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Aktuell 2017

Junior-Rangerdes Nationalparks Harz freuen sich über Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Unlängst übergab der Nationalparkmitarbeiter Jens Ackert aus seinem Privatbesitz mehrere Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“ an die Schierker Junior-Ranger des Nationalparks Harz. Die Ordner enthalten viel Wissenswertes über Pflanzen und Tiere des Waldes. Zudem enthält das Material für junge Entdecker auch vielfältige Anregungen, wie man spielerisch den Wald erkunden kann.

Diese Hinweise kamen gerade passend zum monatlichen Treff der Schierkeer Junior-Ranger im HohneHof, der diesmal unter dem Thema „Kräuterzwerge“ stand. Mit fachkundiger Anleitung durch Rangerin Birgit Patzelt wurden heimische Wiesenkräuter gesammelt und verarbeitet - von Tee über Kräuterquark bis zur heilenden Salbe gab es die vielseitigsten Verwendungsmöglichkeiten. Mit den neuen Sammelordnern werden sicher noch zahlreiche neue Ideen zum Lernen und Entdecken dazukommen, freut sich Imtraud Theel, die für die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof zuständig ist.

Foto von Otfried Wüstemann: Große Freude bei der Übergabe an die Schierker Junior-Ranger der Gruppe "Hirsche" mit Rangerin Birgit Patzelt (oben links), Ranger Hermann Zawadski (Mitte hinten) und Jens Ackert (Mitte vorn).


Beginn der Brockengartensaison am 15.5.2017

Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, erst Mitte Mai mit der offiziellen Gartensaison zu beginnen. Der leichte Schneefall Anfang Mai und die niedrigen Temperaturen haben 2017 dazu beigetragen, dass bisher nur einige wenige Spezialisten-Pflanzen im Brockengarten ihre Blüten zeigen. Die Frühjahrs-Instandsetzungsarbeiten im Brockengarten haben zwar begonnen, werden bis zur ersten Gartenführung am 15. Mai allerdings noch nicht abgeschlossen sein.

Dennoch lohnt es sich für Interessierte der Hochgebirgsflora, gleich zu Beginn der Gartensaison unsere Anlage zu besuchen. Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, sind in der Regel gut angepasst an die kurze Zeit, die ihnen dort zur Verfügung steht. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel frühen Blühbeginn.

Genau diese Spezialisten zeigen zur Zeit im Brockengarten ihre Blüten. Zu nennen sind hier der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), alpin verbreitete Primeln wie z.B. Primula marginata und verschiedene Mannsschildarten, die auch zu den Primelgewächsen gehören. Besonders schön anzusehen ist der Fleischrote Mannsschild (Androsace carnea). Auch die Alpenglöckchen gehören zu den Primelgewächsen und zeigen im Garten erste Blüten.

Die Brocken-und Nationalparkbesucher werden ab dem 15.5.2017 regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr von den Gartenmitarbeitern durch die Anlage begleitet. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Gartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung, die um 12.15 beginnt, durch den Ranger möglich. Zusätzlich werden botanisch- gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter der Nr. 0170 570 90 15 und 03943 55 02-20 durch die Anlage geführt.

Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind bzw. diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf für die im Garten kultivierten Arten bisher eher günstig. Ob es Ausfälle gab und wie hoch diese im Winter 2016/2017 waren, kann allerdings erst Mitte Juni richtig eingeschätzt werden.


Am 15.5.2017 um 11.30 Uhr findet also die erste Gartenführung der Saison 2017 statt. Es wird eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten oder auch blühender Felsenblümchen zu bestaunen sein. Ob es die Brockenanemone bis zum 15. Mai schafft, ihre Blüten auszubilden, ist noch nicht ganz sicher.

Foto: Am heutige Tage aufgenommener Blick in den Brockengarten, im Vordergrund die Gewelltrandige Primel. Foto Gunter Karste, Nationalpark Harz.


UNSER HARZ Mai: Zum Reformationsjubiläum 1517 - 2017: Martin Luther war im Harz; Heinrich der Erste, Otto der Große und die Ungarn – Was vor über tausend Jahren im Nordharzvorland geschah; Das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage; Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft

Wir feiern das Lutherjahr mit einer Fülle an Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Luthers Thesen, ausgelöst durch den Ablasshandel, verbreiteten sich vor 500 Jahren im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation dank der Druckkunst mit unglaublicher Geschwindigkeit und lösten eine starke Erschütterung und Spaltung in Kirche und Gesellschaft aus. Das beleuchtet der erste Beitrag im Heft.

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurde Heinrich I. von einfallenden Ungarn bedrängt. Es gelang ihm, einen 9jährigen Frieden auszuhandeln, der jedoch vorzeitig gebrochen wurde. In der entscheidenden Schlacht am Elm wurde Heinrichs Heer vernichtend geschlagen. Erst 955 gelang es Otto I., die Ungarn zu besiegen und schon 18 Jahre später wurden sie von ihm zu einem Hoftag nach Quedlinburg eingeladen, der wiederum 1030 Jahre später, im Jahre 2003 dort aufwendig nachgestellt wurde. Die Rolle der Pfalz Werla damals wie heute wird im Hintergrund beschrieben.

1900 wurde das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage gegründet. Zunächst aus zwei benachbarten Villen hervorgegangen, erfuhr das Sanatorium nach und nach Erweiterungsbauten durch den Architekten Albin Müller, der auch seit 1903 den Innenausbau im reinen Jugendstil übernahm.

„Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Zisterziensermönche in Kloster Walkenried, sie hatten bereits im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert.“ Dieser Satz des verstorbenen Denkmalpflegers Dr. Reinhard Roseneck aus dem Antrag zum Eintrag des Oberharzer Wasserregals in die UNESCO-Welterbeliste wurde schon oft angezweifelt, nun aber erscheint im Nationalparkforum ein differenziert belegter Beitrag zu dieser Behauptung. Diese Aussage ist nichts weiter als eine moderne Legende, so die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Fritz Reinboth.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.



Foto: Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft. Foto Detlef Tront.


Von der „Klassischen Quadratmeile“ bis ins 21. Jahrhundert – Geotope im Wandel der Zeit 

Goslar. Das Erzbergwerk Rammelsberg liegt inmitten der „Klassischen geologischen Quadratmeile“, die den Pionieren im 18. und 19. Jahrhundert auf engem Raum die Grundlagen ihres Fachgebietes vor Augen führte. Während Aufschlüsse ursprünglich bei der Rohstoffsuche beachtet wurden, kam ihnen danach mehr und mehr eine Schlüsselposition bei der Erforschung geologischer Vorgänge zu. Mit dem Rückgang der Rohstoff-Exploration im ausgehenden 20. Jahrhundert fanden Aufschlüsse fast nur noch als lebloser Rahmen schützenswerter Biotope Beachtung. Mit der Definition von Geotopen, die durch ihre wissenschaftliche Aussagekraft allein Bedeutung und Schutzwürdigkeit genießen, wurde vor 25 Jahren eine neue Ära eingeläutet. Heute werden Geotope vor allem auch in den  Geoparks als Schlüssel-Orte für das nachhaltige Wirtschaften des Menschen mit den geologischen Ressourcen gepflegt. Auch die Geotope des Nationalparks Harz sind Thema eines Vortrages auf dieser Tagung. Begleitende Exkursionen am 20. und 21. Mai werden in den Oberharz und das westliche Braunschweiger Land führen.

Tagungsort: Museum & Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg , Bergtal 19, 38640 Goslar, www.rammelsberg.de

21. Fachtagung der Fachsektion Geotope & Geoparks in der DGGV im UNESCO-Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen vom 18. – 21. Mai 2017. Anmeldungen sind noch möglich: Geotop2017@email.de, siehe >>> Anlage.

Foto: Die Achtermannkuppe ist einer der interessantesten Geotope im Nationalpark Harz. Foto Störmer.


„Die Erde braucht Freunde“ - Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte in Goslar vom 2. bis 5. Mai 2017

Goslar. In der laufenden Woche wird ein Team des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Goslarer Innenstadt über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren.

Der Goslarer BUND-Vorsitzende Dr. Friedhart Knolle, wünscht sich: „Es mögen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des BUND kennen lernen und das Angebot nutzen, die wertvolle Arbeit zu unterstützen. Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Der BUND ist ein Mitgliederverband und je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team ist direkt vom Verband und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweit größten Umweltschutznetzwerk Friends Of The Earth International organisiert.

Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

Derzeit hat der BUND über 500.000 Mitglieder. Sie sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Dazu kommen ca. 800 Kinder- und Jugendgruppen, mit insgesamt knapp 40.000 Mitgliedern, die in einer eigenen Jugendorganisation, der BUNDjugend, organisiert sind.

Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Foto: Sie trotzen dem aktuellen Regen und sind in Goslar mit einem BUND-Stand präsent: v.l.: Peter Pistivsek, Ria Kesselring, Valerie Voggenreit


Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle in Sankt Andreasberg: „60 Millionen Jahre Fledermäuse im Harz – eine Landschaftsgeschichte der Nationalparkregion

Sankt Andreasberg. Die ältesten Nachweise von Fledermäusen in der Harzregion sind schon rund 60 Millionen Jahre alt. Ein aus Sicht des Menschen geradezu unvorstellbar langer Zeitraum. Denn verglichen damit ist der Mensch eine viel jüngere Art, die erst vor wenigen Millionen Jahren das Antlitz der Erdoberfläche betrat, sagt Nationalpark-Hausleiter Thomas Appel, der den Referenten eingeladen hat.

Die spannende Verbindung zwischen geologischer, archäologischer und biologischer Perspektive ist genau die Sache des Referenten Dr. Friedhart Knolle. Als promovierter Geologe und Harzkenner ist er nicht nur Pressesprecher der Nationalparkverwaltung, sondern gemeinsam mit dem Kollegen Siegfried Wielert auch ehrenamtlicher, vom NLWKN bestellter Fledermaus-Regionalbetreuer für den Landkreis Goslar. Im Vortrag wird in Form einer spannenden Zeitreise die geologische Entwicklungsgeschichte des Harzes aufgezeigt und wie sich diese auf die Lebensbedingungen der Fledermäuse ausgewirkt hat – ein Fledermausflug durch die Erdgeschichte des Harzes sozusagen.

