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Aktuell 2018


24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zu sehen – Andreas-Kunstpreis geht an Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“

Natur und Kunst

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen

Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;

Der Widerwille ist auch mir verschwunden,

Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Johann Wolfgang von Goethe

Braunlage – Sankt Andreasberg. Jüngst eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 24. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Der in Eckernförde geborene deutsch/finnische Künstler hat seinen Abschluss „Bachelor Of Fine Arts“ an der Muthesius-Kunstschule (Medienklasse beim Prof. Arnold Dreyblatt) in Kiel gemacht. Seine künstlerischen Schwerpunkte beziehen sich aktuell auf Licht- und Soundinstallationen. In den Arbeiten geht es um die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Personen Dinge wahr? Sinne wie Sehen, Hören und Tasten sind hierbei in den Arbeiten die am häufigsten verwendeten Elemente. Auch das Thema Natur ist ein oft wiederkehrendes Element. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Experimentieren mit allen erdenklichen Materialien. Wie verhalten sich Materialien zueinander? So entstehen durch die gesammelten Erfahrungen „Mixart-Arbeiten". Das Material ist hierbei durch seine Eigenschaften (oft zweckentfremdet) die Vorlage für zahlreiche seiner Arbeiten. Weitere Tätigkeiten sind gestalterische Elemente mit der Natur.

Zwei weitere Werke wurden mit Auszeichnung im Wert von 500 € prämiert.

Die erste Auszeichnung geht an Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“. Der in Windeby lebende Künstler hat 1994 sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst in Köln und Wuppertal abgeschlossen, auf das eine Assistenz beim Bildhauer Wolfgang Metzler folgte. Seiner seit 2003 freischaffenden Tätigkeit als Animator, Trickfilmzeichner und Regisseur für verschiedene Trickfilmprojekte war eine Weiterbildung an der internationalen Filmschule Köln im Bereich Trickfilm und Animation vorgeschaltet.

Eine weitere mit 500 € dotierte Auszeichnung erhält Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die aus Bern (Schweiz) stammende Künstlerin hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert.

Die Preise wurden vom Niedersächsischen Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen.

Den Kunstpreis stiftet die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Eine weitere Förderung erhält die Ausstellung vom Regionalverband Harz e.V. in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Über 60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur zeigt die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg.
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24. Kunstaustellung NATUR – MENSCH
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei
Laufzeit bis 14.10.2018
Täglich von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche und Martini-Kirche
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Foto: Installation „Organic Cube“ von Kalle Juhani Spielvogel.


2018 - ein Ausnahmejahr für den Wald auch im Nationalpark Harz – ein Dankeschön an die Bürger und die Feuerwehren der Region

Wernigerode. Ohne die große Aufmerksamkeit zahlreicher Bürger, die kleine Brände noch im Anfangsstadium bemerkten und sofort meldeten, und ohne die hohe Einsatzbereitschaft und das Engagement der Feuerwehren der Nationalparkregion, die viele Feierabende und Wochenenden opferten, hätte es in diesem Ausnahmesommer im Nationalpark Harz mehrfach zu größeren Bränden kommen können. „Dafür sagen wir ausdrücklich einen großes Dankeschön“, so Andreas Pusch, der Harzer Nationalparkleiter. Es gilt weiterhin aufmerksam zu sein, denn allein am letzten Wochenende gab es erneut Brände im Bereich des Nationalparks und auch in der Region. Es ist unverständlich, dass es so viele unverantwortliche Menschen gibt, die entgegen jeder Vernunft und abseits der Wege Lagerfeuer anlegen und auf diese Weise auch Menschenleben in Gefahr bringen!

Die Hitze und die langanhaltende Trockenheit haben den Waldboden bis in tiefe Schichten austrocknen lassen und nennenswerte Niederschläge sind noch nicht in Sicht. Diese Situation bleibt auch im Herbst gefährlich, weil sich Brände in den Humusschichten ausbreiten und rasch Flächenbrände entstehen können. Das Bodenleben wird für lange Zeit zerstört.

Die Hintergründe der aktuellen Lage haben eine lange Vorgeschichte und werden uns vermutlich auch die nächsten Jahre massiv beschäftigen. Der Starkregen vom Juli 2017, kleine lokale und große Stürme wie Herwart Ende 2017 und Friederike Anfang 2018 hatten auch im Nationalpark viele Bäume geworfen und teilweise destabilisiert. Oft sehen Wanderer diese Effekte an den Bäumen nicht, z. B. die Abrisse im Wurzelbereich. Sie machen sich aber später gravierend bemerkbar.

Die Fichte ist eine Baumart, die ein ausgeglichenes feuchtkühles Klima bevorzugt. Kürzere Hitzeperioden verkraftet sie. Doch 2018 startete nach den Stürmen bereits mit einem Niederschlagsdefizit und der Frühling fiel praktisch aus. Seit dem April haben wir nahezu durchgängig hohe Temperaturen und eine ausgeprägte Dürre. Das ist eine extreme Belastungsprobe für den Wald, nicht nur für die Fichte und nicht nur im Harz.


UNSER HARZ September 2018 ist erschienen

Ernst Kiehl: Eine Wanderung von Goslar nach Walkenried im Jahre 1817 – Teil 2; Günter Wilke: Meine Kindheit während der Nazizeit – ein ganz normales Leben? – Teil 1; Nationalpark-Forum: Keine Angst vor dem Waldwandel und toten Altfichten!

Noch immer bewegen die abgestorbenen Fichten im Harz die Gemüter. In den Himmel ragende Baumskelette passen nicht gut zu unserer mitteleuropäischen Vorstellung von Wald, wie er zu sein hat. Aber vielleicht ist es an der Zeit, die Natur nicht mehr unseren Vorstellungen anzupassen, sondern unsere Vorstellungen über die Natur zu verändern? Der Beitrag im Nationalparkforum von Christian Lux regt uns an, genau hinzusehen, „Mutter Erde“ mit neuen Augen zu betrachten und ihr staunend zu begegnen. Interessante fotografische Zeitreihen, von denen eine dieser Medieninformation anhängt, verdeutlichen, wie zügig und effizient sich der Wald im Nationalpark Harz von selbst regeneriert.

Staunend waren auch die Studenten aus Kiel im Harz unterwegs. Auf Schusters Rappen wanderten sie am Harzrand entlang von Blankenburg durch den Unterharz nach Walkenried, dargestellt von Ernst Kiehl im zweiten Teil seines Artikels. Wunderbare Naturerlebnisse, Kleinstaaterei, Kultur aber auch Kulturverfall erlebten sie auf dieser historischen Wanderung im Jahre 1817.

Einblicke in die jüngere Vergangenheit gibt Günter Wilke, der seine Lebenserinnerungen eingebettet in einen historischen Rahmen erzählt. Geboren 1928, erlebt Wilke die Nazizeit als Kind und Jugendlicher – eine normale Kindheit? Der erste Teil des Artikels begleitet ihn bis in die Mittelschule.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2b
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Nationalpark Harz - Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald? Der Harzklub lädt zur Diskussionsrunde am 25. September 2018 um 18 Uhr ins Harzresort Welcome Center Torfhaus 

Altenau-Torfhaus. Das Thema "Waldentwicklung im Nationalpark" bewegt derzeit viele Menschen in der Harz-Region und das bekanntermaßen durchaus kontrovers – auch innerhalb des Harzklubs. Der Hauptvorstand des Harzklubs e.V. hat deshalb beschlossen, den unterschiedlichen Sichtweisen einen Raum zu geben und die sachliche Diskussion zu befördern.

Unter der Fragestellung „Nationalpark Harz – Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald?“ lädt der Harzklub e.V. deshalb seine Mitglieder und weitere Interessierte am 25. September 2018 um 18 Uhr zur Diskussionsrunde ins Harzresort Welcome Center auf Torfhaus.

Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Karsten Peiffer, Forstdirektor a.D. bei den Niedersächsischen Landesforsten, diskutieren und informieren unter der Moderation von Andreas Rietschel, ehemaliger Chefredakteur der GZ, über aktuelle Fragen, Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Die Veranstaltung wird eröffnet von Dr. Oliver Junk, Präsident des Harzklubs.

Die Podiumsteilnehmer Andreas Pusch und Karsten Peiffer sowie der Vorsitzende des Harzklubs, Dr. Oliver Junk, stehen im Anschluss an die Diskussion für Nachfragen gern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.


Foto: Anliegende Zeitreihe der Waldentwicklung nahe Torfhaus auf dem Quitschenberg. Fotos: Hermann Zawadski, Nationalpark Harz.


Brockengartenpflanzen blühen so früh wie noch nie
Silberdistel und Wellensichtich-Enzian reagieren auf Rekordsommer

Die 1500 Hochgebirgs- und Tundrenpflanzenarten im Brockengarten sind eigentlich ganz anderes Wetter gewöhnt – schließlich ist der Brocken für seine zahlreichen Nebeltage und ein eher skandinavisches Klima bekannt. Doch in diesem Sommer ist auch auf dem höchsten Berg Norddeutschlands alles anders. Die Witterungsverläufe in diesem Jahr sind die Ursache für einen außergewöhnlich frühen Blühbeginn bei einigen Arten.

         

Silberdistel und Wellensittich-Enzian blühen 2018 im Brockengarten so früh wie noch nie (Fotos: Gunter Karste)

Schon im Mai präsentierte die Brockenanemone ihre Blüten zwei Wochen früher als gewöhnlich. Nun zeigt auch die Silberdistel im Brockengarten ein seltenes Schauspiel. Sie trägt den Spitznamen „Wetterdistel“, weil sie ihre Blüten nicht bei feuchtem, kühlem Wetter öffnet. Und so hat sie es bei normalem Brockenwetter in den vergangenen 28 Jahren sehr häufig vor dem Wintereinbruch nicht mehr geschafft zu erblühen. Der Sommer 2018 war jedoch so außergewöhnlich, dass die Wetterdistel bereits jetzt ihre silbernen Blüten zeigt und damit beweist, dass sie zu Recht „Silberdistel“ heißt.

Auch der im Hochland von Tibet verbreitete Wellensittich-Enzian war diesem Jahr besonders früh dran. Bereits am 20. August öffnete er die ersten Blüten. In normalen Jahren blüht er erst Mitte oder Ende September und ist im Oktober der Letzte, der die Brockengartenbesucher kurz vor Ende der Brockengartensaison mit seinen hellblau und gelb gestreiften Blüten begeistert.

Wer also Wetterdistel und Wellensittich-Enziane blühen sehen möchte, braucht nicht länger warten. Noch bis Mitte Oktober kann der Brockengarten montags bis freitags außer an Feiertagen um 11.30 Uhr und 14 Uhr mit dem Brockengärtner erkundet werden. An den Wochenenden und an Feiertagen ist eine Besichtigung in Kombination mit der Ranger-Führung auf dem Brocken-Rundwanderweg möglich. Diese startet täglich um 12:15 Uhr am südlichen Ende des Brockenbahnhofs. Der Eintritt in den Brockengarten und die Teilnahme an der Rangerführung sind kostenfrei.


Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2018 nimmt Formen an - Aufbau der Ausstellung läuft - Eröffnung am 15. September 2018

Sankt Andreasberg. Noch wenige Tage bleiben Ausstellungskurator Detlef Kiep und seinem Team, um die Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2018 in Rathausscheune, Martinikirche und Atrium der Sankt Andreaskirche in Sankt Andreasberg aufzubauen. Zum 24. Mal präsentieren Nationalpark Harz und die Bergstadt, heute Ortsteil der Stadt Braunlage, eindrucksvolle Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst.

Bereits am 20. August fiel der Startschuss für den Aufbau 2018. Zahlreiche Helfer vom Bergstadtverein in Sankt Andreasberg und vom Nationalpark Harz standen an der Rathausscheune bereit, um die Kunstwerke für die diesjährige NATUR – MENSCH-Ausstellung in Empfang zu nehmen. Viele Künstler waren dafür von weither angereist, um ihre Arbeiten sicher in die Hände der Veranstalter zu übergeben. Sie nutzten dabei gleich die Gelegenheit, sich über den Nationalpark Harz zu informieren und einige touristische Attraktionen anzusteuern.

Der kreative Prozess der Ausstellungskonzeption begann bereits während der 1. Jurysitzung des der Ausstellung vorgelagerten Kunst-Wettbewerbs. Ausstellungskurator Detlef Kiep hatte im Vorfeld also schon einige Vorarbeit geleistet, denn nur mit einem gelungenen Konzept kann aus den vielfältigen Arbeiten aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Installation und Videokunst eine spannende Ausstellung entstehen. Viele Ausstellungs-Details ergeben sich dann aber doch noch direkt aus den Kunstwerken - Größe, Art, Material, Anmutung. Wie wirken die Farben, in welchem Dialog stehen die Arbeiten?

Das Ergebnis kann ab 15. September 2018 besichtigt werden. Um 19 Uhr erfolgt die feierliche Eröffnung mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies in der Sankt Andreasberger Rathausscheune. Im Vorfeld führt Detlef Kiep Künstlerinnen, Künstler und Interessierte durch die Ausstellung. Anschließend können die 62 Kunstwerke bis zum 14. Oktober 2018 besichtigt werden.

Einen Vorgeschmack zur aktuellen Ausstellung gibt es im Kunstbereich der Nationalpark-Webseite (Direktlink: http://t1p.de/natur-mensch-2018 ).

Foto: Zahlreiche Helfer von Bergstadtverein Sankt Andreasberg und Nationalpark Harz packen mit an, um auch die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2018 wieder zu einem eindrucksvollen Kunsterlebnis werden zu lassen, Foto: Cordula Dähne-Torkler.


Von Steinen und Schätzen - Zeitreise durch die Harzgeologie zum Tag des Geotops am 16. September 2018

Torfhaus. Wir begeben uns auf eine kleine Reise durch die Geologie des Harzes. Wie ist der Harz entstanden? Wie alt sind seine Gesteine – wirklich bis zu 500 Millionen Jahre? Was ist der ‚Kreislauf der Gesteine‘ und wie entsteht überhaupt ein Gestein, welche Prozesse sind dafür nötig? Und woraus besteht der Brocken – was ist Granit? Und was ist der wahre Grund für die Höhe des Brockens? Denn die Härte des Granits ist nicht der Grund! Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns auf einer halbtägigen Wanderung am Tag des Geotops am Sonntag, dem 16. September 2018.

In der geologischen Ausstellung im Nationalparkbesucher- und Geoparkinfozentrum TorfHaus gewinnen wir einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Geologie im Harz. Anschließend begeben wir uns ins Gelände, entdecken die ‚Geologie zum Anfassen‘ und erreichen einen Aussichtspunkt mit (hoffentlich) weitem Blick über den Nationalpark Harz. Was können wir von einem Stein lernen? Wie kommt er dort hin, wie wurde er gebildet und was ist seine Besonderheit?

Am Ende der Exkursion werden wir die unbelebte Natur um uns herum schon mit etwas anderen Augen sehen.

Die Wanderung beginnt um 14 Uhr dauert etwa 3,5 Stunden. Start und Ziel ist am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Geführt wird sie von dem Diplom-Geologen Carsten Pohle aus Goslar.

Anmeldung erforderlich unter
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, www.torfhaus.info, post@torfhaus.info, Tel. 05320-331790
Anerkennungsbeiträge
Erwachsene € 10,-; Kinder € 5,-; Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder unter 16 Jahren) € 20,-


Hintergrundinformationen

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land und den Raum Ostfalen. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die über 3.000 Jahre alte Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international ein Gebiet zwischen Goslar und Bad Harzburg am Nordharzrand bekannt, das mit seiner Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von einigen 100 Millionen Jahren gewährt. Geologische Literatur dazu gibt es im Shop des Besucherzentrums.

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

Foto: Die natürlichen Blockhalden im Harz sind Eiszeitrelikte und wichtige Geotope. Foto: Sebastian Berbalk, TorfHaus


Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger des Nationalparks Harz in Ilsenburg

Rund um die Ilse auf geschichtlicher und ökologischer Spurensuche

Ilsenburg. Jüngst trafen sich die Familien der Kinder der Junior-Ranger-Gruppen des Nationalparks Harz zu ihrer diesjährigen Auszeichnungsaktion am Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg. Mit dabei waren Kinder von den Gruppen „Wölfe“ aus Braunlage, von den „Luchsen“ und „Bären“ aus Bad Harzburg und von den „Rehen“ und „Hirschen“ aus Drei Annen Hohne. Eine spannende Kinder-Rallye und eine Exkursion für die Eltern standen auf dem Programm, bevor Nationalparkleiter Andreas Pusch feierlich Urkunden, Jahresplaketten und Ehrenauszeichnungen an die jungen Naturfreunde übergab.

Begleitet von den Gruppenbetreuern Bernd Boy, Raik Fleckstein und Sandra Meckbach-Wolter maßen sich alle teilnehmenden Kinder zunächst bei einer Rallye durch den Ilsenburger Kurpark in der Nähe des Nationalparkhauses. Neben geschichtlicher und ökologischer Spurensuche waren auch jede Menge Spaß und Sport dabei. So wurde beispielsweise die Frage ergründet, was denn wohl ein Rasselbock sei und wo man ihn in unseren Wäldern antreffen kann. Auch die Überquerung der Ilse oder Disc-Golfen am Naturparcours waren lustige Herausforderungen, die alle gut meisterten. Die Eltern starteten währenddessen zu einer kleinen Exkursion mit Ranger Martin Strube auf den Kammerberg. Wieder zurück am Nationalparkhaus stärken sich alle gemeinsam am von den Eltern zur Verfügung gestellten Büfett. An die Siegerehrung schloss sich die eigentliche Auszeichnung an, die von Nationalparkleiter Andreas Pusch vorgenommen wurde.

Eine Urkunde erhielten (nur anwesende Kinder erwähnt): Franz Bergmann, Steven Sachtleben, Kimberly Gottlieb, Sarah Schmidt und Fabrizio Nikolopulos. Mit einer Jahresplakette wurden ausgezeichnet: Angelina Adam und Lena Schönfelder; mit einer Scoutplakette: Pia Feline Damrau, Malou Deparade, Leon Hentschel sowie Celina Nickisch. Über eine Ehrenurkunde und ein Sonderpräsent freuten sich Derya und Meral Hamut sowie Jakob Schart.

Foto: Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger des Nationalparks Harz 2018 (Foto: Nationalpark Harz)

Wie du Junior-Ranger werden kannst und welche Gruppen es im Nationalpark Harz gibt, erfährst du auf www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger  oder unter Telefonnummer 05582/9164-0 im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg.
 


Unterstützung für den Waldwandel - Postler packen im Nationalpark Harz mit an

Braunlage - Brunnenbach. Für einen Tag tauschten elf Mitarbeiter der Deutschen Post AG ihren gewohnten Arbeitsplatz zugunsten eines freiwilligen Arbeitseinsatzes im Nationalpark Harz. Unter fachkundiger Anleitung waren die drei Frauen und acht Männer des gelben Logistikunternehmens in der Nationalparkförsterei Bruchberg tätig, um der Natur unter die Arme zu greifen.

Ausgestattet mit Handsägen und Astscheren sowie festem Schuhwerk traf man sich zeitig morgens in Braunlage am Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, bevor man gemeinsam mit versierten Forstwirten der Nationalparkverwaltung Harz zum Arbeitseinsatz aufbrach. Viel körperliche Arbeit an frischer Luft wartete auf das Team von Postkollegen: Junge Buchen, die später als Samenbäume der nächsten Waldgenerationen dienen werden, wurden von Fichten freigestellt. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und können direkt vor Ort mit den Freiwilligen den Wandel zur Wildnis von morgen nicht nur erklären, sondern auch unterstützen“, stellt Thomas Schwerdt, der Leiter des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle, dar.

 

„Für uns ist das ein „Global Volunteers Day“ – ein Tag, an dem die Post ihre Mitarbeiter unterstützt, wenn sie sich in den Dienst einer sozialen Sache stellen und das in 220 Ländern dieser Welt“, weiß Vertriebsmanager Frank Baumann zu berichten. Baumann, der für die Deutsche Post DHL arbeitet, hatte als gebürtiger Braunlager seine Kontakte genutzt und im eigenen Kollegenkreis zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz in der Nähe seines Wohnortes im Harz aufgerufen.

Mit im Gepäck hatten die Postler auch einen Scheck ihres Arbeitgebers in Höhe von 500,- Euro, der bei der Beschaffung von weiteren Laubbäumen für die kommende Herbstpflanzung helfen wird.

