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Aktuell 2016


Über 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz online

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz steht ab sofort online. Über 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Luchsfütterung, Brockengartenbesuch, Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Sie möchten nach Ihrem Feierabend die Natur erleben, am Lagerfeuer Interessantes erfahren oder in der Dämmerung den Stimmen der Natur lauschen? Unter der Rubrik „After-Work-Naturerlebnisse“ haben wir auch in diesem Jahr wieder spannende Veranstaltungen in den frühen Abendstunden zusammengestellt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2017“ ist als Download verfügbar unter

http://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Unterwegs-im-Nationalpark-2017

oder hier Unterwegs im Nationalpark Harz 2017

Alle Termine sind außerdem bei uns im Internet in der Rubrik „Veranstaltungen“ einsehbar. Mit Hilfe der Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2017 in den Nationalpark planen.

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das gedruckte Programm steht nach Weihnachten zur Verfügung.


Zur Industriegeschichte im Südharz – von der Rohstoffgewinnung von Gips, Kali und Flussspat bis zur Kautabakherstellung – Band 31 der Harz-Forschungen erschienen

Wernigerode. Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde hat den Band 31 seiner Reihe „Harz-Forschungen“ unter dem Titel „Zur Industriegeschichte im Südharz“ herausgegeben. 

Im Mittelalter war der Südharz ein Machtzentrum der deutschen Kaiser und Könige. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, entwickelte sich hier ein bedeutendes Industriezentrum. Dank der immer besseren Infrastruktur, vor allem durch den Bau der Eisenbahnstrecken Halle - Kassel, Erfurt - Nordhausen sowie der Harzquerbahn, verbesserten sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Absatz- und Produktionsbedingungen. Dies betraf nicht zuletzt die Erzeugnisse des Maschinenbaus: Betriebe wie Gerlach & König, Montania, Orenstein & Koppel, Maschinenbau- und Bahn AG, VEB Schlepperwerk (später VEB IFA Motorenwerke) bzw. der heute noch bestehende Betrieb Schmidt, Kranz & Co. waren weit über die Region hinaus bekannt für ihre qualitätsvollen Produkte. Neben verschiedenen Branntweinbrennereien, die teilweise noch heute von Bedeutung sind, entfaltete sich im ersten Halbjahr des 19. Jahrhunderts die Kautabakproduktion, mit der man bis zum Zweiten Weltkrieg führend in Deutschland war, die heute aber leider nur noch in Witzenhausen ausgeübt wird. Mit der ersten Abteufung eines Kalischachtes 1893 bei Sondershausen und dem weiteren Abbau von Kali zwischen Hainleite und Harz etablierte sich ferner eine neue Berg- und Schachtbau-Industrie. Für die Eisen- und Stahlproduktion waren die Schwerspat-Lagerstätten bei Rottleberode von entscheidender Bedeutung, und auch die Gipsproduktion basierte auf hochwertigen Vorkommen. Nicht unterschätzt werden darf der Harz als Rohstofflieferant vor allem für die Holz- und Möbelindustrie im Südharz.

In dem jetzt erschienen Band wird die Geschichte ausgewählter Betriebe der genannten Industriezweige vorgestellt und mit vielen Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenauskünften reichhaltig illustriert.

 

Hans-Jürgen Grönke, Hrsg.: Zur Industriegeschichte im Südharz. – Harz-Forschungen Bd. 31, 2016, ISBN 978-3-86732-223-2, 432 S., 290 Abb., 17,0 x 24,0 cm, Broschur, Bezug über den Buchhandel oder www.lukasverlag.com


UNSER HARZ Dezember: „Es ist ein Ros´ entsprungen“ – Ein Rosenwunder zur Weihnacht; Er pries die eigenartige Schönheit des Harzes – Zum Gedenken an Ehm Welk; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 1; De wiehnachtliche Störenfried; Weihnachtsspaziergang; Harzer Künstlerpostkarten, Teil 10: WinterUNSER HARZ Dezember: „Es ist ein Ros´ entsprungen“ – Ein Rosenwunder zur Weihnacht; Er pries die eigenartige Schönheit des Harzes – Zum Gedenken an Ehm Welk; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 1; De wiehnachtliche Störenfried; Weihnachtsspaziergang; Harzer Künstlerpostkarten, Teil 10: Winter

Oberharz. Eines unserer schönsten Weihnachtslieder, „Es ist ein Ros´ entsprungen“, wurde der Legende nach von Pater Laurentius gedichtet, als er in der Christnacht des Jahres 1007 im Garten des Klosters Pöhlde eine blühende Rose fand. Überliefert ist es mit seinen ursprünglich 23 Strophen, in denen es die Weihnachtsgeschichte erzählt, im Mainzer Cantual von 1605 und zeugt von der tiefen Frömmigkeit der damaligen Zeit.

Vor 50 Jahren starb Ehm Welk, dessen Schaffen als Journalist und Schriftsteller im Ersten Weltkrieg im Harzer Raum mit pazifistischen Schriften begann. In seinen folgenden Romanen finden sich immer wieder Landschaftsbeschreibungen um fiktive Harzer Orte, in denen seine Liebe zum Harz Ausdruck findet. Von den Nazis verhaftet, wurde er auf Druck ausländischer Journalistenkollegen wieder aus dem KZ freigelassen. Sein erstes Buch nach seinem Publikationsverbot ist ein Sachbuch über den deutschen Wald, in dem der Harz eine herausragende Rolle einnimmt. Bekannt über die deutschen Grenzen hinaus ist er vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“.

In dem Beitrag „Vor 100 Jahren“ wird diese Zeit im Spiegel damaliger Zeitungsartikel wieder lebendig. Natürlich war die Berichterstattung stark geprägt vom Ersten Weltkrieg. So werden die Auswirkungen dieses Krieges auf das zivile Leben nachvollziehbar, auch zum Thema der ausländischen Kriegsgefangenen. Doch auch andere Meldungen prägen das Bild der damaligen Zeit: Wilddiebereien, Todesfälle, unter anderem im Bergbau, Abbruch der Clausthaler Windmühle, neue Versuche der Erzgewinnung, nicht zuletzt mithilfe des neuen Flotationsverfahrens am Rammelsberg. Erschütternd wirken heute die vielen Festnahmen entflohener Kriegsgefangener.

Neben dem ersten Artikel sorgen eine kleine Weihnachtsgeschichte in Ostfalenplatt und ein Weihnachtsgedicht für weihnachtliche Stimmung. Der 10. und letzte Teil der Serie über Harzer Künstlerpostkarten liefert einen stimmungsvollen Nachgesang auf die schneereichen und strengen Harzer Winter, wie sie früher geherrscht haben. Selbst Goslar präsentiert sich im weißen Kleid.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Bockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der Brocken im Winter. Foto Siegfried Wielert.


Wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com 

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Die Commerzbank Umweltpraktikanten Bastian Deinert (mit Kindergruppe an der Hohne-Eiche bei Drei Annen-Hohne, Foto Julia Zigann) und Julius Weimper (mit dem von ihm entworfenen Schild zum Insektenhotel Sankt Andreasberg, Foto Walter Wimmer) im Nationalpark Harz.


Aktuelle Harz-Zeitschrift 2016 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Martin Luthers Wirken über die Salierkönige und den Rabensteiner Stollen bis zur Reichsbauernstadt Goslar und der Zwangsarbeit im Harz

Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 68. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2016, die für den in Wernigerode Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit mehreren historischen Fachdisziplinen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Beiträge kamen von Jan Habermann, Otmar Hesse, Mark Homann, Margarete Lemmel, Angela Martin, Fritz Reinboth, Uwe Schickedanz, Joachim Stüben und Hans-Joachim Winzer. Zu den Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einem unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode berichtet Joachim Stüben, gefolgt von einem Beitrag Hans-Joachim Winzers zu den Herren von Ührde, Stadt Osterode am Harz – Genealogie, Besitz, soziale Stellung und herrschaftliches Umfeld. Jan Habermann berichtet sodann über die königsherrschaftliche Raumerfassung am Nordharz unter den letzten Saliern, speziell zu Krongut, Reichsdienst und Burgenbau im 11. Jahrhundert. Der ehemalige Goslarer Oberbürgermeister Otmar Hesse hat den nachfolgenden Beitrag geliefert zu Martin Luthers Familie im 16. Jahrhundert – einer Unternehmerfamilie, die im Bergbau, in der Erzverhüttung sowie im Metallhandel im Mansfelder Land und in Goslar tätig war. Das Weingartenloch bei Osterhagen und seine Geschichte ist das Thema von Fritz Reinboth. Mit den Anfängen des Rabensteiner Stollens bei Ilfeld hat sich Uwe Schickedanz beschäftigt. Es folgen einige interessante Beiträge zur Erforschung der NS-Geschichte des Harzes: Goslar – Darrés Reichsbauernstadt (Margarete Lemmel), Zwangsarbeit für Bosch in Goslar (Angela Martin) und „Ein neuer Blick auf einen bekannten Ort. Die Geschichte der Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode, Veckenstedter Weg aus überregionalen Quellen gelesen“ (Mark Homann). Nachrufen sind dem verstorbenen Goslarer Hausforscher Hans-Günther Griep (1923 - 2016) und dem früheren Vereinsvorsitzenden Bernd Feicke (1950 - 2016) gewidmet.
Berichte zu Veranstaltungen des Harz-Vereins und zahlreiche Rezensionen runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 252 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com  bestellt werden.


Nationalpark Harz mit neuer Webpräsenz, angepasst für Smartphones und Tablets und auch mit Texten in sieben Fremdsprachen

Wernigerode - Braunlage. Der Nationalpark Harz präsentiert sich jetzt auf seiner Internetseite www.nationalpark-harz.de mit frischem Look und vielen neuen Inhalten. Neben einer Erweiterung der Suchfunktion für Veranstaltungen und zahlreichen Informationen zu den Erlebnisangeboten finden Nutzer nun auch detaillierte Angaben zur Barrierefreiheit der Nationalpark-Einrichtungen.

Zudem reagiert der Nationalpark mit der neuen Gestaltung auf den wachsenden Anteil der mobilen Internetnutzer: „Vor allem in den Urlaubsmonaten greifen mittlerweile viele Gäste per Smartphone oder Tablet auf unsere Seiten zu“, erklärt Mandy Gebara, Mitarbeiterin im Nationalpark-Fachbereich Informations- und Bildungsarbeit. „Das neue responsive Design ermöglicht die optimale Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen und verbessert damit insbesondere die mobile Nutzung der Seite erheblich“.

Auf gute Benutzerfreundlichkeit legt der Nationalpark aber nicht erst seit der Neugestaltung seiner Webseite großen Wert. Schon 2010 wurde er als erstes Großschutzgebiet mit einem BIENE-Award für barrierefreies Internet ausgezeichnet. „Die bisher schon hohen Standards der alten Seite haben wir beibehalten oder weiter erhöht“, so Mandy Gebara. „Bewährte Funktionen wie einstellbare Kontrastlayouts oder die Möglichkeit zur Vergrößerung der Schrift stehen weiter zur Verfügung. Die beliebte Vorlesefunktion ist nun auch mobil ohne Zusatzprogramme verwendbar“.

Stark erweitert wurde zudem das Fremdsprachenangebot. Gäste können sich zusätzlich zur deutschen Hauptseite nun in insgesamt sieben Fremdsprachen über den Nationalpark, seine besonderen Lebensräume und die Erlebnismöglichkeiten im Gebiet informieren. Neben Englisch stehen Informationen und Flyer auch in Französisch, Spanisch, Dänisch, Polnisch, Niederländisch und Esperanto zur Verfügung.

Anl. Foto: Nationalpark-Mitarbeiterin Mandy Gebara testet die neue Internetseite des Nationalparks Harz auf www.nationalpark-harz.de mit verschiedenen Geräten. Foto Juliane Hentze.


Jugendstunden des Stadtfeld-Gymnasiums Wernigerode für den Waldumbau im Nationalpark Harz

Wernigerode. Keine Gesprächsrunde und kein Workshop standen dieses Mal auf dem Programm – Outdoor war angesagt. In Vorbereitung der Jugendweihe zogen Schüler der Klasse 8a des Stadtfeldgymnasiums Wernigerode zu Jugendstunden ganz anderer Art in den Wald zwischen Drei Annen-Hohne und Schierke. Genauer gesagt in die Nationalpark-Revierförsterei Hohne.

Schüler der Klasse sind Mitstreiter einer Junior-Ranger-Arbeitsgruppe des Nationalparks. Mit deren Leiterin, der Rangerin Birgit Patzelt, entstand die Idee, einmal selber etwas Sinnvolles für den Wald vor der Haustür zu tun. So kam der Vorschlag, mit 14 tatendurstigen Schülern aktiv zu werden, nun zur Umsetzung. Unter Anleitung des zuständigen Revierförsters Martin Bollmann und einiger Väter wurden mit schweren Hacken Pflanzplätze vorbereitet und über 200 kleine Rotbuchen in die oftmals steinige Erde gebracht.

Dass junge Buchen nicht vom Klapperstorch gebracht werden, sondern aus Bucheckern wachsen, wurde auch noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Unter dem Schirm von alten Fichten sollen nun die jungen Rotbuchen gedeihen und den Wald im Nationalpark wieder strukturreicher und vielfältiger machen unter dem Stichwort der Biodiversität. Nach fast drei Stunden war die schwere körperliche Arbeit getan – Hände und Hosen schmutzig und die Markenturnschuhe nass ... Trotzdem ein tolles Erlebnis, denn bei schönem Wetter kann jeder… Am Ende waren sich alle einig: In ein paar Jahren treffen sich alle dort wieder, um den Erfolg der Arbeit zu besichtigen.

Anl. Fotos unseres Nationalpark-Revierförsters Martin Bollmann


UNSER HARZ November: Erz für Hitlers Wahn – Aspekte der nationalsozialistischen Industriepolitik in den Besucherführungen am Weltkulturerbe Rammelsberg; Zur Erinnerung an den Heimatforscher Heinrich Spier; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 9; Dr. Hans-Ulrich Kison im Ruhestand

Clausthal-Zellerfeld. Von der ehemaligen Betreiberin des Erzbergwerks Rammelsberg, der PREUSSAG, nicht als Museum vorgesehen, nach Einschätzung des Direktors des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum und lt. Gutachten des Deutschen Museums in München jedoch eines der bedeutendsten technischen Denkmäler in Deutschland, erhielt schließlich das Museum am Rammelsberg 1992 als erstes deutsches Industriemuseum den Status des Weltkulturerbes. Doch sollen die technischen Superlative des Rammelsberges nicht außer Acht lassen, in welcher Zeit und zu welchem Zweck der größte Teil der Übertageanlagen gebaut wurde. Die Autarkiebestrebungen der Nationalsozialisten im Hinblick auf den 2. Weltkrieg ließen ein millionenschweres Investitionsprogramm in das Erzbergwerk Rammelsberg, besonders die Erzaufbereitung nach dem neuen Flotationsverfahren, fließen. Diese nationalsozialistischen Spuren sollen nun stärker museal vermittelt werden.

Vor 20 Jahren verstarb der in Goslar geborene Heimatforscher Heinrich Spier, der zahlreiche Schriften über geschichtliche Zeugnisse aus Goslar und seiner Umgebung veröffentlicht hat (u. a. „Zur Geschichte des langen Tanzes in Goslar“) und für seine Verdienste um die Heimatforschung mit der Silbernen Ehrenplakette der Stadt Goslar ausgezeichnet worden ist.

Die 9. Folge der Serie über Harzer Künstlerpostkarten stellt diesmal verschiedene Künstler vor, die Motive aus der Goslarer Umgebung auf ihren Postkarten verewigt haben.

Das Nationalparkforum würdigt die Arbeit des stellvertretenden Leiters der Nationalparkverwaltung und Fachbereichsleiters Naturschutz, Forschung und Dokumentation Dr. Hans-Ulrich Kison, der sich am 1. September in den Ruhestand verabschiedet hat.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Bockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Foto Rammelsberg: Siegfried Wielert.


Fotowettbewerb HarzNATUR startet in die nächste Runde - Erneut übernimmt Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft

Braunlage - Wernigerode. Bereits zum fünften Mal rufen der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH jetzt Fotografinnen und Fotografen auf, sich auf Motivjagd zu machen und ihre schönsten und spektakulärsten Bilder des Harzer Nationalparks einzureichen. Die besten Bilder werden ab August 2017 in einer Ausstellung präsentiert und gestalten den Nationalpark-Kalender 2018, dessen Einnahmen wieder das Harzer Luchsprojekt unterstützen werden. Aus den drei Wettbewerbskategorien wird jeweils ein Gewinnerbild ausgewählt. Der Gesamtsieger gewinnt einen Gutschein in Höhe von 500 € eines Fotogeschäfts seiner Wahl. Die beiden anderen Preisträger erhalten jeweils ein Jahresabonnement der Zeitschrift NaturFoto. Einsendeschluss für Ihre Fotos ist der 15. März 2017.

Erneut übernimmt Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft für den Wettbewerb. Der aus zahlreichen Fernsehproduktionen bekannte und beliebte Schauspieler ist außerdem engagierter Umweltschützer. Und so freuen sich die Verantwortlichen beim Nationalpark und der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, dass sie ihn für den Naturfotowettbewerb und das Luchsprojekt erneut für das Projekt gewinnen konnten.

Die vollständigen Teilnahmebedingungen können unter www.fotowettbewerb-harznatur.de  nachgelesen oder per Post angefordert werden: Nationalpark Harz, z. Hd. Juliane Hentze, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode, Tel. 03943 / 5502-36.

Anregungen für ihre Fotomotive können sich Fotografinnen und Fotografen im kürzlich erschienenen Nationalpark-Kalender 2017 holen. Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2015 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Anl. Foto von Ingrid Nörenberg frei mit dieser PI: Auf Fotopirsch. Gern mailen wir Ihnen auf Anfrage eine größere Auflösung.


Der Natur unter die Arme gegriffen - Freiwillige pflanzen Buchen im Nationalpark Harz

Wernigerode – Braunlage. Das Thermometer zeigt 4 Grad, es nieselt leicht und der Wald ist in ein gleichmäßiges Grau getaucht. Obwohl kein Spaziergänger unterwegs ist, dringen Stimmen durch den Fichtenbestand. Wer sich nähert, erblickt junge Erwachsene, die mit Pflanzhacken und kleinen Buchen den Wald von morgen mit gestalten.

Es sind Praktikanten und Teilnehmer des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ (FÖJ), die eigentlich in verschiedenen Dienststellen des Nationalparks Harz sowie im Haus der Natur in Bad Harzburg arbeiten. In dieser Woche sind sie zusammengekommen, um eine Pflanzaktion im Nationalparkrevier Oderhaus zu unterstützen. Organisiert und betreut wurde die Pflanzung vom Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle - einer Umweltbildungseinrichtung, die zum Nationalpark Harz gehört.

Von Natur aus wären bis in diese Höhenlagen Laub- oder Laubmischwälder zu finden. Aus historischen Gründen der früheren Waldnutzung sind jedoch auch noch strukturarme Fichtenforste anzutreffen, daher wird im Nationalpark der Prozess hin zu einem höheren Laubbaumanteil durch Pflanzungen beschleunigt. Diese Buchen werden in Zukunft außerdem wertvolle Samenbäume ergeben, die eine natürliche Entwicklung weiter begünstigen.

Das Pflanzen ist eine ungewohnte Tätigkeit, die zum Arbeitsende am Nachmittag den einen oder anderen Freiwilligen seinen Rücken spüren lässt. Was bleibt, ist aber auch das gute Gefühl, etwas zur ökologischen Waldentwicklung beigetragen und der Natur unter die Arme gegriffen zu haben.

Foto von Thomas Schwerdt frei mit dieser Presseinformation, Bildunterschrift: Nach kurzer Einarbeitung sitzt jeder Handgriff: Madita und Michelle pflanzen eine junge Buche.


Letzte Brockengartenführung des Jahres am 14.10.2016

Am Freitag, den 14.10.2016 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Garten nicht komplett vom Schnee bedeckt ist, was aber derzeit unwahrscheinlich ist.

Der 1890 gegründete Brockengarten ist Mitglied im Verband der Botanischen Gärten Deutschlands und der Arbeitsgruppe der arktisch-alpinen Gärten Europas, die in diesem Jahr in Pont-de-Nant in der Schweiz ihre 6. Konferenz durchführte. Es trafen sich Vertreter arktisch-alpiner Gärten aus Norwegen, Schottland, Italien, Frankreich, Estland, Georgien, der Schweiz und Deutschland, um über die Aufgaben der Gärten u.a. bei der Erfüllung von Naturschutzaufgaben zu diskutieren.

Von den fünf arktisch-alpinen Gärten in Deutschland waren der Schachengarten, der dem Botanischen Garten Nymphenburg in München angegliedert ist, und der Brockengarten, für den der Nationalpark Harz zuständig ist, vertreten.

Arktisch-alpine Gärten stehen für den Erhalt einer einzigartigen Hochgebirgsflora. Die meisten Gärten dieser Art wurden daher auch dort gegründet, wo die Flora des Gebietes besonders schützenswert ist. So ist es auch kein Wunder, dass Prof. Albert Peter 1890 den Brockengarten gründete, denn er wusste um die ökologischen Besonderheiten des höchsten Berges Norddeutschlands. Vorrangige Aufgabe des Gartens war damals wie auch heute der Erhalt der autochthonen Brockenflora. Neben praktischen Naturschutzaufgaben und der Forschung besitzen Hochgebirgspflanzengärten vielfältige Aufgaben. Hierzu zählt auch die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

2016 besuchten bisher insgesamt 5675 Gäste den Brockengarten. Darunter waren 4645 Besucher, die von den Mitarbeitern des Brockengartens betreut wurden, und 615 Garteninteressierte, die, meist an den Wochenenden, von den Rangern begleitet wurden. Weiterhin fanden 17 Sonderführungen mit 415 Personen statt.

Dass der Brockengarten auch für ausländische Gäste attraktiv ist, zeigte sich auch 2016. So besuchten uns Gäste u.a. aus Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Japan, Korea, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, Russland und Schweden.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich der Brockengarten, der unter Denkmalschutz steht, am Tag des offenen Denkmals mit einer Sonderführung. Weiterhin sind die Aussichten gestiegen, dass der Brockengarten 2017 Mitglied im Netzwerk „Gartenträume“ wird, so dass sich der Bekanntheitsgrad des Gartens kontinuierlich erhöht.

Festzustellen ist allerdings auch, dass es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, Hochgebirgspflanzen auch unter Brockenbedingungen zu kultivieren. So ist die Aussage, dass es auf dem Brocken nur alle vier Jahre einen Sommertag (Temperatur über 25 °C) gibt, in Zeiten des Klimawandels mindestens für die letzten Jahre zu relativieren. Auch längere Trockenphasen vor allem in der Hauptwachstumszeit sind festzustellen. Das Auftreten von extremen Wettersituationen, die sich in den Durchschnittswerten der Klimastationen nicht in jedem Fall widerspiegeln, ist häufiger geworden. Und dies ist nicht nur auf dem Brocken so, wie die Kollegen aus anderen Gärten mitteilten.


UNSER HARZ Oktober 2016: Das Jägerdenkmal in Goslar; Bergahorn – der Baum des Jahres 2009; Harzer Künstlerpostkarten, Teil 8 - Goslar; Nationalparkforum: 25 Jahre Brockenhaus – Grenzgeschichte und Nationalpark im Blick

Clausthal-Zellerfeld. Am 19. September 2016 wurde der 90. Geburtstag des Goslarer Jägerdenkmals gefeiert. Anlass für Dr. Donald Giesecke, sich Gedanken über die Bedeutung von Mahn- und Gedenkstätten im Allgemeinen und zum Goslarer Jägerdenkmal im Besonderen zu machen. Den deutlichsten Ausdruck findet der über die Jahrhunderte stattgefundene Sinneswandel bezüglich der Kriegerehrung in dem an der Kaiserpfalz aufgestellten Werk „Goslar Warrior“ des ersten Kaiserringträgers Henry Moore.

Gerade im Oktober ist das kräftig gefärbte Laub des Bergahorns bei uns vielerorts zu bewundern. Nicht nur über sein besonderes Holz, das in vielerlei Bereichen Verwendung findet, wird hier berichtet, auch auf botanische Besonderheiten wird hingewiesen und die besondere Geschichte dieses Baumes hier im Harz gestreift, wo er entlang der Anfahrtswege zu den meisten Gruben gepflanzt wurde.

Die vielen malerischen Motive, die die Stadt Goslar zu bieten hat, haben zahlreiche Künstler dazu angeregt, sie auf Postkarten zu verewigen. Glücklicherweise hat das Stadtarchiv diese zur Vervollständigung alter Stadtansichten gesammelt.



Im Nationalparkforum wird das Brockenhaus vorgestellt, frühere Abhörzentrale der Staatssicherheit der DDR, heute Nationalparkhaus, das in seinen Ausstellungen eine Fülle von Informationen über die Geschichte des Brockens vermittelt, seine berühmten Besucher, seine besondere Flora, die hier gut aufbereitet zu bestaunen ist, und natürlich seine besondere Funktion in der Zeit der deutsch-deutschen Teilung. Zukunftsgerichtete Fragen zu Natur und Umwelt werden ebenso an die Besucher herangetragen wie zur geologischen Entstehungsgeschichte des Harzes, zu der auch eine Fülle von Ausstellungsstücken präsentiert wird. Ein Café und ein gut sortierter Museumsshop runden das sehenswerte Angebot dieses Hauses ab.

 

 

 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Foto frei mit dieser PI: Das Brockenhaus: ehemals Stasi-Abhörzentrale, heute Nationalpark-Besucherzentrum - ein weltweit einmaliger Fall. Foto Walter Wimmer.


Dr. Hans-Ulrich Kison im Ruhestand

Wernigerode. Mit Wirkung zum 1. September 2016 ging Dr. Hans-Ulrich Kison, Fachbereichsleiter Naturschutz, Forschung und Dokumentation und stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, in den Ruhestand.

Dr. Kison hat durch seine sachliche und ergebnisorientierte Arbeit gemeinsam mit dem Nationalparkleiter Andreas Pusch viel dazu beigetragen, dass die Nationalparkfusion 2006 ein Erfolg wurde. Darüber hinaus fand und findet die Arbeit seines Fachbereichs bundesweite Anerkennung, sodass Pusch bei der Verabschiedung und Würdigung seiner Arbeit sagte: „Hans-Ulrich Kison ist mit Sicherheit einer der wesentlichen Gestalter des Zusammenwachsens unserer länderübergreifenden Verwaltung. Ich bin davon überzeugt, dass wir heute ohne sein Wirken nicht auf eine so erfolgreiche Arbeit zum Wohle unseres Nationalparks zurückblicken könnten.“

Geboren am 15. August 1950 in Staßfurt, studierte Kison an der Martin Luther-Universität Halle von 1969 - 1973 Biologie mit dem Schwerpunkt Genetik. Seine Diplomarbeit schrieb er 1973, gefolgt von der Promotion A zum Dr. rer. nat. 1980 und der Promotion B zum Dr. sc. nat. 1990, beides im Institut für Züchtungsforschung Quedlinburg. In den Jahren 1973 - 1982 arbeitete Dr. Kison in diesem Institut als Aspirant und von 1982 - 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1990 - 1991 war er Leiter einer Arbeitsgruppe des Instituts.