An der Konzeption der neuen Dauerausstellung „FledermausReich“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg war Dr. Knolle ebenfalls beteiligt. Nach dem Vortrag bietet es sich deshalb an, gleich auch noch in die Gegenwart im „FledermausReich“ einzutauchen, so Thomas Appel abschließend.

Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrages:Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 6. Mai, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.

Foto: Die Zwergfledermaus macht ihrem Namen alle Ehre. Foto: Gerhard Mäscher, NABU


Geänderte Öffnungszeiten des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg: Jetzt wochentags schon ab 9:00 Uhr geöffnet

Wernigerode - Sankt Andreasberg. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg passt seine Öffnungszeiten den Besucherbedürfnissen an. Ab dem 2. Mai öffnet das Haus wochentags bereits ab 9:00 Uhr seine Pforten für die Öffentlichkeit. Dafür schließt es jetzt um 17:00 Uhr und damit eine Stunde früher als bisher. Die Öffnungszeiten an den Wochenenden, Feiertagen und im Winter bleiben unverändert.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Gäste das Haus bereits vor 10:00 Uhr besuchen möchten. In der Stunde zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr waren in der Vergangenheit dagegen oft sehr wenige Besucher im Haus.

Insbesondere haben Gäste jetzt genug Zeit für einen Besuch des Nationalparkhauses, bevor im nahegelegenen Bergwerksmuseum Grube Samson um 11:00 Uhr die erste Führung startet. Ein Besuch beider Einrichtungen bietet sich an, denn das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist gemeinsam mit der Grube Samson offizielle Informationsstelle des 2015 zum UNESCO Global Geopark ernannten Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen.

Im Nationalparkhaus finden Besucher eine Sammlung ausgewählter Gesteine und Mineralien aus dem Harz, eine interaktive Tafel, ein beeindruckendes Modell eines Wasserrades samt Pumpenanlage und Pochwerk sowie zahlreiche Broschüren zu geologischen Zusammenhänge, Bergbau und Sehenswürdigkeiten der Region. Das Bergwerksmuseum zeigt Bergbautechnik aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ist Teil des UNESCO-Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt Goslar, Oberharzer Wasserwirtschaft. Es zeigt die letzte noch im Original erhaltene funktionstüchtige Drahtseil-Fahrkunst der Welt.

Anl. Foto frei mit dieser PI, Foto Mandy Bantle, Nationalpark Harz.


Filz-Kurs im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 21.4.2017

Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 21. April findet im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter der Leitung von Brigitte Rieger der „Filz-Kurs mit feiner Merinowolle“ statt. Der Kurs richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 4 Jahre, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Wer mit den Händen die feine Merinowolle verarbeitet, kann dabei auf intensive Weise diesen Naturstoff erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Jeder Teilnehmer erschafft dabei mindestens ein einzigartiges Unikat – z.B. eine kleine Fledermaus, die über sehr lange Zeit Freude bereiten kann.

Die thematische Verbindung zur Ausstellung des Nationalparkhauses ist dabei schnell hergestellt. Ob man an die Kleidung der Andreasberger Bergleute denkt oder die Schafe, die noch heute Teile der Bergwiesen beweiden und damit zum Erhalt dieser geschützten und landesweit einzigartigen Biotope beitragen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg,
Erzwäsche 1,
37444 Sankt Andreasberg
Zeit: Fr. 21. April, 14:00 bis 18:00 Uhr
Anmeldung unter 05582 923074
Gebühr: 20,- € / Person inkl. Material

Foto: Brigitte Rieger


Winterpause beendet: Naturmythenpfad bei Braunlage
Eintauchen in das älteste Kulturgut des Menschen – seine Mythen und Sagen

Auch in Braunlage kehrt langsam der Frühling ein. Damit beendet auch der nahegelegene Naturmythenpfad seine Winterpause – zu Ostern wird es so weit sein, dass praktisch alle Stationen aufgebaut sind.

Die fantasievollen Installationen des Pfades waren im Winter im Warmen gelagert und werden nun wieder aufgebaut. Über die Sommermonate laden zehn Mitmach-Stationen Erwachsene und Kinder ein, den mythischen Spuren der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu folgen.

Ein Besuch auf dem Naturmythenpfad lohnt sich – denn Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Auskunft darüber, wie der Mensch dachte und empfand und wie er sich erklärte, was um ihn herum und mit ihm selbst geschah. Im Mythos beschrieben unsere Vorfahren Werden und Vergehen auf der Erde. Die Natur mit ihren alles umfassenden Lebensräumen steht dabei im Mittelpunkt.

Auf dem Pfad kann man sich vom Wunschbaum einen Wunsch erfüllen lassen und im Labyrinth einen Weg zu sich selbst finden. Es lässt sich erkunden, ob Wolf und Mensch vielleicht viel mehr verbindet, als wir ahnen, welche symbolische Kraft von einem Baum ausgeht und warum uns Schönheit und Gesang der Vögel verzaubern. Beim Märchenpuzzle ist Köpfchen gefragt und am Silberteich kann man mit Wasser ein klein wenig zaubern. Für alle, die noch mehr wissen möchten, ist jeder Station ein Buch zugeordnet − die „Waldbibliothek“.

Der ca. vier Kilometer lange Rundwanderweg ist leicht begehbar und von Braunlage ohne PKW erreichbar. Der Naturmythenpfad führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und Vegetation und man kann ihn in ca. drei Stunden Gehzeit erwandern. Den Einstieg zum Pfad erreicht man vom Nationalpark-Wandertreff an der Jugendherberge Braunlage nach ca. 600 Metern. Parkplätze gibt es an der Wetterwarte und am Sportplatz in der Von Langen-Straße.

Infolink: http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/
Kurzlink: goo.gl/7ds5zW

Foto von Walter Wimmer


Frühling im Hochharz: Der WaldWandelWeg bei Torfhaus ist einen Besuch wert

In diesen Tage wurden auch die informativen Tafeln des WaldWandelWeges bei Torfhaus wieder Installiert und der Pfad erwartet wieder zahlreiche Besucher. Was kann man hier erleben?

Beim Anblick von Kahlflächen oder toten Bäumen stellen wir uns Fragen: Wie wird der Harzer Wald der Zukunft aussehen? Wie wirken sich der Klimawandel und seine Folgen, z.B. Orkane oder Sommertrockenheit, auf das Wachstum der Fichte aus? Wie profitiert der Borkenkäfer davon? Wer sich da immer noch nicht ganz sicher ist, wie das nun alles zusammenhängt oder wer noch einen Tipp für einen schönen Rundgang benötigt, der ist herzlich eingeladen, sich im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus zu informieren.

Der Weg ist ausgehend vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Großparkplatz Torfhaus schnell erreichbar, und die Besucher können im Zuge eines Spaziergangs auf dem Rundweg sowohl die Schönheiten des Hochmoors genießen als auch die vitale, ursprüngliche Kraft des Waldes und die Walddynamik erleben.


Wie funktioniert ein natürlicher Wald?

Als Beitrag zur besseren Information über die Zusammenhänge von Werden und Vergehen der Bäume, Klima, Umweltverschmutzung und Borkenkäfern gibt es seit 2009 den WaldWandelWeg am Schubenstein bei Torfhaus. Hier sollen nicht nur die Besucher des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, sondern auch alle vorbeikommenden Wanderer dazu angeregt werden, die dynamische Waldentwicklung im „Urwald von morgen“ hautnah zu erleben. Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird hier sachlich moderiert.

Der Pfad ist ein Gemeinschaftsprojekt – er wurde vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus konzipiert, von der Revierförsterei Torfhaus und der Nationalpark-Werkstatt Oderhaus gebaut und mitfinanziert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Auf ca. 180 m Länge werden mittels attraktiv gestalteter Holztafeln Informationen gegeben, die hiesigen Borkenkäferaktivitäten, ihre biologischen Hintergründe, aktuelle Fragen der Borkenkäferentwicklung und der Zukunft des Waldes sowie die Ursachen für diese Entwicklung dargestellt.

Dem „Wind-Sturm“ folgt ein „Käfer-Sturm“ – so ist es auf einer der Info-Tafeln zu lesen, die Besucher neugierig machen soll. Was verbirgt sich hinter dieser Aussage? Oberhalb von etwa 800 m Höhe befindet sich der natürliche Lebensraum der Fichte. Dem rauen Klima widersteht sie in diesen Höhenlagen. Unterhalb von 800 m wächst sie zwar auch, wird aber zunehmend durch Sommertrockenheit beeinträchtigt. Im Falle eines Windwurfs profitiert der Fichtenborkenkäfer ebenfalls vom milderen Klima der mittleren Höhenlagen. Massenhaft umgeworfene und absterbende Fichten ermöglichen eine sprunghafte Vermehrung des Borkenkäfers. Dieser Vielzahl können sich dann auch viele der stehenden Fichten nicht mehr erwehren. Aber: „Kein Grund zur Sorge“, so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken.“


Naturerlebnispunkt am Quitschenberg

In Ergänzung zum WaldWandelWeg wurde zusätzlich ein weiterer Naturerlebnispunkt eingerichtet. Auf der beliebten Wanderung über den Goetheweg zum Brocken erreichen die Wanderer nach ca. 3,5 km den Quitschenberg. Nach einer starken Borkenkäfer-Massenvermehrung ist hier seit den 1990er Jahren die neue Waldentwicklung in vollem Gang. Gerade auf den damals nicht aufgearbeiteten Flächen sprießen heute Ebereschen, Weiden und Fichten – die nachwachsende Waldgeneration prägt zunehmend das Bild. So zeigt sich: Der Borkenkäfer wird nicht der letzte Akteur sein in dem Schauspiel, das die Natur hier in ihrer ganzen Dynamik entfaltet.

Foto: Nationalpark-Revierförster Ulrich Schulze vor den wieder installierten Tafeln des Pfades.


