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Aktuell 2017

Harzer Erdgeschichte zum Erleben: Nordwestliches Harzvorland - Die Klassische Quadratmeile der Geologie

Goslar - Wernigerode - Liebenburg. Wie an kaum einem anderen Ort Mitteleuropas kann man im westlichen Teil des Harznordrands und seinem Vorland (besser bekannt als „Klassische Quadratmeile der Geologie“) eine Fülle von Gesteinen vom Erdaltertum bis zu jüngsten Ablagerungen auf engstem Raum finden. Durch tektonische Verschiebungen sind im Gebiet zwischen Salzgitter, Goslar und Wernigerode noch heute neben Gesteinen aus dem Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura, Ober- und Unterkreide auch die Gesteine des Erdaltertums mit ihren einstmals ausgebeuteten Erzvorkommen zugänglich.

Als Besonderheiten kann man beispielsweise das Weltkulturebe Altstadt Goslar und Bergwerksmuseum Rammelsberg sowie die zahlreichen Salzstöcke, die die Vorharzlandschaft gliedern, herausheben. Bedeutende Lagerstätten mineralischer Rohstoffe bieten bis heute einen Anreiz zu geologischen Untersuchungen.

Auf insgesamt 7 Streifzügen – unter anderem vom Herzen der Quadratmeile (Goslar) über den nördlichen und südlichen Salzgitter-Höhenzug sowie einem Streifzug rund um Wernigerode und Ilsenburg – führen die Autoren in einer Zeitreise durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte und stellen dabei mehr als 90 interessante Geopunkte vor.

Dieser geologische Führer ist Teil der Reihe „Streifzüge durch die Erdgeschichte“ und vermittelt einen anschaulichen, lebendigen und verständlichen Einblick in die spektakulären Prozesse der Entwicklung unserer Erde über Hunderte von Millionen Jahren. Vielfältige, ergänzende Informationen zu Lehrpfaden, Mineral- und Fossilienfundstellen, Museen und Schaubergwerken motivieren die Leser, den Spuren der erdgeschichtlichen Entwicklung im Gelände zu folgen und machen dieses Buch zu einem idealen geotouristischen Begleiter.

Dr. Friedhart Knolle hat an der TU Clausthal Geologie studiert und wurde an der TU Braunschweig promoviert. Er arbeitet im Nationalpark Harz und ist Autor zahlreicher Beiträge zu geologischen und anderen Harzthemen.

Stefan Mohr ist Diplomingenieur und studiert gegenwärtig Geoinformatik an der Universität Salzburg. Mit der Harzregion und ihrer Geologie ist er bestens vertraut.

Marion Seitz hat einen Bachelor in Geowissenschaften und absolviert derzeit ein Masterstudium an der University of the Highlands and Islands (UK).

Friedhart Knolle/ Stefan Mohr/ Marion Seitz
Nordwestliches Harzvorland
Die Klassische Quadratmeile der Geologie
144 S., 105 farb. Abb., 1 Tab., kart., 12 x 19 cm
ISBN 978-3-494-01598-9, Best.-Nr.: 494-01598, € 16,95


Auf der Spur der Abwasserleitung des Werks Tanne – Rüstungsaltlasten im Harz – Exkursion am 18. November 2017

Osterode am Harz/Clausthal-Zellerfeld. Am Samstag, 18. November 2017, unternimmt die neugegründete BUND-Ortsgruppe Osterode ab 10 Uhr eine Exkursion in den Harz zum Thema „Rüstungsaltlasten“. Hierfür konnte sie den Clausthaler Geologen Dr. Friedhart Knolle gewinnen, der die Gruppe unter anderem zu den Abwasserleitungen des Werks Tanne führen wird.

In der Sprengstoff-Fabrik Tanne wurde im Zweiten Weltkrieg der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt. Darüber hinaus spielten auch andere Sprengstoffe, die in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt wurden, eine Rolle in der Produktion. Ein dritter wichtiger Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die zum Teil krebserregend sind, finden sich bis heute sowohl im Werk selbst als auch im Grundwasser unter dem Werk. Sie belasten die Umwelt schwer. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche kürzlich saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Belastung. Sogar im Wasser des 13-Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst-August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer sind derart giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode führte, wo die Giftstoffe bei Petershütte einst in sogenannten Schluckbrunnen versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Insbesondere dieser Leitung wird die Exkursion nachspüren.

Wegen der längeren Wegstrecken erfolgt die Exkursion per Auto. Treffpunkt ist der Haupteingang des Werks Tanne, Altenauer Straße (Beschilderung „Werk Tanne“ folgen). Stopps sind unter anderem an der historischen Kläranlage an den Pfauenteichen und in Buntenbock geplant, wo die Leitung aufgeständert ein Wiesental überquerte. Von dort führte sie weiter ins Bremketal. Hier wurden die giftigen Abwässer über eine Betonkaskade verrieselt. Nächster Halt sind die Teiche am Veilchenweg an der Wäscherei Kellner im Bremketal. Zwar badeten Generationen sorgloser Kinder dort, doch wussten diese nicht, dass die Teiche im Krieg der Zwischenspeicherung der Giftwässer dienten und noch heute eine Altlast darstellen. Letzter Halt werden die Versickerungsschächte der Giftwässer an der Söse im Stadtgebiete von Osterode-Petershütte sein, wo die Exkursion gegen 16 Uhr auch ihren Abschluss findet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist frei, Spenden sind erwünscht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Foto eines der Schluckbrunnen in Osterode-Petershütte an der Söse, Foto Jürgen Morr.


Eröffnung der Fotoausstellung „HarzNATUR 2017“

Zur Eröffnung der Fotoausstellung „HarzNATUR 2017“
mit den besten Bildern unseres diesjährigen Fotowettbewerbs
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.

Die Eröffnung findet am Freitag, 17. November 2017, um 14 Uhr statt.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 18.2.2018 täglich von
8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet und eintrittsfrei.

 


Lust auf ein „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz? Jetzt bewerben für ein Commerzbank-Umweltpraktikum bei unseren vier Einsatzstellen Torfhaus, HohneHof und in Sankt Andreasberg

Wernigerode - Braunlage. Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten die Bewerber! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Einsatzstellen waren das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer oder die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“? Von der Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei….   Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

 

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Foto: Commerzbank-Praktikantin Henrike Wilmsen auf einer Kräuterwanderung des HohneHofs, Foto Friedhart Knolle, Nationalpark Harz.


Harzer Hilfe für das Thüringer Auerhuhn-Projekt – zwei Nachwuchs-Hennen aus dem Schaugehege Lonau übergeben

Herzberg-Lonau. Jüngst konnte der Betreuer des Auerhuhn-Schaugeheges Lonau, der Nationalpark-Ranger Jens Heim, zwei erst in diesem Jahr hier geschlüpfte Auerhennen an das Thüringer Auerhuhn-Projekt übergeben. Mit großer Freude übernahm Michael Schmidt, Mitarbeiter des Forstamts Saalfeld-Rudolstadt, die Tiere. „Sie werden unserem Artenschutzprojekt für diese vom Aussterben bedrohten Tiere sehr helfen“, so Michael Schmidt bei der Übergabe.

Das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz befindet sich im Herzberger Ortsteil Lonau. Es ist durch einen kurzen, ca. 15-minütigen Spaziergang von der Nationalpark-Informationsstelle und Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau zu erreichen und zeigt in verschiedenen Volieren die beiden Raufußhuhn-Arten Auerhuhn und Birkhuhn. Nach der Auflösung der Revierförsterei Jagdhaus im Jahr 2013 betreuen die Lonauer Ranger das Auerhuhn-Schaugehege, in dem immer wieder auch Nachwuchs ausgebrütet wird. Dies zeigt, dass den Tieren in dem naturnahen Gehege sehr gute Lebensbedingungen geboten werden, so Meike Hullen, zuständige Fachbereichsleiterin im Nationalpark Harz.

Und noch ein Ausblick in das Jahr 2018: Vom 16. Februar bis zum 15. April wird am Auerhuhn-Schaugehege eine Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel eingerichtet.

Hintergrund: Auerhühner im Harz
Zusammen mit den Nadelbäumen haben die Auerhühner nach der letzten Eiszeit Europa besiedelt. Mit der sich verändernden Landschaft wurden die Lebensräume für die anspruchsvollen Raufußhühner immer knapper, so dass sie in die Gebirgs- und Mittelgebirgsregionen abgedrängt wurden. In der jüngeren Vergangenheit haben menschliche Nutzungen vielerorts zum Verschwinden der Auerhühner geführt, so auch im Harz Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit 1978 wurden, begonnen durch die Niedersächsische Landesforstverwaltung und fortgeführt durch den Nationalpark Harz, Auerhühner gezüchtet und in den Hochlagen des Harzes ausgewildert. Knapp 1000 Tiere wurden aufgezogen und ausgewildert. Mit Ende des Jahres 2003 wurde das Projekt allerdings mangels absehbaren mittelfristigen Erfolges eingestellt. Zwischenzeitlich ist der Vogel im Harz praktisch wieder ausgestorben.

Dass der Auerhahn früher in hohem Ansehen gestanden hat, lässt sich noch heute an vielen Ortsbezeichnungen erkennen. Der Herzberger Ortsteil Lonau identifiziert sich so stark mit dem Auerhuhn, dass das Tier in das Ortswappen aufgenommen wurde und auf dem Ortseingangsschild die Gäste begrüßt.

Foto der Übergabe von Ranger Jens Heim (rechts) an Michael Schmidt. Foto: F. Knolle, Nationalpark Harz.


Einladung: Die Flechten im Nationalpark Harz – Kolloquium am 9.11.2017 in Drübeck

Anlässlich der Vorstellung eines neuen Bandes seiner Schriftenreihe am 9.11.2017 um 13 Uhr lädt der Nationalpark zum Kolloquium „Flechten im Nationalpark Harz“ im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck ein. Das Programm finden Sie in der Anlage. Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich.

Nach langer Bearbeitungszeit kann somit wieder ein neuer Band der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz und mit ihm ein weiterer Baustein der Dokumentation seines Artenreichtums vorgelegt werden. Er widmet sich den Flechten und somit nach den Pilzen und Moosen einer weiteren wichtigen Gruppe von Kryptogamen.

In Vorträgen erfahren Sie mehr über die Bedeutung der oft wenig beachteten Kryptogamen für die Wald- und Offenland-Ökosysteme des Nationalparks. Die Autoren berichten außerdem über ihre Arbeit und das Zustandekommen des Bandes.

Flechten sind ein elementarer Bestandteil der natürlichen Artenvielfalt der Ökosysteme und haben darüber hinaus oft den Charakter von Leitarten der Lebensgemeinschaften des Nationalparks. Oft wird diese Vielfalt aber gar nicht sichtbar, da Flechten in der Regel sehr unscheinbar sind. Der reich bebilderte Band will sie aus ihrem Schattendasein heraus­ und ins Bewusstsein bringen. Ihre Wuchsorte sind Bäume und Sträucher, Totholz, Gesteine der Klippen und Gewässerläufe, der blanke Erdboden oder auch schwermetallhaltige Schlacken von Hüttenbetrieben.

Mit fast 600 Arten kann der Nationalpark Harz als flechtenreich gelten. Besondere Beachtung verdienen dabei die Flechten der hochgelegenen Klippenstandorte und Blockfelder, an denen zahlreiche Seltenheiten wohl meist nördlichen Ursprungs überdauern konnten.

Anlage: Programm-Flechttagung


Ehrung für den "Gerechten unter den Völkern" Walter Krämer in Siegen – wann endlich auch in Goslar?

Goslar. Im November 2017 wird Walter Krämer in seiner Heimatstadt Siegen mit einer Briefmarke geehrt (siehe Anlage) – und was geschieht in Goslar, wo er ermordet wurde?

Am 6. November 2017 jährt sich der Goslarer Doppelmord an zwei einstmals bekannten niedersächsischen KZ-Opfern zum 76. Mal. Ihr politischer Werdegang war typisch für die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aus der Arbeiterbewegung stammend, nahmen sie zunächst mit patriotischer Begeisterung am 1. Weltkrieg teil – Walter Krämer als Matrose, Karl Peix als Soldat. Durch die Weltkriegserfahrung in ihren Anschauungen geprägt wurden sie zu Widerständlern der ersten Stunde und beteiligt sich an den revolutionären Auseinandersetzungen nach dem Krieg. Schließlich stiegen sie in der KPD auf und wurden Abgeordnete im Provinziallandtag Hannover, der mit dem heutigen Niedersächsischen Landtag vergleichbar ist.

Krämer wurde gleich nach der Machtübertragung an Hitler verhaftet, Peix war noch einige Monate an der Organisierung des Widerstandes aus der Illegalität beteiligt. Im KZ Buchenwald trafen sich die beiden wieder und gehörten zur Widerstandszelle im Krankenbau, die für etliche KZ-Häftlinge die Überlebenschance verbesserte. Ihr Wissen um die Korruption im Lager und vor allem die Syphilis-Erkrankung des Lagerführers Koch ließ die beiden zu unliebsamen Zeugen werden. Auf Befehl Kochs wurden sie ins Goslarer „Fliegerhorst-KZ“ geschickt, das Buchenwalder KZ-Außenkommando Goslar, dessen Insassen Zwangsarbeit im Bereich des Fliegerhorstes Goslar verrichten mussten. Dort wurden sie am 6. November 1941 ermordet. Ihre Leichen wurden nach Zeitzeugenaussagen noch am gleichen Tag ins KZ Buchenwald gebracht und dort im Krematorium verbrannt.


Mord im und am Fliegerhorst Goslar

Karl Peix wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes Goslar erschossen, Krämer nahe der Sandgrube Hahndorf am nördlichen Försterberg. Es gibt einen Zeugenbericht von Otto Storch, Häftling im Außenkommando Goslar, von 1946, der Auskunft über die Morde an Krämer und Peix gibt: „Bei Walter Krämer hat sich das Verbrechen folgendermaßen abgespielt: 3 Häftlinge marschierten mit 2 Posten in die etwa eine Stunde vom Lager abgelegene Kiesgrube. Dort befand sich eine kleine Holzbude, in der in der Regel das Essen eingenommen wurde. Bisher war es nicht üblich, frühmorgens, nachdem die Häftlinge dort angekommen waren, Wasser zu holen. An diesem Tage mussten die 2 anderen Häftlinge in dieser Unterkunft bleiben. Sie wurden von den Posten bewacht. Walter Krämer musste einen Eimer nehmen, um von der in der Nähe liegenden Quelle Wasser zu holen. Ich bin überzeugt, dass er völlig ahnungslos war. Der 2. Posten ging hinter ihm her. Nachdem sie die Baubude verlassen hatten, fielen kurz hintereinander zwei Schüsse. Die beiden anderen Kameraden wollten nachsehen, wurden aber von dem Posten daran gehindert." ... "Karl Peix wurde aus dem Kartoffelkeller von dem obengenannten Österreicher herausgeholt, angeblich um Werkzeug zu sammeln. Man hatte außerhalb der Baustellen im Fliegerhorst einige Schaufeln und Hacken hingelegt, und zwar an einem ziemlich einsam gelegenen Ort. Peix ging mit seinem Mörder, um dieses Werkzeug zu holen. Als er sich nach einer Schaufel bückte, bekam er die tödlichen Schüsse."

Krämer wurde im Jahr 2000 posthum durch den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ für die Rettung von Juden durch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem geehrt. Im Gegensatz dazu findet der Name Karl Peix in der Geschichtsschreibung kaum Erwähnung – selbst die eigenen Genossen ließen ihn dem Vergessen anheimfallen. Er war homosexuell und eignete sich nicht für eine Legendenbildung.

Am 20. Oktober 1944 starb der dänische Arzt Henry Jens SØrensen im Alter von 46 Jahren im Außenlager Goslar des KZ Neuengamme, das dem SS-Lager Hahndorf angeschlossen war. Über seine Todesursache liegen keine detaillierten Informationen vor. Er liegt im Sammelgrab auf dem Friedhof Hahndorf.

Es ist nunmehr an der Zeit, dass diese drei in Goslar zu Tode gebrachten NS-Opfer würdig geehrt werden. Angebracht ist die Benennung von drei Straßen im neuen Goslarer Stadtteil Fliegerhorst – denn er steht im räumlichen und sachlichen Zusammenhang mit den KZ, in denen sie litten und mittels derer sie umgebracht wurden.

Spurensuche Harzregion e.V.
Dr. Friedhart Knolle
2. Vorsitzender
www.spurensuche-harzregion.de


Nationalpark-Informationsstelle in der Tourist-Information Bad Sachsa erweitert – Einladung zur Eröffnung am 25.10.2017 um 11 Uhr

Bad Sachsa. Im Laufe des Jahres 2017 wurde die Nationalpark-Informationsstelle im Kurhaus von Bad Sachsa ausgebaut und erweitert – ein attraktiver neuer Raum ist von der Bad Sachsa Holding zur Verfügung gestellt worden und wurde vom Nationalpark Harz eingerichtet. Dabei stehen die regionalen Themen „Buchenwälder des Südharzes“ und „Die Harzer Wildkatze“ im Vordergrund.

Gemeinsam mit dem neuen Medienraum in der Tourist-Information Bad Sachsa, der ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt wurde, bieten sich nunmehr unseren Gästen neue Informationsmöglichkeiten. Im ehemaligen Leseraum findet sich jetzt ein modernes Kommunikations- und Informationszentrum. Hier kann man sich per Knopfdruck über einen Bildschirm mit Informationen über die Harzregion versorgen. In verschiedenen Videos, unter anderem über Bad Sachsa, den Nationalpark Harz und das Salztal Paradies werden den Besuchern touristische Highlights nahe gebracht. Auch den 75-minütigen Dokumentarfilm über den Karstwanderweg kann man sich in stilvollem und passendem Ambiente anschauen.

Insbesondere den neuen Themenraum „Buchenwälder und Wildkatze“ möchten wir, die Stadt Bad Sachsa, vertreten durch Bürgermeister Dr. Axel Hartmann, der Nationalpark, vertreten durch Herrn Andreas Pusch, und die Bad Sachsa Holding, vertreten durch Geschäftsführer Martin Völz, Ihnen im Zuge einer Eröffnung am

Mittwoch, den 25. Oktober 2017 um 11 Uhr im Kurhaus Bad Sachsa

vorstellen. Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Für einen Imbiss ist gesorgt. Ihre Anmeldung erleichtert unsere Planung.

Bad Sachsa Holding GmbH & Co. KG
Martin Völz, Geschäftsführer
Karen Ruppelt, Leiterin Tourist-Information
Feldstraße 10, 37441 Bad Sachsa
www.salztal-paradies.de

Nationalpark Harz
Andreas Pusch, Leiter
Lindenallee 35
38855 Wernigerode
www.nationalpark-harz.de


Neues Luchs-Denkmal im Nationalpark Harz anlässlich der letzten Luchsjagden im Harz vor 200 Jahren eingeweiht

Torfhaus. Im Jahr 1818 wurde im Harz nach langer Jagd letztmals ein Luchs erlegt. Bereits 1817 fand am Brocken ein anderes Luchsmännchen sein Ende. Präparate beider Tiere existieren heute noch im Naturhistorischen Museum in Braunschweig bzw. im Harzmuseum in Wernigerode. Ob dies jedoch die letzten beiden echten Harzluchse waren, darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich um zwei Zuwanderer handelte, die Jahrzehnte nach der eigentlichen Ausrottung den Weg in das Mittelgebirge gefunden hatten. Der Luchsstein bei Lautenthal erinnert heute noch an die Jagd von 1818.

Die letzten Luchsjagden jähren sich nun zum 200sten Mal. Dies war der Anlass, einen Konterpart zum Luchsstein zu schaffen. Der Goslarer Mäzen Dietrich Steinhausen stiftete hierfür eine von der Harzer Künstlerin Anna Barth geschaffene Bronzeplastik. Sie steht auf einem Harzer Diabas aus dem Huneberg-Steinbruch. Am 20.10.2017 wurde das neue Denkmal mit einem kleinen Festakt eingeweiht. Der Bronzeluchs findet sich am Kaiserweg bei Torfhaus an der nunmehr „Luchsbrücke“ genannten Überquerung der Abbe. Ganz in der Nähe dieses Ortes befand sich das Luchs-Auswilderungsgehege, aus dem alle zwischen 2000 und 2006 im Nationalpark Harz ausgewilderten Luchse ihren Weg in die Freiheit begannen. Das Denkmal steht somit – wie auch der Luchsstein nahe des Sternplatzes bei Lautenthal – an einem historischen Ort.