Sein Wechsel zum damals noch jungen Nationalpark Hochharz erfolgte 1992, wo er bis 2016 mit großem Erfolg tätig war, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Botanik, ab 2006 im fusionieren Nationalpark Harz als Leiter des Fachbereichs 2 (Naturschutz, Forschung, Dokumentation). Aufbauend auf der Arbeit seines Vorgängers Dr. Uwe Wegener legte Dr. Kison die Grundlagen für eine bundesweit vorbildliche Inventarisierungsarbeit der Flora und Fauna im Nationalpark Harz, deren Ergebnisse in der von ihm ins Leben gerufenen Schriftenreihe des Parks veröffentlicht wurden und werden.

Dr. Kison engagiert sich auch im Ruhestand weiter für botanische und flechtenkundliche Themen und wird die Liste der zahlreichen Veröffentlichungen, die aus seiner Feder stammen, sicherlich noch erheblich verlängern. Er ist auch Vorsitzender des Botanischen Arbeitskreises Nordharz e.V., in dem er weiterhin engagiert mit zahlreichen Fachleuten, auch seinem Vorgänger Dr. Wegener, zusammenarbeitet.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht Dr. Hans-Ulrich Kison einen gesunden und aktiven Ruhestand und noch viel Schaffenskraft und Zeit für seine Familie sowie seine fachlichen Interessen.

Foto von Ingrid Nörenberg: Dr. Hans-Ulrich Kison bei einem Referat im Tagungszentrum Kloster Drübeck.


Commerzbank-Umweltpraktikum in Torfhaus - ein Open-Air-Biologie-Semester für Tessa Nähring

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten. Sie wollen Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen, mal etwas Neues ausprobieren und haben sich erfolgreich beworben. Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten: Jan Schütt, ein Geograph der Universität Greifswald, Jann Heiner Möller, der ebenfalls Geographie studiert, aber an der Universität Osnabrück, Corinna Fulst aus Bad Harburg, die als Hauptfach „Islamischer Orient“ an der Universität Bamberg gewählt hat, sowie Tessa Nähring, deren Studium an der Universität Göttingen den Schwerpunkt „Biologische Diversität“ hat.

 

Tessa Nähring ist derzeit im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus aktiv. Sie berichtet: „Neben den oft spannenden Besucherführungen rund um TorfHaus gehört zu meinen Aufgaben auch der Tresendienst. Das hört sich im ersten Moment vielleicht etwas trocken an, bietet aber doch viel Abwechslung und ist ein wichtiges Stück Arbeit für unser Haus und unsere Besucher. Die ersten Gäste, die schon kurz nach 9 Uhr eintreffen, haben oft eine sehr einfache Frage, die wir gerne auch immer wieder beantworten: „Wo geht es denn hier zum Brocken?“ Das ist einfach zu erklären. Die Frage, was denn heute im Harz los ist, ist die nächsthäufige. Tipps sind etwa das Luchs-Schaugehege, der Baumwipfelpfad oder das Haus der Natur in Bad Harzburg und die vielen anderen Ziele wie die Grube Samson in Sankt Andreasberg – oft wissen die Gäste gar nicht, was der Harz alles zu bieten hat. Sollte ein etwas weiterer Weg kein Problem sein, geben wir natürlich auch Informationen über die anderen Nationalpark-Einrichtungen, wie zum Beispiel den HohneHof bei Drei Annen-Hohne, der durch den Löwenzahnpfad besonders interessant für Familien mit kleineren Kindern ist. Je nach Wetterlage empfehlen wir natürlich auch verschiedenste Wanderwege. Sollte es nicht zum Brocken gehen, sondern nur eine kleine Runde auch mit dem Kinderwagen sein, empfehlen wir gerne den Weg rund ums Große Torfhausmoor. Er führt zu Anfang ebenfalls auf dem Goetheweg und biegt dann auf den Kaiserweg ab, sodass viele den anfänglichen Teil schon kennen oder so den Einstieg zum Brocken kennen lernen.

 

Stirbt der Wald?

 

Eine weitere Frage, die uns oft erreicht, ist die zum Wald. "Sagen Sie, warum gibt es hier so viele tote Bäume?" oder die direkte Vermutung "Stirbt der Wald?". Hier frage ich meist, ob sich die Besucher etwas Zeit nehmen möchten, bevor ich unsere Borkenkäferkiste vom Tresen mitnehme und sie an unser Panoramafenster führe, das einen schönen Blick zum Brocken, aber auch auf scheinbar tote Waldflächen eröffnet. Hier ist auch an einer unserer Ausstellungssäulen eine Makroaufnahme vom Fichtenborkenkäfer zu sehen. Die meisten unserer Gäste sind Urlauber, sodass sie sich gerne "an die Hand nehmen" lassen und zuhören. Da hole ich etwas aus, angefangen mit dem Bergbau im Harz, der vor über 3000 Jahren begann, über die Industrialisierung und den Raubbau, der hier betrieben wurde und wie er die Natur belastet hat. Das Stichwort „Fichte“ leitet dann über zur Fichtenwirtschaft des Bergbaus, zu den Engländerhieben nach dem Zweiten Weltkrieg und der heutigen Waldentwicklung im Nationalpark Harz. Gar nicht immer so einfach zu erklären, aber wenn die Gäste etwas Geduld haben und sich einlassen, ist das Verständnis bald da für das „Natur Natur sein lassen“ des Nationalparks Harz. Doch viele Menschen haben den „aufgeräumten“ Forstwald so verinnerlicht, dass der Gesprächsbedarf oft groß ist, und mein Studienfach „Biodiversität“ ist für viele auch völlig neu. Aber dafür sind wir ja da!“

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz. Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Foto 1: Tessa Nähring erhält ihre Grundausrüstung – eine Umweltbildungstasche der Commerzbank – aus den Händen ihres Betreuers Dr. Hermanns Martens vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus; Foto: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

 

Foto 2: Stirbt der Wald im Nationalpark Harz? Nein, es sterben nur alte Fichten, deren Totholz die Grundlage für die neue Waldgeneration mit größerer Vielfalt ist; Foto Ingrid Nörenberg.

 


18.9.2016: „Hier irrte Goethe!“ – Auf den geologischen Spuren des Dichters im Nationalpark Harz – Vortrag und Exkursion am Tag des Geotops im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Sankt Andreasberg. Goethe hatte immer recht? Beileibe nein! Auch der Altmeister irrte – zum Beispiel bei seiner Ansicht zur Granitentstehung. Wollen Sie wissen, warum?

 

Der Vortrag dazu findet am Sonntag, den 18. September um 10:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Dr. Friedhart Knolle, Geologe und Pressesprecher des Nationalparks Harz, führt zunächst in die Harzgeologie sowie den historischen Streit zwischen den „Plutonisten“ und den „Neptunisten“ ein und erläutert Goethes Standpunkt in dieser geologischen Fragestellung. Danach geht es gemeinsam an den historischen belegten Originalschauplatz, an dem sich Goethe mit diesem Thema im Harz befasste. Daher trägt dieser Platz mitten im Nationalpark Harz heute den Namen „Goetheplatz“.

 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in der Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus einzukehren. Bitte festes Schuhwerk mitbringen!

 

Teilnahmegebühr: 6,- €/Person. Informationen unter Tel. 05582/9230-74.

 

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

 

Dauer mit Exkursion: ca. 5 Std. (je nach Wetter)

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der berühmte Granitkontakt mit kontaktmetamorphem Nebengestein des Harzes. Das Thema hat Goethe sehr bewegt, ihn aber zu falschen Schlussfolgerungen veranlasst. Foto Walter Wimmer.


Schierke - Ausverkauf der Natur im Harz 
Blamable Raumordnungsunterlagen der Stadt Wernigerode

Magdeburg - Wernigerode, 2016-09-07: „Die Stadt Wernigerode will für ein Skialpinum bei Schierke 20 Hektar Wald roden und wertvolle Moorflächen zerstören, hat aber nur unvollständige und z.T. blamable Unterlagen im derzeit laufenden Raumordnungsverfahren vorlegt.“. So fasst Oliver Wendenkampf, der Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt, die Kritik seines Verbandes zusammen. „Wir hoffen, dass der morgen in Wernigerode-Schierke tagende Landes-Umweltausschuss dazu die Interessen der Umwelt und nicht nur die der Wirtschaft formuliert, zumal das Plangebiet mitten in einem FFH- und Vogelschutzgebiet liegt“, so Wendenkampf weiter.

Besonders erstaunlich ist, dass der Oberbürgermeister von Wernigerode, der diesen Ausverkauf der Natur plant, Vorsitzender des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." ist. Dieses Bündnis ist ein „Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen“ – so die Selbstbeschreibung im Internet. Wie kann es sein, dass eine solche Stadt 20 Hektar Wald und Moorgebiete in einem geschützten Gebiet des Naturparks Harz unmittelbar am Rande des Nationalparks Harz zerstören will und welches Signal setzt er damit für die anderen Kommunen, die sich ernsthaft für die Biologische Vielfalt einsetzen?

Die Kritik an den mangelhaften Unterlagen der Stadt Wernigerode im Raumordnungsverfahren "Natürlich Schierke – Wander- und Skigebiet Schierke" hat der BUND in Abstimmung mit anderen Naturschutzverbänden – in diesem länderübergreifenden Fall auch aus Niedersachsen – auf 11 Seiten zusammengefasst.
http://www.bund-westharz.de/fileadmin/bundgruppen/bcmskggoslar/Downloads/Schierke_2016_29q_ROV_BUND_ST_final.pdf

Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, 0160 - 71 55 064


UNSER HARZ September 2016: Aus der Frühgeschichte der Radioaktivität – Forschungen im Harz und Umland; Forstliche Nachhaltigkeit – nicht im Harz erfunden, aber von Hans Dietrich von Zanthier gelehrt; Historische Gipsöfen am Nordharz; Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 7, Brockenhexen; Nationalpark Harz von Anfang an dabei: 15 Jahre „Fahrtziel Natur“ – Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung

Harz. Vor 120 Jahren wurde die Radioaktivität entdeckt. Dass viele Erkenntnisse hierzu aus dem Umfeld der Wolfenbütteler Physiker Julius Elster und Hans Geitel gewonnen wurden, gründend auf Versuche in Bergwerksschächten und Höhlen der Harzregion, ist weitgehend in Vergessenheit geraten.

2017 kann der 300. Geburtstag des Forstmanns Hans Dietrich von Zanthier begangen werden – Zeit, einen Rückblick zu halten und Klarheit zu verschaffen über sein Wirken und seine zukunftsweisenden Gedanken. Er gründete die erste Forstschule im deutschsprachigen Raum, jedoch nicht weltweit, wie oft gesagt wird.

Über die Gipsbrennerei am Südharz gibt es bereits mehrere Veröffentlichungen. Doch auch, wenn dieses Gebiet zu den bedeutendsten Zechsteingipsvorkommen in Deutschland zählt, so wurde doch auch im Nordharz Gips gewonnen, wie die rudimentären Reste früherer Gipsöfen zeigen.

Das Geheimnisvolle des Brockens und sein Hexenmythos spiegeln sich auch in vielen Postkarten verschiedener Künstler wider. Auf einigen sind die früheren Wandfriese von Adolf Rettelbusch im Brockenhotel noch zu sehen.

Im Nationalparkforum wird das Projekt „Fahrziel Natur“ vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt von National- und Naturparken sowie Biosphärenreservaten in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit dem Ziel, Tourismus nachhaltiger zu gestalten und die Nahverkehrsmöglichkeiten zu verbessern.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Fotos: Historischer Eingang der Baumannshöhle. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Radioaktivität, was heute kaum noch bekannt ist. Quelle: Hoffmann, Der Harz, 1899.


Neue “Wasserstation“ am Natur-Erlebniszentrum HohneHof im Nationalpark Harz

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Unter dem Motto „Wasser ist Leben und Wasser lebt“ hat der Nationalpark Harz am Natur-Erlebniszentrum HohneHof einen kinder- und behindertengerechten Zugang zum Gewässer geschaffen. Hier können künftig junge Naturforscher und auch Behinderte die Lebewelt des Bachs erkunden. Dazu wurde der Zugang zum Gewässer neu gestaltet.

Die Idee dazu gab es schon lange, aber erst die Projektarbeit von Sarah Müller, die im Nationalpark Harz ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, machte die Umsetzung möglich. Im Rahmen der meist einjährigen Tätigkeit im Nationalpark kann jede FÖJ-Kraft an eigenständigen Projekten arbeiten, die sie mit ihrer Einsatzstelle und dem Nationalpark abspricht. Das können Forschungsprojekte sein, aber wie in diesem Fall auch Ideen zur Verbesserung der Bildungsarbeit.

 

Unterstützung erhielt Sarah Müller von Natalie Kracht, der zweiten FÖJ-Kraft, der Chefin des Hohne-Hofs Irmtraud Theel und den Rangern des Natur-Erlebniszentrums. Die Bauausführung übernahmen die Mitarbeiter der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH.

Mit der neuen „Wasserstation“ ist der Nationalpark Harz um einen Anziehungspunkt reicher. Alle Beteiligten hoffen, dass die „Wasserstation“ zukünftig von vielen jungen Forschern und auch Behinderten genutzt wird, um die interessante Wasserlebewelt des Baches zu erkunden.

 

Foto: Die kleinen Naturforscher haben die neue Wasserstation am Natur-Erlebniszentrum HohneHof sofort in "Betrieb" genommen, Foto Irmtraud Theel, Nationalpark Harz.    


Spende für den Nationalpark Harz: Baltic Sea Circle: Ein Roadtrip um die Ostsee

Goslar. Die beiden Goslarer Patrik Werner und Mona Tiltsch starteten Mitte Juni 2016 zu den Mittsommernächten für eine zweiwöchige Fahrt, die Baltic Sea Rallye. Innerhalb der folgenden 16 Tage ging es ohne Navigation und GPS und auch ohne das Benutzen von Autobahnen durch 10 Länder rund um die Ostsee. Hintergrund der Rallye war neben dem unglaublichen Natur- und Kultur-Abenteuer, das über holprige Straßen, vorbei an weißen Stränden, einsamen Schären, rauen Kliffs und tiefen Fjorden ging, vor allem der soziale Zweck für vorbildliche Projekte.

 

Um an der Rallye teilzunehmen, musste jedes Team mindestens 750 Euro an Spendengeldern sammeln. Diese kommen verschiedenen Projekten zu Gute. Neben umweltverbessernden und sozialen Projekten der Hamburger Rallye-Organisatoren und Begründern des Superlative Adventure Clubs sollten die Gelder auch regionalen Organisationen und Vereinen zugehen.

 

Gesagt – getan, innerhalb der drei Monate vor dem Rallyestart am 18. Juni sammelte das Team knappe 7.000 EUR an Spendengeldern. Lokale und überregionale Sponsoren erhielten durch ihren Beitrag einen Logoplatz auf dem 27 Jahre alten Mercedes.

 

Die Spendengelder wurden bereits an die Wahl-Organisationen übergeben. Der Verein Leben mit Krebs in Goslar (www.leben-mit-krebs-goslar.de/durch-helfen-lebensmutstaerken.html) und die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz (www.gfn-harz.de) erhielten jeweils 2.656 Euro. Eine weitere Spende ging an die Autonomen Jugendwerkstätten in Hamburg (www.ajw-hamburg.de). In den Projekten kommen die Spenden dann zu 100 % den zu fördernden sozialen bzw. ökologischen Aktivitäten zu Gute.

 

Weitere Informationen gibt es auf dem Teamblog https://balticrt56.wordpress.com und der Team-Facebookseite www.facebook.com/Round-Table-56-Baltic-Sea-Tour-549479788570366/

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Spenderin Mona Tiltsch übergibt die Spende für die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. an Dr. Friedhart Knolle


Nationalpark-Kalender 2017und beste HarzNATUR-Fotos im Haus der Natur Bad Harzburg

Wernigerode - Herzberg am Harz. Auch für das Jahr 2017 hat der Nationalpark Harz einen Fotokalender mit Motiven aus dem Nationalpark herausgegeben. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Roger Mellinghausen, Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und Leiter Finanzen, präsentierten ihn jüngst im Haus der Natur Bad Harzburg gemeinsam der Öffentlichkeit.

Gleichzeitig eröffnete das Haus der Natur, ein Kooperationsprojekt der Niedersächsischen Landesforsten und des Nationalparks Harz, eine Ausstellung mit den besten Fotos des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2015. Darunter sind auch die drei Gewinner-Bilder „Sommergewitter über dem Hochmoor des Bruchbergs“ von Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld, „Wildschweinrotte beim Prüfen des Windes“ von Stefan Völkel aus Bad Berleburg und „Herbstlorchel“ von Marko König aus Bad Hersfeld. Und auch einige der Kalenderfotos werden die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung finden. Zu sehen sind die Fotos bis zum 28.11.2016.

Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2015 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (http://www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

In Ausstellung und Kalender können sich Fotografinnen und Fotografen schon jetzt Anregungen für ihre nächsten Fotomotive holen, denn der Fotowettbewerb HarzNATUR 2017 startet bereits im Oktober 2016. Wiederum hat Hannes Jaenicke, Schauspieler und engagierter Umweltschützer, die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.


Im Nationalpark werden wieder Bucheckern für die Waldumwandlung geerntet

Wernigerode. Der Frühling im Wald war in diesem Jahr von der intensiven Blüte vieler Baumarten geprägt. Nicht nur viele Autofahrer werden sich noch an den gelben Blütenstaub auf den Fensterscheiben erinnern, auch in vielen Haushalten fiel der Staub auf.

Nun neigt sich der Sommer dem Ende entgegen und unsere Waldbäume tragen Früchte im Überfluss. Das freut natürlich die „Waldumwandler“, denn wir hoffen auf gutes Ankommen der Naturverjüngung von Rotbuche, Bergahorn, Eberesche und Co. im Wald der Zukunft des Nationalparks Harz.

 

 

 

Leider gibt es in vielen Fichtenforsten im Bereich des Nationalparks Harz keine Altbuchen als Samenbäume. Deshalb werden auch in diesem Jahr Bucheckern im Nationalpark-Revier Scharfenstein in der Nähe von Ilsenburg geerntet. Dazu wurden unter den Buchen, die besonders viele Bucheckern tragen, Netze ausgelegt, um die herunterfallenden Früchte aufzufangen.

 

Dieses Saatgut geht zur Lohnanzucht in eine Baumschule. Damit können dann ab dem kommenden Jahr 500.000 – 600.000 kleine Buchen in den Fichtenbeständen der mittleren Lagen gepflanzt werden. Die Pflanzenzahl reicht etwa für 250 bis 300 ha Waldumwandlungsfläche. Damit werden Initiale für die Samenbäume der Zukunft gesetzt und wir kommen dem Ziel ein Stück näher, die Wälder des Nationalparks Harz, die jahrhundertelang durch den Menschen beeinflusst wurden, in Richtung mehr Naturnähe zu entwickeln.

 

Fotos: Nationalpark Harz.


22. Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2016 vom 11.9. bis 9.10.2016 in Sankt Andreasberg

Führung durch die Ausstellung Samstag am 10.9. um 16 Uhr in der Rathaus-Scheune
VERNISSAGE – Eröffnung der 22. Kunstausstellung und Verleihung des Andreas-Kunstpreises um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune

Natur und Kunst
Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst
verständliche Dolmetscher.
Friedrich Ratzel

Unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel wird im Rahmen der Vernissage der Andreas-Kunstpreis verliehen. Stimmen Sie sich musikalisch mit dem Swing Quartet Prague in das herbstliche Rauschen der Harzer Wälder ein und lassen Sie Ihre Sinne durch die Vernissage „NATUR – MENSCH“ 2016 anregen. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt.

22. Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2016 vom 11.9. bis 9.10.2016 in Sankt Andreasberg
Rathaus-Scheune · Ev. Martini-Kirche · Atrium Kath. Sankt Andreas-Kirche
täglich geöffnet von 11 – 17 Uhr


Das FledermausReich lädt ein - Feiern Sie mit uns!
Öffentliches Eröffnungsfest zur Batnight am 27. August 2016 im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg von 14.30 - 17.30 Uhr

Braunlage - Sankt Andreasberg. Zum öffentlichen Eröffnungsfest der neuen Dauerausstellung „FledermausReich“ lädt das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am Samstag, 27.8. ab 14.30 Uhr ein. Es gibt ein buntes Programm für die ganze Familie: Erkundung der neuen Ausstellung, Bastelangebote, eine Tombola, Speisen und Getränke. Das Nationalparkhaus wird dabei in diesem Jahr tatkräftig unterstützt von der Interessengemeinschaft Fledermausschutz Südniedersachsen im NABU. Die Veranstaltung findet genau im passenden Rahmen statt,  zum  sogenannten „Batnight-Wochenende“. Ende August wird nun bereits seit 20 Jahren mit den Europäischen Fledermausnächten auf den Fledermausschutz international aufmerksam gemacht.

 

Das Nationalparkhaus-Team um Leiter Thomas Appel, Ausstellungsgestalter Jens Oehmigen und NABU-Projektleiterin Wiebke Warmbold freut sich darauf, die neue Ausstellung einem breiten Publikum vorzustellen und in diesem Rahmen allen beteiligten Ehrenamtlichen ihren besonderen Dank auszusprechen:  „Ohne die große Unterstützung vieler ehrenamtlicher Fledermausschützer aus dem Harz und weit darüber hinaus wäre die Ausstellung nicht in dieser Form möglich geworden. Für die tolle Zusammenarbeit möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

 

Eingebettet in eine spannende Nachtinszenierung kann das FledermausReich mit einigen Highlights aufwarten: 3000 Jahre alte filigrane Fledermausknochen aus der Lichtensteinhöhle werden hier erstmals präsentiert. Kunstvoll gestaltete Dioramen mit wertvollen Originalpräparaten,  eine gewitzte Hörgeschichte, Mitmach-Stationen für Jung und Alt und ein eigenes Fledermauskino: spannende, eigens produzierte Filmaufnahmen machen die Ausstellung besonders lebendig. Entstanden ist eine moderne und ökologisch durchdachte, interaktive Dauerausstellung für alle Generationen.

 

An diesem Nachmittag besteht auch die Möglichkeit, mit den anwesenden Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich in Fledermausfragen beraten zu lassen.

 

Mit dem „FledermausReich“ erweitert das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg seine Dauerausstellung um das Thema „Fledermäuse und Fledermausschutz im Harz“. Durch die Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung als Hauptmittelgeber sowie der Klosterkammer Hannover wurde die lange gewünschte Erweiterung der Dauerausstellung jetzt möglich. Ein ausgesprochener Dank gilt auch dem Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats Werner Grübmeyer, dessen engagierte Unterstützung half, dieses Projekt zu ermöglichen. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wird mit Zuwendungen von Landesmitteln über den Nationalpark Harz vom NABU-Landesverband Niedersachsen getragen. Der NABU Niedersachsen ist Partner bzw. Träger von vier Nationalparkhäusern an der Küste und im Harz.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Braune Langohrfledermaus im Flug, Foto Marko König


19.8.2016: Was Sie schon immer über den Nationalpark Harz und seine Ranger wissen wollten…

19. August - Freitag, 18.00 Uhr
Braunlage-Königskrug, Kamphütte


Laben, Lauschen, Lagerfeuer – Geschichten und Wahres über Jagd, Wild und Borkenkäfer (ca. 3 Stunden)

Bitte Mückenschutz mitbringen, Unkostenbeitrag für Verzehr 5 € pro Person, Getränke nicht incl., Anmeldung erforderlich unter 05320 269, dort auch genaue Wegebeschreibung zur Kamphütte.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und Teilnahme

Anl. Foto frei: Harzer Ranger, Foto Christian Wiesel


UNSER HARZ August 2016: Geschichte des Klosters Ballenstedt – Begräbnisstätte der frühen Askanier; Ein Wanderweg und die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt für Werner Grübmeyer; Auf der Spur des Verbrechens; Die Kamelfichte am Achtermann; Die Kirchenbrücke in Oker; Der Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität in Göttingen (ZMUG); Serie Harzer Künstlerpostkarten – Teil 6: Der Brocken und seine Wetterlage; Nationalparkforum: Nationalpark Harz arbeitet mit tunesischem Wald-Nationalpark zusammen

Clausthal-Zellerfeld. Ballenstedt, „die Wiege Anhalts“, wird urkundlich erstmals 1036 erwähnt, im Zusammenhang mit Graf Esiko, verwandt mit den Saliern. Wohl 1043 gründete Esiko auf dem Schlossberg in Ballenstedt ein Kloster. In unserem ersten Artikel bringt Autor Horst Lange Klarheit in die vielen Rätsel um dieses Kloster, das im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde.

Werner Grübmeyer, dem langjährigen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirats, wurden anlässlich seines 90. Geburtstages und der letzten von ihm vorbereiteten Beiratssitzung diverse Ehrungen zuteil, um sein engagiertes Wirken für den länderübergreifenden Nationalpark Harz zu würdigen. Dr. Friedhart Knolle stellt hier das vielfältige Wirken Werner Grübmeyers, der über 37 Jahre lang Bürgermeister in Sankt Andreasberg war, für die Belange des Harzes vor.

Ein Spaziergang der besonderen Art hat Christian Dolle an verschiedene Harzorte geführt: Er begleitete Krimiautor Roland Lange an die Schauplätze seines neuen Buchs „Stöberhai“.

Am 3. Juli wurde in Braunlage der Nachbau der Kamelfichte übergeben, der nun wahrscheinlich im Kurpark seinen Platz finden wird. Seine Kindheit in Braunlage und die Kamelfichte auf dem Achtermann haben Helmut Fricke auf besondere Weise in sein Leben begleitet, weshalb er die Kamelfichte rekonstruieren ließ.

Wie wird das Schicksal der alten Kirchenbrücke in Oker aussehen? Wäre sie es nicht wert, unter Denkmalschutz zu stehen mit ihrer heute selten gewordenen Konstruktion aus „Puddelstahl“? Fragen, die Heinz Severitt zur Situation in Oker stellt.

Der Fledermausexperte Wolfgang Rackow beschreibt, was es im Fledermausbestand des Zoologischen Museums der Universität Göttingen zu sehen gibt.

Die Serie über Harzer Künstlerpostkarten widmet sich diesmal dem Brocken, der auch viele Künstler, allen voran Adolf Rettelbusch, aber auch Ulrich Bornemann, inspirierte.

Das Nationalparkforum berichtet über die deutsch-tunesische Zusammenarbeit im Hinblick auf die Realisierung verschiedener Projekte mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage.