Fotos: Post-Mitarbeiter im Arbeitseinsatz, Fotos: Nationalpark Harz.


Allianz-Umweltstiftung überreicht Förderbescheid für das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Torfhaus. „Das Projekt zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz passt gut zu unserer Stiftung, da wir sowohl Natur und Umwelt als auch den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick haben. Bei dem Projekt ist uns insbesondere die innovative und gewinnende Natur- und Umweltkommunikation und ihre Verknüpfung mit einer qualitativ hochwertigen Bildungsarbeit ein Anliegen. Auch die Fokussierung auf eine vorrangig barrierefreie neue Ausstellungserneuerung kann Modellcharakter übernehmen und so vorbildhaft die Teilhabe Aller ermöglichen“, so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz-Umweltstiftung.

 

 

Nachdem die Allianz-Umweltstiftung bereits 2017 die Förderung der Ausstellungserneuerung im Rahmen des Projektes zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus zugesagt hatte, fand nun jüngst die offizielle Übergabe des Förderbescheides über 100.000,- € an den Nationalparkleiter Andreas Pusch und die Leiterin des Zentrums Heike Albrecht-Fechtler statt.

 

„Für uns ist es eine große Bereicherung, dass die Allianz-Umweltstiftung neben ihrer großzügigen Förderung auch ihre Expertise in die bevorstehenden Ausstellungsplanungen einbringen wird“, freut sich Fr. Albrecht-Fechtler darüber, dass die Allianz-Umweltstiftung das Fördervorhaben aktiv mitgestaltet.

 

Foto: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Mitte: Dr. Lutz Spandau.


Nationalparkhaus Sankt Andreasberg trotz Straßensperrung erreichbar

Sankt Andreasberg. Wegen der Baumaßnahmen zur Erneuerung der Fahrbahn ist die Anfahrt über die Obere Grundstraße und die Untere Grundstraße voraussichtlich bis zum 6. September wegen der Vollsperrung nicht möglich. Besucher des Nationalparkhauses sollten bis dahin am Besucherbergwerk  Grube Samson parken. Von dort aus sind es nur ca. 150 m Fußweg bis zum Nationalparkhaus. Die Zufahrt während der Baustellenphase ist ausgeschildert und erfolgt vom nördlichen Ortseingang aus über die Straßen An der Rolle und Katharina-Neufang-Straße. Die Erreichbarkeit von den Bushaltestellen bzw. zu Fuß aus dem Stadtzentrum ist nicht beeinträchtigt. Auch hier handelt es sich jeweils nur um wenige hundert Meter.

Für die Unterhaltung der K 40  investiert der Landkreis Goslar rund 200.000,- Euro. Für die Zukunft ist damit auch eine gute Erreichbarkeit des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg gewährleistet.

Foto: Thomas Appel (NABU)


Sternmarsch zur Rettung der Rüdigsdorfer Schweiz im Südharz am 29. August 2018

Südharz. Die Menschen im Südharz sind in Mehrheit gegen neue Steinbrüche in ihrer Heimat. Parteiübergreifend treten auch die lokalen Politiker dafür ein. Selbst die Thüringer Landesregierung versprach, sich dafür einzusetzen, dass keine neuen Abbaugebiete östlich der B 4 entstehen. Mit der Bestätigung des Abbaus am Kuhberg zwischen Niedersachswerfen, Harzungen und Rüdigsdorf wird der Willen der Bevölkerung ignoriert und die systematische Zerstörung der einmaligen Gipskarstlandschaft fortgesetzt.
 
Der Abbau beginnt in diesen Tagen. Wie wird es danach weiter gehen? Wenn wir uns nicht wehren, folgen bald weitere Brüche in der Rüdigsdorfer Schweiz: Harzfeld, Winkelberg …
 
Bürger, meldet euch zu Wort! Treten wir gemeinsam auf, für den Erhalt unserer einmaligen Natur- und Kulturlandschaft! Beziehen wir Position gegen neue Gipsabbauflächen im Südharz – für uns und alle kommenden Generationen! Zeigen wir durch unsere Anwesenheit, dass wir keine neuen Steinbrüche wollen!
 
Der Neustädter Kur- und Fremdenverkehrsverein lädt deshalb alle Bürger zur gemeinsamen Sternwanderung zum Kuhberg ein.
 
Wann: Mittwoch, den 29. August 2018 um 18.00 Uhr
Wo: Kuhberg (Gemarkung Niedersachswerfen)

weitere Infos >>>> Hier auf dem Aushang!


Umweltverbände warnen vor Intensivierung der Fichtenwirtschaft in der Stadtforst Goslar – noch mehr Ökonomie ist auch ökonomisch schädlich!

Goslar. Derzeit befindet sich das Gutachten zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung der Stadtforst Goslar“ von Göttinger Forstökonomen in der politischen Beratung. Es plädiert für noch mehr Ökonomie in der Stadtforst Goslar, die jetzt schon das Primat auf die Finanzen legt, so die Goslarer Umweltverbände.

Das Gutachten geht sogar so weit, das Leitbild „Stadtforst 2020“ in Frage zu stellen und versucht auch, der Politik nahezulegen, die wenigen Erfolge mit den zukunftsweisenden Laubholzpflanzungen in der Stadtforst über den Haufen zu werfen, indem es formuliert „Die angestrebte Steigerung der Wertleistung kann durch die Erhöhung des Laubholzanteils nicht bewirkt werden“. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Bemühungen, in die monotonen Fichtenwälder der Goslarer Stadtforst ein wenig mehr Biodiversität zu bringen!

Zwar gibt das neue Gutachten auch Empfehlungen, die zukunftsweisend sind, aber eine noch stärkere Dominanz der Fichte würde nicht nur ökologischen Schaden anrichten, sondern wäre auch in Zeiten des massiven Klimawandels die falsche Zukunftsentscheidung. Fichtenreinbestände ohne Arten- und Strukturvielfalt sind nicht klimastabil, lassen Hochwässer gerade in den steilen Lagen der Stadtforst schnell (zu schnell) ablaufen und sind daher auch ökonomisch letztlich keine kluge Entscheidung. Vielmehr gilt es, die Goslarer Stadtforst so weiterzuentwickeln, dass die im Bundeswaldgesetz vorgeschriebene Gleichwertigkeit von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen hergestellt wird und aktuelle umweltbezogene Entwicklungen aufgegriffen werden.

Der Goslarer Stadtwald ist der größte Stadtwald Niedersachsens. Er gehört zu einem Naturraum mit besonderer Bedeutung für die biologische Vielfalt und die Naherholung. Der Wald darf jedoch auch in Zeiten knappen Geldes nicht nur auf seine ökonomische Komponente reduziert werden, sondern muss, wie es nach § 1 des Niedersächsischen Wald- und Landschaftsgesetzes (NWaldLG) vorgegeben ist, im Hinblick auf alle Funktionen ganzheitlich betrachtet werden. Im Rahmen der internationalen und nationalen Bemühungen, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, kommt den Kommunen als maßgebliche Akteure vor Ort eine wichtige Funktion im Umgang mit Natur und Landschaft zu. „Bei der Bewirtschaftung von Grundflächen der öffentlichen Hand sollen die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden“ (§ 2 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz). Das betrifft auch Boden-, Grundwasser- und Hochwasserschutz. Vor dem Hintergrund des laufenden Klimawandels ist der Goslarer Stadtwald auch als Hochwasser-Schutzwald weiterzuentwickeln – das würde eine verstärkte Fichtenwirtschaft unmöglich machen. In diesem Sinne warnen die Goslarer Umweltverbände die politischen Entscheidungsträger dringend vor Weichenstellungen in die falsche Richtung!

Foto: Fichtenmonokulturen am Rammelsberg und seiner Umgebung auf Waldstandorten, auf denen von Natur aus Buchen wachsen würden. Foto Siegfried Wielert.


Neue Schauvitrine zur Müllverrottung am HohneHof bekommt Anerkennungspreis der Stiftung SUNK
FÖJlerin Chantal Liebisch will Nationalpark-Besucher für das Thema Müll sensibilisieren

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Eine neue Informationstafel mit dazugehöriger Schauvitrine macht seit kurzem die Besucher des Natur-Erlebniszentrums HohneHof auf eine Thematik aufmerksam, die nicht nur den Nationalpark Harz beschäftigt – das Thema „Müll in der Natur“. FÖJlerin Chantal Liebisch hat eine „Müllverrottungssimulation“ entwickelt, um die Spuren oft unbedachter Müllentsorgung in der Natur sichtbar zu machen und für das Thema zu sensibilisieren.

Gerade in den letzten Jahren kommt es zunehmend vor, dass Besucher, die eigentlich den Harz besuchen, um ungestörte Natur zu genießen, mitgebrachten Verpackungsmüll achtlos in der Natur entsorgen. Besonders an Hauptwanderwegen und Rastplätzen bleiben Abfälle wie Flaschen, Alufolie oder Plastikmüll oft einfach unter der Bank oder am Wegesrand liegen. Über tausend Säcke Müll sammeln allein die Nationalpark-Ranger jedes Jahr im Schutzgebiet. Müll in der Landschaft ist dabei nicht nur unschön anzuschauen, er ist auch gefährlich für viele Tiere oder kann sogar Waldbrände verursachen.

Deshalb hat sich Chantal Liebisch, Teilnehmerin im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, dieses brisanten Themas angenommen. Mit ihrem Projekt möchte sie die Nationalpark-Besucher wachrütteln und darüber informieren, wie lange die Spuren ihrer unbedachten Müllentsorgung in der Natur bleiben. Unter naturnahen Bedingungen kann man in der von ihr angelegten Schauvitrine beobachten, wie lange beispielsweise eine Glasflasche im Wald liegen bleibt. Mit dem aktuellen Datum versehen, zeigt die Vitrine, wie schnell verschiedene Abfallarten verrotten und dass Glasflasche, Coladose und Co. auch in einigen Jahren noch genauso unverändert dort liegen werden. Für die Wanderer wäre es nur eine Kleinigkeit, den Verpackungsmüll in seinem Rucksack wieder mit nach Hause zu nehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Natur hat dagegen noch viele Jahre mit dem Müll zu kämpfen.

Bei der Umsetzung ihrer Idee erhielt Chantal Liebisch Unterstützung von den Kollegen der Nationalpark-Werkstatt Drängetal. Damit keine Tiere zu Schaden kommen, ist die Müllsimulation mit einem Drahtgitter gesichert. Beim diesjährigen Umweltpreis 2018 der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) wurde das Projekt mit einem Anerkennungspreis gewürdigt.

Das barrierearm gestaltete Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ebenso wie der nahegelegene Löwenzahn-Entdeckerpfad bietet es Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Der HohneHof ist zudem ein idealer Start- oder Zielpunkt für Wanderungen, Familienausflüge oder Mountainbike-Touren in die sagenhafte Bergwelt des Harzes. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist rund 1 km von Parkplatz und Bahnhof Drei Annen Hohne und mit einem ca. 15-minütigen Spaziergang zu erreichen.

Foto: FÖJlerin Chantal Liebisch will mit ihrer Müllverrottungssimulation die Besucher des Natur-Erlebniszentrums HohneHof auf das Thema Müll in der Natur aufmerksam machen (Foto: Irmtraud Theel)


Mit dem Dampfsonderzug der Harzer Schmalspurbahnen durch den Brockenurwald zur neuen Sonderbriefmarke der Deutschen Post

Wernigerode - Brocken. „Harz – Bergfichtenurwald“ – so lautet der Titel der attraktiven neuen Brocken-Briefmarke, die am gestrigen 9. August von der Deutschen Post gemeinsam mit den Harzer Schmalspurbahnen und dem Nationalpark Harz im Goethesaal auf dem Brocken der Öffentlichkeit übergeben wurde. Zahlreiche Ehrengäste wohnten dieser Briefmarkenvorstellung bei – Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Norbert Rosing, der Fotograf des Briefmarkenmotivs, der aus Kanada angereist war, und sogar der ehemalige Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der es sich als bekennender Philatelist nicht nehmen ließ, der Einladung auf den Brocken zu folgen. Sie waren es denn auch, die gemeinsam mit den Einladenden Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, die ersten druckfrischen Ersttagsbriefe der neuen Briefmarke aus der Hand von Susanne Graul, Deutsche Post AG, entgegennahmen.

Die neue Briefmarke wurde vom Bundesministerium der Finanzen als Sonderpostwertzeichen im Rahmen der Serie „Wildes Deutschland“ herausgegeben. Anlässlich der Erstausgabe richtete das Erlebnis-Briefmarken-Team der Deutschen Post auf dem Brocken eine Sonderpostfiliale ein, in der auch die Sonderbriefmarke, die beiden Sonderstempel sowie die limitierten Sonderbriefumschläge erhältlich waren. Eine Mitfahrt im Sonderzug war auch für alle anderen Interessierten möglich. Diese Gäste erhielten von der HSB ein philatelistisches Präsent – den limitierten Sonderumschlag mit exklusivem Stempel anlässlich "100 Jahre HSB-Dampflokomotive 99 5906" und die Sonderbriefmarke "125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz".

      

Die Rückfahrt vom Brocken erfolgte wiederum mit dem mit einer historischen Lokomotive bespannten Sonderzug. Die Gäste genossen das überwältigende Panorama des Nationalparks Harz sowie den phantastischen Ausblick bis weit ins Vorland und auf die Nationalparkwälder, die sich im Umbruch befinden. Alte Fichten sterben ab, die neuen Bäume folgen jedoch schnell und so bietet der Bergfichtenurwald am Brocken immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Genau das zeigt die neue Briefmarke – der Wald ist im ständigen Wandel und die alten Fichten sind das Keimbett der neuen Waldgeneration in der Kernzone des Nationalparks. Genau dieser Wald ist das verbindende Element von Harzer Schmalspurbahnen und des Nationalparks Harz – und er muss immer wieder aufs Neue erklärt werden, denn ein Nationalparkwald ist kein normaler Wirtschaftswald, sondern entwickelt sich nach den Regeln der Natur. Er ist also immer wieder eine Reise wert – auch mit der Brockenbahn!

Abbildung 1 Foto HSB/Dirk Bahnsen: Mit dem Dampfsonderzug zur Briefmarken-Präsentation auf dem Brocken (v.l.n.r.):

- Dieter Stumm (Deutsche Post)
- Norbert Rosing
- Prof. Dr. Wolfgang Böhmer
- Andreas Pusch (Nationalpark Harz)
- MdB Heike Brehmer
- Stefan Sievert (Deutsche Post)
- Staatssekretär Dr. Sebastian Putz
- Susanne Graul (Deutsche Post)
- Matthias Wagener (Harzer Schmalspurbahnen GmbH)

Abbildung 2 (Deutsche Post AG): Die neue Briefmarke „Harz – Bergfichtenurwald“
Abbildung 3 (Deutsche Post AG): Sonderstempel „Harz – Bergfichtenurwald“
Abbildung 4 (Deutsche Post AG): Sonderstempel „100 Jahre HSB-Dampflokomotive 99 5906“


1.111.111. Gast im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus begrüßt - Familie aus Nordrhein-Westfalen freute sich über Geschenke aus dem Nationalpark Harz 

Alice Peil und ihre Familie staunten nicht schlecht, als sie bei ihrem Besuch im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus von Leiterin Heike Albrecht-Fechtler mit einem Präsent überrascht wurden. Als Gast Nr. 1.111.111 konnte sich die Urlauberin über eine für Wildbienen attraktive Heilziest-Staude, eine Nationalpark-Broschüre, einen TorfHaus-Buff und eine Wanderkarte des Harzes freuen. Familie Peil ist im nordrhein-westfälischen Viersen zu Hause und verbringt gerade einen zwei wöchigen Urlaub in der Nationalpark-Region mit Beherbergung in Langelsheim. „Das ist ja ein toller Einstieg in unseren Wanderurlaub gleich am 1. Ausflugstag“ freute sich Alice Peil über die Aufmerksamkeit und machte sich auch gleich Gedanken über die Platzierung der Bienenpflanze im heimischen Garten.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz ist eine attraktive naturtouristische Einrichtung. Neben den vielen Besonderheiten der sagenumwobenen Bergwildnis des Nationalparks Harz wie den Bergfichtenwäldern oder den ursprünglichen Hochmooren werden auch Managementmaßnahmen des Nationalparks und das Grüne Band in der Ausstellung thematisiert und viele Veranstaltungen für Klein und Groß angeboten.

„Insbesondere der Wandel des Waldes von einem Nutzwald hin zu einer wiederentstehenden Wildnis mit seinem aktuellen Erscheinungsbild interessiert unsere Gäste sehr und wir begeistern viele Menschen für die Wildnisentwicklung und die artenreichen Lebensräume im Nationalpark“, berichtet Heike Albrecht-Fechtler. „Damit der Blick in die Waldwildnis des Nationalparks aber nicht nur theoretisch ist, bietet unser Team zahlreiche thematische Exkursionen und Wanderbegleitungen in die Bergwildnis mit ihren Hochmooren an. Wir freuen uns über Anfragen nach erlebnisorientierten Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen, über fachthematische Veranstaltungen für Fach- und Fortbildungsgruppen bis hin zur Organisation von ganz besonderen Betriebsausflügen“, so Albrecht-Fechtler.

Der Nationalpark Harz und der Trägerverband des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, bestehend aus der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und dem federführenden Betreiber BUND für Umwelt und Naturschutz e.V., planen zudem mit einer innovativen baulichen Erweiterung die Aufenthaltsqualität in der räumlich beengten Einrichtung und somit auch die Standortattraktivität für die Harzgäste zu verbessern.

Foto: Nationalpark Harz


Anpacken für die Wildnis von morgen - Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern im Workcamp des Nationalparks Harz

Braunlage - Wernigerode-Schierke. Die Sonne steht senkrecht am Himmel, das Thermometer ist längst über 30 °C geklettert, und trotzdem lassen sich Giovanna, Diego, Dasha und andere junge Menschen aus aller Welt nicht bremsen: Sie bauen einen Zaun in der Nationalpark-Revierförsterei Schierke ab.

Das Camp mit dem Namen „Wild life in the forest“ wurde organisiert vom Landesverband Sachsen-Anhalt des IJGD, dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst. Angemeldet haben sich insgesamt 15 Jugendliche und junge Erwachsene, die neben dem aktiven Einsatz für die Natur auch den Nationalpark Harz 10 Tage lang kennenlernen möchten. Die Unterbringung erfolgt im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, einer Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Harz mit Übernachtungsbetrieb. Einige der Teilnehmer haben einen weiten Weg hinter sich: Aus Mexiko, China und verschiedenen europäischen Ländern sind sie angereist. Die Gruppe verpflegt sich während ihres Aufenthaltes selbst, aus diesem Grund hat auch das Essen jeden Tag eine andere landestypische Note.

„Der Arbeitseinsatz findet vormittags statt, während der Nachmittage besuchen wir mit den Workcamp-Teilnehmern unterschiedliche Ziele im Nationalpark, um ihnen die Ziele unserer Arbeit zu verdeutlichen und natürlich ein paar Highlights zu zeigen“, erläutert Jugendwaldheimleiter Thomas Schwerdt. Eine Wanderung auf den Brocken mit einem kurzen Blick auf die deutsche Geschichte darf dabei natürlich nicht fehlen.

Besucht werden aber nicht nur die zumeist bekannten Ziele, wie das Luchsgehege oder der Oderteich, auch eine Wanderung mit dem Ranger vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof aus zum „Landmann“ mit seiner Klippenformation aus Granit steht dabei auf dem Programm. Beeindruckt zeigen sich die Teilnehmer besonders von den unterschiedlichsten Waldbildern. „Es ist uns wichtig, dass wir den natürlichen Prozess verdeutlichen, der auf dem Weg zur Wildnis abläuft“, führt Schwerdt weiter aus. So kann unter abgestorbenen Altfichten eine Vielzahl von Laubbäumen ausgemacht werden, der dazu anregt, sich den zukünftigen Wald vorzustellen. „Dann ist der Borkenkäfer für dieses Ziel sogar hilfreich“, fasst Edwin aus Hongkong zusammen. Er hat es verstanden und nimmt, wie die anderen auch, viele Impressionen und Erinnerungen mit nach Hause.

Foto der Gruppe: Thomas Schwerdt


Müllablagerungen im Nationalpark Harz bei Herzberg am Harz häufen sich – Illegales Handeln kann teuer werden – Anzeigen erstattet

Herzberg am Harz. Dass Abfallentsorgung in der freien Natur verboten ist, ist allgemein bekannt. Dennoch gibt es immer wieder dreiste Zeitgenossen, die es versuchen – oft bei Nacht und Nebel. Dennoch sind die Verantwortlichen immer noch zu identifizieren und dann kann es teuer werden – so wie beim jüngsten Fall von Bitumenabfall bei Herzberg-Sieber.