Foto: Das neue Luchs-Denkmal am Kaiserweg im Nationalpark Harz mit (von links) dem Mäzen Dietrich Steinhausen, Nationalparkleiter Andreas Pusch, der Künstlerin Anna Barth und ihrem Mann und früheren Nationalparkleiter Dr. Wolf-Eberhard Barth. Foto: Friedhart Knolle.


Die Rettung der Harzer Grottenolme - öffentlicher Vortragsabend

18:00 Uhr
Begrüßung durch den Betriebsleiter des Tourismusbetriebes der Stadt Oberharz am Brocken, Rübeländer Tropfsteinhöhlen, Thomas Schult, die Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V., Siegfried Wielert und Dr. Friedhart Knolle, und Dr. Anne Ipsen, wissenschaftliche Leitung des Grottenolmprojektes
18:15 Uhr
Dr. Wolf-Rüdiger Große: Menschenfischlein, Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Samm-lungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: „Europäische Grottenolme im Harz“
18:35 Uhr
Uwe und Ute Fricke, Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.: „Zur aktuellen Situation der Grottenolme in der Hermannshöhle“
18:55 Uhr
Olivier Guillaume, Höhlen-Laboratorium in Moulis, Frankreich: „A long tradition of research on olm at the cave-laboratory in Moulis, France” (Die lange Tradition der wissenschaftlichen Erforschung der Grottenolme am Höhlenlaboratorium in Moulis, wird ins Deutsche übersetzt)
19:15 Uhr
Gregor & Magdalena Aljančič, Society for Cave Biology, Tular Cave Laboratory (Gesellschaft für Höhlenbiologie, Tular Höhlen-Laboratorium), Slovenien: “The story of Proteus” (Die Geschichte des Grottenolms, wird ins Deutsche übersetzt)
19:35 Uhr
Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungs-verbund Berlin e.V.: "Ultraschalluntersuchung exotischer Tierarten für den Artenschutz"
19:55 Uhr
Dr. Susanne Holtze, Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V.: "Ultraschalluntersuchung der Grottenolme aus Rübeland, Harz"
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V.
Veranstaltungsort: Gaststätte „Tannengrund“, Blankenburger Str. 31, 38889 Oberharz am Brocken OT Rübeland
Datum: 24.10.2017, 18 Uhr – 20:15, danach gemeinsamer Austausch und geselliges Beisammensein


Der Niedersächsische Heimatbund kürt die Berg-Ahorn-Allee südlich von Sankt Andreasberg zur Allee des Monats Oktober 2017

Am Freitag den 20. Oktober 2017 ist der "Tag der Allee" und anlässlich dieses Datums gibt der Niedersächsische Heimatbund e.V. (NHB) die Allee des Monats Oktober 2017 bekannt:

Es handelt sich um die Berg-Ahorn-Allee im Oberharz südlich der Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg.

Die Allee liegt mitten im Wald und ist Teil des Baumlehrpfades am beliebten John-Kothe-Weg, der am Südosthang des Glockenberges verläuft. Zunächst führt die Allee über eine kleine Lichtung mit einem schönen Ausblick in den benachbarten Wäschegrund (Foto 1). Anschließend schlängelt sich die Allee in den Wald hinein (Foto 2). Trotz des die Allee umgebenden Waldes geht der Alleencharakter auf einer Länge von knapp 150 Metern nicht verloren und die alten Bäume ergeben ein schönes und homogenes Gesamtbild. Neben dem dominierenden Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) finden sich Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) und Gewöhnliche Eschen (Fraxinus excelsior) als Einzelbäume in den zwei Baumreihen. Gerade mit den herbstlichen Laubverfärbungen ist der Harz und speziell diese Allee einen Ausflug wert!

Zum Hintergrund des Alleenschutzes

Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Bestand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.

Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens“ mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen.

Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf

www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.


Brockengartensaison am 13.10.2017 beendet

Wernigerode - Brocken. Am Freitag den 13.10.2017 findet um 14.00 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt – und dieses Datum kann eigentlich nur ein gutes Omen für das kommende Jahr sein.

Da in diesem Jahr die Vegetationsentwicklung etwa 14 Tage früher begann, sind die meisten Pflanzenarten im Brockengarten schon seit Ende September auf Winter eingestellt.

Erwartungsgemäß sind die meisten Hochgebirgspflanzenarten im Brockengarten schon verblüht, da sie am Naturstandort an kurze Vegetationszeiten angepasst sind und daher in der Regel schon sehr frühzeitig im Jahr ihre Blüten zeigen. Die asiatisch verbreiteten sogenannten Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri, Gentiana sino ornata und Gentiana ternifolia) sind stets die letzten, die Mitte Oktober noch blühen und mit ein wenig Glück am letzten Gartentag der Saison noch in Augenschein genommen werden können.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2017 besuchten aufgrund des ungemütlichen Sommerwetters und der Bautätigkeit am Bahnsteig 1 der Brockenbahn deutlich weniger Gäste den Garten als in den vorangegangenen Jahren. Dennoch waren es insgesamt ca. 4690 Gartenbesucher, die sich durch die Anlage führen ließen. War das Wetter schön, war die Anzahl der Gäste erwartungsgemäß deutlich höher als an Tagen mit Regen, Sturm und Nebel. Und davon hatten wir in diesem Jahr sehr viele.

In der Gartensaison 2017 wurden 3906 Brockenbesucher von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 14 Sonderführungen für Fachleute, aber auch Studenten und Schüler, an denen insgesamt 405 Personen teilnahmen. Darüber hinaus begleiteten die Nationalpark-Ranger 379 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Brockenrundwegsführung.

Wie in den vergangenen Jahren waren auch 2017 viele ausländische Gäste im Brockengarten – u.a. aus Israel, Schweden, Dänemark, Polen, Frankreich, Spanien, Georgien, Südkorea, Russland, Belgien, Bulgarien, den Niederlanden, der Türkei, Italien, England, den USA, Kanada, Japan und China.

Der Brockengarten erfüllt im Nationalpark Harz verschiedene Aufgaben – er dient der Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig ist er ökologische Feldstation, die Renaturierungs-, Artenschutz- und Biotopschutzmaßnahmen auf dem Brockenplateau koordiniert und umsetzt.

Besonders freuen wir uns natürlich über die Inanspruchnahme der Anlage durch die Universitäten, sei es im Rahmen von Master- oder Promotionsarbeiten oder auch von Geländepraktika.

Zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Anlage trug auch in diesem Jahr der Tag des offenen Denkmals am 10.9.2017 bei, an dem sich der 1890 gegründete Brockengarten als Gartendenkmal erneut beteiligte.

Besonders erfreulich ist, dass unsere Anlage in diesem Jahr als Mitglied der „Gartenträume“ des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen werden soll.

Die jetzt beginnende Winterpause ist erst Mitte Mai 2018 beendet, wenn die Brockenanemone ihre Blüten zeigt.

Fotos von Dr. Gunter Karste


Heinrich Heine-Weg im Nationalpark Harz bei Ilsenburg wieder begehbar - Hochwasserschäden beseitigt

Ilsenburg. Jüngst konnte die Reparatur des durch die Hochwasserschäden örtlich weggebrochenen Heinrich Heine-Wegs im Wandergebiet des Ilsetals abgeschlossen werden. Der abgerutschte Wanderweg musste aufgrund seiner schlechten Erreichbarkeit ausschließlich in Handarbeit neu aufgebaut werden, siehe anl. Fotos vorher/nachher.

          

Die Sperrung der Weges ist nunmehr aufgehoben und der beliebte Weg - einer der schönsten, der auf den Brocken führt - kann wieder bewandert werden. Der Namensgeber Heinrich Heine wanderte auf ihm im Zuge seiner Harzreise 1824 übrigens nicht AUF den Brocken, wie man hin und wieder liest und hört, sondern nach einer Übernachtung HERUNTER nach Ilsenburg.

Fotos: Nationalpark Harz


Harzer NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" geht erfolgreich weiter

Wernigerode. Der NABU Sachsen-Anhalt startete 2012 mit freundlicher Unterstützung des Umweltministeriums erstmalig die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“.

2016 schrieb der NABU-Kreisvorstand Harz, dass er sich freuen würde, wenn im nächsten Jahr viele Bewerbungen im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ eingehen. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Immerhin waren es 2017 34 Harzer, die sich an der Aktion beteiligten.

Leider werden Schwalben häufig vertrieben. Die Hinterlassenschaften von Mehlschwalben an Hausfassaden oder von Rauchschwalben in Gebäuden werden von vielen Hausbesitzern nicht akzeptiert. Schmutzabweisende Fassadenfarben oder Netze sollen den Bau der Lehmnester verhindern.

Bedauerlicherweise werden bei Haussanierungen die vorhandenen Nester oft einfach entfernt. Die vor allem in Stallanlagen oder anderen Gebäuden brütenden Rauchschwalben finden nur noch wenige Orte, die während der Brutzeit eine Einflugmöglichkeit bieten.

Der NABU möchte daher mit der Auszeichnung von Gebäuden, an oder in denen Schwalben nisten, um Toleranz und Verständnis, aber auch um Akzeptanz für die Vögel werben, auf schwindende Brutmöglichkeiten hinweisen und zum Mitmachen anregen.

Nicht immer sind Schwalben willkommen, und dennoch gibt es viele Menschen, die sich über das Glück freuen, das die Schwalben sprichwörtlich an ihre Häuser bringen. So freut es den NABU-Kreisverband Harz sehr, dass sich auch 2017 die Harzer an der Aktion rege beteiligten. Sie zeigen damit, dass ihnen die Schwalben am Herzen liegen. Nicht nur, dass die Schwalben an den Häusern geduldet wurden – es wurden auch Nisthilfen angebracht.

Die Harzer Schwalbenfreunde erhielten im Namen des Landesverbandes eine Urkunde und eine Plakette. Jürgen Weißleder, Andreas Keßling, Jennifer Wetzig-Mänz, Dr. Gordon Seitz, Otfried Wüstemann und Dr. Gunter Karste vom Vorstand des NABU-Kreisverbandes Harz dankten den Teilnehmern.

Die Auszeichnung erhielten Familie Schmidgunst aus Deesdorf, Annette Baars aus Börnecke, Wolfgang Matthies aus Dedeleben, Hans Klinger aus Blankenburg, Wilfried Schmid aus Stötterlingen, Maruna Reinert aus Langeln, Sylvia Bulwan aus Harzgerode, Familie Zehnpfund aus Siptenfelde, Hartmut Ritzau aus Stapelburg, Renate Besecke aus Königerode, Jan Haunschild aus Reddeber, Thorsten Horn aus Pansfelde, Manfred Hering aus Quedlinburg, Manfred und Elfriede Unglaub aus Thale, Tanja Gräfling aus Blankenburg, Klaus Müller aus Badeborn, Anke und Klaus Bodtke aus Osterode, Johanna Koch aus Rieder, Hans und Claudia Kuhn aus Darlingerode, Klaus Zilonkovski aus Hausneindorf, Reinhard Daus aus Stötterlingen, Edith Jürgens aus Friedrichsbrunn, Albrecht Hiller aus Hedersleben, Familie Tornack aus Schielo, Uwe Ecke aus Friedrichsbrunn, Joachim Gerlach aus Thale, Uwe und Dorothea Eitze aus Darlingerode, Sybille Hentschel aus Osterode, Holger Hüttepohl aus Wedderstedt, Werner Plettner aus Wülperode, Peter Hackmann aus Halberstadt, Frau Wielgoß aus Deersheim und Herr Elgner aus Blankenburg.

Der NABU-Kreisvorstand Harz gratuliert den Ausgezeichneten und würde sich freuen, wenn auch 2018 wieder viele Bewerbungen im Rahmen der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ eingehen.

Fotos: NABU-Kreisverband Harz


Sankt Andreasberg: Freiwillige und ihre Betreuer lernen sich kennen

Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg hatte die Freiwilligen und ihre Betreuer aus der Region zu einem Kennenlern-Grillen eingeladen. Das Treffen fand am 19. September ab 17:30 Uhr am Gaipelplatz neben der Grube Samson und in unmittelbarer Nähe des Nationalparkhauses statt. Rund zwanzig Freiwillige und zehn Betreuer kamen dort am Lagerfeuer zusammen und miteinander ins Gespräch.
Die Teilnehmer kamen neben den Gastgebern vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (NABU), vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (BUND), vom Bildungszentrum und Jugendwaldheim der Nationalparkverwaltung und auch vom Internationalen Haus Sonnenberg (IHS) sowie vom Verein  Naturerlebnistage Harz aus Hohegeiß.

Unter den Teilnehmern waren junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FÖJ), ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Commerzbank-Umweltpraktikum, einen Bundesfreiwilligendienst oder auch ein studienbegleitendes Praktikum absolvieren.

Die Idee zu dem Treffen hatte Timo Steinert, ehemaliger Bildungsreferent des Internationalen Hauses Sonnenberg, zusammen mit Victoria Dietrich und Annika Schröder vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, die beide selbst vor nicht langer Zeit als Praktikantinnen hier tätig waren. Auf offene Ohren stießen sie damit bei Thomas Appel, der das Nationalparkhaus leitet, und so wurde die Anregung schnell in die Praxis umgesetzt.

Thomas Appel: „Es ist wichtig, dass die jungen Leute, die  sich so über Organisationsgrenzen hinweg kennenlernen konnten, sich auch gegenseitig über interessante Aktivitäten und Termine informieren können, denn alle haben Publikumskontakt und informieren die Öffentlichkeit über ihre Arbeit. So kann die Zeit im Oberharz durch eine lockere Vernetzung noch erfahrungsreicher und spannender werden.“

Und auch die Einrichtungen, bei denen die Freiwilligen eingesetzt sind, können von deren Austausch profitieren. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Freiwilligen könnten diese Ihre Angebote im aktuellen Umfang ohnehin nicht aufrechterhalten.

Foto-Aufnahme: Thomas Appel.


Herbstliche Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz beginnen

Wernigerode - Braunlage. In diesem Jahr beginnt die Pflanzsaison für die Buchen in der Waldentwicklung eher. Seit dieser Woche werden in den Revieren Oderhaus und Acker sogenannte Containerpflanzen gepflanzt, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Waldentwicklung im Nationalpark Harz.



Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im vergangenen Jahr im Nationalparkrevier Scharfenstein geerntet wurde, und wurden dann in einer Baumschule herangezogen.

Im Einsatz sind derzeit Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ein ortsansässiger Unternehmer. In diesem Herbst werden noch ca. 550.000 kleine Buchen gepflanzt. Der zeitige Start hilft uns, Vorlauf zu schaffen, bevor der Winter kommt.

Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder hierher zurückbringen.

Fotos: Containerpflanzen (Foto Bauling) und eine Pflanzaktion (Foto Schwerdt).


Jubiläum der besonderen Art im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus 

Altenau-Torfhaus. Das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus staunte nicht schlecht, als es erneut den Namen Conrad Lüschen auf der Teilnahmeliste für den Bildungsurlaub „Wald-Mensch-Forst“ las. Zum 10. Mal nimmt Herr Lüschen nun das Angebot des einwöchigen Bildungsurlaubs der Bremer Volkshochschule in Kooperation mit dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wahr. Besonders gut gefallen haben dem naturverbundenen, in der Autoindustrie tätigen Bremer die vielfältigen Einblicke in die Harznatur und die differenzierten Informationen zum Nationalparkmanagement und zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung.


„Jedes Mal ist wieder etwas spannendes Neues dabei und auch die Unterbringung ist prima“ so der harzbegeisterte Bremer. Dieses Jubiläum war Heike Albrecht, der Leiterin des Besucherzentrums, eine besondere Anerkennung wert: „ Ich freue mich sehr über dieses besonders große wiederkehrende Interesse an den Themen rund um den Nationalpark Harz“.


Der Bildungsurlaub Wald-Mensch-Forst beleuchtet die Landschaftsgeschichte des Harzes, den Wirtschaftsraum und das komplexe Ökosystem Wald sowie das prozessschutzorientierte Management des Nationalparks Harz.


Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus führt seit knapp 20 Jahren jährlich zwischen 5 und 7 einwöchige Bildungsurlaube für das Bildungswerk ver.di, die Volkshochschule Bremen, die Kreisvolkshochschule Holzminden und die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen durch und ist zudem an Bildungsurlauben des Bildungshauses Zeppelin HVHS Goslar und des DGB Hessen beteiligt.

Die Themenpalette der Bildungsurlaube ist breit gefächert. So geht es in einem Bildungsurlaub um die erfolgreiche Wiederansiedlung des Luchses, in einem anderen um die Bedeutung des Grünen Bandes als Lebensraum entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Weitere Bildungsurlaube befassen sich unter dem Motto „Nachhaltig wild“ mit den Themen Naturdynamik und Prozessschutz oder es geht um das Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft im Nationalpark Harz, um die Entwicklungsgeschichte von einem Industriegebiet zur Nationalparkregion, um die Ökologie und Bedeutung der Harzer Moore oder auch unter der Überschrift Wald-Mensch-Forst um die vergangenen 200 Jahre Waldwirtschaft.

Wer mehr zu den Bildungsurlaubsangeboten wissen möchte, erreicht das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter Tel. 05320-33179-0, Email: post@torfhaus.info oder direkt bei einem Besuch der Ausstellungsräume auf dem Großparkplatz Torfhaus.

Foto: Präsentübergabe an Conrad Lüschen durch Heike Albrecht, die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Foto: NBZ TorfHaus.


23. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17.9. bis 15.10.2017 in Sankt Andreasberg- Andreas-Kunstpreis geht an Detlef Backhaus für seine Installation „Hängende Weiden“

Natur und Kunst

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen

Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;

Der Widerwille ist auch mir verschwunden,

Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

 

Johann Wolfgang von Goethe

Braunlage – Sankt Andreasberg. Am 16. September eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und den Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 23. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Detlef Backhaus für seine Installation „ Hängende Weiden“. Der 1945 in Wendgräben bei Magdeburg geborene und in Bergisch Gladbach aufgewachsene Künstler studierte in Köln Architektur mit freiem Zeichnen, Aktzeichnen und Bildhauerei, bis er sich ab 2007 ausschließlich auf seine künstlerische Arbeit konzentrierte. Seit 2002 stellt Detlef Backhaus regelmäßig aus – nicht nur in seiner heimatlichen Eifel, sondern auch in den USA und Berlin.

Auszeichnungen im Wert von je 500 € erhielten Barbara Czarnojahn für ihre Malerei „vögeln“ und Evelyn Steinmetz für die Fotografie „Die Insel“.

Barbara Czarnojahn, geboren in Berlin, studierte an der Hochschule der Künste in Berlin bei Dieter Hacker Malerei mit dem Abschluss „Meisterschüler“ und erhielt ein Stipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft in Berlin. Seit 2002 ist sie Mitglied im Verein Berliner Künstler. Auch sie nahm und nimmt an zahlreichen Ausstellung u.a. in Berlin, München und Potsdam teil.

Evelyn Steinmetz, 1954 in Mölln (Schleswig-Holstein) geboren, studierte Malerei, Grafik, Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seit 1987 unternahm sie Studienreisen ins In- und Ausland (Chile, Mexiko, Italien, USA, Kuba, China u.a.).

Evelyn Steinmetz ist Trägerin verschiedener Kunstpreise und mehrfach Nominierte. Sie war Initialausstellerin für die Einführung der HypeGallery Deutschland in Berlin.