Ausstellungseröffnung mit den besten Fotos des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2015 im Haus der Natur Bad Harzburg – Vorstellung des Nationalpark-Kalenders 2017 zugunsten des Harzer Luchsprojekts

Wernigerode - Bad Harzburg. Auch für das Jahr 2017 hat der Nationalpark Harz einen Fotokalender mit Motiven aus dem Nationalpark herausgegeben. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Roger Mellinghausen, Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und Leiter Finanzen, präsentieren ihn gemeinsam

 

am 22.8.2016 um 17 Uhr im Haus der Natur Bad Harzburg, Nordhäuser Straße 2B

 

Gleichzeitig eröffnet das Haus der Natur, ein Kooperationsprojekt der Niedersächsischen Landesforsten und des Nationalparks Harz, eine Ausstellung mit den besten Fotos des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2015. Darunter sind auch die drei Gewinner-Bilder „Sommergewitter über dem Hochmoor des Bruchbergs“ von Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld, „Wildschweinrotte beim Prüfen des Windes“ von Stefan Völkel aus Bad Berleburg und „Herbstlorchel“ von Marko König aus Bad Hersfeld. Und auch einige der Kalenderfotos werden die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung finden. Zu sehen sind die Fotos bis zum 28.11.2016.

 

Zur Ausstellungseröffnung mit gleichzeitiger Kalenderpräsentation sind Sie herzlich eingeladen.

 

Für den Kalender im Format 48 x 35 cm wurden Bilder aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 - 2015 ausgewählt. Er erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren und wird von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt zu 100 % dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info  oder Telefon 05320/33179-0.

 

In Ausstellung und Kalender können sich Fotografinnen und Fotografen schon jetzt Anregungen für ihre nächsten Fotomotive holen, denn der Fotowettbewerb HarzNATUR 2017 startet bereits im Oktober 2016. Wiederum hat Hannes Jaenicke, Schauspieler und engagierter Umweltschützer, die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.

 

Foto „Sommergewitter über dem Hochmoor des Bruchbergs“ von Joachim Gleichmann und das Cover des Kalenders frei mit dieser PI.

 


15 Jahre „Fahrtziel Natur“ – Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung – Nationalpark Harz von Anfang an dabei

Wernigerode - Braunlage. „Fahrtziel Natur“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, das sich für Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung engagiert. Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland, der Schweiz und Österreich sind mit attraktiven Angeboten zur Mobilität vor Ort dabei. Es wurde vor 15 Jahren gegründet – dieser Anlass wurde jüngst im berühmten „Kaiserbahnhof“ in Potsdam gebührend gefeiert.

 

Wie ging es los? Am 25. April 2001 hatten sich die großen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und die Deutsche Bahn (DB) zur Kooperation Fahrtziel Natur zusammengeschlossen. Starthilfe gab damals auch noch der WWF. Zum Start einte alle Träger das Ziel, Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in Deutschland als attraktive Reiseziele bekannt zu machen. Weiterhin wollten sie dazu beitragen, das Naturerbe und die Biodiversität in Deutschland durch die aktive Förderung des nachhaltigen Tourismus langfristig zu sichern.

 

Die ersten Beteiligten waren die Nationalparke im Wattenmeer, Harz und Jasmund, die Biosphärenreservate Südost-Rügen und Schorfheide-Chorin sowie der Naturpark Uckermärkische Seen. Fast jährlich kamen dann weitere Schutzgebiete hinzu: Heute können 28 Naturparadiese in Deutschland, der Schweiz (seit 2007) und Österreich (seit 2011) in 22 Fahrtziel Natur-Gebieten erkundet werden. Damit die sensiblen Naturlandschaften umweltschonend entdeckt werden können, informiert Fahrtziel Natur über die Reisemöglichkeiten mit der Deutschen Bahn sowie über Mobilitätsangebote vor Ort und bietet somit eine nachhaltige Reisekette von Tür zu Tür.

 

Öffentlichkeitsarbeit, Projektförderung und Umweltbildung

 

In den ersten Jahren lag das Hauptaugenmerk der Partner neben der Ausweitung der kooperierenden Gebiete auf der Öffentlichkeitsarbeit. Plakate, Broschüren sowie der Internetauftritt www.fahrtziel-natur.de bilden die Basis. Hinzu kamen Pressereisen in die Schutzgebiete sowie Auftritte auf Messen und Veranstaltungen. Über Newsletter, Medienkooperationen oder Hörfunkbeiträge wird die Kooperation einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Auch die inhaltliche Arbeit zu den Themen Mobilität, Tourismus und Naturschutz war allen Partnern von Beginn an wichtig. Von 2002 bis 2008 förderte Fahrtziel Natur 27 ausgewählte Projekte in den Schutzgebieten, um nachhaltige Mobilität vor Ort zu unterstützen. Auch mit Fachveranstaltungen zu „Aktivurlaub in Großschutzgebieten“ oder „Naturtourismus im Wandel“ setzt Fahrtziel Natur wichtige Akzente.

 

2007 kam mit dem Schweizer Nationalpark ein erster internationaler Partner hinzu. Die inhaltliche Ausrichtung von Fahrtziel Natur wird 2008 neu definiert: qualitative statt quantitative Weiterentwicklung und das Engagement der Schutzgebiete deutlich verstärken – so lautete die Marschroute für die folgenden Jahre.

 

Der Fahrtziel Natur-Award

 

2008 wurde der „Fahrtziel Natur-Award“ ins Leben in gerufen – ein Preis, um Projekte auszuzeichnen, die touristische Angebote und nachhaltige Mobilitätslösungen auf eine besonders kundenfreundliche Weise miteinander verbinden. Im September 2009 wurde der Fahrtziel Natur-Award erstmals auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf verliehen. Mit dem Gewinn – einem von Umweltverbänden und Deutscher Bahn zur Verfügung gestellten Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro – wird das Siegerprojekt beworben. Große Resonanz fanden die jeweiligen Gewinnerprojekte: 2009 zuerst das Bayerwaldticket mit den Igelbussen, 2010 die Bad Hindelang PLUS/Allgäu Walser Card, 2012 der Urlauberbus am Wattenmeer, 2014 die KONUS-Gästekarte im Schwarzwald und 2016 das Gästeservice Umwelt-Ticket GUTi des Bayerischen Walds. Auch der Nationalpark Harz wurde gemeinsam mit der Harz AG 2012 im Rahmen des Awards ausgezeichnet – für das Harzer Urlaubs-Ticket (HATIX), das seit 2010 allen Übernachtungsgästen im Landkreis Harz die kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglicht.

 

Das Konzept von Fahrtziel Natur wird beständig weiterentwickelt: Ende 2009 bot Ameropa als erster Reiseveranstalter im deutschen Tourismus die Bahnreisen für Fahrtziel Natur-Angebote ohne Mehrkosten für den Kunden mit 100 % Ökostrom an. 2010 wurde von Outdooractive für Fahrtziel Natur das erste Wanderportal entwickelt, in dem alle Ausgangspunkte der Wanderungen mit den aktuellen Fahrplandaten der DB-Reiseauskunft verbunden sind. Zudem wurde der gesamte Internetauftritt www.fahrtziel-natur.de überarbeitet.

 

Fahrtziel Natur-Gebiete – Innovationsführer im nachhaltigen Tourismus

 

Nicht nur kontinuierlich verbesserte Mobilitätsangebote zeichnen viele Fahrtziel Natur-Gebiete aus; sie entwickeln sich sukzessive zu Innovationsführern im nachhaltigen Tourismus. Fahrtziel Natur berät die Akteure in den bestehenden Fahrtziel Natur-Gebieten und erhöht gleichzeitig die Bedingungen für die Neuaufnahme in die Kooperation. Wissenstransfer über das Netzwerk hinaus war Ziel des 2013 veranstalteten Fachkongresses „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ in Bad Wildbad mit über 120 Experten aus Tourismus, Verkehr und Umwelt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch zu den Mobilitätskonzepten der einzelnen Gebiete. Bereits 2014 war die Zahl der Gebiete mit Angeboten zur kostenlosen Mobilität auf Gästekarte so hoch, dass eine übergreifende Kommunikation startete.

 

Fahrtziel Natur nutzt alle Möglichkeiten, um diese attraktiven Angebote bei Urlaubsgästen bekannt zu machen. Im selben Jahr wird Fahrtziel Natur mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) als Internationales Best Practice-Projekt ausgezeichnet. Damit wurde der engagierte Einsatz aller Partner für eine Mobilitätswende im Tourismus- und Freizeitverkehr gewürdigt. Weitere Anerkennung erfuhr die Kooperation 2013 und 2015 durch die Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

 

2016 wurde die Marke Fahrtziel Natur in die Schweiz übertragen. Fahrtziel Natur in Graubünden setzt sich, wie das deutsche Vorbild, für nachhaltigen Naturtourismus und umweltfreundliche Mobilität in sensiblen Naturräumen ein. Dort engagieren sich das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und PostAuto Graubünden. Gemeinsames Ziel ist es, den Besucherverkehr in den Bündner Pärken noch stärker auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern.

 

Weiterführende Informationen zu Fahrtziel Natur gibt es im Internet unter www.fahrtziel-natur.de. Eine Broschüre, in der alle 22 Fahrtziel Natur-Gebiete vorgestellt werden, ist in DB-Reisezentren erhältlich.

 

Foto und Logo frei mit dieser PI. Foto: Dr. Kathrin Bürglen, Projektleiterin von Fahrtziel Natur (2. v. re.) mit Vertretern der Bahn, der Umweltverbände und des Nationalparks Harz am Harz-Stand im Kaiserbahnhof Potsdam; Foto Deutsche Bahn AG, jet-foto Ralf Kranert


Ferienprogramm am HohneHof des Nationalparks Harz

Wernigerode. Auch das Natur-Erlebniszentrum HohneHof bietet großen und kleinen Gästen ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.

So wird am Montag, dem 11. Juli 2016 ab 11.00 Uhr unter der dem Motto „Vom Korn zum Brot“ zu einer Mitmachbäckerei am großen Backofen direkt am HohneHof eingeladen. Vom Mahlen, Kneten bis zum Backen dreht sich alles um die Herstellung von selbstgefertigten Leckereien, die eventuell mit frischen Wiesenkräutern eine ganz besondere Note erhalten.

Jeden Dienstag geht es ab 10.30 Uhr auf Entdeckungstour auf den Löwenzahnpfad. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz in Drei Annen Hohne.

Am Mittwoch, den 13.07.2016 ist ab 11.00 Uhr „Kräutertag“ angesagt. Vom Kennenlernen, Riechen, Verarbeiten bis zum Probieren dreht sich alles um Kräuter von der Wiese und vom Kräuterbeet.

Auch ohne Veranstaltungstermine sind die Mitarbeiter vom HohneHof auf Feriengäste eingestellt und freuen sich auf zahlreiche Besucher.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nationalpark-harz.de, teilt Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit.


Vögel/ Natur - „Schwalben willkommen“ ernst genommen!
NABU zeichnet Schwalbenfreunde aus und ruft weiter zur Meldung der gefiederten Untermieter auf

Goslar – Die Schwalben sind wieder in ihre Brutgebiete vor unserer Haustür zurückgekehrt.
„Ihr fröhliches Gezwitscher lässt gute Laune aufkommen – sie sind die Vorboten des Sommers!
Wenn sie hoch in das Himmelblau steigen, können wir uns auf gutes Wetter freuen“, erklärte der
Altenauer Daniel Dürholt vom NABU Goslar und rief dazu auf, den Mehl- und Rauchschwalben,
sowie den Mauerseglern tatkräftig ‚unter die Flügel zu greifen’. Dieser Aufruf war sehr
erfolgreich und fand in der Bevölkerung eine erfreuliche Resonanz. Daniel war in den letzten
Wochen unermüdlich unterwegs um alle „Meldungen“ abarbeiten zu können.
In St Andreasberg hat er gestern wieder einen Schwalbenfreund die Plakette überreicht und ihn
mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Peter Spei aus Sankt Andreasberg freut sich über die Mehlschwalben und Mauersegler, die an
seinem Haus in einer Höhe von ziemlich genau 605 m über dem Meeresspiegel nisten.
Um ihnen gute Brutmöglichkeiten zu bieten, hat er mehrere künstliche Schwalbennester sowie
einen Mauerseglerkasten an seinem Haus angebracht.
Für sein Engagement beim Schwalbenschutz hat ihm jetzt Daniel Dürholt vom NABU Goslar die
Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ des NABU Niedersachsen überreicht und ihm den Dank
der NABU-Kreisgruppe Goslar ausgesprochen.
Die Schwalben, die am Hause Spei leben, genießen dabei einen wunderbaren Ausblick über den
Ort und auf den Glockenturm, dem Wahrzeichen von Sankt Andreasberg. Wahrscheinlich ist
ihnen jedoch der proteinhaltige Insektenreichtum in den luftigen Höhen über dem Luftkurort
viel wichtiger, denn den brauchen sie, um ihren Nachwuchs zu versorgen.
Peter Spei hat sich eine pfiffige Ergänzung für die Schwalbennester ausgedacht und diese kleine
technische Änderung auch gleich in die Tat umgesetzt. An die Bretter, an denen die
Schwalbennester angebracht sind, hat er mittig abgewinkelte Blechschlaufen befestigt. Mit einer
einfachen Dachlatte kann er so die Nester aus der Aufhängung herausnehmen und auch wieder
einsetzen wenn die jährliche Reinigung ansteht, ohne auf eine Leiter steigen zu müssen. Eine
ausgefuchste Idee aus dem Harz, die zum Artenschutz wie zur Unfallverhütung gleichermaßen
beitragen kann. Chapeau, Herr Spei!
Jahrhunderte lang waren Schwalben in jedem Dorf, auf jedem Bauernhof und in jeder Stadt zu
Hause. Während sich Rauchschwalben auf Balken und Mauervorsprüngen in warmen Ställen
einnisten, bauen Mehlschwalben ihr kunstvolles Nest meist außen, an rauen Hauswänden, hoch
unterm Dachvorsprung. Der Mauersegler lässt sich lediglich zur Brutzeit im Nest nieder, den
Großteil seines Lebens verbringt er in der Luft. „Schwalben ernähren sich vor allem von Fliegen,
Mücken und Schnaken. So vertilgt eine Familie während der Jungenaufzucht zahllose Insekten”,
erklärt Daniel Dürholt. Kein Wunder, dass die fleißigen Untermieterinnen von jeher als
Glücksbringer betrachtet wurden.
Daniel Dürholt rief alle Menschen im Landkreis Goslar und Umgebung dazu auf, Standorte von
Nestern und Kolonien von Mehl- und Rauchschwalben, sowie von Mauerseglern, an ihn
weiterzugeben. Auf diese Art und Weise will der NABU Goslar einen besseren Überblick über die
Situation der Akrobaten der Lüfte erhalten. Viele, viele Menschen machten mit und melden Ihre
Untermieter!
„Schwalbenfreundliches Haus“ - Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren
Häusern dulden, wurden vom NABU mit einer Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“
ausgezeichnet. Mit der Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" hofft der NABU dazu beizutragen,
die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie
bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Bewerben können sich weiterhin
Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten dulden und
fördern. Ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder
Fabrikgebäude handelt. Helfen wir ihnen, damit sie gesund und gestärkt in ihre Winterquartiere
fliegen können und im nächsten Frühjahr wieder zu uns kommen.
Alles rund um das Thema Schwalben sowie Anträge auf Auszeichnung als ‚Schwalbenfreundliches
Haus‘ finden Sie im Netz unter: https://niedersachsen.nabu.de/Schwalben
Die Intensivierung der Landwirtschaft, verstärkte Hygieneanforderungen sowie die starke
Versiegelung der Landschaft machen den Vögeln zu schaffen. Der Rauchschwalbe, die ihr Nest im
Innern von Gebäuden baut, fehlt es zunehmend an offenen Ställen, Schuppen, Toreinfahrten und
Hausfluren. An modernen, glatten Häuserfassaden kann die Mehlschwalbe ihr Nest nicht
anheften. Lehm, das Baumaterial für die Nester, wird knapp, denn auf asphaltierten und
betonierten Wegen, Plätzen und Höfen gibt es keine schlammigen Pfützen mehr. Dem
Mauersegler gehen durch Gebäudesanierungen die Brutplätze aus. Der NABU Goslar bittet
deshalb die Bevölkerung darum, Rücksicht auf am Haus brütende Vögel zu nehmen.

Abbildung zur freien Verwendung bei Bezug auf diesen Pressetext unter Angabe des Bildautors:
Thomas Appel, NABU; Susen Schiedewitz, NABU,


UNSER HARZ Juli: „Internationales Haus Sonnenberg“ und Schullandheim „Haus Sonnenberg“ – Gründung und Verwandtschaft; Der Hackelberg-Sagenkreis und der wilde Jäger (Teil 2); Einiges über die Schwarzpappel – Baum des Jahres 2006; Serie: Harzer Künstlerpostkarten – Teil 5 Urlaubsgrüße; Nationalparkforum: Tagungsband zum 125jährigen Bestehen des Brockengartens

Clausthal-Zellerfeld. Aus dem Verantwortungsgefühl einiger Wolfenbütteler Lehrer, sowohl das Bild der Deutschen international wieder aus der Ächtung zu befreien, als auch, ihre Schüler positiv zu prägen, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Großen Sonnenberg zunächst das bald weithin bekannte Schullandheim Haus Sonnenberg. Da hier nicht nur Schüleraufenthalte, sondern auch sehr erfolgreiche länderübergreifende Lehrertagungen stattfanden, für die das Schullandheim bald zu klein war, wurde schließlich auf dem Rehberg bei Sankt Andreasberg ein Grundstück erworben und in Zusammenarbeit Jugendlicher aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Nordamerika, Australien und Indien das Internationale Haus Sonnenberg gebaut. Die hier verfolgten Ziele der Völkerverständigung und politischen Aufklärung strahlten in viele Länder aus, bis 1958 in Kopenhagen die „International Sonnenberg Association“ gegründet wurde. Dieses Tagungshaus existiert noch heute, wohingegen das ehemalige Schullandheim aus Kostengründen aufgegeben werden musste.

Im zweiten Teil des Beitrags über den Hackelberg-Sagenkreis werden Orte benannt, an denen Hans Hackelberg möglicherweise gelebt hat bzw. wo er den Eber erlegt haben soll (vielleicht im Schimmerwald, wo ein Stein diese Stelle bezeichnen soll?). Schriftlich hinterlassene Zeugnisse und literarische Ausführungen siedeln ihn an vielen Orten an.

Der dritte Bericht ist der Pappel gewidmet, einem von Wuchs und Rinde her sehr eindrucksvollen Baum, der häufig an Flüssen und Seen anzutreffen ist.

Die Ansichtskarten der „Collection Stolle“ des mit seiner Buch- und Kunsthandlung in Bad Harzburg ansässigen Rudolf Stolle verbanden eine im Zentrum der Karte angeordnete Fotografie mit darauf bezogenen jugendstilartigen Zeichnungen. Auch Otto Hammel (auch Hamel), der lange Zeit als Professor für dekorative Malerei an der Kunstgewerbeschule Hannover tätig war, hat den Harz als Wander- und Urlaubsgegend verewigt.

Aus der Tagung am 8. Juni 2015 in Drübeck zum 125jährigen Bestehen des Brockengartens ist ein Tagungsband hervorgegangen. 1890 vom Göttinger Professor Albert Peter gegründet und zunächst als Schau- und Versuchsgarten genutzt, diente der Garten bis 1989 bedrohten Pflanzenarten der Brockenkuppe als Refugium und ermöglichte so ab 1990 die Renaturierung der Gipfelregion. Der Garten ist heute ein wichtiges Projekt des Nationalparks Harz.<Was fliegt denn da? Alt und Jung auf Singvogelsuche. Junior-Ranger mit Ferngläsern…

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Heute haben es die Vögel in der Nähe des Natur-Erlebniszentrums HohneHof nicht leicht. Überall streifen Kinder in Kleingruppen umher und beobachten sie mit Ferngläsern aufgeregt aus der Ferne. Da möchte man doch am liebsten fortfliegen, aber ein wenig neugierig ist man dann doch schon, also lieber noch ein wenig sitzen bleiben und zurückbeobachten …

So ähnlich wird es den meisten Singvögeln in der unmittelbaren Umgebung des HohneHofs ergangen sein. Grund hierfür war ein Junior-Ranger-Workshop, der sich mit dem Thema „Unsere Singvögel“ beschäftigte. Aktiv mit dabei war Jan Schütt, der diesjährige Commerzbank-Umweltpraktikant.

Unsere Singvögel
Um die Vögel während der Aktion überhaupt erkennen zu können, wurden die in der Region vorkommenden Arten in gemeinsamer Runde vorgestellt. Hierfür bekam jeder Teilnehmer einen kurzen Infobogen zu einer Vogelart in die Hand und sollte „seinen Vogel“ anschließend der Teilnehmergruppe vorstellen. Die Nationalpark-Ornithologin Caren Pertl stand den Kindern mit ihrem Fachwissen, weiterem Bildmaterial und aufgezeichneten Vogelstimmen hilfreich zur Seite.

Nach dieser grundlegenden Einführung konnte es beginnen. Die mit Zählbogen und Fernglas ausgestatten Junior-Ranger zogen los, um die vielen verschiedenen Vogelarten in der Umgebung zu entdecken und ihre Sichtungen anschließend auf dem Zählbogen zu dokumentieren. Nach einiger Zeit kehrten die Beobachter von ihrer Suche zurück und wurden am HohneHof von der Rangerin Biggi Patzelt mit frischgebackenem Brot, Kräuterquark und Brennnesseltee empfangen. So gestärkt konnte dann auch die Auswertung der Zählbögen erfolgen.

Was war gut – was weniger?
Im Anschluss stand noch ein anderes Thema im Vordergrund. Die einzelnen Jugendgruppen wurden nach ihrer Meinung zu den bisher durchgeführten Veranstaltungen für und mit den Junior-Rangern befragt. Was hat euch gefallen? Was gar nicht? Habt ihr eigene Ideen für zukünftige Projekte? All diese Fragen wurden besprochen und mit tollen Ideen für zukünftige Projekte belohnt. Zum späten Nachmittag lag ein spannender und lehrreicher Tag hinter den Junior-Rangern.

Die Singvogelaktion hat vielen Teilnehmern sehr gut gefallen. So gab es gleich im Anschluss den Wunsch nach einer mehrere Stunden dauernden Veranstaltung zu diesem Thema. Ebenfalls meldeten sich bereits Junior-Ranger an, um bei einer Beringung von Wasseramseln dabei zu sein. Es ist also davon auszugehen, dass einige Vogelbegeisterte auch zukünftig den “Vögeln auf der Spur“ sein werden, so Jan Schütt, der sein Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Harz ableistet und diesen Bericht verfasst hat.

Foto von Sandra Meckbach-Wolter


Was macht ein Ranger im Nationalpark Harz und anderwo? Eine Wanderung mit Ausklang am 2. Juli 2016

Altenau-Torfhaus. Wollen Sie direkt mit unseren Rangern sprechen, mehr über das Berufsbild erfahren und auch interessante Details aus dem Arbeitsalltag der Ranger im Nationalpark Harz hören? Dann haben wir folgenden Terminhinweis für Sie:

2. Juli, Samstag, 13.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Vom Waldnutzer zum Waldschützer – Berufsbild und Arbeitsalltag der Ranger (ca. 10 km, ca. 7 Stunden)
Ausklang am Lagerfeuer mit Stockbrot und Bratwurst.

Bitte Mückenschutz mitbringen!
Unkostenbeitrag für Verzehr und Getränke, Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 269

Foto Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz


Café im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg in neuem Glanz

Sankt Andreasberg. Das kleine Café im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, das bereits seit rund dreizehn Jahren besteht, ist innerhalb des Gebäudes umgezogen. Der neue Gastraum befindet sich jetzt direkt neben dem Hauseingang an der Nordseite des Gebäudes. Im Gegensatz zum bisherigen Raum sorgen hier gleich drei Fenster für reichlich Tageslicht, im ehemaligen Café war es nur eines.

Der Naturladen, der sich bis vor kurzem hier befand, ist einige Meter weiter Richtung Ausstellung verschoben worden und befindet sich jetzt direkt neben dem Tresen. Der Raum wurde farblich neu gestaltet und ist teilweise mit Naturmotiven dekoriert worden. Alle Arbeiten erfolgten in Eigenleistung, wobei sich besonders die Praktikanten und FÖJler sehr kreativ engagiert haben.

Thomas Appel, Leiter des Hauses, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Wir haben hier mit ganz geringem finanziellen Aufwand ein sehr schönes Ergebnis erzielt. Das gesamte Haus wird dadurch attraktiver.“ Außer etwas Farbe, neuen Tischdeckchen sowie Sitzkissen musste kaum etwas angeschafft werden.

Besondere Hingucker sind die an der Decke hängenden Fledermäuse sowie vor allem der Luchs, den Eva Schulz, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Haus verbringt, sehr naturgetreu auf den Sicherungskasten gemalt hat.

Jochen Klähn, Leiter des benachbarten Besucherbergwerkes Grube Samson, hat zur Ausstattung des Raums nicht nur vier Stühle als Sachspende beigesteuert, sondern auch vier historische Fotos. Darauf ist die Erzwäsche zu sehen, aber auch die ehemals hier vorhandenen Nebengebäude. Ein Bild zeigt die Errichtung des Gebäudes im Jahre 1891.

Durch den Bau der neuen Fledermausausstellung steht der ehemalige Seminarraum nicht mehr zur Verfügung – dafür kann jetzt aber das ehemalige Café genutzt werden. Die Art der Nutzung von drei Räumen hat sich dadurch insgesamt verschoben.

Das Nationalparkhaus ist eine Informations- und Umweltbildungseinrichtung. Dem „Café Erzwäsche“ kommt dabei nur eine dienende Funktion zu, indem es die Aufenthaltsqualität der Besucher im Haus und seiner Natur- und Umweltausstellung zu erhöhen vermag.

Die Gäste werden vom Personal auf die Cafés und sonstige Gastronomie im Ort hingewiesen. Um Konkurrenz zu vermeiden, gibt es im Café Erzwäsche keinerlei opulente Kuchen oder Torten, sondern nur einfaches Gebäck. Dazu Appel: „Die Gäste sollen bei uns vor allem ihren Informationshunger stillen, den richtigen Hunger und Durst hingegen vorrangig bei der örtlichen Gastronomie.“

Öffnungszeiten des „Café Erzwäsche“ (zugleich Öffnungszeiten des Nationalparkhauses):
Montags bis freitags 10 Uhr bis 18 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 10 Uhr bis 17 Uhr
(von Oktober bis März immer nur bis 17 Uhr und montags geschlossen)

Foto: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg


Was krabbelt denn da? Nationalpark Harz führt Umweltbildungsveranstaltung am Integrationszentrum Goslar durch

Goslar – Wernigerode. „Spinne!“, ruft Shakib voller Begeisterung. Wieder hat er ein deutsches Wort gelernt. Gemeinsam mit anderen Kindern macht sich der 12-jährige Junge auf dem Gelände des Integrationszentrums Goslar auf die Suche nach Bodentieren. Ausgestattet mit Pinsel und Becherlupen gehen schließlich sowohl Kinder als auch Eltern zwischen den Laubblättern auf Entdeckungstour. Sie staunen, wie viele unterschiedliche Tiere dieser Lebensraum beheimatet. Durchgeführt wird die Aktion vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz, einer bei vielen Schulen im Landkreis bekannten Umweltbildungseinrichtung.