Dass auch Grünschnitt im Wald als Abfall, d.h. entsorgungspflichtiger Müll, eingestuft ist und dass man diesen ebenfalls nicht einfach in der Natur deponieren darf, ist weniger bekannt. Beim sog. Grünmüll fehlt vielen Menschen das Unrechtsbewusstsein und manche glauben, dass Bioabfälle dem Wald nicht schaden. Das ist jedoch ein Irrtum.

 

Es ist nicht nur so, dass diese Grünmüllhaufen unschön aussehen. Einmal abgesehen von der Wildschweinproblematik, die nicht ohne Risiko ist, vergehen oft mehrere Jahre, bis ein nennenswerter biologischer Abbau in solchen Haufen stattfindet. Zudem verdrängen Brennnesseln, Brombeeren und andere Stickstoff liebende Pflanzen an Stellen, wo verstärkt Grünschnitt abgelagert wurde, die natürliche Vegetation. Auch das Bundesamt für Naturschutz warnt daher ausdrücklich vor dieser illegalen Entsorgung, denn Grünschnitt in der Natur ist rechtlich gesehen Müll. Und eine Entsorgung von Gartenabfällen in Feld und Flur ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Durch Fäulnisbildung setzt insbesondere Rasenschnitt den Wurzeln der Bäume zu, Mikroorganismen im Boden schaden dem natürlichen Nährstoffkreislauf und Gartenabfälle können auch Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von nichtheimischen, konkurrenzstarken Pflanzen enthalten. Daher werden auch diese illegalen Grünschnittentsorgungen angezeigt. Derzeit häufen sie sich im Nationalpark-Randbereich von Herzberg-Mühlenberg. Der Nationalpark ist dankbar für sachdienliche Hinweise auf die Verursacher dieser Ablagerungen.

Anliegende Fotos der Bitumen-Müllablagerung bei Herzberg-Sieber und von Grünschnitt bei Herzberg-Mühlenberg, Fotos Nationalpark Harz.


Wahl zum Naturwunder 2018 - auch die Oberharzer Hochmoore stehen zur Wahl!

Auch 2018 findet wieder die Wahl des schönsten Naturwunders durch EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung statt.

Das Thema lautet in diesem Jahr „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“.

Abstimmen (und in diesem Jahr auch gewinnen) kann man unter https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder//  .


Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss - Praktikant aus Mexiko verabschiedet sich nach drei Monaten vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wernigerode – Torfhaus. „Adios, Torfhaus“, so heißt es jetzt für den 21-jährigen Biologiestudenten José Roberto Torres de Lira. Im Rahmen eines Auslandsjahres und gefördert durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst verbrachte der engagierte Mexikaner zunächst zwei Semester an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Anschluss absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum im Bereich der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Harz, das am 31. Juli endet.

Seine Einsatzstelle war das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort begleitete er Schulklassen auf unterschiedlichen Führungen und Exkursionen in die Waldwildnis des Nationalparks und auf den Brocken. Am Infotresen betreute er die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. Eine Hauptfrage war natürlich die nach den vielen toten Altfichten im Bereich Torfhaus und Brocken. Hier konnte er die Auskunft geben, dass sich der Wald in der Kernzone des Nationalparks Harz im Wandel befindet und keinesfalls abstirbt, wie es den Anschein hat. Im Gegenteil – der Waldkreislauf erneuert den Wald recht schnell und schon nach wenigen Jahren zeigt er ein ganz anderes Bild, siehe Fotoanlage. Diese Zeitreihen der Waldentwicklung waren für viele Besucher immer wieder etwas Neues, weil die meisten Menschen nur den heutigen Anblick des Waldes im Kopf haben und nicht die lange Entwicklung sehen. „Der Wald baut sich selbst um – und er wird nach seiner Renaturierung sogar vielfältiger und vor allem klimastabiler sein“ – das konnte der Biologiestudent sehr eindrücklich und anschaulich erläutern.

„Ich habe immer das positive Gefühl genossen, wenn ich das Lächeln der Kinder während eines Umweltbildungs-Spiels sah, oder wenn sich die Augen weit öffneten, weil sie etwas Interessantes und Unbekanntes in der Natur kennenlernten“, so berichtet Roberto Torres über seine neu gewonnenen Erfahrungen. „Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, mein Wissen über Biologie zu nutzen und zu teilen, um die Komplexität und Größe eines Waldökosystems zu erklären“, schwärmt der junge Student.

Ein großer Dank gilt der Commerzbank, die jedes Jahr durch ihr großzügiges Engagement in insgesamt 27 Schutzgebieten Praktikanten fördert, sowie der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e. V. (GFN), die für den administrativen Teil das Praktikums im Nationalpark Harz zuständig ist. Im Nationalpark Harz sind es jährlich vier Einsatzstellen, eine weitere im Naturpark Harz. So haben junge Studenten die Möglichkeit, sich abseits des Unialltags in der Praxis der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung auszuprobieren.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

Fotos: Waldentwicklung am WaldWandelWeg bei Torfhaus und Roberto Torres bei der Umweltbild, Fotos: Nationalpark Harz.


Die Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 in Sankt Andreasberg – Daria Ernst und Dirk Netter

Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter aktiv; er studiert Soziologie und Sozialforschung – eher ungewöhnlich für einen Commerzbank-Praktikanten. Daria Ernst hatte sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn. Sie hat ihr Praktikum bereits abgeschlossen.

Daria Ernst berichtet: „Da in meinem Studienverlauf ein mindestens sechswöchiges Berufspraktikum vorgesehen ist, fing ich gegen Ende des Studiums mit der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz an. Durch eine Kommilitonin habe ich dann vom Umweltpraktikum der Commerzbank erfahren. Die Vorstellung, in einem Schutzgebiet zu arbeiten, hat mir gleich gefallen. Ich wusste zwar, dass mein Praktikum in Richtung Natur- und Umweltschutz gehen soll, hatte bisher aber eher Umweltverbände als mögliche Arbeitgeber im Blick. Die Aussicht auf ein Praktikum mit Praxisbezug im Freien brachte mich dann aber dazu, mich für ein dreimonatiges Umweltpraktikum im Nationalpark Harz zu bewerben. Mit dem Thema Umweltbildung hatte ich im Vorhinein zwar noch keine Berührungspunkte, das stellte sich während des Praktikums aber auch nicht als Problem dar – im Gegenteil! Für mich war die Praktikumszeit eine schöne und lehrreiche Zeit, in der ich sehr viele Eindrücke gesammelt habe. Es hat mir Sicherheit in der Frage nach meinem präferiertem Berufsfeld sowie einer möglichen Masterarbeit gegeben. Ich möchte auf jeden Fall weiterhin im Bereich des Natur- und Umweltschutzes bleiben und hier noch weitere Berufserfahrungen und Qualifikationen sammeln. Sehr gut hat mir auch die Atmosphäre im Nationalpark wie auch in meiner Einsatzstelle im Nationalpark-Bildungszentrum gefallen. Das hier entgegengebrachte Vertrauen und die Freiheit haben dazu geführt, dass es mir sehr leicht fiel, mich in den Bereich der Umweltbildung einzuarbeiten. Außerdem konnte ich immer wieder viele verschiedene Menschen kennen lernen und mich mit ihnen austauschen.“


Kräuterkundliche Wanderung auf den Bergwiesen in Sankt Andreasberg

Dirk Netter hat im Praktikum viele Erfahrungen gemacht, die sein Soziologiestudium bisher nie zu bieten hatte: „Im Rahmen meines Commerzbank-Umweltpraktikums unterstützte ich beispielsweise meine Kollegin Victoria Dietrich auf einer Kräuterexkursion über die Bergwiesen in Sankt Andreasberg. Um Punkt 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Berghotel, wo wir mit unserer Gruppe verabredet waren. Die 17 Erwachsenen, die durch die Einrichtung „Arbeit und Leben Hamburg“ ihren Weg in den Harz gefunden hatten, sollten im Rahmen ihres Bildungsurlaubes nun etwas über die Bergwiesen erfahren. Nach einer knappen Vorstellung ging es erst einmal bergauf zur Jordanshöhe, wo wir den Teilnehmenden die typischen Pflanzen dieser Jahreszeit vorstellten. Der Waldstorchschnabel, der die Wiesen noch bis vor kurzem in ein malerisches Violett getaucht hat, konnte zwar nicht mehr in voller Blüte betrachtet werden – trotzdem bot sich ein reichlicher Bestand an Bärwurz, Schlangenknöterich, Harzer Labkraut und sogar Arnika und Knabenkraut. Neben einigen allgemeinen botanischen Hinweisen gaben wir den Teilnehmern sowohl Informationen über die heilkundliche Anwendung verschiedener Pflanzen sowie deren kulinarischen Wert. Immer wieder nahmen wir uns die Zeit, um Fragen zu beantworten und auch weitere Pflanzen gemeinschaftlich zu bestimmen. Während ich mich hauptsächlich den biologischen und geographischen Fragen widmete, gab Victoria Informationen über den Ursprung der Bergwiesen und warum diese für die Bergleute wichtig waren, wer die Wiesen heute bewirtschaftet und welche Bedeutung sie für den Erhalt der Artenvielfalt haben. Nach etwa einer eineinhalbstündigen Wanderung konnten wir nun einen kurzen Augenblick halt machen und den Blick auf den Brocken genießen, während wir uns in lockerer Runde über den Nationalpark Harz und andere Parks unterhielten, um immer auch wieder auf den Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ zurück zu kommen. Die nächste Station auf unserer Wanderung war die Kräuterspirale im Kurpark – dort wurden beliebte Heilpflanzen wie das Johanniskraut, Baldrian und die Minze vorgestellt. Einigen Teilnehmenden fiel dabei mit Freuden auf, dass selbst die so unbeliebten „Unkräuter“ im eigenen Rasen, wie zum Beispiel Gundermann und Habichtskraut, auch einen Platz in der Kräuterapotheke finden können. Schließlich begaben wir uns auf den Weg zum Nationalparkhaus, wo auf die Gruppe Informationen über den Nationalpark, die Bergbaugeschichte und den NABU warteten. Dieser Tag war eine runde Sache – für die Gruppe, aber auch für uns!“

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com/

Foto:  Daria Ernst bei der Umweltbildungsarbeit am Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne, Foto Nationalpark Harz


Kornblumen und mehr - neue Artenvielfalt am Hellebach in der Ackerflur von Weddingen

Weddingen. In voller Blüte zeigen sich in diesen Tagen Teile des Hellebachs bei Weddingen. Im letzen Jahr noch frühzeitig ackerseitig geschröpft, ist der Bach nun die Heimat vielerlei Insekten, Hummeln und Schmetterlingen. In der weiten Feldflur der einzige Lebensraum dieser Tiere weit und breit. Diese Maßnahme ist ein erster Erfolg der gemeinsamen Initiative von Landkreis Goslar, Gemeindevertretern, Landwirtschaft, Jägerschaft, Angelvereinen und Umweltverbänden, den gesetzlich vorgeschriebenen Biotopverbund im Kreis voranzubringen. Denn nur wenn die vorhandenen und oft gefährdeten Lebensräume in Form einen Verbundes vernetzt werden, haben viele Tiere und Pflanzen eine Chance zu Überleben.

Grundlage siehe hier: https://www.landkreis-goslar.de/index.phtml?sNavID=94.96&La=1

Foto von Rainer Schlicht (Kornblumen) und Detlef Vollheyde (alle anderen Fotos)


Waldentwicklung mit stehenden Totholzbäumen war Schwerpunktthema der Waldführer- und Partnerfortbildung des Nationalparks Harz

Wernigerode – Braunlage. Im Nationalpark Harz befindet sich der Wald auf dem Weg zu neuer Wildnis. Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich, sehen sie doch im Moment vielerorts erst einmal abgestorbene Fichten im Alter von über 60 Jahren – jüngere Bäume sind nicht betroffen. Dennoch ein Anblick, der viele Fragen aufwirft. Die Millionen von nachwachsenden jungen Bäumchen – Fichten, Ebereschen, Weiden, Birken und andere – fallen den Betrachtern auf den ersten Blick leider oft nicht auf. Diese Fragen erreichen auch die Nationalpark-Waldführer bei ihren Führungen oder z.B. die Nationalparkpartner in ihren Beherbergungsbetrieben.

Um die ehrenamtlichen Waldführer und Nationalpark-Partner auf den aktuellsten Stand zu bringen, aber auch noch einmal Grundlagen zu wiederholen, trafen sich jüngst 20 Teilnehmende in Braunlage-Königskrug, um mit der zuständigen Fachbereichsleiterin für die Waldentwicklung des Nationalparks, der Försterin Sabine Bauling, bei einer dreistündigen Veranstaltung das Wissen zu dieser Thematik aufzufrischen. Die Themen reichten dabei von der Geschichte über die Biologie bis zur Artenvielfalt des Waldes.

Bei einer Rundwanderung um Königskrug konnte Frau Bauling alle aktuellen Stadien der Waldentwicklung am Objekt thematisieren und viele Fragen beantworten. Die Bandbreite reichte von entnommenen Fichten über frisch abgestorbene Fichten bis zu bereits wieder mit jungen Bäumen bestandenen Flächen, die die Walddynamik eindrucksvoll widerspiegeln. Dabei wurden auch Fraßbilder des Buchdruckers, des nur wenige Millimeter großen Borkenkäfers, der maßgeblich am Absterben der Fichten beteiligt ist, gezeigt und seine Entwicklungszyklen thematisiert. Dabei waren die vom Nationalpark fotografierten Zeitreihen der Waldentwicklung an verschiedenen Stellen, z.B. am Bruchberg bei Altenau , eine instruktive Hilfe – zeigen sie doch, wie zügig sich der Wald von selbst „repariert“ und in einem dauerhaften Waldkreislauf von der Totholzphase wieder zur Verjüngung übergeht.

Alle Teilnehmer waren sich am Ende einig: Die zunächst ungewohnten Waldbilder sind für einen natürlichen Wald gar nicht ungewöhnlich – sie müssen nur immer wieder erklärt und erläutert werden.

Fotos: Gruppe mit Sabine Bauling (Mitte, mit Hund) im Wald: Foto Meckbach-Wolter, Nationalpark Harz; Zeitreihe der Waldentwicklung am Bruchberg: Fotos Hullen und Nörenberg, Nationalpark Harz.


Es wird brandheiß - starke Waldbrandgefahr im Nationalpark, speziell auch in den Mooren

Wernigerode. Trotz örtlicher Regenschauer am Wochenende ist die Brandgefahr in den Wäldern des Nationalparks – und nicht nur dort – weiter sehr hoch. Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wird sich die Situation weiter verschärfen. Sehr hohe Temperaturen, ungebremste Sonneneinstrahlung und kein Regen in Sicht – das ist eine brisante Mischung.

Trotz der Warnhinweise in allen Medien gibt es immer wieder unvernünftige Zeitgenossen, die meinen, bei größter Trockenheit im Wald grillen oder ein Lagerfeuer anzünden zu können. Deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis auf das Rauchverbot und das Verbot, Feuer zu entfachen. Ebenso sind keine Autos an den Waldeingängen zu parken, weil die heißen Katalysatoren die vertrocknete Vegetation entzünden können.

Brandstiftung ist ein Straftatbestand!

Aber mindestens genauso schwerwiegend sind die Folgen für die Natur. Viele Kleinlebewesen können den Flammen nicht entkommen, ebenso werden wertvolle Pflanzenarten, Moose und Flechten vernichtet. Die große Besonderheit des Hochharzes sind seine Moorflächen – sie sind besonders gefährdet. In vielen Wäldern ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Hochlagen eine dicke Rohhumus- oder Torfschicht ausgebildet. Aufgrund der langen Trockenheit sind diese Bereiche derzeit stark ausgetrocknet. Das Gefährliche an Moorböden ist, dass sich das Feuer tagelang unerkannt unterirdisch „durchfressen“ kann, um dann unvermittelt bei Luftzufuhr an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Gerade die Moore gehören zu unseren wertvollsten Naturräumen – hier würden über viele Jahrzehnte unwiederbringliche Verluste entstehen. Außerdem bergen solche Moorbrände auch Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen.

Diese Dinge sollen sich alle Menschen klarmachen, die den Wald besuchen.

Wir wollen ausdrücklich keine Sperrungen von Waldgebieten, gerade in der Ferienzeit, aber das erfordert das umsichtige Verhalten jedes Einzelnen, damit viele Menschen den Nationalpark Harz erleben können.


Junior-Ranger aus dem Nationalpark Harz erkunden Solling - Stiftung Zukunft Wald sponsert Junior-Ranger-Fahrt

Braunlage - Wernigerode. Die Stiftung Zukunft Wald ist eine Waldstiftung der Niedersächsischen Landesforsten, die unter anderem waldbezogene, pädagogisch wertvolle Umweltbildungsprojekte in Niedersachsen fördert und durchführt. Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, in Zeiten der Naturentfremdung Kinder und Jugendliche wieder raus in die Natur zu bringen, sie für den Wald zu begeistern und zu ermutigen, sich selbst für den Wald einzusetzen.

Diese Ziele passen perfekt zum Junior-Ranger-Programm des Nationalparks Harz. Vorrangiges Ziel ist es auch hier, Kinder und Jugendliche verstärkt für die Natur zu begeistern. Dabei lernen die Teilnehmenden auf aktive, kreative und spielerische Weise die Natur kennen und schätzen. Gleichzeitig soll ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und insbesondere von Großschutzgebieten für eine nachhaltige Entwicklung geschärft und sie selbst sollen so zu deren Mitgestaltung befähigt und aktiviert werden. Der Besuch im Naturpark Solling ermöglichte es den Teilnehmenden, eine andere Art von Schutzgebiet kennen zu lernen und sich mit Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten vertraut zu machen.

Den Auftakt zur viertägigen Junior-Ranger-Fahrt bildete nach der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bad Harzburg nach Silberborn ein angeleitetes Teamklettern im Kletterpark TreeRock. Da die 16 Kinder aus verschiedenen Junior-Ranger-Gruppen im ganzen Nationalpark Harz stammten, war dieser Auftakt perfekt, um als Team zusammenzuwachsen. Mit diesem Spirit ging es die nächsten drei Tage weiter und die Gruppe besuchte den Wildpark Neuhaus, um sich dort intensiv mit Wolf und Wildkatze zu beschäftigen. Auch die Greifvogelschau und ein Treffen mit der Falknerin durften nicht fehlen. So ist das Studium direkt am Objekt sehr einprägsam und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Vor allem die vielen Jungtiere hatten es den Junior-Rangern angetan. Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Unterschied zwischen den Schutzgebietskategorien „Nationalpark“ und „Naturpark“ und die Gruppe traf dazu den ortsansässigen Förster, der sie ein Stück auf ihrer Wanderung begleitete.

Schließlich muss bei einer Bildungsfreizeit auch etwas Erholung dabei sein und so beschloss die Gruppe, das Programm nach einer Wanderung mit einem Besuch im Freizeitsee Uslar-Schönhagen abzurunden. So ganz zu Ende war das Programm dann aber doch noch nicht, denn jeden Abend wurde alles Geschehene auf einer Wandzeitung festgehalten, die nun auch als Dokumentation der Fahrt für die Stiftung Zukunft Wald dient. Wenn man die Wandzeitung studiert, sieht man schnell, wie informativ und vielfältig diese Fahrt war. Die Betreuer freuten sich sehr über den gestärkten Gemeinschaftssinn der Gruppe als Junior-Ranger des Nationalparks Harz und bedankten sich noch einmal bei der Stiftung Zukunft Wald.

Foto: Die Junior-Ranger-Gruppe des Nationalparks Harz mit ihrer Wandzeitung im Solling, Foto: Nationalpark Harz.


Kunstwerke zwischen Natur und Mensch: 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ – 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur werden vom 16. September bis 14. Oktober 2018 in Sankt Andreasberg gezeigt

Wernigerode – Braunlage. Die 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wirft ihre Schatten voraus. 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zeigen.

