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Aktuell 2018


22. Naturschutztag des Harzklubs am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne
2018 findet der Naturschutztag des Harzklubs bereits zum 22. Mal statt. Austragungsort wird in diesem Jahr das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne sein. Der Harzklub-Zweigverein Wernigerode und der Nationalpark Harz wollen einen unvergesslichen Tag gestalten.


Natur-Erlebniszentrum HohneHof (Foto: Frank Steingaß)

Direkt am Löwenzahn-Entdeckerpfad und inmitten von Bergwiesen liegt dieser idyllische Hof. Harzklubmitglieder und Gäste erwartet ein reichhaltiges Programm. Kinder können Geochaching ausprobieren, an zahlreichen Ständen knifflige Aufgaben rund um die Natur lösen oder das Harzer Höhenvieh live erleben. Daneben ist für Naturfreunde jeden Alters etwas dabei, so z.B. Harzer Imkerei, Wildfischverein, naturverträgliches Mountainbiking oder ein Kettensägenkünstler. Der Nationalpark stellt sich und seine Junior-Ranger vor. Diese präsentieren interessante Ideen zum Thema Upcycling, die sie in einem Projekt gemeinsam mit den Freiwilligen des Nationalparks entwickelt haben. Weiterhin wird auch das Harzer Luchsprojekt vorgestellt und Harzklub-Zweigvereine berichten aus ihrer Arbeit und zeigen eigene Projekte.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Auf die Gäste warten selbstgebackener Kuchen und regionale Spezialitäten, wie die Bratwürste vom Harzer Höhenvieh. Musikalisch begleitet die Big Band der Musikschule Schicker durch den Tag. Offizieller Beginn ist am 26. Mai 2018 ab 13 Uhr. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist bereits ab 10 Uhr geöffnet.

Anreise und Barrierefreiheit
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof erreichen Sie nach einem ca. 15-minütigen Fußweg vom Parkplatz oder Bahnhof in Drei Annen Hohne. Der HohneHof ist weitgehend rollstuhlgerecht im Außenbereich und komplett rollstuhlgerecht in der 1. Etage des Innenbereichs. Behindertengerechte Toiletten und zahlreiche barrierefreie Angebote stehen zur Verfügung.


"Wald-Sinfonie" - Impressionistische Fotografie vom 31. Mai bis 30. September 2018 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg

Ab dem 31. Mai 2018 lässt die Berliner Fotokünstlerin Antje Schulz im Nationalparkhaus Ilsetal den Wald auf ungewöhnliche Art und Weise erklingen. Ihre impressionistischen Fotografien, ausschließlich „gemalt“ mit der Kamera, vereinen Formen, Farben und Licht. Sie erinnern an Werke von Malern wie Vincent van Gogh und Caspar David Friedrich.

Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung der Ausstellung um 17.30 Uhr herzlich eingeladen oder können sie im Anschluss zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besuchen.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


impressionistische Fotografie von einem Wasserfall und einem mit grünen Pflanzen bewachsenen Bachbett
Foto: Wildbach Hochharz von Antje Schulz

Stille Landschaften und traumhafte Wälder verschmelzen zu einer Sinfonie visueller Imagination, die die Betrachter einladen möchte, die Natur intensiv zu spüren und ihr neu zu begegnen. Hierfür entwickelte die Fotografin eine eigene abstrakte Fototechnik, bei der die Bilder digital nicht verfremdet werden. Neben bekannten Werken der Künstlerin werden bisher unveröffentlichte abstrakte Fotografien gezeigt.

Begleitet wird die Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Fotografin von einem Klangwelten-Film mit sphärischer Musik von Antje Schulz, die neben der Fotografie auch Musik ausschließlich nach Gehör komponiert. Darüber hinaus findet zur Eröffnung eine kostenlose Führung statt, bei der die Fotografin Interessierten Einblicke in die Arbeitsweise der abstrakten Fotografie bietet.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter

www.impressionistische-fotografie.de

www.facebook.com/impressionistische.fotografie

https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/2018_Waldsinfonie_AntjeSchulz/?r=96132830


BUND-Infostand in der Wernigeröder Innenstadt

Wernigerode. In dieser Woche steht bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018

ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)

am Nicolaiplatz in Wernigerode, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

Foto: BUND


UNSER HARZ Mai 2018 erschienen
Fritz Reinboth: Auf den Spuren des Lithographen Friedrich Trackert: Orte des Stiftsamts Walkenried um 1848
Uwe Fricke: Auslösung K atastrophenalarm im Landkreis Goslar
Eva Brandt: Caspar, Melchior un Balthasar
Friedhart Knolle und Fritz Reinboth: Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz
Nationalpark-Forum: Zum 90. Geburtstag von Forstmeister Heinz Quitt

Welche Herausforderungen der Klimawandel durch vermehrte Unwetter mit sich bringt, stellt Kreisbrandmeister Uwe Fricke im Artikel „Auslösung des Katastrophenalarms im Landkreis Goslar“ dar. Die Bilder der Überschwemmung sind sicherlich jedem Harzer noch im Gedächtnis.Ein Mensch, der sich für die Natur einsetzt und schon lange eingesetzt hat, ist der Forstmeister Heinz Quitt, aktiver Naturschützer seit 67 Jahren und zeitweise 2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks (GFN). Anlässlich seines 90. Geburtstages würdigen Wegener, Knolle und Karste im Nationalparkforum sein Engagement.
Zwei Artikel befassen sich mit historischen Themen: F. Reinboth vergleicht die Ansichten einiger Orte des Stiftsamts Walkenried, die
Friedrich Trackert um 1848 in Lithographien festgehalten hat, mit den heutigen Motiven. Im Artikel „Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz“ geht er zusammen mit F. Knolle den Spuren der älteren Bergbaugeschichte nach.
Obwohl die Geschichte in ostfälischer Mundart über die Sternensinger besser in den Januar passt, ist ihr Anliegen doch zeitlos. Wie Sascha aus Kasachstan über die religiösen Grenzen zwischen katholisch und evangelisch hinweg Geld für arme Kinder in Uganda sammelt, öffnet das Herz. Der Autorin, Eva Brandt, gelingt es, große Themen ganz im Alltag, „bei uns“, ankommen zu lassen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.
Willi-Bergmann-Str. 11.


