Linktipp

Aktuell 2020


BUND besorgt über Entwicklung des Linienbusverkehrs im Kreis Goslar
Umstellungen könnten HATIX in erheblichem Maß beeinträchtigen

Mit einiger Sorge blickt man beim BUND Westharz auf die Pläne, die der Regionalverband Braunschweig und HarzBus vor einigen Tagen in Goslar vorgestellt haben. Sie entsprechen zwar dem neuen Nahverkehrsplan der Region, berücksichtigen aber in keiner Weise aktuelle Entwicklungen wie die Einführung der kostenlosen Beförderung von Urlaubsgästen im Linienbusverkehr (HATIX).

 

„Wenn hier nicht von Anfang an ganz sauber gearbeitet wird, könnte der Schuss nach hinten losgehen und der Ruf von HATIX im Westharz schwersten Schaden nehmen. Einen ganzen Landstrich wie den zwischen St. Andreasberg und Altenau auf ein rein bedarfsorientiertes System umzustellen, welches einerseits mehr Fahrten als heute vorsieht und den bisherigen Standard für Kunden in Bezug auf Fahrräder und so weiter erhalten will, andererseits aber weniger hohe Kosten verursachen soll als der heutige Fahrplan, ist ein gewagtes Unterfangen.“ Das sagt Michael Reinboth, der sich im Harzer ÖPNV seit Jahrzehnten bestens auskennt und für den BUND im Vorfeld der Verabschiedung des Nahverkehrsplans entsprechende Bedenken vorgetragen hatte, die jedoch allesamt nicht berücksichtigt wurden.

 

„Wir wollen eine verlorene Schlacht nicht nachträglich gewinnen. Der Nahverkehrsplan wurde von Leuten beschlossen, die allesamt den Linienbusverkehr so gut wie nie nutzen und auch noch nie einen Rufbus bestellt haben. Uns geht es darum, mehr Fahrgäste in die Linienbusse des Harzes hineinzubekommen und auch im Harz die Verkehrswende herbeizuführen. Und da halten wir die Zerstückelung eines ganzen Netzes, seine Auflösung in regelmäßig fahrende und nur noch auf Anruf verkehrende Kurse und damit die Zerlegung bisher bestehender Transportketten in Einzelteile gerade angesichts der jüngst erfolgten Einführung von HATIX für sehr bedenklich. Es erschließt sich uns nicht, dass man nicht wenigstens die Erfahrung von einem Jahr HATIX abwarten konnte.“

 

Reinboth nennt ein Beispiel. Wer – im Zeichen von HATIX – eine Fahrt über den Harz von Bad Lauterberg nach Goslar unternehmen will, kann dies heute noch mittels mehrerer regulärer Fahrten mit klassischen Linienbussen tun. Er muss je nach Tag und Stunde nur einmal in St. Andreasberg, ggf. ein zweites Mal in Clausthal-Zellerfeld umsteigen. Künftig müsste er bedenken, dass er zwischen St. Andreasberg und Altenau einen Rufbus bestellen muss, denn die regulären Kurse verkehren nur noch bis St. Andreasberg und wieder ab Altenau. Für die zeitlich noch gar nicht bestimmbare Rückfahrt gilt dies ebenso. Ob der Anschluss in St. Andreasberg auf der Rückfahrt klappt, ist ungewiss. Ob der Rufbus pünktlich vorfährt, ebenso. „Das macht keiner mit.“ Vor allem dann nicht, wenn die Verbandsgrenzen überschreitende Kommunikation wie üblich nicht klappt und in Bad Lauterberg niemand die Konditionen und die Telefonnummern kennt.

 

„Nach den bitteren Erfahrungen in Braunlage, wo es bis heute nicht gelungen ist, den Aushangkrieg zwischen zwei Verkehrsunternehmen zu beenden und eine für die Kunden gute Lösung zu finden, sehen wir hier schwarz. Da wird einfach nicht über den Tellerrand geguckt. Für St. Andreasberg wird es Informationen im Vorfeld geben, für die Orte im Südharz, deren Gäste diese Verbindungen auch nutzen könnten und wollen, wahrscheinlich nicht. Es sei denn, es geschehen noch Zeichen und Wunder.“

 

Die relativ niedrigen Fahrgastzahlen zwischen Altenau und St. Andreasberg sind auch dem BUND bekannt. Er führt sie auf das ständige Umsteigen und die intransparente Fahrplangestaltung der Linie 840 zurück, die feste Fahrten ebenso wie Ruftaxis kennt und bei der bis heute aus dem Fahrplan nicht klar hervorgeht, wo man in Clausthal-Zellerfeld denn eigentlich umsteigen muss. Einheimische kommen zurecht, Gäste nicht. Auch die Tatsache, dass man durch viel Wald und wenig Orte fährt, ist klar. „Einfach ist es hier nicht, Kunden zu generieren. Insoweit muss man auch über neue Konzepte nachdenken. Aber diese völlig parallel zur gewollten Belebung des Linienverkehrs durch HATIX zu betreiben, ist schon ärgerlich.“ Eine aktive Bewerbung dieser Linie, die schließlich die meisten Stätten des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft anbindet, ist nie erfolgt.

