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Aktuell 2020


Heile Welt Nationalpark Harz? Druckfrisch erhältlich – Band 17 der Nationalpark-Schriftenreihe erschienen

Wernigerode - Braunlage. Der 17. Band der Nationalpark-Schriftenreihe "Heile Welt Nationalpark?" ist druckfrisch für 5 Euro + Versand beim Nationalpark oder in den Nationalparkhäusern erhältlich, ebenso wie zahlreiche frühere Bände. Er steht auch – wem es digital genügt – als kostenloser PDF-Download auf der Nationalpark-Webseite zum Herunterladen zur Verfügung.

 

Nationalparke mit ihrer Prämisse „Natur Natur sein lassen“ sind besonders wirkungsvolle Instrumente des Naturschutzes. Dennoch stellen diese Gebiete keine „Käseglocken“ dar – auch sie sind von äußeren Einflüssen betroffen, wie z.B. Klimaveränderungen, atmosphärischen Stoffeinträgen, Einwandern von teilweise invasiven Arten inklusive pathogener Organismen. Besonders der Klimawandel ist inzwischen auch im Harz mit aller Deutlichkeit angekommen und äußert sich in einer geradezu dramatischen Waldentwicklung, die sich zunächst in den Wäldern des Nationalparks, seit dem Dürrejahr 2018 aber auch in allen Wirtschaftswälder im gesamten Mittelgebirge zeigt.

 

Im Nationalpark gelten dabei eigene gesetzliche Regelungen, aber das Schutzgebiet ist darüber hinaus in übergeordnete rechtliche Rahmenbedingungen eingebunden. Dies kann u.a. zu Zielkonflikten zwischen dem Zulassen der natürlichen Dynamik und dem Schutz nutzungsabhängiger Biotope oder Arten führen.

 

Der Mensch stellt die unterschiedlichsten Anforderungen an den Wald und damit auch an einen Waldnationalpark: Während lange Zeit ruhige Erholung in schöner Natur im Vordergrund stand, verstärkt sich der Wunsch nach Events und Spaß, zunehmender Individualverkehr verlärmt die Natur. Gleichzeitig besteht Dissens in der Frage, wie die Natur rechts und links der Wege aussehen sollte – wild wie ein Nationalpark oder aufgeräumt wie die Kulturlandschaft, an die sich die Menschen gewöhnt haben?

 

Die Tagung „Heile Welt Nationalpark?“ widmete sich im Tagungszentrum Kloster Drübeck 2018 diesen drei Themenfeldern. So analysiert die naturwissenschaftliche Forschung die Auswirkungen äußerer Einflüsse auf ausgewählte Biotope und Arten und zeigt die Grenzen der Schutzmöglichkeiten von Nationalparken auf. Ein zweiter Vortragsblock behandelte die rechtlichen Rahmenbedingungen und stellte an praktischen Beispielen die Frage, ob diese immer nur hilfreich sind oder auch problematisch sein können. Die etwas provokante Frage „Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?“ stand hinter den Vorträgen des dritten Blocks.

 

Hier die Beiträge des Bandes im Überblick:

 

Themenblock: Nationalparke als Käseglocken? Ergebnisse aus der naturwissenschaftlichen Forschung

 

KATHLEEN PREISSLER, VANESSA SCHULZ, SEBASTIAN STEINFARTZ, Leipzig: Das Bedrohungspotential von Amphibien-Chytridpilzen für die Charakterart Feuersalamander – Fokus Nationalpark Harz

 

OLE ANDERS, Sankt Andreasberg: Nationalparks – Eine Chance für den Luchs?

 

HERWIG ZANG, Goslar: Langzeitstudien an Kleinhöhlenbrütern im Harz

 

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode: Neuartige Veränderungen der Vegetation und der Libellenfauna in den Mooren des Harzes ‒ Grenzen der Schutzmöglichkeiten eines Nationalparks

 

PETER MEYER, Göttingen: Natürliche Dynamik mitteleuropäischer Fichtenwälder unter dem Einfluss des Klimawandels am Beispiel der Waldforschungsfläche Bruchberg im Nationalpark Harz

 

Themenblock: Rechtliche Rahmenbedingungen für Nationalparke – Hilfe oder (zu) enges Korsett?