Neuer Buchenwald in Kisten

Wernigerode. „Natur Natur sein lassen“ ist das Leitmotiv der Nationalparke, auch im Harz. Doch es gilt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben vorwiegend in der Kernzone, der sogenannten Naturdynamikzone, die den größten Teil der Nationalparkfläche einnimmt. In der umgebenden Naturentwicklungszone, die noch knapp 39 % des Nationalparks umfasst, wird der Natur Hilfe zur Selbsthilfe hin zu mehr natürlicher Dynamik gegeben.

Dazu kommen in diesem Frühjahr zum ersten Mal Containerpflanzen in größerem Umfang bei der Nationalpark-Waldumwandlung hin zu naturnahen Wäldern zum Einsatz, so Sabine Bauling, Leiterin des Wald-Fachbereichs im Nationalpark Harz.

Die kleinen Buchenpflanzen wurden im Frühjahr 2017 in Containern ausgesät und können jetzt im Alter von einem Jahr in die Waldumwandlungsflächen im Nationalpark gepflanzt werden.

Das Saatgut, die Bucheckern, stammt aus dem Nationalparkrevier Scharfenstein, wo es 2016 geerntet wurde. Insgesamt wurden 70.000 Containerpflanzen angeliefert – daraus können ca. 35 ha neuer Naturwald werden.

Der Vorteil der Containerpflanzen ist, dass die Wurzeln von Erde umhüllt sind und somit sich die Pflanzzeit verlängern lässt. Das ist gerade in diesem Turbo-Frühjahr von Vorteil. Die Laubbäume haben in einem sehr kurzen Zeitraum ausgetrieben, so dass die Zeit für die herkömmliche Pflanzung mit wurzelnackten Pflanzen rasch vorbei ist.

Mit der Frühjahrspflanzung von Buchen kommt der Nationalpark Harz seiner Zielstellung, mehr Naturnähe in die Wälder zu bringen und verdrängten Pflanzenarten, hier der Buche, wieder einen Platz zu geben, ein weiteres Stück näher, so Bauling.

Die Buche war in der Vergangenheit bis zu einer Höhenlage von ca. 750 m über NHN die dominierende Baumart im Harz. Zwei Drittel der Nationalparkfläche wären von den natürlichen Waldgesellschaften her Buchenwälder.

Die Rückkehr der Buche in den Nationalpark Harz ist ein langer Weg. Die ersten Ergebnisse sind aber sichtbar, gerade jetzt, wo das frische Laub austreibt. Es wird etwa 80 Jahre dauern, bis die kleinen Buchen selbst Bucheckern tragen und zur Waldverjüngung beitragen werden.


BUND-Infostand in der Goslarer Innenstadt

Goslar.
Ab dem heutigen Montag, den 7. Mai 2018 bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018
steht ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)
in der Rosentorstraße in Goslar, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit,
beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

Foto: BUND Westharz.

 


Klimawandel – was kommt da auf uns zu? Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Wernigerode - Braunlage. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft - darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen?

 

In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle am 15. Mai ab 19 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.
 

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen.

 

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg 

Datum: Dienstag, 15.5.2018 

Zeit: 19:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr


Alles neu macht der Mai –
Nationalparkwerkstätten aktiv für den Wandertourismus und die Besucherlenkung

Wernigerode - Braunlage.
Die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstätten Oderhaus und Wernigerode sind jetzt wieder in der Nationalparkfläche unterwegs.

Witterung, Sturm und der Zahn der Zeit haben einigen Besucherlenkungseinrichtungen zugesetzt.

Die Wintermonate wurden genutzt, um Schilderbäume, Hinweistafeln und vieles mehr zu erneuern oder zu überarbeiten. Nun beginnen die Außenarbeiten mit dem Aufstellen der neuen Schilder.

Foto: Aufbau der neuen Wanderwegetafel am Eingang zum Odertal, links Hansjürgen Lange und recht Olaf Rüscher, die beide in der Nationalparkwerkstatt in Sankt Andreasberg-Oderhaus arbeiten.

Foto: Nationalpark Harz.

 


Brockengartensaison startet schon am 7. Mai

Blüten der Brockenanemonen geben den „Startschuss“ für die erste Gartenführung eine Woche früher erwartet

Der Klimawandel lässt grüßen: Durch die milde Witterung des vergangenen Monats haben die Brockenanemonen in diesem Jahr bereits am 27. April ihre ersten Blüten ausgebildet. Im vergangenen Jahr waren am 10. Mai noch keine Blüten zu entdecken. Da die Blüte der Brockenanemone in den vergangenen 28 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison gegeben hat, soll das auch in diesem Jahr so sein. Die erste Gartenführung der Saison 2018 findet daher nicht wie vorgesehen am 14. Mai, sondern schon eine Woche eher, am Montag den 7. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühender Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.

Foto: Blühende Brockenanemone, Foto: Dr. Gunter Karste


Gemeinsames Engagement für einen naturnahen Wald – über 50 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Nationalpark Harz

Würzburg / Wernigerode, 20.04.2018

Vom 22. April bis 5. Mai 2018 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit insgesamt über 50 Freiwilligen aus ganz Deutschland erneut im Nationalpark Harz im Einsatz, um verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchzuführen. Unter den Teilnehmenden sind in der ersten Woche 20 junge Erwachsene, die im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule für die biologische Vielfalt ein alternatives Seminar während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs besuchen. Kooperationspartner sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste aus Brandenburg. Außerdem nehmen sechs Forstauszubildende vom Staatsbetrieb Sachsenforst an dem Projekt teil. In der integrativen zweiten Woche sind vier Teilnehmende mit Beeinträchtigungen und ihre Betreuerinnen und Betreuer der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland aus Elze dabei. Ziele der Einsätze sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Ehrenamtlichen auch über die Projektwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Unterstützt werden die Projektwochen von der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher.

Unter der Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden die Freiwilligen in der Waldumbauzone des Parks insgesamt 5.000 standortheimische Rotbuchen und Schwarzerlen im Voranbau unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer pflanzen, um den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern und zur Wildnisentwicklung zu fördern. Darüber hinaus werden ein Hordengatter zum Schutz der Pflanzungen vor Wildverbiss und ein Erdsitz zur Unterstützung der Wildbestandsregulierung errichtet. Außerdem bauen die Freiwilligen nicht mehr benötigte Wildschutzzäune ab und führen Laubholzpflege sowie Entfichtung zugunsten stabiler und gemischter Jungwälder durch. Auch die Pflege eines Felsbiotops und eine Bachrenaturierung stehen auf dem Programm.