 

Der BUND will sich dem neuen Konzept nicht verschließen, erwartet jedoch u.a.

  • eine umfassende und rechtzeitige Information der Bevölkerung nicht nur im Kreis Goslar
  • einen besseren Fahrplan als den heutigen, also ein stündliches Fahrtenangebot an allen Tagen der Woche
  • einen auskömmlichen und qualitativ hochwertigen Fuhrpark, der den Bedingungen der Barrierefreiheit genügt
  • eine klare Kennzeichnung der eingesetzten Fahrzeuge, damit sie für Dritte auch erkennbar sind
  • hinreichend Sprachkenntnisse des eingesetzten Personals
  • von Anfang an ausreichend Personal in der Anrufzentrale und das bedingungslose Einhalten der Qualitätsstandards in Bezug auf Vormeldezeit, Pünktlichkeit und Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen, Rollatoren, Wandergruppen und so weiter.

„Wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten, um Schaden vom Harz abzuwenden. Im Vorfeld versprechen kann man als Geschäftsführer viel. Das gab es schon oft, auch, dass es anschließend nicht gehalten und nach faulen Ausreden wie „Anlaufschwierigkeiten“, „Fahrzeuge alle gerade unterwegs“ und anderen gesucht wurde. Schon viele sind als Tiger abgesprungen und als Bettvorleger wieder gelandet. Dann aber ist der Schaden für den Tourismus schon eingetreten. Das muss unter allen Umständen verhindert werden.“

 

Der BUND schlägt vor, für eine Übergangszeit die bisherigen festen Linienfahrten auf der 840 beizubehalten und das Anrufsystem Schritt für Schritt zu installieren, um für alle Fälle eine Rückfallebene zu haben.  www.bund-westharz.de


Dritter Luchs im Harz zurück im Gehege

Gute Nachrichten für den Luchsbeauftragen des Nationalparks Ole Anders und sein Team: Nachdem bereits vergangene Woche zwei der drei ausgebrochenen Luchse wieder eingefangen werden konnten, ist jetzt auch Kuder „Paul“ zurück in seinem Gehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg.

Dessen Rückkehr gestaltete sich allerdings um einiges dramatischer, als es bei den Luchsdamen „Alice“ und „Ellen“ der Fall war. Der Nationalpark hatte am Montagmorgen eine Meldung von einem Autofahrer erhalten, der die Kollision seines Autos mit einem Luchs schilderte. Kurz darauf machten sich Ole Anders und seine Kollegen zum Unfallort zwischen Stapelburg und Ilsenburg auf – dort war vom Luchs zunächst aber keine Spur zu finden, nur einige Blutspritzer stachen den Experten ins Auge. „Die Informationen zum Unfallhergang wirkten sehr dramatisch“, erzählt Anders. Das Tier sei direkt in das Fahrzeug gelaufen und von diesem überrollt worden, anschließend aber trotzdem wieder unter dem Auto hervorgekommen, um die Flucht in den angrenzenden Wald anzutreten.

 

Gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter ging das Team um Anders im unmittelbaren Umfeld auf die Suche nach dem Luchs – zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob es sich um „Paul“ handelt. Rund 50 Meter entfernt vom Straßenrand wurde schließlich ein Luchs entdeckt. Nach mehreren Anläufen gelang die Betäubung mit dem mitgeführten Narkosegwehr. „Das Tier hat sich mehrfach von uns entfernt. Für mich ein gutes Zeichen, die Verletzungen schienen zum Glück nicht allzu schlimm zu sein“, sagt Ole Anders. Dass es sich auch tatsächlich um „Paul“ handelt, konnte nach der Betäubung schnell und unkompliziert mit einem Chip-Lesegerät ermittelt werden.

 

Vom Unfallort aus ging es für den Kuder zum Tierarzt Thomas Went nach Harlingerorde, der bereits einige Erfahrung mit Luchsen sammeln konnte. In der Praxis wurden bei „Paul“ fünf gebrochene Rippen, mehrere Prellungen und ein blutunterlaufenes Auge festgestellt. Lebensgefahr bestand laut Went nicht, dennoch muss die Entwicklung des Tieres in den nächsten Tagen genau im Blick gehalten werden.