Mit dem „Weißen Reh" auf den Brockengipfel - Der Märchenpfad von Schierke zum Brocken ist wieder aufgebaut

Wernigerode. Wie kann man erreichen, dass Kinder wieder mehr Spaß am Wandern haben und nicht nur wandern, weil die Eltern es gern möchten? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Das war unser Anstoß, diesen Weg einzurichten. Auf ihm können Eltern und Kinder entlang der sieben Stationen des Märchenpfades – hinauf durch das Eckerloch – die Abenteuer des Jungen Albert erleben, der sich im Harz auf die Suche nach dem Weißen Reh begibt.

Die einzelnen Stationen führen die neugierigen Wanderer hinauf auf den mystischen Brockengipfel und der Höhepunkt erwartet die Kinder dann im Brockenhaus. Hier treffen sie auf Albert und das Weiße Reh und werden für ihre Wanderleistung mit einem Sonderstempel im Märchenflyer belohnt.

Der Märchenpfad fügt sich nahtlos in das Motto „Sagenumwobene Bergwildnis“ des Nationalparks Harz ein und bringt den jüngsten Gästen des Schutzgebiets die Natur der Bergwildnis rund um den Brocken näher. Das Projekt ist das in die Tat umgesetzte Ergebnis einer Kooperation der Brockenhaus GmbH mit der Hochschule Magdeburg-Stendal. Während der Projektlaufzeit haben sich unterschiedliche Studentengruppen und Meisterklassen mit vielfältigen Themenfeldern rund um das Brockenhaus beschäftigt.

Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus und der Nationalpark Harz wünschen den jungen und älteren Wanderern viel Spaß bei ihren Erlebnissen entlang des Weges!

Link: http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/maerchenpfad_weisses_reh
Kurzlink: goo.gl/RSpEyP

Foto: Die Endstation des "Weißen Rehs" im Brockenhaus. Foto: toolbox-design Magdeburg.


Der Löwenzahn-Entdeckerpfad erwacht aus dem Winterschlaf
Der Erlebnispfad für Familien, Kinder und alle Junggebliebenen

Zum Frühlingsbeginn erwacht der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen-Hohne wieder aus dem Winterschlaf. Die Infotafeln, Drehsäulen und auch die bei Alt und Jung gleichermaßen beliebte Höreule haben den Winter im Warmen verbracht, damit sie keinen Schaden nehmen. Wenn das beginnende Frühjahr den Frost aus dem Boden vertreibt, wird der Pfad erneut aufgebaut und kann sich wieder mit Leben füllen. Ab Ostern können Familien mit Kindern und Schulklassen auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Weg wieder auf spielerische und spannende Weise die Pflanzen- und Tierwelt des Harzes entdecken.

Träumerbank, Hör-Eule, Barfußpfad, Waldmemory oder Wasserstation: Der Löwenzahn-Entdeckerpfad im Nationalpark Harz hat viel zu bieten. Unabhängig von festen Zeiten können Familien, Kinder und alle Junggebliebenenden Pfad in den Sommermonaten täglich kostenlos besuchen. Insgesamt acht verschiedene Mitmach-Stationen beantworten viele Fragen rund um die Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks Harz und laden zum Tüfteln und Forschen ein. Geheimnisvolle Fährten werden den Tieren zugeordnet, Totholz wird als Lebensraum präsent, Geräusche des Waldes lässt die Hör-Eule erklingen und Groß und Klein beim Weitsprung mit den Leistungen der Waldbewohner können sich messen. Auf der Träumerbank mit Blick in das imposante Kronendach der Hohne-Eiche kann man sich entspannen und die gesammelten Eindrücke verarbeiten.

Nach dem Ausprobieren der Archimedischen Schraube und viel Wissenswertem zum Kreislauf des Wassers endet der Pfad am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Hier kann man sich bei einem Imbiss stärken, die Forscherecke erkunden und auf dem Abenteuerspielplatz um die Wette turnen. Auch Kindergeburtstage oder Naturerlebnistage mit der Schulklasse bietet das Team des HohneHofs an.

Der Nationalpark Harz hatte den Löwenzahn-Entdeckerpfad 2005 ins Leben gerufen. Damals wurde der Pfad im Zuge des 25-jährigen Jubiläums der ZDF-Sendung „Löwenzahn“ als länderübergreifende Umweltbildungsaktion entwickelt. Auf der Hohnewiese bei Drei Annen-Hohne finden seitdem zahlreiche umweltpädagogische Veranstaltungen und Aktionen statt.

Foto: Die beliebte Eule des Löwenzahnpfades.


UNSER HARZ April 2017: Steinhäuser und Kemenaten – Mittelalterliche Wohnhäuser in Goslar; Zur Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz; Hahnenklee im April 1945 – 18 tote Säuglinge und Kinder im „Kurort für Mutter und Kind“; Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis aus Clausthal, Begründer des Naturalienkabinetts der Berg- und Forstschule in Clausthal und sein Fledermaus-Nachlass im Museum für Naturkunde in Berlin; Kann der Brocken nicht mehr locken? Deutsch-Tunesische Umweltkooperation trägt erste Früchte

Clausthal-Zellerfeld. Der Bergbau und die damit einhergehende Anziehungskraft der Siedlung Goslar auf die mittelalterlichen Herrscher zogen auch Kaufleute und Handwerker nach sich, Kirchen folgten und so entstanden hier neben den oft reich verzierten Fachwerkhäusern auch beeindruckende Steinbauten. Gerade was diese eindeutig den Blütezeiten des Bergbaus zuzuordnenden Stein-Bürgerhäuser betrifft, hat Goslar eine große Anzahl aufzuweisen, anhand derer noch viel über die damalige Lebensweise geforscht werden kann, wie der Autor Elmar Arnhold aus Braunschweig feststellt.

Anhand von Pollenuntersuchungen in Mooren kann die Waldentwicklung der letzten 20.000 Jahre im Harz nachvollzogen werden. Aber auch jüngeren und künftigen Entwicklungen widmet sich der Bericht über die Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz von Dr. Friedhart Knolle, Dr. Hans-Ulrich Kison und Hildegard Rupp.

Ende April 1945 wurde von 18 toten Säuglingen in Hahnenklee-Bockswiese berichtet, wo sich damals mehrere Entbindungs- und Säuglingsheime befanden. Es handelte sich um lettische Säuglinge, die vor der heranrückenden sowjetischen Front nach Westen gebracht worden und hier im Harz an Unterernährung gestorben. Leider sind die ehemals an diese Tragödie erinnernden Kreuze auf dem Friedhof Hahnenklee längst verschwunden. Daher ist eine Erinnerung an diese fast vergessene Episode Hahnenklee-Bockswieser Geschichte heute wichtig, wie die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Frank Jacobs vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. schreiben.

Anfang des 19. Jahrhunderts unterrichtete Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis an der Berg- und Forstschule in Clausthal. Seine Fledermausforschungen gingen in das Buch seines Kollegen an der Berg- und Forstschule und Freundes, des Zeichenlehrers Wilhelm Saxesen, über die Fledermausfauna ein. Darüber berichtet Wolfgang Rackow aus Osterode am Harz.

Eine neue Reihe mit Gedichtinterpretationen beginnt mit dem Gedicht „Harz im April“ von Andreas Kley.

Im Nationalparkforum wird über die Fortschritte im tunesischen Wald-Nationalpark El Feija berichtet, ein Projekt deutsch-tunesischer Umweltkooperation.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Fotos: Reitgras-Fichtenwald in der Waldforschungsfläche am Brocken, Foto Ute Springemann.
"Kurort für Mutter und Kind" - so firmierte Hahnenklee-Bockswiese in der NS-Zeit.


4. April: Luchsvortrag in Roßla

ROSSLA. Zu einem besonderen und sehr interessanten Vortrag lädt die Verwaltung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz am Dienstag, den 4. April nach Roßla ein.

Lilli Middelhoff, freie Mitarbeiterin im Nationalpark Harz, stellt das Luchsprojekt im Harz vor. Sie berichtet über die aktuelle Verbreitung der Art und Ergebnisse des Fotofallen-Monitorings.

Der Vortrag findet im großen Saal statt. Beginn um 19 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Luchs-Foto: Heinz Noack:
Der Luchs ist im Südharz längst kein Unbekannter mehr. Hier eine Aufnahme aus dem Tierpark in Thale.


Ararat in Mitteldeutschland? Eine gläserne Arche strandet am Brocken

Inmitten atemberaubender Landschafts- und Felsformationen, umgeben von der beeindruckenden Flora und Fauna des Nationalparks Harz, kann vom 26. Juni bis 4. September 2017 ein außergewöhnliches Kunstobjekt bestaunt werden: Eine fünf Meter große gläserne Arche, getragen von einer Hand aus Eichenholz.

Das rund sechs Tonnen schwere Kunstensemble entstand im vergangenen Jahr im Rahmen des Naturschutzprojektes „Glasarche 3“, initiiert vom Landschaftspflegeverband „Mittleres Elstertal“ e.V. Seit April 2016 befindet es sich auf Expedition zu den schönsten Natur- und Kulturgebieten Mitteldeutschlands.

Gläsernes Boot transportiert Botschaft des Nationalparks

Stolze 1095 Tage dauert die Expedition, die das Kunstwerk bis 2019 entlang 25 sorgsam ausgewählter Stationen unter anderem durch die Elsteraue, vorbei an der Arche Nebra und in die Nähe des Brockens führt. Das filigran anmutende Boot, das in Handarbeit aus Schichtglas gefertigt wurde, trägt dabei schwer: Es soll den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewusst machen und sie daran erinnern, dass der Schutz besonderer Orte – wie der sagenumwobenen Wildnis um den majestätischen Brocken mit ihren Jahrtausende alten Mooren, ursprünglichen Bachläufen und ausgedehnten Wäldern – in ihrer Hand liegt.

Dass die Glasarche während ihrer Expedition auch auf dem Weg zum Brocken vor Anker geht, ähnlich der Arche Noah, die der Legende nach auf dem Berg Ararat strandete, verleiht der symbolischen Botschaft des Kunstwerkes und der Intention des Nationalpark Harz dabei besonderes Gewicht. Denn ähnlich dem Projekt hat sich auch der Nationalpark dem Schutz der Natur verschrieben und es sich zur Aufgabe gemacht, die Begeisterung für deren Schönheit zu erwecken und bewahren.

