In dem abwechslungsreich gestalteten Futter-Areal des Geheges kann das rege Treiben der Ameisen bestaunt werden kann.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung hat die Kosten von nahezu 20.000 € mit knapp 60 Prozent gefördert. Am 26. Mai zeichnet sie das Vorhaben als „Projekt des Monats“ aus. Diese Auszeichnung wird als Anerkennung des Engagements des SDW-Landesverbandes und der Mitarbeiter des Haus der Natur, des Vorbildcharakters und des innovativen Umweltbildungsansatzes verliehen. Die Projektidee und die Bedeutung dieser Art soll so in der Öffentlichkeit Verbreitung finden und zum Nachahmen animieren. Die Stiftung hebt darüber hinaus auch den Beispielcharakter der engen Kooperation mit den lokalen Akteuren hervor.

Die Auszeichnung wird durch Herrn Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, erfolgen. Der Bürgermeister der Stadt Bad Harzburg, Ralf Abrahms, wird ebenso wie Frau Ilsemarie Grotian, Vorstandsmitglied der Niedersächsischen Ameisenschutzwarte, ein Grußwort sprechen.

Wir laden Sie zur Überreichung der Auszeichnung "Projekt des Monats" herzlich ein für den kommenden
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Montag, 26. Mai, 13.00 Uhr
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in das Haus der Natur, Nordhäuser Straße 2B, 38667 Bad Harzburg.
Über Ihr Kommen und/oder Ihre Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.
Bei Fragen bitten wir Sie um Kontaktaufnahme mit Dr. Andreas Lindemann 0511 / 897 697 -13, lindemann@bingo-umweltstiftung.de
Foto des Hauses der Natur, Foto Susanne Fortunski.


„Adlerauge“ macht am Nationalpark-HohneHof Station

Wernigerode. Noch bis zum 1. Juni 2014 ist die Ausstellung „Adlerauge“ im Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz zu sehen. Vorgestellt werden hier die Preisträger des Fotowettbewerbes aus dem Jahr 2013, die sich am gemeinsamen Aufruf des Kinder-Wissensmagazins GEOlino und dem Junior-Ranger-Programm von EUROPARC Deutschland beteiligt haben.

Unterstützt wird das Projekt von der Heinz Sielmann-Stiftung, die sich mit ihren vielseitigen Naturerlebnisangeboten dafür einsetzt, dass sich auch Kinder und Jugendliche für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlage engagieren. Thema des Wettbewerbes 2013 war „Werdet zum Tier“ – Kinder konnten sich durch gute Beobachtung und Phantasie zum Affen machen oder wurden zu Fledermaus, Ente oder Hirsch…. Von 250 Teilnehmern wurden 30 Fotos als Preisträger ausgewählt, die nun mit dieser Ausstellung über mehrere Stationen quer durch Deutschland reisen.

Der Wettbewerb des Jahres 2014 steht unter dem Thema „Klein machen – groß rauskommen“ – noch bis 31. Mai können Fotos unter WWW.GEOLINO.de/ADLERAUGE14 eingereicht werden.

Das Naturerlebniszentrum HohneHof ist täglich geöffnet und freut sich auf große und kleine Besucher!

Anl. Foto frei mit dieser PI, Foto Nationalpark Harz.


Neue Nationalpark-Wanderbrücke bei Schierke freigegeben

Wernigerode - Schierke. Aufgrund von Baufälligkeit musste der Nationalpark Harz Ende März 2014 die Fußgängerbrücke über die Schluftwiesen nordwestlich von Schierke abreißen. Der beliebte Verbindungsweg zwischen dem Wasserwerk Schierke an der Brockenstraße und der südlich gelegenen Sandbrinkstraße sollte schnellstmöglich erneuert werden, teilte der Nationalpark seinerzeit mit. Nach kurzer Bauzeit wurde die Brücke über die Bode nun fertig gestellt und am 9. Mai 2014 feierlich eröffnet. Günter Seidel, der Vorsitzende des Harzklub-Zweigvereins Schierke, Sabine Mané, zuständige Fachbereichsleiterin Wald des Nationalparks Harz, gaben die Brücke am Freitag gemeinsam für die Besucher frei. Sie ist aus Lärchenholz gefertigt und hat eine eindrucksvolle Spannweite von 11,5 m. Wie man in den letzten Tagen beobachten konnte, kommt sie bei den Wanderern gut an und wird schon wieder rege frequentiert.

Foto mit Günter Seidel (rechts) und Sabine Mané, Foto: Meike Hullen


Wanderwege an der Hohne im Nationalpark Harz am 9.5.2014 kurzfristig gesperrt

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Der Holzbohlenweg an der Hohne, bekannt auch als Moorstieg, unterlag dem Zahn der Zeit und muss erneuert werden, denn die Bohlen waren nicht mehr stabil. Er wird derzeit vom Nationalpark neu aufgebaut - das entsprach auch den Wünschen zahlreicher Bürger, die sich mit dem Nationalpark in Verbindung gesetzt hatten. Das steile und schwierige Gelände der Hohne erfordert jedoch einen hohen technischen Aufwand bei den Erneuerungsarbeiten. Aus Kostengründen wird daher am morgigen Freitag für Transportarbeiten ein Hubschrauber eingesetzt. Zur Sicherheit der Wanderer wird daher das Wegenetz an der Hohne um die Mittagszeit kurzfristig gesperrt. Wir bitten alle Wanderer um Verständnis - es lohnt sich, denn im Endergebnis wird es wieder einen naturnahen Moor-Bohlenweg auf der Hohne geben, siehe anl. historische Fotos des Weges.

Fotos: Frank Steingass


UNSER HARZ Mai 2014

Themen: Ein zwölfter Kaiser im Goslarer Huldigungssaal?, Über die Finkenliebhaberei im Harz, Finkensteller (Gedicht), De Grenzgänger (Mundart), Im Gespräch mit Fuhrmann Karl Schröter, Kinderlandverschickung im Harz, Zum Gedenken an den 150. Geburtstag des Clausthaler Schriftstellers Otto Erich Hartleben, Nationalpark-Entdeckerheft

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Clausthal-Zellerfeld. Ein neuer Kaiser im Huldigungssaal des Rathauses Goslar? Hochinteressant und schlüssig sind die Ausführungen der Autorin Barbara Ehrt in dieser Veröffentlichung zur Identifizierung einer bislang nur mit Spekulationen behafteten Personendarstellung im aufwändig bebilderten, heute aus erhaltungstechnischen Gründen leider nicht mehr frei zugänglichen Huldigungssaal.
Im Mai beginnt die neue Finkenwettstreit-Saison, die Termine zu den Singwettbewerben sind unter der Rubrik AKTUELLES zu finden. Doch wurde auch eine Bewerbung für die Anerkennung dieses alten Harzer Brauches als immaterielles Kulturerbe verfasst, die hier veröffentlicht ist – zusammen mit weiteren Informationen über das Finkenschlagen, einem Gedicht und einer Mundartgeschichte zum Thema.
Eine Geschichte vom Fuhrmann Karl Schröter, vom Holzrücken mit Kaltblutpferden und vom Peitschenknallen erzählt der Autor Friedrich Pieper, der den heute 89-Jährigen in Sankt Andreasberg besucht hat.
Im 17. Teil der Serie über die Kinderlandverschickung kommt die Autorin Wiebke Kock in Schierke an. Die Lage im April 1945 wird immer desolater, Reisen immer abenteuerlicher, doch die sich ständig ändernden Umstände sollen auch ihre Einsamkeit hier recht bald wieder beenden.
Ein kurzer Steckbrief zum Leben und Wirken des vor 150 Jahren in Clausthal geborenen Schriftstellers Otto Erich Hartleben ist in der Rubrik AKTUELLES veröffentlicht, wo u. a. auch das neue Harz-Kursbuch für den Sommer angekündigt wird.
Im Nationalparkforum wird das Nationalpark-Entdeckerheft vorgestellt, das, in spannende Rätsel und Geschichten verpackt, für die ganze Familie Anregungen bereithält, was es im Nationalpark Besonderes zu sehen und zu erleben gibt.
Als weiteres kleines Museum stellt sich auf der Rückseite das Glasmuseum in Steina vor, das am 24. und 25. Mai Tage der offenen Tür mit besonderem Angebot hat.
 


Beginn der Brockengartensaison am 6.5.2014 – Der Garten öffnet seine Pforten 10 Tage früher als in den vergangenen 24 Jahren

Wernigerode – Brocken. Obwohl der Winter 2013/2014 kein richtiger Winter war und im Harz so gut wie kein Schnee gefallen ist, war der Brockengarten noch im März teilweise mit Schnee bedeckt. Die hohen Temperaturen in der zweiten Märzhälfte trugen allerdings dazu bei, dass dieser schnell verschwand. Bereits Ende März blühten die ersten Steinbrech- und Mannsschildarten.

Schon Anfang April konnten daher die ersten Instandsetzungsarbeiten beginnen, so dass wir die Anlage in diesem Jahr bereits Anfang Mai unseren Gästen präsentieren können. Am 6.5.2014 um 11.30 Uhr findet die erste Gartenführung der Saison 2014 statt. Eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, Felsenblümchen sowie viele Arten mehr werden zu bestaunen sein. Auch die heimische Brockenanemone wird den Gästen ihre Blüten zeigen.

Die Brocken- und Nationalparkbesucher werden ab dem 6.5.2014 regelmäßig von Montag bis Freitag um 11.30 und 14.00 Uhr von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage begleitet. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Gartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung durch einen Ranger möglich. Zusätzlich werden botanisch-gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 0170/570 9015 und 03943/5502-20 durch die Anlage geführt.

Da der Brockengarten seit Mitte März weitestgehend schneefrei ist und die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind bzw. diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf für die im Garten kultivierten Arten eher ungünstig. Ob und wie hoch die Ausfälle im Winter 2013/2014 waren, kann allerdings erst Mitte Juni richtig eingeschätzt werden.

Foto von Dr. Gunter Karste: Die Primel Primula wulfeniana im Brockengarten.


Walpurgis-Müllsammelaktion von über 100 Geocachern im Nationalpark Harz am 30.4.2014

Wernigerode – Torfhaus. Das Verhältnis von Geocachern zum Naturschutz war nicht immer ohne Spannung. Speziell in Naturschutzgebieten und Nationalparken ist es nur erlaubt, Caches unmittelbar an Wegen zu verstecken. Auch ist es natürlich tabu, Geocaches in Spechthöhlen, an Horstplätze seltener Brutvögel oder in Moore zu legen, wo die Natur Schaden nehmen kann.

Es gilt also, Vorurteile zu überwinden und neue Kooperationen zu entwickeln. Daher haben sich im Harz der Hannoveraner Geocaching-Experte und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel, mit dem Nationalpark Harz zusammengetan, um eine gemeinsame Umweltaktion zu starten.

Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben – es wird am 30.4.2014 einen ganzen Tag lang mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll im Nationalpark Harz gesammelt. International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Aktionen genannt – „Cache in, trash out“ oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen.

Das Harzer Walpurgistreffen der Geocacher (www.cacherban.de) findet bereits zum 9. Mal statt, und 2014 zum 4. Mal unter dem Vorzeichen des Naturschutzes gemeinsam mit dem Nationalpark. Bisher haben sich ca. 120 Geocacher fest angemeldet, bis zu 200 werden erwartet. Die Teilnehmer kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

In Absprache mit dem Nationalpark wurden verschiedene Sammelgebiete definiert, in denen die Geocacher die Hinterlassenschaft vieler Nutzer dieser einmaligen Landschaft einsammeln und zu 10 zentralen Sammelpunkten bringen, wo die prallen Müllsäcke von Revierförstern und Rangern des Nationalparks entgegen genommen werden. Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (www.torfhaus.info), wo das Arbeitsmaterial und eine Überraschung direkt von den Organisatoren in Empfang genommen werden können. Um 19 Uhr findet der CITO-Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang, wo auch erstmalig die neue Walpurgis-Coin erworben werden kann.

Besonderer Dank geht an dieser Stelle an die vielen Sponsoren der Aktion, namentlich (in alphabetischer Reihenfolge) cacher-center, cachepodcast, CacheZone, Conrad-Stein-Verlag, Falk, GEOParadise, Globetrotter, LaserLogoShop, MudMen-GER, rotolog, Seiltechnik Hannover, shop4cachers, traveldiary-Verlag und Zecken und Dornen.

Kontakt: Markus Gründel, Bollnäser Str. 8a, 30629 Hannover, 01577-47 294 32, 0511- 698 501, markus.gruendel@web.de, www.cacherban.de, www.der-Gruendel.de

Anl. Fotos von Markus Gründel frei mit dieser PI: Müllsammelnde Geocacher am Brocken.


100 Jahre Waldgaststätte Hanskühnenburg

Osterode am Harz. Am Samstag des 24. Mai 2014 feiert der Turm der Nationalpark-Waldgaststätte "Hanskühnenburg" sein 100-jähriges Bestehen. Diesen Anlass möchten wir mit Ihnen feiern und laden Sie herzlich ein. Vertreter des Landkreises Osterode am Harz und des Nationalparks Harz sowie zahlreiche Wanderfreunde und Moutainbiker werden auf der Hanskühnenburg zu einer Jubiläumsfeier erwartet. Auch Sie sind herzlich willkommen!

Für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt. Bei frisch gezapftem Fassbier und Leckereien vom Grill wird man die musikalische Unterhaltung der Tennessee Birds aus Riefensbeek-Kamschlacken genießen können – sie werden Oldies aus den 50er, 60er und 70er und präsentieren.