Eine fachkundige Jury hat aus etwa 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan) die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 24. Mal findet die Ausstellung an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Die Jury setzt sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen: Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Professor der Universität der Künste Berlin, Peter Peinzger – Bildhauer, Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer, Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf, Detlef Kiep – Maler und Grafiker, Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage, Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz, Dr. Andrea Kirzinger – Biologin Nationalpark Harz, Walter Merz - Pastor ev. Martini-Kirche und Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld Natur – Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter, Nationalpark Harz und Stadt Braunlage, auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz als auch für die Wiederanreicherung menschlicher Lebensräume mit „Naturbausteinen“ zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit den Künstlern und die sich daraus entwickelnden Wirkungen der Kunstförderung – denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.

Der Ausstellung wird am 15. September 2018 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 16. September - 14. Oktober 2018 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.

Foto: Der Andreas-Kunstpreisträger des Jahres 2017, Detlef Backhaus, mit seiner Installation "Hängende Weiden".


Neues Faltblatt erklärt Hintergründe des Waldwandels und die Waldbilder dieser Übergangsphase im Nationalpark Harz

Wernigerode. Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen" darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks Harz frei entfalten. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich.

 

Unser neuer Flyer „Wald im Wandel zur neuen Wildnis" erklärt die Hintergrün­de des Waldwandels und warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis bedeuten. Das Faltblatt ist in den Nationalpark-Einrichtungen und zahlreichen Infostellen sowie als Download im Internet unter www.nationalpark-harz.de erhältlich.

 

Der Wald stirbt nicht, er ist im Wandel

 

Im Nationalpark Harz sind in den letzten Jahren neue Waldbilder zu sehen. Die grauen Silhouetten abgestorbener Fichten ragen in den Himmel oder liegen – teilweise wild übereinander – im Gelände oder an den Straßenrändern.

 

Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich. Doch auch wenn aktuell viele tote Bäume zu sehen sind, ist dieser Wald so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Initiiert durch Stürme und ein durch den Klimawandel begünstigtes kleines Insekt – den Borkenkäfer „Buchdrucker“ – entsteht hier neue Wildnis, artenreich und vielseitig.

 

Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten.

 

Tote Bäume neues Leben

 

Weil sie zum Kreislauf von Werden und Vergehen dazugehören, bleiben in großen Teilen des Nationalparks abgestorbene Bäume im Wald. Dieses Totholz bildet eine wichtige Grundlage für die neue Waldwildnis, denn schätzungsweise 20 bis 30 % der im Wald lebenden Arten sind darauf angewiesen.

 

Totholz ist eine wichtige Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Pilze, Insekten und Mikroorganismen. Sie zersetzen das Holz und machen seine Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Viele Totholz-Bewohner sind aktuell gefährdet.

 

Zwischen den liegen gebliebenen Stämmen findet eine neue Generation von Bäumen Schutz vor hungrigen Wildtieren und kann so besser gedeihen. Je nach Höhenlage können auch verschiedene Laubbäume wieder Fuß fassen. Mehr Platz und Licht bieten zahlreichen weiteren Pflanzen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Diese wiederum ziehen Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer an.

 

Die Sämlinge der Fichte wachsen gern direkt auf morschen Stämmen. Diese dienen auch zahlreichen Amphibien, Reptilien und Säugetieren wie der Wildkatze oder dem Luchs als Unterschlupf.

 

Stehendes Totholz bietet ebenfalls vielen Tieren Nahrung und Unterkunft. Die Mopsfledermaus, eine von 18  verschiedenen Fledermausarten im Nationalpark Harz, hat ihre Wochenstuben und Schlafquartiere beispielsweise bevorzugt unter abstehender Borke an noch stehenden, abgestorbenen Bäumen. Auf den Freiflächen geht sie auf Jagd nach Mücken oder Nachtfaltern. Auch der Specht hat im Totholz lebende Insekten zum Fressen gern und zimmert seine Höhlen in die Stämme. Diese Baumhöhlen bieten in den darauffolgenden Jahren noch vielen anderen Tieren einen willkommenen Nistplatz oder dienen als Wohn- und Winterquartier, zum Beispiel für den Sperlingskauz – die kleinste Eulenart in Mitteleuropa.

 

Warum sterben aktuell so viele Fichten?

 

Alle Wälder, die heute im Nationalpark Harz liegen, sind vom Menschen geprägt. Für den Harzer Bergbau und die Reparationshiebe der Nachkriegszeit wurden große Teile der ursprünglichen Waldflächen abgeholzt. Die Wiederaufforstung erfolgte oft mit schnell wachsenden Fichten, die ursprünglich nur oberhalb von rund 700 Höhenmetern wuchsen.

 

Stürme, Schnee- und Eisbruch, Luftverschmutzung oder lange Hitze- und Trockenperioden setzen den Fichten zu. Vorgeschädigte, gestresste Bäume sind leichte Beute für den Buchdrucker. Der kleine Käfer ist nach seinem Fraßbild benannt, das an ein aufgeschlagenes Buch erinnert. Er ist der häufigste Fichten-Borkenkäfer im Nationalpark Harz. 

 

Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde geschwächter Bäume. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baums und bringen ihn zum Absterben. Besonders gern mag der Buchdrucker Fichten, die mindestens 60 Jahre alt sind.

 

Schon seit rund 5000 Jahren entwickeln sich Borkenkäfer gemeinsam mit den natürlichen Fichtenwäldern im Harz und sind Teil des Ökosystems. Besonders in den menschengeprägten, oft strukturarmen ehemaligen Fichtenforsten können sie sich jedoch nach Vorschädigungen massenhaft vermehren und großflächig die alten Bäume befallen.

 

Sicherheit und Naturnähe

 

In großen Teilen des Nationalparks werden Borkenkäfer nicht bekämpft. Sie dürfen der Natur dabei helfen, aus ehemals bewirtschafteten Forsten wieder natürliche, wilde Wälder mit einer Vielfalt an Strukturen entstehen zu lassen. Nur an der Nationalparkgrenze werden Maßnahmen ergriffen, um angrenzende Wirtschaftswälder zu schützen.

 

Im Rahmen der Verkehrssicherung müssen entlang öffentlicher Verkehrswege, an besonderen touristischen Zielen sowie entlang der Schienen der Harzer Schmalspurbahnen tote oder absterbende Bäume konsequent gefällt werden. Ihr Holz wird dabei jedoch ebenfalls im Wald belassen.

 

Damit auch stehendes Totholz für Specht, Fledermaus und Co. zur Verfügung steht, werden manche Bäume in unterschiedlichen Höhen abgeschnitten. Besonders an der Brockenstraße kann man das gut sehen.

 

Der Anblick der verschieden hohen Baumstümpfe erscheint zwar zunächst seltsam – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Naturnähe für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

 

Wo lässt sich der Wandel zur Waldwildnis erleben?

 

Wie schnell die natürliche Waldentwicklung nach einem Borkenkäferbefall vonstattengeht, lässt sich in verschiedenen Stadien im Nationalpark Harz gut beobachten.

 

Entlang der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage, rund um Torfhaus, am Oderteich oder beim Aufstieg auf Achtermannshöhe und Brocken lassen sich aktuell sehr unterschiedliche Waldbilder vom monotonen Forst über gerade zusammenbrechende Waldbereiche bis hin zur beginnenden Waldwildnis entdecken.

 

Weiter fortgeschritten ist die Entwicklung beispielsweise am Quitschenberg, auf dem Bruchberg entlang des Clausthaler Flutgrabens bei Torfhaus oder am Meineberg bei Ilsenburg. Auf lichtliebende krautige Pflanzen folgten hier Birken und Ebereschen, bevor sich je nach Höhenlage Buchen oder wieder Fichten durchsetzen werden. In diesen Bereichen lässt sich schon klar erkennen, dass der vorübergehend scheinbar „tote“ Wald nur ein kurzer Zwischenschritt in der Entwicklung hin zur natürlichen Waldwildnis ist.

 

Wer mehr über die neue Waldwildnis erfahren möchte, kann außerdem unsere Themenpfade erkunden: Der WaldWandelWeg am Schubenstein zeigt auf 180 m bereits heute den „Urwald von morgen“ mit seiner dynamischen Waldentwicklung. Man erreicht ihn auf einem kurzen Spaziergang oder als Teil einer Rundtour mit Startpunkt am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

 

Auf dem Borkenkäferpfad bei Ilsenburg erfahren Sie, wie ein Wald neu entsteht und wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben. Der ca. 3 km lange, teilweise steile Pfad beginnt in der Nähe des Nationalparkhauses im Ilsetal.

 

Fotos: Nationalpark Harz


Studie zur Barrierefreiheit im Nationalpark Harz - Studentin sucht Tester mit Beeinträchtigungen – Erhebung läuft noch bis zum 16. August

Wie barrierefrei ist der Harz? Diese Frage stellt sich Stefanie Müller, Studentin der Hochschule Harz Wernigerode, im Studiengang Tourism and Destination Development. Für eine noch bis zum 16. August 2018 laufende Studie sucht sie deshalb Menschen aus dem Harz und der Umgebung, die vier verschiedene Ziele im Nationalpark Harz auf Barrierefreiheit testen und bewerten. Teilnehmen können Personen mit einer oder mehreren Beeinträchtigungen.
„Von Barrierefreiheit profitieren alle, denn wir alle werden älter oder können nach einem Unfall eingeschränkt sein. Außerdem sind beispielsweise Rampen, ebene Wege oder breitere Türen auch für Familien mit Kinderwagen hilfreich und Ausstellungen, die mehrere Sinne ansprechen, sind oft für alle Besucher spannender", meint Stefanie Müller.
Mithilfe der Studie im Rahmen ihrer Masterarbeit will sie deshalb sowohl die bereits gut nutzbaren Angebote als auch noch bestehende Barrieren während eines Tagesausflugs in vier Besucher-Einrichtungen des Nationalparks Harz aufzeigen und diese vor dem Hintergrund der Inklusion aller Personengruppen in den Tourismus betrachten. Getestet werden das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne, das Haus der Natur in Bad Harzburg, das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg und das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
Dabei geht es nicht nur um die Barrierefreiheit der Einrichtungen selbst, sondern auch um die Informationsbeschaffung im Vorfeld, die An- und Abreise oder auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Region. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von der touristischen Servicekette, die alle Aspekte eines Ausfluges mit einbezieht, nicht nur das Ziel selbst.
Auf Basis der erhobenen Datensätze sollen schließlich Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um das Angebot im Nationalpark Harz noch barrierefreier zu gestalten. „Da wir gerade mehrere Ausstellungen in unseren Häusern überarbeiten, können die Erkenntnisse der Studie noch in die Planungen mit einfließen", freut sich Mandy Gebara, Ansprechpartnerin für Barrierefreiheit im Nationalpark.
Betreut wird die Masterarbeit durch Prof. Dr. Dreyer von der Hochschule Harz und Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz. Die Daten werden durch die mobile Anwendung „ExperienceFellow" für das Smartphone (iOS, Android) erhoben. Teilnehmende Testpersonen sollten eine oder mehrere Beeinträchtigungen haben. Gesucht werden also beispielsweise Rollstuhlnutzer, Sehbehinderte, Hörbeeinträchtigte oder Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.
Die Erhebung findet vom 5. Juli bis zum 16. August 2018 statt. In diesem Zeitraum können Interessierte eine oder mehrere Nationalpark-Einrichtungen testen und ihre Erfahrungen festhalten. Um entsprechende Daten erheben und auswerten zu können, müssen die Teilnehmer dafür die App „ExperienceFellow" kostenfrei auf das Smartphone herunterladen. Für jede Nationalpark-Einrichtung gibt es darin ein eigenes Projekt, welches mit einem separaten QR-Code freigeschaltet wird, der bei Studienleiterin Stefanie Müller erhältlich ist.

weiter hier >>> https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2018/2018_07_11_Studie_Barrierefreiheit /


Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies besucht Nationalpark Harz - Natürliche Waldentwicklung positiv

Altenau-Torfhaus. Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise hat Umweltminister Olaf Lies heute (Donnerstag) den Nationalpark Harz besucht. Gemeinsam mit Vertretern der Nationalparkverwaltung, des BUND und des NABU Niedersachsen sowie Landtagsabgeordneten und regionalen Akteuren besuchte Umweltminister Olaf Lies das Besucherzentrum TorfHaus sowie das Wildkatzenzentrum des NABU in Bad Harzburg. In Altenau-Torfhaus informierte sich Umweltminister Lies über die Entwicklung und die Fortschritte des 2017 beschlossenen Landesprogramms „NWE 10“, das auf zehn Prozent der Landeswaldflächen die natürliche Waldentwicklung vorsieht. Aktuell werden im Harz weitere 2.800 Hektar Nationalparkfläche sukzessive in die Naturdynamikzone entlassen. Entlang der Außengrenze des Nationalparks wird der 500 Meter breite Borkenkäfer-Sicherungsstreifen aufgelöst und die Borkenkäferbekämpfung von den angrenzenden Forstämtern der Landesforsten übernommen.

 

Umweltminister Olaf Lies: „Der Nationalpark Harz ist als Natura 2000-Gebiet von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz. Die Moore und Bergfichtenwälder der Hochlagen tragen ganz wesentlich zu diesem hohen Naturschutzwert bei. In den letzten Jahren sind hier neue Waldbilder entstanden. Aus einem Wirtschaftswald wird ein Naturwald. Fichten-Monokulturen verschwinden, Laubbäume kommen. Stürme und der Borkenkäfer haben diesen von uns gewollten Umwandlungsprozess beschleunigt. Mit dem Projekt „Natürliche Waldentwicklung" leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Davon profitieren viele im Wald beheimatete Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensräume und die genetische Vielfalt und der Nationalpark macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung seines Schutzziels, auf mindestens 75 Prozent seiner Fläche die Natur sich selbst zu überlassen.“

Nationalparkleiter Andreas Pusch ergänzte bei seiner Führung: „Wir können mit der Entwicklung des Harzwaldes zufrieden sein. Dieser Wald ist so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Hier entsteht eine neue Wildnis, artenreich und vielseitig. Viele Pilze, Insekten, Vögel wie der seltene Sperlingskauz und Fledermäuse finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Es handelt sich nicht um ein Waldsterben wie in den Achtziger Jahren, denn unter den abgestorbenen Bäumen wächst der junge Wald wieder heran. Bis 2022 wird die Borkenkäferbekämpfung schrittweise an die angrenzenden Forstämter abgegeben. Dabei unterstützen die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung in der Anfangsphase die Forstämter bei den durchzuführenden Maßnahmen – hierzu wurden bereits zahlreiche Gespräche und Abstimmungen durchgeführt, um auch in Zukunft einem Übergreifen des Borkenkäferbefalls auf den Nationalpark angrenzende Wirtschaftswälder vorzubeugen.“ Aktuell wurde im Bereich zwischen Torfhaus und Stieglitzeck begonnen, diese Planung konkret umzusetzen. Die Borkenkäfer-Bekämpfung wird hier vom Forstamt Clausthal übernommen, während in den anderen Grenzbereichen die Nationalparkverwaltung wie bisher weiter tätig wird. Die weiteren abzugebenden Abschnitte werden jährlich mit den Forstämtern gemeinsam festgelegt.

 

Die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, die BUND-Biologin Heike Albrecht-Fechtler, betonte: „Auch wir werden derzeit oft auf die toten Fichten angesprochen – und können die Sorgen zumeist schnell nehmen. Denn getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten, und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten“, so Albrecht-Fechtler. Die Aufgabe, Gäste für Natur und Umwelt zu sensibilisieren, sieht Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender des BUND, als wesentlich an: „Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine von 12 BUND-Einrichtungen in Niedersachsen, in denen wir Besucher über Bildungsangebote, Vorträge, geführte Wanderungen und vieles mehr an die Natur heranführen“. Und zwar erfolgreich, wie die Zahlen belegen: Mit mittlerweile rund 1,1 Mio. Besuchern und mehr als 100.000 jährlichen Gästen gehört das Zentrum zu den besucherstärksten Einrichtungen im Oberharz und soll daher bald ausgebaut werden -  die Landesregierung unterstützt die Arrondierung des Hauses finanziell aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit einer Kofinanzierung für Kommunen über die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld aus dem Südniedersachsenprogramm. „Angesichts der erfolgreichen Arbeit des Zentrums und der zahlreichen Herausforderungen, die Wildnisentwicklung im Schutzgebiet den Besucherinnen und Besuchern nahezubringen, ist unsere Unterstützung eine gute Investition in die Zukunft des Harzes“, so Minister Lies.

 

Die vielfältigen und seltenen Naturräume sowie die speziellen Lebensbedingungen im Nationalpark Harz und der umgebenden Mittelgebirgs- und Harzvorland-Landschaft waren schon immer ein Rückzugsraum für die Wildkatze. „In anderen Regionen ist die Rückkehr des faszinierenden Raubsäugers, welcher stellvertretend für naturnahe Waldlebensräume steht, ein Paradebeispiel für die Problematiken der Zerschneidung der Landschaft durch Infrastrukturmaßnahmen. Aber sie zeigt auch, wie sich Naturschutzmaßnahmen positiv auf gefährdete Tierarten auswirken können“, berichtet Inez Schierenberg, Landesgeschäftsführerin des NABU Niedersachsen bei der Besichtigung des NABU-Wildkatzenzentrums in Bad Harzburg. Das NABU-Wildkatzenzentrum öffnete erst Ende des vergangenen Jahres seine Pforten. Über die Aussichtsplattform des Informationszentrums kann man vier scheue Tiere und weitere Bewohner wie Waschbären und Ziegen beobachten. Zusammen mit einem angrenzenden Wildkatzenlehrpfad von BUND und NABU sowie einer geplanten interaktiven Ausstellung des NABU soll das bestehende Angebot ausgebaut werden. Bereits kurz nach der Eröffnung am 28. Oktober stellte ein Herbststurm die Betreiber vor Herausforderungen: Orkantief „Herwart“ entwurzelte zahlreiche Bäume, die auch das Wildkatzengehege in Mitleidenschaft zogen. Die Wildkatzen blieben unversehrt, flohen nicht aus ihren zerstörten Gehegen und das Zentrum konnte innerhalb von sechs Wochen wieder instandgesetzt werden. Vorübergehend verbrachten die tierischen Bewohner die Zeit in umliegenden Tierparks. Im Januar erfolgte öffentlichkeitswirksam die Namensfindung der Wildkatzen. Erst eine der Katzen hatte bereits vorher einen Namen: Clarence – wegen ihres Augenfehlers benannt nach dem schielenden Löwen aus dem gleichnamigen Spielfilm – mittlerweile Mutter der ersten Jungtieren des Geheges. Während der ersten Woche nach Eröffnung des Geheges kamen fast 1.000 Besucher*innen, bis Mitte Juni 2018 haben insgesamt 13.870 Menschen das Wildkatzengehege besucht.

 

Verteilt für: Niedersächsisches Umweltministerium


Geschichte erleben – neue Dauerausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus eröffnet

Wernigerode - Brocken. Am vergangenen Sonnabend wurde im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus – hoch oben auf dem Brocken – die neue Dauerausstellung „Geschichte erleben“ feierlich eingeweiht. Sachen-Anhalts Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert durchschnitten gemeinsam das rote Band und gaben die neue Ausstellung für die Öffentlichkeit frei. Sie wurde vom sog. Mauerfonds, dem Deutschen Fonds für die ostdeutschen Länder und Berlin, finanziert.

Der neue Ausstellungsteil des Brockenhauses beschäftigt sich thematisch mit der Deutschen Teilung und der geheimdienstlichen Vergangenheit der ehemaligen Stasi-Abhörzentrale „Urian“ auf dem Brocken. „Die multimediale Herangehensweise an dieses Thema bietet für Alt und Jung bisher nie gesehene Einblicke in dieses dunkle Kapitel der Brockengeschichte“, freute sich Christoph Lampert, der Geschäftsführer der Brockenhaus GmbH. Nach achtzehn Jahren Brockenhaus kommt diesem neuen Ausstellungsteil – mit über einem Drittel der Gesamtausstellungsfläche – die Bedeutung zu, die dieses Thema verdient hat.

    

Einen wesentlichen Beitrag zu dieser innovativen Inszenierung hat die ausführende Firma 235 Media aus Köln geleistet, die in einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb den Zuschlag für die Realisierung bekommen hatte. Wenn im kommenden Jahr auch die erste Etage – mit dem neuen Ausstellungsteil „Natura 2000/Nationalpark Harz“ – neu gestaltet wird, wird das Brockenhaus eines der modernsten Ausstellungshäuser der europäischen Nationalparke sein – und das einzige in einem ehemaligen Geheimdienstgebäude. „Dann ist nach achtzehn Jahren auch das Anliegen des Nationalparks endlich wieder zeitgemäß aufbereitet und für die ganze Familie spannend erlebbar präsentiert“, zeigte sich Nationalparkleiter Andreas Pusch bei der Eröffnung begeistert.