 

MANFRED GROSSMANN, Bad Langensalza: Nationalpark und Natura 2000 – ein Widerspruch? Umsetzung der Natura 2000-Erhaltungsziele im Nationalpark Hainich (Thüringen)

 

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode & CAREN PERTL, Sankt Andreasberg: Auswirkungen der Naturdynamik auf den Erhaltungszustand von Fichtenwäldern (FFH-LRT 9410) und dort vorkommender wertgebender Arten der Vogelschutzrichtlinie im Nationalpark Harz

 

GUNTER KARSTE, Wernigerode: Zonierung in Nationalparken – zeitweise notwendig oder ein Dauerzustand zur Legitimation ständigen Tuns?

 

Themenblock: Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?

 

JOSEF WANNINGER, Grafenau: Borkenkäfer am Lusen: eine Geschichte von Wald und Mensch

 

GERHARD TROMMER, Lehre: Über Klanglandschaft und Naturstille im Nationalpark Harz. 

 

Hier der Downloadlink zum Band: https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Heile-Welt-Nationalpark


Neues von der Waldentwicklung des Nationalparks Harz im Klimawandel

Wernigerode - Ilsenburg. Kurz vor Jahresende 2019 wurde die Ernte der Bucheckern im Nationalparkrevier Scharfenstein abgeschlossen. Das Ergebnis von 75 kg nimmt sich auf den ersten Blick sehr bescheiden aus. Nach der langen Trockenheit und Hitze konnten tatsächlich nur wenige Bäume beerntet werden. Doch vor dem Hintergrund der gewaltigen Aufgaben der Waldumwandlung im Nationalpark und landesweit ist jede geerntete Buchecker nahezu wie “Goldstaub“. Das Saatgut wurde zur Lohnanzucht in eine Baumschule gebracht.

75 kg: das bedeutet ca. 75.000 kleine Buchen, die ab diesem Herbst gepflanzt werden können. In Fläche ausgedrückt lassen sich damit auf ca. 35 ha Laubwaldinitiale, d.h. kleine Bäumchen, einbringen, so Sabine Bauling, die Fachbereichtsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

 

Die vergangenen beiden trockenen Jahre haben nicht nur den Fichten zugesetzt. Zunehmend sind auch an den Buchen und anderen Laubhölzern Auswirkungen der Extremwitterung sichtbar.

 

Bereits das dritte Mal hintereinander kündigt sich gerade bei der Buche ein starker Blütenansatz an. Bei sonnigem Wetter zeigt ein Blick in die Buchenkronen dicke glänzende Knospen. Das ist sogar mit bloßem Auge erkennbar, aber ein Fernglas ist da natürlich besser.

Drei Jahre hintereinander Baumblüte – das ist nicht normal. Es ist auch ein Zeichen der klimatischen Veränderungen um uns herum.

 

Normalerweise gibt es Buchenvollmasten alle 5 bis 6 Jahre, dazwischen auch mal „Halbmasten“ oder „Sprengmasten“. Die Bezeichnung „Mast“ geht auf das Mittelalter zurück, als noch Haustiere zur Weide in die Wälder geschickt wurden – vornehmlich Schweine, die sich an den Bucheckern und Eicheln mästen sollten. „Halbmast“ bedeutet, dass nur ca. die Hälfte der Bäume Samen tragen und „Sprengmast“ nur versprengte Einzelbäume.

 

Die verstärkte Baumblüte ist letzten Endes eine Stressreaktion der Bäume. Sie setzen alles daran, ihre Art zu erhalten und reagieren somit u.a. mit verstärkter Blüte und Fruktifikation.

 

Das milde Januarwetter wird im Nationalpark aktuell weiter zum Pflanzen genutzt. So werden z. B. im Revier Ilsenburg auf einem extrem trockenen und steinigen Hang kleine Eichen gepflanzt, die vor den Fichtenforsten dort die natürliche Waldgesellschaft bildeten.