Im Inneren eines der Gebäude ein ähnliches Bild: Bewohner, egal welchen Alters, untersuchen mit Hilfe von verschiedenen Mikroskopen Wasserlebewesen. RUZ-Lehrer Norbert Rinke hat zuvor eine Art „Mini-Labor“ aufgebaut, in dem in Ruhe beobachtet werden kann. Auch hier steht der vorsichtige Umgang mit den Wassertieren im Vordergrund.

„Tiere sind immer wieder faszinierend“, weiß Thomas Schwerdt, Leiter des RUZ, zu berichten und führt weiter aus: „Der Forscherdrang, insbesondere der Kinder, ist kaum zu bremsen. Eine hervorragende Grundlage, um das Naturverständnis in Deutschland zu verdeutlichen.“ Neben dem Entdecken lernen die Bewohner etwas zur Aufgabe der Tiere in ihrem Lebensraum. Dolmetscher helfen, die wichtige Bedeutung der Kleinlebewesen für die verschiedenen Ökosysteme zu verstehen.

Auch von Seiten des Integrationszentrums und des Landkreises Goslar wird die Aktion als rundum gelungen bezeichnet. „Dass es den Kindern großen Spaß bereitet, hatte ich erwartet“, so Mareike Islar, Dozentin der Integrationskurse, „aber auch die Eltern waren von den Becherlupen und Mikroskopen kaum mehr wegzubekommen. Es ist schön zu sehen, welch großes Interesse die Bewohner auch an der deutschen Flora und Fauna haben.“

Beide Einrichtungen sind sich einig, dass diese Form der Zusammenarbeit wiederholt und gefestigt werden soll.
Zum Ende des Vormittags hat sich Shakib genau die Stelle gemerkt, an der die Regenwürmer wieder freigelassen wurden. „Nicht treten!“, ruft er einem anderen Kind zu, als es etwas unachtsam durchs Laub läuft. Recht hat er.

Foto: Umweltbildung für geflüchtete Menschen; Foto: Mareike Islar


Ein Wanderweg und die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt für Werner Grübmeyer

Wernigerode - Braunlage. Werner Grübmeyer, der langjährige Vorsitzende des länderübergreifenden Nationalpark-Beirats, ist seit langem ein engagierter Wegbegleiter des Harzer Großschutzgebiets. Wie nur wenige im Harz – die hauptamtlichen Akteure ausgenommen – hat er sich seit der ersten Stunde um den Nationalpark gekümmert. Auch war er immer ansprechbar, wenn es um wichtige Angelegenheiten dieses Projekts ging. Am 1. Juni 2016 wurde er stolze 90 Jahre alt und hatte sich entschieden, noch im Jahr 2016 den Beiratsvorsitz in jüngere Hände zu geben.

 

Am 21. Juni 2016 fand die letzte Beiratssitzung statt, die er aktiv vorbereitet hatte und auch selbst leitete. Dieser Tag wurde von den zuständigen Ministerien in Hannover und Magdeburg sowie der Nationalparkverwaltung Harz genutzt, um den Ehrungen, die Werner Grübmeyer bereits hat, zwei neue hinzuzufügen. So wurde der Rundwanderweg zu den Dreibrodesteinen bei Sankt Andreasberg nach ihm benannt – die Zeremonie wurde in feierlicher Form von Dr. Hans-Ulrich Kison geleitet, dem stellvertretenden Nationalparkleiter. Auf der anschließenden Beiratssitzung erhielt Werner Grübmeyer dann die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt aus den Händen von Umwelt-Staatssekretär Dr. Ralf-Peter Weber.

 

Die Ehrung des Landes Sachsen-Anhalt erfolgte, weil sich die Verdienste von Werner Grübmeyer nicht nur auf sein Heimatland Niedersachsen beziehen. Nach der Wende 1989 begleitete Werner Grübmeyer die Gründung des Nationalparks Harz in Niedersachsen gegen viele Widerstände intensiv, war dort Vorsitzender des Beirats und ist seit der Fusion mit dem Nationalpark Hochharz zum heutigen länderübergreifenden Nationalpark 2006 Vorsitzender des länderübergreifenden Nationalparkbeirats. Er hat sich in dieser Rolle langjährig und über die Maßen engagiert stets für die Interessen des Schutzgebiets eingesetzt, hat sich stets loyal gegenüber beiden Ländern und ihren Interessen verhalten und immer den engen Draht zu den zuständigen Ministerien und der Schutzgebietsleitung gepflegt. Es gab seit der Gründung des Schutzgebiets keine Situation, in der er nicht sofort aktiv wurde, wenn seine Hilfe gebraucht wurde.

 

Seit der Grenzöffnung stand er bereit, begrüßte in seinen dienstlichen und politischen Ämtern, die er jeweils bekleidete, DDR-Bürger nach Öffnung der Grenze vor Ort, begleitete den damaligen Ministerpräsidenten nach Quedlinburg, wo er dabei war, als erste Lastkraftwagen mit Ziegeln für notdürftige Dachreparaturen im heutigen Weltkulturerbe angeliefert wurden, war Mitinitiator der Partnerschaft und entsprechender Hilfen für den seinerzeitigen Kreis Wernigerode als Fraktionsvorsitzender und Stellvertretender Landrat des Kreises Goslar, half aktiv der Gemeinde Tanne im Harz mit der Unterstützung der Sankt Andreasberger Partnerstadt Stade mittels der Schenkung eines Unimogs und eines VW-Polo, half mit der Bergstadt Sankt Andreasberg auf Anregung des Bürgermeisters bei der Aufstellung des kommunalen Haushaltes und der Satzungen für Tanne und organisierte den übergangsweise notwendigen Telefondienst direkt an der Grenze.

 

Für die Gemeinde Ermsleben (Aschersleben) erwirkte er Mittel für die Kanalisation beim Minister für Städtebau des Landes Sachsen-Anhalt. Sein Versuch, ein leistungsstarkes Gymnasium für Blankenburg und Braunlage aufzubauen, scheitert an den Egoismen der Landkreise Wernigerode und Goslar. Er gab Hilfestellung beim Landtagswahlkampf im Grenzgebiet und in Halle, beriet die CDU-Landtagsfraktion in Magdeburg in Medienfragen und plädierte als Berater der Dachdeckerinnungen Niedersachsen-Bremen für eine Kooperation mit Sachsen-Anhalt. Der Landesinnungsmeister H.G. Schumann verlieh ihm 2003 in Freyburg/Unstrut die Ehrenmedaille.

 

Dieses ist nur eine Auswahl seiner vielfältigen Aktivitäten, die er jeweils hervorragend mit den in Sachsen-Anhalt zuständigen Stellen und Personen abstimmte.

 

Zur Person: Werner Grübmeyer wurde am 1. Juni 1926 in Bremerhaven-Lehe geboren. Er besuchte nach Schule und Landjahr die Heeres-Unteroffiziers-Vorschule in Hannover und wurde im 2. Weltkrieg im Oktober 1944 schwer verwundet. Seine 100-Prozent-Kriegsbeschädigung trägt und erträgt er bis heute mit Fassung – sie ist Motivation seines jahrzehntelangen Engagements für Kriegsopfer, behinderte Menschen und ihre Interessen.

 

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs begann er ein Hochschulstudium für das Lehramt und war später als Lehrer in unterschiedlichen Schulformen tätig. Nach einigen Jahren als Schulrat wurde Werner Grübmeyer Dezernent und später Dezernatsleiter beim Regierungspräsidenten Hannover und war als Referent im Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie im Nds. Kultusministerium tätig.

 

In den Harz kam Werner Grübmeyer 1956, wo er in Sankt Andreasberg eine Stelle als Rektor der dortigen Haupt- und Realschule antrat. Da er sich intensiv für kommunale sowie schul- und sportpolitische Interessen engagierte, blieb es nicht aus, dass die Bürgerinnen und Bürger ihn am 19. März 1961 in den Rat wählten. Bald darauf er war Bürgermeister der Bergstadt. Dieses Amt nahm er mehr als 37 Jahre wahr, sorgte für die Verbesserung der Grundversorgung, erkämpfte auch die Durchsetzung des Prädikats „Staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort“ und 1970 die Eigenständigkeit der Bergstadt Sankt Andreasberg. Sie endete erst am 1.11.2011.

 

Ferner war Werner Grübmeyer zwischen 1961 und 1968 Kreistagsabgeordneter und Mitglied des Kreisausschusses des Landkreises Zellerfeld. 1974 wurde er Kreistagsabgeordneter und Mitglied des Kreisausschusses sowie Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion des Landkreises Goslar. Am 21. Juni 1978 zog Grübmeyer als Direktkandidat der CDU in der 9. Wahlperiode in den Niedersächsischen Landtag ein. Er hatte es geschafft, den Ministerpräsidenten-Wahlkreis als Newcomer zu erobern. Werner Grübmeyer wurde trotz Wahlkreisreform als Direktkandidat für die 10. Wahlperiode wiedergewählt und blieb Landtagsabgeordneter bis 1986. Er hatte freiwillig auf eine weitere Kandidatur verzichtet – zugunsten eines Jüngeren.

 

Fotos: Umwelt-Staatssekretär Dr. Ralf-Peter Weber übergibt die Ehrennadel und Dr. Hans-Ulrich Kison ein Duplikat des Wanderwegeschildes. Fotos der Schildereinweihung im Gelände liefern wir Ihnen ebenfalls gern. Fotos: Mandy Bantle, Nationalpark Harz.


Sankt Andreasberg: Internationales Haus Sonnenberg  für vier weitere Jahre testiert

Braunlage - Sankt Andreasberg. Das Internationale Haus Sonnenberg hat den Prozess der erneuten Re-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in jeder Hinsicht aktiv und kooperativ mitgearbeitet. Dafür sind wir allen sehr dankbar. Letztlich kommen verbesserte Abläufe und sichere Verfahren dem gesamten Betrieb zugute", war der Qualitätsbeauftrage Lutz Heinke zufrieden. Der externe Gutachter Kurt-Ulrich Heldmann bescheinigte dem Haus eine rundum gute Arbeit: Trotz des Wechsels der Geschäftsführung sei der Testierungsprozess reibungslos weitergeführt und am Ende erfolgreich abgeschlossen worden.

Mit der Übersendung des Testats bescheinigt ArtSet-Qualitätstestierung, dass alle Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung) erfüllt wurden. Das Internationale Haus Sonnenberg hat damit wieder für vier Jahre die Anforderungen des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes erfüllt und steht nun als zertifizierter Partner in der politischen Bildungsarbeit weiterhin im Oberharz zur Verfügung.

zum Testat >>>

Foto: Haus Sonnenberg


„Der Freischütz“ - großes Konzert zum HohneHof-Jubiläum im Nationalpark Harz

Wernigerode. Am kommenden Wochenende, fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, wurde mit einem festlichen Konzert nach aufwändigem Umbau das Natur-Erlebniszentrum HohneHof feierlich eröffnet. In dieser Zeit hat sich das Haus von einem Geheimtipp zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Gäste, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen entwickelt. Von anfänglich ca. 15 000 Besuchern im Jahr sind es jetzt etwa 25 000 Gäste, die zum Teil als „Stammgäste“ regelmäßig das Haus und angebotene Veranstaltungen besuchen. Damit gehört der HohneHof nach dem Brockenhaus und dem Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus zu den meistbesuchten Nationalparkeinrichtungen im Harz.

Insbesondere die unmittelbare Nähe zum Löwenzahnentdeckerpfad und das originelle Besucher-Leitsystem mit dem Ebereschenbeeren in allen Varianten machen den unverwechselbaren Charakter des Hauses aus. Das durch die gelungene Sanierung des Hauses gut erhaltene Fachwerk im Inneren des Hauses sorgt auch an Schlechtwettertagen für einen angenehmen Aufenthalt. Die Idee, dass an dieser Stelle Nationalpark-Information und einfache Versorgung kombiniert werden, hat sich bestens bewährt und lädt zum Verweilen ein.

So wird das fünfjährige Bestehen dieser Einrichtung mit einem „Geburtstags-Wochenende“ gebührend gefeiert. Am Samstag, den 25. Juni 2016 soll mit einem großen Konzert-Abend ein Musik- und Natur-Erlebnis gleichermaßen ermöglicht werden. Auch wenn das Konzert erst um 19.00 Uhr beginnt, so lohnt es sich, bereits etwas früher da zu sein. Kulinarische Raritäten, von hausgebackenen Kuchen vom Ilsenburger Eiscafé bis zum Regionalbuffet am großen Backofen, sind das perfekte Geburtstagsmenü. Für eine musikalische Einstimmung auf das Konzert sorgen die „Schierker Jagdhornfreunde“, die ab 18.00 Uhr unter der großen Hohne-Eiche einen Ausschnitt aus ihrem Programm erklingen lassen. Doch auch das Konzert, das dann im Innenhof des Natur-Erlebniszentrums stattfindet, ist ein besonderer Leckerbissen für alle Musik- und Naturfreunde. Bei insgesamt über 80 Mitwirkenden kann man sich auf ein besonderes Musikereignis freuen.

Wer hat nicht schon alles den Jägerchor aus Webers romantischer Oper "Der Freischütz" geträllert und gepfiffen - ein wahrer Ohrwurm für Publikum, Orchestermusiker und Sänger. Doch nicht nur der Jägerchor, auch Max' berühmte Arie "Durch die Wälder, durch die Auen" und das Jungfernkranz-Quartett sind Hits des berühmten Bühnenwerks, das auch im Rahmen der 21. Wernigeröder Schlossfestspiele zur Aufführung kommt.

Teile aus Webers' Volksoper "Der Freischütz", dargeboten vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, der Singakademie Wernigerode e.V. sowie vier Solisten der diesjährigen Schlossfestspieloper, bieten somit einen Vorgeschmack auf die große Opernaufführung im August. So wird ein Teil des Opernensembles Arien von Max (Karo Khachatryan), Kaspar (Till Bleckwedel), Agathe (Julia Cramer) und Ännchen (Linda Hergarten) zu Gehör bringen. Die Singakademie wird nicht nur den berühmten Jägerchor, der wie viele andere Melodien aus dem "Freischütz" zu einem Gassenhauer geworden ist, darbieten. Neben den bekannten Opernmelodien von Weber erklingt auch das Concertino in Es-Dur op. 26, das vom japanischen Klarinettist Shingo Oku interpretiert wird, und die die Peer Gynt-Suite Nr. 2 von Edvard Grieg, dem bedeutendsten norwegischen Nationalkomponisten des 19. Jahrhunderts, der sich intensiv mit dem Liedgut, der Volksmusik, dem Sagenschatz und der Natur seines Landes auseinandersetzte.

Karten zu 15,- € für dieses Konzert sind im Vorverkauf bei der Nationalparkverwaltung Harz, Tel. 03943/55020, im HohneHof sowie in der Touristinformation Wernigerode erhältlich.

Nicht vergessen werden sollte auch noch der Hinweis auf das Kinderprogramm am Sonntag, den 26. Juni ab 11.00 Uhr. Zur Freude der jüngsten Besucher am HohneHof ist dann wieder „Der Christian“ vom Kinderkanal zu Gast, der zum Puppentheater „Rotkäppchen“ und zum Mitsingen einlädt. Der Eintritt ist frei!

Konzert-Foto aus dem Jahr 2011, Foto: Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz.


21. und 22. Juni: 2016 finden zwei Nationalpark-Naturerlebnistage im Ilsetal bei Ilsenburg statt

Wernigerode. Der diesjährige „Tag der Schulen“ im Nationalpark Harz wird zum 19. Mal als Naturerlebnistag an zwei Tagen am 21. und 22.6.2016 gestaltet.

 

180 Schülerinnen und Schüler aus drei verschiedenen Schulen des Landkreises Harz erkunden im romantischen Ilsetal die Natur des Nationalparks Harz.

 

Insgesamt 23 Ranger, wissenschaftliche Mitarbeiter, Revierleiter, Praktikanten und ein ehrenamtlicher Nationalpark-Waldführer begleiten die Schülerinnen und Schüler während ihrer Streifzüge. Unter dem Motto „Natur mit allen Sinnen erleben“ werden spielerische Aktionen im Wald, am Bach und auf der Wiese angeboten und ergänzen auf diese Weise sinnvoll den Sachkunde- bzw. Biologierunterricht. Gleichzeitig fördern sie die Begeisterung der Kinder für die heimatliche Natur.  

 

Treff: Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg

 

 

Dienstag, 21.6.2016   Grundschule Ilsenburg

  • 8.00 Uhr: kurze Begrüßung am Nationalparkhaus Ilsetal der 3. und 4. Klassen mit 72 Schülern
  • 8.05 Uhr: geführte Naturerlebniswanderung unter dem Thema „Natur mit allen Sinnen erleben“
  • Ende 12.00 Uhr

 

Mittwoch, 22.6.2016

  • 8.30 Uhr: kurze Begrüßung der Grundschule Stapelburg   Klasse 1 -4 mit 76 Schülern
  • 8.35 Uhr: geführte Naturerlebniswanderung unter dem Thema „Natur mit allen Sinnen erleben“ (Dauer: ca.2,5 - 3 Stunden)
  • Ab 12.00 Uhr Mittagessen am Nationalparkhaus Ilsetal
  • 9.00 Uhr kurze Begrüßung des Gymnasium Wanzleben; vier 5. Klassen mit 103 Schülern

  • 9.10 Uhr geführte Naturerlebniswanderung unter dem Thema „Natur mit allen Sinnen erleben“ (Dauer: ca.2,5 - 3 Stunden)
  • Ab 12.30 Uhr Mittagessen am Nationalparkhaus Ilsetal.

Kinderstube am HohneHof und neue Termin - es steht wieder ein HohneHof-Konzert an!

Wernigerode-HohneHof. Seit einigen Tagen gibt es am beliebten Löwenzahnentdeckerpfad unweit vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof eine Attraktion mehr. Unmittelbar an der Wasserstation mit der Archimedischen Schraube stehen wieder die Rinder des Roten Harzer Höhenviehs, die durch eine Kooperation mit dem Brockenbauer Thielecke hier in den Sommermonaten als „ökologische Rasenmäher“ zur Wiesenpflege eingesetzt werden. Besonders reizvoll für Kinder ist, dass hier die Mutterkühe mit wenige Wochen alten Kälbern zu bestaunen sind. Ein Familienausflug zum HohneHof ist somit also besonders zu empfehlen!

Übrigens: Der HohneHof feiert am 25. Juni 2016 mit einem Konzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester und der Singakademie Wernigerode sein fünfjähriges Bestehen! Am 26. Juni ist dann ab 11.00 Uhr „Der Christian“ vom Kinderkanal mit dem Puppentheater „Rotkäppchen“ und dem Mitmachtanzprogramm „Zeigt her wozu du Füße hast“ zu Gast, um mit den kleinsten Besuchern den „Hohne-Geburtstag“ zu feiern.

Beide Termine sollte man also unbedingt vormerken!!!!

Foto Nationalpark Harz.


Fotoausstellung „Natur hautnah erleben“ - Makroaufnahmen von Regina und Manfred Wecke

Eröffnung am Sonntag 12.6.2016, 15 Uhr, Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg

Im Rahmen des Fotowettbewerbs HarzNATUR war das Foto „Wespenbiene“ von Regina Wecke schon einmal im Nationalparkhaus Ilsetal zu Gast, nun kehrt Regina Wecke gemeinsam mit Ihrem Mann Manfred Wecke zurück – und das gleich mit einer ganzen Ausstellung.

Seit 5 Jahren befassen sich Regina und Manfred Wecke mit der Fotografie, besonders die Makrofotografie fasziniert beide sehr. Ihre Fotos lassen die Schönheit der Natur aus einer besonderen Perspektive erscheinen, sie beindrucken durch Details, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind – ganz nach dem Motto „Natur hautnah erleben“.

Die Sonderausstellung wird am 12.6.2016 um 15 Uhr im Nationalparkhaus Ilsetal eröffnet und ist im Anschluss bis zum 21.9.2016, Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) zu sehen.

Alle Natur- und Fotofreunde sind herzlich eingeladen die Ausstellung mit uns zu eröffnen oder bis Ende September zu besuchen.

Wir wünschen beim Betrachten der faszinierenden Aufnahmen viel Freude.

Der Eintritt ist frei.


UNSER HARZ Juni: Der Hackelberg-Sagenkreis und der wilde Jäger (Teil 1), „Nachhaltigkeit“ Ein Beitrag zur Provenienz und zur Bedeutung des Begriffs, „Der Harz ist meine Heimat“ Paul Ernst zum 150. Geburtstag, Gedicht Harz-Sonett, Emeril macht Urlaub, Serie: Harzer Künstlerpostkarten – Teil 4 Chromolithografie, Nationalparkforum: Seit 1995 mit den Nationalpark-Waldführern in die Natur

Clausthal-Zellerfeld. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ranken sich Sagen um den wilden Jäger Hans Hackelberg. Auch die Gebrüder Grimm haben eine Version schriftlich festgehalten. Im Harzsagenschrein auf dem Burgberg in Bad Harzburg ist ebenfalls eine Darstellung zu finden. Doch worum geht es eigentlich in diesem Sagenkreis, in dem auch noch andere mystische Gestalten wie die Tutursel zu finden sind?

Mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ verbinden wir meist den Forstmann Johann Georg von Langen, der diesen Begriff im Hinblick auf die Forstwirtschaft 1732 in Braunlage mitgeprägt hat. Das Prinzip der Nachhaltigkeit war jedoch auch im Bergbau geläufig und ist möglicherweise von dort in die Forstwirtschaft eingeflossen. Die Bedeutung nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens wird heute immer drängender und so wundert es nicht, dass sowohl heimische Institute wie die CUTEC als auch weltweit agierende Institutionen sich für dieses Prinzip engagieren.

„Die Waldeinsamkeit ist nicht eine Einsamkeit, wie das Alleinsein in den menschenwimmelnden Straßen zwischen den himmelhohen Häusern der Großstadt; sie beengt nicht das Herz, umkleidet den Menschen nicht mit Eis, flößt ihm nicht Haß ein, sondern sie macht ihn fröhlich und dankbar und verursacht in ihm ein Gefühl, als erweitere er sich, als gehöre alles zu ihm, die schweigenden Bäume und der helle, glatte Grund, als habe er selbst Ruhe, Selbstgenügsamkeit und ein zufriedenes glückliches Wachsen.“ Diese Worte von Paul Ernst, geboren in Elbingerode, aufgewachsen in Clausthal, zeigen seine tiefe Verbundenheit mit dem Harz, über den er viel geschrieben hat, aber auch seine Bodenständigkeit, die ihn über Waldeinsamkeit nicht romantisch entrückt schreiben lässt.

Ein Harz-Gedicht und für den Nachwuchs an UNSER HARZ-Lesern eine kleine Sommergeschichte vom Harzwichtel Emeril, die der bekannte Herzberger Maler Dieter Utermöhlen mit einem passenden Bild gekrönt hat, lockern den Reigen an Beiträgen auf.

Die Chromolithografie ermöglichte die Vervielfältigung farbiger Motive und eröffnete so auch die Möglichkeit, Künstlerpostkarten zu drucken. Der in Halberstadt geborene Maler Willi Otto zeichnete nach seinen Ausbildungen zum Chromolithografen bei der Fa. Koch in Halberstadt und an der Kunsthandwerkerschule in Magdeburg unzählige Postkarten mit deutschen Städte- und Landschaftsmotiven, wobei seine besondere Liebe dem Harz galt. Auch Walter Schwabe war ein bei der Fa. Koch ausgebildeter Chromolithograf und seine Postkarten ähneln denen Willi Ottos.

Bereits im Jahr 1994, dem Gründungsjahr des niedersächsischen Nationalparks, wurde damit begonnen, ein Fortbildungsprogramm für Menschen, die ehrenamtlich oder hauptberuflich mit Gästen bzw. Einheimischen zu tun haben, vorzubereiten. In regelmäßigem Turnus sollten diese Fortbildungen angeboten und alljährlich mit einer Plakette honoriert werden. Ein Name für den hiermit erreichten Status musste noch gefunden werden, so entstand die Bezeichnung „Nationalpark-Waldführer“. Parallel zur niedersächsischen Ausbildung fand eine solche auch in Sachsen-Anhalt statt und noch vor der Fusion der beiden Nationalparke verschmolzen diese Fortbildungen. Heute stellt der Nationalpark dieses Ausbildungsmodell auch in anderen Nationalparken Deutschlands vor.


Schutzmaßnahmen des NABU Niedersachsen für Unke und Co. -
14. Juni 2016 19:00 Uhr in das NABU-Büro, Petersilienstraße 23, Goslar

Der NABU Goslar lädt zu einem Vortrag mit dem Titel „Das Projekt LIFE Auenamphibien – Schutzmaßnahmen des NABU Niedersachsen für Unke und Co.“ von Dr. Markus Richter am 14. Juni 2016 19:00 Uhr in das NABU-Büro Petersilienstraße 23, in Goslar ein.

Amphibien zählen zu den am stärksten im Bestand gefährdeten Arten weltweit. In Mitteleuropa dafür vor allem der Rückgang geeigneter Lebensräume verantwortlich. Der Landesverband Niedersachsen des NABU führt verschiedene Großprojekte durch, um diesem negativen Trend entgegenzuwirken. Eines dieser Projekte ist das sein Anfang des Jahres laufende LIFE-Projekt „Auenamphibien“. Im Vortrag stellt der Projektleiter Dr. Markus Richter Hintergründe, Konzeption und geplante Maßnahmen des Projektes vor. Daneben wird auch auf abgeschlossene, laufende und für die Zukunft geplante Projekte, auch in unserem Landkreis, eingegangen.

Der Schutz der heimischen Amphibienarten hat beim NABU Niedersachsen einen besonderen Stellenwert. Jetzt nimmt sich der NABU auch dem Schutz der seltensten Amphibienart in Niedersachen, z. B. der Wechselkröte an. Möglich wird dies durch eine Erweiterung des Projektes LIFE AMPHIKULT, für die die Bewilligung durch die EU-Kommission vorliegt.

Bereits seit Anfang 2010 werden im Rahmen des Projektes in fünfzehn Projektgebieten im mittleren Niedersachsen zahlreiche Laichgewässer für gefährdete Amphibienarten neu angelegt oder saniert. Nun kommen fünf weitere Gebiete im Südosten des Landes hinzu. Nur hier, in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sowie der Stadt Salzgitter sind aktuell noch Vorkommen der Wechselkröten bekannt.

Die Bestände der Wechselkröte sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen und ihr Verbreitungsgebiet hat sich deutlich verkleinert. Eine aktuelle Zählung rufender Männchen an allen derzeit bekannten Laichgewässern ergab nur noch wenige Dutzend Tiere. Die Vorkommen liegen zudem weit verstreut in einen Raum von etwa 40 x 15 Kilometern, ein genetischer Austausch zwischen den Vorkommen ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich.