Die Preise wurden gestiftet von der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17.9. bis 15.10.2017 in Sankt Andreasberg zeigen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen. Gefördert wird die Ausstellung vom Regionalverband Harz in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.
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23. Kunstaustellung Natur – Mensch
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei
vom 17.9. bis 15.10.2017 täglich von 11 - 17 Uhr
in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche, Martini-Kirche

Abb.: Der Andreas-Kunstpreisträger freut sich über die Auszeichnung seines Werks "Hängende Weiden"; Foto Cordula Dähne-Torkler


UNSER HARZ September 2017 – wieder mit einer Fülle von Themen aus dem ganzen Harz:
Der WeltWald Harz bei Bad Grund – Ein Wald aus Wäldern
Zum Betrieb der Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk nach 1945, Teil 2
Drei alte Ansichten vom Kloster Walkenried und die Frage: Wo standen ihre Zeichner?
Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz
Einiges über die Eibe (Taxus baccata) im Osteroder Kurpark und Allgemeines über diese älteste Nadelbaumart
Venedigersteine in der Nationalparkregion Harz

Clausthal-Zellerfeld. Der WeltWald bei Bad Grund wird in all seiner Schönheit vorgestellt mit vielen brillanten Fotos von demjenigen, der ihn seit über 40 Jahren betreut, dem Leiter der Revierförsterei Grund, Dietmar Mann. Im zweiten Teil des Beitrags über die Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk werden abenteuerliche Umstände der Abbaumethoden geschildert, die selbst die Haustiere im Bodetal dazu zwangen, sich nach den Sprengsignalen zu richten und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Fotos zeigen heute noch sichtbare Relikte aus dieser Zeit. Ein neues Verfahren lässt Standpunkte, von denen aus frühere Abbildungen von Orten hergestellt wurden, genau feststellen, vorgestellt hier am Beispiel Walkenried. Der aktuelle Zustand des Wurmbergs wird geschildert in seinem heutigen Zustand mit Rückschau auf eine lange zurückliegende Wanderung. Die Eibe wird als Baumart vorgestellt und anhand eines mächtigen Exemplars in Osterode erläutert. Das Nationalparkforum klärt auf über Venedigersteine in der Nationalparkregion – ein historisches Thema, über das viele offene Fragen bestehen.

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich die langjährige Schriftleiterin Brigitte Lippmann von ihren Lesern. Sie hatte die Redaktion 2010 von ihrem Vorgänger Herbert Aly übernommen. Unter ihrer Regie konnte „Unser Harz“ seit 2011 inhaltlich weiter profiliert werden, sodass die Zeitschrift heute aus der gesamtharzer Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken ist, so Werner Fischer, der Verleger der Zeitschrift Unser Harz.

Foto: Brigitte Lippmann, die von 2011 bis 2017 die Schriftleiterin von Unser Harz war.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Das Nationalpark-Brockenhaus wird noch besser und ist wegen Umbaus vom 4. bis 18. September 2017 geschlossen

Brocken. Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus auf Norddeutschlands höchstem Berg bleibt von Montag, dem 4. September bis einschließlich Montag, dem 18. September wegen Bauarbeiten geschlossen. 

Das Brockenhaus bekommt in diesen zwei Wochen eine behinderten- und brandschutzgerechte neue Eingangstür. Da die Baustelle sich auf den gesamten Eingangsbereich des Hauses erstreckt, ist es leider in dieser Zeit nicht möglich, die Besucherinnen und Besucher durch einen alternativen Eingang in das Brockenhaus einzulassen. 

Ab Dienstag, dem 19. September 2017 steht das Brockenhaus mit einem rundum erneuerten Eingangsbereich wieder für die Besucher des Berges offen. 

Anl. Foto von Walter Wimmer


Hoch zu Ross im Nationalpark unterwegs

Nein, nein es waren lediglich Stahlrösser in Form von geländegängigen Mountainbikes, auf denen eine Gruppe aus  Mitarbeiter und Kunden einer harzansässigen Firma im Nationalpark Harz am vergangenen Freitag unterwegs war. Fachkundig geführt durch eine Mitarbeiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, die  spannende und interessante Naturphänomene erläuterte,  wurde die Rad-Tour auf den Brocken und zurück über Oderbrück nach Torfhaus zu einem spannenden und fröhlichen Gemeinschaftserlebnis, dem auch ein heftiger Regenguss nichts anhaben konnte.

Seit dem Jahr 2012 bietet das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus auch Fahrrad-Begleitungen im  Nationalpark an. So haben auch Sportaktive die Möglichkeit, die Phänomene beidseits des Weges besser einzuschätzen und tiefer in die wertvielschichtige, begeisternde sagenumwobene Bergwildnis des Nationalparks einzutauchen. Das Team des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus ist erreichbar unter Tel. 05320-33179-0 oder post@torfhaus.info .

Anl. Foto bei Brocken-typischem Nebel. Foto: NBZ TorfHaus.


Gewinnerbilder des Nationalpark-Fotowettbewerbs 2017 stehen fest – Nationalpark-Kalender 2018 vorgestellt
Eisvogel-Foto von Willi Rolfes aus Vechta gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz – Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel

Herzberg am Harz. Soeben wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2017“ ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum fünften Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Schauspieler und engagierte Umweltschützer Hannes Jaenicke.

 

Beim Wettbewerb sollen Motive von Tieren, Pflanzen oder Landschaften aus dem Nationalpark im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands mit der Kamera eingefangen werden. Geheimnisvolle Waldbilder, schroffe Felsen, rauschende Bäche und jahreszeitliche Farbenpracht können dabei ebenso in Szene gesetzt werden wie eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tier- und Pflanzenarten.

 

Gesucht wurden Bilder in drei Kategorien:

  1. Es rennt, fliegt oder krabbelt – Kleine und große Tiere des Nationalparks
  2. Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaften des Nationalparks
  3. Kleine Welt am Wegesrand – Makroaufnahmen

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 700 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der drei Kategorien durch Guido Lang, Geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Jungfer, und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, ausgezeichnet.

 

 

Der erste Preis in der Kategorie A und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Fischender Eisvogel“ an Willi Rolfes aus Vechta, der die Jury mit seiner eindrucksvollen Momentaufnahme überzeugte. Das Foto „Brockenmilchstraße“ von Matt Aust aus Halle errang in Kategorie B den ersten Platz. Mit seiner Aufnahme des außergewöhnlichen Pilzes „Wetterstern“ gewann Hans-Jürgen Engelmann aus Blankenburg die Kategorie C.

 

 

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 29.10.2017 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

 

 

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2018 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

 

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Fa. Jungfer ist die klimaschonende Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.

 

 

Fotos:

  • Gewinnerbilder der Kategorien A (Hauptgewinner), B und C
  • Kalender 2018
  • Anwesende Gewinner des Wettbewerbs, Matt Aust und Hans-Jürgen Engelmann, werden von den Organisatoren und Sponsoren des Wettbewerbs umrahmt: v.l.n.r. Meike Hullen, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit Nationalpark Harz, Matt Aust, Gewinner der
    Kategorie B, Ole Anders, Leiter Luchsprojekt Nationalpark Harz, Andreas
    Pusch, Leiter Nationalpark Harz, Guido Lang, Geschäftsführender
    Gesellschafter der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, Hans-Jürgen
    Engelmann, Gewinner Kategorie C; Foto Ingrid Nörenberg
  • Die Fotografen der ausgestellten Fotos präsentieren den
    Nationalpark-Kalender 2018; Foto Ingrid Nörenberg

Brocken-Rundwanderweg wird erneuert - Arbeiten beginnen am 21. August 2017

Wernigerode. Am Montag den 21.8.2017 beginnt der Nationalpark Harz auf dem Brocken mit der Instandsetzung des Brocken-Rundwanderwegs, um die Besucherlenkung auf dem Berg zu optimieren.

Diese Instandsetzungsmaßnahmen stehen nur teilweise mit den hohen Niederschlagsmengen in der jüngsten Vergangenheit in Verbindung, die ebenfalls einige Schäden verursacht haben. Vielmehr waren sie schon seit längerem geplant und zeitlich eingetaktet.

Der Rundwanderweg wird während der Arbeiten abschnittsweise gesperrt. Die Besucher kommen dennoch in jedem Fall auf dem Brocken an alle gewohnten Anlaufpunkte.

Die Arbeiten werden voraussichtlich ca. 3 Wochen dauern.

Foto: Ranger auf dem Brocken-Rundwanderweg, Foto Frank Steingaß.


Die Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2017“ stehen fest. Zur Eröffnung der Ausstellung mit den besten Fotos des Wettbewerbs und der Bekanntgabe der Preisträger

 

am Samstag, dem 19.8.2017 um 16 Uhr

im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz

 

laden wir Sie hiermit herzlich ein.

 

Präsentiert wird außerdem der Nationalpark-Kalender 2018.

  

Der Nationalpark Harz hat 2017 zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum fünften Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Beim Wettbewerb sollen Motive von Tieren, Pflanzen oder Landschaften aus dem Nationalpark mit der Kamera eingefangen werden. Geheimnisvolle Waldbilder, schroffe Felsen, rauschende Bäche und jahreszeitliche Farbenpracht können dabei ebenso in Szene gesetzt werden wie eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tier- und Pflanzenarten.

 

Die Jury hatte auch in diesem Jahr die schwere Aufgabe, aus den über 700 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist im Anschluss an die Eröffnung bis zum 29.10.2017 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet.

 

Weiterhin wurden die 14 besten Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2018 ausgewählt. Dieser ist nach der Ausstellungseröffnung zum Preis von 14,95 € in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Der Erlös des Kalenders kommt dem Harzer Luchsprojekt zugute (www.luchsprojekt-harz.de). Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

 

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.

 

Über Ihr Kommen und eine Terminankündigung würden wir uns sehr freuen.

 

Bild: Junge Wildkatzen von Ausstellungsteilnehmer Jürgen Borris


UNSER HARZ August: Die Harzburg und ihre Kaiser, Teil 2; Zum Betrieb der Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk nach 1945; „Dort im wehenden Hain wohnt die Begeisterung!“; Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung; Nationalparkforum: Commerzbank-Umweltpraktikanten 2017 in vier Einsatzstellen

Clausthal-Zellerfeld. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts fiel die Harzburg in den Besitz Ottos VI., der sie ausbauen und sich letztendlich auch von der Harlyburg hierher zum Sterben bringen ließ. Diese Zeit der Regentschaft Ottos IV. und die anschließenden wechselnden Besitzverhältnisse der Harzburg bis zu ihrem endgültigen Abriss 1650/51 werden im zweiten Teil des Berichts über diese bekannte Harzer Burg geschildert.

Der Diabas ist das Gestein des Jahres 2017. Über die Diabas-Steinbrüche bei Neuwerk wurde schon einmal in UNSER HARZ 8/2011 berichtet, was den Autor Günter Wilke aus Thale zu weitergehenden Recherchen und Zeitzeugenbefragungen inspiriert hat, ergänzt durch eigenes Erleben. Hier wird vor allem auf die Zeit zwischen 1945 und der Schließung der Steinbrüche 1967 eingegangen mit einer kurzen vorangestellten Übersicht der Aktivitäten und Lage der Steinbrüche in den vorangegangenen Produktionszeiträumen. Die Fortsetzung mit der Beschreibung der technischen Gegebenheiten in den Steinbrüchen wird im nächsten Heft zu finden sein.

Die Serie der Gedichtvorstellungen und -interpretationen wird fortgeführt mit einem Gedicht – einer Ode – von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Die Ausstellung im Rammelsberg zum Thema „Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe“ ist bis zum 18. November 2017 verlängert worden – sie wird hier noch einmal detailliert vorgestellt.

Im Nationalparkforum kommen Praktikantinnen des Commerzbank-Praktikums zu Wort und berichten über die vielfältigen Tätigkeitsfelder im Nationalpark Harz und ihre Motivationen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Anl. Abbildungen frei mit dieser PI: Titelbild der Ausgabe und historische Seilumlenkeinrichtung am Bremsberg der alten Diabassteinbrüche bei Neuwerk, Foto Wolfgang Schilling.


Rosaroter (Alb)traum - Der Nationalpark bekämpft Bestände des Drüsigen Springkrauts

Wernigerode – Sankt Andreasberg. Bis zu drei Meter hoch, häufig in dichten Beständen, rosarot blühend, stark süßlicher Geruch – das Drüsige Springkraut (Impatiens gladulifera), auch Indisches Springkraut genannt, ist jetzt im Juli wieder unübersehbar an Straßenrändern, Gewässern, Park- und Lagerplätzen und teilweise auch in Gärten zu finden. Was auf den ersten Blick wie ein schöner Farbtupfer wirkt, ist nicht unproblematisch. Die ursprünglich im Himalaya beheimatete Pflanze breitet sich hierzulande rasant aus. Eine Pflanze kann bis zu über 4.000 Samen produzieren. Die reifen Samenkapseln platzen bei Berührung auf und schleudern die Samen bis zu sieben Meter weit. Stehen Pflanzen an einem Bach, geht die Ausbreitung umso schneller vonstatten. Auch über fließendes Wasser transportierte Pflanzenteile können bei geeignetem Untergrund zu ganzen Pflanzen heranwachsen.

Das Drüsige Springkraut bildet häufig sogenannte Dominanzbestände, das heißt die Pflanzen wachsen sehr dicht und dominieren damit einen Standort – andere Pflanzen haben hier schlechte Wachstumschancen. Über die Auswirkungen und die Folgen dieser Ausbreitung gibt es unterschiedliche Ansichten, von „sehr problematisch“ bis „praktisch kein Effekt“ ist alles dabei. Fest steht: Wenn in dichten Springkrautbeständen noch andere Pflanzenarten vorkommen, treten diese mit geringerer Produktion und Dominanz auf.

Dieser Verdrängungseffekt ist auch der Grund, warum der Nationalpark Harz seit mehreren Jahren gegen Bestände auf der Nationalparkfläche vorgeht. Als Eingangstore für invasive Neophyten aller Art (= nicht heimische Pflanzenarten, die sich erfolgreich ausbreiten und unerwünschte Auswirkungen auf Arten, Biotope oder Lebensgemeinschaften haben) erweisen sich immer wieder Parkplätze und Ortsrandlagen. Häufig gelangen Samen oder Pflanzenteile mit Grünabfällen ins Nationalparkgebiet. Der Nationalpark erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch die Entsorgung von Grünabfällen im Nationalpark verboten ist.

Da es sich beim Drüsigen Springkraut um eine einjährige, frostempfindliche, nur flachwurzelnde Pflanze handelt, lässt sie sich gut bekämpfen. Dabei gilt es, vor allem das Blühen und die Samenbildung der Pflanzen zu vermeiden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Am besten wirkt das Ausreißen der Pflanzen, da hier selektiv nur Drüsiges Springkraut entfernt wird und andere Pflanzen dann mit dem gewonnen Licht gute Wachstumschancen haben. Sind Flächen bereits zu groß, um die Pflanzen auszureißen, eignet sich auch Mähen oder Mulchen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Zeitraum Ende Juni, bevor die ersten Pflanzen zu blühen beginnen. Ignoriert man kleinere Bestände, weil man den Eindruck hat, dass „die paar Pflanzen harmlos sind“, hat man innerhalb kürzester Zeit wirklich ein Problem. „Wehret den Anfängen“ ist in diesem Zusammenhang die definitiv beste Einstellung.

Noch unangenehmer wird es, wenn man es mit dem Japanischen Staudenknöterich (Fallopia japonica) zu tun hat. Auch diese Pflanze wird mehrere Meter hoch, blüht aber bei weitem nicht so auffällig. Die Blüten sind in diesem Fall auch nicht das Problem, denn Staudenknöteriche verbreiten sich vegetativ, d. h. über ihr Wurzelwerk. Bestände von Staudenknöterich sind so dicht und hoch, dass andere krautige Pflanzen keine Chance mehr haben. Im Gegensatz zum Drüsigen Springkraut sind Staudenknöteriche keine einjährigen Pflanzen, auch wenn oberirdische Pflanzenteile im Winter absterben. Abgesehen von den ökologischen Folgen, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Durch das ausgeprägte Wurzelwerk dieser Pflanzen sind Schäden an Gebäuden, Asphalt oder Mauerwerk keine Seltenheit. Auch die Bekämpfung gestaltet sich hier mühsamer. Da auch die kleinsten Pflanzenteile wieder austreiben und neue Pflanzen bilden können, müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Eine Möglichkeit ist die Verbrennung durch Abfallentsorgungsanlagen.

Hervorragende Zusammenstellungen und weiterführende Informationen finden sich bei KORINA (Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.; www.korina.info ) und beim BfN (Bundesamt für Naturschutz; www.neobiota.bfn.de ).

Das beigefügte Foto ist im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung frei zur Veröffentlichung. Bildautor ist Jens Hundertmark.


31. Juli 2017: Welt-Ranger-Tag 2017 – der Nationalpark Harz ist dabei! Veranstaltung in Bad Harzburg im Haus der Natur

Wernigerode - Bad Harzburg. Am 31. Juli 2017 findet am alljährlichen Welt-Ranger-Tag um 17:00 Uhr ein Vortrag im Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg statt. Aus diesem Anlass ist der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei.

 

An diesem Tag wird allen Rangern weltweit gedacht, die in Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen sind oder so schwer verletzt wurden, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die Gründe sind vielfältig, wie man der anliegenden Liste entnehmen kann, aber eine leider herausragende Todesursache sind Wilderer, denen die Ranger bei der Ausübung ihrer illegalen Geschäfte im Wege stehen.

 

Ein Mitarbeiter der Nationalparkwacht, der Ranger Patrick Preiss von der Rangerstation Bad Harzburg stellt das Berufsbild der Ranger in Deutschland und im Ausland vor. Auch werden verschiedene Organisationen, die für den Beruf des Rangers von Bedeutung sind, dargestellt.

 

Kinder der Nationalpark-Jugendgruppe „Bären“ aus Bad Harzburg werden als unsere Gäste an diesem Abend gegen eine Spende „Helfende Hände“ verteilen. Die Spenden kommen der Ranger-Hilfsorganisation „Thin Green Line Foundation“ zu Gute. Lassen Sie sich überraschen.

 


Frischer Wind in der Nationalpark-Umweltbildung durch Commerzbank-Umweltpraktikanten in vier Einsatzstellen in Sankt Andreasberg, Torfhaus und Wernigerode

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Im Nationalpark Harz sind es 2017 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Erst kürzlich begonnen hat Jacqueline Gräf, die an der Fachhochschule Dortmund den Studiengang „Soziale Arbeit“ absolviert und im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus arbeitet. Im Natur-Erlebniszentrum HohneHof engagiert sich Henrike Wilmsen, die Biologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück studierte. Stefanie Wude ist ebenfalls Biologie-Studentin, studiert an der Georg-August-Universität Göttingen und ist im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eingesetzt. Im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ist Veronika Deikun aktiv – studiert ebenfalls Biologie, gleichfalls an der Georg-August-Universität Göttingen.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Henrike Wilmsen berichtet: „Ich komme aus der Nähe von Hannover und habe mich schon immer für Natur und Umwelt interessiert. Daher studierte ich dann auch an der Universität Osnabrück Biologie und Erziehungswissenschaften und habe kurz vor dem Praktikum meinen Bachelor absolviert. Die Bachelorarbeit habe ich im Themenbereich Umweltbildung geschrieben und mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man bei Kindern das Umweltbewusstsein entwickeln und fördern kann. Mein Ziel ist es, später in der Umweltbildung zu arbeiten, daher hatte ich auch diese Kombination der Studienfächer gewählt. Ich bin im HohneHof tätig und es war sehr interessant, den Nationalpark kennenzulernen und eigene Führungen zu absolvieren. Auch war ich im Junior-Ranger-Programm für das Wildniscamp eingebunden. Auf dem Programm standen auch Projekttage für Schulklassen und Ferienpassaktionen. Ich mache das Praktikum auf freiwilliger Basis, um praktische Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln und die Zeit zum Masterstudium zu überbrücken. Vor meinem Studium habe ich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Seehundstation Friedrichskoog absolviert und dort neben der Tierpflege auch im Bereich der Umweltbildung gearbeitet.“

Stefanie Wude berichtet über sich und ihre Arbeit: „Das vom NABU betriebene Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist ein wunderbarer Ort für mich, um viel zu lernen, aber auch um mein Wissen und meine Begeisterung für die Vielfalt und Schönheit der Natur weiterzugeben. Gleichzeitig freue ich mich auch über die Chance, Menschen aller Altersgruppen zu arbeiten. Egal ob ich mit einem Strauß Wiesenblumen ins hiesige Seniorenheim gehe oder mit Gästen über die Bergwiesen Sankt Andreasbergs spreche, ob ich mit Kindern den Wald im Nationalpark erkunde, ob wir bei einer Nachwanderung mit dem Batcorder die Fledermäuse belausche oder ob ich die Ausstellung im Nationalparkhaus betreue – jeder Tag ist hochinteressant und voller neuer Erkenntnisse. Schon als Kind verbrachte ich meine Zeit am liebsten in freier Natur. Das war nicht schwer, denn ich wohnte auf einem Bauernhof in Oberbayern direkt am Alpenrand, so hatte ich Wald und Wiesen direkt vor der Haustür. Mein Opa ging am späten Abend gern mit mir direkt an den Waldrand, und wir lauschten in der Dunkelheit nach dem Rufen der Käuze und dem Bellen der Füchse. Gleichzeitig wuchs ich in dem Bewusstsein auf, dass sich am Umgang der Menschheit mit Natur und Umwelt dringend etwas ändern muss, damit die Vielfalt und Schönheit der Natur nicht verschwindet.“

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

Foto: Henrike Wilmsen mit Schülern auf einer Kräuterwanderung am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Foto Nationalpark Harz


UNSER HARZ Juli 2017: Die Harzburg und ihre Kaiser, Teil 1; Nationalpark Harz und UNESCO-Welterbestätten im Harz: Weltweit bekannte Highlights des Harztourismus; Vom Harzer Pflanzenfreund zum Meistergärtner in Südafrika – in memoriam Johannes Andreas Auge (1711 - 1805); Erinnerungen aus meiner Heimat um Herzberg am Harz; Die 23. Kunstausstellung in Uehrde; Neue Literatur zur Nationalparkgeschichte

Clausthal-Zellerfeld. Die Harzburg, errichtet von Heinrich IV. im 11. Jahrhundert, gehörte zu den wichtigen Zentren der frühen deutschen Reichsgeschichte. Auch wenn sich dem heutigen Besucher auf dem Burgberg nicht mehr allzu viele Reste dieser Burg, die einst größer als die Wartburg war, präsentieren, so gibt es doch eine Menge über ihre Geschichte zu berichten.