Es freut sich auf ihren Besuch
Die Hanskühnenburg
Familie Hammer und Familie Plümer

Für Rückfragen stehen wir sehr gern zur Verfügung:
Tel. 01 70 / 8 64 03 48
Öffnungszeiten: Mo bis So 9 bis 17 Uhr
Donnerstags Ruhetag (außer an Feiertagen)
http://www.hanskuehnenburg-im-harz.de

Mehr zur Hanskühnenburg – immer eine Wanderung wert!

Wandernd, mit dem Mountainbike oder im Winter mit Langlaufskiern kann man die bekannte Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg auf vielen Wegen erreichen – wir liegen „mitten drin“ zwischen Osterode, Riefensbeek, Sieber und Oberharz.
Von der Bleichestelle in Osterode aus führt der Weg über die Schwarze Brücke am Fischereilehrpfad entlang in Richtung Riefensbeek und ab Vorsperre direkt zur Hanskühnenburg.

Ein weiterer beliebter Weg führt von der Harzhochstraße B 242, Parkplatz Stieglitzeck an den Windrädern, über den breiten Waldweg Ackerstraße oder den urwüchsigen Reitstieg mit herrlichen Fernblicken jeweils direkt zur Hanskühnenburg.

Eine Wanderung auf den Höhenzug des Ackers und zur Hanskühnenburg ist aber nicht nur von Osterode und Riefensbeek-Kamschlacken, sondern auch von Lonau oder Sieber möglich und das ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis! Alle Wanderwege sind gut ausgeschildert, aber eine Wanderkarte ist auf dem Weg zu uns immer empfehlenswert, denn wir liegen inmitten der Harzer Natur.

Müde oder durstig? Keine Angst! Oben angekommen liegt eine der urigsten Waldgaststätten im Nationalpark Harz. Hier gibt es Getränke und auch deftige Mahlzeiten aus der Küche der Hanskühnenburg-Wirtinnen.

Vom beliebten Aussichtsturm der Hanskühnenburg auf dem Höhenzug des Ackers schweift der Blick bei schönem Wetter bis zum Brocken und weit in das Südharzvorland.

Der Rückweg nach Osterode führt dann in Richtung Auerhahnplatz geradeaus weiter zum Ackerblick durch das “Große Herrental“ direkt bis nach Riefensbeek-Kamschlacken. Von dort aus wandern Sie über den Verlobungsweg entlang des Söse-Vorstaubeckens zum Vorstaudamm und dann zurück nach Osterode.

Der Name „Acker“ hat übrigens mit dem Acker der Landwirtschaft nichts zu tun - er kommt vom mittelhochdeutschen „agger“, was soviel wie Kamm oder Wall bedeutet - genau das ist die geografische Form des Acker-Höhenzuges. Daher auch die phantastischen Fernblicke von hier oben!

Hunde sind bei uns gern gesehen! Angeleint gibt es mit ihnen auch im Nationalpark kein Problem.

Anl. Fotos frei mit dieser PI, Fotos Katja John und Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz.


23.4., 15 Uhr: Junior-Ranger pflanzen Baum des Jahres an der Hohne-Eiche bei Drei Annen-Hohne

Wernigerode. Am kommenden Mittwoch, den 23. April, um 15 Uhr treffen sich die Kinder der Junior-Ranger-Gruppe aus Drei Annen-Hohne, um den "Baum des Jahres" - eine Traubeneiche - am Naturerlebniszentrum HohneHof und auf der Hohnewiese zu pflanzen. Mit der Unterstützung des Nationalparks und der großzügigen Hilfe von Heiko Ehrt, Vater einer unserer Junior-Ranger, kann die ehrwürdige, alte Eiche auf der Wiese am Löwenzahnpfad schon jetzt einen Nachfolger bekommen. Die wechselvolle Geschichte und das raue Klima des Oberharzes haben deutliche Spuren an dem alten Baum hinterlassen. Mit der jungen Traubeneiche wird dafür gesorgt, dass auch künftig wieder eine Eiche das Landschaftsbild der Hohnewiesen prägt. Gäste und Helfer sind bei dieser Pflanzaktion herzlich willkommen!

Foto (Ranger mit Besuchern an der Hohne-Eiche); Foto Ingrid Nörenberg


Hirschkäfer in der Nationalparkregion Harz werden kartiert

Wernigerode. Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist einer der größten, imposantesten und wahrscheinlich auch bekanntesten Käfer Mitteleuropas. Den Namen trägt das bis zu neun Zentimeter große Tier dank der geweihartig vergrößerten Oberkiefer (Mandibeln) der Männchen. Zur Fortpflanzungszeit Ende Mai bis Anfang September sind die Männchen auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. Treffen mehrere Männchen bei einem Weibchen aufeinander, so kann es zu erbitterten Rivalenkämpfen kommen. Dabei versuchen die Kontrahenten, ihr gegenüber mit dem Geweih zu umklammern oder auszuhebeln und vom Baum zu werfen. Das Krachen und Knacken der kämpfenden Hirschkäfer¬männchen soll an stillen Sommerabenden bis zu 15 Meter weit zu hören sein.

Während der Paarung hindert das Männchen mit Hilfe seines Geweihs das Weibchen daran, fortzulaufen. Nach der Begattung gräbt sich das Weibchen mehrere Dezimeter tief ins Erdreich und legt dort im Laufe mehrerer Tage ihre Eier an verrottendem Holz ab. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von dem morschen, feuchten und verpilzten Holz. Damit sind die Tiere abhängig von einem hohen Aufkommen an ausreichend starkem Totholz mit Erdkontakt. Besonders Eichentotholz gilt als optimales Nahrungssubstrat für die Entwicklung der Larven, aber auch andere Laubhölzer und selbst Fichten oder Kiefern können als Brutsubstrat dienen. Möglicher¬weise sind der Zersetzungsgrad und die Pilzbesiedlung von größerer Bedeutung für die Qualität des Brutsubstrats als die Baumart. Die unterirdische Entwicklung der Larve bis zur Puppe bestimmt mit 5 bis 8 Jahren den weitaus größten Teil des Lebens der Tiere. Dabei können die Larven mit bis zu 12 cm noch deutlich größer werden als die ausgewachsenen Käfer. Wohl aufgrund suboptimaler Bedingungen, z.B. bei mangelnder Qualität des Brutsubstrats, kann sich aus der verpuppten Larve die so genannte capreolus-Form, der „Rehkäfer“. entwickeln, bei der die männlichen Oberkiefer nur noch verkümmerte Geweihe bilden. Nach dem Schlupf aus der unterirdischen Puppenwiege leben die Käfer nur noch 4 bis 8 Wochen, um sich fortzupflanzen. In dieser Zeit nehmen die Käfer Baumsaft auf, der mit bestimmten Pilzen versetzt ist und zur Reifung der Keimzellen benötigt wird. Deshalb finden sich die Tiere oft an Saftflussstellen, insbesondere von Eichen und Buchen, ein. Nach der Kopulation bzw. Eiablage sterben die Tiere.

Der lange Generationszyklus und die Abhängigkeit von alten Baumbeständen mit hohem Anteil von Totholz begründet die heutige Seltenheit des Hirschkäfers. Der ehemals weit verbreitete Käfer ist insbesondere durch die Entfernung von Totholz und durch einen entsprechenden Mangel an großen absterbenden Bäumen in unseren Wäldern selten geworden. Zudem sind in der Vergangenheit vielerorts, so auch im Harz, strukturreiche Laubmischwälder durch schnell wachsende Fichten- oder andernorts Kiefernforste ersetzt worden. Wiederholt ist in der Literatur zu lesen, dass kleine Populationen auch durch die Wühl- und Fraßaktivität von Wildschweinen gefährdet sein können. Aufgrund der spezifischen Ansprüche an seinen Lebensraum gilt der Hirschkäfer gemeinhin als guter Indikator für struktur- und vor allem totholzreiche Laubwaldgebiete. Mancherorts kommen aber mittlerweile individuenreiche Populationen in alten Parkanlagen, Obstbaumbeständen, Gärten oder entlang von Alleen vor, weshalb
der Hirschkäfer von einigen Autoren zumindest regional bereits als Kulturfolger betrachtet wird. Auf der Roten Liste Deutschlands wird der Hirschkäfer als „stark gefährdet“, auf der Roten Liste Sachsen-Anhalts als „gefährdet“ eingestuft. Zudem wurde der Hirschkäfer von der EU in den Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz FFH) als Art von gemeinschaftlicher Bedeutung aufgenommen, weshalb dem Schutz seiner Lebensstätten europaweit eine große Bedeutung eingeräumt wird. Der Erhaltungszustand der Art wird deutschlandweit als „unzureichend“ eingeschätzt.

Verbreitungsschwerpunkte des Hirschkäfers in Sachsen-Anhalt liegen in der Colbitz-Letzlinger Heide, im Elbtal und im Südharz. In Niedersachsen sind größere Vorkommen z.B. aus der Göhrde und der Lüneburger Heide bekannt. Im Harz kommt der Hirschkäfer nur in den Randbereichen vor. In der Nationalparkregion beschränkt sich das Vorkommen des Hirschkäfers weitgehend auf wärmebegünstigte Habitate in Höhenlagen unter 500 m. Aktuelle Funde stammen beispielsweise aus dem Harly sowie aus den Stadtgebieten von Wernigerode und Blankenburg. Zudem gibt es aus Ilsenburg einige ältere Fundmeldungen. Hier sind in den letzten Jahren allerdings keine aktuellen Funde mehr bekannt geworden, so dass von einem lokalen Aussterben der Population ausgegangen werden muss.

Ein aktueller Nachweis des interessanten Tieres für den Nationalpark Harz fehlt trotz gezielter Nachsuche und benachbarter Vorkommen (z.B. in Wernigerode) bisher. Dem möglichen Auftreten der Käfer, vor allem an warmen Sommerabenden, sollte deshalb vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Während des Schwärmens zur Paarungszeit ist der brummende und unbeholfen wirkende Flug auffällig. Häufig werden auch Körperteile als Reste z.B. einer Vogelmahlzeit gefunden.

Hinweise auch auf ehemalige Vorkommen werden gern persönlich, per Telefon (03943/5502-33) oder E-Mail (andreas.marten@npharz.sachsen-anhalt.de) entgegen genommen und leisten einen wertvollen Beitrag zur Kenntnis der Wirbellosenfauna in der Nationalparkregion.

Foto: Kampf zweier rivalisierender Männchen des Hirschkäfers, Ralf Steinberg


Dem Borkenkäfer auf der Spur - Frühlingsbeginn im Hochharz – WaldWandelWeg Torfhaus ist wieder beschildert

Wernigerode – Torfhaus. Das Wetter macht es schon lange deutlich: der Frühling kommt mit Macht. Und so stellt sich auch der Nationalpark Harz immer mehr auf die bevorstehende Wander- und Freiluftsaison ein. Nun sind auch die hölzernen Infotafeln am WaldWandelWeg nahe Torfhaus wieder aus dem Winterquartier hervorgeholt und an ihrem angestammten Platz aufgestellt worden. Die Besucher können sich bei ihrem Gang rund um das Große Torfhausmoor oder zum Goetheweg wieder über den Wandel der Wälder informieren.

Beim Anblick von Kahlflächen oder toten Bäumen stellen wir uns Fragen: Wie wird der Harzer Wald der Zukunft aussehen? Wie wirken sich der Klimawandel und seine Folgen wie Orkane oder Sommertrockenheit auf das Wachstum der Fichte aus? Wie profitiert der Borkenkäfer davon? Wer sich nachher immer noch nicht ganz sicher ist, wie das nun alles zusammenhängt oder wer vorher noch einen Tipp für einen schönen Rundgang benötigt, der ist herzlich eingeladen, sich im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus zu informieren.

Wie funktioniert ein natürlicher Wald?

Als Beitrag zur besseren Information über die Zusammenhänge von Werden und Vergehen der Bäume, Klima, Umweltverschmutzung und Borkenkäfern gibt es seit 2009 den WaldWandelWeg am Schubenstein bei Torfhaus. Hier sollen nicht nur die Besucher des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, sondern auch alle vorbeikommenden Wanderer dazu angeregt werden, die dynamische Waldentwicklung im „Urwald von morgen“ hautnah zu erleben. Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird hier sachlich moderiert.

Der Pfad ist ein Gemeinschaftsprojekt – er wurde vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus konzipiert, von der Revierförsterei Torfhaus und der Nationalpark-Werkstatt Oderhaus gebaut und mitfinanziert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Auf ca. 180 m Länge werden mittels attraktiv gestalteter Holztafeln Informationen gegeben, die hiesigen Borkenkäferaktivitäten, ihre biologischen Hintergründe, aktuelle Fragen der Borkenkäferentwicklung und der Zukunft des Waldes sowie die Ursachen für diese Entwicklung dargestellt.
Dem „Wind-Sturm“ folgt ein „Käfer-Sturm“ – so ist es auf einer der Info-Tafeln zu lesen, die Besucher neugierig machen soll. Was verbirgt sich hinter dieser Aussage? Oberhalb von etwa 800 m Höhe befindet sich der natürliche Lebensraum der Fichte. Dem rauen Klima widersteht sie in diesen Höhenlagen. Unterhalb von 800 m wächst sie zwar auch, wird aber zunehmend durch Sommertrockenheit beeinträchtigt. Im Falle eines Windwurfs profitiert der Fichtenborkenkäfer ebenfalls vom milderen Klima der mittleren Höhenlagen. Massenhaft umgeworfene und absterbende Fichten ermöglichen eine sprunghafte Vermehrung des Borkenkäfers. Dieser Vielzahl können sich dann auch viele der stehenden Fichten nicht mehr erwehren. Dem „Wind-Sturm“ folgt somit ein „Käfer-Sturm“. Aber: „Kein Grund zur Sorge“, so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken.“

Der Weg ist ausgehend vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Großparkplatz Torfhaus schnell erreichbar, und die Besucher können im Zuge eines Spaziergangs auf dem Rundweg sowohl die Schönheiten des Hochmoors genießen als auch die vitale, ursprüngliche Kraft des Waldes und die Walddynamik erleben.