 

Foto eines Buchenkeimlings, Aufnahme: Sabine Bauling, Nationalpark Harz.


Das Nationalparkrevier Scharfenstein bei Ilsenburg hat mit Lukas Wachsmann einen neuen Revierleiter

Wernigerode - Ilsenburg. Nachdem im Herbst letzten Jahres der langjährige Revierleiter Hans-Henning Scheithauer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, hat ein neuer Kollege zum Jahresbeginn das Revier übernommen. Die Flächen des Nationalparkreviers befinden sich zwischen der Eckertalsperre im Westen und Ilsenburg im Nordosten.

 

Der neue Revierleiter heißt Lukas Wachsmann. Er ist 25 Jahre alt,  wurde in Braunschweig geboren und wuchs in Schöppenstedt auf. Für ihn ist das Thema Nationalpark Harz nicht unbekannt. Bereits während seines Forststudiums und im Rahmen seines Vorbereitungsdienstes in Göttingen war er öfter zu Lehrveranstaltungen und Exkursionen hier. Seine Bachelorarbeit befasste sich ebenfalls mit einem Nationalparkthema.

 

Bevor Herr Wachsmann sich für die Tätigkeit im Nationalpark Harz beworben hatte, leitete er das Jugendwaldheim Loppin der Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern.

 

Herr Wachsmann läutet sozusagen den Generationswechsel bei den Nationalparkförstern ein – wir wünschen ihm viel Erfolg bei dieser gerade in der jetzigen Zeit sehr spannenden Tätigkeit mitten im klimatisch beschleunigten Waldwandel. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

 

Foto: Der neue Revierleiter Lukas Wachsmann, Foto Sabine Bauling.


Gewollte und ungewollte Motive des Fotofallenmonitorings im Nationalpark Harz - Tiere vor der Fotofallen-Kamera

Wernigerode - Braunlage. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Schalenwildmonitoring in deutschen Nationalparken“ des BfN (Bundesamt für Naturschutz) wurden im Nationalpark Harz Fotofallen aufgestellt.

  

Seit Mitte September 2019 hängen insgesamt 60 Fotofallen in den Nationalpark-Revieren Schluft, Acker, Rehberg, Oderhaus, Bruchberg und Torfhaus.

  

Die Kameras verbleiben ein Jahr lang in der Fläche und werden in diesem Zeitraum dreimal kontrolliert. Ziel ist es, Aussagen über das Vorkommen und die Dichte von Schalenwild zu gewinnen.

  

Hier einige der schönsten Kamerafallenbilder der ersten Auswertungsphase.

Anlagen frei - Auslöser der Fotografien sind die Tiere selbst :-)


Nationalparkverwaltung erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot - Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur

Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen bittet die Nationalparkverwaltung Harz alle Anwohner und Gäste, diese Regel strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets. Mit ein wenig Glück lässt sich stattdessen ein ganz anderes – natürliches – Himmelsfeuerwerk betrachten. Da der Nationalpark Harz zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehört, kann man hier in klaren Nächten zahlreiche Sterne und die Milchstraße besonders gut sehen. Und das ganz ohne Böllerlärm und Raketengeheul – die Tiere des Waldes und zahlreiche Haustiere, deren Besitzer hoffen in den stillen Regionen Zuflucht zu finden, werden es Ihnen danken.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr!


Sterne statt Feuerwerk - Eckertalsperre bei Nacht mit Blick zum Brocken (Foto: Stefan Sobotta)

Warum ist das Feuerwerksverbot für die Tierwelt so wichtig?

Für die im Winter ohnehin oft am Limit befindliche Tierwelt sind sowohl das Knallen als auch die Licht- und Blendwirkung von Feuerwerkskörpern ernst zu nehmende Gefährdungen. Anders als Verkehrsgeräusche oder Beunruhigungen entlang von stark frequentierten Wegen, an die sich die Tiere mehr oder weniger gut gewöhnen können, werden diese plötzlich und heftig auftretenden Störungen als hochgradige Bedrohung erkannt.