Bis 2018 auf dem Landweg durch den Harz

Nach ihrem Aufenthalt im Nationalpark reist das gläserne Boot bis Januar 2018 weiter durch den Harz und geht dabei für jeweils sechs bis acht Wochen in Wendefurth, Blankenburg und Derenburg vor Anker. An allen Standorten wartet ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel auf Stempelfreunde.

Wir möchten Sie herzlich einladen, die Glasarche 3 im Harz zu bestaunen und teilen jetzt bereits die Folgetermine mit:

Datum: 26. Juni bis 4. September 2017
Ort: Nationalpark Harz, Hohnewiese am Löwenzahn-Entdeckerpfad in Drei Annen Hohne am Wanderweg zum Brocken
Datum: 4. September bis 16. Oktober 2017
Ort: Wendefurth
Datum: 16. Oktober bis 27. November
Ort: Blankenburg
Datum: 27. November 2017 bis 29. Januar 2018
Ort: Derenburg

Foto: Die Glasarche kommt in den Harz, www.glasarche-3.de.

Glasarche 3 ist ein Kunst- und Naturschutzprojekt des Landschaftspflegeverbands „Mittleres Elstertal“ e.V., gefördert von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt.


Bildvortrag beim NABU im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Metallophyten – Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden des Harzes

Schwermetalle sind uns meist als Problemfaktoren in unserer Umwelt ein Begriff, wenn es um Kontaminationen, Bodenbelastungen oder Giftwirkungen geht. Im Harz hat das vor allem in historischen Zeiten immer eine Rolle gespielt, aber auch heute sind die Zeugen der Vergangenheit noch vielfach zu sehen. Das sind sowohl die alten Hüttenplätze, die sich zumeist an Flussläufen befinden – z.B. Ecker und Innerste – als auch die "Pyramidenlandschaft" im Ostharz im Umfeld von Hettstedt, wo der Kupferschieferbergbau bis ins vergangene Jahrhundert betrieben wurde.

Für den einen sind das lediglich "Altlasten", aus dem Betrachtungswinkel des anderen sind dort wertvolle Lebensräume entstanden, die gerade heute durch das Europäische Naturschutznetzwerk NATURA 2000 sehr aufgewertet wurden. Wie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens im Harz selbst, hat auch die Beschäftigung mit der sog. Schwermetallvegetation oder den Metallophyten (Schwermetall-Pflanzen) eine lange zurückreichende Tradition. Viele diesbezügliche Beobachtungen wurden erstmals überhaupt im Harz angestellt. Da dieser Aspekt hinter den vielfältigen geschichtlichen Besonderheiten des Harzes sehr im Hintergrund steht, ist er heute auch wenig bekannt. Das ist Grund genug, die Pflanzen einmal in den Mittelpunkt zu stellen, die einen Weg gefunden haben, mit dem giftigen Schwermetall zu leben und manches Interessante dazu zu berichten.

Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 19:00 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.

Foto: Minuartia: Die Frühlings-Miere hat im Harz schon vor Jahrhunderten den Namen "Kupferblümchen" bekommen, da sie stets in der Nähe von Bergwerken oder Hüttenplätzen auftritt (Foto: Kison)


Internetauftritt vom TorfHaus in neuem Gewand - Website des Nationalpark-Besucherzentrums auch für Smartphones und Tablets leichter verfügbar

Altenau-Torfhaus. Passend zum Frühlingsanfang erscheint die Internetseite des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus seit dem 21. März 2017 in einem frischen Gewand und ist durch die responsive Programmierung auch für Smartphones und Tablets schnell erreichbar.

Mit deutlich aufgeräumterer Optik und einer klareren Strukturierung hat der Nationalpark dieses wichtige Tor zu den Informationen rund um Torfhaus noch attraktiver und leichter zugänglich gemacht. Auch der barrierearme Zugang zum Beispiel für Lesegeräte für Sehberhinderte wurde nochmals verbessert.

Auf den neuen Seiten finden die Internetsurfer Informationen zum Besucherzentrum, zur Ausstellung und auch zu den vielfältigen Führungen und Exkursionen, die das Team des Besucherzentrums anbietet. „Wir haben auch eine kleinen Onlineshop mit Nationalpark-Souvenirs integriert, wo die Nutzer harzige Fanartikel erwerben können“, so die Leiterin Heike Albrecht. „Und auch einen historischen Rückblick mit einigen Fotos finden sie auf den neuen Seiten.“

Am besten schauen Sie gleich selbst: unter der gewohnten Adresse www.torfhaus.info
 
Foto: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Archiv Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) frei mit dieser PI.Sankt Andreasberg. Dr. Hans-Ulrich Kison, bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr stellvertretender Leiter des Nationalparks Harz, wird am Freitag, den 31. März um 19:00 Uhr zu diesem Thema im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg referieren.


Auerhahnbalz hautnah erleben

Herzberg-Lonau. In den wunderschönen Buchenwäldern des Südharzes, nahe des kleinen Dorfes Lonau, liegt das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz.
Es beheimatet ehemals in Norddeutschland heimische Raufußhuhnarten – das Auerhuhn und das Birkhuhn. Von März bis Mai kann man hier mit etwas Geduld den gluckernden Balzlaute der imposanten Auerhähne lauschen.

Am Sonntag, den 26. März, können Sie gemeinsam mit unserem Ranger die eindrucksvolle Balz des Auerhahns erleben. In einem Vortrag und auf einer gemeinsamen leichten, ca.5 km langen Rund-Wanderung zum Schaugehege erfahren Sie Wissenswertes zum Thema.

Termin: 26.3.2017

Uhrzeit: 10:00 Uhr (Zeitumstellung beachten!)

Treffpunkt: Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau (Unterdorf 37, 37412 Herzberg am Harz)

Dauer: ca. 2 Stunden

Foto: Balzender Auerhahn, Foto Nationalpark Harz.


Plakettenübergabe für 2017 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg

Jüngst erhielten die ehrenamtlichen Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer ihre diesjährigen Jahresplaketten aus der Hand der Leiterin des Fachbereiches Informations- und Bildungsarbeit und Nationalparkwacht Meike Hullen, die sich für ihr ehrenamtliches Engagement im Nationalpark bedankte. Damit kann die Waldführersaison 2017 im Park starten.

35 Waldführerinnen und Waldführer wurden im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Dafür mussten sie sich ganz schön ins Zeug legen – immerhin 5 der 13 vom Nationalpark organisierten und angebotenen dreistündigen Fortbildungsveranstaltungen waren zu belegen, um sich für ein weiteres Jahr die begehrte Plakette zu erarbeiten. Darüber hinaus wurde und wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Zuge der Plakettenübergabe in Sankt Andreasberg wurde auch das Fortbildungsprogramm 2017 vorgestellt. Es enthält wieder vielfältige Veranstaltungen, wobei ein Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Gipskarstgebiet am Südrand des Harzes liegt. Außerdem können sich die Ehrenamtlichen auf Vorträgen und Exkursionen Kenntnisse zu den Harzer Mooren, zu Pilzen, Insekten und zu Wald und Wild aneignen. Eine botanische Wanderung, Informationen über Projekte aus dem Tourismusbereich und ein Erste-Hilfe-Kurs vervollständigen das Programm.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag „Die Entwicklung des Nationalparkgedankens und einige Probleme unserer Waldnationalparke" von Dr. Uwe Wegener, dem neuen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirates.

Bereits seit 1995 werden im Nationalpark Harz Ehrenamtliche zu Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführern fortgebildet. Sie unterstützen den Nationalpark bei seiner Informations- und Bildungsarbeit und sind wichtige Multiplikatoren der Nationalpark-Philosophie in der Region.

Foto Ingrid Nörenberg


Nationalpark-Bürgerinformation in Schierke am 21.3.2017, 18 Uhr

Wernigerode. Zu einer öffentlichen Bürger-Informationsveranstaltung über aktuelle Fragen des Nationalparks Harz lädt die Nationalparkverwaltung Harz in Absprache mit der Stadtverwaltung Wernigerode herzlich ein.

Nach einem Vortrag von Andreas Pusch, dem Leiter des Nationalparks Harz, besteht anschließend die Möglichkeit der Diskussion aktueller Fragen, u.a. zu den Themen Nationalpark-Waldentwicklung, Borkenkäfer, Verkehrssicherung, Brockentourismus etc.

Termin: Dienstag, 21. März 2017
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Rathaus, Brockenstraße 5, Schierke.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.


Vortrag: Rüstungsaltlasten im Harz – Werk Tanne: kaum bekannt, aber immer noch brisant

Goslar. Am kommenden Donnerstag, 23. März 2017 um 18 Uhr referiert der BUND-Geologe Dr. Friedhart Knolle aus Goslar im Büro der Goslarer Umweltverbände, Petersilienstraße 23 in Goslar, zu einem bis heute oft verdrängten Thema – den Rüstungsaltlasten Werk Tanne in Clausthal-Zellerfeld und Werk Kiefer in Herzberg. Noch in diesem Jahr beginnen neue Untersuchungen des Landkreises Goslar auf einer Altlast des Werks Tanne mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld. Was steckt dahinter?

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begannen die ersten Planungen für einen massiven Ausbau der Spreng- und Kampfstoffproduktion in Deutschland. Dazu gehörte auch die heute nur unter seinem Tarnnamen „Werk Tanne“ bekannte TNT-Produktionsstätte am Stadtrand von Clausthal-Zellerfeld. Das Werksgelände ist zum größten Teil bewaldet und befindet sich im Besitz der IVG. Der Großteil der Fläche ist jedoch wegen des dort vorhandenen Gefährdungspotenzials immer noch nicht frei zugänglich. Bereits Anfang 1934 hielten Experten im Oberharz Ausschau nach einem geeigneten Gelände für eine „Tri-Fabrik“ („Tri“ = Trinitrotoluol). Dabei wurden sie auf dem Hochplateau zwischen Clausthal und Altenau fündig, wo alle erforderlichen Rahmenbedingungen wie Verkehrsanbindungen, Strom- und Wasserversorgung, Tarnung u.a. erfüllt waren. Ende 1936 war die Sprengstoffabrik in ihren Grundzügen bereits fertiggestellt. Wie viele seiner Schwesterwerke, so z.B. in Hessisch-Lichtenau, war auch Werk Tanne ein sog. "Schlafwerk", das nach seiner Fertigstellung zunächst "eingemottet" wurde, um dann kurz vor dem Überfall auf Polen in Betrieb genommen zu werden.