 

Mittlerweile ist „Paul“ in einem separaten und vor allem ruhigen Gehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg untergebracht. Alle Beteiligten sind froh, dass die Odyssee der Luche nach nunmehr zwei Wochen beendet ist. Durch Orkan Sabine war nicht nur das Gehege durch herabfallende Bäume stark beschädigt worden, auch Luchs „Tamino“ kam bei dem massiven Wetterereignis ums Leben.


Bildvortrag von Diplom-Forstwirt Christian Barsch im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Innovative Bildungskonzepte und neue Vermarktungsideen für den Harz

Sankt Andreasberg. Am Mittwoch, den 4. März findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Innovative Bildungskonzepte und neue Vermarktungsideen für den Harz“ statt.

Spätestens seit der Klimawandel und seine Folgen überall sichtbar werden, sind Aspekte des nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens wieder stärker in das Interesse der öffentlichen Diskussion geraten. Der Harz gilt als Region, in der Nachhaltigkeit bereits vor Jahrhunderten in Bergbau und Forstwirtschaft umgesetzt wurde. Als Prinzip einer dauerhaften Ressourcennutzung entstanden, bietet Nachhaltigkeit heute vielfältige Chancen, die Kultur- und Naturgeschichte des Harzes neu zu erzählen.

Diplom-Forstwirt Christian Barsch stellt in einem Vortrag historische Nachhaltigkeitskonzepte vor. Er zeigt, welche Bedeutung Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Vermittlung von Weltkulturerbe und Nationalpark im Harz haben kann. Außerdem gibt Barsch Hinweise für die touristische Nutzung des Nachhaltigkeitsgedankens.

Der in Braunlage geborene Barsch ist einer der Betreiber des Bergwerksmuseums Grube Samson in Sankt Andreasberg sowie Dozent für Nachhaltigkeit. Außerdem leitet er Führungen und Lehrveranstaltungen im Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft und im Nationalpark Harz.

Eine Anmeldung für den Vortrag, der ca. 1,5 Stunden dauert, ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Spenden für das Nationalparkhaus sind willkommen.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Foto: Christian Barsch


UNSER HARZ Februar 2020 erschienen

Inhalt:
Dr. Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz, 5. Folge: Bad Harzburg – Wandlungen des architektonischen Bildes eines Harzer Kurortes (Teil 2)
Günter Wilke: Auch das war die DDR: Ernstes, Heiteres, Lächerliches – gesehen aus der Sicht des Leiters eines kleinen Betriebes (Teil 1)
Dr. Friedhart Knolle, Dr. Klaus Stedingk, Dr. Heinz-Gerd Röhling: Andesit – Das „Gestein des Jahres“ 2020
Prilleken-Lied
Axel Paersch: Eine Seltenheit – oder Besonderheit


Die Folgen der Globalisierung werden nicht erst seit dem Auftreten des Coronavirus diskutiert. Neue Märkte, neue Standorte, mehr Wettbewerb – alles muss und soll sich verändern, entwickeln, optimieren. Auch im Tourismus. Also wird der Harz mit Schneekanonen und Riesenrollern, Glasbrücken und Megazipline „fit gemacht“. Der Artikel von Dr. Sanders über den Wandel in Bad Harzburg geht den städtebaulichen Auswirkungen solcher Projekte nach. Im zweiten Teil stellt er allerlei schon realisierte Projekte wie den Baumwipfelpfad oder das „Sonnenresort Ettershaus“ sowie noch in Planung befindliche wie das Nachfolgeprojekt zum abgerissenen „Harzburger Hof“ vor.

Herr Wilke führt uns etwas weiter zurück in die Geschichte und berichtet über die DDR aus der Sicht als Leiter einer PGH (Produktionsgenossenschaft des Handwerks) in Halberstadt.

Über das Gestein des Jahres, den Andesit, berichten Dr. Knolle, Dr. Stedingk und Dr. Röhling.

Ein Gedicht zur „Fasselnacht“ und eine Besonderheit des Roten Fingerhutes sowie einige Rezensionen vervollständigen das Heft.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Erste Tourist-Information im Harz als Nationalpark-Partner ausgezeichnet

Wernigerode - Ilsenburg. Die Tourist-Information Ilsenburg arbeitet schon viele Jahre mit der Nationalparkverwaltung Harz, insbesondere mit den Rangern, zusammen. Nachhaltigkeit, Umweltorientierung und Regionalität sind wichtige Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Gemeinsam mit Vertretern des Vergaberates wurden Kriterien und die zukünftige Zusammenarbeit entwickelt. Jüngst erfolgte dann die offizielle Anerkennung.