Diese den Tieren völlig unbekannten Erscheinungen können zu plötzlichem Fluchtverhalten, unkoordinierten Reaktionen und am Ende zu lebensbedrohenden Gefährdungen führen. Haustierhalter wissen, dass selbst unsere an Zivilisationslärm gewöhnten Hunde und Katzen teilweise panisch reagieren. Die Blendwirkung von Feuerwerksraketen kann bei Vögeln sogar zu einem Verlust des Orientierungsvermögens führen. Das sollten wir den Wildtieren ersparen.


Rotwild fährt im Winter seinen Stoffwechsel stark herunter (Foto: Armin Maywald)


Hasen verstecken sich tagsüber sich in Mulden und fressen abends (Foto: Volker Rudolf)


Käuze jagen in der Dämmerung (Foto: Sebastian Berbalk)


UNSER HARZ Dezember 2019 – die Weihnachtsausgabe

Aus dem Inhalt:

  • Ernst Kiehl: „Nun soll es werden Friede auf Erden!“ – Die Weihnachtsbotschaft in Hirtenliedern
  • Ingrid Kreckmann: Einiges über den Grünspecht
  • Rolf Ahlers: De Herrgott deit, wat de Lüe wüllt, se möt bluß an glöben
  • Rainer Kutscher: Zwei kriminelle Burschen verübten 1913 in Braunlage und Osterode Straftaten und erschossen einen Gastwirt und einen Ratsarbeiter
  • Karl-Friedrich Weber: Die Erfindung der Nachhaltigkeit – Zwischen Forstgeschichte und Geschichtsklitterei
  • Thomas Appel: Stempelspaß im Harz! Sonderstempel „20 Jahre Nationalparkhaus Sankt Andreasberg“ der Harzer Wandernadel (Nationalparkforum)

Mit dieser Ausgabe ist UNSER HARZ zum 800. Male seit 1953 erschienen. Das spricht für die hohe Qualität der Zeitung und die Treue seiner Leserschaft. Dafür möchte ich mich namens des Verlages und der Schriftleitung ganz herzlich bedanken!

 

In diesem Heft schreibt Ernst Kiehl über die Weihnachtsbotschaft, die in zwei Hirtenliedern zum Ausdruck kommt: „Nun soll es werden Friede auf Erden, den Menschen allen ein Wohlgefallen“. Er geht dabei der Herkunft und den Veränderungen der Lieder „Kommet ihr Hirten“ sowie „Den die Hirten lobeten sehre“ (der „Quempas“) nach.

 

Nicht weihnachtlich, aber doch „göttlich“ kommt die Mundart-Geschichte von Rolf Ahlers daher: „De Herrgott deit, wat de Lüe wüllt, se möt bluß an glöben“. Ingrid Kreckmann schreibt über den Grünspecht und Rainer Kutscher berichtet über einen „Realkrimi“ in Osterode. Nachforschungen über den Begriff „Nachhaltigkeit“ und seine Deutung in Forstwirtschaft und Politik hat Karl-Friedrich Weber betrieben. Wolfram Schütz hat ein bekanntes Gedicht abgewandelt, mit dem er seine Sicht auf den heutigen Harzwald mit seinem Fichtensterben und den Dürreschäden des Klimawandels wiedergibt.

 

Im Nationalparkforum weist Thomas Appel vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf einen Sonderstempel der „Harzer Wandernadel“ hin – noch bis Silvester kann man einen der beliebten Wanderstempel beim kostenlosen Besuch der Ausstellung „ergattern“.

 

Ich wünsche allen eine wundervolle Weihnachtszeit und machen Sie es doch wie ich: Schenken sie Ihren Liebsten einfach ein Abo von UNSER HARZ.

 

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

  • Altenau: GLC-Touristinformation,
  • Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
  • Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
  • Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
  • Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
  • Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
  • Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.-Willi-Bergmann-Str. 11

Themeninsel zum Waldwandel an der Brockenstraße ist fertiggestellt – ein Blick hinter die Kulissen der „Baustelle Natur“ im Nationalpark Harz

Schierke – Brockenstraße. Die zweite von insgesamt vier neuen Themeninseln des Nationalparks Harz an der Brockenstraße ist fertiggestellt. Jüngst setzten die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstatt Sachsen-Anhalt die letzten Schrauben für eine neue, barrierefreie Info-Plattform direkt hinter dem Nationalparkhaus Schierke.