Nachgewiesenermaßen stellen die Welterbestätten und der Nationalpark im Harz die touristischen Leuchttürme des Gebirges dar. Was für Angriffe dennoch auf diese „Leuchttürme“ immer wieder stattfinden, wird hier beschrieben.

Im Südharz wurde seine Liebe zu Pflanzen geweckt, im Garten einer niederländischen Schifffahrtslinie in Kapstadt entfaltete sich sein großes Wirken, das der Anlage des Gartens und der Erforschung der afrikanischen Flora galt. Durch politische Unruhen war Johannes Andreas Auge am Ende fast mittellos und vergessen, doch erlebte er noch die Anerkennung, dass eine Pflanze nach ihm benannt wurde

Ein alt eingesessener Herzberger berichtet sodann über ein Viertel in seiner Heimatstadt.

Alljährlich Ende Juli findet in Uehrde das Museumsfest im Garten der Familie Kreckmann statt – ein kleines kulturelles Ereignis, das mittlerweile viele Anhänger gefunden hat.

Im Nationalparkforum werden diesmal zwei Bücher vorgestellt: Eines von Bundesamt für Naturschutz, das die Verfahren zur Ausweisung der Schutzgebiete und ihre regionale Akzeptanz kritisch beleuchtet, und eines von Dr. Uwe Wegener über den Umgang mit dem Naturschutz am speziellen Beispiel der Harzregion. Gleichzeitig ist dieses Buch eine Lebensgeschichte des überregional bekannten Naturschützers Dr. Wegener – er beschreibt, wie der Schutz zu oft hinter neu geschaffenen Realitäten herhechelt.

Foto von Walter Wimmer: Der Brocken im Nebel.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Kunstwerke zwischen Natur und Mensch: 23. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ – 68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur werden 17. September bis 15. Oktober 2017 in Sankt Andreasberg gezeigt

Die 23. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wirft ihre Schatten voraus. 68 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel vom 17. September bis 15. Oktober 2017 in Sankt Andreasberg zeigen.

Der Andreas-Kunstpreis wird am 16. September 2017 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage verliehen. Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 17. September bis 15. Oktober 2017 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.

Eine fachkundige Jury hat aus 316 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Korea, Ukraine, USA, Kasachstan und Norwegen, die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 23. Mal findet sie an verschiedenen Orten in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Die Jury setzt sich 2017 aus folgenden Mitgliedern zusammen: Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage, Karl Oppermann – Maler und emeritierter Professor der Universität der Künste Berlin, Dr. Andrea Kirzinger – Biologin im Nationalpark Harz, Eike Geertz – Bildhauerin, Dr. Elfi Krajewski – Kunsthistorikerin, Detlef Kiep – Maler und Grafiker, Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz, Dieter Utermöhlen – Bildhauer, Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf, Theresa Thomas – Vertreterin der Andreasberger Kirchen.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und Spannungsfeld NATUR – MENSCH gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter – Nationalpark Harz und Stadt Braunlage – auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren als auch für das Zulassen von mehr Natur zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit Künstlern und die daraus resultierende Multiplikationswirkung von Kunst für Natur- und Umweltschutz. Künstler sind in diesem Projekt wichtige Botschafter für ein gemeinsames Anliegen. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis werden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit dem Nationalpark Harz und der Stadt Braunlage fort und würdigt die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und den Zielen des Nationalparks.

Bild: Das mit dem Andreas-Kunstpreis ausgezeichnete Werk des Jahres 2016 "Meister 2" von Anna Grau.


Ergebnisse des Luchs-Fotofallenmonitorings 2016/17 liegen vor

Wernigerode - Braunlage. Der Nationalpark Harz hat die Bilder aus dem großflächigen und länderübergreifenden Fotofallenmonitoring im mittleren Harz im Bereich der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ausgewertet. Zwischen August 2016 und März 2017 entstanden an 60 Fotofallenstandorten im Bereich etwa zwischen Goslar - Sieber im Westen und dem Bodetal und Stiege im Osten insgesamt 8689 Fotos von Wildtieren.

502 der Bilder zeigen Luchse. Anhand der charakteristischen Fleckenzeichnung wurden die Tiere voneinander unterschieden. Nach statistischer Auswertung der Daten kann von einer Anzahl von 19 selbständigen Luchsen innerhalb des 779 km² großen Untersuchungsgebiets ausgegangen werden. Dies entspricht einer Dichte von 2,4 selbständigen Luchsen je 100 Quadratkilometer. Vier der fotografierten Luchsinnen hatten Nachwuchs. Zählt man auch die insgesamt 11 Jungtiere hinzu, ergibt sich eine Dichte von 3,9 Luchsen je 100 Quadratkilometer.

Die Harzer Luchspopulation breitet sich nach wie vor aus und so konnten nicht nur innerhalb des Harzes junge Luchse nachgewiesen werden. Erstmals gelang im vergangenen Monitoringjahr (1. Mai 2016 bis 30. April 2017) ein Jungtiernachweis im Solling. Eine Luchsin führte dort sogar vier kleine Luchse. Auch bei Göttingen gab es eine Beobachtung einer solchen Familiengruppe mit zwei Jungtieren. Anders als in den Vorjahren gab es hingegen im Kaufunger Wald und im Hils keine Hinweise auf Luchsnachwuchs. Im Kaufunger Wald ist die Fuchsräude für diese Entwicklung verantwortlich.

   

Dass es regelmäßigen Austausch zwischen den Reproduktionsgebieten gibt, bewies zuletzt das besenderte Männchen M10. Das Tier wanderte innerhalb kurzer Zeit vom Hils in den Harz. Aber auch das große Mittelgebirge sagte dem Kuder nicht zu. Vor wenigen Wochen überquerte M10 die hessische Grenze und hält sich aktuell bei Hessisch Lichtenau auf. Mit rund 150 Kilometern (Luftlinie) bzw. ungefähr 300 Kilometern bei chronologischer Verbindung aller Nachweispunkte des Tiers ist dies die bislang längste dokumentierte Wanderung eines Harzer Luchses.

Nationalparkverwaltung Harz
Außenstelle Oderhaus
37444 Sankt Andreasberg
Tel: 05582-9189-37
www.luchsprojekt-harz.de
www.wilde-katzen.eu


Gemeinsam für die Natur im Nationalpark Harz - Schülerinnen und Schüler des Landschulheims Grovesmühle arbeiten gemeinsam mit Menschen mit Behinderung

Wernigerode - Braunlage. Kurz vor Ende des Schuljahres führten die Sozialtage des Landschulheims Grovesmühle die Schülerinnen und Schüler hinaus ins Arbeitsleben. Die Klasse 6a besuchte in diesem Rahmen am 20. und 21. Juni 2017 den Nationalpark Harz, um bei der Arbeit mit „anzupacken“.

 

Sie waren nicht allein, denn am zweiten Tag ihres Arbeitseinsatzes wurden sie unterstützt von erwachsenen Menschen mit Behinderung, die über die Harz-Weser-Werkstätten im Nationalpark Harz regelmäßig bei verschiedenen Tätigkeiten mitwirken.

An einem Bachlauf in der Nationalpark-Revierförsterei Bruchberg wurden junge Fichten entfernt, um der Entwicklung der Laubbäume und damit einer natürlichen Vegetation auf die Sprünge zu helfen. Angeleitet wurden die fleißigen Helfer durch Forstwirte des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle, einer Bildungseinrichtung des Nationalparks Harz.

 

Jugendwaldheim-Leiter Thomas Schwerdt erläutert: „Dadurch, dass Schüler und Erwachsene in gemischten Kleingruppen völlig selbstverständlich an einer gemeinsamen Sache, dem Naturschutz, gearbeitet haben, konnte der Sozialtag der Schule hier wirklich mit Leben gefüllt werden.“

 

Auch wenn sich die Wege am Ende des Arbeitstages wieder trennten – ein Teil des Bachlaufes hat ein neues und Aussehen und damit etwas ökologisch Bleibendes erhalten. Bleiben werden sicherlich auch die Eindrücke und Erfahrungen aller Teilnehmer.

 

Anl. Foto der Gruppe frei mit dieser PI, Foto Nationalpark Harz.


Harlingerode: Harzer Schwermetalle in der Umwelt – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren – wie stark ist die Region Goslar – Bad Harzburg belastet?

Harlingerode. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf. Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Harlingerode liegt in der höchstbelasteten Zone 1 des Bodenplanungsgebiets Goslar, siehe Anlage.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein am

21. Juni 2017 im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Harlingerode, Meinigstr. 43, um 19.00 Uhr

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Karte - Grafik: Landkreis Goslar >>> für Vergrößerung bitte auf Karte klicken!


UNSER HARZ Juni 2017:Zur Geschichte der Rüstungsproduktion der Pulverfabrik Kunigunde bei Liebenburg bis zum Ende des 2. Weltkriegs; Die Haselnuss; Ein historischer Windofen für den Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e. V.; Frühjahrsgedicht; „Auf die Berge will ich steigen“ – Harzgedichte in loser Folge vorgestellt; Waldkauz – der Vogel des Jahres 2017 im Nationalpark Harz

Clausthal-Zellerfeld und Liebenburg-Kunigunde. Die seit mehr als 300 Jahren bestehende Pulverfabrik in Kunigunde (an der B 6 zwischen Goslar und Salzgitter gelegen) produziert noch heute Schwarzpulver und Zündschnüre. Hinsichtlich der Kriegsproduktion dieses Werks wurde ein Gutachten erstellt, das hier erstmals vorgestellt wird. Es ist hochinteressant, was hier im 1. und vor allen Dingen im 2. Weltkrieg unter strikter Geheimhaltung hergestellt wurde - u.a. mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern.

Die im Handel angebotenen größeren Haselnüsse kommen meist aus der Türkei oder Italien, sie stammen von einem anderen Strauch als dem bei uns beheimateten Corylus avellana. Dessen Besonderheiten und Verwendungen werden vorgestellt.

Ein neuer historischer Windofen konnte für das Südharzer Eisenhüttenmuseum auf der Königshütte in Bad Lauterberg erworben werden. Sein Aussehen, Maße und Funktionsweise werden in unserem dritten Artikel beschrieben.

Ein Frühjahrsgedicht und eine neue Gedichtinterpretation, diesmal von Heinrich Heines „Auf die Berge will ich steigen“, schließen sich an und im Nationalparkforum wird der Vogel des Jahres 2017 vorgestellt, der Waldkauz, der schon das Titelbild ziert und auch im Nationalpark an verschiedenen Stellen beobachtet werden kann.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grossesche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12 und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Foto: Schwarzpulver-Stapelpresse in der Pulverfabrik Kunigunde; WANO Schwarzpulver GmbH Kunigunde


11. Juni 2017: Umweltministerin Claudia Dalbert zum Tag des Nationalen Naturerbes in Ilsenburg – Fotoausstellung wird eröffnet

Wernigerode – Ilsenburg. Am kommenden Wochenende wird bundesweit der Tag des Nationalen Naturerbes begangen. Auch der Nationalpark Harz beteiligt sich an dieser Aktion und lädt aus diesem Anlass zur Eröffnung der Fotoausstellung „Spektakuläres und Alltägliches“ – fotografiert von Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (Regionalgruppe Sachsen / Sachsen-Anhalt) – herzlich für den

Sonntag, 11. Juni 2017 um 14:30 Uhr nach Ilsenburg

in das Nationalparkhaus Ilsetal (Navi: Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg) ein. Die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Claudia Dalbert wird die Ausstellung eröffnen. Über Ihre Teilnahme und/oder Ihre Ankündigung dieses Termins würden wir uns sehr freuen.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 20.10.2017 täglich von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet. Eintritt frei.

Hintergrund
Deutschland trägt für sein Nationales Naturerbe – seine charakteristischen Natur- und Kulturlandschaften mit ihren vielfältigen Lebensräumen und heimischen Tier- und Pflanzenarten – eine besondere Verantwortung. Insgesamt 156.000 Hektar Bundesfläche konnten dauerhaft von Bundesländern, Naturschutzverbänden und dem DBU-Naturerbe für den Naturschutz gesichert werden. Letztere versteht sich als Treuhänderin der Flächen und hat sich zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt in einem naturnahen Zustand für nachfolgende Generationen zu sichern. Vom 9. bis zum 11. Juni finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) initiierten Tags des Nationalen Naturerbes Präsentationen, Exkursionen und Fahrradtouren auf zahlreichen Naturerbeflächen in ganz Deutschland statt. Interessierten Teilnehmern werden die Aufgaben und Ziele des Nationalen Naturerbes bewusst gemacht. Offene Lebensräume mit seltenen Arten sollen durch Pflege bewahrt, wertvolle Wälder weitgehend ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern entwickelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden.


Freiwillige im Nationalpark Harz gesucht

Wernigerode. Mit dem Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) ist der gesetzliche Rahmen geschaffen, um aktiven Interessierten einen abgesichertes, befristetes Engagement auch im Nationalpark Harz anzubieten zu können.

Um sich für einen ÖBFD zu bewerben sollte man mindestens 27 Jahre alt sein und eine abgeschlossene Schulbildung haben. Der ÖBFD bietet die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren, sich neu auszurichten oder sich eine Auszeit aus dem Berufsalltag zu gönnen. Warum entscheidet man sich für einen Bundesfreiwilligendienst? Hier können Interessierte ihren persönlichen Beitrag leisten, um die Umwelt und die Umweltbildung aktiv mitzugestalten. Man kann sich ausprobieren und neue Tätigkeitsfelder entdecken.

Im Nationalpark Harz gab es auch bisher schon bewährte Einsatzstellen wie das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Auch im Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne, wo von Besucherbetreuung bis Instandhaltungsarbeiten vielfältige Arbeitsaufgaben warten, ist eine Freiwilligenstelle für ein Jahr zu besetzen. Hier arbeitet ein Team von engagierten Mitarbeitern, das den oder die Freiwillige gern einbindet und über diese tatkräftige Unterstützung sehr freut.

Interessierte sollten Freude an der Arbeit mit Kindern und erwachsenen Publikum mitbringen, offen für Menschen und die Natur sein, sich selbst für Natur begeistern und diese Begeisterung an Besucher weitergeben können.

Bei Interesse stehen die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen Anhalt in Magdeburg (Tel. 0391 / 4002903) oder der Nationalpark Harz in Wernigerode (03943 / 55020) gern für Fragen zur Verfügung.

Foto: Der HohneHof freut sich auf Freiwillige. Foto Freddy Müller, Nationalpark Harz.


Harzklub und Harzer Tourismusverband informieren: Offizielle Wanderkarten „Harzer Hexen-Stieg“ überarbeitet 

Wernigerode. Pünktlich zu Beginn der Wandersaison erschien die mittlerweile 9. Auflage der offiziellen Hexen-Stieg-Wanderkarte im Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode. Gemeinsam mit dem Harzklub und dem Harzer Tourismusverband (HTV), den Initiatoren des beliebten Prädikatswanderweges, wurde die detaillierte Karte im beliebten Wandermaßstab 1:30000 und in UTM-Projektion mit GPS-Gitter überarbeitet, aktualisiert und durch die im Gebiet der Karte befindlichen nummerierten Stempelstellen der Harzer Wandernadel ergänzt. Auch der Nationalpark Harz als geographisches "Herzstück" des Harzer Hexenstieges ist enthalten. Dem manchmal unbeständigen Harzer Wetter Rechnung tragend, gibt es das Karten-Werk nun zusätzlich auch in einer wasser- und reißfesten Ausgabe.

Das beidseitig bedruckte Kartenblatt im praktischen Leporello-Falz beinhaltet die Haupt- und die beiden Nebenstrecken des Harzer Hexen-Stiegs, Entfernungsangaben in 10-km-Schritten sowie die für den anerkannten Prädikatswanderweg relevanten Bushaltestellen mit Namen und Linien-Nummern. Selbstverständlich sind auch alle anderen Harzklubwanderwege mit Markierung und Nummerierung, sowie Radwege und Radrouten des Gebietes rund um den Hexen-Stieg dargestellt.

Der offizielle Wanderführer „Harzer Hexen-Stieg“ wird derzeit noch überarbeitet, und u.a. um eine Beschreibung in die Gegenrichtung Thale – Osterode erweitert. Das Buch erscheint im August dieses Jahres. Wer sich über die Schwierigkeitsgrade der einzelnen Etappen informieren möchte, kann sich unter www.harz-wanderkarten.de/harzer-hexen-stieg.html Höhenprofile und GPX-Tracks kostenlos herunterladen. Weitere Informationen stehen auch unter www.hexenstieg.de und www.harzer-hexen-stieg.de bereit.

Harzer Hexen-Stieg
Offizielle Karte zum anerkannten Prädikatswanderweg im Harz
9., aktualisierte Auflage Mai 2017
Maßstab 1 : 30 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20m-Schritten, Harzklubwanderwege, ausgeschilderte Radwege und Radwegempfehlungen, nummerierte Stempelstellen der Harzer Wandernadel, Schummerung.

Weitere Informationen und Details finden sich im Internetauftritt des Schmidt-Buch-Verlages.
Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode
Tel.: (03943) 23246 • Fax (03943) 45010 E-Mail: info@schmidt-buch-verlag.de


Junior-Rangerdes Nationalparks Harz freuen sich über Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Unlängst übergab der Nationalparkmitarbeiter Jens Ackert aus seinem Privatbesitz mehrere Sammelordner zum Thema „Abenteuer Wald“ an die Schierker Junior-Ranger des Nationalparks Harz. Die Ordner enthalten viel Wissenswertes über Pflanzen und Tiere des Waldes. Zudem enthält das Material für junge Entdecker auch vielfältige Anregungen, wie man spielerisch den Wald erkunden kann.

Diese Hinweise kamen gerade passend zum monatlichen Treff der Schierkeer Junior-Ranger im HohneHof, der diesmal unter dem Thema „Kräuterzwerge“ stand. Mit fachkundiger Anleitung durch Rangerin Birgit Patzelt wurden heimische Wiesenkräuter gesammelt und verarbeitet - von Tee über Kräuterquark bis zur heilenden Salbe gab es die vielseitigsten Verwendungsmöglichkeiten. Mit den neuen Sammelordnern werden sicher noch zahlreiche neue Ideen zum Lernen und Entdecken dazukommen, freut sich Imtraud Theel, die für die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof zuständig ist.

Foto von Otfried Wüstemann: Große Freude bei der Übergabe an die Schierker Junior-Ranger der Gruppe "Hirsche" mit Rangerin Birgit Patzelt (oben links), Ranger Hermann Zawadski (Mitte hinten) und Jens Ackert (Mitte vorn).