Foto: Links: Sabine Günter –Vergaberat Nationalpark-Partnerschaftsprojekt, Mitte: Cordula Dähne-Torkler – Koordinatorin des Nationalpark-Partnerschaftsprojekts, rechts: Christin Alshut - Leiterin der Tourist-Information Ilsenburg. Foto: Tourist-Information Ilsenburg


Aufräumarbeiten im Nationalparkwald in vollem Gange - Weiterhin Warnung vor dem Betreten der Wälder!

Die Sturmtiefs Sabine und Victoria haben zahlreiche Bäume im Harz umgeworfen. Im Nationalpark Harz sind die Aufräum- und Reparaturarbeiten trotz eher widriger Wetterbedingungen aktuell in vollem Gange. So sicherten Nationalpark-Mitarbeiter mit Unterstützung eines Unternehmers beispielsweise Starkstromleitungen und zugeworfene Wegabschnitte im Bereich des Harzer Hexenstiegs bei Drei Annen Hohne. In Anbetracht der Menge gefallener und immer noch fallender Bäume und weiterer angekündigter Sturmtiefs in den kommenden Tagen werden die Arbeiten im gesamten Nationalparkgebiet jedoch noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Die dringende Warnung des Nationalparks vor dem Betreten der Wälder bleibt deshalb weiterhin bestehen. Aktuell ist im ganzen Nationalparkgebiet mit zugefallenen Wegen und gefährlichen Geländesituationen zu rechnen. Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben, da weiterhin Äste herunterfallen oder bereits geschädigte Bäume entwurzelt werden können. Das wird sich auch bis zum Wochenende nicht ändern, zumal dann schon die nächsten Stürme angekündigt sind. Im Harz lässt sich auch außerhalb der Wälder viel erleben, Besucher sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit auf diese vielfältigen Angebote ausweichen.


Aufräumarbeiten nach dem Sturm (Foto: Martin Bollmann)


Zugeworfene Wege (Foto: Martin Bollmann)


Schräg stehende Bäume können weiterhin fallen (Foto: Martin Bollmann)


Gefährliche Wegesituationen (Foto: Martin Bollmann)


Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Der Wolf – da kommt noch was!“

Am Mittwoch, den 19. Februar, findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Der Wolf – da kommt noch was!“ statt. Der Referent Frank Raimer arbeitete  bis zu seiner Pensionierung 2016 selbst im Nationalpark Harz, wo er sich viele Jahre intensiv mit dem Thema Wald und Wild befasste. Privat hat er über mehrere Jahrzehnte mehrfach verschiedene nordamerikanische Nationalparke besucht, wo er neben zahlreichen anderen Wildtierarten auch Wölfe beobachtete.

Auf was wir uns einstellen können, wenn die Wölfe auch wieder im Harz heimisch werden, darum geht es insbesondere im Vortrag von Frank Raimer.

Eine Anmeldung für den Vortrag, der ca. 1,5 Stunden dauert, ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Foto: Thomas Schwerdt.
 


Ausstellungseröffnung der „Glanzlichter 2018“ im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg

Es ist schon eine schöne Tradition geworden, dass der Nationalpark Harz die preisgekrönten Fotografien der Internationalen Fürstenfelder Naturfototage zeigen kann. Das Projekt „natur & fotografie“ Monreal hat sich längst zum größten Naturfoto-Wettbewerb Deutschlands entwickelt. Unter dem Titel „Glanzlichter" werden in jedem Jahr die Besten prämiert und in Wanderausstellungen gezeigt.

Lassen Sie sich von den schönen und eindrucksvollen Naturfotografien faszinieren.

Weitere Informationen zur Ausstellung und Bildinformationen zum anl. Foto hier:

https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und/oder Ihre Ankündigung. 

Für Ihr leibliches Wohl ist am Tag der Eröffnung gesorgt.


Weiterhin Warnung vor dem Betreten der Wälder! Nationalpark-Einrichtungen bleiben am Montag geschlossen - Führungen fallen am 10.+11.2. aus
Andauernde Gefahr durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume!

Auch nachdem Orkantief Sabine durchgezogen ist, ist es im Harz noch sehr stürmisch. Wir warnen dringend davor, aktuell und auch in den nächsten Tagen die Wälder zu betreten! Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben, da weiterhin Äste herunterfallen oder bereits geschädigte Bäume entwurzelt werden können.

Aus Arbeitsschutzgründen schicken auch wir unsere eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktuell nicht in die gefährlichen Bereiche.