 

Diese Informationsmöglichkeit wurde im Laufe der Walddiskussion im Klimawandel des Jahres 2019 oft gefordert, denn die vielen toten Fichten bei Schierke sind erklärungsbedürftig. Doch hier stirbt nicht der ganze Wald – er passt sich nur an die neuen Klimabedingungen an, und das entspricht nicht immer unserer Vorstellung von idealem Wald.

 

Dazu und über viele Details mehr informiert die neue Themeninsel an der bepflanzten Borkenkäfer-Sicherungsfläche am Standort hinter dem Nationalparkhaus Schierke. In Deutsch und Englisch wird anschaulich erklärt, wo und warum der Nationalpark Harz noch in Naturgeschehnisse eingreift und wo eben nicht, um seiner gesetzlichen Aufgabe entsprechend natürliche Prozesse zuzulassen.

Die insgesamt vier Themeninseln entlang der Brockenstraße sollen Besuchern zukünftig die aktuellen Waldbilder erklären, die ihnen auf ihrer Tour zum Brockengipfel begegnen. Anhand von Sichtachsen kann man die Entwicklung der Standorte selbst verfolgen.

Unter dem Motto „Baustelle Natur - Hier baut die Natur die neue Wildnis“ erlauben die Themeninseln Einblicke hinter die Kulissen des aktuell rasant zu beobachtenden Waldwandels und erläutern, warum tote Bäume im Nationalpark nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten. Eine weitere Themeninsel befindet sich bereits am Eckerlochstieg nahe der Kreuzung Schluftkurve. Die übrigen Themeninseln werden aufgebaut, sobald es die Witterung im kommenden Frühjahr zulässt.

 

Foto: Mandy Gebara


Jetzt auch in der Printform: Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz erschienen

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auch im Internet auf www.nationalpark-harz.de zur Verfügung. Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprechstunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

 

Auch 2020 hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ und den Klimawandel gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. Das neue Angebot der Borkenkäfer-Sprechstunde kommt dem entgegen.

 

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2020“ ist nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als Download verfügbar. Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können Termine aus dem digitalen Kalender auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender heruntergeladen werden. Eine Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

 

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2020 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat – angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

 

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich.


Buchneuerscheinung „Der Harz in alten künstlerischen Darstellungen“ Band 1 & 2

Gernrode. In seiner umfangreichen Harzbibliothek ist Bernd Sternal immer wieder auf alte Zeichnungen, Radierungen, Stiche, Gemälde und Aquarelle der Harzregion gestoßen, die einem hohen künstlerischen Anspruch genügen, jedoch nicht mehr bekannt sind.

 

Sie wurden zu einem großen Teil explizit für Bücher und Zeitschriften geschaffen, um diese zu illustrieren. Es war eine Zeit, in der sehr viele Druckerzeugnisse entstanden, die Fotografie jedoch noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau war. Daher beauftragten die Verlage Künstler und Künstlerinnen mit der Schaffung von entsprechenden Werken. Viele von ihnen verdienten von etwa 1850 bis 1930 ihr tägliches Brot mit solchen Auftragswerken. Schlagartig setzte um 1930 jedoch ein Sinneswandel ein und Fotografien ersetzten die Werke der Malerei, die Zeichnungen und Grafiken. Es war wohl zum einen eine Modefrage und zum anderen eine der Kosten.

 

Der Publizist Bernd Sternal ist der Meinung, dass diese Werke, die unsere Harzregion in einem längst vergangenen Licht zeigen, nicht der Vergessenheit anheimfallen dürfen. Daher hat er sie gesammelt und archiviert um sie, in entsprechendem Kontext, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Er hatte jedoch anfangs nicht gedacht, dass es so viele alte Werke sein werden.