Neben der Arbeit ist unter anderem auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes am Projektstandort und auch allgemein besser verständlich zu machen und die vielfältigen Funktionen dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwochen ist es, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Einsatzwoche einmal ganz neu." Auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz, wie Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. weiß: „In den zwei Wochen treffen ganz unter-schiedliche Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen aufeinander. Gemeinsam arbeiten alle an dem gleichen, wichtigen Ziel." Es bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten.

Engagement der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher

Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., das seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, das Vorhaben der Waldentwicklung hin zur Wildnis im Nationalpark. Bei den Einsatzwochen von 2010 bis 2017 wurden bereits insgesamt 40.000 standortheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne 100 Millionen Bäume, in der sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Davon finden 17 Wochen im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen statt, acht Einsatzwochen sind dieses Jahr als integrative Projekte ausgeschrieben.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden, Anmeldung zu den Projektwochen unter: www.bergwaldprojekt.de.

Weitere Informationen:

Nationalpark Harz
Dr. Friedhart Knolle
Presse, Marketing und Regionalentwicklung
Tel.: 03943 5502 32
Mobil: 0170 22 09 174
E-Mail: info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de 

Jonathan Schüppel (Bergwaldprojekt e.V.), mobil: 0172 2938948
Peter Naumann
Projektförster und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0831 512 7635
Mobil: 0171 207 2265
E-Mail: presse@bergwaldprojekt.de, www.bergwaldprojekt.de 


Gespräche bei Zanthier - Dr. Friedhart Knolle und Arne Bastian - Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian.

Einem zu warmen Winter folgte 2017 ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz, Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Seesen und andere Kommunen waren betroffen, von Städten im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von drei Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Am Dienstag, dem 24. April2018 um 19 Uhr im Zanthier-Zimmer des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!
Gesellschaft der Freunde und Förderer e.V. STIFTUNG KLOSTER ILSENBURG
Schloßstraße 26 – 38871 Ilsenburg

Foto: Hochwasser in Goslar 2017, Foto Cramer, Goslar


Geocacher unterstützen Nationalpark Harz mit Müllsammelaktion
CITO-Event startet zum 13. Mal an Walpurgis ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wenn die Hexen tanzen, schlägt es 13 und die guten Geister aus schwärmen aus – so beginnt keine Gruselstory, sondern eine echte Erfolgsgeschichte zu Walpurgis. Bereits zum 13. Mal treffen sich am 30. April 2018 Geocacher aus ganz Deutschland im Harz. Seit 8 Jahren sammeln sie dabei zur Abwechslung keine Caches, sondern den Müll anderer Leute. Damit wollen sie der Natur, in der sie ihr erlebnisreiches Hobby ausüben, etwas zurückgeben und Vorbild für andere sein. Mit einem „Cache-in-Trash-out"-Event unterstützt die Community seit acht Jahren den Nationalpark Harz bei der Bekämpfung eines wachsenden Müllproblems. Denn nicht nur im Nationalpark Harz, sondern vielerorts in der Natur nehmen die Müllprobleme leider wieder zu.


Geocacher sammeln Müll im Nationalpark Harz (Foto: Markus Gründel)

Die Welt ist ihr Spielfeld. Geocacher auf dem ganzen Globus verstecken Caches, übersetzt „geheime Lager", und vermerken ihre GPS-Koordinaten, damit andere Geocacher sie finden können. Allen Caches gemein ist der Gedanke, den Suchenden einen besonderen Ort zu zeigen. Auch im Nationalpark Harz warten zahlreiche Caches darauf, entdeckt zu werden. In einem sensiblen Schutzgebiet wie einem Nationalpark ist die Naturverträglichkeit der Caches und der damit zusammenhängenden Versteck- und Suchaktionen natürlich besonders wichtig. Deshalb arbeiten Geocaching-Akteure und der Nationalpark Harz seit vielen Jahren zusammen.

Eine dieser Kooperationen ist eine Umweltaktion zu Walpurgis, die jedes Jahr aufs Neue hunderte Geocacher in den Harz lockt und säckeweise Müll aus dem Wald holen lässt. Ins Leben gerufen wurde sie vom Hannoveraner Geocaching-Experten und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel, gemeinsam mit dem Nationalpark Harz.

„Wer einmal müllsammelnd durch den Wald gegangen ist, achtet danach viel stärker darauf, keinen Müll in der Landschaft zu hinterlassen. Dieses Bewusstsein und die Achtsamkeit für die Natur wollen wir stärken", erläutert Gründel den Hintergrund der Aktion. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Und Spaß macht es natürlich auch".

Unter dem Motto „Das große Aufräumen" startet das 13. Geochacher-Walpurgis-Event am 30. April 2018 im Nationalpark Harz. Die Initiatoren von cacherban.de haben gemeinsam mit den Nationalpark-Rangern insgesamt zehn verschiedene Touren ausgearbeitet, um einen möglichst großen Bereich des Naturschutzgebietes vom Müll des letzten Jahres zu befreien. An neun Müllsammelpunkten nehmen Revierförster und Ranger die vollen Säcke entgegen.

International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Aktionen genannt – „Cache in, trash out" oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen. Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben – deshalb wird mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll gesammelt und mit aktiver Unterstützung der Nationalpark-Ranger entsorgt.

Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort erhalten Teilnehmende das Arbeitsmaterial und eine kleine Überraschung. Um 18 Uhr findet der Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang. Eine Verlosung und die Vorstellung der diesjährigen limitierten Coin-Edition runden den Abend ab. Für Stempeljäger gibt es zudem den ganzen Tag eine Sonder-Stempelstelle der Harzer Wandernadel am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.


Nationalpark Harz übergab Waldführer-Plaketten 2018 - 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer schlossen ihre Fortbildungen 2017 erfolgreich ab

Wernigerode - Braunlage. Neben den hauptamtlichen Rangern begleiten im Nationalpark Harz auch zahlreiche ehrenamtliche Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer fachkundig Wandertouren und Exkursionen. Die Zulassung dafür erfolgt erst nach einer umfangreichen Schulung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen eine Plakette, die sie sich durch laufende Fortbildung jährlich neu erarbeiten müssen. Jüngst erhielten 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer ihre Plaketten für das Jahr 2018. Dafür haben sie an mindestens fünf dreistündigen Veranstaltungen der Fortbildungsreihe des Nationalparks in 2017 teilgenommen.

Pünktlich zur Plakettenübergabe im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg wurde das neue Fortbildungsprogramm vorgestellt. 2018 bietet der Nationalpark Harz wieder sieben dreistündige und drei ganztägige Fortbildungsveranstaltungen an, die von Kollegen aus allen Nationalpark-Fachbereichen abgedeckt werden.