Naturerlebnispunkt am Quitschenberg

In Ergänzung zum WaldWandelWeg wurde zusätzlich ein weiterer Naturerlebnispunkt eingerichtet. Auf der beliebten Wanderung über den Goetheweg zum Brocken erreichen die Wanderer nach ca. 3,5 km den Quitschenberg. Nach einer starken Borkenkäfer-Massenvermehrung ist hier seit den 1990er Jahren die neue Waldentwicklung in vollem Gang. Gerade die damals nicht aufgearbeiteten Flächen sprießen heute von Ebereschen, Weiden und Fichten – die nachwachsende Waldgeneration prägt zunehmend das Bild. So zeigt sich: Der Borkenkäfer wird nicht der letzte Akteur sein in dem Schauspiel, das die Natur hier in ihrer ganzen Dynamik entfaltet.

Hintergrundinformationen

Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 52 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Samtgemeinde Oberharz. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort.

DBU: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist die größte europäische Umweltstiftung und hat das Besucherzentrum und den Bau des WaldWandelWeges finanziell gefördert. Die DBU fördert innovative und beispielhafte Projekte aus den Bereichen Umwelttechnik, Umweltforschung/Naturschutz und Umweltkommunikation unter besonderer Berücksichtigung der mittelständischen Wirtschaft. Sitz der Stiftung ist Osnabrück. Kontakt: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel. 0541/9633-0, Fax 0541/9633-190.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Dr. Friedhart Knolle, Tel. 03943/5502-32, E-Mail knolle@nationalpark-harz.de
Heike Albrecht, Tel. 05320/33179-13, E-Mail albrecht@torfhaus.info

Fotos des WaldWandelWegs: die Person auf dem Foto ist der Nationalpark-Revierförster Ulrich Schulze, in dessen Zuständigkeit sich der Weg befindet.


Start in den Frühling am HohneHof des Nationalparks Harz - Löwenzahnpfad wieder geöffnet

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Mit einem abwechslungsreichen Programm für die Osterferien startet das Naturerlebniszentrum HohneHof in den Frühling.

Rechtzeitig vor den Ferien konnte der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad aus dem Winterschlaf geweckt, aufpoliert und aufgebaut werden. Gemeinsam mit dem Ranger geht es dort am Dienstag, den 15. April um 10.30 Uhr auf Entdeckungstour bei der Suche nach dem Frühling. Treffpunkt dazu ist der Wandertreff auf dem Großparkplatz Drei Annen-Hohne.

Am Mittwoch, den 16. April, wird zum Ranger-Tag in das Naturerlebniszentrum eingeladen, wo es ab 11.00 Uhr Anregungen für Osterbasteleien für unsere kleinen Besucher gibt. Natürlich dürfen Eltern und Großeltern gern helfend zur Seite stehen. Spielgeräte und Feuerschale laden zum Verweilen ein und versprechen einen erlebnisreichen Ferientag.

Am Donnerstag, den 17. April geht es mit den beliebten Nationalpark-Pferden Max und Eros zu einer Wanderung rund um den HohneHof. Dabei erfährt man Wissenswertes über das Schutzgebiet, über unsere Kaltblutpferde und deren Arbeit im Nationalpark. Treffpunkt dazu ist um 10.15 Uhr am Parkplatz. Da die Teilnehmerzahl für diese Veranstaltung begrenzt ist, wird um eine Anmeldung unter der Telefon-Nummer 039455 / 8640 gebeten. Wer sich dieser Wanderung nicht mehr anschließen kann, ist dennoch zu einem Spaziergang zum HohneHof eingeladen. Ab ca. 12.00 Uhr soll dort der neue Backofen unter der alten Eiche erprobt werden, wo herzhafte und süße Oster-Backwerke entstehen und verkostet werden dürfen.

Höhepunkt ist für alle Kinder wieder am Ostersamstag um 11.00 Uhr das große Ostereier-Suchen „Finde das goldene Ei“. Treff dazu ist direkt am HohneHof, wo der Startschuss für die große Suchaktion gegeben wird. Anschließend laden Info-Zelt, Tiere zum Anfassen, Osterbasteleien, Backofen und Feuerschale zum Verweilen für die ganze Familie ein.

Auch ohne Ferienprogramm ist das Naturerlebniszentrum täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und freut sich auf große und kleine Gäste, wie Irmtraud Theel vom Naturerlebniszentrum HohneHof mitteilte.
 


NABU rät: Ostern naturfreundlich feiern und auch feuern

Magdeburg— Jedes Jahr freuen sich Jung und Alt wieder auf das Osterfeuer, aber mit dem Abbrennen des Schnittgutes sind auch viele negative Seiten verbunden, denn zu Ostern wird in zahlreichen Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt das Brauchtum des Osterfeuers gepflegt, was nicht immer so naturfreundlich abläuft, wie es oft aussieht. Schon bei der Standortwahl sollte darauf geachtet werden, dass die Rauchentwicklungen nicht die Anwohner belasten. Auch Horstschutzzonen, die im Naturschutzgesetz in Sachsen-Anhalt seit 2010 verankert sind, müssen beachtet werden. Brut und Aufzucht störende Handlungen sind in einem Umkreis von 300 m zu unterlassen.
"Seitens der Genehmigungsbehörden in den Landkreisen und Verwaltungs-gemeinden sollte vor der Genehmigung darauf geachtet werden und auch Kontrollen durchgeführt werden, selbst wenn die Genehmigung des Osterfeuers schon alle Jahre wieder fast automatisch erteilt wird, aber die Umstände können sich ja ändern", rät Annette Leipelt vom NABU Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt genießen die Nestbereiche von Rotmilan, Schwarzstorch, Adlerarten, Wanderfalke und Kranich bereits ab dem 1. März einen besonderen Schutz.
Das aktuelle Naturschutzgesetz regelt dies seit der Gesetzesänderung zum aktuellen Naturschutzgesetz Ende 2010 in Sachsen-Anhalt dies in einem gesonderten Paragraphen, der in der Praxis Anwendung und Umsetzung finden sollte. In dem so genannten § 28 Horstschutz dürfen grundsätzlich diese besonders störungsempfindlichen und in ihrem Bestand gefährdeten Vogelarten durch störende Handlungen nicht beeinträchtigt werden. Brut und Aufzucht störende Handlungen sind in einem Umkreis von 300 m zu unterlassen.

Oft beginnen Gartenbesitzer, Vereine und Gemeinden schon lange vor Ostern damit, das Brennmaterial für ein möglichst großes Feuer zu sammeln und aufzuschichten. Viele Tiere nutzen diese Reisighaufen gerne als Unterschlupf oder sogar als Brut-möglichkeit. Doch dies kann für Tiere tödlich sein.
„Igel, Spitzmäuse und Amphibien nutzen die Haufen gern als Wohnquartiere“, erklärt Leipelt, „außerdem brüten einige Vogelarten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Heckenbraunelle sehr gern in solchen Reisighaufen.“ Viele dieser Tiere seien gerade im Garten wichtige Helfer bei der Vertilgung unerwünschter Insekten.
„Wer trotzdem nicht auf sein Osterfeuer verzichten möchte, sollte entweder den Haufen erst unmittelbar vor dem Verbrennen aufschichten“, appelliert der NABU Sachsen-Anhalt an die Organisatoren, „oder ihn zumindest vorher noch einmal vorsichtig umschichten, damit die Tiere noch Gelegenheit haben, sich in Sicherheit zu bringen.“ Wer diese Tipps beherzige, könne viele Tiere vor einem unbeabsichtigten und sinnlosen Feuertod retten, so der NABU Sachsen-Anhalt. Achtung: Das Osterfeuer sollte auch nicht als Müllentsorgung genutzt werden! Also auch darauf achten, dass ausschließlich unbehandeltes Holz verbrannt wird. Bitte auch keine Brandbeschleuniger benutzen.

für Rückfragen: Annette Leipelt 0391/ 561 93 50 oder 0177 – 77 87 97 6


Wir erforschen den wilden Wald – Start in die Freiluftsaison mit spannenden Erlebnisführungen in Torfhaus

Wernigerode – Torfhaus.  Nachdem der Winter in weiten Teilen nicht nur des Harzes ein Schattendasein gefristet hat, kommt nun der Frühling mit Macht. Pünktlich zur warmen Jahreszeit und zu den bevorstehenden bzw. bereits begonnenen Ferien in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen starten auch wieder die zahlreichen Führungen und Erlebniswanderungen rund um Torfhaus.

„Wir erforschen den wilden Wald“ - unter diesem Motto begleiten Sie die erfahrenen Umweltbildner aus dem Besucherzentrum TorfHaus. Auf dieser Erlebnisführung nicht nur für Kinder können die Besucher wieder das Gras unter den Füßen kitzeln spüren, mit verbundenen Augen ihren Tastsinn schärfen oder in die Rolle von Luchs oder Reh schlüpfen. Neben ungewöhnlichen Erlebnissen können die Besucher gleich eine große Prise Wohlgefühl - Neudeutsch „Wellness“ – tanken. Die nächsten Termine: Mittwoch, 9. April und Mittwoch, 16. April, jeweils ab 10.00 Uhr.

Am 24. Mai heißt es dann „Ohren gespitzt und Augen auf“: um 6.00 Uhr startet die beliebte Vogelstimmenexkursion zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt. Treffpunkt ist hier ebenso wie bei der Erlebnisexkursion der Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

Der Nationalpark Harz bietet nicht nur „Natur pur“. Auf einer Rundwanderung um den Oderteich nähern wir uns den Spuren des Bergbaus, „lesen“ in der Landschaft und erkunden so Teile des UNESCO-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft. Hier sind die nächsten Termine: Samstag, 17. Mai und Samstag, 21. Juni, jeweils um 10.00 Uhr ab Parkplatz Oderteich.

Ab Mai immer freitags um 10.00 Uhr starten auch wieder die Rangerwanderungen durch den Urwald von Morgen. Hier können Sie alles rund um den Nationalpark erfahren und den Lebensraum Hochmoor entdecken.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland betrieben. Diese wichtige Besuchereinrichtung im Nationalpark Harz ist auf Einnahmen und Spenden angewiesen. Deshalb erheben die engagierten Führer je nach Dauer einen Anerkennungsbeitrag, der bei nur € 4,- startet. Für manche Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig. E-Mail: post@torfhaus.info, Tel. 05320-33179-0.

 

Hintergrundinformation

Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf über 52 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Samtgemeinde Oberharz. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Dr. Friedhart Knolle, Tel. 03943 – 5502 - 32, E-Mail: knolle@nationalpark-harz.de
Heike Albrecht, Tel. 05320 - 33179 - 13, E-Mail: albrecht@torfhaus.info
Weitere Informationen: www.nationalpark-harz.de ; www.torfhaus.info


Tierische Kostbarkeiten im Nationalpark Harz
Die Ranger des Nationalparks Harz laden zum Sonderprogramm 2014 ein

Wernigerode - Braunlage. Der Nationalpark Harz ist reich an tierischen Kostbarkeiten. Er hat weit mehr zu bieten als Rothirsch und Luchs. Die Ranger des Nationalparks laden bei den Veranstaltungen des Sonderprogramms 2014 zur spannenden Spurensuche ein.

Den Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe bildet am 9. April die Wanderung „Mit dem Ranger Feuersalamander im Ilsetal“ entdecken. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr am Nationalparkhaus Ilsetal. Zahlreiche weitere Veranstaltungen folgen bis in den September hinein. Interessierte erfahren dabei etwas über die Harzer Bachforelle, erhalten Einblick in die Kinderstube des Nationalparks, gehen auf Pirschgang zum Rotwild oder folgen den Spuren von Fledermäusen oder Wildkatzen.

Nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie ein Flyer mit allen Terminen sind im Internet unter www.nationalpark-harz.de verfügbar. Der Flyer ist außerdem in den Nationalparkhäusern oder bei der Nationalparkverwaltung (Tel. o5582 / 9189-41) erhältlich.

Das Sonderprogramm ist Teil des umfangreichen Naturerlebnis-Programms des Nationalparks. Die Auswahl an geführten Wanderungen zu einer Fülle von weiteren Themen ist groß. Alle Termine sind zu finden auf der Internetseite www.nationalpark-harz.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“.