Beginn der Brockengartensaison am 15.5.2017

Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, erst Mitte Mai mit der offiziellen Gartensaison zu beginnen. Der leichte Schneefall Anfang Mai und die niedrigen Temperaturen haben 2017 dazu beigetragen, dass bisher nur einige wenige Spezialisten-Pflanzen im Brockengarten ihre Blüten zeigen. Die Frühjahrs-Instandsetzungsarbeiten im Brockengarten haben zwar begonnen, werden bis zur ersten Gartenführung am 15. Mai allerdings noch nicht abgeschlossen sein.

Dennoch lohnt es sich für Interessierte der Hochgebirgsflora, gleich zu Beginn der Gartensaison unsere Anlage zu besuchen. Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, sind in der Regel gut angepasst an die kurze Zeit, die ihnen dort zur Verfügung steht. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel frühen Blühbeginn.

Genau diese Spezialisten zeigen zur Zeit im Brockengarten ihre Blüten. Zu nennen sind hier der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia), alpin verbreitete Primeln wie z.B. Primula marginata und verschiedene Mannsschildarten, die auch zu den Primelgewächsen gehören. Besonders schön anzusehen ist der Fleischrote Mannsschild (Androsace carnea). Auch die Alpenglöckchen gehören zu den Primelgewächsen und zeigen im Garten erste Blüten.

Die Brocken-und Nationalparkbesucher werden ab dem 15.5.2017 regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr von den Gartenmitarbeitern durch die Anlage begleitet. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Gartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung, die um 12.15 beginnt, durch den Ranger möglich. Zusätzlich werden botanisch- gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter der Nr. 0170 570 90 15 und 03943 55 02-20 durch die Anlage geführt.

Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind bzw. diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf für die im Garten kultivierten Arten bisher eher günstig. Ob es Ausfälle gab und wie hoch diese im Winter 2016/2017 waren, kann allerdings erst Mitte Juni richtig eingeschätzt werden.


Am 15.5.2017 um 11.30 Uhr findet also die erste Gartenführung der Saison 2017 statt. Es wird eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten oder auch blühender Felsenblümchen zu bestaunen sein. Ob es die Brockenanemone bis zum 15. Mai schafft, ihre Blüten auszubilden, ist noch nicht ganz sicher.

Foto: Am heutige Tage aufgenommener Blick in den Brockengarten, im Vordergrund die Gewelltrandige Primel. Foto Gunter Karste, Nationalpark Harz.


UNSER HARZ Mai: Zum Reformationsjubiläum 1517 - 2017: Martin Luther war im Harz; Heinrich der Erste, Otto der Große und die Ungarn – Was vor über tausend Jahren im Nordharzvorland geschah; Das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage; Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft

Wir feiern das Lutherjahr mit einer Fülle an Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Luthers Thesen, ausgelöst durch den Ablasshandel, verbreiteten sich vor 500 Jahren im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation dank der Druckkunst mit unglaublicher Geschwindigkeit und lösten eine starke Erschütterung und Spaltung in Kirche und Gesellschaft aus. Das beleuchtet der erste Beitrag im Heft.

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wurde Heinrich I. von einfallenden Ungarn bedrängt. Es gelang ihm, einen 9jährigen Frieden auszuhandeln, der jedoch vorzeitig gebrochen wurde. In der entscheidenden Schlacht am Elm wurde Heinrichs Heer vernichtend geschlagen. Erst 955 gelang es Otto I., die Ungarn zu besiegen und schon 18 Jahre später wurden sie von ihm zu einem Hoftag nach Quedlinburg eingeladen, der wiederum 1030 Jahre später, im Jahre 2003 dort aufwendig nachgestellt wurde. Die Rolle der Pfalz Werla damals wie heute wird im Hintergrund beschrieben.

1900 wurde das Sanatorium Dr. Barner in Braunlage gegründet. Zunächst aus zwei benachbarten Villen hervorgegangen, erfuhr das Sanatorium nach und nach Erweiterungsbauten durch den Architekten Albin Müller, der auch seit 1903 den Innenausbau im reinen Jugendstil übernahm.

„Die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft waren die Zisterziensermönche in Kloster Walkenried, sie hatten bereits im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert.“ Dieser Satz des verstorbenen Denkmalpflegers Dr. Reinhard Roseneck aus dem Antrag zum Eintrag des Oberharzer Wasserregals in die UNESCO-Welterbeliste wurde schon oft angezweifelt, nun aber erscheint im Nationalparkforum ein differenziert belegter Beitrag zu dieser Behauptung. Diese Aussage ist nichts weiter als eine moderne Legende, so die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Fritz Reinboth.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.



Foto: Die Walkenrieder Mönche waren nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft. Foto Detlef Tront.


Von der „Klassischen Quadratmeile“ bis ins 21. Jahrhundert – Geotope im Wandel der Zeit 

Goslar. Das Erzbergwerk Rammelsberg liegt inmitten der „Klassischen geologischen Quadratmeile“, die den Pionieren im 18. und 19. Jahrhundert auf engem Raum die Grundlagen ihres Fachgebietes vor Augen führte. Während Aufschlüsse ursprünglich bei der Rohstoffsuche beachtet wurden, kam ihnen danach mehr und mehr eine Schlüsselposition bei der Erforschung geologischer Vorgänge zu. Mit dem Rückgang der Rohstoff-Exploration im ausgehenden 20. Jahrhundert fanden Aufschlüsse fast nur noch als lebloser Rahmen schützenswerter Biotope Beachtung. Mit der Definition von Geotopen, die durch ihre wissenschaftliche Aussagekraft allein Bedeutung und Schutzwürdigkeit genießen, wurde vor 25 Jahren eine neue Ära eingeläutet. Heute werden Geotope vor allem auch in den  Geoparks als Schlüssel-Orte für das nachhaltige Wirtschaften des Menschen mit den geologischen Ressourcen gepflegt. Auch die Geotope des Nationalparks Harz sind Thema eines Vortrages auf dieser Tagung. Begleitende Exkursionen am 20. und 21. Mai werden in den Oberharz und das westliche Braunschweiger Land führen.

Tagungsort: Museum & Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg , Bergtal 19, 38640 Goslar, www.rammelsberg.de

21. Fachtagung der Fachsektion Geotope & Geoparks in der DGGV im UNESCO-Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen vom 18. – 21. Mai 2017. Anmeldungen sind noch möglich: Geotop2017@email.de, siehe >>> Anlage.

Foto: Die Achtermannkuppe ist einer der interessantesten Geotope im Nationalpark Harz. Foto Störmer.


„Die Erde braucht Freunde“ - Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte in Goslar vom 2. bis 5. Mai 2017

Goslar. In der laufenden Woche wird ein Team des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Goslarer Innenstadt über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren.

Der Goslarer BUND-Vorsitzende Dr. Friedhart Knolle, wünscht sich: „Es mögen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des BUND kennen lernen und das Angebot nutzen, die wertvolle Arbeit zu unterstützen. Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Der BUND ist ein Mitgliederverband und je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team ist direkt vom Verband und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweit größten Umweltschutznetzwerk Friends Of The Earth International organisiert.

Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

Derzeit hat der BUND über 500.000 Mitglieder. Sie sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Dazu kommen ca. 800 Kinder- und Jugendgruppen, mit insgesamt knapp 40.000 Mitgliedern, die in einer eigenen Jugendorganisation, der BUNDjugend, organisiert sind.

Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Foto: Sie trotzen dem aktuellen Regen und sind in Goslar mit einem BUND-Stand präsent: v.l.: Peter Pistivsek, Ria Kesselring, Valerie Voggenreit


Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle in Sankt Andreasberg: „60 Millionen Jahre Fledermäuse im Harz – eine Landschaftsgeschichte der Nationalparkregion

Sankt Andreasberg. Die ältesten Nachweise von Fledermäusen in der Harzregion sind schon rund 60 Millionen Jahre alt. Ein aus Sicht des Menschen geradezu unvorstellbar langer Zeitraum. Denn verglichen damit ist der Mensch eine viel jüngere Art, die erst vor wenigen Millionen Jahren das Antlitz der Erdoberfläche betrat, sagt Nationalpark-Hausleiter Thomas Appel, der den Referenten eingeladen hat.

Die spannende Verbindung zwischen geologischer, archäologischer und biologischer Perspektive ist genau die Sache des Referenten Dr. Friedhart Knolle. Als promovierter Geologe und Harzkenner ist er nicht nur Pressesprecher der Nationalparkverwaltung, sondern gemeinsam mit dem Kollegen Siegfried Wielert auch ehrenamtlicher, vom NLWKN bestellter Fledermaus-Regionalbetreuer für den Landkreis Goslar. Im Vortrag wird in Form einer spannenden Zeitreise die geologische Entwicklungsgeschichte des Harzes aufgezeigt und wie sich diese auf die Lebensbedingungen der Fledermäuse ausgewirkt hat – ein Fledermausflug durch die Erdgeschichte des Harzes sozusagen.

An der Konzeption der neuen Dauerausstellung „FledermausReich“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg war Dr. Knolle ebenfalls beteiligt. Nach dem Vortrag bietet es sich deshalb an, gleich auch noch in die Gegenwart im „FledermausReich“ einzutauchen, so Thomas Appel abschließend.

Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrages:Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 6. Mai, 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.

Foto: Die Zwergfledermaus macht ihrem Namen alle Ehre. Foto: Gerhard Mäscher, NABU


Geänderte Öffnungszeiten des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg: Jetzt wochentags schon ab 9:00 Uhr geöffnet

Wernigerode - Sankt Andreasberg. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg passt seine Öffnungszeiten den Besucherbedürfnissen an. Ab dem 2. Mai öffnet das Haus wochentags bereits ab 9:00 Uhr seine Pforten für die Öffentlichkeit. Dafür schließt es jetzt um 17:00 Uhr und damit eine Stunde früher als bisher. Die Öffnungszeiten an den Wochenenden, Feiertagen und im Winter bleiben unverändert.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Gäste das Haus bereits vor 10:00 Uhr besuchen möchten. In der Stunde zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr waren in der Vergangenheit dagegen oft sehr wenige Besucher im Haus.

Insbesondere haben Gäste jetzt genug Zeit für einen Besuch des Nationalparkhauses, bevor im nahegelegenen Bergwerksmuseum Grube Samson um 11:00 Uhr die erste Führung startet. Ein Besuch beider Einrichtungen bietet sich an, denn das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist gemeinsam mit der Grube Samson offizielle Informationsstelle des 2015 zum UNESCO Global Geopark ernannten Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen.

Im Nationalparkhaus finden Besucher eine Sammlung ausgewählter Gesteine und Mineralien aus dem Harz, eine interaktive Tafel, ein beeindruckendes Modell eines Wasserrades samt Pumpenanlage und Pochwerk sowie zahlreiche Broschüren zu geologischen Zusammenhänge, Bergbau und Sehenswürdigkeiten der Region. Das Bergwerksmuseum zeigt Bergbautechnik aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ist Teil des UNESCO-Welterbes Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt Goslar, Oberharzer Wasserwirtschaft. Es zeigt die letzte noch im Original erhaltene funktionstüchtige Drahtseil-Fahrkunst der Welt.

Anl. Foto frei mit dieser PI, Foto Mandy Bantle, Nationalpark Harz.


Filz-Kurs im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 21.4.2017

Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 21. April findet im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter der Leitung von Brigitte Rieger der „Filz-Kurs mit feiner Merinowolle“ statt. Der Kurs richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 4 Jahre, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Wer mit den Händen die feine Merinowolle verarbeitet, kann dabei auf intensive Weise diesen Naturstoff erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Jeder Teilnehmer erschafft dabei mindestens ein einzigartiges Unikat – z.B. eine kleine Fledermaus, die über sehr lange Zeit Freude bereiten kann.

Die thematische Verbindung zur Ausstellung des Nationalparkhauses ist dabei schnell hergestellt. Ob man an die Kleidung der Andreasberger Bergleute denkt oder die Schafe, die noch heute Teile der Bergwiesen beweiden und damit zum Erhalt dieser geschützten und landesweit einzigartigen Biotope beitragen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg,
Erzwäsche 1,
37444 Sankt Andreasberg
Zeit: Fr. 21. April, 14:00 bis 18:00 Uhr
Anmeldung unter 05582 923074
Gebühr: 20,- € / Person inkl. Material

Foto: Brigitte Rieger


Winterpause beendet: Naturmythenpfad bei Braunlage
Eintauchen in das älteste Kulturgut des Menschen – seine Mythen und Sagen

Auch in Braunlage kehrt langsam der Frühling ein. Damit beendet auch der nahegelegene Naturmythenpfad seine Winterpause – zu Ostern wird es so weit sein, dass praktisch alle Stationen aufgebaut sind.

Die fantasievollen Installationen des Pfades waren im Winter im Warmen gelagert und werden nun wieder aufgebaut. Über die Sommermonate laden zehn Mitmach-Stationen Erwachsene und Kinder ein, den mythischen Spuren der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu folgen.

Ein Besuch auf dem Naturmythenpfad lohnt sich – denn Mythen gehören wie Sagen und Märchen zum ältesten Kulturgut der Menschen. Sie geben Auskunft darüber, wie der Mensch dachte und empfand und wie er sich erklärte, was um ihn herum und mit ihm selbst geschah. Im Mythos beschrieben unsere Vorfahren Werden und Vergehen auf der Erde. Die Natur mit ihren alles umfassenden Lebensräumen steht dabei im Mittelpunkt.

Auf dem Pfad kann man sich vom Wunschbaum einen Wunsch erfüllen lassen und im Labyrinth einen Weg zu sich selbst finden. Es lässt sich erkunden, ob Wolf und Mensch vielleicht viel mehr verbindet, als wir ahnen, welche symbolische Kraft von einem Baum ausgeht und warum uns Schönheit und Gesang der Vögel verzaubern. Beim Märchenpuzzle ist Köpfchen gefragt und am Silberteich kann man mit Wasser ein klein wenig zaubern. Für alle, die noch mehr wissen möchten, ist jeder Station ein Buch zugeordnet − die „Waldbibliothek“.

Der ca. vier Kilometer lange Rundwanderweg ist leicht begehbar und von Braunlage ohne PKW erreichbar. Der Naturmythenpfad führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und Vegetation und man kann ihn in ca. drei Stunden Gehzeit erwandern. Den Einstieg zum Pfad erreicht man vom Nationalpark-Wandertreff an der Jugendherberge Braunlage nach ca. 600 Metern. Parkplätze gibt es an der Wetterwarte und am Sportplatz in der Von Langen-Straße.

Infolink: http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/naturmythenpfad/
Kurzlink: goo.gl/7ds5zW

Foto von Walter Wimmer


Frühling im Hochharz: Der WaldWandelWeg bei Torfhaus ist einen Besuch wert

In diesen Tage wurden auch die informativen Tafeln des WaldWandelWeges bei Torfhaus wieder Installiert und der Pfad erwartet wieder zahlreiche Besucher. Was kann man hier erleben?

Beim Anblick von Kahlflächen oder toten Bäumen stellen wir uns Fragen: Wie wird der Harzer Wald der Zukunft aussehen? Wie wirken sich der Klimawandel und seine Folgen, z.B. Orkane oder Sommertrockenheit, auf das Wachstum der Fichte aus? Wie profitiert der Borkenkäfer davon? Wer sich da immer noch nicht ganz sicher ist, wie das nun alles zusammenhängt oder wer noch einen Tipp für einen schönen Rundgang benötigt, der ist herzlich eingeladen, sich im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus zu informieren.

Der Weg ist ausgehend vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus am Großparkplatz Torfhaus schnell erreichbar, und die Besucher können im Zuge eines Spaziergangs auf dem Rundweg sowohl die Schönheiten des Hochmoors genießen als auch die vitale, ursprüngliche Kraft des Waldes und die Walddynamik erleben.


Wie funktioniert ein natürlicher Wald?

Als Beitrag zur besseren Information über die Zusammenhänge von Werden und Vergehen der Bäume, Klima, Umweltverschmutzung und Borkenkäfern gibt es seit 2009 den WaldWandelWeg am Schubenstein bei Torfhaus. Hier sollen nicht nur die Besucher des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, sondern auch alle vorbeikommenden Wanderer dazu angeregt werden, die dynamische Waldentwicklung im „Urwald von morgen“ hautnah zu erleben. Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird hier sachlich moderiert.

Der Pfad ist ein Gemeinschaftsprojekt – er wurde vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus konzipiert, von der Revierförsterei Torfhaus und der Nationalpark-Werkstatt Oderhaus gebaut und mitfinanziert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Auf ca. 180 m Länge werden mittels attraktiv gestalteter Holztafeln Informationen gegeben, die hiesigen Borkenkäferaktivitäten, ihre biologischen Hintergründe, aktuelle Fragen der Borkenkäferentwicklung und der Zukunft des Waldes sowie die Ursachen für diese Entwicklung dargestellt.

Dem „Wind-Sturm“ folgt ein „Käfer-Sturm“ – so ist es auf einer der Info-Tafeln zu lesen, die Besucher neugierig machen soll. Was verbirgt sich hinter dieser Aussage? Oberhalb von etwa 800 m Höhe befindet sich der natürliche Lebensraum der Fichte. Dem rauen Klima widersteht sie in diesen Höhenlagen. Unterhalb von 800 m wächst sie zwar auch, wird aber zunehmend durch Sommertrockenheit beeinträchtigt. Im Falle eines Windwurfs profitiert der Fichtenborkenkäfer ebenfalls vom milderen Klima der mittleren Höhenlagen. Massenhaft umgeworfene und absterbende Fichten ermöglichen eine sprunghafte Vermehrung des Borkenkäfers. Dieser Vielzahl können sich dann auch viele der stehenden Fichten nicht mehr erwehren. Aber: „Kein Grund zur Sorge“, so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken.“


Naturerlebnispunkt am Quitschenberg

In Ergänzung zum WaldWandelWeg wurde zusätzlich ein weiterer Naturerlebnispunkt eingerichtet. Auf der beliebten Wanderung über den Goetheweg zum Brocken erreichen die Wanderer nach ca. 3,5 km den Quitschenberg. Nach einer starken Borkenkäfer-Massenvermehrung ist hier seit den 1990er Jahren die neue Waldentwicklung in vollem Gang. Gerade auf den damals nicht aufgearbeiteten Flächen sprießen heute Ebereschen, Weiden und Fichten – die nachwachsende Waldgeneration prägt zunehmend das Bild. So zeigt sich: Der Borkenkäfer wird nicht der letzte Akteur sein in dem Schauspiel, das die Natur hier in ihrer ganzen Dynamik entfaltet.

Foto: Nationalpark-Revierförster Ulrich Schulze vor den wieder installierten Tafeln des Pfades.


Mit dem „Weißen Reh" auf den Brockengipfel - Der Märchenpfad von Schierke zum Brocken ist wieder aufgebaut

Wernigerode. Wie kann man erreichen, dass Kinder wieder mehr Spaß am Wandern haben und nicht nur wandern, weil die Eltern es gern möchten? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Das war unser Anstoß, diesen Weg einzurichten. Auf ihm können Eltern und Kinder entlang der sieben Stationen des Märchenpfades – hinauf durch das Eckerloch – die Abenteuer des Jungen Albert erleben, der sich im Harz auf die Suche nach dem Weißen Reh begibt.

Die einzelnen Stationen führen die neugierigen Wanderer hinauf auf den mystischen Brockengipfel und der Höhepunkt erwartet die Kinder dann im Brockenhaus. Hier treffen sie auf Albert und das Weiße Reh und werden für ihre Wanderleistung mit einem Sonderstempel im Märchenflyer belohnt.

Der Märchenpfad fügt sich nahtlos in das Motto „Sagenumwobene Bergwildnis“ des Nationalparks Harz ein und bringt den jüngsten Gästen des Schutzgebiets die Natur der Bergwildnis rund um den Brocken näher. Das Projekt ist das in die Tat umgesetzte Ergebnis einer Kooperation der Brockenhaus GmbH mit der Hochschule Magdeburg-Stendal. Während der Projektlaufzeit haben sich unterschiedliche Studentengruppen und Meisterklassen mit vielfältigen Themenfeldern rund um das Brockenhaus beschäftigt.

Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus und der Nationalpark Harz wünschen den jungen und älteren Wanderern viel Spaß bei ihren Erlebnissen entlang des Weges!