Wichtigste Ursache für den Rückgang der Wechselkröte ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Insbesondere flache, stark besonnte Gewässer mit vegetationsarmen Ufern, ihre bevorzugten Laichgewässer, sind durch Verfüllung oder Entwässerung verloren gegangen. Auch das Aufwachsen beschattender Gehölze am Ufer, aber auch in den Landlebensräumen tragen zum Rückgang der Art bei. Vordringlichste Maßnahme ist daher die Wiederherstellung geeigneter Lebensräume durch Neuanlage von Laichgewässern und das Offenhalten der Landlebensräume. Durch die Erweiterung von LIFE AMPHIKULT stehen hierfür jetzt die finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Neuanlage oder Sanierung von mindestens 50 Laichgewässern ist vorgesehen, für den Großteil der Maßnahmen konnte bereits die Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer eingeholt werden.

„Für die Wechselkröte in Niedersachsen ist es fünf vor zwölf“, so Projektleiter Dr. Markus Richter, „daher freuen wir uns besonders, dass wir die Mittel von LIFE AMPHIKULT gezielt für die seltenste Amphibienart in Niedersachsen einsetzen können.“ Um die zusätzlichen Maßnahmen umzusetzen wurde die Laufzeit des Projektes um ein Jahr verlängert.

Der Vortrag ist grundsätzlich frei, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Anl. Foto frei mit entsprechendem Hinweis auf den Fotografen Frank Körner.
Foto: Wechselkröte - Foto: Walter Wimmer

Weitergehende Informationen:
https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/life-amphikult/12061.html
https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ampibien/


Schwalben im Oberharz willkommen heißen - NABU gibt Tipps und ruft auf zur Meldung der gefiederten Untermieter

Altenau – Die Schwalben sind wieder in ihre Brutgebiete vor unserer Haustür zurückgekehrt. „Ihr fröhliches Gezwitscher lässt gute Laune aufkommen – sie sind die Vorboten des Sommers! Wenn sie hoch in das Himmelblau steigen, können wir uns auf gutes Wetter freuen“, erklärt der Altenauer Daniel Dürholt vom NABU Goslar und ruft dazu auf, den Mehl- und Rauchschwalben sowie den Mauerseglern tatkräftig ‚unter die Flügel zu greifen’.

Jahrhundertelang waren Schwalben in jedem Dorf, auf jedem Bauernhof und in jeder Stadt zu Hause. Während sich Rauchschwalben auf Balken und Mauervorsprüngen in warmen Ställen einnisten, bauen Mehlschwalben ihr kunstvolles Nest meist außen, an rauen Hauswänden, hoch unterm Dachvorsprung. Der Mauersegler lässt sich lediglich zur Brutzeit im Nest nieder, den Großteil seines Lebens verbringt er in der Luft. „Schwalben ernähren sich vor allem von Fliegen, Mücken und Schnaken. So vertilgt eine Familie während der Jungenaufzucht zahllose Insekten”, erklärt Daniel Dürholt. Kein Wunder, dass die fleißigen Untermieterinnen von jeher als Glücksbringer betrachtet wurden.

Doch die Intensivierung der Landwirtschaft, verstärkte Hygieneanforderungen sowie die starke Versiegelung der Landschaft machen den Vögeln zu schaffen. Der Rauchschwalbe, die ihr Nest im Innern von Gebäuden baut, fehlt es zunehmend an offenen Ställen, Schuppen, Toreinfahrten und Hausfluren. An modernen, glatten Häuserfassaden kann die Mehlschwalbe ihr Nest nicht anheften. Lehm, das Baumaterial für die Nester, wird knapp, denn auf asphaltierten und betonierten Wegen, Plätzen und Höfen gibt es keine schlammigen Pfützen mehr. Dem Mauersegler gehen durch Gebäudesanierungen die Brutplätze aus. Der NABU Goslar bittet deshalb die Bevölkerung darum, Rücksicht auf am Haus brütende Vögel zu nehmen.

Daniel Dürholt ruft alle Menschen in Altenau und Umgebung dazu auf, Standorte von Nestern und Kolonien von Mehl- und Rauchschwalben sowie von Mauerseglern an ihn weiterzugeben. Auf diese Art und Weise möchte der NABU Goslar einen besseren Überblick über die Situation der Akrobaten der Lüfte erhalten. Machen Sie mit und melden Sie Ihre Untermieter!

Schwalbenfreundliches Haus
Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren Häusern dulden, werden vom NABU mit einer Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Mit der Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" hofft der NABU dazu beizutragen, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten dulden und fördern. Ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt.

Für Rückfragen:
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisgruppe Goslar e. V.
Daniel Dürholt, Tel. 0170 466 99 47
Auf dem Glockenberg 30 D2-5-6, 38707 Altenau

Alles rund um das Thema Schwalben sowie Anträge auf Auszeichnung als ‚Schwalbenfreundliches Haus‘ finden Sie im Netz unter: https://niedersachsen.nabu.de/Schwalben

Fotos: Schwalben Mehlschwalben1 - Manfred Delpho, Schwalben Mehlschwalben im Nest - Walter Wimmer


3. Juni 2016: Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse –Jäger der Nacht“

Sankt Andreasberg. Aufgrund des großen Interesses am Thema "Fledermäuse" findet ein weiterer Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ von Wolfgang Rackow aus Osterode am Freitag, 3. Juni 2016 um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt.

Wolfgang Rackow ist Fledermaus-Regionalbetreuer und bekannter Fledermausexperte des NABU Osterode mit über 30-jähriger Erfahrung zum Thema. Er erläutert in interessanter und unterhaltsamer Weise Biologie und Verhaltensweise der Fledermäuse und geht speziell auf die im Harz vorkommenden Arten ein. Außerdem sind die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen Gegenstand des Vortrages, der mit zahlreichen sehenswerten Fotos bestückt ist.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Gäste können auch spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Foto von Gerhard Mäscher
weitere Fotos:
https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohren_Karl_Heinz_Bickmeier.jpg
https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohr_fliegend_Eberhard_Menz.jpg


Ab 10. Juni 2016: Vertiefungsseminare zu den Oberharzer Bergwiesen im Internationalen Haus Sonnenberg

Sankt Andreasberg. Am vergangenen Samstag sowie Ende April fanden erfolgreich Grundlagenseminare zur Bergwiesenkunde im Internationalen Haus Sonnenberg statt. Nachdem das Seminar Ende April noch im Schnee stattgefunden hat, erfreuten sich die TeilnehmerInnen am Samstag am strahlenden Sonnenschein und bunten Bergwiesen. Nun starten im Juni die ersten Vertiefungsseminare. Und zwar in passender Umgebung - denn das Haus Sonnenberg ist selbst unmittelbar an einer Bergwiesenfläche gelegen.

In zwei gut besuchten Grundlagenseminaren konnten die wichtigsten Kenntnisse über Entstehung, Bedeutung, Gefährdung, Schutz und Pflege sowie die floristische und faunistische Bedeutung von Bergwiesen vermittelt werden. Zusätzlich wurde ein Einblick in die didaktischen Grundlagen gegeben. Die TeilnehmerInnen zeigten sich von den „guten Beiträgen und der netten Stimmung“ begeistert. Zukünftig können sie ihr Wissen an Touristen weitergeben und die Bergwiesen mit ihrem Artenreichtum als wichtigen Bestandteil des harztypischen Landschaftsbildes bekannter machen. Ein Zertifikat über Grundkenntnisse der Bergwiesen bescheinigt ihr Wissen.

Ab Juni finden nun Vertiefungsseminare mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen statt. Hier können die Grundkenntnisse je nach Interesse ausgebaut werden. Die Vertiefungsseminare können frei gewählt werden. Wer bereits an einem Grundlagenseminar teilgenommen hat, hat die Möglichkeit ein Zertifikat über erweiterte Kenntnisse der Bergwiesen zu erlangen. Dazu müssen mind. drei Vertiefungsseminare besucht werden. Auch wer nicht am Grundlagenseminar teilgenommen hat, hat die Möglichkeit Vertiefungsseminare ohne Zertifizierung zu besuchen. Das Grundlagenseminar kann bei Bedarf im Jahr 2017 nachgeholt werden.

Am 10. Juni 2016 findet von 10:00-16:30 Uhr das erste Vertiefungsseminar mit dem Titel „Die Flora der Bergwiesen – Wie erkenne ich typische Arten und was verraten sie mir über den Standort?“ statt. Am 23. Juli 2016 folgt ebenfalls von 10:00-16:30 Uhr das zweite mit dem Titel „Heilkraft und Schönheit aus den Bergwiesen - Wildkräuter als Heilkräuter“. Im August findet voraussichtlich ein Seminar zum Thema „Pflege der Bergwiesen in Theorie und Praxis“ statt. Weitere Seminare u.a. zum Thema „Wie wird meine Wanderführung interessant und abwechslungsreich? - Rhetorik und zielgruppengerechte Ansprache“ sind in Planung.

Eine Übersicht der Vertiefungsseminare sowie die Flyer zu den bereits feststehenden Terminen sind auf der Internetseite des Internationalen Haus Sonnenberg (http://www.sonnenberg-international.de) zu finden. Eine Anmeldung ist entweder über diese Homepage oder über das Büro mensch und region möglich.

Hinweis: Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glückspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de .

Foto: Bergwiesenseminar im Haus Sonnenberg, Foto Carolin Blaumann.

Kontakt
mensch und region Böhm, Kleine-Limberg GbR
Dipl.-Ing. Carolin Blaumann
Lindener Marktplatz 9
30449 Hannover
Tel. 0511 - 44 44 54
Fax 44 44 59
E-Mail: blaumann@mensch-und-region.de

Sonnenberg-Kreis e.V.
Lutz Heinke
Pädagogischer Leiter
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg
Tel. 05582 - 944 165
E-Mail: l.heinke@sonnenberg-international.de


Wer singt denn da? – Spannende Vogelstimmenexkursion für Gruß und Klein am Samstag, 28.5.2016

Altenau-Torfhaus. „Wer singt denn da?“ Unter diesem Motto startet der Diplom-Biologe Dr. Hermann Martens am frühen Samstag morgen auf eine Exkursion in den Nationalpark Harz. Dabei geht es darum, die wichtigsten Vogelstimmen kennen zu lernen.

Gerade jetzt im Mai, wo sich die Laubbäume in dichtem Blätterkleid zeigen und die Vegetation am Wegesrand in die Höhe schießt, ist es oft schwierig, die reichlich vorhandenen Vögel auch tatsächlich zu entdecken. Da hilft es, wenn man die Gesänge der gefiederten Waldbewohner kennt und zuordnen kann, ob es gerade der Buchfink ist, der seinen Finkenschlag hören lässt, die Mönchsgrasmücke mit ihrem wohltönen-flötenden Gesang oder der kleine Zaunkönig mit seinem lauten Geschmetter.

Wer sich in die Geheimnisse der Vogelwelt einweihen lassen möchte, kommt am

Samstag, dem 28. Mai 2016
von 6:00 bis ca. 8:30 h
zum Wandertreff am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Torfhaus 8, 38667 Torfhaus.


Dort startet und endet die Exkursion für Groß und Klein. Um eine Anmeldung wird gebeten. Die Kosten liegen bei € 10,- für Erwachsene, € 5,- für Kinder und € 25,- für Familien.

Foto Marko König.

Hintergrundinformation
Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Gegründet wurde er zunächst 1990 in Sachsen-Anhalt (Nationalpark Hochharz) und 1994 in Niedersachsen. Heute werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder, Moore und weitere Lebensräume geschützt. Bereits auf über 60 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort.

Von hier aus werden zahlreiche Veranstaltungen, Führungen, Exkursionen und Seminare angeboten.

Das Haus ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten:
April – Oktober: 9.00 – 17.00 h
November – März: 10.00 – 16.00 h, montags geschlossen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<


Die Rückkehr der Wildkatze in Niedersachsen

Ein Vortrag mit Andrea Krug, BUND-LV Niedersachsen e.V.
Donnerstag, 26. Mai 2016 ab 19:00 Uhr, Goslar
Verbändebüro NABU/BUND, Petersilienstr. 23

Goslar. Die Europäische Wildkatze (lat. Felis silvestris), eine der meist gefährdeten heimischen Wildtierarten, erobert sich heimlich ihre alten Lebensräume zurück.

Bis vor kurzer Zeit war das Vorkommen von Wildkatzen nur im Harz und im Solling bekannt. Mittlerweile scheint die Anzahl der Tiere zu wachsen und immer mehr Wildkatzen sind in Wäldern, die nördlich dieser beiden Waldgebiete liegen, nachgewiesen. Aber die sind meist zu klein, so dass die Wildkatze hier dauerhaft nicht überleben kann.

Nur ein zusammenhängendes Netzwerk aus Biotopen kann das Überleben der Wildkatzen sichern. Mit diesen Hintergründen wurde das BUND-Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ initiiert, das seit 2010 in Niedersachsen durchgeführt wird. An diesem Abend werden der aktuelle Stand des Projektes vorgestellt und viele weitere Fragen zur Situation der Wildkatze beantwortet.

Der Vortrag ist grundsätzlich frei, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Foto Thomas Stephan, BUND

Für Rückfragen:
Wolfgang Moldehn, Tel. 0170.380 39 85; Mail: W.Moldehn@t-online.de
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisgruppe Goslar e. V.
BUND-Regionalverband Westharz
Petersilienstr. 23, 38640 Goslar


27. Mai 2016: Natur erleben in der Abenddämmerung

Wernigerode. Am Freitag, den 27. Mai 2016 lädt der Nationalpark Harz wieder zu seiner alljährlichen Dämmerungswanderung ein. Eingeladen sind alle, die Freude an einem besonderen Naturerlebnis haben und vielleicht mit der ganzen Familie einen Waldspaziergang zu einer etwas ungewohnten Tageszeit erleben möchten. Treffpunkt ist um 20.00 Uhr auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne zwischen Wernigerode und Schierke.

Im Mittelpunkt dieses Abendspaziergangs stehen diesmal die „Jäger der Nacht“ wie beispielsweise Fledermaus und Eule. Auf spielerische Art werden Informationen anschaulich vermittelt und ermöglichen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen einen Einblick in das Leben unserer nachtaktiven Waldbewohner.

Mit einem besinnlichen Abendspaziergang klingt diese Wanderung dann an der Feuerschale am Natur-Erlebniszentrum HohneHof aus.

Die Teilnahme ist kostenfrei, doch freuen wir uns über eine kleine Spende!

Foto von Frank Steingaß


Die Harzer Schwermetalle in der Umwelt – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora
Vorträge von Dr. Friedhart Knolle

Braunlage-Sankt Andreasberg – Goslar-Oker – Liebenburg-Döhren. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sich diese Belastung? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein, der in den nächsten Tagen aufgrund des großen Interesses nach Einladungen aus Braunlage-Sankt Andreasberg, Goslar-Oker und Liebenburg-Döhren an folgenden Orten sprechen wird:

- Am 26. Mai 2016 in der ehemaligen Schule/Heimatmuseum, Durnidistraße 1 zwischen Groß und Klein Döhren, Aula im 1. Obergeschoß um 18.30 Uhr
- Am 29. Mai 2016 im Kurhaus Sankt Andreasberg, Konferenzraum, im Rahmen der 8. Naturheilkundetage Harz, um 14.30 Uhr
- Am 1. Juni 2016 im Katharina-von-Bora-Haus, Am Stadtpark 13a, Goslar-Oker, um 19 Uhr.

Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: Die Absitzbecken am Bollrich zwischen Goslar und Oker - eine von zahlreichen Altlasten der Region. Foto Siegfried Wielert.


Naturmythenpfad Braunlage ist wieder geöffnet

Braunlage. Der Naturmythenpfad lädt nun wieder alle Wanderer ein, auf seinen spannenden Mitmachstationen den mythischen Spuren zwischen Mensch und Natur näher zu kommen. Das Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen in Goslar hat in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Harz alle Stationen wieder aufgebaut. In den vergangenen Wintermonaten wurden einige Elemente erneuert, restauriert sowie die Wege aufbereitet. Auch die Nationalpark-Juniorranger-Gruppe „Die Wölfe“ nahm sich der gleichnamigen Wolfstation an und hat die Wolfssilhouetten neu bearbeitet. Ein echter Hingucker!

Der 2011 eröffnete Naturmythenpfad im Nationalpark Harz wird als ergänzendes touristisches Angebot in und um Braunlage gut angenommen. Die spielerischen, interaktiven Elemente, die an einzelne Stationen geknüpft sind, sollen zum Mitmachen, Mitspielen und Miträtseln anregen. Er vermittelt ein ganzheitliches Naturerlebnis, bei dem Landschaft, Kultur, Interaktion und Wissensvermittlung im Fokus stehen.

Mit dem Naturmythenpfad hat der Nationalpark einen ungewöhnlichen Zugang gewählt - nicht die reine Wissensvermittlung steht im Vordergrund, sondern unser „mythisches Erbe“. Es geht um die Beziehung Mensch – Natur und ihren Wandel im Laufe der Geschichte. Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Auskunft darüber, wie der Mensch dachte und empfand und wie er sich erklärte, was um ihn herum und mit ihm selbst geschah. Im Mythos beschrieben unsere Vorfahren Werden und Vergehen auf der Erde. Die Natur als alles umfassender Lebensraum stand dabei im Mittelpunkt.

Foto Ronkainen


Überall gelber Staub…

Gelber Staub macht sich zur Zeit überall breit ob auf Autos, Fensterscheiben oder Wegen.

Die Ursache ist das massive Blühen der Waldbäume. Während Fichten und andere Laubbäume jetzt erst richtig loslegen, sind die Buchen in den unteren Lagen des Harzes sowie Eichen und Birken nun schon fast verblüht. Verstärkt wird der Effekt durch das trockene windige Wetter.

  

Die einzelnen Blüten an den Bäumen sind eher klein und unscheinbar, dafür werden sie in sehr großer Zahl ausgebildet. Die meisten Waldbaumblüten werden nicht von Insekten bestäubt, sondern durch den Wind. Das erklärt die Unmenge an Pollen, die bei jeder Böe in Wolken durch die Luft fliegen.

Bereits 2014 blühten die Buchen sehr intensiv. Es ist zu beobachten, dass sich der Abstand sogenannter Mastjahre stark verringert. Waren es früher oft bis zu sechs Jahren zwischen diesen Ereignissen, sind es jetzt mitunter nur zwei. Ein Grund für die diesjährige starke Blüte dürfte die trocken-heiße Witterung im Juli letzten Jahres gewesen sein. In diesem Zeitraum wurden die Knospen für 2016 angelegt.

Es gehört zur Überlebensstrategie von Pflanzen, in Stresssituationen die Samenbildung zu intensivieren, um den Erhalt der Art zu sichern. Leider kann das, wenn diese Situationen zu oft eintreten, zu Lasten des Gesundheitszustandes der Bäume gehen.

Da in den nächsten Tagen Regen zu erwarten ist, wird sich der gelbe Blütenstaub verlieren.

Fotos: Nationalpark Harz


13. Mai, Sankt Andreasberg: Fledermäuse - Jäger der Nacht - Spannender Vortrag von Wolfgang Rackow

Sankt Andreasberg. Am kommenden Freitag, 13. Mai findet um 19.30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, ein spannender Vortrag zu den geheimnisvollen fliegenden Säugetieren statt:

Fledermäuse – Jäger der Nacht

Dauer: ca. 1,5 Stunden

 

Bildervortrag über Fledermäuse im Harz mit Wolfgang Rackow, Fledermaus-Regionalbetreuer des Landkreises Osterode am Harz.

Eintritt frei. Wir freuen uns über Ihren Besuch!


UNSER HARZ Mai: Ein Berg, der es in sich hat … 10 Jahre Montanforschung im Beerberg bei Sankt Andreasberg; Einiges über die Birke (nach Roth Betula pendula, 1788); Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 3: Mythen, Sagen und Fabelwesen; Nationalpark-Forum: Die neue Gebietsgliederung des Nationalparks 

Clausthal-Zellerfeld. Vor über 10 Jahren hat die Arbeitsgruppe „Bergbau“ des St. Andreasberger Vereins für Geschichte und Altertumskunde nach jahrelanger Aufwältigungsarbeit im Lehrbergwerk „Roter Bär“ sich daran gemacht, weitere Baue im Beerberg zu erschließen. Was übertage von den Spuren des Altbergbaus oft nur unter erschwerten Bedingungen zu besichtigen ist wegen der Gefahr querschießender Biker oder weil es durch rücksichtslose Forstwirtschaft verschüttet worden ist, enthüllt die Arbeit untertage Stück für Stück in meist schweißtreibender Schwerarbeit. Wunderschöne Schrämarbeiten oder feuergesetzte Gangprofile werden hier wieder freigelegt und bieten faszinierende Einblicke in den früheren Bergbau des 16. und 17. Jahrhunderts. Begleitende Recherche in den Archiven erzählt zusätzliche Bergbaugeschichte.

Die Birke – des Einen Freud, des Anderen Leid. Maiengrün, schon diese Bezeichnung deutet auf die Beliebtheit dieses schönen Baumes mit seiner strahlenden weißen Rinde hin. Unter ihrem Pollenflug im zeitigen Frühjahr hingegen leiden viele Menschen und manche mögen die Birke auch nicht wegen ihrer bereitwilligen Ausbreitung durch fleißige und zahlreiche Sämlinge. Doch sie schenkt uns auch viel, wie hier zu erfahren ist.

Der dritte Teil der Serie über Harzer Künstlerpostkarten widmet sich mystischen Darstellungen, wie sie z. B. um 1900 in der Walpurgishalle am Hexentanzplatz von Prof. Hermann Hendrich geschaffen wurden, aber auch mit den eigens als Karten konzipierten „Harzträumereien“ von Otto Boris. Und auch das Brockengespenst wurde hier verewigt.

Die Kernzone des Nationalparks Harz, in der die Natur sich schon jetzt frei entfalten kann, umfasst derzeit 60,3 % des gesamten Parks. In der sog. Naturentwicklungszone sind noch kleinere Eingriffe nötig, um den natürlichen Bewuchs zu unterstützen. Das Nationalparkforum zeigt und erläutert die aktuelle Karte der Zonierungen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12 Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.


Europa in meiner Region – Geförderte Projekte öffnen Ihre Pforten - Aktionstag am 9. Mai 2016 auf Torfhaus

Altenau-Torfhaus. „Wo landet eigentlich das Geld für Europa, und was habe ich davon?“ Wer sich diese Frage schon einmal gestellt hat, konnte im Rahmen der Europawoche nun einmal ganz genau hinschauen. Mehrere Aktionstage fanden unter dem Motto „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten für Deutschland“ statt. Einer davon am 9. Mai auch auf Torfhaus, wo mehrere Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammenkamen, um sich das auch von der EU geförderte Projekt Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus anzuschauen und zu erleben.

Und sie staunten nicht schlecht, als Sie, nach der Begrüßung durch die Leiterin Frau Heike Albrecht-Fechtler, auch auf Boris Borkenkäfer persönlich trafen. Er stellte sich als ganz normales Mitglied der Waldgesellschaft und wichtiger Teil am Beginn des Zersetzerkreislaufs dar. Auch die 4. Schulklasse der Grundschule Wendenburg bei Peine hatte schon zuvor viel Spaß mit ihm auf der Naturerlebniswanderung im Wald.

Herr Wunderling-Weilbier, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung aus Braunschweig betonte, wie erfolgreich sich der Standort Torfhaus durch den Einsatz der geflossenen Mittel entwickelt hat. „Durch den kreativen und engagierten Einsatz der Mitarbeiter ist es gelungen, ein neues Leuchtturmprojekt zu etablieren. Mit einer jährlichen Besucherzahl von weit über 100.000 Gästen liegt das Nationalpark-Besucherzentrum damit ganz weit vorn, zum Beispiel auch im Vergleich mit anderen Museen im Land.“

Zum Abschluss des Aktionstages stellten sich alle Beteiligten, Politiker und Schüler, bei einem Interaktionsspiel der Aufgabe, Boris Borkenkäfer sicher durch den Wald zu geleiten, was durch die gute gemeinsame Zusammenarbeit auch bald gelang (siehe beigefügtes Foto).

Foto: Aktionstag im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit Boris Borkenkäfer ( Archiv Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus)

Hintergrundinformation
Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Gegründet wurde er zunächst 1990 in Sachsen-Anhalt (Nationalpark Hochharz) und 1994 in Niedersachsen. Heute werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder, Moore und weitere Lebensräume geschützt. Bereits auf über 60 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort.

Das Besucherzentrum TorfHaus setzt die erfolgreiche Arbeit des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort, das praktisch seit der Gründung des Nationalparks Harz (Niedersachsen) im Jahr 1994 den Nationalpark auf Torfhaus repräsentiert. Von hier aus werden zahlreiche Veranstaltungen, Führungen, Exkursionen und Seminare angeboten.

Das Haus ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten:
April – Oktober: 9.00 – 17.00 h
November – März: 10.00 – 16.00 h, montags geschlossen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Beginn der Brockengartensaison am 13.5.2016

Wernigerode - Brocken. Da der Schnee bereits Anfang April auf dem Brocken geschmolzen war und somit die ersten Frühjahrs-Instandsetzungsarbeiten im Brockengarten schon in diesem Monat durchgeführt werden konnten, beginnt die offizielle Gartensaison wie in den vergangenen 26 Jahren auch 2016 Mitte Mai, so Dr. Gunter Karste, der Leiter des Brockengartens des Nationalparks Harz.

Aufgrund des Wintereinbruchs am 25. April mussten die Arbeiten im Garten unterbrochen werden. Erfahrungsgemäß ist der kontinuierliche Garteneinsatz erst nach Walpurgis Anfang Mai möglich. In diesem Jahr war das Alpinum allerdings auch am 2. Mai noch mit Schnee bedeckt. Die relativ hohen Temperaturen in der ersten Maiwoche trugen dazu bei, dass dieser schnell verschwand und wir wie gewohnt Mitte Mai regelmäßige Gartenbesichtigungen anbieten können.

Die Brocken- und Nationalparkbesucher werden somit ab dem 13.5.2016 regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr von den Gartenmitarbeitern durch die Anlage begleitet. Aber auch an den Wochenenden ist die Besichtigung des Gartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung durch einen Ranger möglich. Zusätzlich werden botanisch-gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 0170/570 9015 oder 03943/5502-20 durch die Anlage geführt.

Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind bzw. diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf für die im Garten kultivierten Arten eher günstig. Dennoch wird es auch in diesem Jahr wieder zu Ausfällen gekommen sein. Wie hoch diese im Winter 2015/2016 waren, kann allerdings erst Mitte Juni richtig eingeschätzt werden.

Am 13.5.2016 um 11.30 Uhr findet also die erste Gartenführung der Saison 2016 statt. Es wird eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten und auch blühender Felsenblümchen zu bestaunen sein. Aber auch die heimische Brockenanemone wird den Besuchern ihre Blüte zeigen, so der Leiter des Brockengartens, Dr. Gunter Karste.

Foto: Blick in den Brockengarten frei mit dieser PI, Foto Dr. Gunter Karste.


Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten für Deutschland und den Harz
Aktionstag am 9. Mai 2016 auf Torfhaus

Altenau-Torfhaus. „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten für Deutschland“: Das ist das Motto der Aktionstage anlässlich der Europawoche im Mai 2016. Wir zeigen, dass die Regionalpolitik der Europäischen Union, begleitet natürlich vom Land Niedersachsen, unser aller Lebensqualität verbessert. Hinter den abstrakt und bürokratisch daherkommenden Programmen und Maßnahmen der EU stehen oftmals ganz konkrete Projekte direkt vor Ort.