Fotos: Bantle, Nationalpark Harz


Vortrag und Fledermaus-Exkursion im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Am Mittwoch, den 11. Juli findet der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent Wolfgang Rackow ist Fledermaus-Regionalbetreuer und Fledermausexperte des NABU Osterode. Er befasst sich seit mehr als 30 Jahren mit den fliegenden Säugetieren, so Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

 

https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohren_Karl_Heinz_Bickmeier.jpg  https://www.nabu.de/downloads/fotos/fledermaus/Mausohr_fliegend_Eberhard_Menz.jpg

 

Im bildreichen Vortrag berichtet er über die Biologie der Fledermäuse und stellt speziell die im Harz vorkommenden Arten vor. Auch die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen sind Thema des Vortrages.

Gäste können ohne Anmeldung spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

 

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 21:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu wird eine Anmeldung erbeten unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

 

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

 

Fotos:

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Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 rund um Braunlage, Torfhaus und den Brocken aktiv in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Braunlage - Torfhaus - Wernigerode. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

 

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

 

Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Roberto Torres aktiv; er stammt aus Mexiko und studiert Biologie an der Universität Göttingen. Elisabeth Koc unterstützt die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof – sie befindet sich im Masterstudium Biologie an der TU München. Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter beschäftigt – sein Studienfach ist Soziologie und Sozialforschung. Daria Ernst hat sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn.

 

Wir haben zwei der vier Praktikanten interviewt. Elisabeth Koc berichtet: „Gerade die Arbeit mit Kindern finde ich unheimlich erfüllend. Ich hatte eine Führung mit einer 2. Klasse, in der ein Junge war, der sonst als „Rabauke“ bekannt war. Dieser Junge wich mir nicht von der Seite und war sehr wissbegierig. Nachdem ich mich mit ihm länger unterhalten hatte, stellte sich heraus, dass er noch nie im Wald war. Zum Abschied drückte er mich und bedankte sich für den schönen Tag.“

 

Roberto Torres spricht – auch aufgrund seines Studiums an der Universität Göttingen – so gut Deutsch, dass ihm die Umweltbildungsarbeit gut von den Lippen geht. Natur kennt keine Grenzen – so ist es auch bei der ökologischen Bildung. Sein Zwischenfazit lautet: „Als Praktikant im Besucherzentrum TorfHaus kann man viele Erfahrungen sammeln, da es eine intensive und ständige Teilnahme an der Umweltbildung von Schulgruppen gibt. Dies gibt mir die Möglichkeit, etwas über das Unterrichten von Kindern zu lernen und, was noch wichtiger ist, ein Teil der Umweltförderung einer neuen Generation von Menschen zu sein, die die Umwelt wirklich schützen wollen. Es gehört zu meiner Arbeit, Besucher im Park zu empfangen, tägliche Fragen über die schönsten und aufregendsten Routen des Schutzgebiets zu beantworten und die Sorge so vieler Menschen um den "bösen" Borkenkäfer zu zerstreuen und zu erklären, dass unsere Wälder nicht sterben, sondern sich selbst und ganz neu entwickeln.“

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

 

Foto:  Elisabeth Koc bei der Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Foto Irmtraud Theel


Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“, Band 2

Gernrode. Mit seinem zweiten Band „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ knüpft Autor Bernd Sternal an den erfolgreichen ersten Band an. Erneut stellt er Menschen vor, die in der Harzregion ihren Geburtsort oder diese zu ihrer Heimat erkoren haben und Außergewöhnliches leisteten oder in die Geschichtsbücher eingingen. Einige der Persönlichkeiten werden dem Namen nach bekannt sein, von andern werden viele Leser wohl erstmals mit Harzbezug hören: Earl Christian Agthe, Luise Aston, Eulalia Therese Merx, Ernst und Hans Röver, Dietrich Wilde, Julius Barheine, Johann Christian Ruberg, Friedrich Schell, Caroline Bardua, Benno von Meißen, Polykarp Kusch, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, Theodor Heinrich Wilhelm von Lerche, Papst Clemens II., Martin Bormann, Gustav Adolf Dippe, Friedrich Heine, Henning Calvör, Christian von Braunschweig, Justus Jonas der Ältere, August Ephraim Kramer und Johann Karl Ehrenfried Kegel.

 

Die Buchreihe, die auf Bernd Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle zurückzuführen ist, wird Anfang 2019 mit einem dritten Band fortgesetzt.

 

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 172 Seiten und ist mit 16 farbigen sowie 66 Schwarz-Weiß-Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat den Band der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7528-7791-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de, und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.


„Keiner kommt durch“ - Ehemaliger DDR-Grenzer stellt im Juli in Schierke sein Buch vor und führt zum Brocken

„Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer“ erschien bereits in der 4. Auflage beim Aufbau-Verlag Berlin. In dem spannend zu lesenden Buch berichtet der Autor Dietmar Schultke u.a. über seinen Einsatz als Hundeführer in den Jahren 1987/88 am Brocken im heutigen Nationalpark Harz.

 

Mit einem Lichtbildervortrag stellt er im alten Rathaus Schierke am 25. Juli 2018 von 17 -18 Uhr sein Buch vor. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

 

Am 15. Juli, 17. Juli, 19. Juli, 21. Juli, 22. Juli, 24. Juli, 26. Juli, 28. Juli und 29. Juli 2018 führt Dietmar Schultke öffentliche Wanderungen zum Brocken durch, auf denen er seine Erlebnisse authentisch berichten wird. Start ist in Schierke an der Tourist-Information um 9.30 Uhr. Es wird ein Unkostenbeitrag von 5,- Euro erhoben, Kinder bis 12 Jahre 3,- Euro.

 

Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken

 

Dietmar Schultke ist Autor und DDR-Zeitzeuge zur Geschichte der Deutschen Teilung mit Schwerpunkt Harz. Als 19-jähriger erhielt Schultke den Einberufungsbefehl an den Eisernen Vorhang, doch sein sehnlichster Wunsch war die Überwindung der einst sichersten Grenze der Welt. Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr unterhielt Schultke eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Sie lud ihn in den Sommerferien in die USA ein, doch laut DDR-Reisegesetz war das verboten. Erst mit Erlangung des Rentenalters hätte Schultke reisen dürfen.

 

Auf seinen Wanderungen erzählt Schultke von seinen Erlebnissen als Grundwehrdienst-Soldat am Brocken. Er berichtet auch vom engen Kontakt zu seiner Grenzerhündin Nena vom Brockenblick und dem harten Alltag innerhalb des Grenzregimes – jeder zehnte Grenzer war ein IM. Ganz nach oben auf die Brockenkuppe durfte er nicht, davor stand die Brockenmauer, hinter der Mauer waren die Rote Armee und die Stasi.

 

Niemandem konnte Schultke von seiner Freundin in New York erzählen. Sollte er in seiner Grenzerzeit eine Fluchtchance erhalten? Antwort darauf geben seine Veranstaltungen, die spannend zu werden versprechen.

 

Weitere Informationen zum Autor: http://dietmar-schultke.com

 

Foto: historisches Foto von Dietmar Schultke im Dienst auf dem Brocken mit Hund Nena


Wie viele Luchse gibt es im Harz? Auswertung von Fotofallenbildern aus dem nordöstlichen Teil des Mittelgebirges liegt vor

Wernigerode. Im Winter 2014/2015 fand erstmals im Harz eine systematische Fotofallen-Untersuchung statt, um der Zahl der Luchse in diesem Mittelgebirge auf die Spur zu kommen. Nach vergleichbaren Studien im westlichen und mittleren Teil des Gebirges nahm die Nationalparkverwaltung nun auch den Nordosten des Harzes zwischen Wernigerode und Mansfeld unter die Lupe. Auf einer Fläche von 780 Quadratkilometern standen zwischen August und Dezember 2017 an 60 Standorten 120 Kameras und nahmen automatisch insgesamt 8.131 Fotos vorbeilaufender Tiere auf. Dabei entstanden auch 455 Bilder von Luchsen, deren Auswertung nun abgeschlossen werden konnte.

Anhand der typischen Fleckenzeichnung war es möglich, die Tiere voneinander zu unterscheiden. Demnach passierten 23 ausgewachsene (selbständige) Luchsindividuen die Kamerastandorte, darunter auch sechs Luchsweibchen mit zusammen 13 Jungtieren.

Demnach leben im untersuchten Gebiet des Harzes pro 100 Quadratkilometer Fläche 2,9 selbständige Luchse. Zählt man auch den Nachwuchs mit, sind es auf derselben Fläche sogar 4,6 Tiere. Dabei handelt es sich um den höchsten Dichtewert, der in den drei Harzer Untersuchungsgebieten bislang ermittelt werden konnte.

Die Nationalparkverwaltung Harz schätzt anhand der nun vorliegenden Daten, dass etwa 55 selbständige und 35 Jungluchse, insgesamt also 90 Luchse, in dem 2.200 Quadratkilometer großen Mittelgebirge leben.

Mit 756 Aufnahmen ist übrigens auch die Zahl der im Nordostharz entstandenen Wildkatzenfotos deutlich höher als bei den vorherigen Untersuchungen.

Fotos, Quelle: Nationalpark Harz


Haus der Natur wird zum HarzWaldHaus - Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies übergab Fördermittelbescheid zum Umbau des Hauses in Bad Harzburg

Bad Harzburg. Im Rahmen der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“ hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies heute (Mittwoch) einen Förderbescheid für das neue HarzWaldHaus in Höhe von 623.000 Euro übergeben. Unter neuem Namen soll im bisherigen Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg die seit 2002 bestehende Ausstellung erneuert werden. Neben der Neugestaltung der Ausstellung erwartet die künftigen Besucher ein attraktiver Außenbereich mit zeitgemäßer Besucherlenkung. Das neu konzipierte HarzWaldHaus soll der zentrale Anlaufpunkt inmitten einer vielfältigen Umweltbildungslandschaft werden. Zusammen mit weiteren attraktiven Einrichtungen wie dem Luchsgehege, dem Baumwipfelpfad oder dem Wildkatzenpfad erweitert sich der Kreis von abwechslungsreichen Angeboten rund um die Stadt Bad Harzburg.

Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies übergab den Förderbescheid persönlich. Vor Ort betonte er: „Es gibt einen Bildungsauftrag für unsere Großschutzgebiete. Wir müssen die Idee des Nationalparks Harz den Menschen vermitteln. Informationshäuser wie das HarzWaldHaus bieten dazu eine gute Gelegenheit.“ Insgesamt fördert das Umweltministerium im Rahmen der Richtlinie „Landschaftswerte“ in diesem Jahr landesweit 41 Projekte mit mehr als 11 Millionen Euro.

Die Kooperationspartner Nationalpark Harz und Niedersächsische Landesforsten stellen in diesem Haus ihre Strategie des gemeinsamen nachhaltigen Handelns im Harz vor. Dabei ist den beiden Partnern wichtig, anschaulich über die vielfältigen Funktionen von Naturschutz, die nachhaltige Nutzung des regional bedeutenden Rohstoffs Holz und die touristische Bedeutung des Harzes als Tourismusregion zu informieren.

Das Projekt „Feinkonzept und Umsetzung einer Ausstellung im HarzWaldHaus“ steht nunmehr kurz vor der Umsetzung.

Die von der Nationalparkverwaltung Harz beantragte Zuwendung von 623.000 € kommt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen aus der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“, die der Aufwertung des niedersächsischen Natur- und Kulturerbes und der Sicherung der Biologischen Vielfalt dient. Das Vorhaben soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Insbesondere werden Kinder und Jugendliche durch die Ausstellungsgestaltung und die Gesamtangebotspalette am HarzWaldHaus angesprochen: Junior-Ranger, Schulklassen des Regionalen Umweltbildungszentrums und des örtlichen Waldpädagogikzentrums. Die Ausstellung soll soweit als möglich barrierefrei gestaltet werden. Da sehr viele Schulklassen das Haus besuchen, sind Inklusion und Integration von großer Bedeutung.

Im Rahmen der Ausstellungs-Idee soll unter anderem ein elektronischer "Media-Guide" eingebunden werden, der speziell für die Anforderungen der Barrierefreiheit entwickelt wurde. So ist die interaktive Darstellung der Spielinhalte z.B. in verschiedenen Sprachen, für Menschen mit Sehschwächen und in leichter Sprache möglich, ohne die in den Ausstellungsräumen dargebotenen Inhalte mit einem Übermaß an individuell optimierten Texten zu belasten.

Neben der Ausstellung wird auch der Außenbereich mit Hausfassade und Besucherlenkung im Umfeld im Hinblick auf eine bessere Wahrnehmung der Einrichtung optimiert.

Hintergrund
Das heutige „Haus der Natur“ in Bad Harzburg kann bereits auf eine lange Geschichte als naturkundlicher Ausstellungsort zurück blicken. Seit den späten 1950er Jahren waren dort Teile einer umfangreichen und bundesweit einmaligen Privatsammlung von Tierpräparaten zu besichtigen. In den 1970er Jahren wurde dann an gleicher Stelle die Ausstellung „Wald und Wild im Naturpark Harz“ eingerichtet – verantwortlich zeichneten die Kurbetriebsgesellschaft Bad Harzburg als Eigentümer und die Niedersächsische Landesforstverwaltung für die Inhalte. Bereits kurz nach seiner Gründung 1994 beteiligte sich der Nationalpark Harz an der Erneuerung der Ausstellung und richtete hier 1995 eine Informationsstelle ein. Seit der Neukonzeptionierung der Ausstellung und deren Eröffnung 2002 wurde das Haus von einer Trägergemeinschaft aus Nationalpark Harz, Niedersächsischen Landesforsten und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Niedersachsen, betrieben. Seit dem 15.7.2015 besteht die Trägergemeinschaft nur noch aus Niedersächsischen Landesforsten und Nationalpark Harz. Beide Einrichtungen wollen das Haus auch in Zukunft gemeinsam führen und haben zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die Immobilie gehört der Stadt Bad Harzburg. Da auch die vorhandene Ausstellung inzwischen zu großen Teilen wieder „in die Jahre gekommen ist“ und es darüber hinaus im direkten Umfeld des Hauses in jüngster Zeit erhebliche Umgestaltungen und Angebotserweiterungen gegeben hat, ist eine Neuausrichtung und Aktualisierung dringend erforderlich.

Der Standort ist für ein Ausstellungshaus mit Umweltbildungs- und Naturerlebnisangeboten rund um das Thema Harznatur optimal. In unmittelbarer Nähe zum Wald gelegen, befindet sich das Haus in Bad Harzburg, einem der nördlichen Tore in den Harz, direkt an der B 4 und trotzdem im ruhigen und grünen Harzburger Kurparkbereich. Im gleichen Gebäude sind eine Rangerstation der Nationalparkwacht und das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) des Nationalparks untergebracht. Direkt angrenzend befinden sich die Burgberg-Seilbahnstation, gute Parkmöglichkeiten und direkte Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel. Weitere Attraktionen mit Naturbezug sind der im Mai 2015 neu eröffnete Baumwipfelpfad, der ebenfalls neu eröffnete Baumwurzelpfad, das Luchsgehege an den Rabenklippen sowie der Wildkatzenerlebnispfad. Des Weiteren gibt es einen Märchenwald und einen Hochseilgarten. Im Eingangsbereich befindet sich ein Kinderspielplatz – Bänke und Tische laden zum Verweilen ein. Das Haus ist Startpunkt für geführte Wanderungen und zahlreiche Umweltbildungsaktionen. Auch die Fußgängerzone mit vielen touristisch und gastronomisch interessanten Anlaufpunkten ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, genau wie die Wälder des Nationalparks und der Landesforsten.

Die Besucherzahlen lagen in den letzten Jahren konstant bei ca. 21.000 pro Jahr. 2016 war eine deutliche Steigerung der Besuchszahlen zu verzeichnen (26.970), was sicherlich auf das erhöhte Besucheraufkommen am Baumwipfelpfad zurückzuführen ist.

Die Umbenennung in HarzWaldHaus war u.a. das Ergebnis einer von den Niedersächsischen Landesforsten finanzierten Studie und des in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten neuen Grobkonzepts für das Haus.


Einfälle statt Abfälle - FÖJlerinnen organisieren Upcycling-Workshop mit den Junior-Rangern

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Nicht nur im Rahmen der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion ist Upcycling gerade voll im Trend. Dabei werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe mit ein wenig Fantasie zu neuwertigen Produkten umfunktioniert. So widmeten sich die Junior-Ranger des Nationalparks Harz in einem Wochenendworkshop dem Thema Müll, seinen Gefahren und Folgen für die Umwelt und den Möglichkeiten, aktiv etwas dagegen zu tun. Geleitet wurde der Workshop von Pia und Lisanne. Beide absolvieren gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Die Ergebnisse stellte die Gruppe im Rahmen des Geocaching-Müllsammelevents zu Walpurgis und beim Naturschutztag des Harzklubs im Mai einer breiten Öffentlichkeit vor.

Pia und Lisanne absolvieren zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Pia ist dabei im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Einsatz, Lisanne unterstützt das Bildungszentrum im selben Haus. Die beiden organisierten den Workshop für die Junior-Ranger zum Thema „Müll und Upcycling“. Ein ganzes Wochenende lang ging es mit acht Junior-Rangern und drei weiteren Freiwilligen ins Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle.

Der Workshop startete am Samstagmorgen. Nach einer kurzen Hausführung und dem Beziehen der Zimmer sammelte die Gruppe zunächst Ideen, Gedanken und Anregungen rund um die Problematik Plastikmüll. Nach einem kalten „Mittagsmampf“ und verdienter Mittagspause ging es weiter mit einer Leserecherche zu Folgen und Gefahren von Plastikmüll im allgemeinen und den Müll in unseren Meeren im speziellen. Daraus entstanden im Anschluss spannende Infoplakate.

Am späteren Nachmittag widmete sich die Gruppe dann dem Hauptthema des Wochenendes, dem Upcycling - eine Form der Wiederverwertung. Es funktioniert ähnlich wie das Recyceln, jedoch kommt es hierbei zu einer stofflichen Aufwertung, das heißt, die Dinge werden cooler, schicker und moderner gemacht. Einfach gesagt: aus altem Schrott baut man etwas Neues. Und genau das haben die Kids auch geschafft! Mit zuvor gesammelten Materialien legten sie los. Aus alten Tastaturen, Büchern, Gabeln oder Milchkartons wurden Zeitungständer, Handtaschen, Schlüsselboards, Portemonnaies und vieles mehr. Nach einem anstrengenden Tag klang der Abend gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Am Sonntagmorgen hatten die vier Jungs und vier Mädels noch einmal Zeit, sich ihren Plakaten zu widmen und diese fertig zu stellen. Nach einer kleinen Pause ging es mit den Upcycling-Projekten weiter. Nach Mittagessen, Abschlussrunde und einer großen Aufräum- und Putzaktion ging das Wochenende mit ein paar Spielen zu Ende.

Foto: Hermann Zawadski


Rot- und Schwarzmilan im Fokus 

Aktuell ist im Foyer der Nationalparkverwaltung in Wernigerode eine kleine Wanderausstellung zu Gast. Auf informativen Aufstellern stellt das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz die Greifvögel Rot- und Schwarzmilan und ihre Lebensräume vor. Interessierte Gäste können die Ausstellung noch rund zwei Wochen montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr in der Lindenallee 35 in Wernigerode besuchen.

Foto von Mandy Gebara


Der Oderteich – eine historische Talsperre
Erlebnisführung zum UNESCO-Welterbetag am 3. Juni 2018

Auf einer Erlebniswanderung mit einem Nationalpark-Ranger und einem Welterbe-Guide können Interessierte am 3. Juni 2018 die Natur und Geschichte rund um die einstmals größte Talsperre Deutschlands kennenlernen. Mitten im Nationalpark Harz gelegen, ist der Oderteich heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Oberharzer Wasserwirtschaft“. An seinen Ufern wachsen einige der ältesten Fichten des Naturschutzgebiets. Auch den fleischfressenden Sonnentau oder die quirlige Gebirgsstelze kann man hier mit etwas Glück entdecken.