Eine vollständige Bestandsaufnahme der Sturmschäden kann deshalb erst im Laufe der nächsten Tage erfolgen.

Aus Sicherheitsgründen fallen alle Nationalpark-Veranstaltungen und -Führungen am 10. und 11. Februar aus.

Folgende Einrichtungen bleiben zudem am heutigen Montag (11.2.) außer der Reihe geschlossen:

Natioanlpark-Besucherzentrum Brockenhaus
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Nationalparkhaus Schierke
Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Rangerstation Scharfenstein
Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die Warnungen ernst zu nehmen!

Der Harz bietet eine Fülle von Ausflugs- und Besuchszielen an - die Wälder sollten Sie jedoch noch einige Tage meiden.


„Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“
Nationalpark-Tagung am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim

Wernigerode – Bad Harzburg. Der Frage „Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ widmet sich die nächste Tagung des Nationalparks Harz am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim. Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse geweckt ist und wir Sie dazu begrüßen dürfen. Die Programmankündigung und den Anmeldebogen finden Sie im unten verlinkten Einladungsflyer.

Vögel wecken das Interesse vieler Menschen und sind schon seit langem Gegenstand von Bemühungen des ehrenamtlichen und institutionellen Naturschutzes. So ist die EU-Vogelschutzrichtlinie ein wesentliches Instrument im europäischen Naturschutz und hat u.a. zur Ausweisung zahlreicher Schutzgebiete mit dem Fokus auf besonders schutzbedürftige Vogelarten geführt.
Wer in Naturschutzgebieten oder Nationalparken in Deutschland unterwegs ist, hat häufig den ersten Gedanken „Hier ist die Natur noch in Ordnung“. Doch was können diese Gebiete tatsächlich leisten? Was wissen wir über den Zustand der Vogelarten und ihrer Populationen? Welche Möglichkeiten bieten Großschutzgebiete sowohl in Bezug auf das Monitoring als auch auf den Schutz der Arten? An welchen Stellen müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden – ob nun aus praktikablen, touristischen oder wirtschaftlichen Gründen? Welche Chancen bieten die Schutzgebiete? Mit dieser umfangreichen Thematik beschäftigen wir uns auf dieser Tagung mit Vorträgen aus verschiedenen Nationalparken sowie weiteren Beiträgen mit besonderem Fokus auf seltene Vogelarten, die auch im Harz immer wieder Thema sind.

Download: Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – Tagungseinladung 21./22.02.2020 im Schloss Bündheim in Bad Harzburg – Einladungs-Faltblatt mit Programmankündigung: https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2019/2019_12_12_Einladung-Vogel-Tagung/

Foto: Tannenmeise (Foto: Ole Anders)


UNSER HARZ Januar 2020 erschienen

Aus dem Inhalt:

  • Klaus Schröter: Ein Schriftsteller mit Harzer Wurzeln – Zum 115. Todestag von Otto Erich Hartleben
  • Ingrid Kreckmann: „Auf jeder Feder ein Auge“ – Wissenswertes über die Ringeltaube
  • Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz, 5. Folge: Bad Harzburg – Wandlungen des architektonischen Bildes eines Harzer Kurortes (Teil 1)
  • Nationalparkforum: Der Brocken hat Neuigkeiten zu bieten – Ausstellung im Brockenhaus und verbessertes Beschilderungssystem

Mit dem Dezemberheft 2019 war die 800. Ausgabe von „Unser Harz“ erschienen. Die Oberharzer Druckerei und Verlag Fischer & Thielbar GmbH und ich als aktuelle Schriftleiterin sind sehr stolz auf die langjährige Geschichte dieser Zeitschrift.

 

Wenn Sie die Zeitschrift so lesenswert finden wie wir, dann gönnen Sie sich doch ein Abonnement! Damit unterstützen Sie unsere Arbeit, so dass wir auch 2020 wieder interessante Artikel und spannende Bilder drucken können.

 

Dass der Harz ein guter Ort für vielerei Geschenke ist und Seele und Geist beruhigt, haben viele Menschen erfahren und auch in Bildern und Texten festgehalten. Einer, den es immer wieder hierher gezogen hat, war Otto Erich Hartleben, der 1864 in Clausthal geboren wurde. K. Schröter schreibt über den Schriftsteller anlässlich dessen 115. Todestages.

 

Dr. Sanders berichtet über den architektonischen Wandel in Bad Harzburg, bei dem manch bauliches Schmuckstück dem jeweiligen Zeitgeist geopfert wurde, andererseits aber auch neue erschaffen wurden.