Link: http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade/maerchenpfad_weisses_reh
Kurzlink: goo.gl/RSpEyP

Foto: Die Endstation des "Weißen Rehs" im Brockenhaus. Foto: toolbox-design Magdeburg.


Der Löwenzahn-Entdeckerpfad erwacht aus dem Winterschlaf
Der Erlebnispfad für Familien, Kinder und alle Junggebliebenen

Zum Frühlingsbeginn erwacht der beliebte Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen-Hohne wieder aus dem Winterschlaf. Die Infotafeln, Drehsäulen und auch die bei Alt und Jung gleichermaßen beliebte Höreule haben den Winter im Warmen verbracht, damit sie keinen Schaden nehmen. Wenn das beginnende Frühjahr den Frost aus dem Boden vertreibt, wird der Pfad erneut aufgebaut und kann sich wieder mit Leben füllen. Ab Ostern können Familien mit Kindern und Schulklassen auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Weg wieder auf spielerische und spannende Weise die Pflanzen- und Tierwelt des Harzes entdecken.

Träumerbank, Hör-Eule, Barfußpfad, Waldmemory oder Wasserstation: Der Löwenzahn-Entdeckerpfad im Nationalpark Harz hat viel zu bieten. Unabhängig von festen Zeiten können Familien, Kinder und alle Junggebliebenenden Pfad in den Sommermonaten täglich kostenlos besuchen. Insgesamt acht verschiedene Mitmach-Stationen beantworten viele Fragen rund um die Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks Harz und laden zum Tüfteln und Forschen ein. Geheimnisvolle Fährten werden den Tieren zugeordnet, Totholz wird als Lebensraum präsent, Geräusche des Waldes lässt die Hör-Eule erklingen und Groß und Klein beim Weitsprung mit den Leistungen der Waldbewohner können sich messen. Auf der Träumerbank mit Blick in das imposante Kronendach der Hohne-Eiche kann man sich entspannen und die gesammelten Eindrücke verarbeiten.

Nach dem Ausprobieren der Archimedischen Schraube und viel Wissenswertem zum Kreislauf des Wassers endet der Pfad am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Hier kann man sich bei einem Imbiss stärken, die Forscherecke erkunden und auf dem Abenteuerspielplatz um die Wette turnen. Auch Kindergeburtstage oder Naturerlebnistage mit der Schulklasse bietet das Team des HohneHofs an.

Der Nationalpark Harz hatte den Löwenzahn-Entdeckerpfad 2005 ins Leben gerufen. Damals wurde der Pfad im Zuge des 25-jährigen Jubiläums der ZDF-Sendung „Löwenzahn“ als länderübergreifende Umweltbildungsaktion entwickelt. Auf der Hohnewiese bei Drei Annen-Hohne finden seitdem zahlreiche umweltpädagogische Veranstaltungen und Aktionen statt.

Foto: Die beliebte Eule des Löwenzahnpfades.


UNSER HARZ April 2017: Steinhäuser und Kemenaten – Mittelalterliche Wohnhäuser in Goslar; Zur Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz; Hahnenklee im April 1945 – 18 tote Säuglinge und Kinder im „Kurort für Mutter und Kind“; Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis aus Clausthal, Begründer des Naturalienkabinetts der Berg- und Forstschule in Clausthal und sein Fledermaus-Nachlass im Museum für Naturkunde in Berlin; Kann der Brocken nicht mehr locken? Deutsch-Tunesische Umweltkooperation trägt erste Früchte

Clausthal-Zellerfeld. Der Bergbau und die damit einhergehende Anziehungskraft der Siedlung Goslar auf die mittelalterlichen Herrscher zogen auch Kaufleute und Handwerker nach sich, Kirchen folgten und so entstanden hier neben den oft reich verzierten Fachwerkhäusern auch beeindruckende Steinbauten. Gerade was diese eindeutig den Blütezeiten des Bergbaus zuzuordnenden Stein-Bürgerhäuser betrifft, hat Goslar eine große Anzahl aufzuweisen, anhand derer noch viel über die damalige Lebensweise geforscht werden kann, wie der Autor Elmar Arnhold aus Braunschweig feststellt.

Anhand von Pollenuntersuchungen in Mooren kann die Waldentwicklung der letzten 20.000 Jahre im Harz nachvollzogen werden. Aber auch jüngeren und künftigen Entwicklungen widmet sich der Bericht über die Waldgeschichte der Nationalparkregion Harz von Dr. Friedhart Knolle, Dr. Hans-Ulrich Kison und Hildegard Rupp.

Ende April 1945 wurde von 18 toten Säuglingen in Hahnenklee-Bockswiese berichtet, wo sich damals mehrere Entbindungs- und Säuglingsheime befanden. Es handelte sich um lettische Säuglinge, die vor der heranrückenden sowjetischen Front nach Westen gebracht worden und hier im Harz an Unterernährung gestorben. Leider sind die ehemals an diese Tragödie erinnernden Kreuze auf dem Friedhof Hahnenklee längst verschwunden. Daher ist eine Erinnerung an diese fast vergessene Episode Hahnenklee-Bockswieser Geschichte heute wichtig, wie die Autoren Dr. Friedhart Knolle und Frank Jacobs vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. schreiben.

Anfang des 19. Jahrhunderts unterrichtete Dr. Carl Friedrich Eduard Mehlis an der Berg- und Forstschule in Clausthal. Seine Fledermausforschungen gingen in das Buch seines Kollegen an der Berg- und Forstschule und Freundes, des Zeichenlehrers Wilhelm Saxesen, über die Fledermausfauna ein. Darüber berichtet Wolfgang Rackow aus Osterode am Harz.

Eine neue Reihe mit Gedichtinterpretationen beginnt mit dem Gedicht „Harz im April“ von Andreas Kley.

Im Nationalparkforum wird über die Fortschritte im tunesischen Wald-Nationalpark El Feija berichtet, ein Projekt deutsch-tunesischer Umweltkooperation.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Fotos: Reitgras-Fichtenwald in der Waldforschungsfläche am Brocken, Foto Ute Springemann.
"Kurort für Mutter und Kind" - so firmierte Hahnenklee-Bockswiese in der NS-Zeit.


4. April: Luchsvortrag in Roßla

ROSSLA. Zu einem besonderen und sehr interessanten Vortrag lädt die Verwaltung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz am Dienstag, den 4. April nach Roßla ein.

Lilli Middelhoff, freie Mitarbeiterin im Nationalpark Harz, stellt das Luchsprojekt im Harz vor. Sie berichtet über die aktuelle Verbreitung der Art und Ergebnisse des Fotofallen-Monitorings.

Der Vortrag findet im großen Saal statt. Beginn um 19 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Luchs-Foto: Heinz Noack:
Der Luchs ist im Südharz längst kein Unbekannter mehr. Hier eine Aufnahme aus dem Tierpark in Thale.


Ararat in Mitteldeutschland? Eine gläserne Arche strandet am Brocken

Inmitten atemberaubender Landschafts- und Felsformationen, umgeben von der beeindruckenden Flora und Fauna des Nationalparks Harz, kann vom 26. Juni bis 4. September 2017 ein außergewöhnliches Kunstobjekt bestaunt werden: Eine fünf Meter große gläserne Arche, getragen von einer Hand aus Eichenholz.

Das rund sechs Tonnen schwere Kunstensemble entstand im vergangenen Jahr im Rahmen des Naturschutzprojektes „Glasarche 3“, initiiert vom Landschaftspflegeverband „Mittleres Elstertal“ e.V. Seit April 2016 befindet es sich auf Expedition zu den schönsten Natur- und Kulturgebieten Mitteldeutschlands.

Gläsernes Boot transportiert Botschaft des Nationalparks

Stolze 1095 Tage dauert die Expedition, die das Kunstwerk bis 2019 entlang 25 sorgsam ausgewählter Stationen unter anderem durch die Elsteraue, vorbei an der Arche Nebra und in die Nähe des Brockens führt. Das filigran anmutende Boot, das in Handarbeit aus Schichtglas gefertigt wurde, trägt dabei schwer: Es soll den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewusst machen und sie daran erinnern, dass der Schutz besonderer Orte – wie der sagenumwobenen Wildnis um den majestätischen Brocken mit ihren Jahrtausende alten Mooren, ursprünglichen Bachläufen und ausgedehnten Wäldern – in ihrer Hand liegt.

Dass die Glasarche während ihrer Expedition auch auf dem Weg zum Brocken vor Anker geht, ähnlich der Arche Noah, die der Legende nach auf dem Berg Ararat strandete, verleiht der symbolischen Botschaft des Kunstwerkes und der Intention des Nationalpark Harz dabei besonderes Gewicht. Denn ähnlich dem Projekt hat sich auch der Nationalpark dem Schutz der Natur verschrieben und es sich zur Aufgabe gemacht, die Begeisterung für deren Schönheit zu erwecken und bewahren.

Bis 2018 auf dem Landweg durch den Harz

Nach ihrem Aufenthalt im Nationalpark reist das gläserne Boot bis Januar 2018 weiter durch den Harz und geht dabei für jeweils sechs bis acht Wochen in Wendefurth, Blankenburg und Derenburg vor Anker. An allen Standorten wartet ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel auf Stempelfreunde.

Wir möchten Sie herzlich einladen, die Glasarche 3 im Harz zu bestaunen und teilen jetzt bereits die Folgetermine mit:

Datum: 26. Juni bis 4. September 2017
Ort: Nationalpark Harz, Hohnewiese am Löwenzahn-Entdeckerpfad in Drei Annen Hohne am Wanderweg zum Brocken
Datum: 4. September bis 16. Oktober 2017
Ort: Wendefurth
Datum: 16. Oktober bis 27. November
Ort: Blankenburg
Datum: 27. November 2017 bis 29. Januar 2018
Ort: Derenburg

Foto: Die Glasarche kommt in den Harz, www.glasarche-3.de.

Glasarche 3 ist ein Kunst- und Naturschutzprojekt des Landschaftspflegeverbands „Mittleres Elstertal“ e.V., gefördert von der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt.


Bildvortrag beim NABU im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Metallophyten – Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden des Harzes

Schwermetalle sind uns meist als Problemfaktoren in unserer Umwelt ein Begriff, wenn es um Kontaminationen, Bodenbelastungen oder Giftwirkungen geht. Im Harz hat das vor allem in historischen Zeiten immer eine Rolle gespielt, aber auch heute sind die Zeugen der Vergangenheit noch vielfach zu sehen. Das sind sowohl die alten Hüttenplätze, die sich zumeist an Flussläufen befinden – z.B. Ecker und Innerste – als auch die "Pyramidenlandschaft" im Ostharz im Umfeld von Hettstedt, wo der Kupferschieferbergbau bis ins vergangene Jahrhundert betrieben wurde.

Für den einen sind das lediglich "Altlasten", aus dem Betrachtungswinkel des anderen sind dort wertvolle Lebensräume entstanden, die gerade heute durch das Europäische Naturschutznetzwerk NATURA 2000 sehr aufgewertet wurden. Wie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens im Harz selbst, hat auch die Beschäftigung mit der sog. Schwermetallvegetation oder den Metallophyten (Schwermetall-Pflanzen) eine lange zurückreichende Tradition. Viele diesbezügliche Beobachtungen wurden erstmals überhaupt im Harz angestellt. Da dieser Aspekt hinter den vielfältigen geschichtlichen Besonderheiten des Harzes sehr im Hintergrund steht, ist er heute auch wenig bekannt. Das ist Grund genug, die Pflanzen einmal in den Mittelpunkt zu stellen, die einen Weg gefunden haben, mit dem giftigen Schwermetall zu leben und manches Interessante dazu zu berichten.

Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit: 19:00 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.

Foto: Minuartia: Die Frühlings-Miere hat im Harz schon vor Jahrhunderten den Namen "Kupferblümchen" bekommen, da sie stets in der Nähe von Bergwerken oder Hüttenplätzen auftritt (Foto: Kison)


Internetauftritt vom TorfHaus in neuem Gewand - Website des Nationalpark-Besucherzentrums auch für Smartphones und Tablets leichter verfügbar

Altenau-Torfhaus. Passend zum Frühlingsanfang erscheint die Internetseite des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus seit dem 21. März 2017 in einem frischen Gewand und ist durch die responsive Programmierung auch für Smartphones und Tablets schnell erreichbar.

Mit deutlich aufgeräumterer Optik und einer klareren Strukturierung hat der Nationalpark dieses wichtige Tor zu den Informationen rund um Torfhaus noch attraktiver und leichter zugänglich gemacht. Auch der barrierearme Zugang zum Beispiel für Lesegeräte für Sehberhinderte wurde nochmals verbessert.

Auf den neuen Seiten finden die Internetsurfer Informationen zum Besucherzentrum, zur Ausstellung und auch zu den vielfältigen Führungen und Exkursionen, die das Team des Besucherzentrums anbietet. „Wir haben auch eine kleinen Onlineshop mit Nationalpark-Souvenirs integriert, wo die Nutzer harzige Fanartikel erwerben können“, so die Leiterin Heike Albrecht. „Und auch einen historischen Rückblick mit einigen Fotos finden sie auf den neuen Seiten.“

Am besten schauen Sie gleich selbst: unter der gewohnten Adresse www.torfhaus.info
 
Foto: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Archiv Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus) frei mit dieser PI.Sankt Andreasberg. Dr. Hans-Ulrich Kison, bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr stellvertretender Leiter des Nationalparks Harz, wird am Freitag, den 31. März um 19:00 Uhr zu diesem Thema im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg referieren.


Auerhahnbalz hautnah erleben

Herzberg-Lonau. In den wunderschönen Buchenwäldern des Südharzes, nahe des kleinen Dorfes Lonau, liegt das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz.
Es beheimatet ehemals in Norddeutschland heimische Raufußhuhnarten – das Auerhuhn und das Birkhuhn. Von März bis Mai kann man hier mit etwas Geduld den gluckernden Balzlaute der imposanten Auerhähne lauschen.

Am Sonntag, den 26. März, können Sie gemeinsam mit unserem Ranger die eindrucksvolle Balz des Auerhahns erleben. In einem Vortrag und auf einer gemeinsamen leichten, ca.5 km langen Rund-Wanderung zum Schaugehege erfahren Sie Wissenswertes zum Thema.

Termin: 26.3.2017

Uhrzeit: 10:00 Uhr (Zeitumstellung beachten!)

Treffpunkt: Rangerstation im Dorfgemeinschaftshaus Lonau (Unterdorf 37, 37412 Herzberg am Harz)

Dauer: ca. 2 Stunden

Foto: Balzender Auerhahn, Foto Nationalpark Harz.


Plakettenübergabe für 2017 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg

Jüngst erhielten die ehrenamtlichen Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer ihre diesjährigen Jahresplaketten aus der Hand der Leiterin des Fachbereiches Informations- und Bildungsarbeit und Nationalparkwacht Meike Hullen, die sich für ihr ehrenamtliches Engagement im Nationalpark bedankte. Damit kann die Waldführersaison 2017 im Park starten.

35 Waldführerinnen und Waldführer wurden im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg ausgezeichnet. Dafür mussten sie sich ganz schön ins Zeug legen – immerhin 5 der 13 vom Nationalpark organisierten und angebotenen dreistündigen Fortbildungsveranstaltungen waren zu belegen, um sich für ein weiteres Jahr die begehrte Plakette zu erarbeiten. Darüber hinaus wurde und wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Zuge der Plakettenübergabe in Sankt Andreasberg wurde auch das Fortbildungsprogramm 2017 vorgestellt. Es enthält wieder vielfältige Veranstaltungen, wobei ein Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Gipskarstgebiet am Südrand des Harzes liegt. Außerdem können sich die Ehrenamtlichen auf Vorträgen und Exkursionen Kenntnisse zu den Harzer Mooren, zu Pilzen, Insekten und zu Wald und Wild aneignen. Eine botanische Wanderung, Informationen über Projekte aus dem Tourismusbereich und ein Erste-Hilfe-Kurs vervollständigen das Programm.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Vortrag „Die Entwicklung des Nationalparkgedankens und einige Probleme unserer Waldnationalparke" von Dr. Uwe Wegener, dem neuen Vorsitzenden des Nationalpark-Beirates.

Bereits seit 1995 werden im Nationalpark Harz Ehrenamtliche zu Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführern fortgebildet. Sie unterstützen den Nationalpark bei seiner Informations- und Bildungsarbeit und sind wichtige Multiplikatoren der Nationalpark-Philosophie in der Region.

Foto Ingrid Nörenberg


Nationalpark-Bürgerinformation in Schierke am 21.3.2017, 18 Uhr

Wernigerode. Zu einer öffentlichen Bürger-Informationsveranstaltung über aktuelle Fragen des Nationalparks Harz lädt die Nationalparkverwaltung Harz in Absprache mit der Stadtverwaltung Wernigerode herzlich ein.

Nach einem Vortrag von Andreas Pusch, dem Leiter des Nationalparks Harz, besteht anschließend die Möglichkeit der Diskussion aktueller Fragen, u.a. zu den Themen Nationalpark-Waldentwicklung, Borkenkäfer, Verkehrssicherung, Brockentourismus etc.

Termin: Dienstag, 21. März 2017
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Rathaus, Brockenstraße 5, Schierke.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.


Vortrag: Rüstungsaltlasten im Harz – Werk Tanne: kaum bekannt, aber immer noch brisant

Goslar. Am kommenden Donnerstag, 23. März 2017 um 18 Uhr referiert der BUND-Geologe Dr. Friedhart Knolle aus Goslar im Büro der Goslarer Umweltverbände, Petersilienstraße 23 in Goslar, zu einem bis heute oft verdrängten Thema – den Rüstungsaltlasten Werk Tanne in Clausthal-Zellerfeld und Werk Kiefer in Herzberg. Noch in diesem Jahr beginnen neue Untersuchungen des Landkreises Goslar auf einer Altlast des Werks Tanne mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld. Was steckt dahinter?

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begannen die ersten Planungen für einen massiven Ausbau der Spreng- und Kampfstoffproduktion in Deutschland. Dazu gehörte auch die heute nur unter seinem Tarnnamen „Werk Tanne“ bekannte TNT-Produktionsstätte am Stadtrand von Clausthal-Zellerfeld. Das Werksgelände ist zum größten Teil bewaldet und befindet sich im Besitz der IVG. Der Großteil der Fläche ist jedoch wegen des dort vorhandenen Gefährdungspotenzials immer noch nicht frei zugänglich. Bereits Anfang 1934 hielten Experten im Oberharz Ausschau nach einem geeigneten Gelände für eine „Tri-Fabrik“ („Tri“ = Trinitrotoluol). Dabei wurden sie auf dem Hochplateau zwischen Clausthal und Altenau fündig, wo alle erforderlichen Rahmenbedingungen wie Verkehrsanbindungen, Strom- und Wasserversorgung, Tarnung u.a. erfüllt waren. Ende 1936 war die Sprengstoffabrik in ihren Grundzügen bereits fertiggestellt. Wie viele seiner Schwesterwerke, so z.B. in Hessisch-Lichtenau, war auch Werk Tanne ein sog. "Schlafwerk", das nach seiner Fertigstellung zunächst "eingemottet" wurde, um dann kurz vor dem Überfall auf Polen in Betrieb genommen zu werden.

In der Sprengstoffabrik Tanne wurde zum einen der Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) hergestellt, weiterhin wurden TNT und andere angelieferte Sprengstoffe in Bomben, Minen und Granaten abgefüllt. Ein wichtiger dritter Bereich war die Sprengstoffaufbereitung aus Fehlchargen und Beutemunition. Reste der Sprengstoffe und ihre hochgiftigen Abbauprodukte, die z.T. krebserregend sind, finden sich bis heute im Werk und im Grundwasser unter dem Werk und belasten die Umwelt. Zwar wurden die Clausthaler Pfauenteiche jüngst saniert und mit Wasserrückhaltebecken versehen, aber das stoppt nur einen Teil der Umweltbelastung. Sogar im Wasser des 13 Lachter-Stollens bei Wildemann und des Ernst August-Stollens bei Gittelde konnte das Gift aus Werk Tanne nachgewiesen werden. Die Abwässer waren so giftig, dass eine Abwasserleitung des Werks bis nach Osterode ging, wo die Giftstoffe einst in Schluckbrunnen bei Petershütte versenkt wurden. Wohin sie von dort unterirdisch flossen, konnte nie geklärt werden. Der Neutralisationsschlamm der Kläranlage des Werks Tanne wurde z.T. mitten im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld abgelagert - er enthält bis heute ein erhebliches Potential krebserregender Stoffe und wird 2017 näher untersucht.