Getreu dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ stellen sich im Rahmen der bundesweiten Aktion „Europa in meiner Region“ Projekte und Projektträger vor, die auch aus Mitteln der Europäischen Union und insbesondere aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wurden und damit realisiert werden konnten.

Eines dieser „Leuchtturm“-Projekte ist das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das 2009 seinen Betrieb in dem neu errichteten Gebäude aufnahm. Endlich war nun mehr Platz für eine neue moderne Ausstellung zum Nationalpark Harz, zum Naturschutz in Großschutzgebieten und zum Grünen Band im Harz. Auch das Nationalparkkino und der Ausstellungsbereich Moor finden hier Platz. Ein attraktives, besucherlenkendes Außengelände und der Torfhausstieg entstanden. Durch den Neubau mit direktem Blick zum Brocken können nun fast zehnmal mehr Menschen erreicht werden, als das zuvor im alten Nationalparkhaus Altenau-Torfhaus der Fall war.

Wenn Sie gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung und weiteren Gästen am Aktionstag das TorfHaus näher kennen lernen möchten, so kommen Sie am

Montag, dem 9. Mai 2016

von 13 bis 14 Uhr

ins Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Torfhaus 8, 38667 Torfhaus.


Hier erwarten Sie auch die vierte Klasse der Grundschule Wendeburg sowie ein ganz besonderer Gast aus der Waldwildnis, der zuvor mit den Kindern im Wald unterwegs ist und den Gästen dann direkt von dort berichten wird. Lassen Sie sich überraschen!
Weitere Informationen: www.torfhaus.info; www.nationalpark-harz.de


Hintergrundinformation
Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Gegründet wurde er zunächst 1990 in Sachsen-Anhalt (Nationalpark Hochharz) und 1994 in Niedersachsen. Heute werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder, Moore und weitere Lebensräume geschützt. Bereits auf über 60 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden noch Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort. Das Besucherzentrum TorfHaus setzt die erfolgreiche Arbeit des Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort, das praktisch seit der Gründung des Nationalparks Harz (Niedersachsen) 1994 den Nationalpark auf Torfhaus repräsentiert. Von hier aus werden zahlreiche Veranstaltungen, Führungen, Exkursionen und Seminare angeboten.

Das Haus ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten:
April - Oktober: 9 - 17 h
November - März: 10 - 16 h, montags geschlossen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Anl. Foto: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Archiv Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) frei mit dieser PI.


HohneHof und Löwenzahnpfad als Ferienprogramm

 

Wernigerode. Endlich locken Sonnenschein und angenehme Temperaturen raus in die Natur. Nicht immer lassen sich da Interessen von Eltern und Kindern gut verbinden, doch bei einem Besuch auf dem Löwenzahnpfad und dem Natur-Erlebniszentrum HohneHof gibt es sicher für die ganze Familie etwas zu entdecken.

 

Dazu bietet sich am Montag, den 9. Mai ab 11.00 Uhr die Möglichkeit zum kreativen Gestalten mit Naturmaterialien. Hier sind Ideen und etwas Geduld erforderlich, um mit Blättern und Blüten kleine Kunstwerke entstehen zu lassen.

 

Am Dienstag, den 10. Mai beginnt um 10.00 Uhr eine Frühlingswanderung zu den Hohneklippen. Treff dazu ist am Parkplatz Drei Annen Hohne. Hierzu sind festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und ausreichend Kondition erforderlich, um die etwa vier- bis fünfstündige Wanderung absolvieren zu können.

 

Am 11. und 12. Mai gibt es rund um den HohneHof verschiedene Angebote zum Spielen, Basteln und Lernen für kleine Naturfreunde, aber auch an den anderen Tagen ist das Natur-Erlebniszentrum für seine Besucher geöffnet und lädt zum Verweilen auf der großen Terrasse ein.

 

Aufmerksamen Besuchern ist vielleicht auch nicht entgangen, dass sich ein kleines Jubiläum bereits ankündigt. Am 25. und 26. Juni 2016 feiert das Natur-Erlebniszentrum sein 5-jähriges Bestehen. Dazu wird es ein Konzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester und der Singakademie Wernigerode geben. Zu einem Querschnitt aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber bietet der HohneHof eine ideale Kulisse. Karten sind bereits in der Nationalparkverwaltung und am HohneHof erhältlich.

 

Am Sonntag, den 26. Juni ist dann wieder „Der Christian“ vom Kinderkanal zu Besuch und wird mit seinem Puppentheater und einem lustigen Mitmachprogramm alle kleinen Gäste auf die Sommerferien einstimmen.

 


Im Nationalpark wird wieder gepflanzt - neue Buchen für den neuen Wildniswald 

Wernigerode - Braunlage. Seit Anfang April werden in den Wäldern des Nationalparks Harz wieder Buchen gesetzt, ca. 200.000 Pflanzen sind geplant.

Insbesondere in den strukturarmen Fichtenforsten der mittleren Höhenlagen soll die Buche zurückkehren. Gerade in diesen Bereichen fehlt es an ausreichend Samenbäumen, damit sich die Buche selbst verjüngen und ausbreiten kann. Deshalb gibt der Mensch der Natur „einen Schubs“ in Richtung mehr Naturnähe. Die gepflanzten Buchen sollen die Samenbäume der kommenden Waldgenerationen werden. Es wird ein spannender Prozess eingeleitet, aus dem sich kommende Nationalparkwälder entwickeln werden.

Deutschland hat für die Buche eine besondere Verantwortung. Ca. zwei Drittel der Landfläche Deutschlands waren mit Buchenwäldern bestockt. Heute gibt es nur noch sehr wenige naturnahe Buchenwälder in Deutschland, insgesamt beträgt die Buchenwaldfläche nur noch 15 %.

Im Nationalpark Harz wären die Höhenlagen bis ca. 750 m über NHN von Natur aus mit Laubwäldern und Laubmischwäldern bestockt. Indem wieder Buchen gepflanzt werden, erfüllen wir auch einen Teil der internationalen Kriterien für sogenannte Entwicklungsnationalparke, Pflanzen- und Tierarten wieder zurück zu bringen und somit mehr Naturnähe zu erreichen.

Für Rückfragen:
Sabine Bauling
Fachbereichsleiterin
Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung
Nationalpark Harz
bauling@nationalpark-harz.de
05582 918921
0170 2209168

Foto frei mit dieser PI: Nationalpark-Forstwirt Klaus-Dieter Kahn bei der Buchenpflanzung im Eckertal.


Naturmythenpfad im Nationalpark Harz bei Braunlage wird nach Himmelfahrt eröffnet

Braunlage. Der Naturmythenpfad bei Braunlage wird in diesem Jahr erst nach Himmelfahrt vollständig aufgebaut und wieder für alle Wanderer zugänglich sein.

In den letzten Jahren kam es leider wiederholt am Himmelfahrtstag zu erheblichen Schäden durch Vandalismus.

Um dem und damit verbundenem hohen Personal-, Zeit- und Geldeinsatz vorzubeugen, kann nicht wie gewohnt zum 1. Mai eröffnet werden. Die Nationalparkverwaltung bittet um Beachtung und Verständnis.

Foto frei mit dieser PI: Station "Mythos Wasser" auf dem Naturmythenpfad Braunlage, Foto Ingrid Nörenberg.


Wanderworkshop am Grünen Band - Treffen „Länderübergreifender Erfahrungsaustausch Umweltbildung“ LEU in Torfhaus

Altenau-Torfhaus. Jüngst trafen sich 32 Akteure der Natur- und Umweltbildung aus der länderübergreifenden Region Südniedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen. Bereits zum 25. Mal seit 2002 fand dieses Austauschforum statt. Dabei kommen immer wieder Umweltbildungsakteure aus den verschiedensten Einrichtungen, Schutzgebieten, Nationalparken und Naturparken zusammen. Die Federführung für die Treffen liegt bei der Hainz Sielmann-Stiftung in Duderstadt.

Dieses Mal stand das Treffen unter dem Motto „Zwischen Naturdynamik und Management – Das Grüne Band im Nationalpark Harz“. Im Rahmen eines Wander-Workshops erwanderten die Teilnehmer das Grüne Band im Eckertal, diskutierten an verschiedenen Punkten im Gelände die historische Entwicklung, hörten O-Töne von Zeitzeugen, lernten die Artenvielfalt am Grünen Band kennen und erfuhren etwas über die Angebote des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus rund um das Thema „Grünes Band“.

„Es ist spannend, wie die Themen Natur und Kultur hier ineinandergreifen. Vom Bergbau bis zur jüngsten deutsch-deutschen Geschichte findet man Spuren im Gelände“, so eine Teilnehmerin, die zum ersten Mal seit langer Zeit wieder im Harz war.

Romulo Aramayo Schenk von der Heinz Sielmann-Stiftung ergänzt: „Neben den jeweiligen Themen, so wie jetzt das Grüne Band, bietet unser LEU-Treffen immer wieder die Gelegenheit, einmal über den Tellerrand zu schauen, andere Regionen kennen zu lernen und zu schauen, wie andere Akteure ihre Umweltbildung lebendig gestalten.“

Nach einem vollen Programm bei herrlichstem Sonnenschein traten die Teilnehmer ihre Heimreise an, um sich schon bald im Herbst an anderer Stelle wieder zum Erfahrungsaustausch zu treffen.

Anl. Foto von Sebastian Berbalk (Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) frei mit dieser PI.

Ansprechpartner für Medienvertreter
Heike Albrecht, 05320/33179-13, albrecht@torfhaus.info
Romulo Aramayo Schenk, 05527/914-113, romulo.aramayo@sielmann-stiftung.de
Dr. Friedhart Knolle, 03943/5502-32, knolle@nationalpark-harz.de
Weitere Informationen: www.torfhaus.info; www.nationalpark-harz.de


Hintergrundinformation
Nationalpark Harz: Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Gegründet wurde er zunächst 1990 in Sachsen-Anhalt (Nationalpark Hochharz) und 1994 in Niedersachsen. Heute werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder, Moore und weitere Lebensräume geschützt. Bereits auf über 60 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus: Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Der WaldWandelWeg ist ein ausgelagerter Teil der Ausstellung und setzt das Thema Walddynamik im Freiland fort.

Regelmäßig bietet das Besucherzentrum Veranstaltungen zum Grünen Band an, unter anderem Grenzerfahrungstouren zum Eckersprung oder auch einen Bildungsurlaub, der dieses Jahr vom 20. - 24. Juni 2016 stattfindet. Das LEU-Arbeitstreffen fand bereits zum wiederholten Male auf Torfhaus statt.

Das Haus ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten:
April – Oktober: 9.00 – 17.00 h
November – März: 10.00 – 16.00 h, montags geschlossen
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


„14 auf einem Streich“ - Wanderausstellung über die Gründung von 14 Großschutzgebieten im Rahmen des Nationalparkprogramms der DDR bis zum 29.5.2016 im Brockenhaus
Schwieriger Start – guter Lauf?

Wernigerode/Brocken. Eine Wanderausstellung zur Entstehungsgeschichte deutscher Nationalparke und zum Nationalparkprogramm der DDR ist jetzt bis zum 29.5.2016 im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus auf dem Brockengipfel zu sehen.

Es war der 12. September 1990, kurz vor der deutschen Wiedervereinigung, da verabschiedete der Ministerrat der DDR in seiner letzten Sitzung ein Regelwerk, dem für den bundesweiten Naturschutz bis heute große Bedeutung zukommt: das Nationalparkprogramm. Es verfügte die Gründung von insgesamt 14 Großschutzgebieten zwischen Ostsee und Sächsischer Schweiz: fünf Nationalparke sowie sechs Biosphärenreservate und drei Naturparke.

Im September 2015 jährte sich die Verabschiedung des Nationalparkprogramms der DDR zum 25. Mal. Dieses Ereignis bot Anlass zur Würdigung der historischen Leistung des Nationalparkprogramms aber auch zur Reflexion darüber, wie es um die Akzeptanz der Nationalparke bestellt ist.

Entscheidende Weichen werden bereits in den Ausweisungsverfahren gestellt. Deshalb hat sich die Stiftung Naturschutzgeschichte im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Forschungsvorhabens mit den Ausweisungsverfahren ausgewählter Nationalparke beschäftigt. Die Ergebnisse der Untersuchung sowie Empfehlungen, wie zukünftig die Akzeptanz von Nationalparken gesteigert werden kann, wurden im Rahmen einer Tagung vorgestellt. Begleitend dazu entstand die nun im Brockenhaus ausgestellte Wanderausstellung.

Anl. Fotos frei mit dieser PI, Fotos Nationalpark Harz


Amphibien an der Innerste Talsperre – sie waren vor uns da!

NABU und BUND laden ein – ein Vortrag von Wolfgang Moldehn mit der Gruppe Immergrün in Wolfshagen (Schäderbaude)
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Goslar – Am 21. April 2016 laden NABU und BUND zu einem Vortrag mit Gesangsdarbietungen über die Entwicklung der Amphibienpopulation an der Innerstetalsperre zwischen Langelsheim und Lautenthal ein.

Die Amphibiensammelgruppe des NABU Goslar ist 2010, nach grausamen Ereignissen auf der Landesstraße 515, an der Innerstetalsperre, neu organisiert worden. Über einen Aufruf in der Goslarschen Zeitung und einen Bericht über die grausamen Ereignisse an einem Wochenende im April 2010, wurden neue Mitglieder für die Amphibiensammelgruppe geworben.

Durch den Bau der Innerstetalsperre und den Neubau der L 515 wurden die Amphibien des Innerstetals von ihren Laichgewässer abgeschnitten. In ihren Lebens- und Jagdgründen der Laubwälder östlich der L 515 waren sie im Sommer und Herbst. Dort überwinterten sie auch und wollten im Frühjahr, wie seit Jahrhunderten, zu ihrem Laichgewässer, der Innerste. Das kostete vielen von ihnen jetzt das Leben. Der zunehmende Verkehr auf der L 515 und der Neubau der Talsperre waren für alle Amphibien zu einer echten Bedrohung geworden. Die reichhaltige Population brach zusammen und drohte komplett zu verschwinden. Anfängliche Aktivitäten der Angelsportler schliefen bald, auch aus Mangel an Unterstützung, ein. Eine kleine Gruppe von Amphibienschützern bemühte sich darum die Reste der Population über die gefährliche Strasse zu bringen, ein beinahe unmögliches Unterfangen. Jedes Jahr starben wieder hunderte, ja manchmal auch Tausende von Amphibien auf der Strasse. Waren es bis 2010 nur wenige Hundert Amphibien die gerettet werden konnten, so stieg ab 2011 die Anzahl der geretteten Amphibien sprunghaft an. 2015 waren es über 10.000 Amphibien, die durch die ehrenamtlichen Helfer gerettet wurden. Diese „Erfolgsstory“ wird von Wolfgang Moldehn und seinen ehrenamtlichen Helfern vorgestellt. Ihre unermüdliche Hilfe muss weiter gehen, sie brauchen neue, junge Helfer die ihre Arbeit fortsetzen.

2016 wollen sie einen dauerhaften Amphibienzaun, mit Hilfe der BINGO-Stiftung, setzen lassen und damit die schwere Arbeit des Zaunaufbau und Zaunabbaus (ca. 3 t Material) vermeiden zu können. Später sollen noch die notwendigen Tunnel dazu kommen.

Diese Veranstaltung wir umrahmt und begleitet von den Damen der Gruppe Immergrün, die mit ihren Liedern zu Natur, Umwelt und Fröschen der ganzen Sache auch ein fröhliches und unterhaltsames Gesicht verleihen soll.

Die Amphibiensammelgruppe an der L 515, Innerstetalsperre

Zwischenzeitlich wieder 12 Damen und Herren, überwiegend Rentnerinnen und Rentner. Im letzten Jahr haben auch wieder einige junge Leute den Weg zu den Amphibienschützern gefunden.

Der Vortrag findet Donnerstag, den 21. April 2016, ab 19 Uhr in der Schäder Baude, westlich von Wolfshagen an der Strasse nach Seesen (Innerste Talsperre), statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Für Rückfragen:
Wolfgang Moldehn, Tel.: 0170.380 39 85
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisgruppe Goslar e. V.
BUND-Regionalverband Westharz
Petersilienstr. 23, 38640 Goslar


Hinweise an die Redaktionen:
Abbildung zur freien Verwendung bei Bezug auf diesen Pressetext unter Angabe des Bildautors: Susen Schedewitz


Freiwilliges Engagement für einen naturnahen Wald – Bergwaldprojekt im Nationalpark

In den Wochen vom 17.04.–30.04.2016 pflanzt die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ gemeinsam mit dem Bergwaldprojekt e.V. in den Revieren des Nationalparks Harz insgesamt 5.000 standortsheimische Buchen und Bergahorne im Voranbau. Ziel ist es, den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern zu fördern.

Unter der Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel und der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden 40 Freiwillige aus ganz Deutschland Rotbuchen und Bergahorne unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer pflanzen. Um eine natürliche Entwicklung des Waldes in der Umbauzone der Fichtenwälder im Nationalpark Harz möglich zu machen, ist es weiterhin nötig, Initialpflanzungen mit standortsheimischen Laubhölzern durchzuführen.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwochen ist es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas
Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommendeGenerationen. Die Teilnehmer erleben hier im Nationalpark den Wald einmal ganz anders und werden ihn am Ende mit anderen Augen sehen.“

Engagement der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“
Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., welches seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, dieses wichtige Vorhaben des Nationalparks. Bei den Einsatzwochen 2010 bis 2015 wurden bereits insgesamt 30.000 standortsheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne „100 Millionen Bäume“, in welcher sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen.

Ziel: Natur Natur sein lassen
Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2016 finden 90 Projektwochen an 47 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt.
Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

Weitere Informationen:
Nationalpark Harz
Dr. Friedhart Knolle, Presse, Marketing & Regionalentwicklung
Tel. 03943/5502-32 & 0170/22 09 174
info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de
Umweltstiftung Yves Rocher
Sabine Fesenmayr Leiterin Public Relations & Developpement Durable Tel. 0711 7834-155, Fax 0711 7834-400 Sabine.Fesenmayr@yrnet.com
Peter Naumann
Projektförster und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel. 0831/512 7635, Mobil 0171/207 2265
presse@bergwaldprojekt.de
www.bergwaldprojekt.de
Kontakt am Projektort
Bergwaldprojekt e.V. Projektförster Jonathan Schüppel
Tel. 0172/4934430


Plakettenübergabe für 2016 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg

(Sankt Andreasberg) Wie in jedem Jahr erhielten auch in diesem Jahr die ehrenamtlichen Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer ihre Jahresplaketten aus der Hand des Nationalparkleiters Andreas Pusch, der sich für ihr ehrenamtliches Engagement im Nationalpark bedankte. Damit kann die Waldführersaison 2016 im Park starten.

41 Waldführerinnen und Waldführer wurden im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Dafür mussten sie sich ganz schön ins Zeug legen – immerhin 5 der vom Nationalpark organisierten und angebotenen dreistündigen Fortbildungsveranstaltungen waren zu belegen, um sich für ein weiteres Jahr die begehrte Plakette zu erarbeiten. Darüber hinaus wurde und wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Zuge der Plakettenübergabe in Sankt Andreasberg wurde auch das Fortbildungsprogramm 2016 vorgestellt. Es enthält vielfältige Veranstaltungen, z.B. zum Klimawandel in der Harzregion, zu Fledermäusen, zu den Fließgewässern im Nationalpark, zu den heimischen Greifvögeln oder zur Waldentwicklung. Ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Kommunikationstraining vervollständigen das Programm.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag „Von Brockengespenstern und Wetterfröschen: Wetterbeobachtung und -phänomene auf dem Brocken“ von Marc Kinkeldey, Wetterbeobachter des Deutschen Wetterdienstes, der mit seinen fantastischen Fotos das Wetter auf dem Brocken vorstellte.

Bereits seit 1995 werden im Nationalpark Harz Ehrenamtliche zu Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführern fortgebildet. Sie unterstützen den Nationalpark bei seiner Informations- und Bildungsarbeit und sind wichtige Multiplikatoren der Nationalpark-Philosophie in der Region.

Foto frei mit dieser PI, Foto Katja John


NABU und BUND in Goslar laden ein: Auenland Niedersachsen
Vortrag von Peter Sellheim, Diplom-Biologe des NLWKN

Mittwoch, 13. April 2016, ab 19:00 Uhr
Goslar, Petersilienstr. 23
Verbändebüro NABU / BUND Westharz
Der Eintritt ist frei.

Unsere Landschaft ist wasserreich, Bach- und Flussläufe prägen unser Land in vielfältiger Weise. Intakte Gewässer- und Auenlandschaften zählen zu den artenreichsten und leistungsfähigsten Ökosystemen in Deutschland. Doch die Nutzungsansprüche des Menschen und viele Jahrhunderte Gewässernutzungen haben zu tiefgreifenden Veränderungen der einst vielfältigen Gewässerlandschaften geführt. Mit erheblichen Folgen für viele Bäche, Flüsse und Stillgewässer.

Anl. Fotos frei mit dieser PI. Fotoautoren hinter dem Tiefstrich.

Sabine Seifarth
BUND-Regionalverband Westharz
Petersilienstr. 23
38640 Goslar
Tel.: 05321-469 607 5
Spendenkonto: DE81 2689 0019 5096 6057 00


UNSER HARZ April: Erdfälle – Geotop des Jahres 2016, Benneckenstein im Mittelalter (Teil 2), Harzer Künstlerpostkarten: Tiermaler und Wandmalerei, Neuer Band der Nationalpark-Schriftenreihe: Spinnen – bemerkenswerte Vielfalt auf acht Beinen

Clausthal-Zellerfeld. In der Gipskarstlandschaft am Südharzrand und darüber hinaus in der weiteren Harzregion sowie seinem nördlichen Vorland gibt es Tausende von Dolinen und Erdfällen, große und kleine, alte und neue. Sie wurden zum Geotop des Jahres 2016 erklärt. Beispielhaft für die Fülle der schutzwürdigen Erdfälle steht der Juessee in Herzberg an Harz. Lesen Sie hier, wie sie entstanden und noch entstehen, welche verschiedenen Formen von Erdfällen es gibt und warum sie so wertvoll und erhaltenswert sind.

Es gibt Hinweise darauf, wo einst die Burg der Honsteiner in Benneckenstein gestanden hat, auch wenn archäologisch nicht mehr viel nachzuweisen ist. Ein Kaufvertrag von 1424 gibt jedoch einige Einzelheiten über die Burg preis. Auch die Grenzen des Burgamts Benneckenstein lassen sich aus alten Aufzeichnungen definieren, bis diese später durch Grenzsteine markiert wurden. Diese Steine sind leider nicht mehr vollständig vorhanden und werden jetzt dokumentiert. Auszüge aus „Burgfriede“ und „Einung“ von 1424 vermitteln ein lebendiges Bild des damaligen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Im zweiten Teil der neuen Serie über Harzer Künstlerpostkarten werden nicht nur sehr naturalistisch gemalte Tierpostkarten, sondern auch dergleichen Darstellungen in großen Wandgemälden vorgestellt. Auch das auf dem Titelbild zu sehende, die Barbarossa-Sage darstellende Wandbild von Hermann Wislicenus aus der Kaiserpfalz Goslar gehört in diese Zeit.

420 Webspinnenarten sind im Nationalpark Harz nachgewiesen, dazu kommen noch 19 Weberknechtarten. Für einige von ihnen stellt der Harz den einzigen bekannten Fundort dar. Im Nationalparkforum wird das neue, 371 Seiten umfassende Spinnenbuch aus der Nationalpark-Schriftenreihe vorgestellt, in dem fast alle Arten mit hochwertigen Fotos dokumentiert werden.

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Erdfall Jues-See in Herzberg am Harz, Foto Detlef Tront; Erdfall im Lüderholz bei Herzberg am Harz, Foto Firouz Vladi.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph Roemer-Str. 12 und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1


Mysteriöse Angriffe auf Kälber in Hasselfelde im Harz aufgeklärt – es waren Füchse

Wernigerode. Die mysteriösen Angriffe auf die Kälber eines großen Rinderzüchters in Hasselfelde im Harz sind aufgeklärt – es waren Füchse, nicht wie von einigen Seiten vermutet Luchse.

 

Nationalpark-Luchsexperte Ole Anders hatte Kameras in den Rinderställen installiert und seit heute liegen eindeutige Aufnahmen vor. Es konnten mehrere Fälle filmisch dokumentiert werden, in denen sich Füchse in die Ställe schlichen und die Rinder attackierten.

 

Weitere Informationen und Aufnahmen folgen.

 

Für Rückfragen stehen Ihnen die Pressestelle und der Luchsexperte Ole Anders unter 0170 206 1123 zur Verfügung.


Freiwillige im Nationalpark Harz gesucht

Wernigerode. Mit dem Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) ist der gesetzliche Rahmen geschaffen, um aktiven Interessierten einen abgesichertes, befristetes Engagement auch im Nationalpark Harz anzubieten zu können. Der ÖBFD bietet die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren, sich neu auszurichten oder sich eine Auszeit aus dem Berufsalltag zu gönnen.

Warum entscheidet man sich für einen Bundesfreiwilligendienst? Hier kann man seinen persönlichen Beitrag leisten, um die Umwelt aktiv mitzugestalten, um Spuren zu hinterlassen. Man kann sich ausprobieren und für sich neue Tätigkeitsfelder entdecken.

    


Auch im Nationalpark Harz gibt es bereits solche Stellen, z.B. im Besucherzentrum TorfHaus. Nun ist eine dieser Freiwilligendienst-Stellen ab 1. Juli 2016 für ein Jahr neu zu besetzen. Einsatzort ist das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen-Hohne, wo von Besucherbetreuung bis Instandhaltungsarbeiten ein vielfältiges und spannendes Arbeitsgebiet wartet. Die oder der Freiwillige ist in ein Team von engagierten Mitarbeitern eingebunden, die sich über tatkräftige Unterstützung sehr freuen. Die Bewerber sollten mindestens 27 Jahre alt sein und eine Schulbildung haben.

Für weitere Fragen stehen zur Verfügung:
- Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen Anhalt in Magdeburg, Tel. 0391/400 2903
- Nationalpark Harz, Wernigerode, Tel. 03943/5502-0

Fotos der Einsatzstelle HohneHof, Aufnahmen: Ingrid Nörenberg.


Bildervortrag: 15 Jahre Luchse im Harz - Rückblicke und Ausblicke

Vor knapp 200 Jahren wurde der letzte frei lebende Luchs im Harz geschossen. Seit dem Jahr 2000 werden die schönen Katzen mit den Pinselohren im Nationalpark Harz nun erfolgreich wieder angesiedelt. Die Tiere durchstreifen den gesamten Harz und haben sich gut eingelebt. Mehrfach hat sich Nachwuchs in der freien Natur eingestellt.