 

Dann hat er begonnen nach den Künstlern und Künstlerinnen zu recherchieren, um neben den Werken auch eine kurze Vitae zu präsentieren. Bei vielen Künstlern ist ihm das gelungen, es sind bekannte und weniger bekannte, von einigen ist jedoch außer ihren Werken nichts überliefert. Vermutlich haben einige davon auch unter einem Pseudonym gearbeitet, dass wir heute nicht mehr zuordnen können.

Aus der Idee, ein Buch mit alten künstlerischen Ansichten zu machen, sind nun zwei Bände geworden. Dass ist notwendig, um die Arbeiten in entsprechendem Rahmen und Qualität darstellen zu können. Die Werke von 72 namentlich bekannten Künstlern und Künstlerinnen werden jetzt neu präsentiert, dazu kommen zahlreiche Werke von unbekannten Künstlern und Künstlerinnen. Die künstlerischen Darstellungen sind alphabetisch den Gemeinden und Städten der Harzregion sowie anderen Kategorien zugeordnet und der Autor hat jeweils einen beschreibenden Text dazu verfasst. Band 1 umfasst die Werke von A - I und Band 2 die von I – Z.  

 

Bernd Sternal hofft, dass diese zwei Bände viele Kunstliebhaber und Heimatfreunde ansprechen werden, und zudem, dass zahlreiche Werke und Künstler vor dem Vergessen bewahrt werden können. Es handelt sich dabei um folgende namentlich bekannten Künstler: A. Ador, Fritz Apel,Prof. W. Arnold, Ernst-Ludwig von Aster, Heribert Bahndorf, Andreas Balzer, Robert Batty, H. Behnken, Carl Blechen, Hans Böhm, Otto Boris, Johannes Brandt, Paula Brendecke, J.C. Burghardt, Elise Crola, Georg Heinrich Crola, Wilhelm E. Cyrenius, Wilhelm Eichler, Carl Engelke, Carl Fleege, Hans Förster, Walther Karl Johann Ernst Frahm, O. von Gersheim, Karl Grönig, C. Harding, Georg Carl Adolph Hasenpflug, J. Hausherr, Gustav Hausmann, Ernst Hoffmann, Waldemar Hoya, Otto Kirchgraber, Johann Friedrich Klusemann (Clusemann), Georg Melchior Kraus, Wilhelm Krieg, Walter Kuphal, Otto Lange, C. F. Lonfold, Dorothea Milde, Curt Mücke, Graf Julius von Oeynhausen, Max Ohle, R. Ohlmer, Francesco Pozzi, Alfred Reichel, Karl Reinecke-Altenau, W. Reith, Johann Adolf Rettelbusch, Ludwig Richter,  Robert Riefenstahl, Wilhelm Ripe, Ludwig Rohbock, Fritz Röhrs, Gustav Rüggeberg, G. Salzmann, Wilhelm M. Schacht, Richard Schmidt, G. Schönemark, Johannes Schönwald, Wilhelm Scholz, Peter Seidensticker, Dora und Annie Seifert, Johannes Spitzmann, Fritz Steinberg, Johann Bruno Friedrich Stolberg, Erwin  Sülter, Hans vom Tann, Franz Paul Ernst Richard Thierbach, Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra, Irmgard Vieritz, Werner Willgerodt,  Käthe Woltereck, Carl Zimmermann.

 

Gestaltet und herausgegeben hat diese zwei Bücher mit schwarz-weißem Paperback-Einband im Längsformat der Verlag Sternal Media in Gernrode. Band 1 hat 168 Seiten, auf denen 154 Werke abgebildet sind. Das Buch hat die ISBN: 978-3-7504-2794-5 und kann ab sofort überall im Buchhandel für 19,99 Euro erworben oder bestellt werden, als E-Book kostet es 9,49 Euro. Online-Bestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite https://www.bod.de/buchshop/der-harz-in-alten-kuenstlerischen-darstellungen-bernd-sternal-9783750427945 vorgenommen werden. 

 

Band 2 hat 164 Seiten, auf denen 156 Werke abgebildet sind. Das Buch hat die ISBN: 978-3-7504-3009-9 und kann ab sofort überall im Buchhandel für 19,99 Euro erworben oder bestellt werden, als E-Book kostet es 9,49 Euro. Online-Bestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite https://www.bod.de/buchshop/der-harz-in-alten-kuenstlerischen-darstellungen-bernd-sternal-9783750430099 vorgenommen werden.