Die 3 - 4 stündige Wanderung startet um 10 Uhr am Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 05320 269. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die rund 10 km lange Tour hat kaum nennenswerte Steigungen, verläuft aber teilweise auf schmalen Bohlenstegen und Wurzelpfaden, so dass an einigen Stellen eine gewisse Trittsicherheit erforderlich ist. Für Kinderwagen und kleine Kinder ist die Tour deshalb nicht geeignet.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Nationalpark Harz und der Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Information zum Welterbetag unter www.welterbeimharz.de .

Anl. Foto von Christian Wiesel


Bergwiesen-Exkursion am 9.6.2018 ab 10 Uhr in Sankt Andreasberg

Sankt Andreasberg. Am Vortag des Sankt Andreasberger Wiesenblütenfestes nimmt Sie Dr. Hans-Ulrich Kison mit auf eine Exkursion über die Bergwiesen des Ortes.
Dabei lernen die Teilnehmer u.a. die typischen Pflanzen dieses besonderen Lebensraumes kennen. Wir starten um 10 Uhr am Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Im Anschluss bietet sich ein Besuch unserer interaktiven Ausstellung und im Erlebniskino an. Starten Sie mit Ihren Kindern in die Haus-Ralley und ergründen Sie im neuen „FledermausReich“ die Geheimnisse der kleinen Jäger der Nacht.
Im Café können Sie bei einer kleinen Erfrischung in zahlreichen Natur-Büchern schmökern.

Die Veranstaltung dauert rund 2 - 3 Stunden. Der Eintritt ist frei. Über Ihre Spende zur Unterstützung des Nationalparkhauses freuen wir uns jedoch sehr.

Foto von Walter Wimmer


Tag „de Luchs“ - Luchs-Vortrag am 30.5.2018, 10 bis 11:30 Uhr

Lust auf Luchse? Widmen Sie sich an diesen Tag doch einmal ganz intensiv den größten europäischen Katzen. Einen umfassenden Einstieg in das Thema bekommen Sie bei unserem Luchs-Vortrag. Unser Nationalpark-Ranger berichtet dabei ausführlich über aktuelle Forschungsergebnisse und das Leben der Harzer Luchse.
 
Der Vortrag beginnt um 10 Uhr im Seminarraum am Haus der Natur in Bad Harzburg und dauert rund 1,5 Stunden. Bitte melden Sie sich vorher unter Tel. 05322 784337 an. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 Gäste begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über eine Spende für die Bildungsarbeit des Nationalparks freuen wir uns.
 
Kombination mit weiteren Nationalparkangeboten
 
Für einen kompletten Tag „de Luchs“ empfehlen wir im Anschluss einen Besuch im Haus der Natur (Eintritt nicht inklusive). In der interaktiven Walderlebnisausstellung auf 400 Quadratmetern gibt es spannende und unterhaltsame Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt des Harzes und die Luchs-Information Harz. Besonders für Kinder gibt es viele Stationen zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen. Attraktion des Hauses ist Deutschlands größtes Formicarium.
 
Anschließend lohnt sich die Wanderung zum Luchsgehege an der Rabenklippe. Dort können Sie die Harzer Luchse live erleben. Mittwochs und samstags ist immer um 14:30 Uhr Fütterungszeit, so dass Sie unseren Luchsen bei ihrer Mahlzeit zuschauen können. Dazu erfahren Sie hier weiteres Wissenswertes über die sonst so scheuen Katzen und das erfolgreiche Wiederansiedelungsprojekt im Nationalpark Harz. Für die Luchsfütterung ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Luchsgehege ist auch außerhalb der Fütterungen jederzeit frei zugänglich.
 
Sie erreichen das Luchsgehege von Bad Harzburg aus über ausgewiesene Wanderwege. Die Strecke beträgt rund 4 Kilometer, planen Sie deshalb bitte genügend Zeit für die Wanderung ein. Etwa 200 Höhenmeter sparen Sie, wenn Sie mit der Burgberg-Seilbahn von der Talstation Bad Harzburg auf den Burgberg fahren. Von der Bergstation wandern Sie ca. 60 Minuten bis zum Luchsgehege. Beachten Sie dafür bitte auch unsere Tourenempfehlung „Unterwegs zu den Luchsen“.

Von April bis Anfang November verkehrt die Buslinie „Grüner Harzer“ (KVG-Buslinie 875) zwischen Bad Harzburg und dem Luchsgehege an der Rabenklippe. Die Fahrt dauert ab Haltestelle Berliner Platz oder Märchenwald, Bad Harzburg ca. 20 Minuten. Bei Gruppen ab 20 Personen ist für die Busfahrt eine Anmeldung unter 05322 52017 notwendig. Damit Sie pünktlich zur Luchsfütterung kommen, nutzen Sie bitte spätestens den Bus um 13:56 ab Haltestelle Märchenwald.   

Weitere Termine: 27.6., 25.7., 29.8., 26.9. und 24.10.2018, jeweils 10 - 11.30 Uhr.


Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird erweitert

Torfhaus. „Erweiterung und Ergänzung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der naturorientierten und landschaftsbezogenen Bildungs- und Tourismusangebote des Nationalparks Harz“ – so heißt das Großprojekt, das die Nationalparkverwaltung Harz, die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und der BUND Niedersachsen gemeinsam umsetzen werden.

Am 25. Mai wurden die Bewilligungsbescheide aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch Herrn Staatssekretär Frank Doods des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz offiziell an die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, vertreten durch die Bürgermeisterin Britta Schweigel, und den Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, Herrn Andreas Pusch, übergeben.

2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus – kurz „TorfHaus“ – seine Pforten. Der Umzug aus einem ehemaligen Dienstgebäude der Polizei in den Neubau hatte einen starken Effekt für die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz, denn die Besucherzahlen liegen seit der Eröffnung bei ca. 120.000 Personen pro Jahr. Mittlerweile konnten rund 1,1 Mio. Besucher begrüßt werden – diese Zahlen nehmen einen Spitzenplatz in der Harzer Museumslandschaft ein. Unter den Gästen sind sämtliche Harzbesucher vertreten – Durchreisende, Motorradfahrer, Wanderer, Sportler, Naturfreunde und Nationalparkbesucher im engeren Sinn. Mehr als 4.500 Personen jährlich nehmen an den Bildungsveranstaltungen teil, die das TorfHaus anbietet. Allerdings sind bisher Verweildauer und Aufenthaltsqualität aufgrund der räumlichen Enge beeinträchtigt und die vielfältigen Angebote der Einrichtung können nicht wirkungsvoll genug präsentiert werden.

Durch die Aktivitäten der Torfhaus Harzresort GmbH befindet sich Torfhaus derzeit in einem dynamischen Umbruch. Die bauliche Erweiterung des TorfHaus und die Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der Ausstellung sind jetzt folgerichtige Schritte zur Stärkung der Innovationskraft der touristischen Angebote des länderübergreifenden Nationalparks Harz. So kann ein wirkungsvollerer Beitrag für den nachhaltigen Tourismus in der Region geleistet und auch dem gesellschaftlichen Auftrag der Inklusion, also der Teilhabe Aller an den Ausstellungsinhalten, Rechnung getragen werden.

Bauliche Erweiterung
Die bauliche Erweiterung des NBZ TorfHaus soll sich harmonisch in das bestehende Gesamtensemble einfügen und den Besuchern immer wieder einzigartige Aussichtspunkte Richtung Brocken bieten. Im Obergeschoss soll durch Öffnen des Giebels ein beeindruckender Blick über die Naturdynamikflächen des Nationalparks zum Brocken als „Schaufenster in die Naturdynamik“ entstehen. Der größte Flächengewinn erfolgt durch eine unterirdische Erweiterung. Hier soll ein anspruchsvoller architektonischer Entwurf umgesetzt werden, der sich unauffällig in das Landschaftsbild einfügt. So bleibt die Freifläche hinter dem Gebäude erhalten und lädt auch zukünftig zum Verweilen und Naturgenießen ein.

Ausstellungserweiterung/-ergänzung
Es ist geplant, die Ausstellungsfläche von derzeit 210 m² auf 500 m² zu vergrößern. Die Erfahrungen aus dem bisherigen Betrieb sowie die Ergebnisse von verschiedenen Evaluationen fließen in die Erweiterung und Überarbeitung der Ausstellung ein. So werden die Raumgliederung und Besucherlenkung verbessert sowie die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Besucher (Inklusion) stärker berücksichtigt. Um Anreize für Mehrfachbesuche zu setzen, wird ein Bereich für Wechselausstellungen geschaffen. Die Ausstellung soll die Besucher zukünftig mit spannungsreichen und emotional ansprechenden Erlebnisszenarien fesseln – einfache Botschaften werden spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentiert, um den Entdeckergeist der Besucher zu wecken. Im Zentrum stehen dabei die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie der Nationalpark als sein wildes und dynamisches Herz. Dafür werden die bereits vorhandenen Themen überarbeitet und ergänzt, aber auch neue Themen integriert.

Trägergemeinschaft
Betrieben wird das TorfHaus federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. in einer Trägergemeinschaft mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld in enger Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Harz. Die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fördern den Betrieb des Zentrums im Verhältnis 1,8 : 1 im Rahmen der niedersächsischen Förderrichtlinie für Nationalparkhäuser mit 160.000 € jährlich.

Antragsteller und Kostenkalkulation
Zur Umsetzung der baulichen Erweiterung wurden der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld Mittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 871.862,32 € bewilligt. Zusätzlich fließt eine MI-Kofinanzierung für Kommunen in die Baumaßnahmen in Höhe von 664.154,95 € aus dem Südniedersachsenprogramm. Weitere 207.707,37 € steuert aktuell der BUND-Landesverband Niedersachsen bei.

Für die Planung und Umsetzung der Ausstellungserweiterung erhält die Nationalparkverwaltung Harz 700.902,41 € EFRE-Mittel sowie 490.902,42 € Landesmittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“. Die Allianz-Umweltstiftung sowie die Bingo-Umweltstiftung beteiligen sich mit jeweils 100.000,- € und die Harzwasserwerke mit 10.000,- € an der Neugestaltung der Ausstellung.

Wo und wann sind wir zu finden?
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist täglich geöffnet von April bis Oktober ab 9 und 17 Uhr, von November bis März Dienstag - Sonntag ab 10 bis 16 Uhr (in den Ferien und an Feiertagen auch montags), am 24. Dezember geschlossen. Kontakt: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Torfhaus 8, 38667 Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05320/33179-0, Fax 05320/33179-19, Email: post@torfhaus.info, www.torfhaus.info

Foto: Umweltstaatssekretär Frank Doods übergibt die Bewilligungsbescheide an Bürgermeisterin Britta Schweigel und Nationalparkleiter Andreas Pusch. Foto: Friedhart Knolle, Nationalpark Harz


22. Naturschutztag des Harzklubs am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne
2018 findet der Naturschutztag des Harzklubs bereits zum 22. Mal statt. Austragungsort wird in diesem Jahr das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne sein. Der Harzklub-Zweigverein Wernigerode und der Nationalpark Harz wollen einen unvergesslichen Tag gestalten.


Natur-Erlebniszentrum HohneHof (Foto: Frank Steingaß)

Direkt am Löwenzahn-Entdeckerpfad und inmitten von Bergwiesen liegt dieser idyllische Hof. Harzklubmitglieder und Gäste erwartet ein reichhaltiges Programm. Kinder können Geochaching ausprobieren, an zahlreichen Ständen knifflige Aufgaben rund um die Natur lösen oder das Harzer Höhenvieh live erleben. Daneben ist für Naturfreunde jeden Alters etwas dabei, so z.B. Harzer Imkerei, Wildfischverein, naturverträgliches Mountainbiking oder ein Kettensägenkünstler. Der Nationalpark stellt sich und seine Junior-Ranger vor. Diese präsentieren interessante Ideen zum Thema Upcycling, die sie in einem Projekt gemeinsam mit den Freiwilligen des Nationalparks entwickelt haben. Weiterhin wird auch das Harzer Luchsprojekt vorgestellt und Harzklub-Zweigvereine berichten aus ihrer Arbeit und zeigen eigene Projekte.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Auf die Gäste warten selbstgebackener Kuchen und regionale Spezialitäten, wie die Bratwürste vom Harzer Höhenvieh. Musikalisch begleitet die Big Band der Musikschule Schicker durch den Tag. Offizieller Beginn ist am 26. Mai 2018 ab 13 Uhr. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist bereits ab 10 Uhr geöffnet.

Anreise und Barrierefreiheit
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof erreichen Sie nach einem ca. 15-minütigen Fußweg vom Parkplatz oder Bahnhof in Drei Annen Hohne. Der HohneHof ist weitgehend rollstuhlgerecht im Außenbereich und komplett rollstuhlgerecht in der 1. Etage des Innenbereichs. Behindertengerechte Toiletten und zahlreiche barrierefreie Angebote stehen zur Verfügung.


"Wald-Sinfonie" - Impressionistische Fotografie vom 31. Mai bis 30. September 2018 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg

Ab dem 31. Mai 2018 lässt die Berliner Fotokünstlerin Antje Schulz im Nationalparkhaus Ilsetal den Wald auf ungewöhnliche Art und Weise erklingen. Ihre impressionistischen Fotografien, ausschließlich „gemalt“ mit der Kamera, vereinen Formen, Farben und Licht. Sie erinnern an Werke von Malern wie Vincent van Gogh und Caspar David Friedrich.

Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung der Ausstellung um 17.30 Uhr herzlich eingeladen oder können sie im Anschluss zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besuchen.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


impressionistische Fotografie von einem Wasserfall und einem mit grünen Pflanzen bewachsenen Bachbett
Foto: Wildbach Hochharz von Antje Schulz

Stille Landschaften und traumhafte Wälder verschmelzen zu einer Sinfonie visueller Imagination, die die Betrachter einladen möchte, die Natur intensiv zu spüren und ihr neu zu begegnen. Hierfür entwickelte die Fotografin eine eigene abstrakte Fototechnik, bei der die Bilder digital nicht verfremdet werden. Neben bekannten Werken der Künstlerin werden bisher unveröffentlichte abstrakte Fotografien gezeigt.

Begleitet wird die Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Fotografin von einem Klangwelten-Film mit sphärischer Musik von Antje Schulz, die neben der Fotografie auch Musik ausschließlich nach Gehör komponiert. Darüber hinaus findet zur Eröffnung eine kostenlose Führung statt, bei der die Fotografin Interessierten Einblicke in die Arbeitsweise der abstrakten Fotografie bietet.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter

www.impressionistische-fotografie.de

www.facebook.com/impressionistische.fotografie

https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/2018_Waldsinfonie_AntjeSchulz/?r=96132830


BUND-Infostand in der Wernigeröder Innenstadt

Wernigerode. In dieser Woche steht bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018

ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)

am Nicolaiplatz in Wernigerode, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

Foto: BUND


UNSER HARZ Mai 2018 erschienen
Fritz Reinboth: Auf den Spuren des Lithographen Friedrich Trackert: Orte des Stiftsamts Walkenried um 1848
Uwe Fricke: Auslösung K atastrophenalarm im Landkreis Goslar
Eva Brandt: Caspar, Melchior un Balthasar
Friedhart Knolle und Fritz Reinboth: Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz
Nationalpark-Forum: Zum 90. Geburtstag von Forstmeister Heinz Quitt

Welche Herausforderungen der Klimawandel durch vermehrte Unwetter mit sich bringt, stellt Kreisbrandmeister Uwe Fricke im Artikel „Auslösung des Katastrophenalarms im Landkreis Goslar“ dar. Die Bilder der Überschwemmung sind sicherlich jedem Harzer noch im Gedächtnis.Ein Mensch, der sich für die Natur einsetzt und schon lange eingesetzt hat, ist der Forstmeister Heinz Quitt, aktiver Naturschützer seit 67 Jahren und zeitweise 2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks (GFN). Anlässlich seines 90. Geburtstages würdigen Wegener, Knolle und Karste im Nationalparkforum sein Engagement.
Zwei Artikel befassen sich mit historischen Themen: F. Reinboth vergleicht die Ansichten einiger Orte des Stiftsamts Walkenried, die
Friedrich Trackert um 1848 in Lithographien festgehalten hat, mit den heutigen Motiven. Im Artikel „Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz“ geht er zusammen mit F. Knolle den Spuren der älteren Bergbaugeschichte nach.
Obwohl die Geschichte in ostfälischer Mundart über die Sternensinger besser in den Januar passt, ist ihr Anliegen doch zeitlos. Wie Sascha aus Kasachstan über die religiösen Grenzen zwischen katholisch und evangelisch hinweg Geld für arme Kinder in Uganda sammelt, öffnet das Herz. Der Autorin, Eva Brandt, gelingt es, große Themen ganz im Alltag, „bei uns“, ankommen zu lassen.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.
Willi-Bergmann-Str. 11.


Neuer Buchenwald in Kisten

Wernigerode. „Natur Natur sein lassen“ ist das Leitmotiv der Nationalparke, auch im Harz. Doch es gilt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben vorwiegend in der Kernzone, der sogenannten Naturdynamikzone, die den größten Teil der Nationalparkfläche einnimmt. In der umgebenden Naturentwicklungszone, die noch knapp 39 % des Nationalparks umfasst, wird der Natur Hilfe zur Selbsthilfe hin zu mehr natürlicher Dynamik gegeben.

Dazu kommen in diesem Frühjahr zum ersten Mal Containerpflanzen in größerem Umfang bei der Nationalpark-Waldumwandlung hin zu naturnahen Wäldern zum Einsatz, so Sabine Bauling, Leiterin des Wald-Fachbereichs im Nationalpark Harz.

Die kleinen Buchenpflanzen wurden im Frühjahr 2017 in Containern ausgesät und können jetzt im Alter von einem Jahr in die Waldumwandlungsflächen im Nationalpark gepflanzt werden.

Das Saatgut, die Bucheckern, stammt aus dem Nationalparkrevier Scharfenstein, wo es 2016 geerntet wurde. Insgesamt wurden 70.000 Containerpflanzen angeliefert – daraus können ca. 35 ha neuer Naturwald werden.

Der Vorteil der Containerpflanzen ist, dass die Wurzeln von Erde umhüllt sind und somit sich die Pflanzzeit verlängern lässt. Das ist gerade in diesem Turbo-Frühjahr von Vorteil. Die Laubbäume haben in einem sehr kurzen Zeitraum ausgetrieben, so dass die Zeit für die herkömmliche Pflanzung mit wurzelnackten Pflanzen rasch vorbei ist.

Mit der Frühjahrspflanzung von Buchen kommt der Nationalpark Harz seiner Zielstellung, mehr Naturnähe in die Wälder zu bringen und verdrängten Pflanzenarten, hier der Buche, wieder einen Platz zu geben, ein weiteres Stück näher, so Bauling.

Die Buche war in der Vergangenheit bis zu einer Höhenlage von ca. 750 m über NHN die dominierende Baumart im Harz. Zwei Drittel der Nationalparkfläche wären von den natürlichen Waldgesellschaften her Buchenwälder.

Die Rückkehr der Buche in den Nationalpark Harz ist ein langer Weg. Die ersten Ergebnisse sind aber sichtbar, gerade jetzt, wo das frische Laub austreibt. Es wird etwa 80 Jahre dauern, bis die kleinen Buchen selbst Bucheckern tragen und zur Waldverjüngung beitragen werden.


BUND-Infostand in der Goslarer Innenstadt

Goslar.
Ab dem heutigen Montag, den 7. Mai 2018 bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018
steht ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND)
in der Rosentorstraße in Goslar, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit,
beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

Foto: BUND Westharz.

 


Klimawandel – was kommt da auf uns zu? Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Wernigerode - Braunlage. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft - darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen?

 

In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle am 15. Mai ab 19 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.
 

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen.

 

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg 

Datum: Dienstag, 15.5.2018 

Zeit: 19:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr


Alles neu macht der Mai –
Nationalparkwerkstätten aktiv für den Wandertourismus und die Besucherlenkung

Wernigerode - Braunlage.
Die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstätten Oderhaus und Wernigerode sind jetzt wieder in der Nationalparkfläche unterwegs.

Witterung, Sturm und der Zahn der Zeit haben einigen Besucherlenkungseinrichtungen zugesetzt.

Die Wintermonate wurden genutzt, um Schilderbäume, Hinweistafeln und vieles mehr zu erneuern oder zu überarbeiten. Nun beginnen die Außenarbeiten mit dem Aufstellen der neuen Schilder.

Foto: Aufbau der neuen Wanderwegetafel am Eingang zum Odertal, links Hansjürgen Lange und recht Olaf Rüscher, die beide in der Nationalparkwerkstatt in Sankt Andreasberg-Oderhaus arbeiten.

Foto: Nationalpark Harz.