In der Sprengstoffabrik Tanne wurde zum einen der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt, weiterhin wurden TNT und andere angelieferte Sprengstoffe in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt. Ein wichtiger dritter Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die z.T. krebserregend sind, finden sich bis heute im Werk und im Grundwasser unter dem Werk und belasten die Umwelt. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche jüngst saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Umweltbelastung. Sogar im Wasser des 13 Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer waren so giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode ging, wo die Giftstoffe einst in Schluckbrunnen bei Petershütte versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Der Neutralisationsschlamm der Kläranlage des Werks Tanne wurde z.T. mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld abgelagert - er enthält bis heute ein erhebliches Potential krebserregender Stoffe und wird 2017 näher untersucht.

Noch unbekannter ist das Werk Kiefer in Herzberg. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn auch hier sickern Giftstoffe aus der Sprengstoff-Abfüllung in den Untergrund und belasten das Grundwasser des Pöhlder Beckens. Das Werk liegt am Fuße des berühmten Fachwerkschlosses. Bevor im April 1945 eine verheerende Explosion das Ende der Fabrik besiegelte, wurden dort im Auftrag des Deutschen Reiches unter Verwendung von flüssigem Trinitrotoluol Tellerminen und Granaten gefüllt. Das Gelände ist aus diesem Grund mit einem Zaun abgesperrt, aber der hält die Schadstoffe nicht zurück. Der Untergrund des Mühlengrabens besteht nämlich aus gut durchlässigen Schottersedimenten, die die Schadstofffracht schnell weiter transportieren. Kiesige Niederterrassensedimente stehen auf verkarstetem Zechstein an, wodurch ein Transport in tiefere Grundwasserstockwerke gegeben ist. Bereits 1913 wurde durch den Geologen Thürnau auf den Grundwasserkontakt zum Pöhlder Becken und damit zur Trinkwasserversorgung von heute 20.000 Menschen hingewiesen. Vor diesem Hintergrund ist eine Kontamination des Sickerwassers im Herzberger Mühlengraben mit bis zu 13 mg TNT/l als eindeutig gefährlich einzustufen. Dieses Gefährdungspotential ist spätestens seit 1987 durch Gutachten bekannt. An mehr als 20 Messpunkten wurden damals am Pfingstanger die hochgiftigen Verbindungen Trinitrotoluol, Dinitrobenzol, Nitropenta, Hexogen und Pikrinsäure im Boden gefunden.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Anl. Foto aus dem Werk Tanne frei mit dieser PI, Foto Jürgen Wode.


Bildvortrag von Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017“

Braunlage - Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 17. März um 19:30 Uhr hält Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg diesen mit beeindruckenden Fotos bestückten Vortrag. Der Diplombiologe hat das Nationalparkhaus selbst von 2009 bis 2015 geleitet und engagiert sich weiterhin vielseitig ehrenamtlich im NABU.

 

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit soll für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden, so Thomas Appel, der heutige Leiter des Nationalparkhauses.

 

Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren. Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand. Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

 

Walter Wimmer wird auch besonders auf die Situation des Waldkauzes in der Region Harz und Harzvorland eingehen.

 

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

 

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Zeit: 19:30 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.

 

Foto NABU-Kampagne „Vogel des Jahres 2017“: https://www.nabu.de/fotos/nabu-waldkauz-dietmar-nill.jpg  (Foto: Dietmar Nill, NABU)
 


Brockenhaus vorübergehend geschlossen

Wernigerode - Brocken.

Wegen Baurbeiten muss das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus
vom 13. - 17. März 2017 leider geschlossen bleiben.

In den letzten Wochen fanden intensive Sanierungsarbeiten im Brockenhaus statt. Wegen Arbeiten an den Etagendecken muss das Haus daher in der kommenden Woche vollständig für den Besucherverkehr geschlossen werden.

Das Team des Brockenhauses bittet um Verständnis und freut sich wieder auf zahlreiche Besucher
ab Samstag, dem 18. März.

Foto des Brockenhauses von Walter Wimmer.


UNSER HARZ März 2017: Zahnradbahnen im Harz, Der „Erfurter Kammerofen“ am Hausberg bei Hörden, Ein Leben für die Musik – Helene Elster, Blankenburg, Alte Häusernamen im Bergdorf Lerbach: Sägemühle/Marienburg, Loipenspuren im Nationalpark Harz – was nicht jeder sieht

Clausthal-Zellerfeld. Auch im Bereich der Eisenbahntechnik gingen weltweit wirkende Impulse vom Harz aus. Das Zahnradsystem des Schweizers Roman Abt wurde hier zum ersten Mal bei der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn eingesetzt - nach vorherigen Testfahrten. Später kam es auch in Sankt Andreasberg und in Oker zum Einsatz.

Am Karstwanderweg des Südharzes bei Hörden finden sich Reste eines alten Gipsofens, der eine für die hiesige Gegend unübliche Bauweise zeigt. In der Gipsausstellung in der alten Grundschule in Walkenried finden sich jedoch Entwürfe über die Bauweise des Erfurter Kammerofens, die, wie hier dargelegt wird, mit der Ruine dieses Gipsofens übereinstimmen.

Helene Elster, 1860 in Blankenburg am Harz geboren, gründete dort gemeinsam mit der Klavierlehrerin Agnes Scheffler eine angesehene Musikschule zur Ausbildung von Musikern und Musiklehrern, die bis in die 1920er Jahre bestand. Durch ihr pädagogisches Geschick verstand es Frau Elster, ihre Schüler gezielt zu fördern, so dass die Schule schon bald einen guten Ruf hatte und in größere Räumlichkeiten umziehen musste. Auch bereicherte Frau Elster mit zahlreichen Musikveranstaltungen das gesellschaftliche Leben in Blankenburg.

Mit der Marienburg wird ein weiteres historisches Haus in Osterode-Lerbach mit seiner langen Geschichte beschrieben und im Nationalparkforum wird nochmal Rückschau auf den Winter genommen und das nicht immer Geschäft mit dem Loipenspuren auch bei widrigsten Witterungsbedingungen dargestellt.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Anl. Foto von Henning Ohmes frei mit dieser PI: Loipenspuren im Nationalpark Harz.


Jahresbroschüre 2017 erschienen - Im Harz bisher nur im Landkreis Harz
Fahrtziel Natur – Im Urlaub kostenlos mobil mit Bus und Bahn
 

Wernigerode. Die drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn empfehlen Ihnen in ihrer soeben erschienen Broschüre 2017 Reiseziele, die Sie ohne Auto entdecken können. Reisen Sie umweltfreundlich mit der Bahn in atemberaubende Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate vom Wattenmeer bis zum Alpenraum.

Vor Ort ermöglichen Ihnen attraktive Angebote eine flexible, autofreie Mobilität. In zehn Fahrtziel Natur-Gebieten wird zum Beispiel die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Vorlage der Kur- bzw. Gästekarte angeboten. Die vorbildliche Zusammenarbeit aller Partner wurde mehrfach ausgezeichnet; unter anderem als internationales Vorzeigemodell mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich und als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Viefalt“.

Mit Fahrtziel Natur in Graubünden wurde die Kooperation 2016 in die Schweiz übertragen. Ziel ist es, den Besucherverkehr in den Bündner Pärke auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern. Initiatoren des Pilotprojektes sind das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und Postauto Graubünden.

Lassen Sie sich von der Vielfalt inspirieren. Reisen Sie umweltfreundlich in die Natur. So tragen Sie aktiv dazu bei, die Naturschätze auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Kostenlos mobil mit Bus und Bahn – wo geht das?

Insgesamt zehn der 23 Fahrtziel Natur-Gebiete bieten Urlaubern die Mobilität vor Ort auf Gästekarte an. So einfach funktioniert es: Sie erhalten automatisch bei der Ankunft vom Gastgeber eine Kur- oder Gästekarte, die gleichzeitig als Fahrschein für den ÖPNV gilt. Mit diesem Service nutzen Sie während Ihres Aufenthalts öffentliche Nahverkehrsmittel kostenlos. Sie können entspannt den Ausblick genießen und müssen sich keine Sorgen um einen Parkplatz machen. Der Umstieg auf den ÖPNV ist mit der Gästekarte bequem und einfach. Dieses nachhaltige Mobilitätsangebot bieten Ihnen zum Beispiel Gastgeber in über 140 Gemeinden im Schwarzwald, in 23 Gemeinden im Bayerischen Wald, in sechs Gemeinden in den Ammergauer Alpen, in elf Orten im Thüringer Wald, im Landkreis Harz, in fünf Orten im Berchtesgadener Land, in den Ostseebädern Göhren, Sellin und Baabe auf Rügen und in Bad Hindelang im Allgäu.

Nachdem das Land Niedersachsen nach langen Vorbereitungen jüngst nunmehr die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, kann das Erfolgsmodell HATIX hoffentlich bald auch auf den Westharz ausgedehnt werden.

Weitere Informationen zu den Mobilitätsangeboten in Fahrtziel Natur-Gebieten finden Sie in der neuen Broschüre oder auf www.fahrtziel-natur.de.


Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.

Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1.3.2017 um 17 Uhr statt.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 5.6.2017
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.


25.2.2017, Wernigerode: Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz

Wernigerode. Am 25.2.2017 findet ab 9 Uhr in der Hochschule Harz, Wernigerode, Friedrichstraße 57 - 59, Hörsaal C, das Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz statt. Da viele Verbände länderübergreifend arbeiten, werden auch Teilnehmer aus Niedersachsen und Thüringen erwartet.