 

Frau Kreckmann berichtet über die Ringeltaube und im Nationalparkforum geht es um den neu gestalteten Ausstellungsteil im Brockenhaus mit Informationen zu den Themen Natura 2000, Waldentwicklung und Massentourismus auf dem Brocken.

 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

  • Altenau: GLC-Touristinformation
  • Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
  • Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
  • Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
  • Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
  • Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.-Willi-Bergmann-Str. 11.

Heile Welt Nationalpark? Druckfrisch erhältlich – Band 17 der Nationalpark-Schriftenreihe erschienen

Wernigerode - Braunlage. Der 17. Band der Nationalpark-Schriftenreihe "Heile Welt Nationalpark?" ist druckfrisch für 5 Euro + Versand beim Nationalpark oder in den Nationalparkhäusern erhältlich, ebenso wie zahlreiche frühere Bände. Er steht auch – wem es digital genügt – als kostenloser PDF-Download auf der Nationalpark-Webseite zum Herunterladen zur Verfügung.

 

Nationalparke mit ihrer Prämisse „Natur Natur sein lassen“ sind besonders wirkungsvolle Instrumente des Naturschutzes. Dennoch stellen diese Gebiete keine „Käseglocken“ dar – auch sie sind von äußeren Einflüssen betroffen, wie z.B. Klimaveränderungen, atmosphärischen Stoffeinträgen, Einwandern von teilweise invasiven Arten inklusive pathogener Organismen. Besonders der Klimawandel ist inzwischen auch im Harz mit aller Deutlichkeit angekommen und äußert sich in einer geradezu dramatischen Waldentwicklung, die sich zunächst in den Wäldern des Nationalparks, seit dem Dürrejahr 2018 aber auch in allen Wirtschaftswälder im gesamten Mittelgebirge zeigt.

 

Im Nationalpark gelten dabei eigene gesetzliche Regelungen, aber das Schutzgebiet ist darüber hinaus in übergeordnete rechtliche Rahmenbedingungen eingebunden. Dies kann u.a. zu Zielkonflikten zwischen dem Zulassen der natürlichen Dynamik und dem Schutz nutzungsabhängiger Biotope oder Arten führen.

 

Der Mensch stellt die unterschiedlichsten Anforderungen an den Wald und damit auch an einen Waldnationalpark: Während lange Zeit ruhige Erholung in schöner Natur im Vordergrund stand, verstärkt sich der Wunsch nach Events und Spaß, zunehmender Individualverkehr verlärmt die Natur. Gleichzeitig besteht Dissens in der Frage, wie die Natur rechts und links der Wege aussehen sollte – wild wie ein Nationalpark oder aufgeräumt wie die Kulturlandschaft, an die sich die Menschen gewöhnt haben?

 

Die Tagung „Heile Welt Nationalpark?“ widmete sich im Tagungszentrum Kloster Drübeck 2018 diesen drei Themenfeldern. So analysiert die naturwissenschaftliche Forschung die Auswirkungen äußerer Einflüsse auf ausgewählte Biotope und Arten und zeigt die Grenzen der Schutzmöglichkeiten von Nationalparken auf. Ein zweiter Vortragsblock behandelte die rechtlichen Rahmenbedingungen und stellte an praktischen Beispielen die Frage, ob diese immer nur hilfreich sind oder auch problematisch sein können. Die etwas provokante Frage „Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?“ stand hinter den Vorträgen des dritten Blocks.

 

Hier die Beiträge des Bandes im Überblick:

 

Themenblock: Nationalparke als Käseglocken? Ergebnisse aus der naturwissenschaftlichen Forschung

 

KATHLEEN PREISSLER, VANESSA SCHULZ, SEBASTIAN STEINFARTZ, Leipzig: Das Bedrohungspotential von Amphibien-Chytridpilzen für die Charakterart Feuersalamander – Fokus Nationalpark Harz

 

OLE ANDERS, Sankt Andreasberg: Nationalparks – Eine Chance für den Luchs?

 

HERWIG ZANG, Goslar: Langzeitstudien an Kleinhöhlenbrütern im Harz

 

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode: Neuartige Veränderungen der Vegetation und der Libellenfauna in den Mooren des Harzes ‒ Grenzen der Schutzmöglichkeiten eines Nationalparks

 

PETER MEYER, Göttingen: Natürliche Dynamik mitteleuropäischer Fichtenwälder unter dem Einfluss des Klimawandels am Beispiel der Waldforschungsfläche Bruchberg im Nationalpark Harz

 

Themenblock: Rechtliche Rahmenbedingungen für Nationalparke – Hilfe oder (zu) enges Korsett?