Neben aktuellen Themen wie dem Wildtier des Jahres 2018, der Wildkatze, der aktuellen Borkenkäferstrategie des Nationalparks oder Ergebnissen der Luchsforschung wird es auch Informationen zur Wolfsverbreitung, Waldforschung, Amphibien und Neophyten im Nationalpark oder der Bestandsaufnahme von Flechten geben. Eine Veranstaltung zur Führungsdidaktik und ein Arbeitseinsatz zur Bekämpfung von Neophyten runden das Angebot ab. Darüber hinaus wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Anschluss an die Verleihung der Plaketten wurde über die Zukunft des Waldführersystems diskutiert. Die Ehrenamtlichen führten 2017 eigene Wanderungen durch und unterstützten die Nationalparkverwaltung sowie die Nationalparkhäuser bei diversen Veranstaltungen. Mit ihrem Engagement trugen sie so wieder hervorragend zum Verständnis für die Nationalparkziele und die Nationalparkphilosophie sowohl inner- als auch außerhalb der Region bei. Da noch weiteres Potenzial besteht, dienen die Ergebnisse der Diskussion als Grundlage für eine Umstrukturierung des Waldführersystems in 2019.

Foto: Die Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer bei der Plakettenübergabe 2018 vor dem Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg (Foto: Sandra Meckbach-Wolter)


Natur-Erlebniszentrum HohneHof lockt zu Entdeckungen in der Natur

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. In der Osterferienwoche möchte das Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit verschiedenen Angeboten zum Start in den Frühling einladen.

So sind wir am Dienstag, den 27. März, auf der Suche nach dem Frühling. Bei einem kleinen Spaziergang rund um den HohneHof sammeln wir verschiedene Naturmaterialien, die anschließend bei Bastelarbeiten für die Osterdekoration verarbeitet werden.

Am Mittwoch, den 28. März, laden wir bei möglichst schönem Frühlingswetter zu einer spannenden Wanderung auf den Spuren von Glasmachern und Köhlern ein. Gemeinsam mit dem Ranger geht es bei einer ca. dreistündigen Entdeckungstour zu den Wirkungsstätten früherer Harzbewohner. Bei schlechtem Wetter gibt es ein Alternativprogramm rund um den HohneHof.

Am Donnerstag, den 29. März, stimmen wir uns bereits auf das Osterwochenende ein. Unter der Überschrift „Eierfärben einmal anders“ wird getestet, wie auch mit Zutaten aus der Natur Eier gefärbt werden können.

Alle diese Veranstaltungen beginnen jeweils um 11 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof!

Besonderer Höhepunkt wird auch in diesem Jahr wieder das große Ostereiersuchen am Samstag, den 31. März sein. Unter dem Motto „Finde das Goldene Ei“ laden wir zum Frühlingsausflug mit der ganzen Familie ein. Pünktlich um 11 Uhr beginnt die Suchaktion, bei der es wieder viele Überraschungen und attraktive Preise zu gewinnen gibt.


Auch an allen anderen Tagen freuen wir uns natürlich über viele kleine und große Besucher. Übrigens startet, wenn das Wetter es zulässt, der beliebte Löwenzahnentdeckerpfad wieder in die neue Saison und ist somit ein lohnenswertes Ziel für den Osterspaziergang!

 Foto von Irmtraud Theel: Ostereier mit Naturfarben.


Neue Kästen zum Nachweis von Haselmäusen im Nationalpark Harz

Wernigerode. Die Zusammenarbeit zwischen der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH und dem Nationalpark Harz in Sachen Naturschutz hat eine langjährige Tradition. Neben dem Bau einer Wasserstation am Natur-Erlebniszentrum HohneHof wurden zum Beispiel auch Nistkästen für die seltenen Wasseramseln gebaut.

Für das neue Haselmaus-Projekt wurden über Winter im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe Wernigerode ganz besondere „Nistkästen“ angefertigt. Diese Kästen dienen nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte, als Vogelbrutkästen, sondern werden aufgrund der speziellen Maße gern von Kleinsäugern wie der Haselmaus als Wohnhöhle angenommen. Durch das Anbringen und die Kontrolle der Spezialkästen kann man feststellen, ob es im Umfeld noch die vom Aussterben bedrohten und europaweit streng geschützten Haselmäuse gibt.

Haselmäuse sind eigentlich gar keine richtigen Mäuse, sondern Nagetiere aus der Familie der Schläfer. Schläfer deshalb, weil sie von Ende Oktober bis April in geeigneten Verstecken den Winter „verschlafen“, also Winterschlaf halten. Die Artengruppe der Schläfer unterscheidet sich von den richtigen Mäusen nicht nur durch ihre Lebensweise, sondern auch äußerlich durch den buschigen Schwanz. Zu den nächsten Verwandten der Haselmaus zählen die ebenfalls streng geschützten und im Harz vorkommenden Siebenschläfer und Gartenschläfer.

Als dämmerungs- und nachtaktive Tiere bewohnen Haselmäuse bevorzugt unterholzreiche Laub- und Mischwälder. In den höheren Lagen des Nationalparks werden aber auch strukturreiche Fichtenwälder besiedelt. Wie schon ihr Name verrät, halten sie sich gern in Bereichen auf, wo es viele Haselsträucher gibt, denn Haselnüsse zählen im Herbst zu ihrer Lieblingsspeise. In Sachsen-Anhalt ist die Haselmaus vor allem im Süden und Südwesten des Landes, also auch im gesamten Harz, verbreitet. Aufgrund der zurückgezogenen Lebensweise ist es aber schwierig, den genauen Tierbestand zu erfassen. Der Nachweis ist aber notwendig, da die Europäische Union in bestimmten Abständen die Bestandsentwicklung der Haselmäuse in den Mitgliedsstaaten, also auch in Deutschland, abfragt. Stellt man fest, dass die Bestände in bestimmten Gebieten rückläufig sind, müssen verstärkt Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.


Das Projekt, das über drei Jahre laufen soll, dient der Wissenserweiterung über die Verbreitung der Haselmäuse auf dem Gebiet des Nationalparks. Wer sich an der Suche nach Haselmäusen außerhalb des Nationalparks beteiligen möchte, kann sich im Internet unter www.nussjagd.de  informieren.