Fotos:
Salamanderbad (Bildautor Thomas Brocher)
In der Kinderstube der Wildkatzen (Bildautor Ralf Steinberg)

 


Oberharzer Bergwiesenkunde für WanderführerInnen - Perlen der Natur - Bergwiesenkunde lehren, lernen und verbreiten

Sankt Andreasberg. Unterschiedliche Akteure aus Naturschutz, Tourismus und Umweltbildung saßen jüngst im Internationalen Haus Sonnenberg zusammen. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement Westharz wurde diskutiert, wie das Wissen über die Bergwiesen vermittelt und an Touristen weiter gegeben werden kann. Aufgrund der vorhandenen Vorarbeit stand fest, dass es nun konkret werden muss. Es wurde beschlossen, bereits in dieser Bergwiesensaison ein Ausbildungsseminar anzubieten.
Schon seit 2010 ist es ein Anliegen der ILEK-Beteiligten, das Thema Bergwiesen auch hinsichtlich des touristischen Angebotes zu stärken. Die Verbreitung des Wissens über die Bedeutung der Bergwiesen als typischer Bestandteil des Harzer Landschaftsbildes soll letztlich auch zum Schutz dieser bunten und lebendigen Schätze des Harzes beitragen. Mit der Planung und Umsetzung des Informationsportals in Hohegeiß und der Beschilderung in den angrenzenden Bergwiesen wurde bereits ein erster Baustein angegangen. Mit der fachlich fundierten Ausbildung von Bergwiesenkundlern wird nun ein weiterer Baustein in Angriff genommen.
In einem Seminar, das sich an Wanderführer und Touristiker richtet, sollen die wichtigsten Kenntnisse über Entstehung, Bedeutung, Gefährdung, Schutz und Pflege sowie über die artenreiche Flora und Fauna vermittelt werden. Darüber hinaus sollen didaktische Fähigkeiten geschult werden. So soll auf lange Sicht ein Pool von ausgebildeten Bergwiesenführern entstehen, auf den die örtlichen Tourismus- und Gastronomiebetriebe zurückgreifen können. Dadurch soll das Angebot für Gäste ausgebaut und optimiert werden. Dabei spielt die fachliche Qualität der späteren Führungsangebote eine wesentliche Rolle.
Langfristig ist ein Ausbildungsanbot mit unterschiedlichen, thematisch vertiefenden Bausteinen geplant. Es soll eine Ergänzung zu bereits bestehenden Ausbildungs- und Zertifizierungsangeboten bilden. Das anstehende Seminar soll als Pilotprojekt und zur Bedarfsanalyse dienen. Mögliche Referenten und konzeptionelle Ideen wurden bereits gefunden und gesammelt.

Foto: Schutzwürdige Perlen der Natur und spannend für die Harzgäste: Bergwiese bei Buntenbock, Foto Dr. Krynitz

Kontakt:
mensch und region
Böhm, Kleine-Limberg GbR
Lindener Marktplatz 9 – 30449 Hannover
Tel: 0511 – 44 44 54 / Fax: 44 44 59
email: blaumann@mensch-und-region.de
oder
Planungsbüro ALAND
Grobmeyer, Henschel GbR
Gerberstraße 4 – 30169 Hannover
Tel.: 0511 – 1210 8360 / Fax: 1210 8379
email: hannover@aland-nord.de


Waldentwicklungsmaßnahmen und zeitweise Wegesperrungen im Bereich des Naturmythenpfades Braunlage

Braunlage. Im Bereich des Naturmythenpfades kommt es vom 19.3 bis 2.4.2014 zu Sperrungen der Wege auf Grund von Waldentwicklungsmaßnahmen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die naturnahe Entwicklung hin zu Buchenwäldern zu fördern. Darüber hinaus wird diese Gelegenheit ergriffen, um die Labyrinth-Station zu erweitern, damit für die Besucherinnen und Besucher des Pfades ein noch besseres Erlebnis ermöglicht wird. Die Eingriffe werden sehr sensibel durchgeführt. Trotzdem ist der Einsatz von modernen Forstmaschinen nötig, um die Bäume ohne größere Schäden aus dem Wald nehmen zu können.

Für die kurze Zeit dieser Maßnahme kommt es daher zu Sperrungen der Waldwege rund um das Einsatzgebiet. Der Fußstieg ist im besagten Zeitraum komplett gesperrt, zudem kommt es im Bereich des Kaiserweges zu Einschränkungen, die allerdings durch eine ausgeschilderte Umleitung leicht zu umgehen sind. Der Zeitpunkt der Maßnahme ist so gelegt, dass Ferienzeiten sowie die offizielle Wiedereröffnung des Naturmythenpfades nicht berührt werden.

Der Nationalpark Harz bittet um Verständnis für mögliche Einschränkungen. Die Stationen des Naturmythenpfades werden derzeit wieder vollständig aufgebaut, so dass er nach der Winterpause bald wieder eröffnet werden kann.

Foto: Auf dem Naturmythenpfad Braunlage, Foto Ingrid Nörenberg


Neues im HTV-Harz-Blog

Romkerhall im Okertal: Geologie und Geschichte eines interessanten Stücks Harz:

http://magazin.harzinfo.de/romkerhall-und-sein-wasserfallfelsen-geologie-und-erschliessung-eines-geschichtstraechtigen-touristischen-ortes/


Nationalpark-Revierförstereien wurden umstrukturiert

Wernigerode. Die Fläche des Nationalparks war bislang in 14 Revierförstereien unterteilt. Da insbesondere die Waldentwicklung voranschreitet und somit in vielen Waldflächen keine Arbeiten mehr nötig sind, wurde die Anzahl der Nationalpark-Reviere auf 12 reduziert. Die Reviere Jagdhaus (bei Lonau) und Königskrug (bei Braunlage) wurden aufgelöst und die Flächen auf die verbleibenden Reviere aufgeteilt.

Diese Umstrukturierung geht auf die Forderung der Landesrechnungshöfe zurück, im Nationalpark Stellen und somit Kosten einzusparen. Dies erfolgte nun in Abstimmung mit den Ministerien sowie den zuständigen Personalräten.

Im Jahr 2013 haben zwei Kollegen ihren verdienten Ruhestand angetreten. Die jeweiligen Revierleiter, Herr Forstamtmann Rudi Eichler, Revier Jagdhaus, und Herr Forstamtmann Siegfried Richter, Revier Königskrug, waren langjährig im Nationalpark Harz tätig. Ihnen sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für die geleistete Arbeit gedankt.

Hintergrund

Aus den beiden Nationalparken Hochharz und Harz wurde im Jahre 2006 der erste länderübergreifende Nationalpark in Deutschland geschaffen. Der neue Nationalpark Harz gehört seitdem mit seinen knapp 25.000 ha zu den größten Waldnationalparken in Deutschland. Bezogen auf die Harzfläche liegen rd. 10 % davon im Nationalpark Harz – ein echtes „Pfund“ für den Naturschutz.

Als so genannter Entwicklungsnationalpark, in dem noch Renaturierungsmaßnahmen zulässig sind, ist der Nationalpark Harz schon jetzt international anerkannt. Im Jahr 2022 wird der Nationalpark Harz den Entwicklungsstatus verlassen. Bis dahin müssen 75 % der Fläche in den Naturdynamikbereich, also in die Kernzone des Schutzgebiets, übertragen sein. Dort sind keine Maßnahmen mehr vorgesehen und die Natur wird ihrer ureigenen Entwicklung überlassen.

Zu den spürbarsten Tätigkeiten auf der Nationalparkfläche gehört die aktive Waldentwicklung. Hier wird durch die Pflanzung von Laubbäumen in die strukturarmen Fichtenforsten der tieferen Lagen der natürlichen Waldentwicklung noch ein wenig nachgeholfen. Um Licht für die jungen Laubbäume zu schaffen, müssen vorher Fichten gefällt und herausgezogen werden. Erst in den Hochlagen ab ca. 750 m über dem Meeresspiegel kommen Fichtenwälder natürlich vor, um am Brocken auf 1.100 m die natürliche Waldgrenze zu erreichen. Fichten mögen es eben kalt und feucht.

Die neue Revierstruktur findet sich auf der Internet-Seite www.nationalpark-harz.de unter Natur schützen / Waldentwicklung sowie auch in der Anlage.


Junge Forscher experimentieren mit Wasser – Neues Programm des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) Nationalpark Harz

Wernigerode – Sankt Andreasberg. Wieso kann eine Büroklammer erst schwimmen und geht dann doch mit einem Tropfen Spülmittel plötzlich unter? Auf welche Weise ist es möglich, aus Salzwasser Trinkwasser zu gewinnen? Wie muss ein Ball aus Knete umgeformt werden, um schwimmen zu können?

Diesen und weiteren spannenden Fragen gingen Schülerinnen und Schüler der Eichenbergschule aus Bad Harzburg zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Katja Steckhan an insgesamt 10 Experimentierstationen nach. Entwickelt wurde die Stationsarbeit rund um das Element Wasser vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz.

Ein enger Bezug zum Kerncurriculum im Fach Sachunterricht war bei der Vorbereitung eine wichtige Voraussetzung, richtet sich das Programm doch in erster Linie an die Klassenstufen 3 und 4 der Grundschule.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Verknüpfung des Gelernten zum Alltag der Schülerinnen und Schüler. So manch einer bekam große Augen zum Abschluss der Veranstaltung, als der tägliche Wasserverbrauch mit Getränkeflaschen und –kästen nachgestellt wurde. Auf Einsparmöglichkeiten und einen sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser wurde daher ebenfalls besonderer Wert gelegt.

Informationen zu dieser und weiteren RUZ-Veranstaltungen erhalten Interessierte unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:

Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ)
Nationalpark Harz
Thomas Schwerdt (Leiter)
Tel. 05582-91 64 18 oder 05322-53006
Mobil: 0170-9124473
E-Mail: RUZ@Nationalpark-Harz.de
Homepage: www.ruz-nph.de
Soziales Netzwerk: www.facebook.com/RUZ.Nationalpark.Harz

Foto: Wie kann verschmutztes Wasser wieder sauber werden? Ein Versuch mit der Filteranlage gibt Aufschluss. Foto: Katja Steckhan


Aktuelle Forderungen der anerkannten Naturschutzverbände des Landkreises Harz 2014

Wernigerode. Die anerkannten Naturschutzverbände NABU, BUND und BNU appellieren an den Landkreis Harz, das Landesverwaltungsamt und alle anderen verantwortlichen Behörden und Politiker in Sachsen-Anhalt, sich mehr als bisher für den Erhalt der einzigartigen Naturraumausstattung im Landkreis Harz und darüber hinaus im ganzen Harz einzusetzen. Dabei sehen die Verbände für das Jahr 2014 folgende Schwerpunkte mit aktuellem Handlungsbedarf, die sie anlässlich ihrer jüngsten gemeinsamen Tagung in Wernigerode einstimmig beschlossen haben:

1. Die Verbände des Landkreises Harz setzen sich für den Erhalt und die Weiterführung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz ein.

2. Bis 2020 sollen entsprechend der 2007 beschlossenen “Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ 10 % der öffentlichen Waldflächen nicht mehr forstlich genutzt und somit der Eigendynamik der Natur zurückgegeben werden. Die Verbände des Landkreises Harz fordern daher die Ausweisung von Waldschutzgebieten in den FFH-Gebieten des Harzes und des Harzvorlandes, so im Elendstal, im Selketal, im Bodetal, im Fallstein, im Huy und in den Laubwaldgebieten zwischen Wernigerode und Blankenburg.

3. Touristische Großprojekte, die mit maximalem Flächenverbrauch wie z.B. am Wurmberg bei Braunlage (Niedersachsen) umgesetzt wurden, lehnen die Naturschutzverbände konsequent ab. Im Interesse des Naturschutzes, aber auch eines naturverträglichen Tourismus müssen die Planungen in Schierke (Sachsen-Anhalt) naturverträglicher gestaltet werden. Geplante Beschneiungsanlagen sind kein Ausdruck für einen schonenden Umgang mit dem Naturraum und werden daher abgelehnt.

4. Das Naturschutzgebiet Selketal ist nach wie vor durch den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken bedroht. Bei der Planung wurden Alternativen bisher nicht berücksichtigt. Die Verbände fordern eine zeitnahe Umsetzung eines naturraumschonenden Hochwasserschutzes.

5. Die Naturschutzverbände fordern von der Harzer Schmalspurbahnen GmbH den Einsatz von Dieselloks zum Brocken bei erhöhter Brandgefahr. Um die Brockenstraße weitestgehend autofrei zu bekommen, muss die Brockenbahn aus Sicht der Naturschutzverbände die Belieferung für die Touristenversorgung verstärkt übernehmen. Konstruktive Absprachen mit allen Verantwortlichen sind längst überfällig.
6. Der geplante Baumwipfelpfad am Naturschutzgebiet Bodetal wird von den Naturschutzverbänden abgelehnt, da von ihm negative Beeinträchtigungen auf das NSG sowie das FFH- und europäische Vogelschutzgebiet Bodetal ausgehen bzw. ausgehen können. Auch die Zunahme immer neuer Massenveranstaltungen in Naturschutzgebieten des Landkreises Harz wird mit Sorge registriert. Die Verbände lehnen daher Massenveranstaltungen in Schutzgebieten ab.

7. Die Naturschutzverbände sehen mit Sorge, dass seit Jahren immer öfter Feldwege ganz oder teilweise umgepflügt werden. Feldraine verschwinden und mit ihnen auch ihre Schutzfunktion gegen Bodenerosion und ihre Rolle als Lebensraum. Die Verbände fordern, dem Einhalt zu gebieten.

8. Mit Sorge wird wie in den vergangenen Jahren registriert, dass alte Baumalleen Straßenbaumaßnahmen zum Opfer fallen. Die Naturschutzverbände fordern, dass hier mit mehr Augenmaß und Berücksichtigung des Baumschutzes gearbeitet wird und nicht vorschnell vollendete Tatsachen geschaffen werden. Die örtlichen Naturschutzbeauftragten sind einzubeziehen.