Nach einer Eröffnung durch Dr. Uwe Wegener und den Jahresberichten der Verbände mit anschließender Diskussion und Kurzbeiträgen folgt ein Vortrag von Anje Weber (Büro für Wildforschung und Artenschutz) zur Populationsentwicklung von Iltis, Fischotter, Biber und Wolf in Sachsen-Anhalt. Ende ca. 14.30 Uhr. In der Mittagspause ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Weitere Details siehe Anlage. >>> Einladung

Anl. Foto frei mit dieser PI: Wichtiges Projekt des Naturschutzes in Sachsen-Anhalt: der Brocken, Foto Siegfried Richter.


Blick über den Bauzaun – Sonntagsspaziergang auf Sichtweite des Offizierscasinos

Noch steht das Casino – unnahbar für Dritte. Geschichtsverein Goslar, Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, SPD-Abteilung Nord/Goslar, Spurensuche Harzregion e.V., Stadtführergilde und die Stadtteilvereine Jürgenohl / Kramerswinkel und Ohlhof laden ein, wenigstens über den Zaun einen Blick auf das Ensemble aus Unterkünften für Offiziere und Offizierscasino zu werfen. Am Sonntag, den 19.02.2017 laden sie zu einem Spaziergang entlang des Bauzauns und der Einfriedung des zukünftigen Wohngebietes „Am Brunnenkamp“ ein. Die Führung startet um 14:30 Uhr an der Zufahrt zur Asklepios Klinik Goslar.
Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Günter Piegsa, geht es zur ehemaligen Zufahrt des Fliegerhorstes an der Ostwache. Umfangreiche Baumfällungen ermöglichen einen Blick auf den zukünftigen Wohnbereich und das Offizierscasino. Dr. Donald Giesecke, Chronist des Fliegerhorstes, wird hier über die Geschichte des Horstes informieren: Wo lag was, wieso gibt es einen abgesetzten Wohnbereich für Offiziere, was hat es mit dem Casino auf sich? Da die Baustelle nicht betreten werden darf, wäre eine Ausrüstung mit Operngläsern, Fernrohren und Feldstechern hilfreich.
Der Geologe Dr. Friedhart Knolle wird über die vermuteten und realen Altlasten auf dem Gelände des Fliegerhorstes berichten, aber auch über das nahegelegene Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Dabei wird auch das Schicksal des „auf der Flucht“ erschossenen Häftlings Karl Peix angesprochen.
Am östlichen Grundstücksende wird der Vorsitzende der SPD-Abteilung Nord, Gert Kannenberg, die fehlende Bürgerbegegnungsstätte thematisieren und die Chancen, die eine Umnutzung des Casinos böten. Ein schöner Blick auf das Gut Grauhof und das Harzvorland wird die hervorragende Lage des Wohngebietes deutlich werden lassen.
Die etwa einstündige „Zaunbegehung“ soll einen Eindruck von der Lage des Geländes vermitteln und dabei helfen, das bisher verschlossene Grundstück und das verborgene Casino wenigstens „aus der Ferne“ und durch erläuternde Informationen kennen zu lernen und räumlich einordnen zu können. Er soll Auftakt für weitere Besuche werden, damit sich die Bürger auch auf diesem Wege den ehemaligen Fliegerhorst als Stadtteil Goslars und künftig zugängliches, benachbartes Quartier aneignen können.

Foto: Blick auf das Offizierscasino mit dem Fliegerdenkmal, Foto Epping


UNSER HARZ Februar:
Arbeit im Zollgrenzdienst an der DDR-Grenze im Harz; Diabas im Harz – das Gestein des Jahres 2017; Rudolf Klas, ein Osteroder Maler; Einiges über Litfaßsäulen in Osterode am Harz; Dr. Karl Sanders stiftet dem Nationalpark Harz geologisch-gesteinskundliche Sammlung seines Vaters Dipl.-Ing. Karl-Wolfgang Sanders

Clausthal-Zellerfeld. Noch immer ist die ehemalige deutsch-deutsche Grenze im Harz sehr präsent. Viele Entwicklungen, Anekdoten und Begebenheiten aus dieser Zeit schildert der Bericht über den Zollgrenzdienst bei Braunlage. Darüber hinaus stellt er eine kleine Nachkriegsbiografie dar.

 

Das Gestein des Jahres 2017 ist der Diabas. Da er im Harz weit verbreitet ist, wird er mit seiner Entstehungsgeschichte, seinen Lagerstätten und seinen Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt.

 

Auch Rudolf Klas, ein Osteroder Maler, dessen Bild schon auf der Titelseite bewundert werden kann, ist Thema des Februarheftes.

 

Seit 150 Jahren prägen Litfaßsäulen das Bild unserer Städte, auch wenn sie daraus mehr und mehr verschwinden. In Osterode existieren noch fünf dieser Säulen, die hier gezeigt werden, ebenso wie die nicht mehr vorhandenen. Außerdem wird auch ihr Erfinder, der vor 200 Jahren geborene Ernst Litfaß, vorgestellt.

 

Aufschlüsse in der „Klassischen Geologischen Quadratmeile“ am Nordwestrand des Harzes sind heute nicht mehr so zahlreich vorhanden wie in vergangenen Jahrhunderten, weshalb geologische Sammlungen aus diesem Raum an Bedeutung gewinnen. Eine solche Sammlung von Dr. Karl Sanders ist nun von seinem Sohn dem Nationalpark Harz gestiftet worden.

 

Der im Januar in der Vorschau angekündigte Beitrag über die Waldwirtschaft wird in einem späteren Heft erscheinen, da neueste Forschungsergebnisse noch in den Text eingearbeitet werden.

 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement): 

Altenau: GLC-Touristinformation

Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,

Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

 

Foto: Der renaturierte Diabas-Steinbruch Wolfshagen, Foto Specht.


Enttäuschender Landtagsbeschluss bestätigt “lex Biallas” in Sachen des Goslarer Offizierscasinsos

Goslar. Die Petition des Geschichtsvereins Goslar zum Erhalt des Offizierscasinos auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Goslar blieb erfolglos: Der Wortlaut der Empfehlung ist bisher nur in Rudimenten durch die Presse und eine Email des örtlichen MdL Dr. Saipa an den Geschichtsverein Goslar bekannt. Danach folgte der Landtag der Empfehlung des Petitionsausschusses in dessen klosterkammerfreundlichen Auslegung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes.

 

Nach § 10 Absatz 5 des Gesetzes bedürfen genehmigungspflichtige Maßnahmen an Kulturdenkmalen, die sich im Eigentum oder Besitz einer von der Klosterkammer Hannover verwalteten Stiftung befinden, zwar keiner Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. Dass sich die Kammer aber wie jeder andere an die materiellen Vorschriften des Gesetzes zu halten hat, so an die Pflicht zur Erhaltung (§ 6), wird beiseitegeschoben. Das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz: ein lex Biallas.

 

Das Denkmalschutzgesetz verfolgt anspruchsvolle Ziele: Denkmale werden ganz bewusst nicht aus dem Denkmalschutz entlassen. Anderenorts und üblicherweise müssen sie, soweit wirtschaftlich vertretbar, erhalten und notfalls jahrzehntelang leer auf eine bessere Zukunft harren. Eine wirtschaftliche Unvertretbarkeit liegt beim Casino nicht vor – entsprechende Nachweise wurden erbeten, konnten aber nicht vorgelegt werden. Damit zeigt sich gegenüber der üblichen Praxis eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung, wenn in diesem Fall die Klosterkammer Hannover unter der Überschrift „Stiftung“ mit dem Casino „kurzen Prozess“ machen darf. Nicht etwa zur Wahrung des Stiftungszweckes: Hier nutzt sie eine ihr eingeräumte Möglichkeit, um Geld zu machen, das anderenorts (nach Abzug der Verwaltungskosten) in Denkmäler investiert wird.

 

Von vornherein bestand seitens der Klosterkammer keinerlei Interesse am Erhalt des Offizierscasinos. Denn ausgehandelte Bedingung für ein Engagement der Klosterkammer war, dass das Offizierscasino abgerissen wird und so weitere Baugrundstücke akquiriert werden können. Das erklärt, weshalb potentielle Investoren und Interessenten mit überhöhten Kostenschätzungen konfrontiert und logischerweise auch abgeschreckt wurden.

 

Die Beziehungen der Klosterkammer zu Fliegerhorst und Stadt sind vielfältig. Zunächst wurde bei der Errichtung des Fliegerhorstes in den 1930er Jahren Gelände an den Reichsfiskus erstmals verkauft, mit der Gründung des Stadtteils Jürgenohl nach dem Zweiten Weltkrieg war die Klosterkammer wieder involviert und letztlich wurde 2016 der 15 ha große Bereich um das Offizierscasino für einen Euro „erworben“. Hier gehen die Erschließungskosten zu Lasten der Klosterkammer und nach der Portionierung des Geländes werden 2/3 für mehrere Millionen verkauft. Bei dieser monetären Zielsetzung ist kein Platz für ein Denkmal, das vielleicht auch im Hinblick auf die Geschichte der Klosterkammer Hannover unerwünscht ist: Sie feiert 2018 ihren 200. Geburtstag.

 

Innerhalb von 3 1/2 Wochen schnellte die Zahl der zum Erhalt des Casinos nur allein schon auf konventionellem Wege abgegebenen Unterschriften auf 1.300! Zur Übergabe an den Landtagspräsidenten kam es erst gar nicht wegen "vollendeter Tatsachen!" Es bleibt breites Unverständnis auch über die Haltung des Landtages. Und Unverständnis über politisches Handeln erzeugt Politikverdrossenheit.

 

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Casinos, der Geschichtsverein Goslar, die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, die SPD-Abteilung Nord/ Goslar, der Verein Spurensuche Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/ Kramerswinkel und die dazu gestoßene Stadtführergilde, sind enttäuscht über diesen Umgang mit Geschichte. Die Beseitigung baulicher Zeugnisse macht Geschichte nicht ungeschehen und steht im Gegensatz zu vielen Sonntagsreden.