Foto 1 von Otfried Wüstemann frei mit dieser PI: Letzte Handgriffe zur Fertigstellung des Spezialnistkastens – Auszubildende des Berufsbildungsbereichs der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH unter Anleitung des Bereichsleiters Eyk Jordan.
Fotos 2 und 3 (Haselmaus im Kasten): BUND Sachsen-Anhalt.


Walkenrieder Gipsindustrie zerstört weiter die Südharzlandschaft, zahlt aber kaum noch Gewerbesteuer vor Ort

Walkenried. Es ist inzwischen vor Ort ein offenes Geheimnis: Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH hat die Zahlung von Gewerbesteuern am Standort Walkenried auf das gesetzlich unumgängliche Minimum reduziert. Damit kommt die Gemeinde Walkenried in große finanzielle Schwierigkeiten und muss offenbar sogar 600.000 Euro zurückzahlen.

 

Die Entscheidung ist wohl nicht im Südharz gefallen, sondern in der Zentrale in Aachen. Man kann froh sein, dass sich wenigstens die Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht zur Zentrale des Konzerns verlegen lassen, sonst hätte die Firmenzentrale das womöglich auch noch entschieden…

 

Am Ergebnis ändert das nichts. Es wird weiter Landschaft zerstört, es werden Straßen zerfahren und verschmutzt, aber Geld gibt es für den Südharz weniger denn je. Wieviel oder wie wenig es am Ende wird, ist allerdings noch offen. Diese Entscheidung der Zentrale steht wohl noch aus, also welcher Standort dann wieviel erhält.

 

Durch die Entscheidung von Formula ist die Kommune nun in großen Schwierigkeiten und muss eine Bedarfszuweisung beantragen. Ein landschaftszerstörender Betrieb sollte sich gegenüber der zerstörten Region anders aufstellen – und genau ein solches Verhalten hat die Gipsindustrie immer behauptet. Offenbar wollte man damit der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen.

 

Auftragsgutachten der Industrie verschwieg die Schattenseiten des Gipsabbaus

 

2016 veröffentlichte die Südharzer Gipsindustrie ein Auftragsgutachten zur Wertschöpfung der Gipsabbaubetriebe, worüber seinerzeit viel diskutiert wurde. Der Zweck des Papiers war aber schon damals offensichtlich: Es werden die Wohltaten angepriesen, die wie das „Sponsoring“ allesamt steuerlich absetzbar sind, es wird die offensichtlich für sich allein nicht wirklich überzeugende Zahl der Arbeitsplätze um fragwürdige Hochrechnungen zu weiteren Jobs ergänzt, die quasi im Schlepptau dieser Industrie entstehen, und dergleichen mehr. Die Argumentationsnot muss groß sein, denn man verteilt quasi nebenher Seitenhiebe, zum Beispiel auf die Tourismusbranche. Die kann natürlich nicht florieren, wenn sich Gäste mit Grausen abwenden und Urlaubstage nicht inmitten von Steinbrüchen und lärmenden Fabriken verbringen wollen…

 

Kein Wort fand sich in diesem Gutachten allerdings zu den immer größer werdenden Landschaftszerstörungen, zu den um sich greifenden Steinbrüchen, die ganze Ortsbilder wie das von Walkenried irreparabel schädigen, zum immensen, straßenschädigenden Lkw-Verkehr, der sich zwischen Brüchen und Werken durch die Orte wälzt.

 

Beim Blick auf den Kohnstein, den Röseberg oder den Alten Stolberg, um nur einige durch die Gipsindustrie zerstörte Landschaften zu nennen, klingeln die Alarmglocken. „Mit diesem bestellten Gutachten wird der laufende Frontalangriff auf die Südharzer Landschaft flankiert, um die Politiker gefügig zu machen und deren Zustimmung zu immer neuen Abbaufeldern zu erlangen. Deswegen, nur deswegen ist es ernst zu nehmen. Geht es nach der Gipsindustrie, sollen weite Teile der Südharzer Karstlandschaft für immer verschwinden. Mit Hinweisen auf Arbeitsplätze, Steuern und Vereinssponsoring soll der Anspruch auf diese abermalige Zerstörungswelle untermauert werden. Ist der Gips erst einmal weg, sind es die Arbeitsplätze, die Steuern und die Sponsoringgelder auch. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Dessen ist sich die Politik oft nicht bewusst – der Fall Formula Walkenried zeigt es wieder sehr deutlich.

 

Anl. Foto des Steinbruchs Röseberg West bei Walkenried frei mit dieser PI, Foto Dr. Reiner Cornelius.


Sonderstempel und „Auerhuhnsprechstunde“ am Auerhuhngehege bei Herzberg-Lonau

Herzberg-Lonau. Derzeit macht der sogenannte Wandernde Stempelkasten der Harzer Wandernadel am Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz nahe des kleinen Herzberger Ortsteils Lonau Station.

Täglich von 10 - 11 Uhr sind die Lonauer Nationalpark-Ranger zur Fütterung und Pflege der Tiere am Auerhuhngehege anzutreffen und beantworten gerne Fragen zu den im Harz als ausgestorben geltenden Tieren. Unabhängig von den Fütterungszeiten ist das Auerhuhngehege auch sonst jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Am 25. März 2018 ab 10:00 Uhr laden wir alle Wanderfreunde außerdem zur „Stempeltour im Nationalpark: Auerhahnbalz – hautnah“ ein - dann gibt es noch einen zusätzlichen Sonderstempel zur Tour.

Mehr Infos und Wanderempfehlungen unter:

www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege

Foto: Auerhuhn im Schaugehege, Foto Siegfried Richter.


Die Allee des Monats Februar 2018 findet sich im Harz!

Zwischen den Bergstädten Clausthal-Zellerfeld und Wildemann findet sich eine besondere Allee: Versteckt im Wald kann man hier die Allee der Sinne erkunden. In einem relativ dichten Abstand von ca. 5 m finden sich Berg-Ahorne auf einer Länge von knapp 200 m in zwei Reihen parallel zu der Forststraße. Einige Exemplare der Bäume sind bereits über 150 Jahre alt. Die Allee diente ursprünglich als Verbindungsstraße für Pferdegespanne und Wanderer von Clausthal zum alten Johanneser Kurhaus. Der heute parallel dazu verlaufende Forstweg wurde erst später angelegt, da die moderner und größer werdenden Maschinen und Fahrzeuge nicht mehr durch die Allee passten.