Bildervortrag von Ole Anders, Nationalpark Harz
am Freitag, 15. April um 17.00 Uhr
im Versammlungsraum der Mehrzweckhalle Goslar-Jerstedt

Foto von Ole Anders


NABU Osterode startet Fotowettbewerb: Tiere, Pflanzen und Landschaften

Osterode am Harz. Ab sofort können Hobby-Fotografen insgesamt bis zu drei Fotos für die Kategorien „Tiere“, „Pflanzen“ und „Landschaften“ aus dem Landkreis Osterode am Harz einreichen. Die Fotos sind in Papierform 10 cm x 15cm oder 13cm x 18 cm mit Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mailadresse auf der Rückseite an den NABU Osterode, Abgunst 1, 37520 Osterode am Harz zu senden oder während der Öffnungszeiten abgeben. Die Fotorechte gehen an den NABU Osterode über und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Teilnahmeberechtigt sind alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Osterode am Harz, ausgenommen die Jurymitglieder. Die Jury besteht aus einem Vertreter des HarzKuriers, des Kunstkreis Osterode, dem Fotografen Wolfgang Böttner, www.eseltreiber.de und Wolfgang Rackow vom NABU Osterode.

 

Da u.a. aus den Siegerfotos für 2017 ein Fotokalender gedruckt werden soll, bittet der NABU, die Fotos nach der Prämierung per Mail zur Verfügung zu stellen, um einen hochwertigen Kalender drucken zu können.

 

Die Sieger erhalten drei Kalender, die Zweitplatzierten zwei Kalender und die Drittplatzierten jeweils einen Kalender.

 

Bitte lassen Sie bei Pflanzenaufnahmen besondere Vorsicht walten, so dass keine besonders geschützten Blumen zertreten werden! Bei Tieren gilt das Gleiche, z.B. bitte keine Nestaufnahmen von besonders geschützten Vögeln!

 

Einsendeschluss für die Fotos ist der 31. Mai 2016.

 

Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen!

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Schafgarbe auf einer Harzer Bergwiese, Foto Walter Wimmer.

 

http://www.nabu-osterode.de/


8.4.: Vogel des Jahres 2016: Der Stieglitz - Öffentlicher Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Sankt Andreasberg. Zum Vogel des Jahres findet am Freitag, 8. April um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ein öffentlicher Vortrag statt. Referent ist Walter Wimmer, der bis Juni 2015 selbst das Nationalparkhaus leitete und jetzt als Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Helmstedt tätig ist.

 

 

 

Der Stieglitz – auch Distelfink genannt – gehört zu den farbenprächtigsten einheimischen Singvögeln. Durch die Ernennung zum „Vogel des Jahres“ kommt ihm die Rolle des NABU-Botschafters für mehr Strukturvielfalt, Artenreichtum und Farbenpracht in unserer Agrarlandschaft zu. Denn nicht nur der Stieglitz leidet unter ausgeräumten Landschaften, zunehmender Monotonie und Artenarmut – auch viele andere Tiere und Pflanzen. Im Vortrag wird es zwar speziell um die Biologie und Lebensraumansprüche der Stieglitze gehen, der Zusammenhang von Strukturvielfalt und Artenvielfalt wird jedoch auch allgemein dargestellt.

 

Dass diese farbenfrohe Art nicht nur im Flach- und Hügelland vorkommt, sondern auch im bewaldeten Harz, zeigt sich an einem bekannten und markanten Platz zwischen Sankt Andreasberg und Clausthal-Zellerfeld: Der „Stieglitzecke“ hat der Vogel sogar zu ihrem Namen verholfen. Doch auch hier oben, weit ab von landwirtschaftlichen Flächen, profitiert die Art von zunehmender Strukturvielfalt, wie sie besonders im Nationalpark Harz immer mehr entsteht.

 

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Dauer: ca. 1,5 Std.

 

Foto und Grafik: Nationalpark Harz und NABU
Weitere Pressefotos zum Vogel des Jahres unter https://www.nabu.de/presse/fotos/#vogeldesjahres


Sankt Andreasberg: Sonnenberg-Tagung mit exzellenter Beteiligung aus der Europäischen Union

Die „deutsche Frage“ stellt sich wieder. Erst gab es keinen Nationalstaat, dann einen, der die Welt in zwei Kriege stürzte. Danach gab es zwei Deutschlands. Nach der sogenannten Wiedervereinigung sahen die Deutschen und Bürger anderer Länder die Zukunft und Identität dieses Landes in einem vereinten Europa. Seit die Europäische Union vor allem mit dem Wort „Krise“ verbunden wird und manche Staaten ärgerlich, manche hoffend auf Deutschland blicken, ist diese Perspektive verbaut. Wie betrachten die Bürger anderer Staaten dieses Land und wie sehen sich die Deutschen selbst? Welche Wege sollte die Europäische Union gehen? Die internationale Besetzung dieser Veranstaltung ermöglicht die Beschäftigung mit diesen Fragen aus national unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Tagung ist die dritte Tagung in einer Reihe von Veranstaltungen im Rahmen des Projekts My!Europe (myeurope.today)


Neues Lesebuch zum Harz von Knut Diers
Harz, aber herzlich – Wildnis, Weitsicht, Weltkultur

In der Reihe „Lieblingsplätze zum Entdecken“ hat der Reisebuchautor Knut Diers jetzt den Harz porträtiert. 77 Lieblingsplätze stellt er in Bild und unterhaltsamen Kurztexten vor. Dabei stößt er auf verblüffende Parallelen: 500 Jahre Reformation in der Lutherstadt Eisleben und 500 Jahre Doppelkorn in Nordhausen. Es geht um eine Kiepe voller Entdeckungen, die vom Baumwipfelpfad über die Hirschbrunft unter dem Stichwort „Warten auf Godot“ bis zum Schachdorf Ströbeck reicht.

Der Diplom-Geograf und Redakteur hat sich auch das Taufbecken Martin Luthers angesehen und den Froschkönig am Romkerhaller Wasserfall befragt. Der Brocken-garten – „In 30 Schritten um die Welt“ – begeisterte ihn genauso wie der Steinway-Park in Seesen oder die Megazipline am Rappbodestausee.

Harz, aber herzlich
Diers, Knut
192 Seiten
EUR 14,99 [D] / EUR 15,50 [A]
ISBN 978-3-8392-1874-7
Erscheinungstermin: 2. März 2016


Kuchenbasar für den Schutz der Natur im Nationalpark Harz

Wernigerode. Eine Spende von 50 € für den Schutz der Natur im Nationalpark Harz erreichte jüngst das Spendenkonto der Parkverwaltung.

Auch der Begleitbrief löste Freude aus, denn die Klassenleiterin Claudia Tauer der 5D des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode teilte uns im Namen der ganzen Klasse mit:

„Weil uns die schöne Natur hier im Harz, die Sie so schützen und pflegen, sehr am Herzen liegt, möchten wir, die Klasse 5D des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode, dem Nationalpark Harz 50 € spenden, die wir mithilfe eines Kuchenbasars erwirtschaftet haben.“

Der Nationalpark sagt ein herzliches Dankeschön und wünscht ein frohes Osterfest!

Anl. Foto der Klasse 5D frei mit dieser PI; Foto: Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode.


Nationalpark-Löwenzahnpfad am HohneHof wieder geöffnet

Wernigerode. Um den beliebten Löwenzahn-Entdeckerpfad im Nationalpark Harz bei Drei Anne-Hohne wieder aus dem Winterschlaf zu holen, mussten in diesen Tagen neben den Mitarbeitern der Nationalpark-Werkstatt weitere Spezialisten ans Werk gehen. Denn es galt, das in den Winter- und Frühjahrsstürmen umgeworfene Fichtenholz aus dem hier befindlichen 500-m-Bereich des Nationalparks zu holen, wo noch intensive Borkenkäferbekämpfung stattfindet, berichtet der zuständige Nationalpark-Revierförster Martin Bollmann. Seine Forstwirte mussten in den letzten Monaten oft bis zu dreimal in die gleichen Waldabteilungen, um hier sämtliches Holz aufzuarbeiten. In den letzten Tagen waren Rückepferde als Spezialtraktoren und auch Seilbahnen - je nach den Möglichkeit vor Ort - im Einsatz, um mehrere hundert Kubikmeter Nadelholz zu bergen. "Wir versuchen hier, dem Fichtenborkenkäfer das Brutmaterial zu entziehen, indem wir jetzt das bearbeitete Holz aus dem Wald schaffen. Dieses passiert vornehmlich im 500-m-Bereich und in der sog. Naturentwicklungszone des Nationalparks, wo solche Arbeiten noch nötig sind. An den freiwerdenden Stellen werden im April kleine Rotbuchen gepflanzt. In der Kernzone des Nationalparks, der sog. Naturdynamikzone, wird der Borkenkäfer nicht mehr bekämpft, hier gilt das Motto "Natur Natur sein lassen" schon uneingeschränkt.

Löwenzahn- Entdeckerpfad erwartet wieder viele Besucher

Da die vorbereitenden Arbeiten nun abgeschlossen sind, kann noch rechtzeitig vor den Osterfeiertagen der beliebte Löwenzahnpfad in Drei Annen-Hohne seine Winterpause beenden und erwartet wieder seine vielen Besucher. Hör-Eule, Memory und Drehsäulen haben neue Farbe bekommen und freuen sich auf neugierige Naturforscher. Frischer Sand in der Weitsprunggrube lädt zu einem Kräftemessen mit den Tieren des Waldes ein. Am Wasserrad sind Schnee und Eis längst verschwunden und auch die große Schaukel am Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist wieder an ihrem Platz angebracht. Vielleicht lässt sich das „Große Ostereiersuchen“ am Sonnabend den, 26. März 2016 mit einem Spaziergang auf dem Löwenzahnpfad verbinden? Somit sind Spaß, Spiel und Entdecken für die ganze Familie garantiert. Auch für den kleinen Hunger findet man am HohneHof genügend Angebote, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Das Team vom HohneHof steht für weitere Fragen zur Verfügung und freut sich auf viele kleine und große Besucher!

Anl. Foto frei mit dieser PI: Kaltblutpferd Apollo mit Forstwirt Maik Bienias des Gespannfuhrunternehmens Meyer aus Wernigerode


24. März 2016, 19.30 Uhr, Hotel Englischer Hof, Herzberg am Harz: Über Sieber, Innerste und Oker bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle im Harz. Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora. Vortrag Dr. Friedhart Knolle
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Herzberg am Harz. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium sowie auch Arsen angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über Sieber, Innerste, Oker und andere Flüsse bis in die Nordsee. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sich diese Belastung? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein, der am 24. März 2016  um 19.30 Uhr im Hotel Englischer Hof in Herzberg am Harz einen öffentlichen Vortrag zu diesem Thema hält.

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Arsenverbreitung im Landkreis Osterode - eine bergbauliche Altlast. Quelle: Landkreis Osterode am Harz.


Der Hochharz – eine länderübergreifende Landschaft stellt sich vor

Als Band 73 der Reihe „Landschaften in Deutschland“ ist jetzt die erste landeskundliche Gesamtdarstellung des Hochharzes erschienen. Auf 420 Seiten bietet das Buch detaillierte Informationen zur Geographie, Geschichte, Wirtschaft und Kultur der in den vergangenen Jahrhunderte u.a. vom Bergbau, heute dagegen vor allem von Tourismus geprägten Region vom Brocken bis in das nördliche Harzvorland. Wissenschaftler mehrerer Universitäten und Forschungseinrichtungen, Mitarbeiter von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie engagierte Regionalkenner vor Ort haben als Autoren an dem Band mitgearbeitet. Er enthält umfangreiches Kartenmaterial; Abbildungen und Fotos illustrieren und veranschaulichen die Texte.

Unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit wurde der Band am 4. März 2016 in der Hochschule Harz in Wernigerode vorgestellt. Grußworte kamen vom Landkreis Harz (Heike Schäffer), Landkreis Goslar (Claudia Schmalz), von der Hochschule Harz (Prof. Dr. Armin Willingmann), der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Prof. Dr. Hans Wiesmeth), vom Leibniz-Institut für Länderkunde (Prof. Dr. Sebastian Lentz) und vom Nationalpark Harz (Andreas Pusch). Die anschließende Präsentation des Bandes übernahmen die Autoren und Herausgeber Dr. Friedhart Knolle, Dr. Jörg Brückner, Prof. Dr. Dietrich Denecke, Dr. Uwe Wegener und Dr. Haik Thomas Porada.

Der Band hat es in sich! Für diese erste landeskundliche Gesamtdarstellung des Hochharzes haben mehr als 40 Autoren Wissenswertes zur Geographie, Geschichte, Wirtschaft und Kultur der Landschaft zwischen Wernigerode, Bad Harzburg, Sankt Andreasberg und Elbingerode zusammengetragen. Der Band kombiniert verständliche Texte mit umfangreichem Kartenmaterial, präzisen Grafiken und hochwertigen Farbfotos. Er kann als Lesebuch, Nachschlagewerk und Exkursionsführer genutzt werden.

Der Hochharz ist seit Jahrhunderten bergbaulich genutzt, „Wiege“ einer nachhaltigen Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert, während der Deutschen Teilung hochgerüstetes Grenzland – heute ist er Naturrefugium und Erholungsraum sowie „Sehnsuchtsort im Herzen Deutschlands“. Das im Buch veröffentliche Porträt des Hochharzes zeichnet in Themenkapiteln und Einzeldarstellungen ein umfassendes Bild von Norddeutschlands höchstem Gebirge, dessen Kernbereich als Nationalpark einen hohen Schutzstatus genießt. Das Spektrum reicht von der geschichtlichen Prägung seit der Besiedlung über die Landschaftsgenese und heutige Ausstattung des Naturraums, von ihrem Bestand an Boden- und Baudenkmälern bis zur aktuellen wirtschaftlichen Situation.

Die Buchreihe „Landschaften in Deutschland“ dokumentiert ausgewählte Kulturlandschaften für einen großen Leserkreis. Die Bände behandeln ein breites Themenspektrum von der Natur- und Kulturlandschaft über Archäologie und Geschichte bis zu Wirtschaft und Alltagskultur. Karten, Abbildungen und Fotografien ergänzen die Texte von Experten verschiedenster Fachrichtungen. Die Bände vermitteln regionalgeographisches Detailwissen und erfüllen eine wichtige Funktion für den Transfer von geographischen Informationen an eine breitere Öffentlichkeit. Sie sind das Ergebnis der landeskundlichen Bestandsaufnahme und Darstellung ausgewählter Kulturlandschaften in Deutschland. Die wissenschaftliche Redaktion der Buchreihe ist im Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) angesiedelt, das die Bände gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig herausgibt.

Beginnend mit Band 78 „Leipzig“ an (2015 erschienen) gibt es das Buch auch als E-Book. Ein vom IfL gestaltetes Webangebot Landschaften in Deutschland online bietet zusätzliche Inhalte und interaktive Elemente. Mehr auf www.landschaften-in-deutschland.de

Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig betreibt Grundlagenforschung zu räumlichen Strukturen und aktuellen raumwirksamen Entwicklungen im mittleren und östlichen Europa. Unter der Leitüberschrift „Neue Geographien Europas“ forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den thematischen Schwerpunkten Raumproduktionen, Geschichte der Geographie und Geovisualisierung. Mit diesen Forschungsbereichen trägt das IfL zum Verständnis der räumlichen Organisation und Entwicklung von Gesellschaft in Europa bei und bietet eine Plattform für den wissenschaftlichen Diskurs zu Raum und Räumlichkeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Institut hat den Auftrag, Forschungsergebnisse für die Fachöffentlichkeit und für ein breiteres Publikum aufzubereiten. Mehr auf www.ifl-leipzig.de

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Der Hochharz – Vom Brocken bis in das nördliche Vorland. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Bad Harzburg, Wernigerode, Sankt Andreasberg, Braunlage und Elbingerode. Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Länderkunde und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig von Jörg Brückner, Dietrich Denecke, Haik Thomas Porada und Uwe Wegener. – Band 73 der Reihe „Landschaften in Deutschland”, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien 2016. XVIII + 420 S., 80 Abb., 2 Übersichtskarten, 4 Satellitenbilder in Rückentasche, gebunden, € 29,99, ISBN 978-3-412-20467-9.

Details zur Titelage, zum Inhalt und den Autoren siehe hier:
https://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle

Anl. Foto: Die Eckertalsperre - je zur Hälfte in den Ländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gelegen. Im Hintergrund der Scharfenstein, im Mittelgrund die auf der Ostseite von den DDR-Grenztruppen freigeschlagenen, ehemals bewaldeten Uferbereiche als Sicht- und Schussfeld im Kalten Krieg. Foto Siegfried Wielert.


UNSER HARZ März
Der Grabenwärter – ein Traditionsberuf wird fortgeführt, Benneckenstein im Mittelalter (Teil 1), Die Schankwirtschaft „Alter Krug“ in Lerbach, Ein Goldbach sollte es mal werden, Meine Kindstaufe in Uehrde, Neue Serie: Harzer Künstlerpostkarten (Teil 1), Nachruf auf Hans-Günther Griep, Dr. Kison, der Wald und die Spinnen … Forschungskolloquium im Kloster Drübeck

Clausthal-Zellerfeld. Auch heute noch gibt es Grabenwärter, die die Gräben des Oberharzer Wasserwirtschafts-Systems regelmäßig ablaufen. Sie kontrollieren sie auf Hindernisse aus Windwurf oder andere mögliche Verstopfungsursachen und betätigen bei Hochwasser die Schleusen der Fehlschläge. Zu Zeiten des Bergbaus war dies eine existenziell wichtige Arbeit, die auch einiger Erfahrung bedurfte, denn genügend Wasser musste zum Betreiben der Gruben immer verfügbar sein.

Das alte Benneckenstein entstand an einer frühmittelalterlichen Wegeverbindung, dem Thüringerfurt-Weg. Es liegt an der früheren Diözesangrenze zwischen Halberstadt und Mainz, die später abgelöst wurde durch die Grafschaftsgrenze zwischen Regenstein und Honstein, und im heutigen Dreiländereck Niedersachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt. Bodenfunde belegen eine erste Besiedlung in den Ortsteilen „Klippe mit Wildenberg“ und „Unterstadt“ ab dem 11. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr der Ort diverse Teilungen, bis er 1741 von Friedrich II wieder vereint und mit den Rechten einer preußischen Stadt ausgestattet wurde.

Rainer Kutscher beschreibt die Geschichte des „Alte Krug“ genannten Lerbacher Hauses, in dem auch der Mineralwasserfabrikant Wilhelm Fritz Gärtner, genannt „Selter Fritz“, wohnte.

Der Goldbach bei der Burg Regenstein sollte wohl als Flößgewässer und Antriebsenergie für diverse Mühlen einmal viel Gewinn bringen, nennenswerte Goldmengen wurden darin jedenfalls nicht gefunden.

Eine kleine Anekdote erzählt in Platt von einer Kindstaufe in Uehrde. Es folgt der erste Teil unserer neuen Serie über Harzer Künstlerpostkarten, in dem die Anfänge dieser Postkarten beschrieben werden.

Das Nationalparkforum berichtet über das Forschungskolloquium, das im November 2015 im Kloster Drübeck stattfand. Anlass waren sowohl der 65. Geburtstag von Dr. Hans-Ulrich Kison, Initiator des Waldforschungsprogramms im Nationalpark Harz, über das hier berichtet wurde, als auch die Präsentation des Bandes 13 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz, der sich mit den Spinnen des Nationalparks beschäftigt (wird im nächsten Heft vorgestellt).

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1.

Foto: Hans-Günther Griep, der verdiente Harzer Haus- und Heimatforscher, dessen im vorliegenden Heft gedacht wird - er verstarb 2016. Foto Jutta Görke.


Interessieren Sie sich auch für Ameisen?
Dann dürfte Sie unserer Veranstaltungstipp interessieren: Am 10. März 2016 haben wir Diplom-Kaufmann Jörg Beck, den 1. Vorsitzender vom Förderverein Deutsches Ameisen-Erlebnis-Zentrum e. V. eingeladen.
Gemeinsam mit einigen Mitstreitern hat er ein Projekt ins Leben gerufen, um sich für den Schutz von Ameisen stark zu machen. Beim Stichwort „Ameisen“ denken die meisten von uns zuerst an lästige Krabbeltiere auf Terrassen und Wegen.
Mit diesem Vortrag möchten wir auf die Situation der Ameisen und auf die Lebensräume, in denen sie beheimatet sind, aufmerksam machen und neue Mitstreiter für den Schutz der Ameisen gewinnen. Sie erhalten konkrete Tipps, wie Sie selbst für den Ameisenschutz aktiv werden können.

Ameisen – die heimlichen Herrscher der Erde
In Deutschland treffen wir überall auf Ameisen. Für die einen sind sie einfach nur lästig und für die anderen sind sie die "Polizistinnen des Waldes", die für das ökologische Gleichgewicht der Natur mit verantwortlich sind. Es gibt in Deutschland rund 130 Ameisenarten, von denen 12 hügelbauende Arten unter Artenschutz stehen.
Die Teilnehmer/innen der Veranstaltung lernen in einem Vortrag am 10. März 2016 die interessante Welt einheimischer Ameisenarten kennen. Sie erhalten auch Informationen über den Ameisenschutz sowie nützliche Tipps, wie sie u. U. die Ameisen ökologisch vertretbar vertreiben können.

Petersilienstr. 23 38642 Goslar Tel.: 0170 380 39 85 w.moldehn@t-online.de
Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter: http://www.ameisenzentrum.de/

Warum gerade Ameisen?
Komplexe Systeme sind mehr als das Nebeneinander einzelner Teilsysteme. Jedes Glied eines Systems steht mit anderen Gliedern in einer Wechselbeziehung. Die Natur ist solch ein System und eng verwoben in einem Netz von Abhängigkeiten, in dem auch wir Menschen ein Teil dieses Netzwerkes sind.
Wir haben einen großen Einfluss auf solche Systeme und deshalb müssen wir eine große Verantwortung übernehmen. Wir müssen lernen, vernetzt zu denken und unsere Erfahrungen weiterzugeben.
In der Vermittlung vernetzten Denkens und umweltpädagogischer Themen sind Ameisen ein besonders beliebtes und erfolgreiches Lernobjekt und eignen sich als gutes Beispiel für die Vernetztheit allen Lebens. Ameisen allgemein, ihre Staatenbildung, ihr Zusammenleben, ihre Lebensstrategien und ihre Überlebenstechniken faszinieren Menschen jeden Alters. Der Blick in die Welt der Ameisen eröffnet dem Betrachter vielfältige Vernetzungsstrukturen sowie Abhängigkeiten und Symbiosen der Natur.

Foto: Ameisen-Monitoring im Nationalpark Harz. Foto Gunnar Dachsel


Frühjahrsputz am HohneHof und Osterprogramm

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Durch aufwändige Sanierungsarbeiten am Fußboden muss das Natur-Erlebniszentrum HohneHof am 7. und am 8. März 2016 für den Besucherverkehr geschlossen bleiben. Bis zum 13. März ist eine eingeschränkte Versorgung und der Besuch der „Forscherecke“ mit den Informationen über den Nationalpark möglich.

  

Gleichzeitig möchten wir bereits jetzt zum großen Ostereiersuchen am Samstag, den 26. März ab 11.00 Uhr zum HohneHof einladen!
Wir freuen uns auf unsere kleinen und großen Gäste!
Fotos: Der HohneHof, Fotos: Nationalpark Harz.


Herzliche Einladung zur Buchpräsentation am 4.3.2016 in Wernigerode

DER HOCHHARZ – VOM BROCKEN BIS IN DAS NÖRDLICHE VORLAND
EINE LANDESKUNDLICHE BESTANDSAUFNAHME IM RAUM BAD HARZBURG, WERNIGERODE, SANKT ANDREASBERG, BRAUNLAGE UND ELBINGERODE


Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Länderkunde und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig von Jörg Brückner, Dietrich Denecke, Haik Thomas Porada und Uwe Wegener

(Band 73 der Reihe »Landschaften in Deutschland«)

2016. XVIII, 420 S. 80 Abb. 2 Übersichtskarten und 4 Satellitenbilder in Rückentasche. Gb. € 29,99 [D] | € 31,00 [A] | ISBN 978-3-412-20467-9

Leipzig - Wernigerode. Hochharz, Oberharz, Unterharz - wo ist der Unterschied und wie und wo gehen diese Landschaftsteile des Harzes ineinander über? Selbst viele eingefleischte Harzer haben Schwierigkeiten, die Begriffe klar auseinanderzuhalten. Aufklärung liefert ein neues Buch - wohl die fundierteste Landschaftsbeschreibung und Landschaftsgeschichte des sagenumwobenenen Hochharzes mit dem Brocken in seiner Mitte seit Jahrzehnten. Denn als der Harz noch geteilt war, war an ein solches länderübergreifendes Projekt gar nicht zu denken.

Der Harz ist eine vielfältige, facettenreiche und auch symbolträchtige Landschaft mitten in Deutschland. Im Frühmittelalter Kernland des ottonischen Königtums, war er seit dem Spätmittelalter geprägt von einem intensiven und innovativen Bergbau in dem geologisch interessanten Gebiet. In den Wäldern um den Brocken liegen Anfänge einer nachhaltigen, wissenschaftlichen Forstwirtschaft. Im 19. Jahrhundert wurde der Hochharz zu einem romantischen Sehnsuchtsort und zu einem bevorzugten Reiseziel der Deutschen. Nach 1945 stand die stark aufgerüstete Grenze, die das Gebiet zerteilte und noch heute nachwirkt, für die Deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Zugleich ist der zentrale Bereich des Harzes heute einer der populärsten Nationalparke in Deutschland.

Die Eigenarten des Hochharzes erschließt dieses Buch. Als Landeskunde bietet es zum einen thematische Kapitel, die Naturraum, Kulturlandschaft und Geschichte übersichtlich darstellen und ihre Wechselwirkungen verständlich machen. Zum anderen wird eine große Zahl ausgewählter Standorte in ebenso fachkundiger wie anschaulicher Weise beschrieben. Die Ausstattung dieser Landeskunde mit Karten und Grafiken ist für den Harz bisher einzigartig. Entstanden ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk und eine grundlegende Einführung in Geschichte und Gegenwart der Montan- und Siedlungslandschaft zwischen Wernigerode, Bad Harzburg, Sankt Andreasberg und Elbingerode.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der anliegenden Einladung.

Über Ihre Ankündigung dieses Termins würden wir uns sehr freuen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten - die Mailadresse dafür ist in der Anlage genannt.

Anl. Abbildungen frei mit dieser PI:
Abb. 1: Harz - Hochharz - Oberharz - Unterharz im Kartenbild


Öffentlicher Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse – Jäger der Nacht“

Öffentlicher Vortrag Sankt Andreasberg. Der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ findet am Freitag, den 11. März um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent ist Wolfgang Rackow, der weit über die Grenzen des Südharzes hinaus bekannte Fledermausexperte des NABU Osterode mit über 30-jähriger Erfahrung in Sachen Fledermäuse. Er wird auf die Biologie der Fledermäuse eingehen und speziell die im Harz vorkommenden Arten vorstellen. Außerdem sind die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen Gegenstand des Vortrages, der mit zahlreichen Fotos angereichert ist.