 

Da im Denkmalschutz kein Klagerecht für Bürger besteht, kann gegen die Entscheidung der Klosterkammer nicht vorgegangen werden. Für die Weiterführung der Unterschriftensammlung ist unter den jetzigen Umständen kein Raum mehr vorhanden. Die Initiatoren werden die vorliegenden Listen nach Auswertung und Kommentierung der Empfehlung des Landtages Herrn Ministerpräsidenten Stephan Weil übersenden. Der Fall wird als „Lehrstück“ von Demokratie aufgearbeitet. Die Klosterkammer wird vor der Veröffentlichung Gelegenheit bekommen, sich zu den Aussagen zu äußern.

 

Anl. Foto: Das Offizierscasino mit dem Fliegerdenkmal von Prof. Georg Fürstenberg 2016 nach Freistellung vom Baumbewuchs durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst, Foto Uwe Epping.


Winterspaß am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Wernigerode. Egal ob Schnee oder Frühlingswetter – das Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz lädt zu einem abwechslungsreichen Ferienprogramm für die ganze Familie ein.

So wird am Dienstag, dem 7. Februar die Kreativität unserer Besucher gefordert. Bei Schnee soll die Wiese am HohneHof in eine Welt voller lustiger Schneefiguren verwandelt werden. Ob nun Tiere, Märchenfiguren oder Fantasiegestalten, hier ist Kreativität und Geschick gefordert! Sollten die Schneeverhältnisse dazu nicht ausreichen, so kann man im warmen Haus bei Basteleien aus Holz und Papier unter sachkundiger Anleitung kleine Kunstwerke entstehen lassen.

Am Mittwoch sind die kleinen Naturforscher mit ihrem Wissen gefragt. Hier gehen wir der Frage nach „Wie überstehen Tiere im Wald den Winter?“. Anschauliche Unterstützung gibt bei dieser Frage auch das Info-Mobil des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt, das für zwei Tage am HohneHof Station macht.

Am Donnerstag, den 9. Februar steht dann die große Feuerschale im Mittelpunkt. Ob nun Stockbrot backen, Basteln oder das Infomobil erkunden, hier sollte für alle Interessen etwas zu finden sein.

Der Freitag wird dann zu einem kleinen Ausflug in die Geschichte des HohneHofs eingeladen. Bei einem Treff am großen Backofen wollen wir erkunden, was die Bewohner des damaligen „gräflich-stolbergischen Meyerhofs“ hier wohl gegessen haben. Mit einigen Hintergrundinformationen und etwas Fantasie werden kleine Leckereien entstehen, die wir dann im Backofen backen und anschließend essen können. Ein spannendes Experiment, nicht nur für Kinder!

Alle unsere Veranstaltungen beginnen um 11.00 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof! Wir freuen uns auf viele große und kleine Gäste!

Irmtraud Theel
Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der Waldgeist am HohneHof im Winter. Foto Nationalpark Harz.


Gemeinsamer Beirat für den Nationalpark Harz neu konstituiert – Dr. Uwe Wegener und Lutz Peters neue Vorsitzende

Wernigerode. Am 24. Januar 2017 traf sich der neue gemeinsame Beirat des Nationalparks Harz zu seiner konstituierenden Sitzung. Zuvor hatten die zuständigen Umweltministerien in Hannover und Magdeburg die 40 Beiratsmitglieder offiziell berufen. Als Vorsitzenden wählte der Beirat Dr. Uwe Wegener, den langjährigen wissenschaftlichen Leiter des ehemaligen Nationalparks Hochharz. Sein Stellvertreter wurde Lutz Peters, der Bürgermeister der Stadt Herzberg am Harz.

In den Nationalparkgesetzen beider Bundesländer ist festgelegt, dass im gemeinsamen Nationalparkbeirat wichtige Akteure aus der Region in die Arbeit der Nationalparkverwaltung eingebunden sind. Er hat beratende Funktion und seine wesentliche Aufgabe besteht darin, Verständnis für den Wert des Gebietes und die notwendigen Schutzmaßnahmen bei der ortsansässigen Bevölkerung zu erreichen sowie der Nationalparkverwaltung Anregungen zu geben, um den Park zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zu den 40 Mitgliedern des länderübergreifenden Beirats gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Landkreisen, Städten und Gemeinden. Weiterhin sind alle Interessengruppen vertreten, die durch die Thematik Nationalpark berührt sind, z.B. Naturschutzverbände, touristische Institutionen, Handwerks- und Handelskammern und viele mehr.

Foto: Bürgermeister Lutz Peters, links, und Dr. Uwe Wegener, rechts, Foto Nationalpark Harz, Mandy Gebara


Seminarreihe: Thema Bergwiesen und Bergwiesenschutz im Harz - Mythen und Sagen am 4. Februar 2017

Bergwiesenkunde für Wanderführer/ -innen
Grundlagenseminare: 13. Mai 2017, 9:00-17:30 Uhr
10. Juni 2017, 9:00-17:30 Uhr
Bergwiesen sind schon seit Jahrhunderten Teil des sogenannten „Harzer Dreiklangs“: Ortschaften, Bergwiesen und Wälder.
Das Grundlagenseminar vermittelt Ihnen die wichtigsten Kenntnisse über Entstehung, Bedeutung, Gefährdung, Schutz und Pflege sowie über den Artenreichtum. Zusätzlich wird ein Einblick in die didaktischen Grundlagen gegeben.
Lernen Sie die Bergwiesen als typischen Bestandteil des Harzer Landschaftsbildes besser kennen und tragen Sie mit der Verbreitung des Wissens zum Schutz dieser bunten und lebendigen Schätze bei. Mit Ihrem Wissen können Sie anschließend das touristische Angebot im Bereich der Wanderführungen als Bergwiesenkundler bzw. Bergwiesenkundlerin mit gestalten und bereichern. Die fachliche Kompetenz wird durch die Seminarbescheinigung belegt.
Achtung! Die Teilnahme an einem der Grundlagenseminare ist verpflichtend für die Teilnahme an einem der Vertiefungsseminare.

Internationales Haus Sonnenberg
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg

Weitere Informationen unter: http://www.sonnenberg-international.de/index.php?id=176

Foto: Nationalpark, Schafgarbe auf Bergwiese


Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland

Sankt Andreasberg. „Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland“ – das ist das Thema der Titel des Lichtbildvortrages, der am 27. Januar 2017 im Nationalparkhaus in Sankt Andreasberg angeboten wird. Referent ist Eberhard Müller aus Herzberg. Der pensionierte Konrektor ist Mitglied im Verein „Arbeitsgemeinschaft heimischer Orchideen“ und verfügt über einen reichhaltigen Fundus an wunderschönen Fotos.

Im botanischen Teil der Präsentation werden die seltenen, schönen und vom Aussterben bedrohten Pflanzen des Harzes und des nördlichen und südlichen Harzvorlandes in ihren Lebensräumen vorgestellt. Dabei bilden die heimischen Orchideen den Schwerpunkt.

Es geht aber nicht nur um Botanik. Auch Schmetterlinge, Landschaften, Städteansichten und sonstige Schönheiten aus dem Harz und Umland werden dem Publikum im Nationalparkhaus, das vom NABU Niedersachsen betrieben wird, präsentiert.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Termin: Freitag, 27. Januar 2017, 17:30 Uhr

Der Eintritt ist frei

Anl. Foto: Fotograf Eberhard Müller


Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2016 erschienen
Schwerpunktthema Forschung und Dokumentation

Wernigerode. Mit dem 89 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht 2016 steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Schwerpunktthema des Heftes sind die verschiedenen Forschungsarbeiten im Nationalparkgebiet. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.

 

Im Vorwort des Tätigkeitsberichts 2016 berichtet Nationalpark-Leiter Andreas Pusch über ein großes Ereignis, das der der Nationalpark Harz gleich zu Beginn des Jahres 2016 feiern konnte – das zehnjährige Jubiläum der Fusion der beiden Nationalparkteile. Im feierlichen Rahmen der Kaiserpfalz Goslar gratulierten als Hauptredner die Ministerpräsidenten der beiden Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Stephan Weil und Dr. Reiner Haseloff. Sie betonten unisono, dass die Fusion eine ökologische und regionalpolitische Erfolgsgeschichte ist und beide Länder den gemeinsamen Weg auch zukünftig beschreiten wollen.

Bei der Würdigung des Erreichten nahm der Fortschritt in der natürlichen Waldentwicklung einen großen Raum ein. Die Buche kommt gut dabei voran, ihre natürlichen Standorte allmählich wieder zu besiedeln. Unterstützt durch Waldentwicklungsmaßnahmen konnte der Anteil der Naturdynamikzone an der Gesamtfläche von 41 % zu Beginn der Fusion auf nunmehr 60,3 % gesteigert werden. Damit konnte in 2016 ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Nationalparks Harz zu 75 % „Natur Natur sein lassen" bis zum Jahr 2022 gesetzt werden.

 

Im Bericht dargestellt werden weiterhin die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Die Forschungsarbeiten sind jedoch das Schwerpunktthema dieses Heftes – die Kapitel umfassen die Arbeiten an der Vegetationskarte, das Gewässermonitoring, die Waldforschung, das Luchsprojekt, die Fledermäuse über- und untertage, das Brutvogelmonitoring, die Wirbellosenfauna, den Brockengarten sowie Berichte über die Treffen der ehrenamtlichen Kartierer und die durchgeführten wissenschaftlichen Tagungen.

 

Abgerundet wird der Tätigkeitsbericht mit Inhalten der Waldentwicklung, der Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements sowie der Leistungen im Bereich EDV und Fotomonitoring. Weitere Themen sind die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Weiterhin finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von externen Partnern.



Nur noch wenige Tage bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2017 bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

 

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Gewässeruntersuchung mit Jugendlichen im Nationalpark Harz – eine Umweltbildungsaktivität mit Commerzbank-Umweltpraktikanten, Foto Nationalpark Harz


UNSER HARZ Januar - Der Oderteich – Eine 300 Jahre alte Talsperre und ihre Reparatur; Die Konradsburg, Stammburg der Falkensteiner; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 2

Clausthal-Zellerfeld. Für 175 Jahre war der 1721 fertiggestellte Oderteich Deutschlands größte Talsperre. Fast 200 Jahre lang diente er der Versorgung des Sankt Andreasberger Bergbaus mit Aufschlagwasser, seit der Stilllegung des Bergbaus 1913 erzeugt sein immer noch durch den Rehberger Graben geleitetes Wasser Strom. Im letzten Jahr wurden die langwierigen Reparaturarbeiten an der Striegelanlage des zum Welterbe gehörenden Oderteichs beendet. Schon lange war bekannt, dass es Undichtigkeiten gab und immense Mengen Wasser am Striegel vorbeiflossen. Als klar wurde, dass sie in den Dammkörper drangen, war rasches Handeln gefragt. Was sich nun abspielte, wird in unserem Artikel über die Sanierung des Oderteichs detailliert beschrieben.