 

Presse und Medien können unter folgendem Link Rezensionsexemplare kostenlos anfordern:  

www.bod.de/presse.html#smsTab_4 


Ein Bergahorn für die Zukunft – Grundschule „Paul Ernst“ Elbingerode hilft dem Nationalpark Harz

Wernigerode. Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode war das nicht anders. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben. Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.

Foto: Aufnahme K. Bollmann


Noch vier Wochen bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Semester im Nationalpark Harz ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2020 bewerben

Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2020. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

 

Im Nationalpark Harz waren es 2019 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Etwa 1700 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Foto: Umweltbildung im Nationalpark Harz – die Hauptaufgabe der Commerzbank-Umweltpraktikanten, Foto Ranger Freddy Müller, Nationalpark Harz


„Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“
Nationalpark-Tagung am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim

Wernigerode – Bad Harzburg. Der Frage „Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ widmet sich die nächste Tagung des Nationalparks Harz am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim. Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse weckt ist und wir Sie dazu begrüßen dürfen. Die Programmankündigung und den Anmeldebogen finden Sie im unten verlinkten Einladungsflyer.


Tannenmeise (Foto: Ole Anders)

Vögel wecken das Interesse vieler Menschen und sind schon seit langem Gegenstand von Bemühungen des ehrenamtlichen und institutionellen Naturschutzes. So ist die EU-Vogelschutzrichtlinie ein wesentliches Instrument im europäischen Naturschutz und hat u.a. zur Ausweisung zahlreicher Schutzgebiete mit dem Fokus auf besonders schutzbedürftige Vogelarten geführt.

Wer in Naturschutzgebieten oder Nationalparken in Deutschland unterwegs ist, hat häufig den ersten Gedanken „Hier ist die Natur noch in Ordnung“. Doch was können diese Gebiete tatsächlich leisten? Was wissen wir über den Zustand der Vogelarten und ihrer Populationen? Welche Möglichkeiten bieten Großschutzgebiete sowohl in Bezug auf das Monitoring als auch auf den Schutz der Arten? An welchen Stellen müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden – ob nun aus praktikablen, touristischen oder wirtschaftlichen Gründen? Welche Chancen bieten die Schutzgebiete? Mit dieser umfangreichen Thematik beschäftigen wir uns auf dieser Tagung mit Vorträgen aus verschiedenen Nationalparken sowie weiteren Beiträgen mit besonderem Fokus auf seltene Vogelarten, die auch im Harz immer wieder Thema sind.

Download: Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – Tagungseinladung 21./22.02.2020 im Schloss Bündheim in Bad Harzburg – Einladungs-Faltblatt mit Programmankündigung: https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/sonstiges/2020_Einladung_Tagung_Vogelmonitoring-und-Vogelschutz_2020_02_21-22.pdf


Gartenträume-Jubiläum 2020: Neue Sonderausstellung im Schloss Wernigerode
50 Gartenträume aus Sachsen-Anhalt stellen sich vor – der Brockengarten ist auch dabei

Wernigerode – Brocken: Die jüngst eröffnete Sonderausstellung „Leidenschaft für Schönheit – Gartenträume in Sachsen-Anhalt" anlässlich des 20. Geburtstags des touristischen "Gartenträume"-Netzwerks ist bis zum 3. Mai 2020 im Schloss Wernigerode zu sehen. Seit Oktober 2017 gehört auch der 1890 gegründete Brockengarten auf dem Brockengipfel mitten im Nationalpark Harz zu den 50 „Gartenträumen“. Die Ausstellung erzählt anhand von jeweils drei markanten, wertvollen und überraschenden Objekten etwas über das Wesen und die Einzigartigkeit jeder Parkanlage.


Der Brockengarten im Oktober 2019 (Foto: Gunter Karste)  

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf den Webseiten des Schlosses Wernigerode und der Gartenträume Sachsen-Anhalt.