Gäste müssen sich vorher nicht anmelden, sondern können spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Im Nationalparkhaus wird derzeit an einer speziellen Fledermaus-Dauerausstellung, dem „FledermausReich“ gearbeitet. Da es bei diesem komplexen Vorhaben zu einigen Verzögerungen gekommen ist, kann die neue Ausstellung leider noch nicht besichtigt werde, obwohl die Arbeiten jetzt gut vorangehen. Da aber Qualität in der Sache wichtiger als Geschwindigkeit ist, wird noch einige Zeit bis zur Eröffnung investiert werden müssen.

Ort des Vortrages:Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Fotos: Braunes Langohr, fliegend, Foto Marko König, frei mit dieser PI.
im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse – Jäger der Nacht“
oder
https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohren_Karl_Heinz_Bickmeier.jpg
https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohr_fliegend_Eberhard_Menz.jpg


Glanzlichter 2014 im Nationalparkhaus Ilsetal
Sonderausstellung vom 25.2. bis 5.6.2016, dienstags bis sonntags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Eröffnung am 24.2.2016, 17 Uhr

Wernigerode - Ilsenburg. Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass der Nationalpark Harz die preisgekrönten Fotografien der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage zeigen kann. Das Projekt „natur & fotografie“ Monreal hat sich längst zum größten Naturfoto-Wettbewerb Deutschlands entwickelt.

Wie immer wurden in verschiedenen Kategorien 87 Siegerbilder ermittelt.

2014 wurden 16.312 Bilder von 1.136 Fotografen aus 28 Ländern eingesandt. 2.280 Bildeinsendungen haben am Fritz Pölking-Award und 465 Bildeinsendungen am Junior Award teilgenommen. Die Jury bestand aus Jörg Uhlenbrock, CEWE-Projektleiter Förderung der Fotografie, Robert Haasmann, Naturfotograf und VTNÖ-Präsident, sowie der Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2014“ ist Pål Hermansen aus Norwegen mit seinem Bild "Coming Home". Es zeigt eine Basstölpelkolonie vor abendlichem Himmel.

Der „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2014“ ist der 17jährige Mike Schumacher aus Deutschland mit seinem Bild „Treffpunkt Ähre“, das einen Schwalbenschwanz und einen Marienkäfer auf einer Ähre zeigt.

Den Sonderpreis „Fritz Pölking-Award“ gewann Uwe Schäfer aus Deutschland mit dem Bild „An der Tränke“ und zeigt einen Habicht beim Wasseraufnehmen an einer Waldtränke.

Die Sonderausstellung wird am 24.2.2016 um 17 Uhr im Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5 in Ilsenburg, eröffnet und ist im Anschluss bis zum 5.6.2016 jeweils dienstags bis sonntags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr zu sehen.

Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung recht herzlich eingeladen.

Wir wünschen beim Betrachten der brillanten eindrucksvollen Bilder viel Freude.


Der Stieglitz – Vogel des Jahres 2016
NABU und BUND laden ein – Vortrag von Walter Wimmer in Goslar

Goslar – Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU (Naturschutzbund Deutschland) und LBV (Landesbund für Vogelschutz) den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.  

Der Vortrag wird von Walter Wimmer, einem ausgewiesenen Experten des NABU, gehalten. Wimmer war jahrelang Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg und ist jetzt Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Helmstedt. 

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 18. Februar 2016, um 19 Uhr im Verbändebüro NABU/BUND-Westharz, Petersilienstr. 23 in Goslar, statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. 

Foto: NABU


UNSER HARZ Februar 2016
Vor 250 Jahren: Ballenstedt wird fürstliche Residenz (1765 - 1863); Eine Ansicht von Walkenried aus dem Jahr 1762 und Dorfklatsch 1776 - 1777: Die Geschichte des Justizamtmanns Fredersdorff in Walkenried; Zur Geschichte des Hauses der Natur in Bad Harzburg; Alte Häusernamen in Lerbach: Zwei Köhlermeister mit Vornamen Jakob und Konrad waren vor über 200 Jahren die Namensgeber für ihre Wohnhäuser; Nationalparkforum: Mit dem Smartphone unterwegs im Nationalpark – BUND Niedersachsen e. V. präsentiert aktualisierte Harz-App
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Clausthal-Zellerfeld. Vor 250 Jahren machte Fürst Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg Ballenstedt zur Sommerresidenz seines Fürstentums und leitete damit eine fast hundertjährige glanzvolle Zeit ein, besonders für die Stadt Ballenstedt. Was an Bauwerken, Kulturellem, land- und forstwirtschaftlichen Erneuerungen, aber auch an Infrastruktur, Industrie- und Bergwerksgründungen von ihm initiiert wurde und somit den anhaltischen Harz z. T. bis heute prägt, beschreibt Dr. Wolfram Babinecz im ersten Artikel. Aber auch das Leben dieses Fürsten und die äußeren politischen Bedingungen jener Zeit werden umrissen.

Fritz Reinboth hat selbst schon alte Darstellungen vom Kloster Walkenried veröffentlicht, doch aus dem 18. Jahrhundert gab es bisher keine. Diese Lücke schließt nun eine Zeichnung von Leopold Friedrich Fredersdorff, der seinerzeit Justizamtmann in Walkenried war, bevor eine Verleumdungskampagne ihn hier ereilte, die seiner weiteren Karriere jedoch nicht schadete.

Seit 1995 ist das Haus der Natur in Bad Harzburg Informationsstelle des damals neu gegründeten Nationalparks. Doch das Gebäude ist viel älter und hat eine wechselvolle Geschichte, die hier von Dr. Friedhart Knolle erzähle wird. Dieser Beitrag steht auch im Internet unter https://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle zum kostenlosen Herunterladen.

Zwei weitere Lerbacher Häuser werden beschrieben, das Jakobs- und das Konradshaus, die beide im Juni 1857 dem großen Brand im Oberdorf zum Opfer fielen, aber sofort wieder aufgebaut und schon im gleichen Jahr wieder bewohnt wurden.

Im Nationalparkforum wird die neue App für Wanderwege im Nationalpark vorgestellt, die beim Entdecken der vielen kleinen und großen Wunder am Wegesrand helfen soll, neue Wege vorstellt und auch Jugendliche ansprechen will.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi-Bergmann-Str. 1.

Anlage frei mit dieser PI: Das Haus der Natur in Bad Harzburg hat eine wechselvolle Geschichte - hier befand sich früher die Ausstellung "Wald und Wild im Naturpark Harz".


Die Harzer Schwermetalle der Oker und Innerste – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora

Vortrag Dr. Friedhart Knolle in Goslar

Goslar - Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über Innerste und Oker bis in die Nordsee. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sich diese Belastung? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen?

Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein, der am 11. Februar 2016 um 19 Uhr im Verbändebüro, Petersilienstr. 23 in Goslar, einen öffentlichen Vortrag zu diesem Thema hält. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Pressebild frei mit dieser PI: Blick in die erst 2012 sanierte ehemaligen Thallium-Anlage der Preussag, Foto BUND Westharz.

BUND-Regionalverband Westharz
Petersilienstr. 23
38640 Goslar
Tel. 05321 469 607 5


Umweltsünden des Bergbaus im Harz - Über die Flüsse bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle im Harz - Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora

Woffleben. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Landkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee. Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Geologen Dr. Friedhart Knolle am Donnerstag 4.2.2016 in der Gaststätte Jägerhof in Woffleben (Landkreis Nordhausen) um 18.30 Uhr.
Eintritt: 2,50 €
Veranstalter ist der Verein „Glück Auf“ Thüringer Südharz e.V.

Anlage frei mit dieser PI (gemeinfrei): Die Frankenscharrnhütte bei Clausthal-Zellerfeld um 1840 - eine der gravierendsten Schwermetallquellen im Oberharz. Kolorierte Lithographie nach einer Zeichnung von Wilhelm Ripe.

Herausgeber und für Nachfragen:
Dipl.-Ing. Manfred Lischke
Am Sportplatz 1
99755 Woffleben
Tel. 036332/207 16

Abb.: Frankenscharrnhütte 1 um 1840, kolorierte Lithographie nach einer Zeichnung von Wilhelm Ripe


NABU bedankt sich bei Frank Raimer - Vortrag am allerletzten Arbeitstag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Sankt Andreasberg. Nationalpark-Förster Frank Raimer geht nach zwanzig Jahren Dienst im Nationalpark Harz Ende Januar 2016 in den Ruhestand. An seinem allerletzten Arbeitstag, dem 29. Januar, hielt er noch von 19:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr einen öffentlichen Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg zum Thema „Die Rückkehr der Wölfe im Yellowstone-Nationalpark“.

Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses, bedankte sich für das große Engagement von Frank Raimer für die Belange des Naturschutzes und für seine besondere und langjährige Verbundenheit mit dem Nationalparkhaus. Weil er der Meinung sei, dass das Wort „Ruhestand“ überhaupt nicht zu Frank Raimer passe, wünschte er ihm im Namen des Hauses einfach „für seinen neuen Lebensabschnitt“ alles Gute und vor eine nachhaltige Gesundheit! Frank Raimer sei auch zukünftig jederzeit gerne gesehen und man hoffe, dass er gelegentlich weiterhin - auch für Vorträge - ins Haus kommen werde.

Ursel Koblitz, langjährige Mitarbeiterin im Nationalparkhaus, überreichte im Anschluss einen Präsentkorb, prall gefüllt mit Produkten aus dem Shop des Hauses.

Foto: Thomas Appel, NABU (siehe Anhang): Ursel Koblitz übergibt Frank Raimer einen Präsentkorb.


Winter im Harz - an den Einfahrten in die Waldwege und Loipen wird um Rücksicht gebeten

Wernigerode - Sankt Andreasberg-Oderhaus. Nach einer langen Zeit der Abstinenz können sich die Harzer und die Touristen über eine wundervolle Winterlandschaft freuen. Die Betreiber der Harzer Ski- und Rodellifte tun ihr Bestes, ihren Nutzern ein optimales Angebot präsentieren zu können. Die Wintersportgemeinden und der Nationalpark Harz bemühen sich ebenfalls, winterbegeisterten Touristen ein breitgefächertes Angebot in der wunderschönen Winterlandschaft anzubieten.

Im Harz und speziell im Nationalpark Harz mit seinem 150 km langen System von Loipen und Winterwanderwegen sollen die klassischen Skilangläufer ebenso Freude finden wie Skater und Winterwanderer. Um die reibungslose Nutzung zu ermöglichen, sind auch die Nationalpark-Mitarbeiter aktiv in Sachen Loipenpräparation - schon frühmorgens und manchmal bis Mitternacht, je nach Wetterlage. Doch leider versuchen viele Autofahrer, beim Erreichen des angepeilten Zieles möglichst nah am Start bzw. Ziel zu parken - koste es was es wolle. Das ist manchmal verständlich, schafft aber oft Probleme. Ärgerlich ist es für unsere Fahrer der Loipenspurgeräte, wenn Bereiche nicht gespurt werden können, weil die Loipeneinfahrten zugeparkt werden. Daher die dringende Bitte an alle Wintersportbegeisterten, die Loipeneinfahrten unbedingt frei zu halten. Dies ist auch für mögliche Rettungseinsätze besonders wichtig - davon können Menschenleben abhängen.

Loipe zugeparkt - so sollte es nicht sein! Foto: Nationalpark Harz.


Die Rückkehr der Wölfe im Yellowstone-Nationalpark – Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 29. Januar 2016 findet um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Die Rückkehr der Wölfe im Yellowstone-Nationalpark“ statt.

Referent ist der langjährige Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Frank Raimer, der bereits 1974 bei einer Kanadareise freilebende Wölfe in den Rocky Mountains beobachtet hat. 1980 besuchte er erstmals den Yellowstone-Nationalpark in den USA, der bereits 1872 und damit als erster Nationalpark weltweit überhaupt ausgewiesen worden ist. 1980 gab es dort – seit deren Ausrottung – jedoch noch keine Wölfe. Erst durch ein Wiederansiedelungsprojekt mit kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 und 1996 kommt diese Art dort wieder vor. 2013 bis 2015 besuchte Frank Raimer den Park jährlich im Rahmen von mehrwöchigen Studienreisen und beobachtete die Wölfe und deren Beutetiere intensiv.

Welchen Einfluss der Wolfsbestand auf den Bestand der Beutearten hat und dadurch indirekt auf die Vegetation, wird unter anderem im Vortrag erläutert. Auch wird dargestellt, welche Rückschlüsse auf die Verhältnisse in Mitteleuropa und speziell die Verhältnisse im Harz zu ziehen sind: Welchen Einfluss hätte ein Wolfsvorkommen auf Wild und Wald im Harz?

Frank Reimer organisierte 2010 gemeinsam mit Walter Wimmer die große Wolfstagung in Sankt Andreasberg, die durch den Tagungsband bis heute deutschlandweit am besten dokumentierte und publizierte Wolfstagung. Dieser Band ist am 29.1. zu erwerben und kann vom Mitautor Frank Raimer signiert werden.

Der öffentliche Vortrag wird ca. 1,5 Std. dauern, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg.


Wolfsfoto im Schnee von Ralf Wassmann


Großteil der Loipen in den Harz-Hochlagen am kommenden Wochenende gespurt - den Nationalpark Harz im Winter erleben

Wernigerode. Aufgrund der aktuellen Schneelage in den Harzer Hochlagen und der Temperaturvorhersage für die nächste Zeit werden zum kommenden Wochenende die meisten der Loipen im Nationalpark Harz gespurt oder gewalzt sein. Die derzeitigen Testfahrten mit den Loipenspurgeräten lassen diese Prognose zu.

 

Im Winter bietet der Nationalpark Harz gut präparierte, schneesichere Loipen in herrlicher Natur. Loipen im Nationalpark sind aktiver Naturschutz – störempfindliche Bereiche werden durch Besucherlenkung beruhigt. Insgesamt etwa 150 km Loipen werden vom Nationalpark bereitgestellt und präpariert. Sie liegen in den Höhenlagen von 350 bis 930 m – vom Schwierigkeitsgrad leicht über mittel bis schwer ist alles dabei. Und unsere Nationalparkmitarbeiter sorgen dafür, dass sie immer gut gespurt sind.

 

Skiläufer und Wanderer sollten unbedingt auf den gespurten und gekennzeichneten Loipen sowie den ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Denn wenn Sie in dieser für die Tiere so schweren Jahreszeit unbedacht querfeldein wandern, richten Sie oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Daher vermeiden Sie bitte Lärm, leinen Ihre Hunde an und verzichten auf das Skilaufen in der Dämmerung und bei Nacht.

 

Wenn Sie diese Regeln in der Natur beherzigen, hat der Winter im Nationalpark Harz viel zu bieten – vielleicht wollen Sie mal eine geführte Rangerwanderung mitmachen? In den urigen Bergfichtenwäldern des Ober- und Hochharzes hat man dann das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.

 

Damit auch Wanderer und nicht nur Wintersportler die verschneite Winterlandschaft im Nationalpark genießen können, gibt es auch zahlreiche Winterwanderwege. Selbstverständlich können auch alle anderen ausgewiesenen (Sommer-) Wanderwege im Winter zum Wandern genutzt werden, soweit sie nicht Loipen oder Skiwanderwege sind und die Schneelage nicht zu hoch ist.

 

Das Wegeangebot des Nationalparks soll dazu beitragen, dass unsere Wanderer den Winterharz nachhaltig erleben können. Gleichzeitig möchten wir an alle Gäste appellieren, für Wanderungen nur diese Wege zu nutzen und nicht die gespurten Loipen zu betreten und damit zu zerstören, denn deren Präparation kostet viel Zeit und Geld.

 

Über den aktuellen Zustand der Loipen und Winterwanderwege informiert die Internetseite www.wintersport.harzinfo.de.

 

Hintergrundinformation:

 

Mitten in Deutschland gelegen, schützt und entwickelt der länderübergreifende Nationalpark Harz eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor, die es im Winter teilweise schwer haben, zu überleben. Der Nationalpark Harz besticht besonders durch die Vielfalt seiner Naturausstattung. Am Nord- und Südrand finden wir ausgedehnte Buchenwälder, die auch im Winter zu einer Wanderung einladen. In den Hochlagen des Harzes, die von der Brockenkuppe überragt werden, prägen Moore, Fichtenwälder und Felsen das Bild. Die Oberharzer Moore zählen zu den besterhaltenen und beeindruckendsten Deutschlands. Einen Einblick in den Extremlebensraum Hochmoor mit seinen hochspezialisierten Pflanzen – wie z.B. Torfmoosen und dem Sonnentau – bieten Bohlenstege für unsere Besucher. Bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit wachsen in den Fichtenwäldern der Hochlagen dicke Moospolster sowie bizarre Flechtenkrusten und überziehen die Bäume am Wegesrand. Die eingestreuten Felsformationen und Blockhalden – Meere aus Stein – beeindrucken dagegen durch ihre Kargheit. Überall im Harz spielt das Wasser eine wichtige Rolle. In früheren Zeiten wurde es in großem Umfang für den Bergbau genutzt. Heute kommt es wieder verstärkt der Natur zu Gute, sprudelt in naturnahen Bächen zu Tal und bietet vielen Tieren, wie z.B. dem Schwarzstorch oder der Wasseramsel, Lebensraum.

Aktuelle Wintertermine finden Sie in unserem Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2016“ – Sie erhalten es in den Nationalparkhäusern und Informationsstellen, den Tourist-Infos sowie im Internet zum Herunterladen.
 
Hier eine Auswahl unserer Wintertermine
 
20. Januar Mittwoch 10.00 Uhr
Schierke, Nationalparkhaus
Mit dem Ranger Tierspuren in der Winterwelt entdecken (ca. 2-3 Stunden)
In Schierke bitte der Beschilderung „Nationalpark“ folgen, Infos unter Tel. 039455 477
 
26. Januar Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger auf Skitour (Loipenlänge ca. 7 km, ca. 2-3 Stunden)
Schwierigkeitsgrad leicht, bitte Skiausrüstung mitbringen, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640
 
29. Januar Freitag 19.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Die Rückkehr der Wölfe im Yellowstone Nationalpark (ca. 1,5 Stunden)
Auswirkung auf das Ökosystem: Wälder, Prärie, Gewässer, Huftiere und andere Räuber, Vortrag Frank Raimer
 
17. Februar Mittwoch 10.00 Uhr
Schierke, Nationalparkhaus
Mit dem Ranger Tierspuren in der Winterwelt entdecken (ca. 2-3 Stunden)
In Schierke bitte der Beschilderung „Nationalpark“ folgen, Infos unter Tel. 039455 477
 
23. Februar Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger auf Skitour (Loipenlänge ca. 7 km, ca. 2-3 Stunden)
Schwierigkeitsgrad leicht, bitte Skiausrüstung mitbringen, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640
 
 
März
 
2. März Mittwoch 10.00 Uhr
Ilsenburg, Nationalparkhaus Ilsetal
Mit dem Ranger im Ilsetal auf Goethes und Heines Spuren (ca. 3-4 Stunden)
Infos unter Tel. 039452 89494
 
11. März Freitag 19.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Fledermäuse – Jäger der Nacht (ca. 1,5 Stunden)
Bildervortrag über Fledermäuse im Harz mit Wolfgang Rackow, Fledermaus-Regionalbetreuer
 
15. März Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger über Moore, Klippen und Bäche – Lebensräume des Hochharzes
(ganztägig, Rucksackverpflegung empfohlen), Infos unter Tel. 03943 550231
 
22. März Dienstag 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Grüne Band – vom Todesstreifen zur Lebenslinie (ca. 4-5 Stunden, ca. 10 km)
Wanderung auf den Spuren der Vergangenheit, Rucksackverpflegung, Einkehrmöglichkeit am Ende der Tour, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 4 € Kinder, 8 € Erwachsene, 18 € Familien, Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 331790
 
23. März Mittwoch 14.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Osterbasteln für Kinder (ca. 1,5 Stunden)
Materialkosten 3 €
 
24. März Donnerstag 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wir erforschen den wilden Wald – Naturerlebnis für Familien (ca. 2-3 Stunden)
Sonderveranstaltung mit Gebühr: 2 € Kinder, 4 € Erwachsene, 10 € Familien, Infos: Tel. 05320 331790
 
26. März Samstag 11.00 Uhr
Drei Annen Hohne, HohneHof
Großes Ostereisuchen - Ostereiersuche mit vielen Überraschungen für die ganze Familie
 
30. März Mittwoch 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wir erforschen den wilden Wald – Naturerlebnis für Familien (ca. 2-3 Stunden)
Sonderveranstaltung mit Gebühr: 2 € Kinder, 4 € Erwachsene, 10 € Familien, Infos unter Tel. 05320 331790
 
31. März Donnerstag 10.00 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Siebtes Sankt Andreasberger Kräuterseifenseminar (ca. 3 Stunden)
Herstellung feiner Kräuterseifen auf Basis von Bio-Kernseife unter Leitung von Joachim Garella, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 25 € pro Person incl. Seife, Imbiss, Getränke, Anmeldung erforderlich unter Tel. 05582 923074 

  


Mit dem Smartphone auf den Spuren des Luchses unterwegs im Nationalpark Harz - BUND Niedersachsen e.V. präsentiert aktualisierte Harz App - Bingo-Umweltstiftung hilft

Wernigerode - Torfhaus. Die Harz App – ein mobiler Wander- und Erlebnisführer für den Harz – gibt es bereits seit einigen Jahren. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Nationalparkverwaltung Harz und dem Harzer Tourismusverband hat der BUND Niedersachsen e.V. die App jetzt für das Nationalparkgebiet aktualisiert und um viele multimediale Funktionen erweitert. Drei neue Wildnis-Touren führen naturbegeisterte Wanderer nun zu den Highlights der sagenumwobenen Bergwildnis. Die Touren können kostenlos über das Internet auf Smartphones oder Tablets heruntergeladen werden. Die GPS-Funktion der Geräte führt zu rund 100 Erlebnispunkten entlang der Routen. Dort angekommen erhalten Wanderer auf „Knopfdruck“ ein spannendes Infopaket. Hörgeschichten, Fotos, Tierstimmen, Naturgeräusche und Filmclips bieten faszinierende Einblicke in das reiche Natur- und Kulturerbe und lassen die Harzer Naturgeschichte lebendig werden. Mit Hilfe der App können die vielen kleinen und großen, sichtbaren und unsichtbaren Wunder am Wegesrand entdeckt werden, sagt Tim Schwarzenberger, der die Touren federführend für den BUND entwickelt hat.

 

Bei der Routenauswahl wurden sowohl Klassiker wie der vielbegangene Goetheweg von Torfhaus zum Brocken berücksichtigt als auch Neuland beschritten. Der GIPFELWANDERWEG mit dem vielsagenden Untertitel „Sieben auf einen Streich“ führt auf die höchsten Harzberge. Die 2-Tages-Tour folgt vornehmlich schmalen Wander- und Bergpfaden. Mehrfach wird das Grüne Band, die ehemalige innerdeutsche Grenze, berührt – Start- und Zielpunkte sind Bad Harzburg oder Altenau.

 

Mit dem Projekt wird ein innovatives Wanderprodukt geschaffen, das insbesondere auch Jugendliche anspricht, die mit den klassischen Umweltbildungsangeboten nicht immer optimal erreicht werden können, sagt Karsten Behr, Geschäftsführer der Bingo Umweltstiftung, die sich mit 54.200 € an den Entwicklungskosten beteiligt hat. Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus können zudem 10 wetterfeste Smartphones ausgeliehen werden. Ein Begleitheft zur App enthält die wichtigsten Inhalte der Touren zum Nachlesen. Die App steht auch in einer englischsprachigen Version zur Verfügung.

 

Die Harz App ist für Handys mit den Betriebssystemen iOS (iPhone) und Android (Google) verfügbar: iOS: https://itunes.apple.com/de/app/harz/id573529806?mt=8 Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.alpstein.alpregio.Harz

 

Mehr Informationen und den Link zum Download gibt es ebenfalls auf der Webseite des Harzer Tourismusverbands unter http://www.harzinfo.de/service/die-harz-app.html.

 

Im Play Store von Google steht außerdem eine Android-App mit zusätzlicher Quizfunktion kostenlos zur Verfügung unter:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.camineo.bundNPHarzDLDE


UNSER HARZ Januar 2016: Rückreise in die verschwindende „Harzheimat“ – Heimatsuche und Heimatpflege in den Büchern und Bildern von Karl Reinecke-Altenau – Jürgenohl - Ein neuer Stadtteil entsteht – Kunstwerke aus Hirschhorn - Handgefertigte Schmuckstücke

Clausthal-Zellerfeld. Karl Reinecke-Altenau – noch immer setzen sich viele mit seinem Leben und Werk auseinander. Prof. Dr. Horst Denkler hat sehr sorgfältig die Zeitströmungen analysiert, in denen Reineckes Schaffen entstanden ist, und in diesem Kontext lassen sich einzelne Aspekte seines Wirkens auch sehr genau bewerten - an einigen Stellen vom Verdacht der Treue zu den Nationalsozialisten befreien, an anderen dem Urteil des nicht-originären Kitsches zuordnen. Trotzdem bleiben die braunen Flecken auf der Weste von Karl Reinecke-Altenau. Eine hochinteressante Abhandlung über den Harzer Heimatschriftsteller, Maler und Brauchtumsbegründer. Und es macht auch nachdenklich, wenn schon damals aufkommender Massentourismus, unaufhaltsame Zivilisationstechnik und Bewirtschaftung aller natürlichen Ressourcen in Reinecke Angst um Verschandelung und Zerstörung seines geliebten Harzes aufkommen ließen, die ihn zu äußersten Anstrengungen anspornte, dessen Schönheit zu erhalten.


Der vierte Bericht über den Goslarer Fliegerhorst schildert die Umwandlung des Militärflughafens in ein Wohngebiet, das hier schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts angedacht worden war. 1947, als Goslars Bevölkerung durch den Zuzug von Flüchtlingen um fast 65 % gestiegen war, wurde entschieden, auf dem Flugplatz einen neuen Stadtteil mit dem späteren Namen "Jürgenohl" entstehen zu lassen. Die britische Militärregierung knüpfte diverse Bedingungen an ihre Genehmigung, u.a. musste die Hälfte der geplanten Bebauung innerhalb von zwei Jahren soweit fertiggestellt sein, dass der Flugplatz als solcher nicht mehr zu gebrauchen war.


Rainer Kutscher beschreibt Schmuckstücke und Gebrauchskunst, die aus Hirschgeweihen bzw. Grandeln hergestellt werden.


Im Bode-Verlag ist nun das über 800 Seiten starke Standardwerk über Bergbaugeschichte und Mineralienschätze im Harz erschienen, das ebenso wie diverse andere regionale Bücher vorgestellt wird, und im Nationalparkforum wird noch einmal auf den Ablauf der Bewerbungsfrist für das Commerzbankpraktikum hingewiesen und eine ehemalige Praktikantin schildert ihre dort gemachten interessanten Erfahrungen.


UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):


Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Stille, Dr. Willi Bergmann-Str. 1

 

Foto von Karl Reinecke-Altenau