Südlich von Ermsleben, am Ende des Selketals, liegt die Konradsburg. Ihrer möglichen Gründung und wechselvollen Geschichte, vor allem als Benediktinerkloster, spürt der nächstfolgende Beitrag nach.

Der Inhalt wird ergänzt durch den zweiten Teil der Mitteilungen, was vor 100 Jahren im Harz die Zeitungsmeldungen verkündeten. Von Offiziersbeleidigung ist die Rede, von der Ansiedlung der Mufflons, wie die Gastronomie sich veränderte, aber auch weitere Berichte von Wildereien, Unglücken, Straftaten, Gefallenen und Kriegsgefangenen prägen das Themenspektrum.

Im Nationalparkforum wird die Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof am vergangenen Volkstrauertrag dokumentiert einschließlich der gehaltenen Reden, in denen angesichts der hier bestatteten sinnlos gefallenen jungen Soldaten und Zwangsarbeitern kritische Fragen gestellt werden.

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Titelseite und Fotos des Oderteichs von Walter Wimmer.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Unterschriftensammlung zum Erhalt des Goslarer Offizierscasinos gestartet – „Werte bewahren – Identität stiften“ 

Goslar. Ein Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen startet eine Unterschriftensammlung zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst in Goslar. Angestoßen von der SPD-Abteilung Nord/Goslar schließen sich die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der Verein Spurensuche in der Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/Kramerswinkel und der Geschichtsverein Goslar zusammen, um über die bisherigen Aktivitäten hinaus vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Haltung zu äußern.

Der Protest ist dringend erforderlich: Offenbar hat die Klosterkammer Hannover bereits Unternehmen aufgefordert, Angebote zum Abbruch bis Mitte Februar abzugeben. Die Klosterkammer behauptet, das Gebäude sei baufällig und nennt Sanierungskosten von bis zu 5 Mio. Euro – eine Summe, die nach Ansicht des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Günter Piegsa, selbst Architekt, aus der Luft gegriffen ist.

Nach wie vor verfolgt die Klosterkammer Hannover („Werte bewahren – Identität stiften“) den Abbruch des Offizierscasinos. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege als Einzeldenkmal innerhalb eines Gesamtensembles von Denkmalen einstuft. Es ist ein herausragendes Zeugnis der Garnisonsgeschichte der Stadt Goslar und von baukünstlerischer Bedeutung. Errichtet unter den Nationalsozialisten, wurde es jahrzehntelang auch durch die Bundeswehr genutzt. Nachnutzungen sind denkbar: als Begegnungsstätte für Jürgenohl, als Kindertagesstätte, Seniorenresidenz, Gaststätte, Bürogebäude u.a.m. Doch daran hat die Klosterkammer kein Interesse: Angeblich fand sich bisher kein Nutzer. Tatsächlich wurden Nutzer abgeschreckt.

Während bei „normalen“ Eigentümern von Denkmalen hohe Bauunterhaltungsausgaben durch die Denkmalpflege verursacht werden, will die Klosterkammer sich der Unterhaltung entziehen. Obwohl sie das Gebäude für weniger als einen Euro quasi geschenkt bekam, will sie eine Gesetzeslücke für sich ausnutzen und sich entgegen der ansonsten üblichen Denkmalpraxis den Abbruch selber genehmigen. Offenbar will die Klosterkammer vollendete Tatsachen schaffen.

Für den Erhalt des Casinos als wichtiges Zeugnis der Geschichte Jürgenohls und der Stadt Goslar, für dessen Umnutzung, für die Einhaltung der Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und gegen eine Ungleichbehandlung von Denkmaleigentümern sollen die Unterschriften gesammelt werden. Die Listen liegen aus beim Reisebüro Eine am Markt in Jürgenohl und in der dortigen Bürgerbücherei Robert-Koch-Straße. In der Altstadt kann unterschrieben werden beim Herrenausstatter Helmbrecht (Schuhhof), in der Bäckerei Bachmann (Breite Straße) und in den Buchhandlungen Bücherbär (Schilderstraße) und Tippach (Petersilienstraße). Unterschriften können auch bei den Trägern der Aktion und in deren Veranstaltungen abgegeben werden.


Damit das weithin unbekannte Gebäude, das wie der gesamte ehemalige Fliegerhorst von einem hohen Zaun abgeschirmt ist und bisher nur zu bestimmten Anlässen zugänglich war, einem größeren Kreis bekannt wird, haben die Mitglieder des Bündnisses ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält Grundriss und Ansichten, alte und neue Fotografien, die das Casino außen und innen zeigen und eine Beschreibung des Gebäudes und seiner Geschichte. „Diese Terra incognita muss endlich ans Licht geholt werden“, so Dr. Friedhart Knolle, durchaus doppeldeutig, für den Verein Spurensuche Harzregion. Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Blick von der Musikempore in den Großen Saal des Goslarer Offizierscasinos; Foto Epping


Nationalparkverwaltung Harz wünscht Frohes Neues Jahr und erinnert an Feuerwerksverbot - Zum Schutz der Natur darf auch zum Jahreswechsel im Nationalpark kein Feuerwerk gezündet werden

Wernigerode. Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. An diese Bestimmung, die sich in den beiden Nationalparkgesetzen für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gleichermaßen findet, erinnert die Nationalparkverwaltung Harz und bittet alle Bürger, sie zum Schutz der Tiere und Pflanzen strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden diese plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung erkannt.

Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen. Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgern einen guten und umweltfreundlichen Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2017!

Anl. Grafik frei mit dieser PI, Foto Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz.


Kaffee für den Luchs

Wernigerode - Bad Lauterberg. Die Harzer Kaffeerösterei von Mark Schnibbe hat ihren Sitz seit 2007 in Bad Lauterberg. Auch seine Kaffeemanufaktur hat seither ihren festen Platz im Stadtbild Bad Lauterbergs und verwöhnt mit leckeren Kaffeespezialitäten sowie feinen Süßigkeiten. Mit seinem neuen „Luchskaffee“ unterstützt der Unternehmer nun das Luchsprojekt des Nationalparks Harz.

Es ist die Philosophie von Mark Schnibbe, seinen Kaffee fair und sozial zu handeln und zu rösten. Dafür reisen er und seine Mitarbeiter in die Herkunftsländer ihrer Bohnen und haben so immer ein Auge auf die Anbaumethoden und die sozialen Arbeitsbedingungen vor Ort. Diese sind der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und einen fairen Handel mit den Kleinbauern und den Plantagen. Direkt vor der Tür der Harzer Kaffeerösterei liegen die einmalige Natur und der Artenreichtum des Harzes. Mitunter streift sogar nachts der Luchs um das Firmengebäude, das ehemalige und vielen Einheimischen bekannte Sägewerk Haltenhoff. Für Mark Schnibbe spielt daher auch die Ökologie vor der eigenen Haustür eine wichtige Rolle. Er möchte seine Produkte in besonderer Weise mit der Harzer Heimat verbinden. Ein Konzept, das überzeugt und gut zum Nationalpark Harz passt. Aus diesem Grund ist ein gemeinsames Projekt entstanden.

Mark Schnibbe hat sein neuestes Produkt, den „Harzer Röstkaffee“, seinem heimatlichen Mittelgebirge gewidmet. Nicht zufällig ziert ein Luchskopf die Kaffeetüte als Verpackung der braunen Bohnen. Für jedes verkaufte Kilo Kaffee fließen 50 Cent an das Luchsprojekt des Nationalparks. Das Geld fördert so auf direktem Wege die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit für die größte europäische Katzenart. Seit Kurzem ist der Harzer Röstkaffee in verschiedenen Märkten, Restaurants, Hotels und Nationalparkhäusern der Region erhältlich.

Im Jahr 2000 starteten das Land Niedersachsen und die Landesjägerschaft gemeinsam die Wiederansiedlung des Luchses im Harz. Seither hat sich die Harzer Luchspopulation zu einer der vitalsten in ganz Europa entwickelt. Die Pinselohren sind längst zu einem Aushängeschild der Region geworden und breiten sich in das Umland des Mittelgebirges aus.

Wir wünschen Ihnen und den Ihren auf diesem Wege ein friedliches Fest und ein gutes 2017!

Anl. Foto frei mit dieser PI: Ole Anders (rechts) übernimmt das erste offizielle "Luchs-Kaffeepaket" von Mark Schnibbe. Foto: Nationalpark Harz.


Über 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz online

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz steht ab sofort online. Über 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Luchsfütterung, Brockengartenbesuch, Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Sie möchten nach Ihrem Feierabend die Natur erleben, am Lagerfeuer Interessantes erfahren oder in der Dämmerung den Stimmen der Natur lauschen? Unter der Rubrik „After-Work-Naturerlebnisse“ haben wir auch in diesem Jahr wieder spannende Veranstaltungen in den frühen Abendstunden zusammengestellt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2017“ ist als Download verfügbar unter

http://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Unterwegs-im-Nationalpark-2017

oder hier Unterwegs im Nationalpark Harz 2017

Alle Termine sind außerdem bei uns im Internet in der Rubrik „Veranstaltungen“ einsehbar. Mit Hilfe der Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2017 in den Nationalpark planen.

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das gedruckte Programm steht nach Weihnachten zur Verfügung.


Wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com 

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Die Commerzbank Umweltpraktikanten Bastian Deinert (mit Kindergruppe an der Hohne-Eiche bei Drei Annen-Hohne, Foto Julia Zigann) und Julius Weimper (mit dem von ihm entworfenen Schild zum Insektenhotel Sankt Andreasberg, Foto Walter Wimmer) im Nationalpark Harz.