 


Brockengartensaison startet schon am 7. Mai

Blüten der Brockenanemonen geben den „Startschuss“ für die erste Gartenführung eine Woche früher erwartet

Der Klimawandel lässt grüßen: Durch die milde Witterung des vergangenen Monats haben die Brockenanemonen in diesem Jahr bereits am 27. April ihre ersten Blüten ausgebildet. Im vergangenen Jahr waren am 10. Mai noch keine Blüten zu entdecken. Da die Blüte der Brockenanemone in den vergangenen 28 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison gegeben hat, soll das auch in diesem Jahr so sein. Die erste Gartenführung der Saison 2018 findet daher nicht wie vorgesehen am 14. Mai, sondern schon eine Woche eher, am Montag den 7. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühender Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.

Foto: Blühende Brockenanemone, Foto: Dr. Gunter Karste


Gemeinsames Engagement für einen naturnahen Wald – über 50 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Nationalpark Harz

Würzburg / Wernigerode, 20.04.2018

Vom 22. April bis 5. Mai 2018 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit insgesamt über 50 Freiwilligen aus ganz Deutschland erneut im Nationalpark Harz im Einsatz, um verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchzuführen. Unter den Teilnehmenden sind in der ersten Woche 20 junge Erwachsene, die im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule für die biologische Vielfalt ein alternatives Seminar während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs besuchen. Kooperationspartner sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste aus Brandenburg. Außerdem nehmen sechs Forstauszubildende vom Staatsbetrieb Sachsenforst an dem Projekt teil. In der integrativen zweiten Woche sind vier Teilnehmende mit Beeinträchtigungen und ihre Betreuerinnen und Betreuer der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland aus Elze dabei. Ziele der Einsätze sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Ehrenamtlichen auch über die Projektwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Unterstützt werden die Projektwochen von der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher.

Unter der Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden die Freiwilligen in der Waldumbauzone des Parks insgesamt 5.000 standortheimische Rotbuchen und Schwarzerlen im Voranbau unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer pflanzen, um den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern und zur Wildnisentwicklung zu fördern. Darüber hinaus werden ein Hordengatter zum Schutz der Pflanzungen vor Wildverbiss und ein Erdsitz zur Unterstützung der Wildbestandsregulierung errichtet. Außerdem bauen die Freiwilligen nicht mehr benötigte Wildschutzzäune ab und führen Laubholzpflege sowie Entfichtung zugunsten stabiler und gemischter Jungwälder durch. Auch die Pflege eines Felsbiotops und eine Bachrenaturierung stehen auf dem Programm.

Neben der Arbeit ist unter anderem auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes am Projektstandort und auch allgemein besser verständlich zu machen und die vielfältigen Funktionen dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwochen ist es, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Einsatzwoche einmal ganz neu." Auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz, wie Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. weiß: „In den zwei Wochen treffen ganz unter-schiedliche Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen aufeinander. Gemeinsam arbeiten alle an dem gleichen, wichtigen Ziel." Es bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten.

Engagement der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher

Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., das seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, das Vorhaben der Waldentwicklung hin zur Wildnis im Nationalpark. Bei den Einsatzwochen von 2010 bis 2017 wurden bereits insgesamt 40.000 standortheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne 100 Millionen Bäume, in der sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Davon finden 17 Wochen im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen statt, acht Einsatzwochen sind dieses Jahr als integrative Projekte ausgeschrieben.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden, Anmeldung zu den Projektwochen unter: www.bergwaldprojekt.de.

Weitere Informationen:

Nationalpark Harz
Dr. Friedhart Knolle
Presse, Marketing und Regionalentwicklung
Tel.: 03943 5502 32
Mobil: 0170 22 09 174
E-Mail: info@nationalpark-harz.de
www.nationalpark-harz.de 

Jonathan Schüppel (Bergwaldprojekt e.V.), mobil: 0172 2938948
Peter Naumann
Projektförster und Öffentlichkeitsarbeit Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0831 512 7635
Mobil: 0171 207 2265
E-Mail: presse@bergwaldprojekt.de, www.bergwaldprojekt.de 


Gespräche bei Zanthier - Dr. Friedhart Knolle und Arne Bastian - Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian.

Einem zu warmen Winter folgte 2017 ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz, Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Seesen und andere Kommunen waren betroffen, von Städten im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von drei Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Am Dienstag, dem 24. April2018 um 19 Uhr im Zanthier-Zimmer des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!
Gesellschaft der Freunde und Förderer e.V. STIFTUNG KLOSTER ILSENBURG
Schloßstraße 26 – 38871 Ilsenburg

Foto: Hochwasser in Goslar 2017, Foto Cramer, Goslar


Geocacher unterstützen Nationalpark Harz mit Müllsammelaktion
CITO-Event startet zum 13. Mal an Walpurgis ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wenn die Hexen tanzen, schlägt es 13 und die guten Geister aus schwärmen aus – so beginnt keine Gruselstory, sondern eine echte Erfolgsgeschichte zu Walpurgis. Bereits zum 13. Mal treffen sich am 30. April 2018 Geocacher aus ganz Deutschland im Harz. Seit 8 Jahren sammeln sie dabei zur Abwechslung keine Caches, sondern den Müll anderer Leute. Damit wollen sie der Natur, in der sie ihr erlebnisreiches Hobby ausüben, etwas zurückgeben und Vorbild für andere sein. Mit einem „Cache-in-Trash-out"-Event unterstützt die Community seit acht Jahren den Nationalpark Harz bei der Bekämpfung eines wachsenden Müllproblems. Denn nicht nur im Nationalpark Harz, sondern vielerorts in der Natur nehmen die Müllprobleme leider wieder zu.


Geocacher sammeln Müll im Nationalpark Harz (Foto: Markus Gründel)

Die Welt ist ihr Spielfeld. Geocacher auf dem ganzen Globus verstecken Caches, übersetzt „geheime Lager", und vermerken ihre GPS-Koordinaten, damit andere Geocacher sie finden können. Allen Caches gemein ist der Gedanke, den Suchenden einen besonderen Ort zu zeigen. Auch im Nationalpark Harz warten zahlreiche Caches darauf, entdeckt zu werden. In einem sensiblen Schutzgebiet wie einem Nationalpark ist die Naturverträglichkeit der Caches und der damit zusammenhängenden Versteck- und Suchaktionen natürlich besonders wichtig. Deshalb arbeiten Geocaching-Akteure und der Nationalpark Harz seit vielen Jahren zusammen.

Eine dieser Kooperationen ist eine Umweltaktion zu Walpurgis, die jedes Jahr aufs Neue hunderte Geocacher in den Harz lockt und säckeweise Müll aus dem Wald holen lässt. Ins Leben gerufen wurde sie vom Hannoveraner Geocaching-Experten und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel, gemeinsam mit dem Nationalpark Harz.

„Wer einmal müllsammelnd durch den Wald gegangen ist, achtet danach viel stärker darauf, keinen Müll in der Landschaft zu hinterlassen. Dieses Bewusstsein und die Achtsamkeit für die Natur wollen wir stärken", erläutert Gründel den Hintergrund der Aktion. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Und Spaß macht es natürlich auch".

Unter dem Motto „Das große Aufräumen" startet das 13. Geochacher-Walpurgis-Event am 30. April 2018 im Nationalpark Harz. Die Initiatoren von cacherban.de haben gemeinsam mit den Nationalpark-Rangern insgesamt zehn verschiedene Touren ausgearbeitet, um einen möglichst großen Bereich des Naturschutzgebietes vom Müll des letzten Jahres zu befreien. An neun Müllsammelpunkten nehmen Revierförster und Ranger die vollen Säcke entgegen.

International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Aktionen genannt – „Cache in, trash out" oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen. Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben – deshalb wird mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll gesammelt und mit aktiver Unterstützung der Nationalpark-Ranger entsorgt.

Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort erhalten Teilnehmende das Arbeitsmaterial und eine kleine Überraschung. Um 18 Uhr findet der Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang. Eine Verlosung und die Vorstellung der diesjährigen limitierten Coin-Edition runden den Abend ab. Für Stempeljäger gibt es zudem den ganzen Tag eine Sonder-Stempelstelle der Harzer Wandernadel am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.


Nationalpark Harz übergab Waldführer-Plaketten 2018 - 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer schlossen ihre Fortbildungen 2017 erfolgreich ab

Wernigerode - Braunlage. Neben den hauptamtlichen Rangern begleiten im Nationalpark Harz auch zahlreiche ehrenamtliche Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer fachkundig Wandertouren und Exkursionen. Die Zulassung dafür erfolgt erst nach einer umfangreichen Schulung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen eine Plakette, die sie sich durch laufende Fortbildung jährlich neu erarbeiten müssen. Jüngst erhielten 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer ihre Plaketten für das Jahr 2018. Dafür haben sie an mindestens fünf dreistündigen Veranstaltungen der Fortbildungsreihe des Nationalparks in 2017 teilgenommen.

Pünktlich zur Plakettenübergabe im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg wurde das neue Fortbildungsprogramm vorgestellt. 2018 bietet der Nationalpark Harz wieder sieben dreistündige und drei ganztägige Fortbildungsveranstaltungen an, die von Kollegen aus allen Nationalpark-Fachbereichen abgedeckt werden.

Neben aktuellen Themen wie dem Wildtier des Jahres 2018, der Wildkatze, der aktuellen Borkenkäferstrategie des Nationalparks oder Ergebnissen der Luchsforschung wird es auch Informationen zur Wolfsverbreitung, Waldforschung, Amphibien und Neophyten im Nationalpark oder der Bestandsaufnahme von Flechten geben. Eine Veranstaltung zur Führungsdidaktik und ein Arbeitseinsatz zur Bekämpfung von Neophyten runden das Angebot ab. Darüber hinaus wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Anschluss an die Verleihung der Plaketten wurde über die Zukunft des Waldführersystems diskutiert. Die Ehrenamtlichen führten 2017 eigene Wanderungen durch und unterstützten die Nationalparkverwaltung sowie die Nationalparkhäuser bei diversen Veranstaltungen. Mit ihrem Engagement trugen sie so wieder hervorragend zum Verständnis für die Nationalparkziele und die Nationalparkphilosophie sowohl inner- als auch außerhalb der Region bei. Da noch weiteres Potenzial besteht, dienen die Ergebnisse der Diskussion als Grundlage für eine Umstrukturierung des Waldführersystems in 2019.

Foto: Die Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer bei der Plakettenübergabe 2018 vor dem Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg (Foto: Sandra Meckbach-Wolter)


Natur-Erlebniszentrum HohneHof lockt zu Entdeckungen in der Natur

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. In der Osterferienwoche möchte das Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit verschiedenen Angeboten zum Start in den Frühling einladen.

So sind wir am Dienstag, den 27. März, auf der Suche nach dem Frühling. Bei einem kleinen Spaziergang rund um den HohneHof sammeln wir verschiedene Naturmaterialien, die anschließend bei Bastelarbeiten für die Osterdekoration verarbeitet werden.

Am Mittwoch, den 28. März, laden wir bei möglichst schönem Frühlingswetter zu einer spannenden Wanderung auf den Spuren von Glasmachern und Köhlern ein. Gemeinsam mit dem Ranger geht es bei einer ca. dreistündigen Entdeckungstour zu den Wirkungsstätten früherer Harzbewohner. Bei schlechtem Wetter gibt es ein Alternativprogramm rund um den HohneHof.

Am Donnerstag, den 29. März, stimmen wir uns bereits auf das Osterwochenende ein. Unter der Überschrift „Eierfärben einmal anders“ wird getestet, wie auch mit Zutaten aus der Natur Eier gefärbt werden können.

Alle diese Veranstaltungen beginnen jeweils um 11 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof!

Besonderer Höhepunkt wird auch in diesem Jahr wieder das große Ostereiersuchen am Samstag, den 31. März sein. Unter dem Motto „Finde das Goldene Ei“ laden wir zum Frühlingsausflug mit der ganzen Familie ein. Pünktlich um 11 Uhr beginnt die Suchaktion, bei der es wieder viele Überraschungen und attraktive Preise zu gewinnen gibt.


Auch an allen anderen Tagen freuen wir uns natürlich über viele kleine und große Besucher. Übrigens startet, wenn das Wetter es zulässt, der beliebte Löwenzahnentdeckerpfad wieder in die neue Saison und ist somit ein lohnenswertes Ziel für den Osterspaziergang!

 Foto von Irmtraud Theel: Ostereier mit Naturfarben.


Neue Kästen zum Nachweis von Haselmäusen im Nationalpark Harz

Wernigerode. Die Zusammenarbeit zwischen der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH und dem Nationalpark Harz in Sachen Naturschutz hat eine langjährige Tradition. Neben dem Bau einer Wasserstation am Natur-Erlebniszentrum HohneHof wurden zum Beispiel auch Nistkästen für die seltenen Wasseramseln gebaut.

Für das neue Haselmaus-Projekt wurden über Winter im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe Wernigerode ganz besondere „Nistkästen“ angefertigt. Diese Kästen dienen nicht, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte, als Vogelbrutkästen, sondern werden aufgrund der speziellen Maße gern von Kleinsäugern wie der Haselmaus als Wohnhöhle angenommen. Durch das Anbringen und die Kontrolle der Spezialkästen kann man feststellen, ob es im Umfeld noch die vom Aussterben bedrohten und europaweit streng geschützten Haselmäuse gibt.

Haselmäuse sind eigentlich gar keine richtigen Mäuse, sondern Nagetiere aus der Familie der Schläfer. Schläfer deshalb, weil sie von Ende Oktober bis April in geeigneten Verstecken den Winter „verschlafen“, also Winterschlaf halten. Die Artengruppe der Schläfer unterscheidet sich von den richtigen Mäusen nicht nur durch ihre Lebensweise, sondern auch äußerlich durch den buschigen Schwanz. Zu den nächsten Verwandten der Haselmaus zählen die ebenfalls streng geschützten und im Harz vorkommenden Siebenschläfer und Gartenschläfer.

Als dämmerungs- und nachtaktive Tiere bewohnen Haselmäuse bevorzugt unterholzreiche Laub- und Mischwälder. In den höheren Lagen des Nationalparks werden aber auch strukturreiche Fichtenwälder besiedelt. Wie schon ihr Name verrät, halten sie sich gern in Bereichen auf, wo es viele Haselsträucher gibt, denn Haselnüsse zählen im Herbst zu ihrer Lieblingsspeise. In Sachsen-Anhalt ist die Haselmaus vor allem im Süden und Südwesten des Landes, also auch im gesamten Harz, verbreitet. Aufgrund der zurückgezogenen Lebensweise ist es aber schwierig, den genauen Tierbestand zu erfassen. Der Nachweis ist aber notwendig, da die Europäische Union in bestimmten Abständen die Bestandsentwicklung der Haselmäuse in den Mitgliedsstaaten, also auch in Deutschland, abfragt. Stellt man fest, dass die Bestände in bestimmten Gebieten rückläufig sind, müssen verstärkt Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.


Das Projekt, das über drei Jahre laufen soll, dient der Wissenserweiterung über die Verbreitung der Haselmäuse auf dem Gebiet des Nationalparks. Wer sich an der Suche nach Haselmäusen außerhalb des Nationalparks beteiligen möchte, kann sich im Internet unter www.nussjagd.de  informieren.

Foto 1 von Otfried Wüstemann frei mit dieser PI: Letzte Handgriffe zur Fertigstellung des Spezialnistkastens – Auszubildende des Berufsbildungsbereichs der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH unter Anleitung des Bereichsleiters Eyk Jordan.
Fotos 2 und 3 (Haselmaus im Kasten): BUND Sachsen-Anhalt.


Walkenrieder Gipsindustrie zerstört weiter die Südharzlandschaft, zahlt aber kaum noch Gewerbesteuer vor Ort

Walkenried. Es ist inzwischen vor Ort ein offenes Geheimnis: Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH hat die Zahlung von Gewerbesteuern am Standort Walkenried auf das gesetzlich unumgängliche Minimum reduziert. Damit kommt die Gemeinde Walkenried in große finanzielle Schwierigkeiten und muss offenbar sogar 600.000 Euro zurückzahlen.

 

Die Entscheidung ist wohl nicht im Südharz gefallen, sondern in der Zentrale in Aachen. Man kann froh sein, dass sich wenigstens die Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht zur Zentrale des Konzerns verlegen lassen, sonst hätte die Firmenzentrale das womöglich auch noch entschieden…

 

Am Ergebnis ändert das nichts. Es wird weiter Landschaft zerstört, es werden Straßen zerfahren und verschmutzt, aber Geld gibt es für den Südharz weniger denn je. Wieviel oder wie wenig es am Ende wird, ist allerdings noch offen. Diese Entscheidung der Zentrale steht wohl noch aus, also welcher Standort dann wieviel erhält.

 

Durch die Entscheidung von Formula ist die Kommune nun in großen Schwierigkeiten und muss eine Bedarfszuweisung beantragen. Ein landschaftszerstörender Betrieb sollte sich gegenüber der zerstörten Region anders aufstellen – und genau ein solches Verhalten hat die Gipsindustrie immer behauptet. Offenbar wollte man damit der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen.

 

Auftragsgutachten der Industrie verschwieg die Schattenseiten des Gipsabbaus

 

2016 veröffentlichte die Südharzer Gipsindustrie ein Auftragsgutachten zur Wertschöpfung der Gipsabbaubetriebe, worüber seinerzeit viel diskutiert wurde. Der Zweck des Papiers war aber schon damals offensichtlich: Es werden die Wohltaten angepriesen, die wie das „Sponsoring“ allesamt steuerlich absetzbar sind, es wird die offensichtlich für sich allein nicht wirklich überzeugende Zahl der Arbeitsplätze um fragwürdige Hochrechnungen zu weiteren Jobs ergänzt, die quasi im Schlepptau dieser Industrie entstehen, und dergleichen mehr. Die Argumentationsnot muss groß sein, denn man verteilt quasi nebenher Seitenhiebe, zum Beispiel auf die Tourismusbranche. Die kann natürlich nicht florieren, wenn sich Gäste mit Grausen abwenden und Urlaubstage nicht inmitten von Steinbrüchen und lärmenden Fabriken verbringen wollen…

 

Kein Wort fand sich in diesem Gutachten allerdings zu den immer größer werdenden Landschaftszerstörungen, zu den um sich greifenden Steinbrüchen, die ganze Ortsbilder wie das von Walkenried irreparabel schädigen, zum immensen, straßenschädigenden Lkw-Verkehr, der sich zwischen Brüchen und Werken durch die Orte wälzt.

 

Beim Blick auf den Kohnstein, den Röseberg oder den Alten Stolberg, um nur einige durch die Gipsindustrie zerstörte Landschaften zu nennen, klingeln die Alarmglocken. „Mit diesem bestellten Gutachten wird der laufende Frontalangriff auf die Südharzer Landschaft flankiert, um die Politiker gefügig zu machen und deren Zustimmung zu immer neuen Abbaufeldern zu erlangen. Deswegen, nur deswegen ist es ernst zu nehmen. Geht es nach der Gipsindustrie, sollen weite Teile der Südharzer Karstlandschaft für immer verschwinden. Mit Hinweisen auf Arbeitsplätze, Steuern und Vereinssponsoring soll der Anspruch auf diese abermalige Zerstörungswelle untermauert werden. Ist der Gips erst einmal weg, sind es die Arbeitsplätze, die Steuern und die Sponsoringgelder auch. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Dessen ist sich die Politik oft nicht bewusst – der Fall Formula Walkenried zeigt es wieder sehr deutlich.

 

Anl. Foto des Steinbruchs Röseberg West bei Walkenried frei mit dieser PI, Foto Dr. Reiner Cornelius.


Sonderstempel und „Auerhuhnsprechstunde“ am Auerhuhngehege bei Herzberg-Lonau

Herzberg-Lonau. Derzeit macht der sogenannte Wandernde Stempelkasten der Harzer Wandernadel am Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz nahe des kleinen Herzberger Ortsteils Lonau Station.

Täglich von 10 - 11 Uhr sind die Lonauer Nationalpark-Ranger zur Fütterung und Pflege der Tiere am Auerhuhngehege anzutreffen und beantworten gerne Fragen zu den im Harz als ausgestorben geltenden Tieren. Unabhängig von den Fütterungszeiten ist das Auerhuhngehege auch sonst jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Am 25. März 2018 ab 10:00 Uhr laden wir alle Wanderfreunde außerdem zur „Stempeltour im Nationalpark: Auerhahnbalz – hautnah“ ein - dann gibt es noch einen zusätzlichen Sonderstempel zur Tour.