Noch unbekannter ist das Werk Kiefer in Herzberg. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn auch hier sickern Giftstoffe aus der Sprengstoff-Abfüllung in den Untergrund und belasten das Grundwasser des Pöhlder Beckens. Das Werk liegt am Fuße des berühmten Fachwerkschlosses. Bevor im April 1945 eine verheerende Explosion das Ende der Fabrik besiegelte, wurden dort im Auftrag des Deutschen Reiches unter Verwendung von flüssigem Trinitrotoluol Tellerminen und Granaten gefüllt. Das Gelände ist aus diesem Grund mit einem Zaun abgesperrt, aber der hält die Schadstoffe nicht zurück. Der Untergrund des Mühlengrabens besteht nämlich aus gut durchlässigen Schottersedimenten, die die Schadstofffracht schnell weiter transportieren. Kiesige Niederterrassensedimente stehen auf verkarstetem Zechstein an, wodurch ein Transport in tiefere Grundwasserstockwerke gegeben ist. Bereits 1913 wurde durch den Geologen Thürnau auf den Grundwasserkontakt zum Pöhlder Becken und damit zur Trinkwasserversorgung von heute 20.000 Menschen hingewiesen. Vor diesem Hintergrund ist eine Kontamination des Sickerwassers im Herzberger Mühlengraben mit bis zu 13 mg TNT/l als eindeutig gefährlich einzustufen. Dieses Gefährdungspotential ist spätestens seit 1987 durch Gutachten bekannt. An mehr als 20 Messpunkten wurden damals am Pfingstanger die hochgiftigen Verbindungen Trinitrotoluol, Dinitrobenzol, Nitropenta, Hexogen und Pikrinsäure im Boden gefunden.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Anl. Foto aus dem Werk Tanne frei mit dieser PI, Foto Jürgen Wode.


Bildvortrag von Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017“

Braunlage - Sankt Andreasberg. Am Freitag, den 17. März um 19:30 Uhr hält Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg diesen mit beeindruckenden Fotos bestückten Vortrag. Der Diplombiologe hat das Nationalparkhaus selbst von 2009 bis 2015 geleitet und engagiert sich weiterhin vielseitig ehrenamtlich im NABU.

 

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017 gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit soll für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden, so Thomas Appel, der heutige Leiter des Nationalparkhauses.

 

Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren. Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand. Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

 

Walter Wimmer wird auch besonders auf die Situation des Waldkauzes in der Region Harz und Harzvorland eingehen.

 

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

 

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Zeit: 19:30 Uhr - Dauer: ca. 1,5 Std.

 

Foto NABU-Kampagne „Vogel des Jahres 2017“: https://www.nabu.de/fotos/nabu-waldkauz-dietmar-nill.jpg  (Foto: Dietmar Nill, NABU)
 


Brockenhaus vorübergehend geschlossen

Wernigerode - Brocken.

Wegen Baurbeiten muss das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus
vom 13. - 17. März 2017 leider geschlossen bleiben.

In den letzten Wochen fanden intensive Sanierungsarbeiten im Brockenhaus statt. Wegen Arbeiten an den Etagendecken muss das Haus daher in der kommenden Woche vollständig für den Besucherverkehr geschlossen werden.

Das Team des Brockenhauses bittet um Verständnis und freut sich wieder auf zahlreiche Besucher
ab Samstag, dem 18. März.

Foto des Brockenhauses von Walter Wimmer.


UNSER HARZ März 2017: Zahnradbahnen im Harz, Der „Erfurter Kammerofen“ am Hausberg bei Hörden, Ein Leben für die Musik – Helene Elster, Blankenburg, Alte Häusernamen im Bergdorf Lerbach: Sägemühle/Marienburg, Loipenspuren im Nationalpark Harz – was nicht jeder sieht

Clausthal-Zellerfeld. Auch im Bereich der Eisenbahntechnik gingen weltweit wirkende Impulse vom Harz aus. Das Zahnradsystem des Schweizers Roman Abt wurde hier zum ersten Mal bei der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn eingesetzt - nach vorherigen Testfahrten. Später kam es auch in Sankt Andreasberg und in Oker zum Einsatz.

Am Karstwanderweg des Südharzes bei Hörden finden sich Reste eines alten Gipsofens, der eine für die hiesige Gegend unübliche Bauweise zeigt. In der Gipsausstellung in der alten Grundschule in Walkenried finden sich jedoch Entwürfe über die Bauweise des Erfurter Kammerofens, die, wie hier dargelegt wird, mit der Ruine dieses Gipsofens übereinstimmen.

Helene Elster, 1860 in Blankenburg am Harz geboren, gründete dort gemeinsam mit der Klavierlehrerin Agnes Scheffler eine angesehene Musikschule zur Ausbildung von Musikern und Musiklehrern, die bis in die 1920er Jahre bestand. Durch ihr pädagogisches Geschick verstand es Frau Elster, ihre Schüler gezielt zu fördern, so dass die Schule schon bald einen guten Ruf hatte und in größere Räumlichkeiten umziehen musste. Auch bereicherte Frau Elster mit zahlreichen Musikveranstaltungen das gesellschaftliche Leben in Blankenburg.

Mit der Marienburg wird ein weiteres historisches Haus in Osterode-Lerbach mit seiner langen Geschichte beschrieben und im Nationalparkforum wird nochmal Rückschau auf den Winter genommen und das nicht immer Geschäft mit dem Loipenspuren auch bei widrigsten Witterungsbedingungen dargestellt.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Anl. Foto von Henning Ohmes frei mit dieser PI: Loipenspuren im Nationalpark Harz.


Jahresbroschüre 2017 erschienen - Im Harz bisher nur im Landkreis Harz
Fahrtziel Natur – Im Urlaub kostenlos mobil mit Bus und Bahn
 

Wernigerode. Die drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn empfehlen Ihnen in ihrer soeben erschienen Broschüre 2017 Reiseziele, die Sie ohne Auto entdecken können. Reisen Sie umweltfreundlich mit der Bahn in atemberaubende Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate vom Wattenmeer bis zum Alpenraum.

Vor Ort ermöglichen Ihnen attraktive Angebote eine flexible, autofreie Mobilität. In zehn Fahrtziel Natur-Gebieten wird zum Beispiel die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Vorlage der Kur- bzw. Gästekarte angeboten. Die vorbildliche Zusammenarbeit aller Partner wurde mehrfach ausgezeichnet; unter anderem als internationales Vorzeigemodell mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich und als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Viefalt“.

Mit Fahrtziel Natur in Graubünden wurde die Kooperation 2016 in die Schweiz übertragen. Ziel ist es, den Besucherverkehr in den Bündner Pärke auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern. Initiatoren des Pilotprojektes sind das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und Postauto Graubünden.

Lassen Sie sich von der Vielfalt inspirieren. Reisen Sie umweltfreundlich in die Natur. So tragen Sie aktiv dazu bei, die Naturschätze auch für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Kostenlos mobil mit Bus und Bahn – wo geht das?

Insgesamt zehn der 23 Fahrtziel Natur-Gebiete bieten Urlaubern die Mobilität vor Ort auf Gästekarte an. So einfach funktioniert es: Sie erhalten automatisch bei der Ankunft vom Gastgeber eine Kur- oder Gästekarte, die gleichzeitig als Fahrschein für den ÖPNV gilt. Mit diesem Service nutzen Sie während Ihres Aufenthalts öffentliche Nahverkehrsmittel kostenlos. Sie können entspannt den Ausblick genießen und müssen sich keine Sorgen um einen Parkplatz machen. Der Umstieg auf den ÖPNV ist mit der Gästekarte bequem und einfach. Dieses nachhaltige Mobilitätsangebot bieten Ihnen zum Beispiel Gastgeber in über 140 Gemeinden im Schwarzwald, in 23 Gemeinden im Bayerischen Wald, in sechs Gemeinden in den Ammergauer Alpen, in elf Orten im Thüringer Wald, im Landkreis Harz, in fünf Orten im Berchtesgadener Land, in den Ostseebädern Göhren, Sellin und Baabe auf Rügen und in Bad Hindelang im Allgäu.

Nachdem das Land Niedersachsen nach langen Vorbereitungen jüngst nunmehr die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat, kann das Erfolgsmodell HATIX hoffentlich bald auch auf den Westharz ausgedehnt werden.

Weitere Informationen zu den Mobilitätsangeboten in Fahrtziel Natur-Gebieten finden Sie in der neuen Broschüre oder auf www.fahrtziel-natur.de.


Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2015 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.

Die Eröffnung findet am Mittwoch, 1.3.2017 um 17 Uhr statt.

Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 5.6.2017
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.


25.2.2017, Wernigerode: Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz

Wernigerode. Am 25.2.2017 findet ab 9 Uhr in der Hochschule Harz, Wernigerode, Friedrichstraße 57 - 59, Hörsaal C, das Jahrestreffen der Natur- und Umweltschutzverbände des Kreises Harz statt. Da viele Verbände länderübergreifend arbeiten, werden auch Teilnehmer aus Niedersachsen und Thüringen erwartet.

Nach einer Eröffnung durch Dr. Uwe Wegener und den Jahresberichten der Verbände mit anschließender Diskussion und Kurzbeiträgen folgt ein Vortrag von Anje Weber (Büro für Wildforschung und Artenschutz) zur Populationsentwicklung von Iltis, Fischotter, Biber und Wolf in Sachsen-Anhalt. Ende ca. 14.30 Uhr. In der Mittagspause ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Weitere Details siehe Anlage. >>> Einladung

Anl. Foto frei mit dieser PI: Wichtiges Projekt des Naturschutzes in Sachsen-Anhalt: der Brocken, Foto Siegfried Richter.


Blick über den Bauzaun – Sonntagsspaziergang auf Sichtweite des Offizierscasinos

Noch steht das Casino – unnahbar für Dritte. Geschichtsverein Goslar, Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, SPD-Abteilung Nord/Goslar, Spurensuche Harzregion e.V., Stadtführergilde und die Stadtteilvereine Jürgenohl / Kramerswinkel und Ohlhof laden ein, wenigstens über den Zaun einen Blick auf das Ensemble aus Unterkünften für Offiziere und Offizierscasino zu werfen. Am Sonntag, den 19.02.2017 laden sie zu einem Spaziergang entlang des Bauzauns und der Einfriedung des zukünftigen Wohngebietes „Am Brunnenkamp“ ein. Die Führung startet um 14:30 Uhr an der Zufahrt zur Asklepios Klinik Goslar.
Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Günter Piegsa, geht es zur ehemaligen Zufahrt des Fliegerhorstes an der Ostwache. Umfangreiche Baumfällungen ermöglichen einen Blick auf den zukünftigen Wohnbereich und das Offizierscasino. Dr. Donald Giesecke, Chronist des Fliegerhorstes, wird hier über die Geschichte des Horstes informieren: Wo lag was, wieso gibt es einen abgesetzten Wohnbereich für Offiziere, was hat es mit dem Casino auf sich? Da die Baustelle nicht betreten werden darf, wäre eine Ausrüstung mit Operngläsern, Fernrohren und Feldstechern hilfreich.
Der Geologe Dr. Friedhart Knolle wird über die vermuteten und realen Altlasten auf dem Gelände des Fliegerhorstes berichten, aber auch über das nahegelegene Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Dabei wird auch das Schicksal des „auf der Flucht“ erschossenen Häftlings Karl Peix angesprochen.
Am östlichen Grundstücksende wird der Vorsitzende der SPD-Abteilung Nord, Gert Kannenberg, die fehlende Bürgerbegegnungsstätte thematisieren und die Chancen, die eine Umnutzung des Casinos böten. Ein schöner Blick auf das Gut Grauhof und das Harzvorland wird die hervorragende Lage des Wohngebietes deutlich werden lassen.
Die etwa einstündige „Zaunbegehung“ soll einen Eindruck von der Lage des Geländes vermitteln und dabei helfen, das bisher verschlossene Grundstück und das verborgene Casino wenigstens „aus der Ferne“ und durch erläuternde Informationen kennen zu lernen und räumlich einordnen zu können. Er soll Auftakt für weitere Besuche werden, damit sich die Bürger auch auf diesem Wege den ehemaligen Fliegerhorst als Stadtteil Goslars und künftig zugängliches, benachbartes Quartier aneignen können.

Foto: Blick auf das Offizierscasino mit dem Fliegerdenkmal, Foto Epping


UNSER HARZ Februar:
Arbeit im Zollgrenzdienst an der DDR-Grenze im Harz; Diabas im Harz – das Gestein des Jahres 2017; Rudolf Klas, ein Osteroder Maler; Einiges über Litfaßsäulen in Osterode am Harz; Dr. Karl Sanders stiftet dem Nationalpark Harz geologisch-gesteinskundliche Sammlung seines Vaters Dipl.-Ing. Karl-Wolfgang Sanders

Clausthal-Zellerfeld. Noch immer ist die ehemalige deutsch-deutsche Grenze im Harz sehr präsent. Viele Entwicklungen, Anekdoten und Begebenheiten aus dieser Zeit schildert der Bericht über den Zollgrenzdienst bei Braunlage. Darüber hinaus stellt er eine kleine Nachkriegsbiografie dar.

 

Das Gestein des Jahres 2017 ist der Diabas. Da er im Harz weit verbreitet ist, wird er mit seiner Entstehungsgeschichte, seinen Lagerstätten und seinen Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt.

 

Auch Rudolf Klas, ein Osteroder Maler, dessen Bild schon auf der Titelseite bewundert werden kann, ist Thema des Februarheftes.

 

Seit 150 Jahren prägen Litfaßsäulen das Bild unserer Städte, auch wenn sie daraus mehr und mehr verschwinden. In Osterode existieren noch fünf dieser Säulen, die hier gezeigt werden, ebenso wie die nicht mehr vorhandenen. Außerdem wird auch ihr Erfinder, der vor 200 Jahren geborene Ernst Litfaß, vorgestellt.

 

Aufschlüsse in der „Klassischen Geologischen Quadratmeile“ am Nordwestrand des Harzes sind heute nicht mehr so zahlreich vorhanden wie in vergangenen Jahrhunderten, weshalb geologische Sammlungen aus diesem Raum an Bedeutung gewinnen. Eine solche Sammlung von Dr. Karl Sanders ist nun von seinem Sohn dem Nationalpark Harz gestiftet worden.

 

Der im Januar in der Vorschau angekündigte Beitrag über die Waldwirtschaft wird in einem späteren Heft erscheinen, da neueste Forschungsergebnisse noch in den Text eingearbeitet werden.

 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement): 

Altenau: GLC-Touristinformation

Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,

Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

 

Foto: Der renaturierte Diabas-Steinbruch Wolfshagen, Foto Specht.


Enttäuschender Landtagsbeschluss bestätigt “lex Biallas” in Sachen des Goslarer Offizierscasinsos

Goslar. Die Petition des Geschichtsvereins Goslar zum Erhalt des Offizierscasinos auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Goslar blieb erfolglos: Der Wortlaut der Empfehlung ist bisher nur in Rudimenten durch die Presse und eine Email des örtlichen MdL Dr. Saipa an den Geschichtsverein Goslar bekannt. Danach folgte der Landtag der Empfehlung des Petitionsausschusses in dessen klosterkammerfreundlichen Auslegung des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes.

 

Nach § 10 Absatz 5 des Gesetzes bedürfen genehmigungspflichtige Maßnahmen an Kulturdenkmalen, die sich im Eigentum oder Besitz einer von der Klosterkammer Hannover verwalteten Stiftung befinden, zwar keiner Genehmigung der Denkmalschutzbehörde. Dass sich die Kammer aber wie jeder andere an die materiellen Vorschriften des Gesetzes zu halten hat, so an die Pflicht zur Erhaltung (§ 6), wird beiseitegeschoben. Das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz: ein lex Biallas.

 

Das Denkmalschutzgesetz verfolgt anspruchsvolle Ziele: Denkmale werden ganz bewusst nicht aus dem Denkmalschutz entlassen. Anderenorts und üblicherweise müssen sie, soweit wirtschaftlich vertretbar, erhalten und notfalls jahrzehntelang leer auf eine bessere Zukunft harren. Eine wirtschaftliche Unvertretbarkeit liegt beim Casino nicht vor – entsprechende Nachweise wurden erbeten, konnten aber nicht vorgelegt werden. Damit zeigt sich gegenüber der üblichen Praxis eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung, wenn in diesem Fall die Klosterkammer Hannover unter der Überschrift „Stiftung“ mit dem Casino „kurzen Prozess“ machen darf. Nicht etwa zur Wahrung des Stiftungszweckes: Hier nutzt sie eine ihr eingeräumte Möglichkeit, um Geld zu machen, das anderenorts (nach Abzug der Verwaltungskosten) in Denkmäler investiert wird.

 

Von vornherein bestand seitens der Klosterkammer keinerlei Interesse am Erhalt des Offizierscasinos. Denn ausgehandelte Bedingung für ein Engagement der Klosterkammer war, dass das Offizierscasino abgerissen wird und so weitere Baugrundstücke akquiriert werden können. Das erklärt, weshalb potentielle Investoren und Interessenten mit überhöhten Kostenschätzungen konfrontiert und logischerweise auch abgeschreckt wurden.

 

Die Beziehungen der Klosterkammer zu Fliegerhorst und Stadt sind vielfältig. Zunächst wurde bei der Errichtung des Fliegerhorstes in den 1930er Jahren Gelände an den Reichsfiskus erstmals verkauft, mit der Gründung des Stadtteils Jürgenohl nach dem Zweiten Weltkrieg war die Klosterkammer wieder involviert und letztlich wurde 2016 der 15 ha große Bereich um das Offizierscasino für einen Euro „erworben“. Hier gehen die Erschließungskosten zu Lasten der Klosterkammer und nach der Portionierung des Geländes werden 2/3 für mehrere Millionen verkauft. Bei dieser monetären Zielsetzung ist kein Platz für ein Denkmal, das vielleicht auch im Hinblick auf die Geschichte der Klosterkammer Hannover unerwünscht ist: Sie feiert 2018 ihren 200. Geburtstag.

 

Innerhalb von 3 1/2 Wochen schnellte die Zahl der zum Erhalt des Casinos nur allein schon auf konventionellem Wege abgegebenen Unterschriften auf 1.300! Zur Übergabe an den Landtagspräsidenten kam es erst gar nicht wegen "vollendeter Tatsachen!" Es bleibt breites Unverständnis auch über die Haltung des Landtages. Und Unverständnis über politisches Handeln erzeugt Politikverdrossenheit.

 

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Casinos, der Geschichtsverein Goslar, die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, die SPD-Abteilung Nord/ Goslar, der Verein Spurensuche Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/ Kramerswinkel und die dazu gestoßene Stadtführergilde, sind enttäuscht über diesen Umgang mit Geschichte. Die Beseitigung baulicher Zeugnisse macht Geschichte nicht ungeschehen und steht im Gegensatz zu vielen Sonntagsreden.

 

Da im Denkmalschutz kein Klagerecht für Bürger besteht, kann gegen die Entscheidung der Klosterkammer nicht vorgegangen werden. Für die Weiterführung der Unterschriftensammlung ist unter den jetzigen Umständen kein Raum mehr vorhanden. Die Initiatoren werden die vorliegenden Listen nach Auswertung und Kommentierung der Empfehlung des Landtages Herrn Ministerpräsidenten Stephan Weil übersenden. Der Fall wird als „Lehrstück“ von Demokratie aufgearbeitet. Die Klosterkammer wird vor der Veröffentlichung Gelegenheit bekommen, sich zu den Aussagen zu äußern.

 

Anl. Foto: Das Offizierscasino mit dem Fliegerdenkmal von Prof. Georg Fürstenberg 2016 nach Freistellung vom Baumbewuchs durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst, Foto Uwe Epping.


Winterspaß am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Wernigerode. Egal ob Schnee oder Frühlingswetter – das Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz lädt zu einem abwechslungsreichen Ferienprogramm für die ganze Familie ein.