9. Die Naturschutzverbände fordern kontinuierliche Effizienzkontrolle von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

10. Die Naturschutzverbände lehnen die Erteilung von Aufsuchungserlaubnissen sowie Forschungs-, Probe- und Gewinnungsbohrungen zur Gewinnung von Erdgas mittels Fracking kategorisch ab, weil es sich um eine Technologie handelt, deren Umweltauswirkungen kaum kontrollierbar und unerwünschte Folgen nicht wieder reparierbar sind.

Foto: Blick in das Naturschutzgebiet Bodetal bei Thale, Foto Wolfgang Schilling.


BUND und NABU: Rückhaltebecken Bornhausen bei Seesen ist Hochwasserschutz von gestern!

Seesen. Die großen Naturschutzverbände des Kreises Goslar, BUND und NABU, kritisieren das geplante Hochwasserrückhaltebecken vor Bornhausen. Bei der Anlage handelt es um eine mit ca. 8 Millionen € kalkulierte Baumaßnahme, die kaum etwas bewirken wird, dafür aber in erheblichem Umfang Natur zerstört und in das schutzwürdige Fließgewässer der Schildau eingreift.

„Rückhaltebecken sind technischer Hochwasserschutz im Stil der 1970er Jahre und überholt“, so die einhellige Einschätzung der Vorstände des BUND-Regionalverbands Westharz, Knut Haverkamp und Dr. Friedhart Knolle, sowie Mathias Kumitz von der NABU-Kreisgruppe Goslar. Viel wichtiger sei die Renaturierung der Fließgewässer, das Freihalten der Flussauen von Bebauung und die Ausweisung von weiteren Retentionsflächen im Bereich der Nette und ihrer Nebenflüsse.

Wie wenig Rückhaltebecken nützen, zeigt das Beispiel Rhüden sehr eindrucksvoll. Seit 1998 gab es in Rhüden vier Hochwasserereignisse. Das erste Hochwasser ereignete sich 1998 und wurde als Jahrhunderthochwasser bezeichnet. 2002 gab es ein Hochwasser, das etwas glimpflicher ausfiel. Im November 2004 wurde dann das Nette-Rückhaltebecken südlich von Rhüden eingeweiht. Am Montag den 1. Oktober 2007 titelte der Seesener Beobachter: „Das Jahrhunderthochwasser 1998 noch um 20 cm übertroffen. Die Nacht in der die Nette auf einen Pegel von 3,82 Meter stieg.“ 2010 wurde dann der Betriebsplan des Nette-Rückhaltebeckens verändert. Im Mai 2013 wurde Rhüden bei einem Pegelstand von über 3,50 m wieder bis in den Johannesweg überflutet. Allem Anschein nach hat das Rückhaltebecken Rhüden den Anwohnern keinen Hochwasserschutz gebracht. Im Gegenteil: die Hochwasser in Rhüden sind noch höher ausgefallen als in den Jahren davor! Dennoch scheut sich der Nette-Ausbauverband nicht, den Einwohnern von Rhüden und Bornhausen Verbesserungen im Hochwasserschutz zu versprechen!

Abgesehen davon, dass mögliche Alternativen weder technisch noch finanziell ernsthaft geprüft wurden, fällt das Urteil der beiden Umweltverbände über die eingereichten Planunterlagen einhellig und verheerend aus. Die 2008 begonnene Planung ist mindestens in zwei Aspekten völlig ungenügend oder fehlerhaft und damit inakzeptabel: einerseits im Hinblick auf die naturschutzrechtlichen Belange, andererseits auf die Betrachtung und Bewertung der geotechnischen Verhältnisse.

Besonders kritisch sind die fehlerhaften Berechnungen zur Naturschutzbilanz und die durch den Bau der Talsperre gegebene Gefährdung der Groppe zu sehen. Dieser Fisch kommt in der Schildau noch vor und ist als FFH-Art nach europäischem und deutschem Recht geschützt. In Niedersachsen steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Für die Groppe sind bereits kleinste technische Bauwerke unüberwindliche Wanderhindernisse. Die Barrierewirkung eines Staubauwerks in der Schildau würde ihre Überlebenschancen in diesem Fluss massiv negativ beeinträchtigen. Zu diesem Punkt fehlen in den Planunterlagen detaillierte artenschutzrechtliche Prüfungen, die auch den ökologischen Zusammenhang von Schildau und Nette betrachten und analysieren.

Aber nicht nur für Flora und Fauna werden die möglichen Auswirkungen zu wenig betrachtet, auch für die Anwohner können die unzureichenden Untersuchungen gefährlich werden. So weist die geotechnische Untersuchung grobe Mängel auf und ist als Planungsgrundlage nicht geeignet. Der als Dichtung vorgesehene Auelehm weist nach den eigenen Prüfergebnissen des Ingenieurbüros für eine solche Funktion unzureichende Eigenschaften auf. Die größte Gefahr birgt jedoch die unterlassene Untersuchung des Volleinstaus auf den südlichen Hang des Beckens. Für Bornhausen wird damit billigend in Kauf genommen, dass ein Böschungsversagen zu einem Abgleiten großer Erdmassen in das gefüllte Becken oder auf das Sperrwerk führen kann – mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Unterlieger.

Darüber hinaus ist das von den Ingenieuren erstellte hydraulische Untergrundmodell zu klein dimensioniert – es orientiert sich offensichtlich nur an der Ausdehnung des Staubauwerks sowie an morphologischen Merkmalen. Da der Grundwasserleiter aber großflächig aus gut durchlässigem Kies besteht, sind aus hydraulischer Sicht Auswirkungen eines Einstaus im Hochwasserrückhaltebecken noch im großen Umkreis um den Planungsbereich zu erwarten, vor allem Richtung in Bornhausen. Damit sind aber auch keine aussagekräftigen Prognosen zum Wasserstand und zur Vernässungsgefährdung der Ortschaft möglich. Dazu Dr. Friedhart Knolle vom BUND, selbst Geologe: „Nach den in den Planunterlagen aufgezeigten Rahmenbedingungen wird sich der Grundwasserspiegel deutlich ausdehnen. Eine Auswirkung bis in den Bereich der Bebauung ist nicht auszuschließen – unverständlich, dass dies nicht erkannt worden sein soll.“ Die Einwohner von Bornhausen sind damit von der Planung massiv betroffen.
Auch die Planung des Bauwerks selbst weist Mängel auf. Da sie zudem auf den Ergebnissen des Baugrundes fußt, wird auch hier eine weitere Anpassung und Neuberechnung unumgänglich sein.

Einwendungen seitens der Bürgerinnen und Bürger können noch bis zum 28.2.2014 beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Standort Braunschweig, Rudolf Steiner-Straße 5, 38120 Braunschweig, erhoben werden. Unter der Internetadresse http://www.talsperre-bornhausen.de steht eine Mustereinwendung zum Download bereit, die jedoch von jedem Einwender nach seinen Vorstellungen verändert werden kann.

Foto: Blick in den Talabschnitt der Schildau, der dem Rückhaltebecken geopfert werden soll. Foto Sven Ladwig.
Die Groppe, auch Mühlkoppe genannt, kommt in der Schildau noch vor. Sie ist ein streng geschützter Fisch unserer naturnahen Fließgewässer, der durch das Hochwasserrückhaltebecken massiv beeiträchtigt würde. Hier ein weibliches Fischexemplar mit Eiern. Foto Stefan Meyer.


Halbnackte Räuber im Harz - Bikinischnecken jetzt entdecken

Sankt Andreasberg. Der Nationalpark Harz ist für seine Luchse bekannt, für Rothirsche, Wanderfalken, Borkenkäfer und viele mehr. Er beherbergt aber auch Tiere, die den meisten von uns fremd sind. Hierzu gehören die allermeisten der im Harz lebenden Schneckenarten. Eine ganz besondere Gruppe sind die nur knapp zwei Zentimeter kleinen Glasschnecken. Ihren Namen verdanken sie dem mehr oder weniger transparenten Gehäuse. Doch noch etwas fällt auf. Während bekanntere Arten wie Weinberg- oder Bänderschnecken ihr Haus nutzen, um sich ganz darin zurückzuziehen, geht das bei den meisten Glasschnecken nicht mehr. Ihr Haus wurde im Laufe der Evolution so weit zurückgebildet, dass sie längst nicht mehr hineinpassen und vorne und hinten weit darüber hinausragen. Sie werden deshalb als Halbnacktschnecken bezeichnet. Treffend ist auch die Bezeichnung „Bikinischnecken“, denn sie haben in der Tat nur wenig an. Das findet auch Walter Wimmer, NABU-Schneckenexperte aus dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Der Biologe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den heimischen Schnecken und nutzt sie auch, um interessierten Menschen Zusammenhänge in der Natur näher zu bringen. „Schnecken sind toll“, schwärmt Wimmer, „weil sie so vielfältig ökologisch vernetzt und fast immer und überall zu finden sind.“ 

Zu den im Harz häufigen Arten gehört die Ohrförmige Glasschnecke. Sie ist – typisch für Glasschnecken – auch jetzt im Winter aktiv. Wimmer: „Die Tiere werden erst zum Winter erwachsen und sind dann unter Holz und Steinen oder im feuchten Laub gut zu finden. Hier gehen sie ihrer Nahrung nach. Sie ernähren sich z.B. von verrottenden Pflanzen, aber auch räuberisch von anderen Schnecken“. Im Sommer sind die Jungtiere oft tief im Boden verborgen, wo es kühl und feucht ist. Sogar die Fortpflanzung dieser Zwitter fällt in die kalte Jahreszeit, denn die Tiere werden nur etwa ein Jahr alt, sodass Ihnen für Paarung und Eiablage nicht mehr viel Zeit bleibt. 

So ermöglicht der Nationalpark Harz auch mitten im Winter und  gerade bei wenig Schnee spannende Naturbeobachtungen am Wegesrand.  

Vorträge über Schnecken und Exkursionen in die Welt der Schnecken können über das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg gebucht werden.

Kontakt: 05582-923074 oder walter.wimmer@NABU-niedersachsen.de  

Die Ohrförmige Glasschnecke ist die typische Glasschnecke im Nationalpark Harz (Foto: Walter Wimmer)


5 Minuten Nationalpark Harz – Ein Streifzug durch den Nationalpark Harz mit Familie Baumann

Sankt Andreasberg. Was kann man im Nationalpark Harz mit der Familie alles unternehmen? Wo sollte man einmal gewesen sein? Auf diese Fragen gibt der jüngste Film des Nationalparks Harz Antwort. Die Junior-Ranger-Familie Baumann aus Braunlage ging ein Jahr lang immer wieder im Nationalpark auf Entdeckungsreise und ihre Ziele wurden in einem 5-minütigen Film zusammengefasst, der Lust macht, mit seiner Familie ebenfalls los zu ziehen.

Die Kinder der Baumanns sind in der Junior-Ranger-Gruppe Wölfe aktiv und so war die ganze Familie von dem Film-Projekt begeistert. Auf diese Weise besuchte sie auch Orte im Nationalpark, die die Familie vorher noch nicht kannte. Ein besonderes Highlight war zum Beispiel ein Sonnenaufgang auf dem Brocken oder eine Tour mitten durch die Wildnis. Vater Matthias Baumann sagt: „Ich bin froh, dass ich mich einmal so intensiv mit dem Nationalpark beschäftigt habe, denn nun sehe er zum Beispiel die toten Fichten am Straßenrand mit ganz anderen Augen.“

Zum Start des Films bedankte sich Meike Hullen, Leiterin des Fachbereichs Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, bei Familie Baumann mit einigen Nationalpark-Präsenten. Auch der Filmemacher Jens Oehmigen von der Firma movit, der den Film in Sankt Andreasberg präsentierte, dankte Familie Baumann, die so professionell mit ihm auf Dreh gegangen war. Ranger Hermann Zawadski hatte das Projekt draußen vor Ort begleitet und Sandra Meckbach-Wolter, Mitarbeiterin im Nationalpark-Bildungszentrum in Sankt Andreasberg, war für die Entstehung des Junior-Ranger-Entdeckerhefts verantwortlich, für das der Film wirbt.

Den kurzweiligen Film findet man unter www.entdeckertour-harz.de. Das Junior-Ranger-Entdeckerheft enthält detaillierte Informationen und Entdeckertipps für Kinder sowie Familien und lädt mit allerlei Tipps, Rätseln und Geschichten zu einer Entdeckungsreise durch den Nationalpark Harz ein. Sind die Kinder beim Rätselraten erfolgreich, können sie sogar „Junior-Ranger auf Entdeckertour“ mit Urkunde und Luchs- oder Fledermausaufbügler werden. Die Entdeckerhefte kann man in allen Nationalparkhäusern erwerben und sich dort auch auszeichnen lassen.

Foto Nationalpark Harz: V.l.: Jens Oehmigen, Familie Baumann, Sandra Meckbach-Wolter (2. hi. v.l.), Meike Hullen, Hermann Zawadski.


Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2013 – Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Wernigerode. Mit dem Jahr 2013 hat der Nationalpark Harz zum ersten Mal ein ganzes Jahr in seiner neuen Fachbereichsstruktur arbeiten können. „Jetzt steht als vorläufig letzter organisatorischer Schritt die Neuorganisation einiger Nationalpark-Reviere an. Danach wird der Nationalpark Harz gut aufgestellt sein“, so Andreas Pusch, der Nationalparkleiter, „um das Ziel, bis zum Jahr 2022 auf 75 % der Nationalparkfläche den Prozessschutz zu verwirklichen, zu erreichen. So konnten wir im zurückliegenden Sommer flexibel auf die etwas entspanntere Borkenkäfersituation reagieren. Während sich der Käfer in den Hochlagen des Nationalparks erstaunlicherweise weiter rasant vermehrte, waren in der Naturentwicklungszone nur noch geringe Holzeinschläge notwendig, um die benachbarten Wirtschaftswälder sicher zu schützen. Dafür konnte die planmäßige Aufgabe einer schonenden Unterstützung der natürlichen Waldentwicklung mit großem Engagement vorangebracht werden.“, so Pusch weiter.

Davon konnte sich auch die neue Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz vor Ort überzeugen. Bereits kurz nach dem Arbeitsbeginn der neuen Landesregierung waren sowohl Minister Stefan Wenzel als auch Staatssekretärin Almut Kottwitz im Nationalpark, um sich ein Bild von dessen Aufgaben zu machen und ihr besonderes Interesse an der Nationalparkarbeit zu unterstreichen. Beide betonten, dass trotz einiger neu zu setzender Akzente die Kontinuität der Nationalparkarbeit insgesamt gewährleistet bleiben muss – vor allem, was die ausgezeichnete länderübergreifende Kooperation zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betrifft.

Eine neue wichtige Herausforderung zeichnet sich dabei für die kommenden Jahre immer deutlicher ab. Fast im gesamten Harz, also auch im Nationalparkgebiet, haben sich die Rothirschbestände stark vermehrt, so dass die Gefahr besteht, dass ökologische Entwicklungen im Schutzgebiet genau so wie ökonomische Ziele außerhalb des Parks gefährdet sein können. Hier wird es die Aufgabe sein, in guter Kooperation mit den Nachbarwäldern gegenzusteuern.

Die Waldentwicklung mit wissenschaftlichen Methoden zu beobachten und zu dokumentieren, ist ebenfalls eine Kernaufgabe im Schutzgebiet. Hier hat es mit der Einrichtung weiterer Waldforschungsflächen große Fortschritte gegeben. Drei von vier geplanten Flächen sind jetzt komplett eingerichtet und bieten damit die Basis für die kontinuierliche faunistische und floristische Dauerbeobachtung der Nationalpark-Waldentwicklung.

Auch im Bereich Informations- und Bildungsarbeit gibt es eine Menge an Neuigkeiten. Der Park konnte das zehnjährige Jubiläum des Nationalparkhauses Ilsetal in Ilsenburg feiern und der Internetauftritt des Schutzgebiets wurde weiter ausgebaut. Hier stehen inzwischen Nationalpark-Faltblätter auch in Englisch, Dänisch, Holländisch und Esperanto als Downloads zur Verfügung.

Das diesjährige Schwerpunktthema im Tätigkeitsbericht beschäftigt sich mit der Umweltbildung. Von den Anfängen des Nationalparks bis heute wird in einer eindrucksvollen Übersicht dargestellt, in welchem Umfang sich die Einrichtungen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks mit ihren Bildungs- und Naturerlebnisangeboten an Kinder und Jugendliche wenden. Tausende von Kindern haben inzwischen in mehr als 20 Jahren Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke in der Natur des Nationalparks gesammelt. Diese Arbeit ist im besten Sinne eine Investition in die Zukunft, denn die Kinder von heute übernehmen morgen die Verantwortung für unsere Welt.

Somit steht mit diesem Tätigkeitsbericht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Der Bericht steht zum Download unter www.nationalpark-harz.de zur Verfügung.


Nationalpark Harz setzt Waldwege zwischen Drei Annen-Hohne und Plessenburg für Busverkehr grundhaft instand

Wernigerode – Ilsenburg. Der Nationalpark Harz beginnt in Kürze aufgrund der günstigen Wetterbedingungen mit Wegebaumaßnahmen zwischen Drei Annen-Hohne und der Waldgaststätte Plessenburg. Hier verlaufen unmittelbar am Nationalparkrand die Eschwegestraße sowie der Huysburger-Häu-Weg, die Drei Annen-Hohne mit der Plessenburg verbinden. Die nichtöffentliche Eschwegestraße ist nach dem Forstmann Ernst von Eschwege benannt, der von 1897 - 1929 als Oberforstmeister Leiter der Forstverwaltung des Fürsten Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode war.

Der Erhaltungszustand der Wege ist derzeit schlecht und weil auf ihnen von Frühjahr bis Herbst die privilegierte Buslinie „Der Ilsetaler“ der Harzer Verkehrsbetriebe verläuft, muss die grundhafte Instandsetzung der Wege vor Beginn der Bussaison erfolgen. Zwar befinden sich die Waldwege einschließlich der Straßengräben nicht auf der Fläche des Nationalparks Harz, aber aufgrund einer vertraglichen Regelung ist die Wegeunterhaltung Aufgabe des Schutzgebiets.

Im Bereich zwischen Abzweig Karlshaus und Hannekenbruch muss im Zuge von vorbereitenden Maßnahmen die Erlenverjüngung aus dem Straßengraben entfernt werden, weil sonst die Wegebaumaßnahme technisch nicht umsetzbar ist.

Alle Wanderer werden um Verständnis gebeten.

Foto: Bushaltestelle der HVB-Linie „Der Ilsetaler“ an der Eschwegestraße nahe des Natur-Erlebniszentrums HohneHof des Nationalparks Harz, Foto Frank Steingaß


UNSER HARZ Februar 2014: Vom Brockenmoor zum ehemaligen Bergwerk in Bad Grund; Die Franzosen im Harz (1756 - 1763); 50 Jahre Dachdeckerschule Sankt Andreasberg Teil 1; Gedanken über eine Federzeichnung aus dem alten Walkenried; Kinderlandverschickung im Harz Teil 14; Uran, Wismut, Wernigerode und der Nationalpark Harz

Der erste Bericht im Februarheft der monatlich erscheinenden Zeitschrift UNSER HARZ schildert den weiten Weg des Wassers Vom Brockenmoor zum ehemaligen Bergwerk in Bad Grund, beginnend mit dem Abbegraben am Brockenfeld. Autor ist Hans-Jürgen Dressel.

Auch der Harz war von den Kriegshandlungen und Auswirkungen des Siebenjährigen Krieges betroffen – wie im Einzelnen, erfahren Sie im zweiten Bericht „Die Franzosen im Harz (1756 - 1763)“.

Im letzten Jahr wurde das Jubiläum 50 Jahre Dachdeckerschule Sankt Andreasberg gefeiert. Wie alles begann, was alles gestemmt wurde und welche Auswirkungen das Projekt auf die Bergstadt hatte, schildert in einem zweiteiligen Bericht der ehemalige Bürgermeister der Stadt, Werner Grübmeyer.

Gedanken über eine Federzeichnung aus dem alten Walkenried macht sich der Autor unseres vierten Artikels, Fritz Reinboth, da diese Zeichnung von 1924 viele Fragen aufwirft über bauliche Veränderungen am Kloster im Laufe der Zeiten.

Es folgt der 14. Teil der Kinderlandverschickungs-Serie, in dem es um Schwere Luftangriffe auf Magdeburg am 16. Januar 1945 geht. Eine sehr bewegende Schilderung lässt uns teilhaben an dieser unvorstellbaren Gewalt.

Hätten Sie gedacht, dass im heutigen Nationalpark Harz einmal Uran gesucht wurde? „Uran, Wismut, Wernigerode und der Nationalpark Harz“ ist das Nationalparkforum überschrieben, in dem über die Uransuche im Harz zur Zeit des Kalten Krieges berichtet wird – bei Drei Annen-Hohne, aber auch an anderen Stellen des Ostharzes.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.


Eröffnung der Fotoausstellung „Glanzlichter 2012“ in Ilsenburg am 11. Februar

Ilsenburg. Auch in diesem Jahr eröffnen die „Glanzlichter“ die jährliche Ausstellungsreihe im Nationalparkhaus Ilsetal in der Nationalparkgemeinde Ilsenburg. Dazu sind am kommenden
11. Februar 2014 um 17 Uhr
alle Natur- und Fotofreunde recht herzlich in das Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5 in Ilsenburg, eingeladen.
Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass der Nationalpark Harz die preisgekrönten Fotografien der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage zeigen kann. Das Projekt „natur & fotografie Monreal“ hat sich längst zum größten Naturfoto-Wettbewerb Deutschlands entwickelt.

Auch in diesem Jahr verspricht die Ausstellung wieder, ein ganz besonderer optischer und ästhetischer „Augenschmaus“ zu werden. Diesmal sind die besten Aufnahmen des Jahres 2012 zu sehen. Wie immer wurden in verschiedenen Kategorien 87 Siegerbilder ermittelt. Zu den fünf traditionellen Themen „Prächtige Wildnis“, „Schönheit der Pflanzen“, „Künstler auf Flügeln“, „Natur als Kunst“ und „Welt der Säugetiere“ kamen neu hinzu: „Tierpaare“, „Vielfalt der Pilze“ und „Berge der Welt“.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2012“ ist Ewald Neffe aus Österreich mit seinem Bild "Drachenkopf". Es zeigt eine Makroaufnahme der Blüte einer Kleinen Braunelle.

Der „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2012“ ist der 14jährige Alessandro Oggioni aus Italien mit seinem Bild „Huckepacksprung im Schnee“, das ein Grasfroschpaar zeigt, das im Schnee zu seinem Laichplatz springt.

Den Sonderpreis „Fritz Pölking-Award“ gewann Manfred Vogt aus Deutschland mit dem Bild „Stürmischer Start“ und zeigt der Start einer Möwe vom Wasser aus im Gegenlicht.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in der Ausstellung anzuschauen, kann auch im das dazu erscheinenden Buch mit allen Bilder und ausführlichen Informationen unter www.glanzlichter.com erwerben.
Wir wünschen beim Betrachten der brillanten eindrucksvollen Bilder viel Freude.
Die musikalische Umrahmung übernehmen zwei Gitarrenschüler/innen der Kreismusikschule in Wernigerode.

Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Foto „Oktoberschnee“ der Fotografin Ines Mondon


Luchse und Wildkatzen - Wilde Katzen im Krankenhaus Herzberg am Harz

Herzberg am Harz. Nein, die Wilden Katzen des Harzes sind nicht krank. Sie besuchen vielmehr im Rahmen einer Ausstellung das Herzberger Krankenhaus.

Luchs und Wildkatze im Harz zu beobachten ist nicht leicht, denn erst wenn am Abend die meisten Wanderer schon längst wieder zu Hause sind, werden die Wildtiere so richtig aktiv. Wer dennoch Einblicke in deren Leben gewinnen möchte, kann dies mittels moderner Technik tun. Eine mobile Video-Kamera und zahlreiche Fotofallen liefern aktuelle Bilder und Filme von Luchsen, Wildkatzen und anderen Tieren auf die dafür eingerichtete Internetseite www.wilde-katzen.eu.

Dies alles sind Teile des Projektes „Wilde Katzen am Grünen Band“. Umgesetzt hat es die Nationalparkverwaltung Harz. Eine Wanderausstellung gibt Interessierten eine weitere Möglichkeit die wilden Katzen zu erleben. Diese ist ab sofort in der Klinik Herzberg zu sehen.

Stellwände und ein interaktiver Monitor zeigen eine Auswahl von Fotos und Filmen, die in freier Wildbahn aufgenommen wurden. Und erklären, wieso die wilden Katzen und das Grüne Band zusammen gehören: Rund 18 Kilometer lang zieht sich die ehemalige innerdeutsche Grenze durch das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Einst befestigter Grenzstreifen ist es nun ein besonderer Ort für die Natur und Wanderkorridor für viele Wildtierarten.

Während die Wildkatze im Harz einstmals eines ihrer letzten Rückzugsgebiete hatte und von dort aus inzwischen ganz Südniedersachsen zurück erobert hat, ist der Luchs seit dem Jahr 2000 auf dem Gebiet des Nationalparks erfolgreich wiederangesiedelt worden. Inzwischen gibt es jedes Jahr Nachweise von Jungtieren.

Das Projekt „Wilde Katzen am Grünen Band" ist Teil des Programms „Natur erleben" des Niedersächsischen Umweltministeriums und wurde mit Mitteln des Landes und der EU gefördert. Für zwei Monate wird die Ausstellung in der Herzberger Klinik zu sehen sein. Danach zieht die Ausstellung weiter, um noch vielen Menschen Einblicke in das Leben der faszinierenden wilden Katzen zu geben.

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Harzer Wildkatze, Foto Frank Raimer; Attila, der verstorbene Luchskuder des Luchsgeheges Rabenklippe, Foto Ole Anders.


Buchpremiere: Uwe Lagatz gibt „Schroeder“ neu heraus - beide Brockenbücher (1785 und 1790) jetzt erstmals als Reprint mit Karte in einem Band

Wernigerode. Bücher über den Brocken gibt und gab es viele. Die erste Brockenmonographie überhaupt erschien bereits 1785 und stammt aus der Feder des Wernigeröders Christian Friedrich Schroeder. Dieser hatte den hohen Anspruch, das gesamte Wissen seiner Zeit zu bündeln und so entstand die etwa 300seitige "Abhandlung vom Brocken und dem übrigen alpinischen Gebürge des Harzes".