 

MANFRED GROSSMANN, Bad Langensalza: Nationalpark und Natura 2000 – ein Widerspruch? Umsetzung der Natura 2000-Erhaltungsziele im Nationalpark Hainich (Thüringen)

 

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode & CAREN PERTL, Sankt Andreasberg: Auswirkungen der Naturdynamik auf den Erhaltungszustand von Fichtenwäldern (FFH-LRT 9410) und dort vorkommender wertgebender Arten der Vogelschutzrichtlinie im Nationalpark Harz

 

GUNTER KARSTE, Wernigerode: Zonierung in Nationalparken – zeitweise notwendig oder ein Dauerzustand zur Legitimation ständigen Tuns?

 

Themenblock: Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?

 

JOSEF WANNINGER, Grafenau: Borkenkäfer am Lusen: eine Geschichte von Wald und Mensch

 

GERHARD TROMMER, Lehre: Über Klanglandschaft und Naturstille im Nationalpark Harz. 

 

Hier der Downloadlink zum Band: https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Heile-Welt-Nationalpark


Neues von der Waldentwicklung des Nationalparks Harz im Klimawandel

Wernigerode - Ilsenburg. Kurz vor Jahresende 2019 wurde die Ernte der Bucheckern im Nationalparkrevier Scharfenstein abgeschlossen. Das Ergebnis von 75 kg nimmt sich auf den ersten Blick sehr bescheiden aus. Nach der langen Trockenheit und Hitze konnten tatsächlich nur wenige Bäume beerntet werden. Doch vor dem Hintergrund der gewaltigen Aufgaben der Waldumwandlung im Nationalpark und landesweit ist jede geerntete Buchecker nahezu wie “Goldstaub“. Das Saatgut wurde zur Lohnanzucht in eine Baumschule gebracht.

75 kg: das bedeutet ca. 75.000 kleine Buchen, die ab diesem Herbst gepflanzt werden können. In Fläche ausgedrückt lassen sich damit auf ca. 35 ha Laubwaldinitiale, d.h. kleine Bäumchen, einbringen, so Sabine Bauling, die Fachbereichtsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

 

Die vergangenen beiden trockenen Jahre haben nicht nur den Fichten zugesetzt. Zunehmend sind auch an den Buchen und anderen Laubhölzern Auswirkungen der Extremwitterung sichtbar.

 

Bereits das dritte Mal hintereinander kündigt sich gerade bei der Buche ein starker Blütenansatz an. Bei sonnigem Wetter zeigt ein Blick in die Buchenkronen dicke glänzende Knospen. Das ist sogar mit bloßem Auge erkennbar, aber ein Fernglas ist da natürlich besser.

Drei Jahre hintereinander Baumblüte – das ist nicht normal. Es ist auch ein Zeichen der klimatischen Veränderungen um uns herum.

 

Normalerweise gibt es Buchenvollmasten alle 5 bis 6 Jahre, dazwischen auch mal „Halbmasten“ oder „Sprengmasten“. Die Bezeichnung „Mast“ geht auf das Mittelalter zurück, als noch Haustiere zur Weide in die Wälder geschickt wurden – vornehmlich Schweine, die sich an den Bucheckern und Eicheln mästen sollten. „Halbmast“ bedeutet, dass nur ca. die Hälfte der Bäume Samen tragen und „Sprengmast“ nur versprengte Einzelbäume.

 

Die verstärkte Baumblüte ist letzten Endes eine Stressreaktion der Bäume. Sie setzen alles daran, ihre Art zu erhalten und reagieren somit u.a. mit verstärkter Blüte und Fruktifikation.

 

Das milde Januarwetter wird im Nationalpark aktuell weiter zum Pflanzen genutzt. So werden z. B. im Revier Ilsenburg auf einem extrem trockenen und steinigen Hang kleine Eichen gepflanzt, die vor den Fichtenforsten dort die natürliche Waldgesellschaft bildeten.

 

Foto eines Buchenkeimlings, Aufnahme: Sabine Bauling, Nationalpark Harz.


Das Nationalparkrevier Scharfenstein bei Ilsenburg hat mit Lukas Wachsmann einen neuen Revierleiter

Wernigerode - Ilsenburg. Nachdem im Herbst letzten Jahres der langjährige Revierleiter Hans-Henning Scheithauer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, hat ein neuer Kollege zum Jahresbeginn das Revier übernommen. Die Flächen des Nationalparkreviers befinden sich zwischen der Eckertalsperre im Westen und Ilsenburg im Nordosten.