So wird am Dienstag, dem 7. Februar die Kreativität unserer Besucher gefordert. Bei Schnee soll die Wiese am HohneHof in eine Welt voller lustiger Schneefiguren verwandelt werden. Ob nun Tiere, Märchenfiguren oder Fantasiegestalten, hier ist Kreativität und Geschick gefordert! Sollten die Schneeverhältnisse dazu nicht ausreichen, so kann man im warmen Haus bei Basteleien aus Holz und Papier unter sachkundiger Anleitung kleine Kunstwerke entstehen lassen.

Am Mittwoch sind die kleinen Naturforscher mit ihrem Wissen gefragt. Hier gehen wir der Frage nach „Wie überstehen Tiere im Wald den Winter?“. Anschauliche Unterstützung gibt bei dieser Frage auch das Info-Mobil des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt, das für zwei Tage am HohneHof Station macht.

Am Donnerstag, den 9. Februar steht dann die große Feuerschale im Mittelpunkt. Ob nun Stockbrot backen, Basteln oder das Infomobil erkunden, hier sollte für alle Interessen etwas zu finden sein.

Der Freitag wird dann zu einem kleinen Ausflug in die Geschichte des HohneHofs eingeladen. Bei einem Treff am großen Backofen wollen wir erkunden, was die Bewohner des damaligen „gräflich-stolbergischen Meyerhofs“ hier wohl gegessen haben. Mit einigen Hintergrundinformationen und etwas Fantasie werden kleine Leckereien entstehen, die wir dann im Backofen backen und anschließend essen können. Ein spannendes Experiment, nicht nur für Kinder!

Alle unsere Veranstaltungen beginnen um 11.00 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof! Wir freuen uns auf viele große und kleine Gäste!

Irmtraud Theel
Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Anl. Foto frei mit dieser PI: Der Waldgeist am HohneHof im Winter. Foto Nationalpark Harz.


Gemeinsamer Beirat für den Nationalpark Harz neu konstituiert – Dr. Uwe Wegener und Lutz Peters neue Vorsitzende

Wernigerode. Am 24. Januar 2017 traf sich der neue gemeinsame Beirat des Nationalparks Harz zu seiner konstituierenden Sitzung. Zuvor hatten die zuständigen Umweltministerien in Hannover und Magdeburg die 40 Beiratsmitglieder offiziell berufen. Als Vorsitzenden wählte der Beirat Dr. Uwe Wegener, den langjährigen wissenschaftlichen Leiter des ehemaligen Nationalparks Hochharz. Sein Stellvertreter wurde Lutz Peters, der Bürgermeister der Stadt Herzberg am Harz.

In den Nationalparkgesetzen beider Bundesländer ist festgelegt, dass im gemeinsamen Nationalparkbeirat wichtige Akteure aus der Region in die Arbeit der Nationalparkverwaltung eingebunden sind. Er hat beratende Funktion und seine wesentliche Aufgabe besteht darin, Verständnis für den Wert des Gebietes und die notwendigen Schutzmaßnahmen bei der ortsansässigen Bevölkerung zu erreichen sowie der Nationalparkverwaltung Anregungen zu geben, um den Park zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zu den 40 Mitgliedern des länderübergreifenden Beirats gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Landkreisen, Städten und Gemeinden. Weiterhin sind alle Interessengruppen vertreten, die durch die Thematik Nationalpark berührt sind, z.B. Naturschutzverbände, touristische Institutionen, Handwerks- und Handelskammern und viele mehr.

Foto: Bürgermeister Lutz Peters, links, und Dr. Uwe Wegener, rechts, Foto Nationalpark Harz, Mandy Gebara


Seminarreihe: Thema Bergwiesen und Bergwiesenschutz im Harz - Mythen und Sagen am 4. Februar 2017

Bergwiesenkunde für Wanderführer/ -innen
Grundlagenseminare: 13. Mai 2017, 9:00-17:30 Uhr
10. Juni 2017, 9:00-17:30 Uhr
Bergwiesen sind schon seit Jahrhunderten Teil des sogenannten „Harzer Dreiklangs“: Ortschaften, Bergwiesen und Wälder.
Das Grundlagenseminar vermittelt Ihnen die wichtigsten Kenntnisse über Entstehung, Bedeutung, Gefährdung, Schutz und Pflege sowie über den Artenreichtum. Zusätzlich wird ein Einblick in die didaktischen Grundlagen gegeben.
Lernen Sie die Bergwiesen als typischen Bestandteil des Harzer Landschaftsbildes besser kennen und tragen Sie mit der Verbreitung des Wissens zum Schutz dieser bunten und lebendigen Schätze bei. Mit Ihrem Wissen können Sie anschließend das touristische Angebot im Bereich der Wanderführungen als Bergwiesenkundler bzw. Bergwiesenkundlerin mit gestalten und bereichern. Die fachliche Kompetenz wird durch die Seminarbescheinigung belegt.
Achtung! Die Teilnahme an einem der Grundlagenseminare ist verpflichtend für die Teilnahme an einem der Vertiefungsseminare.

Internationales Haus Sonnenberg
Clausthaler Str. 11
37444 St. Andreasberg

Weitere Informationen unter: http://www.sonnenberg-international.de/index.php?id=176

Foto: Nationalpark, Schafgarbe auf Bergwiese


Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland

Sankt Andreasberg. „Botanische und andere Schönheiten im Harz und im Harzvorland“ – das ist das Thema der Titel des Lichtbildvortrages, der am 27. Januar 2017 im Nationalparkhaus in Sankt Andreasberg angeboten wird. Referent ist Eberhard Müller aus Herzberg. Der pensionierte Konrektor ist Mitglied im Verein „Arbeitsgemeinschaft heimischer Orchideen“ und verfügt über einen reichhaltigen Fundus an wunderschönen Fotos.

Im botanischen Teil der Präsentation werden die seltenen, schönen und vom Aussterben bedrohten Pflanzen des Harzes und des nördlichen und südlichen Harzvorlandes in ihren Lebensräumen vorgestellt. Dabei bilden die heimischen Orchideen den Schwerpunkt.

Es geht aber nicht nur um Botanik. Auch Schmetterlinge, Landschaften, Städteansichten und sonstige Schönheiten aus dem Harz und Umland werden dem Publikum im Nationalparkhaus, das vom NABU Niedersachsen betrieben wird, präsentiert.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Termin: Freitag, 27. Januar 2017, 17:30 Uhr

Der Eintritt ist frei

Anl. Foto: Fotograf Eberhard Müller


Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2016 erschienen
Schwerpunktthema Forschung und Dokumentation

Wernigerode. Mit dem 89 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht 2016 steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Schwerpunktthema des Heftes sind die verschiedenen Forschungsarbeiten im Nationalparkgebiet. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.

 

Im Vorwort des Tätigkeitsberichts 2016 berichtet Nationalpark-Leiter Andreas Pusch über ein großes Ereignis, das der der Nationalpark Harz gleich zu Beginn des Jahres 2016 feiern konnte – das zehnjährige Jubiläum der Fusion der beiden Nationalparkteile. Im feierlichen Rahmen der Kaiserpfalz Goslar gratulierten als Hauptredner die Ministerpräsidenten der beiden Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Stephan Weil und Dr. Reiner Haseloff. Sie betonten unisono, dass die Fusion eine ökologische und regionalpolitische Erfolgsgeschichte ist und beide Länder den gemeinsamen Weg auch zukünftig beschreiten wollen.

Bei der Würdigung des Erreichten nahm der Fortschritt in der natürlichen Waldentwicklung einen großen Raum ein. Die Buche kommt gut dabei voran, ihre natürlichen Standorte allmählich wieder zu besiedeln. Unterstützt durch Waldentwicklungsmaßnahmen konnte der Anteil der Naturdynamikzone an der Gesamtfläche von 41 % zu Beginn der Fusion auf nunmehr 60,3 % gesteigert werden. Damit konnte in 2016 ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Nationalparks Harz zu 75 % „Natur Natur sein lassen" bis zum Jahr 2022 gesetzt werden.

 

Im Bericht dargestellt werden weiterhin die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Die Forschungsarbeiten sind jedoch das Schwerpunktthema dieses Heftes – die Kapitel umfassen die Arbeiten an der Vegetationskarte, das Gewässermonitoring, die Waldforschung, das Luchsprojekt, die Fledermäuse über- und untertage, das Brutvogelmonitoring, die Wirbellosenfauna, den Brockengarten sowie Berichte über die Treffen der ehrenamtlichen Kartierer und die durchgeführten wissenschaftlichen Tagungen.

 

Abgerundet wird der Tätigkeitsbericht mit Inhalten der Waldentwicklung, der Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements sowie der Leistungen im Bereich EDV und Fotomonitoring. Weitere Themen sind die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Weiterhin finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von externen Partnern.



Nur noch wenige Tage bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2017 bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

 

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Foto frei mit dieser PI: Gewässeruntersuchung mit Jugendlichen im Nationalpark Harz – eine Umweltbildungsaktivität mit Commerzbank-Umweltpraktikanten, Foto Nationalpark Harz


UNSER HARZ Januar - Der Oderteich – Eine 300 Jahre alte Talsperre und ihre Reparatur; Die Konradsburg, Stammburg der Falkensteiner; Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1916), Teil 2

Clausthal-Zellerfeld. Für 175 Jahre war der 1721 fertiggestellte Oderteich Deutschlands größte Talsperre. Fast 200 Jahre lang diente er der Versorgung des Sankt Andreasberger Bergbaus mit Aufschlagwasser, seit der Stilllegung des Bergbaus 1913 erzeugt sein immer noch durch den Rehberger Graben geleitetes Wasser Strom. Im letzten Jahr wurden die langwierigen Reparaturarbeiten an der Striegelanlage des zum Welterbe gehörenden Oderteichs beendet. Schon lange war bekannt, dass es Undichtigkeiten gab und immense Mengen Wasser am Striegel vorbeiflossen. Als klar wurde, dass sie in den Dammkörper drangen, war rasches Handeln gefragt. Was sich nun abspielte, wird in unserem Artikel über die Sanierung des Oderteichs detailliert beschrieben.

Südlich von Ermsleben, am Ende des Selketals, liegt die Konradsburg. Ihrer möglichen Gründung und wechselvollen Geschichte, vor allem als Benediktinerkloster, spürt der nächstfolgende Beitrag nach.

Der Inhalt wird ergänzt durch den zweiten Teil der Mitteilungen, was vor 100 Jahren im Harz die Zeitungsmeldungen verkündeten. Von Offiziersbeleidigung ist die Rede, von der Ansiedlung der Mufflons, wie die Gastronomie sich veränderte, aber auch weitere Berichte von Wildereien, Unglücken, Straftaten, Gefallenen und Kriegsgefangenen prägen das Themenspektrum.

Im Nationalparkforum wird die Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof am vergangenen Volkstrauertrag dokumentiert einschließlich der gehaltenen Reden, in denen angesichts der hier bestatteten sinnlos gefallenen jungen Soldaten und Zwangsarbeitern kritische Fragen gestellt werden.

Anl. Abb. frei mit dieser PI: Titelseite und Fotos des Oderteichs von Walter Wimmer.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Unterschriftensammlung zum Erhalt des Goslarer Offizierscasinos gestartet – „Werte bewahren – Identität stiften“ 

Goslar. Ein Bündnis unterschiedlicher Gruppierungen startet eine Unterschriftensammlung zur Erhaltung des Offizierscasinos auf dem Fliegerhorst in Goslar. Angestoßen von der SPD-Abteilung Nord/Goslar schließen sich die Kameradschaft ehemaliger Goslarer Jäger, der Verein Spurensuche in der Harzregion, der Stadtteilverein Jürgenohl/Kramerswinkel und der Geschichtsverein Goslar zusammen, um über die bisherigen Aktivitäten hinaus vielen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Haltung zu äußern.

Der Protest ist dringend erforderlich: Offenbar hat die Klosterkammer Hannover bereits Unternehmen aufgefordert, Angebote zum Abbruch bis Mitte Februar abzugeben. Die Klosterkammer behauptet, das Gebäude sei baufällig und nennt Sanierungskosten von bis zu 5 Mio. Euro – eine Summe, die nach Ansicht des Vorsitzenden des Geschichtsvereins Günter Piegsa, selbst Architekt, aus der Luft gegriffen ist.

Nach wie vor verfolgt die Klosterkammer Hannover („Werte bewahren – Identität stiften“) den Abbruch des Offizierscasinos. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege als Einzeldenkmal innerhalb eines Gesamtensembles von Denkmalen einstuft. Es ist ein herausragendes Zeugnis der Garnisonsgeschichte der Stadt Goslar und von baukünstlerischer Bedeutung. Errichtet unter den Nationalsozialisten, wurde es jahrzehntelang auch durch die Bundeswehr genutzt. Nachnutzungen sind denkbar: als Begegnungsstätte für Jürgenohl, als Kindertagesstätte, Seniorenresidenz, Gaststätte, Bürogebäude u.a.m. Doch daran hat die Klosterkammer kein Interesse: Angeblich fand sich bisher kein Nutzer. Tatsächlich wurden Nutzer abgeschreckt.

Während bei „normalen“ Eigentümern von Denkmalen hohe Bauunterhaltungsausgaben durch die Denkmalpflege verursacht werden, will die Klosterkammer sich der Unterhaltung entziehen. Obwohl sie das Gebäude für weniger als einen Euro quasi geschenkt bekam, will sie eine Gesetzeslücke für sich ausnutzen und sich entgegen der ansonsten üblichen Denkmalpraxis den Abbruch selber genehmigen. Offenbar will die Klosterkammer vollendete Tatsachen schaffen.

Für den Erhalt des Casinos als wichtiges Zeugnis der Geschichte Jürgenohls und der Stadt Goslar, für dessen Umnutzung, für die Einhaltung der Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes und gegen eine Ungleichbehandlung von Denkmaleigentümern sollen die Unterschriften gesammelt werden. Die Listen liegen aus beim Reisebüro Eine am Markt in Jürgenohl und in der dortigen Bürgerbücherei Robert-Koch-Straße. In der Altstadt kann unterschrieben werden beim Herrenausstatter Helmbrecht (Schuhhof), in der Bäckerei Bachmann (Breite Straße) und in den Buchhandlungen Bücherbär (Schilderstraße) und Tippach (Petersilienstraße). Unterschriften können auch bei den Trägern der Aktion und in deren Veranstaltungen abgegeben werden.


Damit das weithin unbekannte Gebäude, das wie der gesamte ehemalige Fliegerhorst von einem hohen Zaun abgeschirmt ist und bisher nur zu bestimmten Anlässen zugänglich war, einem größeren Kreis bekannt wird, haben die Mitglieder des Bündnisses ein Faltblatt zusammengestellt. Es enthält Grundriss und Ansichten, alte und neue Fotografien, die das Casino außen und innen zeigen und eine Beschreibung des Gebäudes und seiner Geschichte. „Diese Terra incognita muss endlich ans Licht geholt werden“, so Dr. Friedhart Knolle, durchaus doppeldeutig, für den Verein Spurensuche Harzregion. Auch weist er darauf hin, dass die Klosterkammer Hannover in der NS-Zeit bereits einmal für das gesamte Gelände des Fliegerhorstes entschädigt worden war und es nun von der Bundesrepublik Deutschland für einen Euro zurückerwarb, um am hier entstehenden Baugebiet erneut zu verdienen, so Dr. Knolle.

Anl. Foto frei mit dieser PI: Blick von der Musikempore in den Großen Saal des Goslarer Offizierscasinos; Foto Epping


Nationalparkverwaltung Harz wünscht Frohes Neues Jahr und erinnert an Feuerwerksverbot - Zum Schutz der Natur darf auch zum Jahreswechsel im Nationalpark kein Feuerwerk gezündet werden

Wernigerode. Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. An diese Bestimmung, die sich in den beiden Nationalparkgesetzen für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gleichermaßen findet, erinnert die Nationalparkverwaltung Harz und bittet alle Bürger, sie zum Schutz der Tiere und Pflanzen strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden diese plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung erkannt.

Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen. Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgern einen guten und umweltfreundlichen Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2017!

Anl. Grafik frei mit dieser PI, Foto Ingrid Nörenberg, Nationalpark Harz.


Kaffee für den Luchs

Wernigerode - Bad Lauterberg. Die Harzer Kaffeerösterei von Mark Schnibbe hat ihren Sitz seit 2007 in Bad Lauterberg. Auch seine Kaffeemanufaktur hat seither ihren festen Platz im Stadtbild Bad Lauterbergs und verwöhnt mit leckeren Kaffeespezialitäten sowie feinen Süßigkeiten. Mit seinem neuen „Luchskaffee“ unterstützt der Unternehmer nun das Luchsprojekt des Nationalparks Harz.

Es ist die Philosophie von Mark Schnibbe, seinen Kaffee fair und sozial zu handeln und zu rösten. Dafür reisen er und seine Mitarbeiter in die Herkunftsländer ihrer Bohnen und haben so immer ein Auge auf die Anbaumethoden und die sozialen Arbeitsbedingungen vor Ort. Diese sind der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und einen fairen Handel mit den Kleinbauern und den Plantagen. Direkt vor der Tür der Harzer Kaffeerösterei liegen die einmalige Natur und der Artenreichtum des Harzes. Mitunter streift sogar nachts der Luchs um das Firmengebäude, das ehemalige und vielen Einheimischen bekannte Sägewerk Haltenhoff. Für Mark Schnibbe spielt daher auch die Ökologie vor der eigenen Haustür eine wichtige Rolle. Er möchte seine Produkte in besonderer Weise mit der Harzer Heimat verbinden. Ein Konzept, das überzeugt und gut zum Nationalpark Harz passt. Aus diesem Grund ist ein gemeinsames Projekt entstanden.

Mark Schnibbe hat sein neuestes Produkt, den „Harzer Röstkaffee“, seinem heimatlichen Mittelgebirge gewidmet. Nicht zufällig ziert ein Luchskopf die Kaffeetüte als Verpackung der braunen Bohnen. Für jedes verkaufte Kilo Kaffee fließen 50 Cent an das Luchsprojekt des Nationalparks. Das Geld fördert so auf direktem Wege die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit für die größte europäische Katzenart. Seit Kurzem ist der Harzer Röstkaffee in verschiedenen Märkten, Restaurants, Hotels und Nationalparkhäusern der Region erhältlich.

Im Jahr 2000 starteten das Land Niedersachsen und die Landesjägerschaft gemeinsam die Wiederansiedlung des Luchses im Harz. Seither hat sich die Harzer Luchspopulation zu einer der vitalsten in ganz Europa entwickelt. Die Pinselohren sind längst zu einem Aushängeschild der Region geworden und breiten sich in das Umland des Mittelgebirges aus.

Wir wünschen Ihnen und den Ihren auf diesem Wege ein friedliches Fest und ein gutes 2017!

Anl. Foto frei mit dieser PI: Ole Anders (rechts) übernimmt das erste offizielle "Luchs-Kaffeepaket" von Mark Schnibbe. Foto: Nationalpark Harz.


Über 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz online

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2017 des Nationalparks Harz steht ab sofort online. Über 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Luchsfütterung, Brockengartenbesuch, Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Sie möchten nach Ihrem Feierabend die Natur erleben, am Lagerfeuer Interessantes erfahren oder in der Dämmerung den Stimmen der Natur lauschen? Unter der Rubrik „After-Work-Naturerlebnisse“ haben wir auch in diesem Jahr wieder spannende Veranstaltungen in den frühen Abendstunden zusammengestellt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2017“ ist als Download verfügbar unter

http://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Unterwegs-im-Nationalpark-2017

oder hier Unterwegs im Nationalpark Harz 2017

Alle Termine sind außerdem bei uns im Internet in der Rubrik „Veranstaltungen“ einsehbar. Mit Hilfe der Suchfunktion können Besucherinnen und Besucher schon jetzt ihre Ausflüge für das Jahr 2017 in den Nationalpark planen.

Das Programm enthält nicht nur unsere Veranstaltungstermine, sondern sehr viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das gedruckte Programm steht nach Weihnachten zur Verfügung.


Wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2017. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com 

Im Nationalpark Harz waren es 2016 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Anl. Fotos frei mit dieser PI: Die Commerzbank Umweltpraktikanten Bastian Deinert (mit Kindergruppe an der Hohne-Eiche bei Drei Annen-Hohne, Foto Julia Zigann) und Julius Weimper (mit dem von ihm entworfenen Schild zum Insektenhotel Sankt Andreasberg, Foto Walter Wimmer) im Nationalpark Harz.