Dr. Uwe Lagatz hat den „Schroeder“ wiederentdeckt und eine Neuausgabe angeregt. Dem heutigen Leser bringt der Wernigeröder Historiker in einer facettenreichen Einführung den Mann näher, der vor über 200 Jahren mehr als 40 Mal auf dem Brocken weilte. Lagatz: „Schroeders Buch gliedert sich in drei große Abschnitte – einer Einführung und den beiden Kapiteln ,Vom Brockengebürge’ und ,Von den Brockenbergen’. Der unter Zeitgenossen nicht unumstrittene Autor“, so der Herausgeber weiter, „beschreibt Genese und geologischen Aufbau , Klima, Kultur und Wirtschaft des Harzes ebenso wie verschiedene Fahr- und Fußwege und all die Merkwürdigkeiten, die Reisende jener Zeit auf dem Brocken erwarteten.“

1790 erschien dann ein Folgeband, in dem sich Schroeder mit Fragen und Anmerkungen bezüglich seines ersten Buches beschäftigt und über neue Erkenntnisse berichtet. So geht er den so genannten Venedigern nach und erläutert den Magnetismus an den Schnarcherklippen. Auch von eigenen, nicht ganz ungefährlichen Experimenten „mit einer kleinen Elektrisirmaschine“ im Wirtshaus auf der Heinrichshöhe ist zu lesen.

Christian Friedrich Schroeders Veröffentlichungen zum Brocken sind im Original heute nur äußerst schwer zugänglich. Ihr großer Wert für all jene, die sich mit dem historischen Harz unter verschiedensten Gesichtspunkten auseinandersetzen wollen, motivierte den Schmidt-Buch-Verlag, die Werke aufwendig zu digitalisieren und retuschieren sowie erstmals beide Teile zu einem Werk samt beiliegender historischer Karte in einem ansprechenden Faksimile wieder zu veröffentlichen.

Die Buchpremiere mit Dr. Uwe Lagatz findet am 30. Januar um 18.30 Uhr im Saal der Nationalparkverwaltung Harz in der Lindenallee 35 in Wernigerode statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Termine auf www.schmidt-buch-verlag.de/cat/harzgeschichte.html

Christian Friedrich Schroeder
Abhandlungen vom Brocken und dem übrigen alpinischen Gebürge des Harzes
Mit einer Einleitung von Dr. Uwe Lagatz
1. Auflage Januar 2014
Reprint der 1. Auflage von 1785 (1. Teil)
Reprint der 2. Auflage von 1796 (2. Teil)
1 SW-Abb., 1 separate Karte (30 x 39 cm)
472 Seiten, Format 110 x 195 mm, Festeinband, Fadenheftung

ISBN 978-3-936185-82-9 Preis: 29,80 EUR

Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode
Tel.: (03943) 23246 • Fax (03943) 45010 E-Mail: info@schmidt-buch-verlag.de


UNSER HARZ Januar

Gedenkstätte „Russenfriedhof“ am Massengrab der Sprengstoff-Fabrik Tanne in Clausthal-Zellerfeld; Burg Anhalt; Oberforstmeister Carl Philipp von Kropff; Räuber Danail (Ostfalenplatt); Kinderlandverschickung im Harz Teil 13; Arbeitsgemeinschaft Burgruine Scharzfels; Gewässer im Nationalpark Harz
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Clausthal-Zellerfeld. Die monatliche erscheinende Heimatzeitschrift UNSER HARZ wartet auch im Januar wieder mit einer Fülle interessanter Themen auf. So befasst sich der erste Beitrag von Dr. Friedhart Knolle mit der Geschichte des Clausthaler „Russenfriedhofs“, die untrennbar mit der Sprengstoff-Fabrik „Werk Tanne“ verbunden ist. Und die Geschichte der deutschen Sprengstoffwerke wiederum zeigt eindeutig, wie früh der Zweite Weltkrieg schon geplant war. Das derzeitige Hinweisschild zu diesem Friedhof wird der Geschichte der hier hauptsächlich bestatteten ZwangsarbeiterInnen nicht gerecht. Der Russenfriedhof ist das größte Massengrab aus der Zeit der NS-Zwangsarbeit im Oberharz und befindet sich inmitten des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft.

Der zweite Beitrag befasst sich mit der Burg Anhalt, auf die der Name „Anhalt“ zurückgeht, wie der Autor Horst Lange in seinem Bericht über diese Burg ausführt. Über die Gründung der Burg wurde lange gerätselt – jetzt versucht der Autor, mit einem großen Fundus an Überliefertem aus jener Zeit Licht in dieses Dunkel zu bringen.

Weiterhin gibt es einen Rückblick von Axel Paersch auf das Leben des Oberforstmeisters Carl Philipp von Kropff, der auf dem Rittergut Cattenstedt bei Blankenburg geboren wurde, und eine Ostfalenplatt-Geschichte über den Räuber Danail, der auf grausige Art zu Tode kam, obwohl er seinem Pferd die Hufe verkehrt herum aufgebracht hatte, damit niemand auf seine Spur käme...

Im 13. Teil der Serie von Wiebke Kock über eine Kinderlandverschickung im Harz werden die Verhältnisse um Weihnachten 1944, hauptsächlich nun in Magdeburg, geschildert. Die Arbeitsgemeinschaft Burg Scharzfels stellt sich und die Burg vor und im Nationalparkforum wird das neue Buch der Schriftenreihe des Nationalparks, „Gewässer im Nationalpark Harz“ besprochen.

In ausführlichen Rezensionen werden die Bücher „Reise auf den Harz – Tagebuch vom 24. Dezember 1763 bis 3. Januar 1764“ von Johann Christian Kestner vorgestellt, das mit einem Nachwort neu herausgegeben wurde, weiterhin der „Atlas vom Kommunionharz in historischen Abrissen von 1680 und aktuellen Forstkarten“, die „Heimatblätter für den südwestlichen Harzrand, Nr. 69“, „Beiträge zum Fließgewässerschutz“ vom Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen und „Die Harz-Geschichte, Band 3 – das Spätmittelalter“ von Bernd Sternal.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph Roemer-Str. 12, und
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Osterode: Kornmarkt News Presse, Kornmarkt 4
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Foto: Der sog „Russenfriedhof“ – eine Gedenkstätte mitten im Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft, Foto Frank Jacobs.

Herausgeber:
Schriftleitung UNSER HARZ
Brigitte Lippmann
Ringstr. 30G
38678 Clausthal-Zellerfeld
108b@gmx.de
Tel. 05323 718474


Tagungsband „Die Rückkehr der Wölfe“

Dieser 2012 herausgegebene Band enthält alle Vorträge der Tagung vom 29. Oktober 2010 in Sankt Andreasberg und noch einiges mehr, auf 104 reich bebilderten Seiten.
Neben wissenschaftlich aufbereiteten Fakten aus der aktuellen Forschung sind auch Beiträge über das Wolfsmanagement in Sachsen sowie die Vorbereitung in Niedersachsen enthalten. Ebenso wurde die Historie des Harzwolfes aufgearbeitet und dargestellt. Zudem werden zahlreiche Literatur- und Linktipps gegeben. Einen besonderen Reiz haben die vielen authentischen Wolfsfotos. Zahlreiche Freilandaufnahmen aus der Lausitz stellte Sebastian Koerner zur Verfügung. Die wenigen Gehegeaufnahmen sind als solche gekennzeichnet! Eine aktuelle Verbreitungskarte des Wolfes (2011) in Deutschland wurde ergänzt.
Der Tagungsband ist für 6,50 € (bei Versand zzgl. Porto und Verpackung) im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und den anderen Verkaufsstellen des Nationalparks Harz erhältlich.

Bestellungen an:
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Erzwäsche 1
37444 Sankt Andreasberg
e-mail: nph-st.andreasberg@t-online.de Tel.: 05582-923074.

Foto: Titelseite des Tagungsbandes

Inhalt des Tagungsbandes „Die Rückkehr der Wöfe“:

Harald Martens, Bundesamt für Naturschutz:
Der Wolf in Deutschland – Beiträge des BfN zum Management für eine vom Aussterben bedrohte Tierart
Bernd Dankert, Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen:
Wölfe in Sachsen – Entwicklung des sächsischen Wolfsmanagements
Maika Holzapfel, Carina Wagner, Gesa Kluth, Ika Reinhardt & Hermann Ansorge, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz:
Fakten aus Losungen – Zehn Jahre nahrungsökologische Untersuchungen am Wolf (Canis lupus) in Deutschland
Mark Nitze, TU Dresden: Rotwildtelemetrie im Wolfsgebiet der Oberlausitz
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Viehhaltung, Herdenschutz und Hirten in Lebensräumen großer Raubtiere
Reinhard Göpfert, Jäger und Kreisnaturschutzbeauftragter Landkreis Lausitz: Erfahrungen eines Jägers im Wolfsgebiet Lausitz
Meike Hullen, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz: Wie bereitet sich Niedersachsen auf den Wolf vor?
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Historisches zum Harzwolf
Theo Grüntjens, Rheinmetall-Forstverwaltung: Rückkehr der Wölfe in niedersächsischen Revieren
Markus Bathen, NABU Projekt „Willkommen Wolf“: Wölfe in Deutschland – zurück, um zu bleiben.
Frank Raimer, Nationalparkverwaltung Harz: Lesen und Surfen zum Thema „Wolf“ – ausgewählte Quellen
Karte: Aktuelle Verbreitung des Wolfes in Deutschaland (2011)
Dazu ein Schlusswort der Landesarbeitsgruppe Wolf im NABU Niedersachsen, eine Darstellung des Wolf-Centers Dörverden und ein Poster zum Grünen Band vom BUND, TorfHaus


Naturschutzverbände kritisieren schleppende Umsetzung des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 im Landkreis Goslar

Goslar. „Natura 2000“ ist ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten in Europa. Natürliche und naturnahe Lebensräume und gefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen sollen hier geschützt und erhalten werden. Grundlage des Netzes Natura 2000 ist die Richtlinie über die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie), in der Ziele, naturschutzfachliche Grundlagen und Verfahrensvorgaben zur Errichtung des Netzes Natura 2000 festgeschrieben sind. Das Netz Natura 2000 soll aus Gebieten gemäß der FFH-Richtlinie (FFH-Gebiete) und der EG-Vogelschutzrichtlinie bestehen, wobei sich die beiden Gebietskategorien durchaus auch überlappen können, wie das Beispiel des Nationalparks Harz zeigt.

Das zusammenhängende Netz Natura 2000 ist auf Grundlage der EU-Richtlinien wie folgt zu sichern:

– Spätestens binnen sechs Jahren nach Aufnahme der Gebiete in die Liste der Gebiete
von gemeinschaftlicher Bedeutung entsprechend FFH-Richtlinie und Bundesnaturschutzgesetz

– unverzüglich nach der Benennung des Gebiets nach Art. 4 Abs. 1 und 2 der Vogelschutzrichtlinie 2009/147/EG.

Für die FFH-Gebiete lief diese Frist endgültig am 31.12.2013 ab, d. h. vor wenigen Tagen. Zuständig für die Sicherung dieser Gebiete sind in Niedersachsen die unteren Naturschutzbehörden. Der Landkreis Goslar hat hier terminlich versagt – und das, obwohl er schon 2007 in einer Kreistagsvorlage präzise erklärt hatte, wie vorzugehen ist. Nur ein Teil der FFH-Gebiete im Kreis Goslar hatte bis zum 31.12.2013 den erforderlichen Sicherungsstatus – leider hatte das wenige Personal in der Naturschutzbehörde offensichtlich im politischen Auftrag mehr mit der Entlassung aus Schutzgebieten zu tun als mit wirklichem Naturschutz. Auch in der Internetseite des Landkreises Goslar sind zwar die klassischen Schutzgebiete aufgeführt, aber die FFH-Gebiete sucht man vergebens.

Die Goslarer Naturschutzverbände fordern daher einen klaren Zeitplan für die Behebung dieser Defizite und sie fordern, dass dieser Zeitplan der einzelnen Schutzgebietsausweisungs- bzw. -anpassungsverfahren nunmehr auch eingehalten wird.

Knut Haverkamp und Dr. Friedhart Knolle, BUND-Regionalverband Westharz
Mathias Kumitz, NABU-Kreisgruppe Goslar

Foto: FFH-geschützter Fluss Sieber, Foto Regionales Umweltbildungszentrum Nationalpark Harz


Der Brocken – beliebte Irrtümer und Fehler 2013

Wernigerode. Immer wieder wird in der Heimatliteratur und im Internet – entgegen allen Regeln der sorgfältigen und kritischen Arbeitsweise – abgeschrieben und übernommen, ohne dass man sich die Mühe macht, die Originalquellen zu lesen oder richtig zu zitieren. Auf diese Weise schleppen sich Fehler und falsche, längst widerlegte Ansichten manchmal über Jahrzehnte und länger durch zahllose Veröffentlichungen. An dieser Stelle seien einmal einige „Klassiker“ dargestellt.


Erstbesteigung

Sicherlich haben die ersten Menschen schon in der Steinzeit die Brockenkuppe betreten – mit wieviel Firneis sie teilweise in den Eiszeiten auch bedeckt gewesen sein mag. Es wird immer noch verbreitet, der Nordhäuser Arzt Johannes Thal sei im Zuge seiner botanischen Untersuchungen vor 1572 der erste bekannte Gipfelstürmer gewesen. Doch schon vor ihm war der Gelehrte Tilemann Stella zu kartographischen Zwecken auf dem Gipfel und Dr. Friedrich Dennert hat in seiner umfassenden historischen Arbeit zum Brocken (Geschichte des Brockens und der Brockenreisen, Braunschweig 1954) festgestellt, dass die erste nachweislich durchgeführte Brockenbesteigung bereits um 1460 stattfand – festgehalten in der sog. Erfurt-Leidener Handschrift.