 

Der neue Revierleiter heißt Lukas Wachsmann. Er ist 25 Jahre alt,  wurde in Braunschweig geboren und wuchs in Schöppenstedt auf. Für ihn ist das Thema Nationalpark Harz nicht unbekannt. Bereits während seines Forststudiums und im Rahmen seines Vorbereitungsdienstes in Göttingen war er öfter zu Lehrveranstaltungen und Exkursionen hier. Seine Bachelorarbeit befasste sich ebenfalls mit einem Nationalparkthema.

 

Bevor Herr Wachsmann sich für die Tätigkeit im Nationalpark Harz beworben hatte, leitete er das Jugendwaldheim Loppin der Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern.

 

Herr Wachsmann läutet sozusagen den Generationswechsel bei den Nationalparkförstern ein – wir wünschen ihm viel Erfolg bei dieser gerade in der jetzigen Zeit sehr spannenden Tätigkeit mitten im klimatisch beschleunigten Waldwandel. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Foto: Der neue Revierleiter Lukas Wachsmann, Foto Sabine Bauling.


Gewollte und ungewollte Motive des Fotofallenmonitorings im Nationalpark Harz - Tiere vor der Fotofallen-Kamera

Wernigerode - Braunlage. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Schalenwildmonitoring in deutschen Nationalparken“ des BfN (Bundesamt für Naturschutz) wurden im Nationalpark Harz Fotofallen aufgestellt.

  

Seit Mitte September 2019 hängen insgesamt 60 Fotofallen in den Nationalpark-Revieren Schluft, Acker, Rehberg, Oderhaus, Bruchberg und Torfhaus.

  

Die Kameras verbleiben ein Jahr lang in der Fläche und werden in diesem Zeitraum dreimal kontrolliert. Ziel ist es, Aussagen über das Vorkommen und die Dichte von Schalenwild zu gewinnen.

  

Hier einige der schönsten Kamerafallenbilder der ersten Auswertungsphase.

Anlagen frei - Auslöser der Fotografien sind die Tiere selbst :-)


Nationalparkverwaltung erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot - Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur

Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen bittet die Nationalparkverwaltung Harz alle Anwohner und Gäste, diese Regel strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets. Mit ein wenig Glück lässt sich stattdessen ein ganz anderes – natürliches – Himmelsfeuerwerk betrachten. Da der Nationalpark Harz zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehört, kann man hier in klaren Nächten zahlreiche Sterne und die Milchstraße besonders gut sehen. Und das ganz ohne Böllerlärm und Raketengeheul – die Tiere des Waldes und zahlreiche Haustiere, deren Besitzer hoffen in den stillen Regionen Zuflucht zu finden, werden es Ihnen danken.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr!


Sterne statt Feuerwerk - Eckertalsperre bei Nacht mit Blick zum Brocken (Foto: Stefan Sobotta)

Warum ist das Feuerwerksverbot für die Tierwelt so wichtig?

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden diese plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung erkannt.

Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen. Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.


Rotwild fährt im Winter seinen Stoffwechsel stark herunter (Foto: Armin Maywald)


Hasen verstecken sich tagsüber sich in Mulden und fressen abends (Foto: Volker Rudolf)


Käuze jagen in der Dämmerung (Foto: Sebastian Berbalk)


Jetzt auch in der Printform: Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz erschienen

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auch im Internet auf www.nationalpark-harz.de zur Verfügung. Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprechstunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

 

Auch 2020 hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ und den Klimawandel gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. Das neue Angebot der Borkenkäfer-Sprechstunde kommt dem entgegen.

 

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2020“ ist nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als Download verfügbar. Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können Termine aus dem digitalen Kalender auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender heruntergeladen werden. Eine Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

 

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2020 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat – angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

 

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich.


Gartenträume-Jubiläum 2020: Neue Sonderausstellung im Schloss Wernigerode
50 Gartenträume aus Sachsen-Anhalt stellen sich vor – der Brockengarten ist auch dabei

Wernigerode – Brocken: Die jüngst eröffnete Sonderausstellung „Leidenschaft für Schönheit – Gartenträume in Sachsen-Anhalt" anlässlich des 20. Geburtstags des touristischen "Gartenträume"-Netzwerks ist bis zum 3. Mai 2020 im Schloss Wernigerode zu sehen. Seit Oktober 2017 gehört auch der 1890 gegründete Brockengarten auf dem Brockengipfel mitten im Nationalpark Harz zu den 50 „Gartenträumen“. Die Ausstellung erzählt anhand von jeweils drei markanten, wertvollen und überraschenden Objekten etwas über das Wesen und die Einzigartigkeit jeder Parkanlage.


Der Brockengarten im Oktober 2019 (Foto: Gunter Karste)  

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf den Webseiten des Schlosses Wernigerode und der Gartenträume Sachsen-Anhalt.