Momentan ist die Allee als ein Ausstellungsraum im Freien konzipiert. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Bahn-Sozialwerk, den Niedersächsischen Landesforsten, dem Klosterhof Clausthal-Zellerfeld, dem Verkehrsverein Wildemann und der Jugendgruppe Bad Eibling entstand im Jahr 2015 eine Kunstausstellung in der Allee. Neben den alten Bäumen kann man nun Skulpturen und Installationen unter freiem Himmel bewundern. Die Leitung bei der Arbeit zur Erstellung des Kunstpfades übernahm der Herzberger Maler und Bildhauer Dieter Utermöhlen. Hilfe kam dabei auch von der Gruppe Bildende Kunst Hannover.

  

Skulpturen wie eine große Spinne und Installationen wie ein Klangspiel sind trotz Schneedecke auch im Winter gut zu erkennen. Die Allee liegt im Gebiet der Revierförsterei Wildemann und würd von den Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten entsprechend gepflegt. Nach Auskunft der verantwortlichen Försterin Lara Laubner blieb die Allee trotz der zum Teil heftigen Winterstürme nahezu intakt und nur wenige Äste brachen heraus. So besteht die Allee weiterhin als beliebtes Ausflugsziel und regt dazu an, die Sinne zu schärfen!

Unter https://www.youtube.com/watch?v=AWkYXtpoJBc  findet sich ein kurzes Video zur Entstehungsgeschichte der Kunstausstellung in der Allee.

Zum Hintergrund des Alleenschutzes folgende allgemeine Informationen:
Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Bestand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens" mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/ ). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen. Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.
 

Fotos: Max Peters, Niedersächsischer Heimatbund


Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen – den Harz und andere Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben – ganz ohne Auto

Wernigerode. Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Partner der Kooperation sind Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in 23 Fahrtziel Natur-Gebieten in Deutschland, der Schweiz und Österreich – eines davon ist der Nationalpark Harz.

 

Jetzt ist die Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen, die mit detaillierten Informationen zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort sowie attraktiven Reiseangeboten in allen DB-Reisezentren ausliegt. Eine große, ausfaltbare Karte mit allen vergleichbaren Angeboten in ganz Deutschland befindet sich im Inneren der Broschüre.

 

Auch der Harz ist für viele Reisen viel besser mit Bus und Bahn zu erreichen als oft angenommen wird. Eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr bietet sich daher an.

 

Gemeinsam mit dem Partner HATIX fördert der Nationalpark Harz vor Ort die Verknüpfung attraktiver Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten. Mit anderen Worten: In sensiblen Naturräumen soll der touristische Verkehr vom Auto möglichst auf den öffentlichen Nahverkehr verlagert werden. Das spart C02-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen oder Parkplätze zu suchen – das sind für viele Gäste Argumente, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

 

Ein praktisches Beispiel für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort ist das HATIX-Mobilitätsangebot, siehe www.hatix.info/de. Übernachtungsgäste im Landkreis Harz erhalten in teilnehmenden Betrieben das Ticket, mit dem sie kostenfrei mit dem Bus die Erlebnisregion nutzen können.

 

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de


„Glanzlichter der Naturfotografie“ 2016 in Ilsenburg – Eröffnung am 28.2.2018 durch Nationalparkleiter Andreas Pusch

21.654 Bildeinsendungen wurden zu diesem Naturfoto-Wettbewerb aus 38 Ländern eingereicht, der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Barbara Hendricks und unter dem Patronat des DVF steht. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.

Diese Zahlen belegen, welche Wertschätzung der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren genießt.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann waren standen die diesjährigen Gewinner der Glanzlichter fest. Die Jury bestand dieses Jahr aus Viola Brandt, Naturfotografin, Andreas Klotz, Naturfotograf und Verleger, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2016“ ist Thomas Kolenbrander aus Deutschland mit "Dramaturgie des Himmels".
Das Siegerbild zeigt einen dramatischen Wolkenhimmel über einer Hochebene auf Island. Hier hat die Natur eine eindrucksvolle Vorgabe gemacht, die der Fotograf mit seiner Kamera optimal einfangen konnte. Es ist die Rückkehr zum Minimalen, um das Maximale auszudrücken – Fotografie pur. Durch die Reduktion auf das Wesentliche gewinnt ein Schwarz-Weiß-Bild seine Ausdruckskraft. Der Fotograf muss schon bei der Aufnahme entsprechend komponieren und die farbige Sichtweise in Schwarz und Weiß sehen.

Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotografin 2016“ ist die 16jährige Eva Haußner aus Deutschland mit ihrem Bild „Aus dem Nichts“. Sie fotografierte die faszinierenden, intensiv grünen Facettenaugen einer Libelle. Diese sollten der Mittelpunkt ihrer Aufnahme werden. So scheint die Libelle wegen der geringen Tiefenschärfe aus dem Nichts zu kommen. Es wirkt, als würde ein Wesen aus einer anderen Welt auftauchen.

Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 18. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage im Mai 2016 statt. Seitdem wandern die Glanzlichter 2016 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Die genauen Ausstellungsdaten finden Sie auf der Website www.glanzlichter.com/Ausstellungen.cfm - nun sind sie bald in Ilsenburg angekommen.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in einer der Ausstellungen anzuschauen, kann alle Bilder mit ausführlichen Informationen zum Bild auch im dazu erscheinenden Buch „Glanzlichter 2016“ sehen. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen.

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
„Glanzlichter 2016 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Mittwoch, 28.2.2018 um 17 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 21.5.2018
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.


20. Februar 2018, Vortrag in Braunschweig: Über Braunschweig bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle als Umweltsünden des Bergbaus im Harz und in der Oker – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora

Goslar - Braunschweig. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind weit über Braunschweig hinaus bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Die Ursachen sind klar: Im Zuge der der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Altkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee.

Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Harzer Geologen Dr. Friedhart Knolle am 20. Februar 2018 um 19 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig. Veranstalter ist der Verein der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.

Foto: Die schöne Seite der Altlasten - Hallersche Grasnelke auf einer Schlackenhalde. Foto Kison.


Loipen und die meisten Wege im Nationalpark wieder frei 

Wernigerode. Die meisten Loipen und auch Wanderwege im Nationalpark sind am bevorstehenden Wochenende wieder frei, allerdings ist bei ihrem Begehen immer noch Vorsicht wegen der Sturmschäden geboten. Auch darf sich niemand falsche Vorstellungen über den Zustand der Loipen machen – da wir die Wege nur mit Technik freischneiden konnten, siehe Foto aus dem Raum Torfhaus, sind die Loipen teilweise in einem nicht befahrbaren Zustand, zumal Tauwetter herrscht. Eine Ausnahme stellt derzeit noch der steile Bereiche der Hohne in Sachsen-Anhalt dar – dort sind unsere Mitarbeiter noch dabei, die Wege freizuschneiden, weil das Gelände teilweise sehr schwer zugänglich ist. Ebenfalls weiterhin gesperrt ist der Magdeburger Weg – eine Umleitung ist ausgeschildert.