Goethe

Den heutigen Goetheweg hat Johann Wolfgang Goethe (er war damals noch nicht geadelt) nie gesehen, auch nicht den Abbegraben, der 1777 noch gar nicht gebaut war. Der Goetheweg war nicht Goethes Weg – jedenfalls ist seine präzise Route unbekannt. Der Goetheweg wurde 1891 vom Harzklub als Weg befestigt und ausgebaut – erst danach setzte sich dieser Name überhaupt durch. Gern wird auch immer noch erzählt und geschrieben, dass Goethe 1777 als erster den Brocken im Winter bestiegen hätte – auch in dieser Jahreszeit gab es bereits vor ihm Wagemutige und zudem war er ja gar nicht allein auf dem Berg, sondern wurde vom Torfhaus-Förster Johann Christoph Degen geführt.


Heinrich Heine

Angeblich schrieb Heinrich Heine 1824 nach seiner Besteigung des Brockens in das Gipfelbuch: „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine.“ Dieses Zitat wurde ihm aber nur angedichtet – wer sich etwas mit Literatur auskennt, merkt sofort, dass dies nicht die Sprache des Dichters Heine ist. Sogar im renommierten Merian findet es sich und auch frühere Ministerpräsidenten waren diesem falschen Zitat durch ihre Redenschreiber ausgesetzt – beispielsweise Christian Wulff bei der Eröffnungszeremonie des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Als Wulff die verzogene Miene des Nationalpark-Pressesprechers sah, der die Rede vorher nicht gesehen hatte, wurde er unsicher – aber vorgelesen war vorgelesen ... Übrigens stieg Heinrich Heine vom Brocken ab nach Ilsenburg, nicht von dort auf den Berg, wie die meisten Wanderer auf dieser Route heute – auch das wird hin und wieder falsch geschrieben. Und auch er nutzte – wie Goethe – nicht exakt die Route, die heute nach ihm benannt ist.


Höhe

Die am weitesten verbreitete falsche Zahl zum Brocken ist wahrscheinlich die angebliche Höhe von 1142 m. Die korrekte Höhe von 1141 m NHN hat sich zwischenzeitlich aber durchgesetzt, wobei eine weitere Konkretisierung in Zentimetern, wie man sie hin und wieder findet, bei einem Berg, dessen Kuppe so oft vom Menschen umgestaltet wurde, kaum Sinn macht.


Name

Der Name des Berges ist nicht leicht zu erklären – das Thema wirft bis heute schwierige Fragen auf. Trotzdem ist es unverzeihlich, dass hierzu immer noch die abwegigsten Thesen kolporiert werden, obwohl die meisten schon von Dr. Friedrich Dennert widerlegt wurden. Dennert kam letztlich zu dem Schluss, dass der Name höchstwahrscheinlich vom Begriff „Bruch“ abgeleitet werden kann, d.h. „Moor“ bzw. „vermoortes Gelände“, was ja auch für einen guten Teil des Brockens zutrifft. Zwar wird auch diese Deutung kritisch hinterfragt, aber bis zur Präsentation einer überzeugenderen Herleitung kann diese wohlbegründete Annahme immer noch als Stand der Forschung gelten.


Geologie

Immer noch hört man hin und wieder, der Brocken sei ein Vulkan gewesen, obwohl dieser geologische Nonsens nicht mehr allzu weit verbreitet ist. Trotzdem hörte es der Autor dieser Zeilen noch am 18. September 2013 in den erläuternden Ansagen im Traditionszug der Brockenbahn – munter und voller Selbstbewusstsein erzählt – und fast alle Passagiere glaubten es. Richtig ist vielmehr, dass der Brocken aus granitischen Gesteinen des Brockenplutons aufgebaut ist. Das zähe, aber fließfähige granitische Magma entstand, als sich die Gebirgswurzel durch Plattentektonik tief abgesenkt hatte, teilweise schmolz, dann wieder aufstieg und vor ca. 293 Mio. Jahren in der Nähe der Oberfläche erkaltete, ohne jedoch vulkanisch auszubrechen. Diesen Vorgang nennt man Plutonismus – daher ist der Brockengranit ein plutonisches Gestein.


Temperaturen

Immer noch werden für den Brocken viel zu niedrige Durchschnittstemperaturen angegeben und wieder und wieder unkritisch abgeschrieben. Aufgrund des Klimawandels liegt die Jahresdurchschnittstemperatur der Luft im Bereich der Brockenkuppe jedoch heute nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes schon bei über 4 °C – mit steigender Tendenz.


Soldatengrab

Bis heute wird von einigen Seiten angenommen, an der Brockenstraße zwischen Knochenbrecher und Kuppe befände sich das Grab des Wehrmachtssoldaten Johann Appel, der dort in der Tat in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs umkam – allerdings wurden seine sterblichen Überreste bereits 1975 auf den Waldfriedhof Blankenburg umgebettet.

Foto: Der Brocken. Foto Frank Steingass


Neue Nationalpark-Partner 2013 in Braunlage und Schierke

Wernigerode. Vier neue Partnerbetriebe konnte der Nationalpark Harz jüngst auszeichnen – das Ferienhaus Bodeweg 1 und die Ferienwohnung Harzer Luchs in Schierke sowie die Ferienwohnung Waldzwerge in Braunlage. Der bisherige Nationalpark-Partner Ferienhaus Am Kleeberg bekam noch die Ferienwohnung Harzblick dazu. Das Internationale Haus Sonnenberg in Sankt Andreasberg hatte die Auszeichnung schon in der ersten Jahreshälfte erhalten.

Die Nationalpark-Partner sind ausgezeichnete Beherbergungsbetriebe und bieten nicht nur eine qualitativ gute Unterkunft, sondern informieren auch aktiv über die Angebote des Nationalparks. Darüber hinaus setzen sie auf Umweltorientierung und haben bewiesen, dass sie strenge Qualitätskriterien erfüllen. Hierbei spielen in erster Linie die Identifikation mit dem Schutzgebiet und die bisherige Zusammenarbeit eine Rolle. Insgesamt findet das Projekt reges Interesse in der Region – derzeit hat der Nationalpark Harz 47 Nationalpark-Partnerbetriebe.

Besonders im Harz ist für viele Gäste die intakte Natur ein wesentlicher Bestandteil ihres Urlaubs. Die Gäste von heute wählen ihr Reiseziel unter anderem auf der Grundlage ökologischer Kriterien aus. Umweltorientierte Qualität und Genuss haben im Tourismus Zukunft. Der Nationalpark Harz und die Nationalpark-Partner engagieren sich gemeinsam in diesem Bereich für die Zufriedenheit ihrer Gäste.

Mit dem Projekt „Nationalpark-Partner“ leistet der Nationalpark Harz zusammen mit Beherbergungsbetrieben in der Region einen Beitrag zur Regionalentwicklung und erhöht gleichzeitig die Akzeptanz für seine eigenen Aufgaben und Ziele.

Fotos: Übergabe der Auszeichnung durch die Nationalpark-Mitarbeiterin Cordula Dähne-Torkler an Katleen Ernst, Ferienhaus Bodeweg 1 in Schierke, und die Familie Becker, Ferienwohnung Waldzwerge in Braunlage. Fotos Friedhart Knolle, Nationalpark Harz.


Goslarer Umweltverbände kritisieren ausgewiesene Potenzialstandorte Ostharingen und Vienenburg-Lochtum im Nordharz – Zum Entwurf der 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms, „Weiterentwicklung der Windenergienutzung“

Goslar. BUND und NABU Goslar kritisieren die im Entwurf zur 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (2008) ausgewiesenen Potenzialstandorte im Raum Ostharingen und Vienenburg-Lochtum. Die Potenzialfläche „Lochtum 1“ liegt direkt an der Ländergrenze zu Sachsen-Anhalt, also direkt am sog. „Grünen Band“, dem ehemaligen Grenzverlauf zwischen West und Ost. Das Grüne Band durchzieht ganz Europa und hat sich zum Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten entwickelt und sollte von jeder weiteren Nutzung freigehalten werden. Die Herausnahme der ebenfalls am Grünen Band gelegenen Potenzialfläche „Wennerode 1“ wird dagegen begrüßt.

Die Potenzialfläche „Ostharingen 1“ ist aus Gründen des Artenschutzes nicht akzeptabel und muss als ungeeignet eingestuft werden. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Vorkommen des Schwarzstorchs und des Rotmilans. Im Entwurf des Zweckverbandes finden sich bezüglich des Schwarzstorchs unzutreffende Aussagen! Der Vogel brütet in diesem Gebiet seit fast 20 Jahren regelmäßig, so auch in den letzten beiden Brutperioden. Die gesamte ausgewiesene Windenergie-Potenzialfläche befindet sich in einem Radius vom 3000 m um den Horstandort. Diese 3 km werden vom Niedersächsischen Landkreistag als Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und einem Schwarzstorchhorst empfohlen! Darüberhinaus werden durch die Windräder sogar die Nahrungshabitate massiv gestört und entwertet. Die Bestände des Schwarzstorchs befinden sich durch enorme Naturschutzanstrengungen in einem leichten Aufwind. Solche Windenergiestandorte können diese Anstrengungen in ihrem Umfeld schnell zunichte machen.

Der Bestand des Rotmilans ist seit 25 Jahren rückläufig. Darüber hinaus sind Rotmilane durch Windenergieanlagen besonders gefährdet, da sie besonders häufig mit den Rotoren kollidieren. Bei Ostharingen gibt es mehrere Brutpaare, die hier ihr Jagdgebiet haben. Dieses Vorkommen wäre durch die Windenergieanlagen in dem als Potenzialfläche ausgewiesenen Gebiet in seinem Bestand gefährdet. Durch die Ausweisung eines solchen Gebiets kommt der Zweckverband nicht der besonderen Verantwortung nach, die im Weltdichtezentrum des Rotmilans bei solch raumbedeutsamen Planungen an den Tag zu legen ist. Es ist auch rätselhaft, warum dieses Ostharinger Gebiet in der vom Zweckverband beauftragten vogelkundlichen Bestandsaufnahme fehlt. Es gab im Vorfeld genügend Hinweise, dass die Landschaft bei Ostharingen von besonderer Bedeutung für Groß- und weitere Greifvogelarten wie z.B. den Wespenbussard ist, so dass dieses Gebiet auch einer speziellen Betrachtung hätte unterzogen werden müssen. Selbst die Methodik dieser Kartierung ist fragwürdig. Fast schon entschuldigend schreiben die Verfasser: “Aufgrund enger finanzieller Rahmenbedingungen sollen keine detaillierten Kartierungen erfolgen, wie sie 2012 z. B. im Landkreis Göttingen mit drei Kartierungsdurchgängen entlang von ausgesuchten Waldrändern von ca. 1700 km Länge stattgefunden haben. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es vielmehr, Revierzentren (Horstbereiche) von Rotmilanen grob einzugrenzen und Aussagen über wahrscheinliche Nahrungshabitate zu treffen. Die zu erhebenden Daten dieser Untersuchung sind entsprechend weniger detailliert.“ (Zitat „Potenzialabschätzung zum Vorkommen des Rotmilans auf ausgesuchten Teilflächen im Gebiet des Zweckverbandes Großraum Braunschweig“, Planungsgruppe Umwelt, Hannover 2013“).

Stellungnahmen zum Entwurf können noch bis zum 22.1.2014 schriftlich beim Zweckverband eingereicht werden. Am 20. Dezember endet lediglich die Auslegungsfrist der Unterlagen.

Dr. Friedhart Knolle, BUND-Regionalverband Westharz
Mathias Kumitz, 1. Vorsitzender NABU-Kreisgruppe Goslar e.V., Tel. 0152 561 95 233

Foto Lgeissl: Rotmilan als Windkraftopfer - leider keine seltene Erscheinung


Naturerlebnis-Programm 2014 des Nationalparks Harz ist erschienen 

Auf die Besucherinnen und Besucher warten „Tierische Kostbarkeiten“ 

Noch druckfrisch ist das Naturerlebnis-Programm 2014 des Nationalparks Harz. Wieder werden über 1000 Termine und Veranstaltungen angeboten – von der Sieben-Moore-Tour bis zum Pferdewanderung ist für jeden etwas dabei.

Die Sonderreihe befasst sich in diesem Jahr mit den „Tierischen Kostbarkeiten“ des Nationalparks. Wildkatze, Bachforelle, Feuersalamander und vieles mehr – die Nationalpark-Ranger präsentieren die Vielfalt der Harzer Tierwelt. 

Ab sofort ist das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2014“ unter www.nationalpark-harz.de als Download verfügbar. Alle Termine sind außerdem in der Rubrik Veranstaltungen einsehbar. Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2014 in den Nationalpark planen. Auch im kommenden Jahr gibt es für Naturbegeisterte im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten wieder viel zu entdecken. 

Das gedruckte Programm ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann ab dem 7.1.2014 auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 05582/9189-41 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de bestellt werden.

Sie haben auch die Möglichkeit es als pdf-Datei herunterzuladen:
Unterwegs_im_Nationalpark_2014.pdf 

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr. 

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2014!