Mehr Infos und Wanderempfehlungen unter:

www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege

Foto: Auerhuhn im Schaugehege, Foto Siegfried Richter.


Die Allee des Monats Februar 2018 findet sich im Harz!

Zwischen den Bergstädten Clausthal-Zellerfeld und Wildemann findet sich eine besondere Allee: Versteckt im Wald kann man hier die Allee der Sinne erkunden. In einem relativ dichten Abstand von ca. 5 m finden sich Berg-Ahorne auf einer Länge von knapp 200 m in zwei Reihen parallel zu der Forststraße. Einige Exemplare der Bäume sind bereits über 150 Jahre alt. Die Allee diente ursprünglich als Verbindungsstraße für Pferdegespanne und Wanderer von Clausthal zum alten Johanneser Kurhaus. Der heute parallel dazu verlaufende Forstweg wurde erst später angelegt, da die moderner und größer werdenden Maschinen und Fahrzeuge nicht mehr durch die Allee passten.

Momentan ist die Allee als ein Ausstellungsraum im Freien konzipiert. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Bahn-Sozialwerk, den Niedersächsischen Landesforsten, dem Klosterhof Clausthal-Zellerfeld, dem Verkehrsverein Wildemann und der Jugendgruppe Bad Eibling entstand im Jahr 2015 eine Kunstausstellung in der Allee. Neben den alten Bäumen kann man nun Skulpturen und Installationen unter freiem Himmel bewundern. Die Leitung bei der Arbeit zur Erstellung des Kunstpfades übernahm der Herzberger Maler und Bildhauer Dieter Utermöhlen. Hilfe kam dabei auch von der Gruppe Bildende Kunst Hannover.

  

Skulpturen wie eine große Spinne und Installationen wie ein Klangspiel sind trotz Schneedecke auch im Winter gut zu erkennen. Die Allee liegt im Gebiet der Revierförsterei Wildemann und würd von den Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten entsprechend gepflegt. Nach Auskunft der verantwortlichen Försterin Lara Laubner blieb die Allee trotz der zum Teil heftigen Winterstürme nahezu intakt und nur wenige Äste brachen heraus. So besteht die Allee weiterhin als beliebtes Ausflugsziel und regt dazu an, die Sinne zu schärfen!

Unter https://www.youtube.com/watch?v=AWkYXtpoJBc  findet sich ein kurzes Video zur Entstehungsgeschichte der Kunstausstellung in der Allee.

Zum Hintergrund des Alleenschutzes folgende allgemeine Informationen:
Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Bestand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens" mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/ ). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen. Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.
 

Fotos: Max Peters, Niedersächsischer Heimatbund


Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen – den Harz und andere Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben – ganz ohne Auto

Wernigerode. Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Partner der Kooperation sind Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in 23 Fahrtziel Natur-Gebieten in Deutschland, der Schweiz und Österreich – eines davon ist der Nationalpark Harz.

 

Jetzt ist die Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen, die mit detaillierten Informationen zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort sowie attraktiven Reiseangeboten in allen DB-Reisezentren ausliegt. Eine große, ausfaltbare Karte mit allen vergleichbaren Angeboten in ganz Deutschland befindet sich im Inneren der Broschüre.

 

Auch der Harz ist für viele Reisen viel besser mit Bus und Bahn zu erreichen als oft angenommen wird. Eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr bietet sich daher an.

 

Gemeinsam mit dem Partner HATIX fördert der Nationalpark Harz vor Ort die Verknüpfung attraktiver Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten. Mit anderen Worten: In sensiblen Naturräumen soll der touristische Verkehr vom Auto möglichst auf den öffentlichen Nahverkehr verlagert werden. Das spart C02-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen oder Parkplätze zu suchen – das sind für viele Gäste Argumente, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

 

Ein praktisches Beispiel für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort ist das HATIX-Mobilitätsangebot, siehe www.hatix.info/de. Übernachtungsgäste im Landkreis Harz erhalten in teilnehmenden Betrieben das Ticket, mit dem sie kostenfrei mit dem Bus die Erlebnisregion nutzen können.

 

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de


„Glanzlichter der Naturfotografie“ 2016 in Ilsenburg – Eröffnung am 28.2.2018 durch Nationalparkleiter Andreas Pusch

21.654 Bildeinsendungen wurden zu diesem Naturfoto-Wettbewerb aus 38 Ländern eingereicht, der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Barbara Hendricks und unter dem Patronat des DVF steht. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.

Diese Zahlen belegen, welche Wertschätzung der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren genießt.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann waren standen die diesjährigen Gewinner der Glanzlichter fest. Die Jury bestand dieses Jahr aus Viola Brandt, Naturfotografin, Andreas Klotz, Naturfotograf und Verleger, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2016“ ist Thomas Kolenbrander aus Deutschland mit "Dramaturgie des Himmels".
Das Siegerbild zeigt einen dramatischen Wolkenhimmel über einer Hochebene auf Island. Hier hat die Natur eine eindrucksvolle Vorgabe gemacht, die der Fotograf mit seiner Kamera optimal einfangen konnte. Es ist die Rückkehr zum Minimalen, um das Maximale auszudrücken – Fotografie pur. Durch die Reduktion auf das Wesentliche gewinnt ein Schwarz-Weiß-Bild seine Ausdruckskraft. Der Fotograf muss schon bei der Aufnahme entsprechend komponieren und die farbige Sichtweise in Schwarz und Weiß sehen.

Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotografin 2016“ ist die 16jährige Eva Haußner aus Deutschland mit ihrem Bild „Aus dem Nichts“. Sie fotografierte die faszinierenden, intensiv grünen Facettenaugen einer Libelle. Diese sollten der Mittelpunkt ihrer Aufnahme werden. So scheint die Libelle wegen der geringen Tiefenschärfe aus dem Nichts zu kommen. Es wirkt, als würde ein Wesen aus einer anderen Welt auftauchen.

Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 18. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage im Mai 2016 statt. Seitdem wandern die Glanzlichter 2016 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Die genauen Ausstellungsdaten finden Sie auf der Website www.glanzlichter.com/Ausstellungen.cfm - nun sind sie bald in Ilsenburg angekommen.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in einer der Ausstellungen anzuschauen, kann alle Bilder mit ausführlichen Informationen zum Bild auch im dazu erscheinenden Buch „Glanzlichter 2016“ sehen. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen.

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
„Glanzlichter 2016 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Mittwoch, 28.2.2018 um 17 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 21.5.2018
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.


20. Februar 2018, Vortrag in Braunschweig: Über Braunschweig bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle als Umweltsünden des Bergbaus im Harz und in der Oker – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora

Goslar - Braunschweig. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind weit über Braunschweig hinaus bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Die Ursachen sind klar: Im Zuge der der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Altkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee.

Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Harzer Geologen Dr. Friedhart Knolle am 20. Februar 2018 um 19 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig. Veranstalter ist der Verein der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.

Foto: Die schöne Seite der Altlasten - Hallersche Grasnelke auf einer Schlackenhalde. Foto Kison.


Loipen und die meisten Wege im Nationalpark wieder frei 

Wernigerode. Die meisten Loipen und auch Wanderwege im Nationalpark sind am bevorstehenden Wochenende wieder frei, allerdings ist bei ihrem Begehen immer noch Vorsicht wegen der Sturmschäden geboten. Auch darf sich niemand falsche Vorstellungen über den Zustand der Loipen machen – da wir die Wege nur mit Technik freischneiden konnten, siehe Foto aus dem Raum Torfhaus, sind die Loipen teilweise in einem nicht befahrbaren Zustand, zumal Tauwetter herrscht. Eine Ausnahme stellt derzeit noch der steile Bereiche der Hohne in Sachsen-Anhalt dar – dort sind unsere Mitarbeiter noch dabei, die Wege freizuschneiden, weil das Gelände teilweise sehr schwer zugänglich ist. Ebenfalls weiterhin gesperrt ist der Magdeburger Weg – eine Umleitung ist ausgeschildert.



Anl. Fotos aus dem Raum Torfhaus frei mit dieser PI, Foto Ulrich Schulze


Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 erschienen – Schwerpunktthemen Waldwildnis und 50 Jahre Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle

Wernigerode. Der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2017 liegt vor. In seinem Vorwort betont Nationalparkleiter Andreas Pusch, dass die Arbeiten für die Weiterentwicklung des Nationalparks und der Region erfolgreich fortgesetzt werden konnten. „Der Tätigkeitsbericht ist ein Spiegelbild unserer Bemühungen, den vielfaltigen Aufgaben gerecht zu werden, die uns die Nationalparkgesetze und der Nationalparkplan vorgeben. Die Aktivitäten in den Fachbereichen werden dabei gleichermaßen beleuchtet – sei es die Forschung zur Dokumentation der Naturentwicklung, die Maßnahmen zur Unterstützung einer naturnäheren Waldentwicklung oder die Vermittlung all dessen an unsere Region und die vielen Gäste durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. In der Außenwahrnehmung des Nationalparks wurde im abgelaufenen Jahr die Wirkung der Fichtenborkenkäfer wieder dominant. Das Ausmaß, in dem dieses kleine Insekt große Waldflächen innerhalb kurzer Zeit verändert, war zwar zu erwarten, die Rasanz der Entwicklung auch in den höchsten Lagen unseres Mittelgebirges jedoch nicht unbedingt. Im Bereich unserer sehr naturnahen Brockenwälder hatte in der Vergangenheit das kalte Klima eine derart schnelle Entwicklung gebremst. Heute haben wir aber mit ständig steigenden Temperaturen auch in den Hochlagen zu tun, und das in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten extremer Witterungserscheinungen, z.B. Trockenperioden. Das schwächt die Fichten und fördert die Entwicklung der Borkenkäfer“, so Andreas Pusch.

Ein Schwerpunktthema des Berichts ist das Jubiläum unseres Jugendwaldheims. Am 20. September war es soweit: Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle feierte sein 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, fanden sich zum Jubiläum ein, um gemeinsam mit dem heutigen Team eine Feierstunde mit vielen Erinnerungen, Rückblicken, aber auch Eindrücken der Gegenwart zu verbringen. Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Cuxhaven sorgten nicht nur für einen musikalischen Einstieg in die Feierstunde, sondern präsentierten auch beispielhafte Arbeitseinsätze. Der Jubiläumstag stand unter dem Motto "Du wirst ein Teil vom Ganzen bleiben", denn ohne die Arbeit und die Hingabe vieler Menschen, die im Jugendwaldheim gearbeitet haben und immer noch arbeiten, wären wir nie so weit gekommen: Allein seit 2003, der Übergabe des Jugendwaldheims an die Nationalparkverwaltung, haben über 6000 Schüler einen Aufenthalt in der Brunnenbachsmühle verbracht.

Im Bericht dargestellt werden auch die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, weiterhin die Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements und der Leistungen im Bereich EDV sowie Fotomonitoring. Wichtige Themen sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parks, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von Partnern.

Mit diesem 83 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit im Harz informiert. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de  heruntergeladen werden.


UNSER HARZ Januar 2018 erschienen

Inhalt: Dr. Donald Giesecke und Günter Piegsa: Auf dem Fliegerhorst wird neu gestartet. Rudolf Zietz: Erinnerungen an die Heidestraße in Herzberg am Harz. Friedrich-W. Wellmer und Jürgen Gottschalk: Leibniz im Harz. Nationalpark-Forum: Neuerscheinung: Quellen im Harz – unterschätzte Lebensräume

Clausthal-Zellerfeld. Die besinnliche Adventszeit liegt nun hinter uns und auch der Jahreswechsel ist mit lautem Knallen oder auch ganz still – je nach Gemüt – vollzogen. Der Beginn eines Jahres ist für viele Menschen eine Zeit, über Veränderungen nachzudenken, Rückschau zu halten und Neues zu beginnen. Rückschau auf das Jahr 1917 halten wir noch nicht, da das Archiv Herrn Hillegeist lange Zeit nicht zugänglich war.

Um Veränderungen geht es im ersten Artikel über den Goslarer Fliegerhorst. Die alten, denkmalgeschützten Gemäuer suchen neue
Verwendung. Dr. Giesecke stellt die Gebäude vor und berichtet über den aktuellen Stand. Ebenfalls um alte Gemäuer und Erinnerungen an deren  verschiedenste Besitzer und Nutzung geht es im Artikel von Herrn Zietz, der über die zweitälteste Straße in Herzberg am Harz, die
Heidestraße, berichtet.

Im Januar werden die Tage wieder länger und oft haben wir im Harz zwar kalte aber doch schöne Tage, die zu Spaziergängen einladen – vielleicht auf dem Leibniz-Erkenntnisweg in Clausthal-Zellerfeld? Prof. Wellmer stellt den Weg vor und präsentiert viel Wissenswertes über Leibniz und  seine Bedeutung für den Harzer Bergbau.

Im Nationalparkforum wird der neue Band der Schriftenreihe des Nationalparks Harz vorgestellt. Er ist dem vielseitigen und anspruchsvollen Lebensraum "Quelle" gewidmet. Quellen sind in Europa stark bedrohte Biotope und wir dürfen uns glücklich schätzen, dass der Harz so viele davon beherbergt. Erkunden Sie doch "Neuland" oder entdecken sie altbekannte Plätze in einem neuen Blickwinkel.

Was auch immer sie inspiriert – Neues oder Altes – ich wünsche uns allen ein friedvolles, beseeltes Jahr 2018.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.


Quellen im Harz - die unterschätzten Lebensräume

Herzliche Einladung zum 17.1.2018 in den Nationalpark Harz, Wernigerode 

Wernigerode. Am 17.1.2018 veranstaltet die Nationalparkverwaltung Harz in Wernigerode das Kolloquium "Quellen im Harz". Anlass ist das Erscheinens des Bandes Nr. 15 der Nationalpark-Schriftenreihe zum Thema „Quellen im Harz“.

Es findet von 14 – 16 Uhr in der Nationalparkverwaltung Harz, Wernigerode, Lindenallee 35, statt. Die Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.

Programm:

Dr. Kathrin Baumann (Nationalpark Harz): Begrüßung und kurze Einführung

Mathias Weiland (LHW): Einbindung von Quellen aus der gewässerkundlichen Überwachung

PD Dr. Hans Jürgen Hahn (IGÖ): Untersuchungen zu Quellen und Quellfauna im Harz 2013 - 2015

Otfried Wüstemann (Nationalpark Harz): Renaturierung von Quellbiotopen im Nationalpark Harz

Foto: Die Langetalquelle bei Harzgerode. Foto Dr. Holger Schindler.


Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ von Bernd Sternal

Gernrode. Die Harzregion hat in der Vergangenheit zahlreiche Persönlichkeiten hervorgebracht, die Besonderes oder sogar Außergewöhnliches geleistet haben. Andere Menschen haben den Harz als ihre Heimat auserkoren und hier mit ihrer Schaffenskraft Bleibendes geschaffen und hinterlassen.

Einige dieser Menschen möchte der Autor Bernd Sternal mit seinem Werk vor dem Vergessen bewahren, denn sie haben es verdient: Wilhelm August Julius Albert, Karl Blossfeldt, Hermann Bruno Otto Blumenau, Friedrich Adolph Roemer, Gustav Adolf Spengler, Johann August Röbling, Dorothea Christiane Erxleben, Wilhelm Schmidt, Georg Heinrich & Elisabeth Concordia Crola, Emil Mechau, Martin Heinrich Klaproth, Roswita von Gandersheim, Gottfried August Bürger, Carl Friedrich Christian Mohs, Georg Christian Konrad Hunaeus, Albert Friedrich Emil Niemann, Claire von Glümer, Heinrich Engelhard Steinweg, Karl Heinrich Adolf Ledebur, Friedrich August Christian Wilhelm Wolf, Christian Friedrich Gille, Johannes Thal, Andreas Werckmeister, Friedrich Reese und Robert Koldewey.

Geboren wurde die Idee zur Vorstellung Harzer Persönlichkeiten für Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle – und sie stößt dort auf reges Interesse. Wenn sein Werk zudem bei der Leserschaft ankommt, so wir er 2018/19 einen weiteren Band zu Harzer Persönlichkeiten herausgeben, teilt er mit.

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 160 Seiten und ist mit 14 farbigen sowie 84 schwarz-weiß Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7386-5979-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de , und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.


Lust auf ein „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz? Bewerben für ein Commerzbank-Umweltpraktikum bei unseren vier Einsatzstellen - noch bis zum 15. Januar 2018

Wernigerode. Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten die Bewerber! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

 

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

 

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Einsatzstellen waren das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer oder die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“? Von der Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei….
 
Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

 

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

 

Foto: Praktikantin Stefanie Wude vor dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.


Fast 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz erschienen

Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2018 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und im Internet auf www.nationalpark-harz.de  zur Verfügung. Fast 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursion, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

In diesem Jahr hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. 2018 stehen zudem verschiedene Wanderungen zum Thema „Mit der Harzer Wandernadel im Nationalpark unterwegs“ im Fokus. Stempelfans dürfen sich dabei auf einen Sonderstempel freuen, den es nur bei der Teilnahme an den Veranstaltungen der Sonderreihe gibt.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2018“ ist nicht nur in gedruckter Form sondern auch als Download verfügbar unter http://t1p.de/v2018 . Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können ab sofort Termine auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender geladen werden. Eine neue Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2018 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich. Es kann auch bei der Nationalparkverwaltung Harz unter Tel. 03943/5502-31 oder E-Mail unterwegs@nationalpark-harz.de  bestellt werden.

Wir wünschen allen Gästen ein frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr 2018!


Harzer Erdgeschichte zum Erleben: Nordwestliches Harzvorland - Die Klassische Quadratmeile der Geologie

Wie an kaum einem anderen Ort Mitteleuropas kann man im westlichen Teil des Harznordrands und seinem Vorland (besser bekannt als „Klassische Quadratmeile der Geologie“) eine Fülle von Gesteinen vom Erdaltertum bis zu jüngsten Ablagerungen auf engstem Raum finden. Durch tektonische Verschiebungen sind im Gebiet zwischen Salzgitter, Goslar und Wernigerode noch heute neben Gesteinen aus dem Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura, Ober- und Unterkreide auch die Gesteine des Erdaltertums mit ihren einstmals ausgebeuteten Erzvorkommen zugänglich. Das Exkursionsgebiet befindet sich mitten im UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und als weitere Besonderheiten kann man beispielsweise das ebenfalls von der UNESCO anerkannte Weltkulturebe der Altstadt Goslar und des Bergwerksmuseum Rammelsberg herausheben sowie die zahlreichen Salzstöcke, die die Vorharzlandschaft gliedern.
Auf insgesamt 7 Streifzügen – unter anderem vom Herzen der Quadratmeile (Goslar) über den nördlichen und südlichen Salzgitter-Höhenzug sowie einem Streifzug rund um Wernigerode und Ilsenburg – führen die Autoren in einer Zeitreise durch 500 Millionen Jahre Erdgeschichte und stellen dabei mehr als 90 interessante Geopunkte vor.
Dieser geologische Führer ist Teil der Reihe „Streifzüge durch die Erdgeschichte“ und vermittelt einen anschaulichen, lebendigen und verständlichen Einblick in die spektakulären Prozesse der Entwicklung unserer Erde über Hunderte von Millionen Jahren. Vielfältige, ergänzende Informationen zu Lehrpfaden, Mineral- und Fossilienfundstellen, Museen und Schaubergwerken motivieren die Leser, den Spuren der erdgeschichtlichen Entwicklung im Gelände zu folgen und machen dieses Buch zu einem idealen geotouristischen Begleiter.

Dr. Friedhart Knolle hat an der TU Clausthal Geologie studiert und wurde an der TU Braunschweig promoviert. Er arbeitet im Nationalpark Harz und ist Autor zahlreicher Beiträge zu geologischen und anderen Harzthemen.

Stefan Mohr ist Diplomingenieur und studiert gegenwärtig Geoinformatik an der Universität Salzburg. Mit der Harzregion und ihrer Geologie ist er bestens vertraut.

Marion Seitz hat einen Bachelor in Geowissenschaften und absolviert derzeit ein Masterstudium an der University of the Highlands and Islands (UK).

Friedhart Knolle/Stefan Mohr/Marion Seitz
Nordwestliches Harzvorland. Die Klassische Quadratmeile der Geologie.
135 S., 105 farb. Abb., 1 Tab., kart., 12 x 19 cm,
ISBN 978-3-494-01598-9, Best.-Nr. 494-01598, € 16,95