Anl. Fotos aus dem Raum Torfhaus frei mit dieser PI, Foto Ulrich Schulze


Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 erschienen – Schwerpunktthemen Waldwildnis und 50 Jahre Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle

Wernigerode. Der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 liegt vor. In seinem Vorwort betont Nationalparkleiter Andreas Pusch, dass die Arbeiten für die Weiterentwicklung des Nationalparks und der Region erfolgreich fortgesetzt werden konnten. „Der Tätigkeitsbericht ist ein Spiegelbild unserer Bemühungen, den vielfaltigen Aufgaben gerecht zu werden, die uns die Nationalparkgesetze und der Nationalparkplan vorgeben. Die Aktivitäten in den Fachbereichen werden dabei gleichermaßen beleuchtet – sei es die Forschung zur Dokumentation der Naturentwicklung, die Maßnahmen zur Unterstützung einer naturnäheren Waldentwicklung oder die Vermittlung all dessen an unsere Region und die vielen Gäste durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. In der Außenwahrnehmung des Nationalparks wurde im abgelaufenen Jahr die Wirkung der Fichtenborkenkäfer wieder dominant. Das Ausmaß, in dem dieses kleine Insekt große Waldflächen innerhalb kurzer Zeit verändert, war zwar zu erwarten, die Rasanz der Entwicklung auch in den höchsten Lagen unseres Mittelgebirges jedoch nicht unbedingt. Im Bereich unserer sehr naturnahen Brockenwälder hatte in der Vergangenheit das kalte Klima eine derart schnelle Entwicklung gebremst. Heute haben wir aber mit ständig steigenden Temperaturen auch in den Hochlagen zu tun, und das in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten extremer Witterungserscheinungen, z.B. Trockenperioden. Das schwächt die Fichten und fördert die Entwicklung der Borkenkäfer“, so Andreas Pusch.

Ein Schwerpunktthema des Berichts ist das Jubiläum unseres Jugendwaldheims. Am 20. September war es soweit: Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle feierte sein 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, fanden sich zum Jubiläum ein, um gemeinsam mit dem heutigen Team eine Feierstunde mit vielen Erinnerungen, Rückblicken, aber auch Eindrücken der Gegenwart zu verbringen. Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Cuxhaven sorgten nicht nur für einen musikalischen Einstieg in die Feierstunde, sondern präsentierten auch beispielhafte Arbeitseinsätze. Der Jubiläumstag stand unter dem Motto "Du wirst ein Teil vom Ganzen bleiben", denn ohne die Arbeit und die Hingabe vieler Menschen, die im Jugendwaldheim gearbeitet haben und immer noch arbeiten, wären wir nie so weit gekommen: Allein seit 2003, der Übergabe des Jugendwaldheims an die Nationalparkverwaltung, haben über 6000 Schüler einen Aufenthalt in der Brunnenbachsmühle verbracht.

Im Bericht dargestellt werden auch die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, weiterhin die Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements und der Leistungen im Bereich EDV sowie Fotomonitoring. Wichtige Themen sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von Partnern.

Mit diesem 83 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit im Harz informiert. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de  heruntergeladen werden.


UNSER HARZ Januar 2018 erschienen

Inhalt: Dr. Donald Giesecke und Günter Piegsa: Auf dem Fliegerhorst wird neu gestartet. Rudolf Zietz: Erinnerungen an die Heidestraße in Herzberg am Harz. Friedrich-W. Wellmer und Jürgen Gottschalk: Leibniz im Harz. Nationalpark-Forum: Neuerscheinung: Quellen im Harz – unterschätzte Lebensräume

Clausthal-Zellerfeld. Die besinnliche Adventszeit liegt nun hinter uns und auch der Jahreswechsel ist mit lautem Knallen oder auch ganz still – je nach Gemüt – vollzogen. Der Beginn eines Jahres ist für viele Menschen eine Zeit, über Veränderungen nachzudenken, Rückschau zu halten und Neues zu beginnen. Rückschau auf das Jahr 1917 halten wir noch nicht, da das Archiv Herrn Hillegeist lange Zeit nicht zugänglich war.

Um Veränderungen geht es im ersten Artikel über den Goslarer Fliegerhorst. Die alten, denkmalgeschützten Gemäuer suchen neue
Verwendung. Dr. Giesecke stellt die Gebäude vor und berichtet über den aktuellen Stand. Ebenfalls um alte Gemäuer und Erinnerungen an deren  verschiedenste Besitzer und Nutzung geht es im Artikel von Herrn Zietz, der über die zweitälteste Straße in Herzberg am Harz, die
Heidestraße, berichtet.

Im Januar werden die Tage wieder länger und oft haben wir im Harz zwar kalte aber doch schöne Tage, die zu Spaziergängen einladen – vielleicht auf dem Leibniz-Erkenntnisweg in Clausthal-Zellerfeld? Prof. Wellmer stellt den Weg vor und präsentiert viel Wissenswertes über Leibniz und  seine Bedeutung für den Harzer Bergbau.

Im Nationalparkforum wird der neue Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz vorgestellt. Er ist dem vielseitigen und anspruchsvollen Lebensraum "Quelle" gewidmet. Quellen sind in Europa stark bedrohte Biotope und wir dürfen uns glücklich schätzen, dass der Harz so viele davon beherbergt. Erkunden Sie doch "Neuland" oder entdecken sie altbekannte Plätze in einem neuen Blickwinkel.

Was auch immer sie inspiriert – Neues oder Altes – ich wünsche uns allen ein friedvolles, beseeltes Jahr 2018.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Quellen im Harz - die unterschätzten Lebensräume

Herzliche Einladung zum 17.1.2018 in den Nationalpark Harz, Wernigerode 

Wernigerode. Am 17.1.2018 veranstaltet die Nationalparkverwaltung Harz in Wernigerode das Kolloquium "Quellen im Harz". Anlass ist das Erscheinens des Bandes Nr. 15 der Nationalpark-Schriftenreihe zum Thema „Quellen im Harz“.

Es findet von 14 – 16 Uhr in der Nationalparkverwaltung Harz, Wernigerode, Lindenallee 35, statt. Die Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.

Programm:

Dr. Kathrin Baumann (Nationalpark Harz): Begrüßung und kurze Einführung

Mathias Weiland (LHW): Einbindung von Quellen aus der gewässerkundlichen Überwachung

PD Dr. Hans Jürgen Hahn (IGÖ): Untersuchungen zu Quellen und Quellfauna im Harz 2013 - 2015

Otfried Wüstemann (Nationalpark Harz): Renaturierung von Quellbiotopen im Nationalpark Harz

Foto: Die Langetalquelle bei Harzgerode. Foto Dr. Holger Schindler.


Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ von Bernd Sternal

Gernrode. Die Harzregion hat in der Vergangenheit zahlreiche Persönlichkeiten hervorgebracht, die Besonderes oder sogar Außergewöhnliches geleistet haben. Andere Menschen haben den Harz als ihre Heimat auserkoren und hier mit ihrer Schaffenskraft Bleibendes geschaffen und hinterlassen.

Einige dieser Menschen möchte der Autor Bernd Sternal mit seinem Werk vor dem Vergessen bewahren, denn sie haben es verdient: Wilhelm August Julius Albert, Karl Blossfeldt, Hermann Bruno Otto Blumenau, Friedrich Adolph Roemer, Gustav Adolf Spengler, Johann August Röbling, Dorothea Christiane Erxleben, Wilhelm Schmidt, Georg Heinrich & Elisabeth Concordia Crola, Emil Mechau, Martin Heinrich Klaproth, Roswita von Gandersheim, Gottfried August Bürger, Carl Friedrich Christian Mohs, Georg Christian Konrad Hunaeus, Albert Friedrich Emil Niemann, Claire von Glümer, Heinrich Engelhard Steinweg, Karl Heinrich Adolf Ledebur, Friedrich August Christian Wilhelm Wolf, Christian Friedrich Gille, Johannes Thal, Andreas Werckmeister, Friedrich Reese und Robert Koldewey.

Geboren wurde die Idee zur Vorstellung Harzer Persönlichkeiten für Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle – und sie stößt dort auf reges Interesse. Wenn sein Werk zudem bei der Leserschaft ankommt, so wir er 2018/19 einen weiteren Band zu Harzer Persönlichkeiten herausgeben, teilt er mit.

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 160 Seiten und ist mit 14 farbigen sowie 84 schwarz-weiß Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7386-5979-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de , und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.


Lust auf ein „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz? Bewerben für ein Commerzbank-Umweltpraktikum bei unseren vier Einsatzstellen - noch bis zum 15. Januar 2018

Wernigerode. Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten die Bewerber! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Einsatzstellen waren das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer oder die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“? Von der Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei….
 
Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

 

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Foto: Praktikantin Stefanie Wude vor dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.


Fast 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz erschienen

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und im Internet auf www.nationalpark-harz.de  zur Verfügung. Fast 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

In diesem Jahr hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. 2018 stehen zudem verschiedene Wanderungen zum Thema „Mit der Harzer Wandernadel im Nationalpark unterwegs“ im Fokus. Stempelfans dürfen sich dabei auf einen Sonderstempel freuen, den es nur bei der Teilnahme an den Veranstaltungen der Sonderreihe gibt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2018“ ist nicht nur in gedruckter Form sondern auch als Download verfügbar unter http://t1p.de/v2018 . Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können ab sofort Termine auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender geladen werden. Eine neue Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2018 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 03943/5502-31 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de  bestellt werden.

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2018!


Harzer Erdgeschichte zum Erleben: Nordwestliches Harzvorland - Die Klassische Quadratmeile der Geologie

Wie an kaum einem anderen Ort Mitteleuropas kann man im westlichen Teil des Harznordrands und seinem Vorland (besser bekannt als „Klassische Quadratmeile der Geologie“) eine Fülle von Gesteinen vom Erdaltertum bis zu jüngsten Ablagerungen auf engstem Raum finden. Durch tektonische Verschiebungen sind im Gebiet zwischen Salzgitter, Goslar und Wernigerode noch heute neben Gesteinen aus dem Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura, Ober- und Unterkreide auch die Gesteine des Erdaltertums mit ihren einstmals ausgebeuteten Erzvorkommen zugänglich. Das Exkursionsgebiet befindet sich mitten im UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und als weitere Besonderheiten kann man beispielsweise das ebenfalls von der UNESCO anerkannte Weltkulturebe der Altstadt Goslar und des Bergwerksmuseum Rammelsberg herausheben sowie die zahlreichen Salzstöcke, die die Vorharzlandschaft gliedern.
Auf insgesamt 7 Streifzügen – unter anderem vom Herzen der Quadratmeile (Goslar) über den nördlichen und südlichen Salzgitter-Höhenzug sowie einem Streifzug rund um Wernigerode und Ilsenburg – führen die Autoren in einer Zeitreise durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte und stellen dabei mehr als 90 interessante Geopunkte vor.
Dieser geologische Führer ist Teil der Reihe „Streifzüge durch die Erdgeschichte“ und vermittelt einen anschaulichen, lebendigen und verständlichen Einblick in die spektakulären Prozesse der Entwicklung unserer Erde über Hunderte von Millionen Jahren. Vielfältige, ergänzende Informationen zu Lehrpfaden, Mineral- und Fossilienfundstellen, Museen und Schaubergwerken motivieren die Leser, den Spuren der erdgeschichtlichen Entwicklung im Gelände zu folgen und machen dieses Buch zu einem idealen geotouristischen Begleiter.

Dr. Friedhart Knolle hat an der TU Clausthal Geologie studiert und wurde an der TU Braunschweig promoviert. Er arbeitet im Nationalpark Harz und ist Autor zahlreicher Beiträge zu geologischen und anderen Harzthemen.

Stefan Mohr ist Diplomingenieur und studiert gegenwärtig Geoinformatik an der Universität Salzburg. Mit der Harzregion und ihrer Geologie ist er bestens vertraut.

Marion Seitz hat einen Bachelor in Geowissenschaften und absolviert derzeit ein Masterstudium an der University of the Highlands and Islands (UK).

Friedhart Knolle/Stefan Mohr/Marion Seitz
Nordwestliches Harzvorland. Die Klassische Quadratmeile der Geologie.
135 S., 105 farb. Abb., 1 Tab., kart., 12 x 19 cm,
ISBN 978-3-494-01598-9, Best.-Nr. 494-01598, € 16,95